Fahrtkosten Regelung bei einer ZAF, mit eigenem PKW?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Mikhael

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Oktober 2018
Beiträge
36
Bewertungen
6
Guten Tag zusammen,

Ich hätte eine frage bezüglich der Fahrkosten.
Ich hab durch dieses Forum vom §670 gehört.
Laut ihm ist mein Entleiher dazu verpflichtet für meinen Aufwand aufzukommen, den ich habe, wenn ich von der ersten Tättifkeitsstätte zum Kunden mit meinem eigenem PKW fahre.

Des weiteren würde es mich interessieren, ob ich überhaupt dazu verpflichtet bin mit dem PWK zur arbeit zu fahren oder ich auch so dreist sein kann und mich von meinem Entleiher zum Kunden bringen lassen kann und diese Fahrtzeit auch als Arbeitszeit anrechnen lassen kann.

Ich bin Unbefristet seit 1,5 Jahren unter dem IGZ eingestellt.
seitdem wurde ich bei 3 verschiedenen kunden eingesetzt.
momentan habe ich eine Fahrt stecke von 20km Tättigkeitstätte-Kunden.
Die Fahrzeit für eine strecke beträgt 25-30 Minuten
 

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.791
Bewertungen
3.043
Du bist nur verpflichtet auf eigene Kosten und Gefahr an der ersten Betriebsstätte des AG zu erscheinen. Diese ist im AV genannt. Alle weiteren Fahrten sind ab da bis zum Kunden Dienstfahrten und daher Arbeitszeit und vom AG zu bezahlen. Solltest du kein Kfz haben, muss dann der AG für dich die Fahrt zum Kunden auf seine Kosten organisieren.
 

karuso

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2015
Beiträge
960
Bewertungen
1.109
Laut ihm ist mein Entleiher dazu verpflichtet für meinen Aufwand aufzukommen, den ich habe, wenn ich von der ersten Tättifkeitsstätte zum Kunden mit meinem eigenem PKW fahre.

Du verwechselst hier was:
Entleiher ist der Kunde der ZAF
Verleiher ist ZAF selber
Also grundsetzlich ist der Entleiher garnicht verpflichtet dir Fahrgeld zu zahlen den der ist nicht dein Arbeitgeber.Dafür ist die ZAF zuständig den das ist dein Arbeitgeber.Die ZAF muß so kalkulieren das sie dich zum Einsatort befördern kann.

Des weiteren würde es mich interessieren, ob ich überhaupt dazu verpflichtet bin mit dem PKW zur arbeit zu fahren oder ich auch so dreist sein kann und mich von meinem Entleiher zum Kunden bringen lassen kann und diese Fahrtzeit auch als Arbeitszeit anrechnen lassen kann.

Du meinest wohl Verleiher.Du bist verpflichtet selber zur Arbeit zu kommen damit ist aber nicht der Entleiher gemeint sondern dein Arbeitgeber die ZAF (Betriebssitz ZAF erste Tätigkeitsstätte).Mit welchem Transportmittel du zur ZAF kommst ist dir überlassen da kann die ZAF dir keine Vorschrift machen weil das noch keine Arbeitszeit ist.Wie du dann von der ZAF zum Entleiher kommst das ist ZAF Problem das sind Dienstfahrten und sind Arbeitszeit und das selbe wieder zurück zur ZAF.
Einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln bei ZAF aufschlagen sagen das ab jetzt kein Auto mehr zur Verfügung steht weil Totalschaden und das sie dich in Zukunft hier vom Betriebssitz ZAF auf Kosten der ZAF zum Entleiher bringen und wieder abholen müssen.Und gleich sagen das Dienstfahrten schon Arbeitszeit sind.Cool bleiben und auf den Fahrservice warten.Nicht einlullen lassen.:wink::wink:
 
E

ExitUser

Gast
Die Strecke vom Wohnort zum Betriebssitz der ZAF musst du selbst bezahlen. (sog. Werktorregelung) Die Mehr-km die vom Wohnort zum Entleiher entstehen sind von der ZAF zu vergüten. Falls du direkt zum Entleiher fährst.

