Fahrtkosten bei Maßnahme (2 Betrachter)

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Pinhead Larry

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Hallo,

ein Bekannter von mir ist in ALGII gerutscht und absolviert eine vom Jobcenter vermittelte Maßnahme.
Dazu muß er mehrmals wöchentlich längere Strecken mit dem öffentlichen Nahverkehr absolvieren. Er sagt, die Fahrtkosten bestreitet er aus der Regelleistung und bekommt die nach Vorlage beim JC ersetzt. Ist so was gängige Praxis? Er sagt weiter, er habe eine, bzw. sogar mehrere Eingliederungsvereinbarungen unterschrieben.
 

DonOs

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Fahrtkosten bestreitet er aus der Regelleistung. Ist so was gängige Praxis? Er sagt weiter, er habe eine, bzw. sogar mehrere Eingliederungsvereinbarungen unterschrieben.
Ja und Ja.

Fahrtkosten auszulegen ist gängige Praxis, sollte aber nicht geduldet werden. Das Jobcenter hat anders als der Elo, die Mittel dazu. Der Regelsatz gibt diese finanziellen Aufwendungen nachweislich nicht her. Wie kommt also ein JC darauf, davon auszugehen, wo es doch nicht im Regelsatz enthalten ist, daß der Leistungsempfänger diese Kosten aufbringen kann? Weil der Elo es mit sich machen läßt.

Auch mehrere EGV sind keine Seltenheit und sollten dringend angegriffen werden.
 

Pinhead Larry

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Die für ihn dringlichere Frage ist aktuell, wie er da nachträglich den vorschüssige gezahlten Fahrtkostenersatz in die EGV bekommt. Die Regelungen zur Fahrtkostenerstattung sind seiner Ansicht nach zu unbestimmt. Angreifen wie konkret? Gibt es dazu Verfristungen bzgl. eines Widerspruchs? Ich nehme an, das er die EGVen nicht per VA bekommen hat sondern ihm freundlich zur Unterschrift vorgelegt wurden. Insofern gab es immerhin den Anschein einer "Verhandlung" von Vertragspartnern.
 

Pixelschieberin

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[...] wie er da nachträglich den vorschüssige gezahlten Fahrtkostenersatz in die EGV bekommt. [...]
Eine bereits abgenickte EGV mit zusätzlichen Vereinbarungen garnieren zu wollen, halte ich für illusorisch.
Wünsche und Forderungen haben stets VOR Unterschrift in den noch weichen Ton gedrückt zu werden.
Stichwort: Vertragsfreiheit.

Tibetanische Gebetsmühle anwerf:
In einem der Links wurde etwas zum Fahrtkosten-Tralala geschrieben...
Da im Zusammenhang mit sinnbefreiten=unerwünschten Maßnahmen stets die selben Fragen hochgewühlt werden, kopiere ich aus einem Post mit passenden Querverweisen.

Es gibt zu tun.
Sobald die Schularbeiten gemacht sind, können eigene Strippen gezogen und kluge Fragen an JC-SBs gestellt werden.

Such dir die für dich passenden Highlights aus dem Pfeilköcher:
Verfasser AnonNemo:
- Verhalten beim Träger - Maßnahmeabwehr
- Erklärung, warum kein Vertrag beim Träger unterschrieben wurde - es sei bereits alles geregelt - :icon_wink:
- Vermittlungsgutschein und das Bewerben bei privaten Dienstleister - ZAF
- Bewerbungsbemühungen, Jobbörse, anonymes Profil, Referenznr, ZAF abwehren
- Vermittlungsvorschlag (VV), Jobbörse, anonymes Profil, Referenznr, ZAF abwehren

Verfasser Ozymandias:
- Keine Sanktion bei Arbeitsangeboten eines Maßnahmeträgers
- VA mit AGH-Zwang - Antwortschreiben
- VA, Datenfreigabezwang an MT macht VA rechtswidrig
- Maßnahmenverweigerung lt SG Berlin nicht sanktionierbar
- Maßnahme länger als EGVA - nicht zulässig
- Argumente gegen Maßnahme in VA

Hier ein Faden des Users "Simor", der sich dem Thema sehr gewitzt stellte.
Einer seiner smart-ass-Schachzüge:
SOFORT sämtliche FREIWILLIG erteilten "Einverständniserklärungen" bezüglich seiner Datenverwurstung zurückzunehmen. (Widerruf)

Wer (noch) nichts zurückzunehmen=zu widerrufen hat, VERBIETET vorsorglich.
Konkrete Verbote hinsichtlich Datenverwurstung durch Dritte können ebenfalls vorsorglich gegenüber JC UND Trägern ausgesprochen werden.
Wem die Datenverwurstung via VA aufs Auge gedrückt wurde, widerspricht zeitnah.
Vorlagen findest du im Forum.

Alles schriftlich und nachweisbar auf den Weg bringen.
Versteht sich.
 

berlinerbär

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Eigentlich zahlen das die Träger, nehmen die Arbeit des JCs ab und kassieren für die Statistik.
Wenn die Fahrtkosten zu individuell sind, zahlt das im Zweifelsfall das JC, aber eigentlich sollte der Träger es übernehmen.(Bekommt zuwenig Geld für den Aufwand?)
Wieviel kostet die Massnahme?
Ich habe alle Massnahmen immer mitgemacht und wusste, dass das meist nix bringt.(Ganzil, AGH, Weiterbildung, Couching)
Ich habe mich immer gefreut, die Massnahmen haben mir zum Teil grossen Spass gemacht, mal gab es eigene Vorträge mit Gruppenübungen(Ganzil), mal Bildung, mal nur dummes Rumsitzen mit 200€ netto mehr fürs Nixtun(AGH).
Ich habe mich als Alg2ler meist wohlgefühlt und war umsorgt und die Joboffensive mit 4Wochen-Einladungen war auch gut.
In den EGVs stand zwar immer etwas von Sanktionen, ich habe mir das gar nicht mehr durchgelesen, hat es sowieso nie gegeben, mir war das egal, was am Ende steht, nur der Anfang zählt, da standen nur Bewerbungen, was geklappt hat.
Die dummen Träger lachten mich noch in der letzten Massnahme aus, dummes Geschwätz: sie müssen jeden Job annehmen,dabei habe ich sie ausgelacht, wer zuletzt lacht...
 
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