Fachkräftemangel auch in den Jobcentern (1 Betrachter)

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Paolo_Pinkel

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Personalmangel, hoher Krankenstand und überlastete Mitarbeiter in den Jobcentern titeln die Medien. Aus dieser Summe heraus scheinen die gemeinsamen Einrichtungen (gE) der Jobcenter durch eine beharrliche Unterbesetzung behaftet zu sein. Nach den internen Personalstrukturdaten des zweiten Quartals dieses Jahres arbeiten 56.431 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den gemeinsamen Einrichtungen.
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XxMikexX

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In unserer JC-Bude kenne ich sie alle.

Fachkräfte?


Noch nie gesehen.:biggrin:
 

XxMikexX

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Ich muss das einschränken, in der Leistungsabteilung gab es eine Expertin, die hatte da den vollen Durchblick. Hat auch effektiv da alles durch organisiert.

Wartezeit nach Antrag: Keine 2 Wochen, meist weniger!


Wahnsinn, ist auch befördert worden. Man merkt schon das die weg ist.


In der Abteilung für Stellenvermittlung gibt es da nichts Postives zu berichten, eher das Gegenteil. Da lungern Leute rum, nicht mehr schön.
 

Texter50

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Ich muss das einschränken, in der Leistungsabteilung gab es eine Expertin, die hatte da den vollen Durchblick. Hat auch effektiv da alles durch organisiert.
Das gibt es vereinzelt. Allerdings erinnere ich mich an ein Mäusken, dass mich laufend nach ner Gewerbeabmeldung fragte, die ich gar nicht bringen konnte, weil ich zuvor Freiberufler war. Da half auch die beste Erklärung nix, die war resistent. Erst als ich das über den Teamleiter regelte, da funzte es.

Wartezeit nach Antrag: Keine 2 Wochen, meist weniger!
So kenn ich das von Dresden. OK, ich hatte da auch nur einen Antrach und dann war ich wech. :biggrin:

Wahnsinn, ist auch befördert worden. Man merkt schon das die weg ist.
Die war einfach zu gut, Du hättest sie anketten sollen...

In der Abteilung für Stellenvermittlung gibt es da nichts Postives zu berichten, eher das Gegenteil. Da lungern Leute rum, nicht mehr schön.
Stimmt, selbst in den Abteilungen, in denen sie verminderte Fallzahlen haben. Die stellen sich dann selber neue Aufgaben, um mit den "Kunden" nix zu schaffen zu haben. :biggrin:
 

Purzelina

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In der Arbeitsvermittlung immer freundliche, höfliche, junge Leute, alle mit höherer Ausbildung.

Leistungsabteilung, sehr gemischt, vereinzelt auch vollständige Versager. Ganz schlechte Stimmung nicht nur den Leistungsempfängern gegenüber sondern auch unter den Kollegen, Durchhalteparolen. Teamleiter gibt immerhin optisch ein gutes Bild ab, ansonsten Reinfall.

Rechtsbehelfsstelle, fast alles Juristen, Befristete übermotiviert wegen Postensicherung.

Die Versager in der Leistungsabteilung wird man als LE in Zukunft nicht mehr so einfach erkennen, in den SS nach dem neuen Programm ist nur noch die Leistungsabteilung benannt, nicht mehr der einzelne Bearbeiter.
 
E

ExitUser

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Meine Wahrnehmung deckt sich da ziemlich mit der von Purzelina. Wobei es hier örtlich vor allem ältere Mitarbeiter in der Arbeitsvermittlung hat. Die schauen manchmal ganz entgeistert mit offenem Mund drein, wenn man die Probleme mit der Leistungsabteilung schildert. Für mich ein Indiz das keine Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen herrscht.
 

Texter50

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Ja, die Frage, die sich da stellt: wie verhält es sich mit der auch mir zeitweilig vertrauten Freundlichkeit
- wenn man die EGVs nicht mehr einfach so unterschreibt?
- wenn man die 50plus - Wundertüte nicht mehr freiwillich unterschreibt?

Was passiert, wenn man nachdrücklich seine Rechte einfordert?
Dann kann aus ner netten SB auch schon mal nen Drachen werden. Das ist meine Erfahrung. :biggrin:
Im Zweifel wird dann das SB ausgewechselt, von Fee in Drachen. :icon_knutsch:
 

Purzelina

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Gespräch zwischen zwei alten Hasen aus der Leiste.

Heute war es mal wieder nicht zum Aushalten. Ich schaff dass nur, weil der alte harte Kern noch zusammenhält, sonst wär ich schon längst weg. Wenn der xyz mir morgen wieder im Weg steht, dann rutscht mir vielleicht noch die Hand aus.
 

jackfruit

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Bei uns im Bafögamt in der Stadt fehlt es auch an "Fachkräften" - kennen ihre eigenen Verwaltungsanweisungen nicht.
 

