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Fachaerzte machen mobil gegen Buergerversicherung - Beamte auch

Dagegen72

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#1
.. private Krankenversicherer auch, gibt auch verschiedene Links zum Thema, hier ist einer davon: Drohkulisse Praxisschliessung: Facharzte machen mobil gegen Burgerversicherung | Nachrichten | BR.de
Die Abwehrfront gegen das SPD-Projekt Bürgerversicherung formiert sich. Nach Beamten und privaten Krankenversicherern schlagen jetzt die Fachärzte die Trommel - und drohen mit Praxisschließungen. Was steckt dahinter?
hm, also, wenn alle in eine Versicherung zahlen, dann müssten die Ärzte doch auch mehr bekommen können? Hm, private Krankenversicherer sollte es dann wohl nicht mehr geben dürfen, den die Existenz dieser privaten Krankenversicherungen bewirkt doch das zwei-Klassen-System, dass die Bürgerversicherung verhindern soll. tja, dann wären die halt arbeitslos und spürten wie das ist und die bisher Versicherten wie es ist, nicht mit der "golden Privatversicherungskarte" hechelnd wedeln zu können wo andere dann feuchte Augen und Dollarzeichen in ihnen bekommen, oder?

Es könnte allerdings sein, dass die Situation so wie sie jetzt ist auch nicht gut ist. Warum protestieren die Ärtze dagegen nicht oder tun sie es und ich bekomme es nicht mit? Fakt ist, dass kein weiteres Rezept ausgestellt wird für Physio wenn das best. Patientenbudget pro Patient in der Praxis erfüllt ist (Realität) oder jemand wird von seinem Arzt schimpfend empfangen der meint: also für die Behandlung xy würde ein Handwerker keinen Finger mehr krumm machen (so wenig bekäme er dafür). Tja, und dann sitzt man erst mal betröppelt da. (AlgIIer, wer auch immer, soll also am wirtschaftlichen Schaden des Artzes schuld sein??) Soll ich ihm was von meinem AlgII bar auf die Hand geben)) Der Regelsatz ALG II sieht glaube ich gar keine Arznei vor. Das ist dann unter "Sonstiges".

Es ist die Gesetzgebung die Schuld ist!! DAGEGEN muss man was tun! Die Kassen haben multi-Milliarden angespart. DAVON muss der Arzt was bekommen!! DAFÜR müssen sie auf die Straße gehen und die Patienten auch!

Die GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) gibt wieder, was ein Arzt abrechnen kann bei der Kasse. Kann man im Netz nachlseen, meine ich.
 

erwerbsuchend

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#2
hm, also, wenn alle in eine Versicherung zahlen, dann müssten die Ärzte doch auch mehr bekommen können?
Wie kommst du darauf? Die Geldmenge im System dürfte gleich bleiben. Sie wird nur anders verteilt. Ob nun ein Arzt, der bisher hauptsächlich GKV-Patienten behandelt hat, daher mehr Geld erhalten würde, weil nun auch die PKV-Patienten in eine GKV einzahlen würden, ist damit nicht gesagt.

Fakt ist, dass kein weiteres Rezept ausgestellt wird für Physio wenn das best. Patientenbudget pro Patient in der Praxis erfüllt ist (Realität) oder jemand wird von seinem Arzt schimpfend empfangen der meint: also für die Behandlung xy würde ein Handwerker keinen Finger mehr krumm machen (so wenig bekäme er dafür).
Zum Glück gibt es in Deutschland die freie Arztwahl.
 

TazD

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#3
Die PKV subventioniert aufgrund der Querfinanzierung die GKV.
Wer also glaubt, dass mit der Gleichmacherei der gesetzlich Versicherte besser gestellt wird, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.
Im Falle der Einführung einer Bürgerversicherung prophezeie ich steigende Beiträge bei den bisher gesetzlich Krankenversicherten sowie eine Zusammenstreichung der Leistungskataloge insbesondere bei den Privatversicherten, weil nämlich deren Beiträge auf das Niveau der gesetzlich Versicherten abgesenkt werden.
Finanziell gewinnen dabei höchstens die Privaten, während die Gesetzlichen mehr zahlen und weniger, maximal die gleichen, Leistungen wie vorher bekommen.
 

Kerstin_K

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#4
Das Problrm der Ärze ist doch jetzt, dass die Einnahen durch die GKV-Patienten gedeckelt sind durch die Budgetierung. Das versuchen se auszugleichen durch die Privatpatienten.

Also muss die Budgetierung weg und gleichzeitig müssen mehr Einnahmen für die GKV her. DAs erreicht man durch mehr Beitragszahler (Beamte, Leute die jetzt privat versichert sind usw.)

Ausserdem gehört aus meiner Sicht die Beitargsbemessungsgrenze abgeschafft. Wer mehr verdient, kann auch mehr einzahlen.
 

TazD

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#5
Also muss die Budgetierung weg und gleichzeitig müssen mehr Einnahmen für die GKV her. DAs erreicht man durch mehr Beitragszahler (Beamte, Leute die jetzt privat versichert sind usw.)
Bei der Budgetierung gebe ich dir noch recht, aber mehr Beitragszahler werden es vllt in der GKV. Dafür fehlen diese Beitragszahler mit ihren meist wesentlich höheren Beiträgen wiederum bei der PKV, so dass die Querfinanzierung nicht mehr funktioniert.
Es fallen ja nicht plötzlich mehr Beitragszahler vom Himmel, nur weil eine Bürgerversicherung eingeführt wird. Die Anzahl der Beitragszahler insgesamt bleibt ja gleich und es würde nur eine mMn ungünstigere Umverteilung stattfinden.
 

Dagegen72

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#6
@ Kerstin - K: Die Linke will die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen:
Die Beitragssätze sollen angeglichen werden. Eine Beitragsbemessungsgrenze will die Linke erst erhöhen, dann abschaffen. „Der Beitrag richtet sich damit nach der finanziellen Leistungsfähigkeit: Wer wenig hat, zahlt also wenig, wer mehr hat, zahlt in absoluten Beträgen mehr“, heißt es im Wahlprogramm. Außerdem sollen alle Einkommensarten einbezogen werden, das heißt Löhne, Honorare, Miet-, Pacht- und Kapitalerträge.
Krankenversicherung der Zukunft: Das Konzept der Linken

Wir müssen anfangen, über die bestehenden Gegebenheiten hinauszudenken, und nicht das hin und her jonglieren, von dem was es bisher gibt. Dann kommt am Ende tatsächlich das Gleiche heraus nur unterschiedlich verteilt. Aber das Motto der regierenden Parteien heißt: "es soll kein weiter so geben" !

Und was ist wenn es die PKV nicht mehr gibt? Dann flössen die Beiträge der PKV eben in die GKV. Mehrverdienende könnten dann doch auch mehr zahlen. Konnten sie in der PKV auch.

Das zwei-Klassen-System muss WEG! ALLE müssen zwingend den gleichen bestmöglichen Zugang zu Medizin und Gesundheit und Genesung haben, wie Besserverdienende. Beim Thema Gesundheit muss der unterschiedlich dicke Geldbeutel Halt machen und sollte keinen Einfluss auf Genesung haben. Die GKV hat mehrere Milliarden auf der hohen Kante! Trotz Millionen Zuwanderer!
Wäre ich privatversichert könnte ich mich nicht guten Gewissens in eine Behandlung begeben, während ein anderer mit gleichen Genesungschancen aber nicht zum gleichen Ergebnis kommen kann, weil Behandlung xy nicht greifen kann oder Medi x zu teuer ist aus finanziellen Gründen. Aber das muss jede,r für sich entscheiden.

Soll ja schließlich auch noch die Vermögenssteuer geben, steht zumindest im Wahlprogramm von Die Linke.

