Fahrkosten bei Schülerbafög

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J*O*Y

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Meine Tochter erhält 192€ Schülerbafög und die Arge rechnet davon 20% nicht als Einkommen an, damit sie ihre Fahrkosten bestreiten kann.
Eine Mitschülerin nimmt sie im Auto mit und meine Tochter bezahlt sie dafür.Wenn die Fahrerin mal ausfällt, zahlt meine Tochter täglich 13€ für die Bahnfahrt.Wöchentlich beträgt die einfache Fahrt 126,4KM.Muß sie sich mit den 20% zufrieden geben?Für den ganzen Monat sind das 38,40€ Freibetrag.
Gruß,J*O*Y
 

ekel

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Fahrtkosten

Meine Tochter bekomt auch BAB, aber die Fahrtkosten extra! Geh zum AA/Arge und frag nochmal nach!!!!
 

Martin Behrsing

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Sie hat natürlich Anrecht auf die Fahrtkosten.
Aber dafür müsste man die genaue Berechnung für die ganze BG vorliegen haben.
Notfalls muss das im Rahmen einer einstweiligen Antordnung duchgesetzt werden. Aber die Chancen dafür sind sehr gut.
 

gerda52

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Anstelle der 20% Pauschale können die tatsächlichen Aufwendungen abgesetzt werden.


2.8 Bei Ausbildungsförderung nach dem BAföG bzw.
SGB III bereits berücksichtigtes Einkommen

Abzusetzen ist der Teil des Einkommens, der bereits bei der
Feststellung von Ansprüchen der Ausbildungsförderung nach

dem 4. Abschnitt des Bundesausbildungsförderungsgesetzes,

den §§ 71 ff SGB III (Berufsausbildungsbeihilfe) oder

§ 108 SGB III (Ausbildungsgeld)
angerechnet wurde.
Die Absetzung dieser Einkommensteile ist auf Antrag vorzunehmen;
sie können auch für Ansprüche vor dem 1. August 2006 abgesetzt
werden.
Nachzulesen ist das in den Handlungsanweisungen der BA zu § 11 SGB II.
 

biddy

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Genau. Das gab's auch u.a. in diesem Thread schon einmal:

https://www.elo-forum.org/u-25/18095-bafoeg-kindergeld-alg-ii.html

#19:
Die Ausbildungsförderung ist teilweise zweckgebunden für Ausbildungszwecke, teilweise für Lebensunterhalt. Zweckgebunde Einnahmen sind anrechnungsfrei (SGB II § 11 Abs. 3 Nr. 1 Buchstabe a) Wie hoch der (zweckbestimmte) Ausbildungsanteil ist, legt das BAföGesetz nicht fest. Die Ausgaben für Ausbildung können also auch höher als die 20 % vom Schüler-Bafög sein. Wer höhere Ausgaben belegen kann, die angemessen sind, der kann diese geltend machen. Das anrechenbare Bafög kann so auch 0 betragen, z.B. wenn durch Fahrtkosten + Schulgeld die ganzen 192 Euro verbraucht werden. Vgl. dazu Beschuss des Sächsischen Landessozialgerichts vom 17.09.2007, Az. L 2 B 291/07 AS-ER. In dem wird zugunsten der höheren nachgewiesenen Ausbildungsausgaben des Schülers gesagt:
"Erst wenn dies nicht möglich ist oder wenn der Antagsteller im Antragsverfahren nicht darauf besteht, kommt ein pauschaliernde Festlegung des Ausbildungsanteil der Ausbildungsförderung in Betracht."
 

J*O*Y

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Vielen Dank für Eure Tipps!Mir wurde bei Antragstellung gesagt, daß Fahrkosten ja auch schon im Regelsatz enthalten sind.Im Bafög ist auch ein Teil dafür vorgesehen.Deshalb würde es mich auch interessieren, ob man es, wie bei der Steuererklärung, nach den Kilometern berechnen könnte?
Gruß,J*O*Y
 
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