Charlot

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Was passiert, wenn man nachdrücklich seine Rechte einfordert?
Dann kann aus ner netten SB auch schon mal nen Drachen werden. Das ist meine Erfahrung. :biggrin:
Im Zweifel wird dann das SB ausgewechselt, von Fee in Drachen. :icon_knutsch:
So ist es.
Gerade selber erst erlebt.
Allerdings bin ich nun erst einmal den Drachen los, mal sehen wie der neue ist.
Vielleicht der Deifi ?
 

Archibald

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"Fachkräfte" hat es dort genügend, allerdings zeigt die Art selbiger worum es bei HartzIV wirklich geht. Verwaltung und Verwalten. Dem ist alles andere untergeordnet. dadurch erklärt sich auch die hohe Erfolgsquote ins Sachen Klagen gegen Bescheide.

Daa und andere "Vereine" aus der Bildungsmafia kommen mit den "Bürofachkräften" beim Ausbilden gar nicht hinterher. Die können dann zwar die Masken ihrer Programme schon mit Daten befüllen, ob die Daten allerdings valide sind interessiert niemanden. Schließlich gilt es hohe Zahlen im Bezug auf "erledigte" Fälle nach oben zu melden damit "Angie" den Erfolg von HartzIV vermelden und sich in den Medien feiern lassen kann.

Dass die Mitarbeiter allzuoft nicht Fälle erledigen, sondern die damit in Zusammenhang stehenden Menschen nebst ganzen Familien, spielt im sozial verkommenden Deutschland auch bei der höheren Justiz fast keine Rolle mehr.

Inzwischen lassen sich aber auch Mitarbeiter der ArGen, an "der Front", die von ihren Teamleitern und darüber zu einfachem "Kanonenfutter" degradiert werden, nicht mehr alles gefallen und entziehen sich dem auch ihnen immer mehr bewusst werdenden Wahnsinn dadurch, dass sie sich auf andere Stellen wegbewerben. So beißt sich die Katze dann in den Schwanz und die Medien vermelden lapidar einen "Fachkräftemangel" auf den ArGen, der so aber real gar nicht besteht.

Es besteht kein Mangel in dem Sinne, sondern eine Flucht von Fachkräften die ihr Gewissen nicht von und an der "Stempeluhr" deaktivieren können.

LG, Archibald
 

0zymandias

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[...]Allerdings bin ich nun erst einmal den Drachen los, mal sehen wie der neue ist.
Vielleicht der Deifi ?
Aus einer JC-Stellenanzeige für einen Arbeitsvermittler:

Hohe Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit
Hohe Motivation und Leistungsbereitschaft
Ausgeprägtes Durchsetzungsvermögen
Spaß im Umgang mit Kunden

Spaß. Der Arbeitsvermittler hat nur Spaß gemacht.

Entwarnung. :biggrin:
 

EyeODragon

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Aus einer JC-Stellenanzeige für einen Arbeitsvermittler:

Hohe Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit
Hohe Motivation und Leistungsbereitschaft
Ausgeprägtes Durchsetzungsvermögen
Spaß im Umgang mit Kunden

Spaß. Der Arbeitsvermittler hat nur Spaß gemacht.

Entwarnung. :biggrin:
Wenn ich jene bei uns sehe, wenn ich begleite, dann trifft auf fast jeden gar nichts von den geforderten Ansprüchen zu.

Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit ist kaum vorhanden, das wird eher fast immer zu Trotzigkeit. Motivation und Leistungsbereitschaft; spiegelt sich in vielen Fällen immer als "ähm übrigens, wir hätten da mal nen 1-Euro Job für Sie", was auch schnell zur Trotzigkeit wird, wenn ich dem LE rate nachzufragen, was man tun soll und ob es wirklich zusätzlich ist. Dann kommt meist "..joa, wir hätten da auch neeee Maßnaaahmeee .... vielleicht...ach doch, könnten Sie machen..." Und das nicht nur bei eine SB :icon_hihi:

Ausgeprägtes Durchsetzungsvermögen ist auch schnell immer weg, wenn begleitet wird, und man quasi einen Rechtsberater bei sich hat, da hilft nur noch der Rauswurf und wieder Trotzigkeit die Dinge so zu machen, wie gefälligst gesagt wird :biggrin:

Spaß im Umgang mit Kunden kann doppeldeutig verstanden werden, indem man sie quält... Der Ausdruck ist auch völlig fehl am Platz, den Spaß den vielleicht ein Einzelhandelskaufmann oder eine Frau an den Tag legen muss, kann ein SB nie haben, sonst würde er sofort ausgetauscht werden...
 