Bspl. Wohnort bis ZAF = 10 KM.
Wohnort bis Entleiher = 20 KM -> ZAF zahlt 10 KM.
Sofern sich die Rechtsprechung nicht geändert hat.
Meine Aussage basiert auf uraltem Urteil LAG Köln 15.11.2002 – 4 Sa 692/02

Die km zur ZAF kannst du ganz normal über die EkSt Erklärung abetzen, wen sie nicht vom AG bezahlt wird.
 

Mikhael

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Oktober 2018
Beiträge
36
Bewertungen
6
Ohh tut mir leid, du hast recht. Da hab ich was vertauscht. Aber du hast mir meine Frage beantwortet.

Sollte ich dann einfach morgen vorher anrufen um das anzukündigen?
Ich bin mir noch total unsicher wie ich das anstellen soll. Ich bin halt einer von den Leuten dir an das gute glaubt und sich ausnutzen lässt. Wobei ich das aber vermeiden möchte und das sollte der erste Schritt sein.


Mich interessiert es aber noch, ob es andere Möglichkeiten gibt den zuhälter zu ärgern.
Ziel sollte es aber sein keine Kündigung zu erhalten, bei der ich Sanktionen zu erwarten habe bei Arbeitslosigkeit.

Ich bin offen für jeden Vorschlag. Ich Berichte auch wie es dann morgen gelaufen ist. Ob mir ein Fahrdienst gestellt wurde oder ich per öffentlichen Verkehrsmittel angekommen bin.

Ich danke euch aber schon mal vorab für eure Antworten. Ich brauch nur ein wenig Mut dazu.
[>Posted via Mobile Device<]
 

noillusions

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2012
Beiträge
4.014
Bewertungen
3.847
Kannst vielleicht vorher noch mit etwas krankfeiern das hinauszögern.
Die Tour mit ZAF-Ort und Entleiher-Ort wird für die ZAF sicher ziemlich Hardcore sein und du bist schnell draussen. Kannst bei evtl. aufkommender Diskussion noch einen draufsetzen und sagen dass du dich über deine Rechte informiert hast und diese nun einforderst.
 

Mikhael

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Oktober 2018
Beiträge
36
Bewertungen
6
Kannst vielleicht vorher noch mit etwas krankfeiern das hinauszögern.
Die Tour mit ZAF-Ort und Entleiher-Ort wird für die ZAF sicher ziemlich Hardcore sein und du bist schnell draussen. Kannst bei evtl. aufkommender Diskussion noch einen draufsetzen und sagen dass du dich über deine Rechte informiert hast und diese nun einforderst.

Das soll ja auch alles Hardcore werden.
Leider hab ich das mit dem krank feiern ziemlich gut ausgenutzt. War alleine in den letzten 4 Monaten gut 3 Wochen au attestiert. Die Anrufe wärend der Zeit waren schon ein wenig störend. Aber wie ich so mitbekommen habe Muss man wärend der Krankheit für niemanden erreichbar sein per Telefon.

Sollte ich das mit der Fahrt denn vorher telefonisch oder per Mail ankündigen ? Oder einfach da aufschlagen und sagen, "ich werde mit dem privaten Pkw meines Vaters keine dienstfahrten mehr erledigen. Von nun an ist es euer Problem, wie ich zum Kunden und vom Kunden zur ZAF komme".

Von heute auf morgen werden die mich ja nicht kündigen können deshalb. Ich bin ja schon weit über meine 6 Monate Probezeit.
Die könnten mir ja genausogut ein Auftrag in der Nähe anbieten.
[>Posted via Mobile Device<]
 

noillusions

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2012
Beiträge
4.014
Bewertungen
3.847
Sollte ich das mit der Fahrt denn vorher telefonisch oder per Mail ankündigen ? Oder einfach da aufschlagen und sagen, "ich werde mit dem privaten Pkw meines Vaters keine dienstfahrten mehr erledigen.

Mitteilen solltest du es schon, ich weiß nicht wieviel vorher angemessen ist, die bauen ja aus der "Erfahrung" auf die derzeitige Situation. Erklärung ist ja dann super einfach - ist ja nicht dein Auto.
 

