Fahrtkosten: Umstellung von Auto auf Zug (Aufstocker mit Monatskarte) - leichte Verwirrung bzgl. Anrechnungsmodalitäten

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Fragemeier

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Hallo zusammen,

ich (Aufstocker) habe meiner SB mitgeteilt, dass ich ab sofort mit dem Zug zur Arbeit fahre. Im Bescheid konnte ich feststellen, dass sowohl KFZ-Haftplicht als auch die Monatskarte (statt Sprit) angerechnet wurden.

Nicht, das ich mich nicht freuen würde...nur bisher dachte ich, dass die Fahrkarte sowohl Sprit als auch Haftpflicht ersetzt, weil ich offiziell nicht mehr das Auto nehme.

Ist jetzt ein Fehler in der Berechnung oder stimmt das so ? Aus meinem Umfeld kam die Vermutung, dass das so eine Art Sicherheit für den Fall sein könnte, dass es mit dem Zug Probleme gibt. Man muss ja auch dann noch irgendwie zur Arbeit kommen.

Was meint Ihr dazu ?

Besten Dank für jede Antwort

der Fragemeier
 
E

ExUser 1309

Gast
Das ist einfach. KFZ-Haftpflicht ist absetzbar:
LSG Celle: Beiträge mindern anrechenbares Einkommen des Kfz-Halters
Hartz-IV-Bezieher mit weiteren Einkünften können die Beiträge für eine Kfz-Haftpflichtversicherung von ihrem Einkommen abziehen und auf diese Weise höheres Arbeitslosengeld II beanspruchen. Hierfür müssen sie noch nicht einmal Eigentümer des Autos oder selbst Versicherungsnehmer sein, entschied das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen in einem am Donnerstag, 12. Mai 2016, bekanntgegebenen Beschluss (Az.: L 11 AS 941/13). Es reiche aus, wenn sie Halter des Fahrzeugs sind.
...Nach den gesetzlichen Bestimmungen können Hartz-IV-Bezieher auf Antrag die Kosten für gesetzlich vorgeschriebene oder auch angemessene private Versicherungen von ihren erzielten Einkünften abziehen. Auf diese Weise erhöht sich dann der Arbeitslosengeld-II-Auszahlungsbetrag.
 

Fragemeier

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Ahja besten Dank für die schnelle Antwort. Ich hatte gedacht, dass die Anerkennung auch von der tatsächlichen Nutzung des Fahrzeugs für die Fahrt zum Job abhängt. Scheinbar ist es aber eher eine Art steuerrechtliche/anderweitig geartete Absetzungsfrage, quasi als Gleichstellung zu anderen Arbeitnehmern/"Einkünftebeziehern" oder so. Also unabhängig von der Art des Einkommens und dem Zweck der Versicherung. Das etwas verwunderlich, weil die Haftplicht kein Teil der Versicherungspauschale ist, sondern mit den tatsächlichen Kosten gesondert als Werbungskosten angerechnet wird. Wie auch immer, es ist sehr erfreulich :) .

Bitte meine verspätete Reaktion zu entschuldigen, ich hatte die letzten 2 Wochen sehr viel um die Ohren.
 

Fragemeier

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Mir kommt zu dem Thema grad noch was in den Sinn.

Ein Bekannter meinte, so ne Monatskarte wäre was Feines. Es käme ja vor, dass man in einem Monat z..B. 2 Wochen mit der alten Fahrkarte abfährt und im Rest des Monats Urlaub hat. Damit bräuchte man in dem Monat keine Karte und würde das Geld sparen.

Natürlich spart man streng genommen nur 2 Wochen, also im Urlaub. Da man aber den ganzen Monat keine Karte kaufen muss...naja Ihr wisst, was ich meine.

Bei einem normalen Arbeitnehmer ist das toll, für einen Aufstocker wird es angerechnet. Insofern klingt es nach meinem Empfinden fast schon nach Betrug.

Urlaub muss man sonst ja nur bei Ortsabwesenheit melden. Die Frage ist nun, wie das bei Fahrkarten ist.

Oder denke ich nur zu weit ? Falls ja - abgelaufene Fahrkarten landen im Papierkorb. In welchem Abstand sollte man mindestens eine Fahrkarte einreichen (z. B. zum WBA, damit die Summe nachprüfbar ist - oder so) ?

Gruß und schönes Wochenende

der Fragemeier
 

erwerbsuchend

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Die Frage ist eher, ob man wirklich spart, wenn man für einen halben Monat statt einer Monatskarte Einzelfahrkarten kauft. Hast du das schon für deinen Verkehrsverbund durchgerechnet? In einigen Verbünden kosten 20 Einzelfahrten für 2 Wochen genauso viel wie eine Monatskarte.

Wie oft du eine Fahrkarte dem JC vorzeigen musst, sollte in einer EGV geregelt sein. Alternativ soll dir das dein SB außerhalb einer EGV entsprechend schriftlich verbindlich mitteilen.
 

