Fahrkostenerstattung bei Praktikum (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

AD2020

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Hallo,

ich habe mir vor kurzem einen Praktikumplatz gesucht. Dies ist die Voraussetzung, das man mir meine mündlich beantragte Umschulung genehmigt. Nun habe ich einen Praktikumvertrag vorliegen, wo ich die entstehenden Fahrtkosten eintragen kann. Da steht aber nur "einfache Fahrt". Ich fahre mit dem PKW und insgesamt ist das eine dreistellige Summe, die mir entsteht, die ich im Voraus leisten soll.

Bisher habe ich immer die Hin- und Rückfahrt bei einem Praktikum bezahlt bekommen. Da ich unmöglich für die Hälfte der Fahrtkosten aufkommen kann, würde ich gerne vor Beginn des Praktikums wissen, ob da einfach im Vertrag nur die einfache Fahrt eingetragen werden muß und ich trotzdem die Hin- und Rückfahrt erstattet bekomme oder ob die plötzlich wirklich nur die einfache Fahrt zahlen? Der SB hat mir darüber keine Auskunft erteilt.

Ich habe kürzlich im Internet lesen können, das das JC für die Hin- und Rückfahrt 20 Cent pro Kilometer zahlen muß. Ist das so korrekt und muß das auch im Praktikumvertrag so erwähnt werden?

Gruß!
 

redfly

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"mündlich beantragte Umschulung"

Was soll das sein? Immer alles schriftlich mit dem Jobcenter regeln. Ich gebe meine Unterlagen immer am Empfang des Jobcenters nur gegen eine Empfangsbestätigung ab.

Das Praktikum als Voraussetzung für die Umschulung ist doch eine Erpressung.

Soll ich Dir was sagen, die Umschulung wird Dir das Jobcenter vermutlich nie bewilligen.
 

AD2020

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Das beantwortet leider nicht meine Frage. Kann bitte jemand was zu der Fahrtkostenerstattung schreiben?
 
T

teddybear

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Wenn das Jobcenter das Praktikum als Eingliederungsversuch in den ersten Arbeitsmarkt anerkennt / bewilligt, dann sind auch die Fahrkosten in Höhe von 20 Cent je gefahrenen Kilometer für die kürzeste Wegstrecke hin und zurück zu übernehmen. Wenn der vorgefertigte Erstattungsantrag das, wegen eines Unterschlagungsversuches nicht hergibt, stelle einfach einen formlosen Erstattungsantrag, der auch die tatsächlichen Fahrkosten berücksichtigt!

Das Jobcenter muss im geschilderten Fall zahlen. Dies hat auch das Bundessozialgericht bestätigt!

Hartz-IV-Empfänger, die ein Praktikum machen, haben Anspruch auf 20 Cent Fahrtkostenerstattung pro gefahrenem Kilometer, also für Hin- und Rückweg

BSG, Urteil vom 06.04.2011 - Aktenzeichen: B 4 AS 117/10 R
 

AD2020

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Wenn das Jobcenter das Praktikum als Eingliederungsversuch in den ersten Arbeitsmarkt anerkennt / bewilligt, dann sind auch die Fahrkosten in Höhe von 20 Cent je gefahrenen Kilometer für die kürzeste Wegstrecke hin und zurück zu übernehmen. Wenn der vorgefertigte Erstattungsantrag das, wegen eines Unterschlagungsversuches nicht hergibt, stelle einfach einen formlosen Erstattungsantrag, der auch die tatsächlichen Fahrkosten berücksichtigt!

Das Jobcenter muss im geschilderten Fall zahlen. Dies hat auch das Bundessozialgericht bestätigt!