Mikhael

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Oktober 2018
Beiträge
36
Bewertungen
6
Mitteilen solltest du es schon, ich weiß nicht wieviel vorher angemessen ist, die bauen ja aus der "Erfahrung" auf die derzeitige Situation. Erklärung ist ja dann super einfach - ist ja nicht dein Auto.

Also würdest du sagen paar Stunden vorher sind nicht empfehlenswert?
[>Posted via Mobile Device<]
 

noillusions

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2012
Beiträge
4.014
Bewertungen
3.847
Wenn schon dann lieber sagen sagen ist plötzlich kaputt und steht in der Werksstatt und dann erst sagen du kriegst es künftig nicht mehr.
 
E

ExitUser

Gast
Ich brauche bitte ein bisschen Nachhilfe.
Immer wieder lese ich, die ZAF muss dafür sorgen, dass man zum Entleiher kommt und müsse den AN dort hin fahren.

Das bedeutet, man kann verweigern mit dem eigenen PKW zum Entleiher zu fahren? Gibt es hierzu ein Urteil? Das würde ich mir gerne archivieren, wurde aber noch nicht fündig.

Ich verstand es bisher so. Hat der AN ein Auto und fährt auf Anweisung selbst, bekommt er die Differenz ZAF-Kunde je KM vergütet.

Wenn die ZAF vom AN verlangt, dass er mit seinem PKW fährt, muss sie diese Fahrzeit als Wegezeit, bzw. Arbeitszeit anerkennen und vergüten. Hierbei sind die Ruhezeiten von mindestens 11 Stunden (= 13 Std. AZ+Reisezeit, ca. 9 + 4) zu beachten! Wenn die Fahrt zum Entleiher sehr lang dauert, wäre das evtl. ein Verstoß gg. das Arbeitszeitgesetz, da diese Fahrzeit ja Arbeitszeit ist.

Wegezeit in der man nicht selbst fährt, ist nicht als AZ zu vergüten.

Wird man von der ZAF zum Entleiher gefahren, gilt diese Zeit also nicht als AZ. Auch die Ruhezeiten werden nach meinem Verständnis dadurch nicht überschritten, da diese Zeiten nicht im Arbeitszeitgesetz umfasst sind.

Eventuell fährt man finanziell besser damit, wenn man sich km + Reisezeit vergüten lässt.
 

Mikhael

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Oktober 2018
Beiträge
36
Bewertungen
6
Wegezeit in der man nicht selbst fährt, ist nicht als AZ zu vergüten.

Wird man von der ZAF zum Entleiher gefahren, gilt diese Zeit also nicht als AZ. Auch die Ruhezeiten werden nach meinem Verständnis dadurch nicht überschritten, da diese Zeiten nicht im Arbeitszeitgesetz umfasst sind.

Eventuell fährt man finanziell besser damit, wenn man sich km + Reisezeit vergüten lässt.

So wie ich mich informiert habe hast du mit deiner aussage recht.


Nur geht es mir hierbei nicht direkt um die Fahrerei, die eigentlich auch nervig ist. Aber das große Problem das ich habe ist, dass ich echt unglücklich in der Firma bin in der ich zurzeit eingesetzt bin. Ich werde da von Maschine zu Maschine weitergegeben. Vorab war es bei mir aber vorgesehen, dass ich an ein und der selben bleibe. Dies hat sich aber im letzten Monat geändert (war 2 Wochen krank wegen eine Entzündung am Bizepsmuskel). Dies hat wohl dem Kunden und der ZAF nicht gefallen. Wodurch ich jetzt rumgereicht werde und wirklich so gut wie jeden Tag mit jemand anderen Profile umpacken kann.
Wie man sich vorstellen kann geht das auf die Gelenke und die Nerven.
Die Zeitarbeitsfirma weiß das und hat mir auch ein anderen Einsatz zugesagt. ich sollte auch innerhalb von einer Woche mehr Informationen dazu bekommen. bis heute hab ich aber nichts mehr von denen gehört wodurch ich mir verarscht vorkomme, laut denn gäbe es noch 3 andere kunden aber wieso werde ich nicht wo anders eingesetzt wenn man weiß wie unglücklich ich mit der jetzigen Situation bin.

Wie mit mir umgegangen wird ist meines Erachtens schon Menschenunwürdig und kommt schon sehr nahe an die Sklaverei heran.

