Fahrtkosten bei Berufstätigkeit

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ofra

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Folgender fiktiver Fall, welcher sehr schnell Realität werden kann! (War selbst schon in einer ähnlich prekären Lage):

Herr Mustermann wohnt in A und nimmt eine Vollzeitstelle in B an. Die Entfernung von A nach B beträgt etwa 70 km.
Herr Mustermann hat kein Auto und kauft sich daher eine Monatskarte bei der Bahn.
So fährt er jeden Tag zur Arbeit. Im ersten Jahr läuft alles wunderbar. Im zweiten Jahr stellt er fest, dass die Lebenshaltungskosten steigen und auch die Monatskarte teurer geworden ist.
Im dritten Jahr wieder eine Verteuerung. Ebenso im vierten Jahr.
Der Lohn bleibt in all dieser Zeit gleich hoch.
Fall X:
Eines Tages stellt Herr Mustermann erschrocken fest, dass die Monatskarte mittlerweile fast die Hälfte seines Nettolohnes kostet. Besorgt geht er zu seinem Chef, schildert ihm die Lage und bittet ihn um eine Lohnerhöhung.
Dieser zeigt sich wenig kooperativ. Außerdem meint er, es sei Privatsache des Arbeitnehmers, wie er zur Arbeit komme.
Herr Mustermann ist verzweifelt. In seiner Not nimmt er einen Kredit auf.
Fall Y:
Einige Wochen später tritt sein Chef an ihn heran und berichtet ihm, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechter hat. Es kommen weniger Aufträge als bisher herein und er kann ihn daher nur noch täglich 6 Stunden statt wie bisher 8 Stunden beschäftigen (mit entsprechend niedrigerem Lohn).
Nun meine Fragen:
zu Fall X:
Kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer nötigen, sich zu verschulden, nur damit dieser seine Arbeitsstelle erreichen kann?
Kann der Arbeitnehmer in diesem Fall kündigen, weil er sich sonst verschulden würde?
Bekommt er dann beim AA eine Sperre?
zu Fall Y:
Kann der Arbeitnehmer aufgrund der veränderten (und für ihn verschlechterten) Vertragsbedingungen kündigen?
Wie sieht es hier mit einer Sperre aus?

Oder muss man in beiden Fällen ergänzendes ALG II beantragen?

(Als ich damals in der Situation war, gab es noch kein ALG II. Ich hab mir Geld von Verwandten geliehen, nebenbei intensiv nach einer neuen Stelle gesucht, und tatsächlich nach etwa 2 Monaten eine Stelle gefunden, die näher an meinem Wohnort lag. Dann hab ich gekündigt.)
 
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