Fällt die Erwerbsminderungsrente in einer Werkstatt für behinderte Menschen weg wenn man dort arbeitet ?

TimoNRW

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Person M, 50 Jahre, bezieht seit 15 Jahre dauerhaft EU-Rente + private BU Rente und kommt damit sehr gut um die Runden. Eigener Haushalt, Mutter hat die Betreuung. Gesundheitliche Lage (psychologisch) hat sich verschlechtert, und es gab auch schon 1 Polizei und 1 Rettungswageneinsatz. Antrag auf Pflegegrad läuft. Wurde von der ambulanten Klinik veranlasst genau so wie Tablettengabe durch ein Pflegedienst. Ist zurzeit in einer psychologischen ambulanten Therapie für ca. 6 Wochen. Nun wil die Ärztin will zwecks Psyche und Beschäftigung das die Person in einer Werkstatt für Behinderte Menschen geht.
Nach Kenntnisstand der Betreuerin (Finanziell, Aufenthalt, Gesundheitsvorsorge) würde dann diese gesetzliche EU-Rente wegfallen. Und das sind schon 900 EUR + private BU (Auszahlung bis 55 Jahre).
Kann jemand dazu eine allgemeine Aussage machen wie sich das in Verbindung mit der WfbM verhält ?

Person besitzt auch noch Vermögen, das ist auch ganz wichtig.
 

HermineL

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.


Stell dir einfach folgende Situation vor und frage dich selbst, ob du so auch mit deinen Mitmenschen kommunizierst:

Elo: "Hey du, ich brauch mal Hilfe."
Helfer: "Was gibt's denn?"
Elo: "Fällt in einer WfbM die gesetzliche EU-Rente weg ?"
Helfer: "????.Worum geht es dir da jetzt genau?.... Und was bedeuten die Abkürzungen?...."
 

TimoNRW

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Ich habe in einem DRV Forum folgende Antwort bekommen:

Wegen der dauerhaften Rente wegen voller Erwerbsminderung aus der gesetzlichen Rentenversicherung müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die Tätigkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist gerade für diesen Personenkreis gedacht. Menschen, die in einer WfbM tätig sind, gelten dem Grunde nach als voll erwerbsgemindert. Das heißt die Rente kann neben der geschützten Tätigkeit in einer Werkstatt weiter bezogen werden.
Das durch die Arbeit in der WfbM erzielte Entgelt wird auch nicht auf die Erwerbsminderungsrente angerechnet. Für die Tätigkeit in der WfbM letztlich werden sogar Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt, die den späteren Altersrentenanspruch erhöhen können.
Zu den Auswirkungen auf die private BU-Versicherung kann ich im Rahmen dieses Forums zur gesetzlichen Rentenversicherung und Alterssicherung jedoch keine Aussage treffen. Zur Klärung dieser Frage sollten Sie sich direkt an das entsprechende Versicherungsunternehmen wenden.

Irgendwas stimmt da nicht wir haben nun folgendes Schriftstück

Die psychiatrische Klinik will das die Person unbedingt in der Werkstatt arbeiten geht.

Und hier lese ich das das ganze über LTA läuft ? Die Person und die Betreuerin wollen das gar nicht.

Alles sieht danach aus das die Klinik ein Gegenspieler ist und kaum mit der Familie (die Betreuung haben) kooperiert.

Morgen führt der MDK ein Telefoninterview durch zu Hause wegen Pflegegradeinstrufung. Der Pfleger ist dabei.Die wollten sogar das die Betreuerin und Mutter gar nicht dabei sein muss und das in den eigenen 4 Wänden des Patienten.
ZIemlig heftig. der MDK sagte aber auch schon das natürlich die Familie dabei sein kann und soviele Personen wie man möchte.

Die Antwort von der privaten BU steht auch noch aus.

Soll alles ganz schnell gehen so hätten sie es gerne...dabei sind diese finanziellen Dinge überhaupt nicht geklärt.
 

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saurbier

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Warum bitte will die Ärztin das der Betroffene in eine WfbM geht.

Das sollte die Betreuerin sich schon ausführlich erläutern lassen, damit sie sich ein Bild davon machen kann was für den Betreuten das beste ist.
Nun wil die Ärztin will zwecks Psyche und Beschäftigung das die Person in einer Werkstatt für Behinderte Menschen geht.

Also die Ärztin mag ja vieles wollen, nur hier hat die Ärztin mal recht wenig zu bestimmen, dafür gibt es ja die Betreuung.

Ggf. wäre hier also ein tiefgreifende Klärung angebracht und ggf. eine weitere ärztliche Begutachtung, insbesondere welchen gravierenden Vorteil jetzt eine Beschäftigung in einer WfbM überhaupt bringen würde, denn finanziell ist er ja abgesichert.

Äh nur mal am Rande, ich war seinerzeit selbst als Betreuer meiner Mama eingetragen, als die ins KH kam wollte man sie per Magensonde ernähren und das hab ich nach ärztlicher Rücksprache mit einem Arzt meines Vertrauens als auch einer kurzen Anfrage beim Richter abgelehnt. Hintergrund war schlicht und einfach, daß man auf diese Weise den Arbeitsaufwand des zureichens von Essen bei einem Dementen entfallen lassen hätte können. Nur eine Magensonde ist ein dauerhafter Eingriff. Also - NEIN - danke, was die KH-Ärztin keineswegs erfreute.
 
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