Deshalb such ich jetzt nach wegen wie ich mich unattraktiv
machen kann, so dass ich entweder zu einem neuen Kunden komme wo ich hoffe das alles ein weniger besser abläuft oder die mich einfach Kündigen.
Da ich ab August mit meinem Studium anfange ist die zweite Option nicht optimal würde ich aber auch in kauf nehmen.
 
E

ExitUser

Gast
Ist die ZAF gut mit ÖPNV zu erreichen?
Und wie ist der Entleiher zu erreichen?
Dann ist dein Auto eben kaputt gegangen.

Das Problem zur ZAF zukommen ist deines. Das geht die ZAF nichts an und sie ist aus der Verpflichtung raus.
Was aber, wenn du nicht zum Entleiher kommst?
 

karuso

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2015
Beiträge
960
Bewertungen
1.109
Man muß immer etwas freundlich frech sein. Habe ich eine VV mit RFB erhalten für ein Angebot über eine ZAF habe ich immer freundlich gesagt das ein privat PKW grundsetzlich nicht zur Verfügung steht für Dienstfahrten und das die ZAF dafür sorgen soll wie sie ihre Mitarbeiter zum Kunden bringt.Desweitern habe ich natürlich die Dienstfahrten als Arbeitszeit angesprochen und schon mal freundlich durchsickern lassen wenn das nicht bezahlt wird ich mich nicht scheue mein Recht vor dem Arbeitsgericht zu erstreiten. Die waren dann immer bedient zu 95% habe ich nie wieder etwas gehört von denen.Die restlichen 5% habe ich dann mit der Nichunterzeichnung der Datenerklärung abgeschmettert.
Wie gesagt man muß seine Rechte kennen und sie beim Vorstellungsgespräch richtig einsetzen und dann ist man sie los.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

Mikhael

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Oktober 2018
Beiträge
36
Bewertungen
6
Ist die ZAF gut mit ÖPNV zu erreichen?
Und wie ist der Entleiher zu erreichen?
Dann ist dein Auto eben kaputt gegangen.

Das Problem zur ZAF zukommen ist deines. Das geht die ZAF nichts an und sie ist aus der Verpflichtung raus.
Was aber, wenn du nicht zum Entleiher kommst?

Ja ist sie, sind gute 10 Minuten zu Fuß.
Zum Entleiher gibt es leider keine gute Anbindung. Da bräuchte ich mit dem Bus alleine eine Stunde hin bei einer strecke von 18 KM ZAF-Entleiher.

Ich versuche das mal Morgen und schreib denn dann nach schichtende Heute eine Email, dass das PKW meines Vaters in der Werkstatt ist und auch nicht weiter zugänglich ist und ich am Freitag zu Schichtbeginn um 14 Uhr bei der ZAP antrete um mein Einsatz zu Planen. Oder ist das schon zuviel ?

Am Freitag hat die Tättigkeitsstätte nur von 8-17 geöffnet.
Arbeitszeit ist von 14-20 Uhr Freitags.
Mal gucken wie die damit umgehen.
Frühschicht ist sogar noch lustiger. Da fange ich um 5:30 an.

Frag mich nur wie ich nachweisen soll, dass ich um 5:30 an der ZAF war, Da ich ja nicht zum Einsatzort fahren kann.
 
E

ExitUser

Gast
Zum Entleiher gibt es leider keine gute Anbindung. Da bräuchte ich mit dem Bus alleine eine Stunde hin bei einer strecke von 18 KM ZAF-Entleiher.
1 Std. wäre grundsätzlich kein Problem und zumutbar.

Und die direkte Verbindung von dir zum Entleiher?

Ich versuche das mal Morgen und schreib denn dann nach schichtende Heute eine Email, dass das PKW meines Vaters in der Werkstatt ist und auch nicht weiter zugänglich ist
Klar, offiziell hast du ja gar keinen PKW.
Den Vater kann man nicht zwingen ihn dir zu leihen.

und ich am Freitag zu Schichtbeginn um 14 Uhr bei der ZAP antrete um mein Einsatz zu Planen. Oder ist das schon zuviel ?
Kann ich nicht beurteilen.

