Fahrtkosten: Umstellung von Auto auf Zug (Aufstocker mit Monatskarte) - leichte Verwirrung bzgl. Anrechnungsmodalitäten

Fragemeier

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Hallo zusammen,

ich (Aufstocker) habe meiner SB mitgeteilt, dass ich ab sofort mit dem Zug zur Arbeit fahre. Im Bescheid konnte ich feststellen, dass sowohl KFZ-Haftplicht als auch die Monatskarte (statt Sprit) angerechnet wurden.

Nicht, das ich mich nicht freuen würde...nur bisher dachte ich, dass die Fahrkarte sowohl Sprit als auch Haftpflicht ersetzt, weil ich offiziell nicht mehr das Auto nehme.

Ist jetzt ein Fehler in der Berechnung oder stimmt das so ? Aus meinem Umfeld kam die Vermutung, dass das so eine Art Sicherheit für den Fall sein könnte, dass es mit dem Zug Probleme gibt. Man muss ja auch dann noch irgendwie zur Arbeit kommen.

Was meint Ihr dazu ?

Besten Dank für jede Antwort

der Fragemeier
 

hansklein

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Das ist einfach. KFZ-Haftpflicht ist absetzbar:
LSG Celle: Beiträge mindern anrechenbares Einkommen des Kfz-Halters
Hartz-IV-Bezieher mit weiteren Einkünften können die Beiträge für eine Kfz-Haftpflichtversicherung von ihrem Einkommen abziehen und auf diese Weise höheres Arbeitslosengeld II beanspruchen. Hierfür müssen sie noch nicht einmal Eigentümer des Autos oder selbst Versicherungsnehmer sein, entschied das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen in einem am Donnerstag, 12. Mai 2016, bekanntgegebenen Beschluss (Az.: L 11 AS 941/13). Es reiche aus, wenn sie Halter des Fahrzeugs sind.
...Nach den gesetzlichen Bestimmungen können Hartz-IV-Bezieher auf Antrag die Kosten für gesetzlich vorgeschriebene oder auch angemessene private Versicherungen von ihren erzielten Einkünften abziehen. Auf diese Weise erhöht sich dann der Arbeitslosengeld-II-Auszahlungsbetrag.
 
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