Fragemeier

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Danke für die schnelle Antwort.

Ich glaub, da ist was falsch rübergekommen. Wenn die ersten 2 Wochen noch zur Karte vom letzten Monat gehören (die kauft man ja nicht immer automatisch vom 01.-31.) und dann 2 Wochen Urlaub sind, ist der Monat rum, ohne dass man ne neue hätte kaufen müssen. Das Geld wird aber trotzdem angerechnet, weil die Anrechnung durchläuft und man nicht ständig nach der Karte gefragt wird. Theoretisch sinds nur 2 Wochen "Ausfall", da man die ersten 2 Wochen ja mit der vorigen Karte abgedeckt hatte.

Vermutlich denke ich also nur zu weit. Ich will aber nicht unnötig als Betrüger dastehen und versuche daher was rauszufinden - also wie die Meldepflicht aussieht, ohne dass man bei versehentlicher Nichteinreichung oder einer gar nicht erst benötigten Karte Probleme bekommt...beim Sprit hats trotz Meldung ja auch nie jemand geschert :).

In meiner EGV steht davon nix drin. Mein SB weiß auch nix davon. Ich hab den Wechsel auf den Zug der Leistungsabteilung gemeldet und die Fahrkarte eingereicht. Die Dame hats berücksichtigt und gut wars. Natürlich kann man das nochmal extra erfragen. Nur bevor ich schlafende Hunde wecke, frage ich mal hier nach den Erfahrungen. Alles Andere kann ich dann immer noch machen.
 
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Fragemeier

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Das klingt zwar logisch, aber auch etwas unflexibel. Wir haben am örtlichen Bahnhof einen Kartenautomaten, dem das schnurz ist. Eine Monatskarte gilt dabei ab dem Kauftag - ob das der 1. oder der 23. ist.
 

Fragemeier

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Machen wir das Ganze mal konkret, mit dem zeitnahen Beispiel Juli/August (vielleicht fällt doch noch jemand was dazu ein):

- Monatskarte: der Anschaulichkeit halber gekauft Mitte Juli, gültig bis Mitte August
- letzte Augustwoche: Urlaub (oder meinetwegen krank)

Ergebnis: man käme im August mit ein paar Einzel-/Tageskarten aus

Extremfall: Urlaub in der 2. Auguthälfte, man bräuchte also im August gar keine Fahrkarten (zum Job) kaufen

Man hätte natürlich die ersten 2 Augustwochen im Juli schon mitbezahlt, aber das wäre dann wohl das Fahrkartengeld für Juli gewesen (?!).

Urlaub als solchen muss man ja nur melden, wenn man ortsabwesend ist. Beim Auto/Sprit sei es mal dahingestellt...das könnte eine ähnliche Sachlage sein, ist aber hier nicht das Thema. Wer es mit abhandeln möchte, mag das meinetwegen tun.

Zurück zu den Fahrkarten...zugegeben, es klingt schon sehr auffällig, wenn das alles terminlich zusammenfällt. Vermutlich ist es eh kaum möglich.
Trotzdem: es ist so eine Frage, wie ein/e SB darauf reagieren würde. Theoretisch könnte man es als - wenn auch sehr kurze - Änderung der finanziellen Verhältnisse oder sonst etwas Anrechnungsrelevantes verstehen.

Ergo lautet die Frage: wäre die Differenz...
a) meldepflichtig (würde mich wundern wenn nicht) oder dort, wo es das gibt,

- Vorsicht, langer Satz *gg* -

b) nur eine seltene und entsprechend glückliche Folge der ggf. in Verbindung mit verschiedenen Eventualitäten quer durch den Kalender vagabundierenden Gültigkeitsdauer von Monatskarten ?


[Edit: Ich kaufe morgen eine neue Karte, mit dem 5. als Kaufdatum ist das also sehr hypothetisch. Ich wüsste aber gern, woran ich bin. Dann kann ich das bei Bedarf so früh wie möglich berücksichtigen und korrekt handeln.]
 
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erwerbsuchend

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Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn du verbindlich wissen willst, wie dein JC die Vorlage der Fahrkarten handhabt, dann lasse dir dies schriftlich verbindlich von deinem JC erklären. Alles Andere ist nur Glaskugelleserei.
 

Fragemeier

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Tja iss wohl so. Ich hatte gehofft, wenn's schon angerechnet wird und solche Blüten treiben kann, gäbe es irgendwelche Erfahrungen oder eine Art übergeordnete Entscheidungsgrundlage dafür. In einem durchgeregelten Staat wie unserem halt *gg*. Aber dafür ist so eine Verkettung von Eventualitäten vielleicht doch zu selten und das wäre dann ja auch irgendwo nachzulesen.

Sei es wie es sei. Danke jedenfalls für die Antworten. Ich denke, wir können das Thema damit schließen :).
 
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