Was du aber bei er Strategie "kein Auto" einplanen musst, dass dann die anderen Jobs evtl. auch nicht gut erreichbar sind.
Bis August kann ja noch viel passieren.
Dann würde alles eher auf die Kündigung rauslaufen.

Es sei denn, du konntest deinen Papa überreden, dir das Auto doch wieder zu geben. Wenn der angebotene Job passt ;)

Frühschicht ist sogar noch lustiger. Da fange ich um 5:30 an.
Wäre dann von Wohnort zu Entleiher überhaupt ÖPNV möglich?

Frag mich nur wie ich nachweisen soll, dass ich um 5:30 an der ZAF war, Da ich ja nicht zum Einsatzort fahren kann.
Das verstehe ich nicht ganz.
Sofort und kurzfristig ab morgen würde ich das "kein Auto" nicht umsetzen. Zumindest nicht ohne Rücksprache oder Info der ZAF.

Vom Grundsatz her ist es ja dein Problem zur Arbeit zu kommen.
Evtl. war für den Job ja auch eigener PKW Bedingung.
Da wäre ich vorsichtig, dass nichts als Vertragsbruch ausgelegt werden kann und du womöglich eine Kü bekommst, die auch im Alg 1 durch Sperrzeit sanktioniert werden kann.
 

Elgaucho

Elo-User*in
Mitglied seit
15 September 2017
Beiträge
382
Bewertungen
1.090
AW: Als gebeutelter ZAF-Sklave erstattet dir Vater Staat Hin-und Rückfahrt

Also ich war auch mal geknechteter Lohnsklave bei einer ZAF - allerdings nach Equal-Pay - schon etwas besser gestellt - finanziell. Du bekommst den Hin-und Rückweg als Leiharbeiter von der Steuer erstattet. Das war bei mir nicht eben wenig und wenigstens ein positiver Aspekt als Leihsklave...viel zu lachen hat man da ja nicht wirklich. Du mußt ja damit rechnen - jeden Tag könnte dein letzter als Leihsklave sein und daher dieses Steuerprivileg.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Als gebeutelter ZAF-Sklave erstattet dir Vater Staat Hin-und Rückfahrt

Du bekommst den Hin-und Rückweg als Leiharbeiter von der Steuer erstattet.
Nunja, fast. Man kann es von der Steuer absetzen und zahlt für diese Kosten keine EkSt.
Das verwechseln viele und denken, alles was man absetzen kann hat man auf der Hand. Man hatte ja reale Ausgaben.

Die realen Fahrtkosten bekommt man nicht von der Steuer erstattet. Das wird mit deiner bezahlten Lohnsteuer verrechnet und du bekommst einen Teil der zu viel gezahlten Lst. zurück.

Z. B. Geringverdiener. Mal grob.
Steuerfreibetrag 8800. Man hatte ein zu verst. EK von 10.000 € und muss lt. Grundtabelle 149 € Steuern ohne KiSt zahlen.

Nun hattest du aber 1000 € reale Fahrtkosten. Dann zahlt dir das FA nur diese 146 €, bzw. die vom AG zu viel abgeführten Steuern zurück und nicht die 800 Fahrtkosten -146 Steuern.
 

karuso

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2015
Beiträge
960
Bewertungen
1.109
Sofort und kurzfristig ab morgen würde ich das "kein Auto" nicht umsetzen. Zumindest nicht ohne Rücksprache oder Info der ZAF.

Warum muß man Rücksprache halten.Der Eigentumer der Autos stellt es nicht mehr zur Verfügung und pasta.Da muß man keine Ausreden finden.Das ist halt so

Vom Grundsatz her ist es ja dein Problem zur Arbeit zu kommen.

Ja das ist richtig aber damit ist aber nicht der Kunde der ZAF gemeint sondern die erste Tätigkeitsstätte und das ist laut Definition der feste Sitz des Arbeitgebers mit dem man ein Arbeitsverhältnis hat.

Evtl. war für den Job ja auch eigener PKW Bedingung.

Die setzen das einfach vorraus.In den Tarifverträgen IGZ und BAP ist davon nichts zu sehen das man sein privat PKW mitbringen muß.