Lecarior

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Personalmangel, hoher Krankenstand und überlastete Mitarbeiter in den Jobcentern titeln die Medien. Aus dieser Summe heraus scheinen die gemeinsamen Einrichtungen (gE) der Jobcenter durch eine beharrliche Unterbesetzung behaftet zu sein.
Interessant wird es, wenn die Gründe für den Personalmangel analysiert werden. Wir haben hier in der Leistungsgewährung Wohlgeld und Sozialhilfe so einige Mitarbeiter, die mal in unserem Jobcenter gearbeitet haben. ALLE, mit denen ich gesprochen habe, beurteilten die Entscheidung, ins Jobcenter zu wechseln, als großen Fehler. Entsprechend sind unsere Leute im Jobcenter auch stets überrepräsentiert, wenn es interne Stellenausschreibungen gilt. Wer es kann, geht woanders hin. Entsprechend schwer hat es auch unser Jobcenter, Leute mit Verwaltungsausbildung zu finden und muss daher vermehrt auf Quereinsteiger zurückgreifen, die erstmal on the job angelernt werden müssen, wie das mit der Rechtsanwendung überhaupt so funktioniert.

Als Gründe für die Beurteilung der Arbeit im Jobcenter haben die Kollegen übrigens fast immer zwei Umstände genannt: Die dortige Kundschaft und die Behördenkultur der BA. Letzteres dürfte auch ein Grund sein, warum die (kommunale) Belegschaft die Option befürwortet.
 

0zymandias

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Wenn man eingearbeitete Mitarbeiter entlässt, bringt das schon Nachteile mit sich.

Jedenfalls betrachte auch ich meine Entscheidung, ins Jobcenter zu wechseln, trotz aller Unumgänglichkeit als großen Fehler.

'N Keks?
 

XxMikexX

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Als Gründe für die Beurteilung der Arbeit im Jobcenter haben die Kollegen übrigens fast immer zwei Umstände genannt: Die dortige Kundschaft und die Behördenkultur der BA.
Bekanntlich ist der Kunde König, darauf muß man sich schon einstellen können.:biggrin:
 

Lecarior

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Welche Geschmacksrichtung?

Bekanntlich ist der Kunde König, darauf muß man sich schon einstellen können.
Tja, es gibt Könige und es gibt Könige. Manche haben weitsichtige Entscheidungen für ihr Volk getroffen und waren beliebt, andere - wie Lucius Tarquinius Superbus oder Ludwig XVI. - wurden vollkommen verständlicherweise von ihren Völkern abgesetzt. :wink:
 

Der aufmüpfige

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Aus einer JC-Stellenanzeige für einen Arbeitsvermittler:

Hohe Belastbarkeit und Konfliktfähigkeit
Hohe Motivation und Leistungsbereitschaft
Ausgeprägtes Durchsetzungsvermögen
Spaß im Umgang mit Kunden

Spaß. Der Arbeitsvermittler hat nur Spaß gemacht.

Entwarnung. :biggrin:
Ha ha ha, hallo Ozzy, das ist ja wohl ein guter Witz was? Ich glaube die haben das verwechselst, wer diese Eignungen mitbring hat keine passende Qualifikation, klasse Text! :biggrin:


Zitat:
Zitat von Lecarior Beitrag anzeigen
Als Gründe für die Beurteilung der Arbeit im Jobcenter haben die Kollegen übrigens fast immer zwei Umstände genannt: Die dortige Kundschaft und die Behördenkultur der BA.

Lololol, also ich finde man sollte mehr Mitleid mit den armen überarbeiteten und gestressten Mitarbeitern haben. Mal echt jetzt, klar sind die Kunden schuld an allem, wer schlurft denn schon gleich morgens durch die Flure und stört, stellt blöde Fragen und labert einem beim Plausch mit dem MA dazwischen?
Wer kommt denn immer kackfrech und dreist in das Büro und stört bei der (selbstverständlich verdienten) Kaffepause? Diese dreiste und neugierige Kundschaft!

Ich mein, wer kann denn auch ahnen das man als "Kundenkasper" den ganzen Tag durch diese penetranten und nervenden Kunden belästigt wird?

In der Stellenausschreibung stand doch "Teamfähigkeit und Spaß im Umgang mit den Kollegen" oder war das "Spaß im Umgang mit Kunden" da hätte man doch nie unterschrieben, stinkt doch gerade zu nach Arbeit und Generve... :biggrin:
 
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