Hartz-IV-Empfänger, die ein Praktikum machen, haben Anspruch auf 20 Cent Fahrtkostenerstattung pro gefahrenem Kilometer, also für Hin- und Rückweg

BSG, Urteil vom 06.04.2011 - Aktenzeichen: B 4 AS 117/10 R
Ich habe da nochmal nachgefragt und der SB meinte er zahlt nur die einfache Fahrt und dann auch nur die Kosten für das günstigste Verkehrsmittel. Das wäre angeblich die Bahn. Aber ich müßte ja vom Wohnort mit dem PKW erstmal zum Bahnhof fahren, dann mit dem Zug zum Zielbahnhof und von dort mit dem Bus zum Praktikumplatz, da das viel zu weit weg ist. Deshalb fahre ich mit dem PKW, weil das viel schneller geht und auch nicht teurer ist. Nun will er mir aber nur die Bahnkartenkosten für die Hinfahrt zahlen. Ich müßte somit über die Hälfte der eigentlichen Fahrtkosten zahlen - das sehe ich nicht ein und ist auch nicht machbar. Ich kann vom Regelsatz nicht noch Fahrtkosten bezahlen. Wenn jetzt nichts schrifltiches vorliegt (ich habe bezüglich der Fahrtkosten kein Schreiben bekommen), kann ich dann trotzdem Widerspruch einlegen?

Ich habe dem SB auf gesagt, das das JC die 20 Cent für Hin- und Rückfahrt zahlen muß und da meinte er nur das sei so nicht richtig, denn das würde nur auf andere Praktikas zutreffen z.B. wenn es ein Praktikum während eines Kurses ist. Was kann ich da jetzt machen?
 

Couchhartzer

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Ich habe da nochmal nachgefragt und der SB meinte er zahlt nur die einfache Fahrt und dann auch nur die Kosten für das günstigste Verkehrsmittel.
Dann sollte dieser intelligenzbefreite SB sich dringends einmal den Satz 2 unter der Randnummer 11 (Rn. 11) des bereits zitierten BSG-Urteils durchlesen, denn dann wird er sehr schnell merken, dass er mit dieser Einstellung und einer eventuell auf seiner Falschauslegung basierenden Entscheidung gegen die Wand läuft und sich eine blutige Nasevor dem SG holen wird:
Zitat aus Rn. 11 in Satz 2 der besagten Ausführung:

Die Entscheidung über den Umfang der zu erstattenden Fahrkosten steht, anders als das "Ob" der Bewilligung einer Eingliederungsleistung in Gestalt einer Weiterbildungsmaßnahme nach §§ 77 ff SGB III nicht im Ermessen des Beklagten (2.)
Quelle:
https://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=12013
 

AD2020

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Dann sollte dieser intelligenzbefreite SB sich dringends einmal den Satz 2 unter der Randnummer 11 (Rn. 11) des bereits zitierten BSG-Urteils durchlesen, denn dann wird er sehr schnell merken, dass er mit dieser Einstellung und einer eventuell auf seiner Falschauslegung basierenden Entscheidung gegen die Wand läuft und sich eine blutige Nasevor dem SG holen wird:
Zitat aus Rn. 11 in Satz 2 der besagten Ausführung:

Die Entscheidung über den Umfang der zu erstattenden Fahrkosten steht, anders als das "Ob" der Bewilligung einer Eingliederungsleistung in Gestalt einer Weiterbildungsmaßnahme nach §§ 77 ff SGB III nicht im Ermessen des Beklagten (2.)
Quelle:
https://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=12013
Ich habe über die Fahrtkostenerstattung noch keinen Bescheid erhalten. Wahrscheinlich wird er auch nur die Fahrtkosten für einfache Fahrt erstatten und keinen Bescheid schicken, damit ich keinen Widerspruch einlegen kann.

Sollte ich vielleicht den Link ausdrucken und ihm vorlegen? Oder was würdet ihr mir raten das ich jetzt machen soll damit ich auch wirklich die kompletten Kosten erstattet bekomme? Er würde mir nur das Ticket für die Bahnfahrt für einfache Fahrt zahlen. Ich fahre aber mit dem PKW und fahre ja schliesslich nicht nur hin sondern auch wieder zurück. Was mache ich wenn er mir keinen Bescheid schickt? Wie kann ich dann Widerspruch einlegen?
 