Da wäre ich vorsichtig, dass nichts als Vertragsbruch ausgelegt werden kann und du womöglich eine Kü bekommst, die auch im Alg 1 durch Sperrzeit sanktioniert werden kann.

Dann muß die PKW Nutzung im Arbeitvertrag direkt drinstehen und dann muß gleichzeitig eine Vergütung pro km vereinbart sein.So etwas habe ich aber bis jetzt noch nicht in einem Arbeitsvertrag einer ZAF gesehen und wenn ja würde ich so etwas dann nicht unterschreiben.Und natürlich muß man mit einer Kündigung rechnen aber vor Gericht glaube ich hätte er gute Karten da das Auto nicht ihn gehört.Das Auto gehört seinem Vater und er entscheidet darüber was damit passiert.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 
E

ExitUser

Gast
Warum muß man Rücksprache halten.Der Eigentumer der Autos stellt es nicht mehr zur Verfügung und pasta.Da muß man keine Ausreden finden.Das ist halt so:

Weil man auch als AN Obliegenheitspflichten/Treuepflichten hat.
Man kann nicht einfach von heute auf morgen ohne Nachricht an den AG morgens um 5:30 auf der Matte bei der ZAF stehen, wenn die noch gar nicht geöffnet hat.
Nach dem Motto. Ich war um 5:30 am Betriebssitz, es war keiner da, also konnte ich nicht zum Entleihbetrieb, weil es ja ihre Aufgabe ist mich dort hin zu bringen.
So funktioniert das nicht.

Daher bin ich mit solchen Tipps jedenfalls vorsichtig. Das kann arbeitsrechtlich ordentlich nach hinten los gehen.

ZAF hin oder her. Ich bin halt altmodisch und finde, dass es schon der Anstand gebietet, dem AG bescheid zu sagen.
Immerhin gibt er einem einen Job und der TE ist dort schon seit 1,5 Jahren.
Wenn man sich auf deren Stufe in Sachen "Moral und Anstand" stellt, dann darf man auch nicht groß meckern, denn dann ist man keinen Deut besser. Wie gesagt, ich bin halt ein Spießer ;)
 

Matt45

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 März 2016
Beiträge
971
Bewertungen
2.003
Ich kann karuso nur Recht geben. Seine Anmerkungen(um 11.38) sind genau richtig geschrieben. Sinngemäß: Freundlich sein.......und seine Rechte kennen und notfalls durchsetzen.

Ein typisches Beispiel, warum es wichtig ist den AV zu überprüfen.
Hätte der TE dies vor 1,5 Jahren am Anfang geklärt wäre die Sache nun heute nicht so heiß "gekocht".

Will nicht als "Schlaumeier" hier auftreten, aber es ist halt so.

Man fordert ja nichts unmögliches, sondern es geht um die Ausgestaltung eines AV.

Gilt aber nicht nur für ZAF, sondern auch für andere Firmen oder andere Verträge(Mobilfunk....)

Ganz einfache Frage an die "Runde" hier.
Warum bekommt ein Manager eine Abfindung von 10 Mio.€?
Weil es vertraglich fixiert worden ist!

Ob gerecht ist eine andere Frage!
 

Mikhael

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Oktober 2018
Beiträge
36
Bewertungen
6
Irgendwie ist man hier geteilter Meinung was mich überrascht.

Ich frag mich aber sonst wie das mit dem Einsatz geregelt wird, falls mein Auto wirklich den Geist aufgibt. Auch ist das klar, dass das Auto nicht auf mich zugelassen ist. Die haben ja den Fahrzeugschein eingescannt.
Ich kann mir nur an Kopf fassen, dass ich alles mit mir machen lassen habe.

Aber jetzt mal etwas was mich brennend interessiert. In meinem Vertrag steht nichts von Fahrtkosten oder wie ich zum Einsatz komme. Dann muss es doch wohl logisch sein, dass es nicht mein Problem ist, wie ich zum Kunden komme. Zur zaf komme ich ja ohne Probleme, dass soll ja kein Thema sein. Und das mit dem "kein auto" ziehe ich Ja morgen um. Zur Vorwarnung bekommen die dann eine email, dass das Auto mit dem ich gefahren, dass meinem Vater gehört in die Werkstatt muss, da wohl ein Zylinder aussetzt und ich wohl damit rechne, dass ein motorschaden vorliegt genaueres Kann ich aber erst sagen, wenn der in der Werkstatt war und das ich mich um 14 Uhr in der zaf anmelde, weil ich ja sonst nicht zum Einsatz komme.

