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Fachkräfte finden keine Stelle

wolliohne

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  1. Die Wirtschaft beklagt immer lauter den Fachkräftemangel. Stellen seien immer schwerer zu besetzen. Andererseits schreiben gut ausgebildete Fachkräfte Hunderte von Bewerbungen – und das erfolglos. Wer profitiert vom Aufschwung?
    Bernd Niederdrenk – dieser Name wurde von der Redaktion nicht geändert – liest täglich die Zeitung. Er durchkämmt die Anzeigenteile und die redaktionellen Teile nach potentiellen Arbeitgebern. Niederdrenk ist Fachkraft und sucht eine Stelle – seit Ende des Jahres 2012. Dabei entspricht Niederdrenk genau dem, was alle suchen, nämlich einer gut ausgebildeten Fachkraft. [...]
    Aber es ist so. Niederdrenk hat in fast eineinhalb Jahren mehr als 130 Bewerbungen geschrieben – und keine Stelle bekommen. Bewerbe er sich für den Außendienst, komme die Bewerbung zurück mit dem Hinweis, er sei überqualifiziert. Bewerbe er sich auf eine Führungsaufgabe, werde die Absage mit dem Hinweis begründet, er habe zu wenig Erfahrung. Niederdrenk glaubt fast nichts mehr. Er ist überzeugt, dass eine einzige Tatsache seiner Einstellung im Wege steht: sein Alter. Er ist 53 Jahre alt. „Die Bewerbungen werden in der Personalabteilung von einem Angestellten oder Auszubildenden nach ganz formalen Kriterien vorsortiert. Da fliegt jeder raus, der älter als 50 Jahre ist“, glaubt Niederdrenk: „Ich könnte einen Nobelpreis haben, das würden die gar nicht registrieren, weil sie die Bewerbung so weit gar nicht lesen“, stellt er resigniert fest. Über die vielen Artikel über Fachkräftemangel kann er nicht einmal mehr lachen. Sie machen ihn angesichts seines Schicksals einfach nur wütend. [...]
    Quelle: FAZ Anmerkung JK: Und da wird weiterhin von einer Rente mit 70 schwadroniert.
  2. OECD: Mindestlohn hilft „Lumpenproletariat“
    Die mächtige Industrieländer-Organisation OECD warnt vor einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Und lobt den Mindestlohn in Deutschland. Der beseitige Zustände, die für ein Land wie die Bundesrepublik unwürdig seien.
    Die Industriestaaten-Organisation OECD warnt vor einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Nach den Worten von OECD-Generalsekretär Jose Angel Gurria hat sich das Problem seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise massiv verschärft. „In den ersten drei Krisenjahren nahm die Ungleichheit stärker zu als in den zwölf Jahren zuvor“, sagte er der „Wirtschaftswoche“.
    „Im Durchschnitt der OECD-Länder verdienen die obersten zehn Prozent der Bevölkerung heute 9,5 Mal so viel wie die untersten zehn Prozent. Die Ungleichheit ist um 35 Prozent gewachsen“, so der ehemalige mexikanische Finanzminister.
    Quelle: FAZ Anmerkung unseres Lesers J.A.: So so. Die OECD sieht also ein “Lumpenproletariat”, das unsere Regierung trotz genauesten Hinschauens nicht entdecken kann. Allerdings hat auch die OECD seit Jahrzehnten die Lohnkürzungen, die “Liberalisierungen”, den Sozialabbau und den Niedriglohnsektor gefordert, der einen Mindestlohn als allerunterste Grenze überhaupt notwendig macht.
    Dazu: Global growth to slow as wage inequality rises over coming decades
 

KARLderWEHRER

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Meine Theorie lautet ja, dass der sogenannte Fachkräftemangel - der offensichtlich nur in den Medien, nicht jedoch im realen Leben existiert - eine neue PR-Strategie ist, um zu kaschieren, dass der Arbeitsmarkt eigentlich voll im ***** ist. So lange der einzelne Arbeitslose nämlich glaubt, er wäre selbst schuld an der Misere, solange hält er schamvoll den Munde!
 

