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Fahrkosten bei Umschulung

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E

ExitUser

Gast
Hallo und guten Abend.

Mit meinem ersten Beitrag habe ich gleich eine Frage.

Ich bin jetzt seit März diesen Jahres in einer Umschulung welche 28 Monate dauert und durch die ARGE bezahlt wird. (war schwer genug, da ran zu kommen:icon_smile:)

Ich bekomme für diese Umschulung Fahrgeld in Höhe von 12,79€ am Tag für 32km einfache Strecke. So weit, so gut.
Mein Problem ist, dass mir dieses Fahrgeld erst im Folgemonat um den 20. rum gezahlt wird.
Soll heißen, dass ich zum Beispiel das Fahrgeld für Oktober erst ab dem 20. November drauf habe. Ab und an auch erst am 25.
Somit muss ich seit beginn der Umschulung fast 2 Monate selbst überbrücken, bis ich das Fahrgeld bekomme, was bei ALGII nicht wirklich leicht ist.
Mein Fallmanager meinte, dass er die Anwesenheitslisten am 3. des Monats bekommt und danach dann immer das Fahrgeld berechnet. Dann bekomm ich auch immer recht schnell einen Bescheid darüber, wo dann allerdings drin steht, dass Fahrgeld wird in der und der Woche ausgezahlt.
Nach dem ich meinen Fallmanager darauf angesprochen hatte, sagte er nur, dass dies halt so gehandhabt wird und es mind. 10Tage dauern muss, bis man das Geld anweißt.

Meine Frage ist nun:
Gibt es eine Regelung, wie lange sich das Amt Zeit lassen kann, bis das Fahrgeld ausgezahlt wird, oder ist dies so rechtens?


MfG butze
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Butze,

Fahrtkosten sind im Voraus zu Gewähren.

Die 12,79 € pro Tag sind aber für 64 km.

Du bekommst pro km 0,20 €. Gerechnet werden 32 km Hinfahrt und 32 km Rückfahrt.

Bei Dir wären es 12,80 € pro Tag.

Grüßle
 
E

ExitUser

Gast
...Meine Frage ist nun:
Gibt es eine Regelung, wie lange sich das Amt Zeit lassen kann, bis das Fahrgeld ausgezahlt wird, oder ist dies so rechtens?


MfG butze
Hallo butze,

die Fahrtkosten sind in § 81 SGB III geregelt.

§ 81
Fahrkosten
(1) Fahrkosten können übernommen werden

1. für Fahrten zwischen Wohnung und Bildungsstätte (Pendelfahrten),
2. bei einer erforderlichen auswärtigen Unterbringung für die An- und Abreise und für eine monatliche Familienheimfahrt oder anstelle der Familienheimfahrt für eine monatliche Fahrt eines Angehörigen zum Aufenthaltsort des Arbeitnehmers.

(2) Fahrkosten werden in Höhe des Betrages zugrunde gelegt, der bei Benutzung eines regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittels der niedrigsten Klasse des zweckmäßigsten öffentlichen Verkehrsmittels zu zahlen ist, bei Benutzung sonstiger Verkehrsmittel in Höhe der Wegstreckenentschädigung nach § 5 Abs. 1 des Bundesreisekostengesetzes. Bei nicht geringfügigen Fahrpreiserhöhungen hat auf Antrag eine Anpassung zu erfolgen, wenn die Maßnahme noch mindestens zwei weitere Monate andauert.

(3) Kosten für Pendelfahrten können nur bis zu der Höhe des Betrages übernommen werden, der bei auswärtiger Unterbringung für Unterbringung und Verpflegung zu leisten wäre.
Die Zahlung der Kosten hingegen in § 337 SGB III:

§ 337 Auszahlung im Regelfall
(1) Geldleistungen werden auf das von dem Leistungsberechtigten angegebene inländische Konto bei einem Geldinstitut überwiesen. Geldleistungen, die an den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt des Leistungsberechtigten übermittelt werden, sind unter Abzug der dadurch veranlaßten Kosten auszuzahlen. Satz 2 gilt nicht, wenn der Leistungsberechtigte nachweist, daß ihm die Einrichtung eines Kontos bei einem Geldinstitut ohne eigenes Verschulden nicht möglich ist.

(2) Laufende Geldleistungen werden regelmäßig monatlich nachträglich ausgezahlt.

(3) Andere als laufende Geldleistungen werden mit der Entscheidung über den Antrag auf Leistung oder, soweit dem Berechtigten Kosten erst danach entstehen, zum entsprechenden Zeitpunkt ausgezahlt. Insolvenzgeld wird nachträglich für den Zeitraum ausgezahlt, für den es beantragt worden ist. Weiterbildungskosten und Teilnahmekosten werden, soweit sie nicht unmittelbar an den Träger der Maßnahme erbracht werden, monatlich im voraus ausgezahlt.

(4) Zur Vermeidung unbilliger Härten können angemessene Abschlagszahlungen geleistet werden.
Weiterführende Infos zur Anwendung der Gesetze durch die BA kannst Du HIER nachlesen.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo und guten Abend.

Mit meinem ersten Beitrag habe ich gleich eine Frage.

Ich bin jetzt seit März diesen Jahres in einer Umschulung welche 28 Monate dauert und durch die ARGE bezahlt wird. (war schwer genug, da ran zu kommen:icon_smile:)

Ich bekomme für diese Umschulung Fahrgeld in Höhe von 12,79€ am Tag für 32km einfache Strecke. So weit, so gut.
Mein Problem ist, dass mir dieses Fahrgeld erst im Folgemonat um den 20. rum gezahlt wird.
Soll heißen, dass ich zum Beispiel das Fahrgeld für Oktober erst ab dem 20. November drauf habe. Ab und an auch erst am 25.
Somit muss ich seit beginn der Umschulung fast 2 Monate selbst überbrücken, bis ich das Fahrgeld bekomme, was bei ALGII nicht wirklich leicht ist.
Mein Fallmanager meinte, dass er die Anwesenheitslisten am 3. des Monats bekommt und danach dann immer das Fahrgeld berechnet. Dann bekomm ich auch immer recht schnell einen Bescheid darüber, wo dann allerdings drin steht, dass Fahrgeld wird in der und der Woche ausgezahlt.
Nach dem ich meinen Fallmanager darauf angesprochen hatte, sagte er nur, dass dies halt so gehandhabt wird und es mind. 10Tage dauern muss, bis man das Geld anweißt.

Meine Frage ist nun:
Gibt es eine Regelung, wie lange sich das Amt Zeit lassen kann, bis das Fahrgeld ausgezahlt wird, oder ist dies so rechtens?


MfG butze
Ich glaube, du wirst damit leben müssen. Meist zahlen die das nachträglich, weil Krankheits- und Feiertage abgezogen werden. Das können die im voraus nicht berechnen. Und 20 Tage Frist (nach dem Monatsende) für eine Berechnung + Zahlung ist für ein Amt normal.
 
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