Damit ist doch alles erledigt und ich Beweis ja guten Willen, weil ich ja den Einsatz zeige, dass ich mich bemühe alles ordentlich zu regeln.
[>Posted via Mobile Device<]
 

noillusions

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2012
Beiträge
4.014
Bewertungen
3.847
Irgendwie ist man hier geteilter Meinung was mich überrascht.
Pluralismus halt.
Die haben ja den Fahrzeugschein eingescannt.
wieso das?
Aber jetzt mal etwas was mich brennend interessiert. In meinem Vertrag steht nichts von Fahrtkosten oder wie ich zum Einsatz komme.
Vielleicht kannst du was nachfordern.
da wohl ein Zylinder aussetzt

Warum so genau? Das Auto macht Probleme, fertig.
 

Mikhael

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 Oktober 2018
Beiträge
36
Bewertungen
6
Ich weiss selber nicht wieso ich den Fahrzeugschein einscannen lassen habe. Das war echt dumm. Jetzt denk ich ja anders und hätte sicher so einiges anders gemacht.

Geht mir ja nicht ums nachfordern, sondern darum, dass ich will, dass die sich ärgern und mir ein Kunden suchen, der in der Nähe ist oder mich halt auf früh oder spät kündigen, so dass aber keine Sanktionen zu erwarten sind.

Dachte umso genauer die Geschichte um so glaubwürdiger kommt alles. Vor zwei Monaten hatte ich nämlich ein motorschaden + einspritzdüsen defekt. Davon weiss die zaf und der Kunde. Damals gab es ein echtes Theater deswegen. Musste dann das Auto meiner Schwester und mit einem leihwagen zur Arbeit kommen. Darauf hingewiesen, dass man mir irgendwie Unterstützung zukommen lässt war nicht die Rede. Weder von zaf noch von Kunden. Für die war es wichtig, dass ich im Punkt 5:30 bei der Arbeit bin bzw um 14 Uhr.
[>Posted via Mobile Device<]
 

JobcenterAffe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Mai 2017
Beiträge
685
Bewertungen
883
Sollte ich das mit der Fahrt denn vorher telefonisch oder per Mail ankündigen ? Oder einfach da aufschlagen und sagen, "ich werde mit dem privaten Pkw meines Vaters keine dienstfahrten mehr erledigen. Von nun an ist es euer Problem, wie ich zum Kunden und vom Kunden zur ZAF komme".

Also, ich würde deiner Leiharbeitsfirma einen Brief schreiben, daß du ab <in einer Woche> (also meinetwegen Montag, 29.10.) nicht mehr den Privat-Pkw deines Angehörigen nutzen kannst, weil dieser ihn ab da selbst wieder benötigt. Telefonieren würde ich mit denen nicht, weil dir dann beim Gespräch sowieso das Wort im Mund herumgedreht wird, und es zu einer "Schlammschlacht" käme. Außerdem fehlt dir bei "Anruf Mord" der Nachweis, was du und dein gegenüber dabei überhaupt gesagt haben. - Brief reicht, muß kein Einwurfeinschreiben sein.

Dann zusätzlich ankündigen, daß du ab diesem Termin täglich in der Niederlassung der LAF zu Arbeitsbeginn erscheinen wirst, und die LAF für den Transport zum Entleihbetrieb für dich organisieren soll. Noch dazu reinschreiben, daß ab Ankunft (oder eben offiziellem Arbeitsbeginn) bei der LAF-Niederlassung deine Arbeitszeit zu laufen beginnt, für den Rücktransport gilt selbstverständlich dasselbe. Du bist als LA quasi mit einem Montagearbeiter gleichzusetzen.

Mit ziemlicher Sicherheit wirst du dann aber eine Kündigung erhalten, weil die LAF-Klitschen keine aufmüpfigen und auf ihre Rechte achtenden Mitarbeiter haben will (zu teuer/unrentabel).