libertad

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Das Märchen vom Fachkräftemangel dient nur dem Lohndumping und der Profitoptimierung
Aktuell will VW / VAG schon wieder Personalkosten einsparen
 

wolliohne

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Nochmals: Fachkräfte finden keine Stelle

Quelle: FAZ Anmerkung S.T.: In den Hinweisen des Tages (15.07.2014) bin ich über Punkt 12 “Fachkräfte finden keine Stelle” (FAZ) gestolpert.
Das, was in diesem Artikel beschrieben wird, lässt einem wirklich die Faust in der Tasche ballen. Und es lohnt sich, diesen in Gänze zu lesen. Am Anfang wird auf die Widersprüche zwischen Altersdiskriminierung und “Fachkräftemangel” hingewiesen. Dass dieser Mangel offenbar nur ein virtuelles Luxusproblem zu sein scheint, das zeigt auch das Beispiel der BWLerin, die die Branche wechseln möchte, aber als “fachfremd” bezeichnet wird.
Aber die Realität scheint mir, offen gestanden, viel schlimmer. Zumindest sagt mir das die Erfahrung in meinem Bekanntenkreis.
Da gibt es (noch) junge Ingenieure, die jahrelang im Ausland gearbeitet haben und gerne wieder in Deutschland arbeiten möchten, die bewerben sich bei Großunternehmen und können feststellen: Was deutsche Unternehmen einem mit Blick auf Arbeitszeit(regelungen)/ Ausgleichstage, Urlaub, Bezahlung usw. anbieten ist größtenteils nur als schlechter Witz zu verstehen. Vergleichen Sie nur mal die Arbeitsbedingungen in Österreich mit denen in Deutschland. Ich kenne Fälle, in denen die Betroffenen hätten auf ca. 1.000,00 Euro Brutto verzichten müssen, um in Deutschland zu arbeiten – ohne (!) sichere Perspektive usw. usf. Hinzu treten der verwaltungstechnische Aufwand und die Zeit bis zum ersten Vorstellungsgesprächen usw.
Klar, das ist jetzt eine ganz andere Liga. Viele dieser Betroffenen sind nicht darauf angewiesen, in Deutschland zu arbeiten, und können im Ausland bleiben. Doch solange dies so ist und viele der hier ausgebildeten Fachkräfte ins Ausland gehen (müssen), weil dort bessere Bedingungen vorherrschen, so lange kann ich nicht glauben, dass wir wirklich ein Fachkräfteproblem haben. Warum versuchen’s die Verantwortlichen nicht mal mit einer so simplen wie bestechenden ökonomischen Logik und fragen sich: Mag der Mangel an Fachkräften nicht Ausdruck mangelnder Anreize sein?
Die letzte Frage stellt sich natürlich niemand: Denn wie das ALG II/ Hartz IV, so dient die Diskussion um Fachkräfte nicht etwa, dem Mangel beizukommen, sondern den Preis für die (Human-) “Ressource” Mensch zu senken. Wir haben keinen Mangel an Fachkräften, sondern einen Mangel an BILLIGEN Fachkräften. Das ist die ganze Wahrheit.
Ferner werden im Text offenbar ganz verschiedene Fachkräfte durcheinander gebracht. Einmal wird davon gesprochen, dass Führungsnachwuchs fehlt. Dafür habe ich keinerlei Verständnis, da m. E. genügend Personen für’s Management existieren sollten und mit genügend Weitsicht m. E. auch fast jede Person darauf vorbereitet werden kann. Da muss deshalb auch niemand BWL studiert haben! Mir kann niemand erzählen, dass es in dem Bereich einen Mangel geben muss. Wenn, dann ist das wohl oder übel einem schlechten Personalmanagement geschuldet.
An anderer Stelle wird mit Blick auf Elektrotechnik vom Mangel an Fachkräften geschrieben. Da kann ich mir in der Tat vorstellen, dass Fachkräfte fehlen. Aber auch dort bin ich der Meinung, dass sich dies hätte über duale Ausbildung u. ä. vermeiden lassen.
Die Wahrheit ist doch auch hier, dass die Unternehmen gerne kostenlos gut ausgebildete und billige Arbeitskräfte abgreifen wollen. Statt selbst die entsprechenden Investitionen zu tätigen (duale Ausbildung usw.), wird lieber nach Pappa Staat gerufen oder dies den Arbeitskräften selbst überlassen (sozusagen als “Unternehmer in eigener Sache”).
Wie kurz das Management offenbar denkt, zeigt sich auch an folgender Passage:
„Doch der Projektmarkt ist laufenden Schwankungen unterworfen. Momentan sind es gerade Embedded-Entwickler mit Erfahrung in der Automobilbranche, die händeringend gesucht werden. Erst vor wenigen Monaten hatten wir große Nachfrage bei Spezialisten im CAD-Bereich. Dies ist wieder deutlich abgeflacht“, beobachtet Ansgar Nagel, Leiter Vertrieb bei Solcom in Reutlingen.
Da steckt doch schon das Problem im Begriff “Projektmarkt”. Vielleicht wollen diese Fachkräfte eben nicht nur für die Dauer eines Projektes angestellt sein? Sicherheit, Familie usw. … das scheinen diese Verwantwortlichen nicht mehr auf dem Schirm zu haben.
Wenn es heißt, dass die Nachfrage nach “Teilzeitkräften” steigt, dann liegt doch gerade da die Keimzelle für einen “Fachkräftemangel” … Wer will schon nach jahrelangem und hartem Studium als Teilzeitkraft enden? Und was heißt überhaupt “Teilzeitkraft”? Ist das nicht eher sogar verlogen? Denn gesucht werden doch eigentlich nicht wirklich “Teilzeitkräfte”, sondern Personen, die für einen kürzen Zeitraum einen Vollzeitjob erledigen. Wer’s nicht glaubt, kann ja mal im Unternehmen nachfragen, ob das eigene Arbeitspensum auf 2/3 gesenkt werden kann. Meine Vermutung ist, dass die Verantwortlichen alles andere als Luftsprünge machen werden …
 

libertad

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AW: Nochmals: Fachkräfte finden keine Stelle

Und Gesetzgeber und Behörde behandeln Arbeitslose wie Kriminelle.

Auf der anderen Seite stehen dann leute wie Thomas Middelhoff, Nicolas Berggruen, Hartmut Mehdorn ...

Chronische Selbstüberschätzung
… Um das Fazit vorwegzunehmen: Den Top-Managern wird ein katastrophales Zeugnis ausgestellt. Ausgerechnet bei genuinen Aufgaben einer Führungskraft - wie etwa der Entwicklung und Begleitung von Zielvereinbarungsprozessen - gibt es dramatische Defizite. "Eigentlich müssten die Gehälter der Chefs nach unten korrigiert werden", sagt Geschäftsführer Gerhard Lux. …

Führungsprobleme - Nieten in Nadelstreifen - Karriere - Süddeutsche.de
 

Kaleika

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Da machen wir doch mal einen Thread draus :biggrin:
 

Kaleika

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AW: Nochmals: Fachkräfte finden keine Stelle

Da muss mensch sich ja verschaukelt fühlen!
 

Texter50

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Das kannste mühelos erweitern :icon_motz: :

Die Gewerkschaft Verdi befürchtet, dass der Sanierung des KarstadtQuelle-Konzerns bis zu 10 000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen werden. Zahlen, auf die sich Achenbach am Dienstag nicht festlegen ließ. Allein in den Karstadt Warenhäusern sind nach Angaben der Gewerkschaft 20 000 der heute 45 000 Beschäftigten von Ausgliederung, Verkauf und Personalabbau betroffen.
HANDEL - Karstadt droht ein Verlust in Höhe von einer Milliarde Euro. Jetzt soll der marode Konzern radikal umstrukturiert werden. Bis zu 10 000 Mitarbeiter müssen gehen, und 77 Kaufhäuser werden abgestoßen.: Ausverkauf | Archiv - Berliner Zeitung
 

Kleeblatt

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... und die offizielle Arbeitslosigkeitsrate sinkt weiter ... :biggrin:

Egal wie viele Entlassungen es bisher aus o.g. u.a. Gründen gab, - die Arbeitslosenstatistik zeigt IMMER und jedes Jahr nach unten.

Ich sage es seit Jahren, - Merkel ist die letzte Rache Honneckers und der heutige Staatsfunk unterscheidet sich von Jahr zu Jahr weniger von dem der "DDR".
So langsam finde ich es ausschließlich lustig, - wie man die Leute öffentlich verar...t und wie viele Menschen darauf immer noch hineinfallen.
Die Zeit der Wut darüber ist bei mir schon sehr lange vorbei, - wer sich verar... läßt der gehört eben verar...t. Jedem seine Entscheidung.
Glaube gehört eigentlich in Kirche, Moschee ect. , aber dieser Staatsglaube scheint mir ansteckend zu sein. Nennt man seit langen Zeiten auch p.c.

Ich lache nur noch, lache und lache ... sonst würde ich an meinen doofen Mitmenschen schier verzweifeln.
 

libertad

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Überall und zu jeder Zeit: Der Fachkräftemangel

Sinnvolle Beschäftigung für Ex-Banker der WestLB gesucht
26.02.2013
Düsseldorf. Die Forderung der Opposition im Landtag, Mitarbeiter der abgewickelten Westdeutschen Landesbank (WestLB) zu Steuerfahndern umzuschulen, sorgt für Wirbel. Die Gewerkschaft Verdi spricht von „Schwachsinn“. Nicht jeder Kreditspezialist eigne sich fürs Finanzamt

Sinnvolle Beschäftigung für Ex-Banker der WestLB gesucht | WAZ.de
 

jockel

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ARD, Sendereihe 21.07.2014, 22.45 "Die Story im Ersten: Der Arbeitsmarktreport - das Märchen vom Fachkräftemangel"

"Ingenieursmangel! Ärztemangel! Zu wenig IT-Spezialisten!" und "Wenn wir nicht gegensteuern, geht es bergab mit Deutschland." Das sind alltägliche Schlagzeilen, mit denen Politik gemacht wird. "Der Arbeitsmarktreport" deckt die Hintergründe des seit Jahrzehnten beklagten Fachkräftemangels auf. Tatsächlich lenkt der lautstarke Hilferuf bewusst ab von gewichtigen Problemen: Lohndumping und Arbeitslosigkeit. Akteure in diesem Spiel sind Lobbyverbände der Wirtschaft, die zusammen mit den Politikern und der Bundesagentur für Arbeit den Arbeitskräftemarkt in Deutschland gestalten.

Kaum ein Lobbyverband hat sich so vehement dafür eingesetzt, ausländische Fachkräfte ins Land zu holen, wie der Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Ingenieure selbst sind es, die dem Verein vorwerfen, er lasse sich von Unternehmen instrumentalisieren und drücke das Mindestgehalt. Weil der Ingenieursverband regelmäßig mit Horror-Zahlen aufwartet, hat man den Ingenieursberuf zum Mangelberuf erster Klasse erklärt und erlaubt Unternehmen jetzt, hochqualifizierte ausländische Fachkräfte einzustellen, zu einem Mindestlohn von 32.500 Euro im Jahr. Früher lag diese Grenze bei 66.000 Euro. Mit Blue Card und europäischer Freizügigkeit sollen Fachkräfte aus Spanien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien auf den deutschen Arbeitsmarkt strömen. Deutschland ist stolz darauf, Krisenstaaten zu unterstützen, indem es ihnen Arbeitslose abnimmt.

Offene Stellen ohne Bewerber? Tatsächlich kommen derzeit sechs passende Bewerber auf ein Jobangebot. Provozieren Unternehmer also bewusst ein Überangebot an Fachkräften, um trotz anziehender Konjunktur geringere Löhne zahlen zu können? Die Bewerber von heute sehen sich nicht mehr als Bittsteller. Sie fordern, anstatt schlechte Bedingungen zu akzeptieren, nur um einen Job zu bekommen. Am Ende entpuppt sich der behauptete Fachkräftemangel als Strategie, die sich für Politik und Wirtschaft durchaus lohnen kann.

Ein Film von Ulrike Bremer

Wiederholungstermine zu dieser Reportage:

21.07.2014 | 22:45 Uhr | Das Erste
22.07.2014 | 04:45 Uhr | Das Erste
22.07.2014 | 06:00 Uhr | tagesschau24
Im Ausland buhlt das Bundesarbeitsministerium, die Bundesagentur für Arbeit, deutsche Lobbyistenverbände und die deutsche Privatwirtschaft um die ausländischen Fachkräfte zu Billigstkonditionen auf unsere Kosten mit dieser Internetseite

Portal zur Fachkräfteoffensive - Startseite

Die deutsche Privatwirtschaft will hochqualifizierte Fachkräfte aus allen denkbaren Ländern zu Hungerlöhnen und -gehältern oder zu kostenlosen Firmenpraktikas, um den deutschen, arbeitslosen Fachkräften verstehen zu geben - Du mußt mit Deinen Ansprüchen gefälligst unter den Ansprüchen der ausländischen Fachkräften bleiben - also organisierte staatliche und privatwirtschaftliche Lohndrückerei und organisiertes Sozialdumping findet statt zu unserem Schaden.

Gleichzeitig schadet die deutsche Privatwirtschaft mit Vorsatz den ausländischen Volkswirtschaften und schaltet deren Firmen als unliebsame Konkurrenz aus. Sie entzieht ihnen die Arbeitskräfte.

Tolle Marktwirtschaft!!!!!

So macht die deutsche Privatwirtschaft ihre Exportpolitik auf Kosten anderer Länder.

Im Prinzip eine Wirtschaftspolitik wie zu Zeiten der offenen Grenze zur DDR. Da plünderte die BRD die DDR um ihre Fachkräfte aus und sparte sich so in der BRD die Berufsaus- und -weiterbildung ihrer Leute. Klasse Wirtschaftskonjunktur auf dem Buckel der DDR.

Wie man sieht - Jetzt macht es die BRD schon wieder oder immer noch schmarotzend - nur in einem viel größeren Rahmen und Umfang.

Die deutsche Privatwirtschaft und ihre Lobbyisten wollen sich

  • die Bildung vom funktionierenden Stammbelegschaften sparen, ständig die arbeitenden Menschen in Existenzangst und Schrecken halten
  • die hochwertige Berufsaus- und -weiterbildung mit dem zugehörigen Bildungseinrichtungen und Lehrern wie Dozenten schenken und vorhandene, schlecht ausgestatteten Bildungsträger für die Untertanen nicht sanieren - mit Ausnahme privater Bildungsträger für die Eliten
  • aus allen Ländern fachberuflich, eierlegende Wollmilchschweine aussaugen, ausplündern und wenn sie nicht mehr können - als Arbeitskräftemüll wegwerfen
Die Redakteure der Reportagereihe baten die aktuelle Bundesarbeitsministerin um ein Interview und die Verkündung ihres Standpunktes. Sie ließ über ihre Presseabteilung verkünden:

Nahles ist grade dabei sich ihre Welt nach Art von Pippi Langstrumpf zusammenzubauen.

Andrea Nahles (SPD) - singt Pippi Langstrumpf - YouTube
 
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