Couchhartzer

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Wahrscheinlich wird er auch nur die Fahrtkosten für einfache Fahrt erstatten und keinen Bescheid schicken, damit ich keinen Widerspruch einlegen kann.
Es MUSS ein rechtsmittelfähiger Bescheid erlassen werden (gehört zur Pflicht bei beantragten Leistungen / Erstattungen), denn sonst dürfte und könnte er auch nichts auszahlen lassen.


Sollte ich vielleicht den Link ausdrucken und ihm vorlegen? Oder was würdet ihr mir raten das ich jetzt machen soll damit ich auch wirklich die kompletten Kosten erstattet bekomme?
Bescheid abwarten und schauen was drinsteht.
Dann, wenn Bescheid falsch ist, schriftlich Widerspruch einlegen, wegen fehlerhafter Bewilligung und mißbräuchlicher Ausnutzung eines nicht zustehenden Ermessens, und darin nennst du dann auch das Aktenzeichen des BSG-Urteils.
Ein einfacher Schriftsatz als Widerspruch reicht dann in diesem Fall und den gibst du persönlich beim Leistungsträger ab und lässt dir auf einer Kopie des Schriftsatzes den Erhalt mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen.
Dann abwarten was passiert, denn zur Prüfung und Bearbeitung stehen dem Leistunsträger maximal drei Monate ab Widersprucheingangsdatum zu.


Was mache ich wenn er mir keinen Bescheid schickt?
6 Monate nach Antragstellung muss der Bescheid erlassen sein.
Ist das Nicht der Fall dann kannst du nach Ablauf der 6 Monate Untätigkeitsklage am SG einreichen.
 

AD2020

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@Couchhartzer: das zieht sich dann aber alles über ein halbes Jahr hinaus. Problem ist, ich kann die Fahrtkosten nicht auslegen. Es ist eine dreistellige Summe, die ich unmöglich von meinem Regelsatz zahlen kann. Deshalb habe ich überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre dem SB gleich dieses Urteil auf den Tisch zu legen, damit er auch gleich weiß, das er verpflichtet ist das komplett zu zahlen. Dann bekomme ich vielleicht gleich den kompletten Betrag erstattet. Sonst krieg ich äußerst wahrscheinlich jetzt nur die Hälfte überwiesen und hab dann keinen Plan wie ich die andere Hälfte bezahlen soll. Das ist ein bisschen kompliziert.
 

Couchhartzer

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Deshalb habe ich überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre dem SB gleich dieses Urteil auf den Tisch zu legen, damit er auch gleich weiß, das er verpflichtet ist das komplett zu zahlen.
Versuche kannst du es.
Nur wenn der SB seine Intelligenzbefreiung weiter ausleben will, bist du auch nicht weiter als vorher (leider).

Aber gut - versuche es und wenn er sich dann stur stellen möchte, dann gehe direkt mit den Unterlagen zum Vorgesetzten und schildere dem die Sache, dass du es nicht auslegen oder lange darauf warten kannst und es als Vereitelung der Förderung der Arbeitsaufnahme betrachtest und auch so an die Beschwerdestelle in Nürnberg weiterleiten wirst, wenn man sich dort weiterhin rechtswidrig weigern sollte.
 

AD2020

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Ok, danke. Dann werde ich das genau so machen. Wenn dann wieder Ausreden kommen von wegen "das trifft auf dieses Praktikum nicht zu" dann teile ich ihm mit das ich mit den Unterlagen zum Vorgesetzten gehe und wenn der auch meint sich rausreden zu müssen, dann schicke ich das ein.

Halte euch auf dem Laufenden.
 

gizmo

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Habe hier für dich Infos die du dir Durchlesen solltest.

Für dich sollte gilt, bitte alles Schriftlich machen.

Hallo ein Praktikum wegen einer Umschulung!?
Wenn man dir eine Umschulung zugesagt hat, versuche das Schriftlich zu untermauern sonst müssen die sich an Garnichts halten. Und das werden sie auch, denn wenn sie keinen Kostenträger haben muss der JC selber die Umschulung tragen.

Wenn du eine Zusage hast muss der JC aktiv werden und dir spätestens nach 6 Monaten ein Schreiben schicken dass deine Umschulung in Arbeit ist.

Warum machst du ein Praktikum, um festzustellen ob du geeignet bist für die Umschulung gibt es A-Reha Angebote.
Diese A-Reha Anbieter sind genau dafür da, hier läuft es aber so dass die gesamten Kosten übernommen werden (SGB IX).

Das ist wesentlich teurer als ein Praktikum ----!?
__________________________________________________________

Hier stellt sich noch die Frage aus welchem Grund du die Umschulung machst. Um eine Ausbildung zu erhalten? Aus gesundheitlichen Gründen?.

Hier musst du dich mal einlesen.
Für dich könnte Zutreffen das
SGBII, SGB IX, SGB III, und andere etc.
würde ich auf jeden Fall machen, dann weißte wo es lang geht.

Hier noch andere Info.

https://www.elo-forum.org/attachments/allgemeine-fragen/42378d1328717113-jc-erreichbar-hat-sonderausgabe_-_meine_grundrechte_beim_gang_zum_amt-.pdf

https://www.elo-forum.org/attachments/eingliederungsvereinbarung/42089d1327874406-egv-per-va-hilfe-widerspruch-eingliederungsvereinbarung.pdf

https://www.elo-forum.org/attachments/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/42039d1327764987-keinen-job-dafuer-sinnlosmassnahme-arbeitsgelegenheiten-16d-sgb.pdf
 

AD2020

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Hallo gizmo,

die Umschulung möchte ich machen, weil ich aus gesundheitlichen Gründen im vorherigen Beruf nicht mehr arbeiten kann. Durch das Praktikum soll "getestet" werden, ob ich mich für die Umschulung eigne. Das habe ich hier anderweitig schon alles geschildert. Danke für die Links.

@all: wie sieht das mit der Fahrtkostenerstattung aus, wenn auf dem Vertrag nicht "Praktikumvertrag" sondern "Maßnahme" steht? Muß hier das JC genauso diese 20 Cent für Hin- und Rückfahrt zahlen oder nicht? Wurde vielleicht u.a. deshalb aus dem "Praktikum" eine "Maßnahme" gemacht? Und was genau bedeutet dieser Satz:

"Ich bin darüber informiert, dass ich keinen schriftlichen Bescheid erhalte, wenn meinem Antrag in vollem Umfang stattgegeben wird". Bedeutet das, das ich bezüglich der Fahrkosten auch keinen Bescheid bekomme? Dann kann ich da doch gar keinen Widerspruch einlegen?

Ich bin schon total durcheinander wegen der ganzen Sache.
 

didi2405

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Hallo AD2020,
wenn der JC dir eine Umschulung zugesprochen hat und Du einen tauglichkeitstest (Praktikum) absolvieren solltest, dann müssen die für die Fahrtkosten im volem umfang aufkommen. Ich hatte wegen fahrtkosten beim Sozialgericht geklagt, gegen den DRV weil die mir zu wenig Geld bezahlt haben (Pauschall 269 Euro im monat), hatte auch eine Umschulung gemacht. Das Sozialgericht hat entschieden das der DRV mir volle Fahrtkosten bezahlen muß(487 Euro)=0,2 Cent pro km.
Das Urteil müßte ende nächsen Woche bei mir sein.
mfg. dieter:icon_daumen:
 

AD2020

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@didi2405: vorerst geht's ja um die Fahrkostenerstattung für das Praktikum. Bei mir steht aber "Erklärungsbogen zur Teilnahme an einer Maßnahme". Von Praktikum steht da gar nichts. Nun frage ich mich, ob es da Unterschiede gibt, wenn das als "Maßnahme" bezeichnet wird. Da steht nämlich auch nur "einfache Fahrt", demnach zahlt der SB auch nur die einfache Fahrt. Außerdem steht weiter unten das ich keinen Bescheid darüber erhalte.

Gibt es da Unterschiede zwischen "Praktikum" und "Maßnahme" was die Fahrkosten betrifft? Werden die dann anders berechnet? Ich habe folgendes gelesen:

für die ersten 10 Kilometer 30 Cent, danach 40 Cent oder so ähnlich - aber nur für die einfache Fahrt. Da kriege ich doch viel weniger als 20 Cent pro Kilometer für Hin- und Rückfahrt.

Kann mir bitte noch jemand sagen, was das hier bedeutet:

"Meine Ansprüche auf Übernahme der Maßnahmekosten nach §16 SGB II i.V.m. § 46 SGB III für die Teilnahme an der oben angegebenen Maßnahme trete ich an den Träger der Maßnahme ab".
 

didi2405

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Jobcenter kann nicht bei Fahrtkosten zum Praktikum sparen» Recht ...
[FONT=&quot]
[/FONT]
http://www.arbeitsrecht.de/rechtsprechung/20 11/04/07 /jobcenter-kan ...

[FONT=&quot]
[/FONT]

[FONT=&quot]
[/FONT] 1 von 1
[FONT=&quot]
[/FONT]
[FONT=&quot]Hartz-IV-Empfänger, die ein Praktikum machen, haben Anspruch auf 20 Cent
Fahrtkostenerstattung pro gefahrenem Kilometer, also für Hin- [/FONT]
[FONT=&quot]und Rückweg; [/FONT][FONT=&quot]entschied
aktuell das Bundessozialgericht. [/FONT]

[FONT=&quot]Konkret ging es um die Fragestellung, ob die Fahrkosten in Höhe der Wegstreckenentschlldigung nach
[/FONT]
§ [FONT=&quot]5 Abs[/FONT][FONT=&quot]. [/FONT][FONT=&quot]1 BRKG zu erstatten sind oder ob das Jobcenter in Bezug auf die Höhe [/FONT][FONT=&quot]der
[/FONT]
[FONT=&quot]Fahrkostenerstattung ein Ermessen hat bzw. als abweichende Regelung LS[/FONT][FONT=&quot].[/FONT][FONT=&quot]d [/FONT]§ 16 [FONT=&quot]Abs[/FONT][FONT=&quot]. [/FONT]2 [FONT=&quot]S. [/FONT]1 [FONT=&quot]SGB II
den [/FONT]
§ 6 [FONT=&quot]Abs. [/FONT]1 [FONT=&quot]Nr. [/FONT]3 [FONT=&quot]Buchst. b AlgIlV [/FONT]2008 [FONT=&quot]anwenden darf[/FONT][FONT=&quot]. [/FONT]
[FONT=&quot]Das beklagte Jobcenter hatte dem in Bremervörde wohnenden Arbeitslosen gemilß [/FONT]§ 16 [FONT=&quot]Abs[/FONT][FONT=&quot]. [/FONT]1 [FONT=&quot]S. [/FONT]2
[FONT=&quot]SGB II ein Praktikum im [/FONT]53 [FONT=&quot]Kilometer entfernten Bremerhaven bewi[/FONT][FONT=&quot]l[/FONT][FONT=&quot]ligt[/FONT][FONT=&quot]. [/FONT][FONT=&quot]Dabei erstattete es
Fahrtkosten in Höhe von [/FONT]
20 [FONT=&quot]Cent je e[/FONT][FONT=&quot]i[/FONT][FONT=&quot]nfachem Entfernungskilometer, insgesamt für das Praktikum
[/FONT]
169,60 [FONT=&quot]Euro. Das Jobcenter meinte, es könne d[/FONT][FONT=&quot]i[/FONT][FONT=&quot]e Fahrtkostenerstattung nach eigenem Ermessen
festsetzen. [/FONT]

[FONT=&quot]Doch das geht nicht, urteilte das BSG. [/FONT]
[FONT=&quot]Ein Spielraum des Grundsicherungsträgers besteht nur bei der Frage, ob das Praktikum Oberhaupt
bewilligt wird[/FONT]
[FONT=&quot]. [/FONT][FONT=&quot]Wenn ja, dann ist das Jobcenter bei den Fahrtkosten aber an die gesetzlichen Vorgaben
gebunden, wie sie auch für Arbeits[/FONT]
[FONT=&quot]l[/FONT][FONT=&quot]osengeldempfänger gelten. Dies sind [/FONT]20 [FONT=&quot]Cent für jeden gefahrenen
Kilometer - [/FONT]
[FONT=&quot]"[/FONT][FONT=&quot]hin und zurück[/FONT][FONT=&quot]". [/FONT][FONT=&quot]Im Streitfall muss das Jobcenter daher noch [/FONT]169,60 [FONT=&quot]Euro nachzahle[/FONT][FONT=&quot]n[/FONT][FONT=&quot]. [/FONT]
[FONT=&quot]Quelle: [/FONT]
[FONT=&quot]BSG[/FONT][FONT=&quot], [/FONT][FONT=&quot]Urteil vom 06.04[/FONT][FONT=&quot].[/FONT][FONT=&quot]2011
Aktenzeichen: B 4 AS 117/10 R :icon_daumen:[/FONT]
 

didi2405

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Hallo AD2020,

hofe daß dises Urteil Dir ein wenig weiterhilft.:icon_kinn:

mfg.dieter
 

AD2020

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Hallo AD2020,

hofe daß dises Urteil Dir ein wenig weiterhilft.:icon_kinn:

mfg.dieter
Hallo Dieter,

das wurde ja schon oben gepostet. Die Frage ist, ob es bei der Fahrkostenerstattung einen Unterschied zwischen Praktikum und Maßnahme gibt. Da gibt es nämlich unterschiedliche Berechnungen.

Kann mir bitte noch jemand sagen, was das bedeutet:

"Meine Ansprüche auf Übernahme der Maßnahmekosten nach § 16 SGB II i.V.m. § 46 SGB III für die Teilnahme an der oben angegebenen Maßnahme trete ich an den Träger der Maßnahme ab".

Ich soll das morgen unterschrieben abgeben, aber ich weiß nicht genau, was das bedeutet. Hat das was mit den Fahrkosten zu tun?
 

gizmo

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AD 2020,
wir sind uns einig das die Zeit verdammt knapp ist, so kann ich auch nur die Situation wage einschätzen.

1. Du solltest heraus bekommen wer der Träger ist.

2. Noch mal genau Nachfragen ob das nicht eine Maßnahme ist, die ein Praktikum beinhaltetet, wobei das Praktikum die Eignung zu deiner Umschulung feststellt.

3. Sollte der Träger der JC selber sein würde ich Vorsichtige werden.

4. Die Fahrkostenübernahme für ein Praktikum würde ich mir mit in das Schriftstück das du Unterschreiben sollst hinein schreiben lassen, wenn das deine Sorge ist.
z.B. so---
über nimmt der Träger die anfallenden Fahrkosten Hin & Zurück des hier beschriebenen Maßnahme/Praktikums nicht, werden mir die Fahrkosten von dem JC blä blä erstattet.

Alles andere wird sich ergeben wenn du die Links etc. gelesen hast.

Mehr kann ich dir nicht mitgeben, viel Glück.
 

didi2405

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Hallo AD2020
wer Finanziert diese Maßnahme.

Fahrtkosten für ALG-I1 Trainingsmaßnahme erkämpfen - Erwerbslo... http://www.arbeitslosenselbsthilfe.orglforum/widerspruch-gutes-rech ... [FONT=&quot]I [/FONT]
--- --- [FONT=&quot]-- [/FONT][FONT=&quot]-- [/FONT][FONT=&quot].[/FONT][FONT=&quot].[/FONT][FONT=&quot].. [/FONT][FONT=&quot]__ [/FONT][FONT=&quot].. [/FONT]_ [FONT=&quot]..... [/FONT]_ [FONT=&quot].... [/FONT]_- [FONT=&quot].[/FONT][FONT=&quot]... [/FONT]- [FONT=&quot]... [/FONT]
[FONT=&quot]Maßnahmekosten sind [/FONT]
[FONT=&quot]1. [/FONT][FONT=&quot]erforderlidle und angemessene Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren, [/FONT]
[FONT=&quot]2.[/FONT]berücksichtigungsfähige Fahrkosten nach § 81 Abs. 2 und 3 [FONT=&quot]für die tägliche
Hin- und Rückfahrt des Teilnehmers zwischen Wohnung und Maßnahmestätte und [/FONT]

3. [FONT=&quot]Kosten für die Betreuung der aufsichtsbedürftigen Kinder des Arbeitslosen [/FONT]
[FONT=&quot]in Höhe von [/FONT]130 [FONT=&quot]Euro monatlich je Kind[/FONT][FONT=&quot]. [/FONT]
[FONT=&quot] in Verb[/FONT][FONT=&quot]i[/FONT][FONT=&quot]ndung m[/FONT][FONT=&quot]i[/FONT][FONT=&quot]t. .. [/FONT]
[FONT=&quot]Zitat[/FONT][FONT=&quot]:[/FONT]
5GB III § 81 Fahrkosten
[FONT=&quot](1) Fahrkosten können übernommen werden [/FONT]
[FONT=&quot]1. [/FONT][FONT=&quot]für Fahrten zwisdlen Wohnung und Bildungsstätte (Pendelfahrten), [/FONT]
[FONT=&quot]2.[/FONT][FONT=&quot]bei einer erforderlichen auswärtigen Unterbringung für die An- und Abreise
und für eine monatliche Familienheimfahrt oder anstelle der
Familienheimfahrt für eine monatliche Fahrt eines Angehörigen zum
Aufenthaltsort des Arbeitnehmers. [/FONT]

[FONT=&quot](2) Als Fahrkosten [/FONT][FONT=&quot]i[/FONT][FONT=&quot]st für jeden Tag, an dem der Teilnehmer die Bildungsstätte aufsudlt, eine
Entfernungspauschale für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und
Bildungsstätte von [/FONT]
0,36 [FONT=&quot]Euro für die ersten zehn Kilometer und [/FONT]0,40 [FONT=&quot]Euro für jeden weiteren
Kilometer anzusetzen. Zur Abgeltung der Aufwendungen für die An- und Abreise bei einer
erforderlichen auswärt[/FONT]
[FONT=&quot]i[/FONT][FONT=&quot]gen Unterbringung sowie für eine Familienheimfahrt ist eine
Entfernungspauschale von [/FONT]
0,40 [FONT=&quot]Euro für jeden vol[/FONT][FONT=&quot]l[/FONT][FONT=&quot]en K[/FONT][FONT=&quot]i[/FONT][FONT=&quot]lometer der Entfernung zwisdlen dem Ort
des eigenen Hausstands und dem Ort der Weiterbildung anzusetzen. Für die Bestimmung der
Entfernung ist die kürzeste Straßenverbindung maßgebend. [/FONT]

[FONT=&quot](3) Kosten für Pendelfahrten können nur bis zu der Höhe des Betrages übernommen werden, der
bei auswärtiger Unterbringung für Unterbringung und Verpflegung zu leisten wär[/FONT]
 
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