Mit einer Sperre seitens des AA mußt du vielleicht auch rechnen, gegen die ich an deiner Stelle Widerspruch einlegen würde. *Vielleicht* wird die dann auch zurückgenommen.

Edit:
Nochmal umformuliert mit mehr Details.

Im übrigen steht im BAP*-Manteltarifvertrag unter § 8.3 folgendes:

§ 8.3 Sofern für den einfachen Weg außerhalb der Arbeitszeit von der Niederlassung/Geschäftsstelle zum Einsatzort beim Kundenbetrieb mehr als 1,5 Stunden bei Benutzung des zeitlich günstigsten öffentlichen Verkehrsmittels aufgewendet werden müssen, erhält der Mitarbeiter die über 1,5 Stunden hinausgehende Wegezeit je Hin- und Rückweg mit der tariflichen Entgelten nach §§ 2 bis 6 des Entgelttarifvertrags bezahlt, sofern er diese Wegezeit tatsächlich aufgewandt hat.

Gut, der BAP-Manteltarifvertrag ist jetzt nicht identisch mit dem der iGZ, der für dich gilt. Aber wohl doch ziemlich ähnlich (kenne ihn allerdings nicht).

Was ich aber sagen will, ist, daß viele grundsätzliche Regelungen zum Arbeitsvertrag (z.B. über den Arbeitsweg und dessen Vergütung) gar nicht direkt in deinem Arbeitsvertrag, der dir vorliegt, stehen, sondern dort oft auch auf Regelungen im Manteltarifvertrag verwiesen wird. Und den muß man auch erst einmal kennen, was die meisten Arbeitnehmer aber gar nicht beachten.

Edit:
Habe nun diesen Manteltarifvertrag (MTV) der iGZ gefunden (Stand Aug.2009; evtl. gibt's aber noch einen neueren). Dort steht nichts zu den zumutbaren Fahrtzeiten und Fahrtkostenerstattungen sowie der Verpflichtung, selbst zum Entleihbetrieb zu kommen etc. wie im BAP-Mantel-TV.

Außerdem wäre dieser (der MTV) ohnehin nur für Gewerkschaftsmitglieder bindend - was du vermutlich nicht bist. Aber das ist nur von Vorteil für dich, bei solch mies ausgehandelten Vertragsbedingungen.

Somit gilt für dich ausschließlich das, was in deinem von dir unterschriebenen Arbeitsvertrag steht. Es sei denn, es gibt Verweise auf diesen MTV.

Aber das ganze schreibe ich nur *unverbindlich*. Es ist meine persönliche Ansicht. Und ich bin kein Arbeitsrechtsanwalt.

Nochwas zu den Fahrtkosten: Grundsätzlich gilt eine Dienstreisekostenerstattung von 30 ct. pro gefahrenem Kilometer. Bei 20 km einfacher Wegstrecke wären das arbeitstäglich immerhin schon 12 €. Bei 21 Arbeitstagen pro Monat immerhin schon 252 €. Im Jahr wären das 3.000 €, die die Leihfirma dem Arbeitnehmer erstatten müsste. Da erkennt man erst einmal, welche Kosten die LAF's auf ihre Mitarbeiter 'mal "einfach so" umwälzen!

Wobei noch anzumerken ist, daß nicht einmal diese 30 Cent/km in den meisten Fällen kostendeckend sind (gilt bestenfalls nur für Klein- und Kleinstwagen). Ein Kompaktwagen wie ein VW Golf 6 verursacht laut ADAC schon Kosten von 43 Cent/km.

Und vergesst das ganze mit dem "steuerlich absetzen der Fahrtkosten". - Das bringt für einen Niedriglöhner (wie sie Leiharbeiter meist sind) finanziell rein gar nichts (Stichwort "Werbungskostenpauschbetrag" bei 1.000 €). Die Diskussion darüber: siehe HIER.

Hier der iGZ-Manteltarifvertrag, veröffentlicht August 2009:
https://info-zeitarbeit.de/igz-manteltarifvertrag-zeitarbeit/3043

* BAP = "Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister"
iGZ = "Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen"
 

Anhänge

  • IGZ-Manteltarifvertrag (08-2009).txt
    22,4 KB · Aufrufe: 67
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten