• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Fahrtkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Socker

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
5 Aug 2015
Beiträge
1
Gefällt mir
0
#1
Hi Leute,

ich hab im Forum nichts entsprechendes gefunden deshalb meine Frage hier.
Meine Fahrtkosten (Monatkarte 73,00) wurden abgelehnt unter Berufung auf den § 11b Absatz 2 SGB II.
Der Mitarbeiter schreibt, diese wären bereits in den Freibeträgen (welche Freibeträge, in welcher Höhe) nach § 11b Absatz 2 SGB II enthalten, als mit der Erzielung des Einkommens verbunden notwendigen Ausgaben berücksichtigt sind und die Freibeträge nicht übersteigen.

Öhm mit diesem Satz kann ich garnix anfangen, zumal im § 11b Absatz 2 SGB II nichts dergleichen steht. Entweder bezieht sich der Mitarbeiter auf einen falschen Paragraphen oder weiß selber nicht wie hoch die Freibeträge sind.

Ich danke schonmal für zahlreiche Antworten. ;-)
 

biddy

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.368
Gefällt mir
4.579
#3
Socker sagte :
zumal im § 11b Absatz 2 SGB II nichts dergleichen steht
dort steht u. a.:
... (2) 1Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die erwerbstätig sind, ist anstelle der Beträge nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 ein Betrag von insgesamt 100 Euro monatlich abzusetzen. 2Beträgt das monatliche Einkommen mehr als 400 Euro, gilt Satz 1 nicht, wenn die oder der erwerbsfähige Leistungsberechtigte nachweist, dass die Summe der Beträge nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 den Betrag von 100 Euro übersteigt. [...]
Die Beträge nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 3-5 des § 11b sind:
Vom Einkommen abzusetzen sind

...

3. Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen oder ähnlichen Einrichtungen, soweit diese Beiträge gesetzlich vorgeschrieben oder nach Grund und Höhe angemessen sind; hierzu gehören Beiträge

a) zur Vorsorge für den Fall der Krankheit und der Pflegebedürftigkeit für Personen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht versicherungspflichtig sind,

b) zur Altersvorsorge von Personen, die von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind,

soweit die Beiträge nicht nach § 26 bezuschusst werden,

4. geförderte Altersvorsorgebeiträge nach § 82 des Einkommensteuergesetzes, soweit sie den Mindesteigenbeitrag nach § 86 des Einkommensteuergesetzes nicht überschreiten,

5. die mit der Erzielung des Einkommens verbundenen notwendigen Ausgaben,
Es sind also, wenn Du weniger als 400 € "brutto" verdienst, 100 € Grundfreibetrag pauschal vom Erwerbseinkommen abzusetzen, hierin sind Fahrtkosten enthalten (Nr. 5).

Verdienst Du mehr als 400 € "brutto" (also auch noch bei einem Minijob, wenn das "Brutto" zwischen 400,01 und 450 € liegt) und hast insgesamte Aufwendungen von mehr als 100 €, dann muss dieser tatsächliche Betrag absetzt werden.
Dazu gehören:
30 € Versicherungspauschale (Nr. 3 oben, siehe auch § 6 ALGII-Verordnung) + 15,33 € Werbungskostenpauschale (Nr. 5 oben + § 6 ALGII-VO) + 70 € Fahrtkosten/Ticket ÖPNV (Nr. 5 oben + § 6 ALGII-VO bei Kfz-Nutzung) = 115,33 € anstelle des Grundfreibetrags von 100 € = 15,33 € mehr als 100 € ... um diese 15,33 € erhöht sich dann Dein Gesamtfreibetrag.
 
Oben Unten