Gut, wer es noch nicht mitbekommen hat: die Rentenversicherung hat auch Milliarden Euro - Überschüsse - langsam wird es langweilig - zumindest es zu hören, als Einezlne,r hat man die Kohle ja nicht. Das Positive: Rentenbeiträge werden niedriger. Sollen aber nur so 1,50 Euro sein pro Monat. Da kann sich der Arbeitnehmer ein Eis mehr im Sommer an der Eisdiele kaufen. Nur eine Kugel versteht sich. Und eine halbe. (oh man, dazu passt ironischer Weisedieses Hörspiel: Horspiel - Der Aufstand)

GKV Milliarden-Überschüsse
Rentenversicherung Milliarden-Überschüsse
Bundesagentür für Arbeit Milliarden-Überschüsse
Stromkonzerne Milliarden Überschüsse
und und und
und die IG Metall zickt rum wegen 28 Stunden und trotzdem finanziellen Ausgleichs :/
 

Kerstin_K

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#7
Wenn die Budgetierung aufgehoben wird, bekommen die Ärzte mehr Geld und brauchen die PKV Versicherten nich mehr.

Wozu brauchen wpr überhaupt PKVs?
 

erwerbsuchend

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#8
Also muss die Budgetierung weg und gleichzeitig müssen mehr Einnahmen für die GKV her.
Das könnte man einfach durch einen höheren Zuschuss aus Steuermitteln erreichen. Die Frage ist nur, ob die Regierung nicht will oder nicht kann. Ich tippe eher auf ersteres.
 

Kerstin_K

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#9
Das könnte man einfach durch einen höheren Zuschuss aus Steuermitteln erreichen.
Wozu? Da ist es mir lieber, das Geld bei den Leuten zu holen, die sich durch Weggang in die PKV von der Solidargemeinschaft verabschiedet haben.
 

erwerbsuchend

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#10
Wozu? Da ist es mir lieber, das Geld bei den Leuten zu holen, die sich durch Weggang in die PKV von der Solidargemeinschaft verabschiedet haben.
Wie stellst du dir das vor?

Was spricht allgemein dagegen, das Gesundheitssystem aus Steuergeldern zu finanzieren?
 

AsbachUralt

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#12
Ganz einfach: Alle, die jetzt in der PKV sind, kommen zurück in die GKV, PKV gibt es nur nich als usatzversicherung, wenn überhaupt.
Wenn das so einfach wäre.
Zu aller erst würden die PKV-Versicherer und Versicherten bis zum jüngsten Gericht dagegen klagen und ich schätze die Chancen dass sie siegen würden, als gut ein. Man kann nicht so einfach einer ganze Branche ihre Geschäftsgrundlage entziehen und man kann nicht einfach die geleisteten Beiträge der Versicherten einfach zur GKV übertragen. Schließlich haben diese Versicherten gültige Verträge, die ihnen diese höheren Leistungen der PKV zusichern.
Eigentlich müsste es dann eine Übergangszeit geben, solange bis der letzte jetzt noch PKV-Versicherte verstorben ist, denn alles andere wäre m.M.nach rechtlich nicht machbar. Und das könnte locker 80 Jahre dauern.

Für mich ist dieser Vorstoß der SPD reinster Populismus, man versucht wieder verlorene Wähler an sich zu ziehen. Dabei muss der SPD auch vollkommen klar sein, auf welch wackligen Beinen das Ganze steht.
Im Grunde in*i*ti*ie*rt die SPD nur eine Neid Debatte.

Im übrigen muss man auch erst einmal das staatliche Gesundheitssystem, dass durch unterschiedliche MinisterInnen der letzten Jahrzehnte an die Wand gefahren wurde dringend restaurieren, sonst würden Ärzte die nur noch von der GKV leben müssten, reihenweise in Konkurs gehen, denn für viele sind Privatpatienten einfach Überlebens notwendig!

Ich wage die Voraussage, das wird in absehbarer Zeit NICHTS! Ein Thema, das bald wieder in der Versenkung verschwinden wird.
Zumal der Nutzen für die GKV kaum sichtbar ist, denn mehr Versicherte bedeutet auch wieder mehr Kosten, also ein ziemliche Null-Rechnung.
 

TazD

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#13
Ergänzend zum Beitrag von AsbachUralt, insbesondere hinsichtlich der vertraglichen Bindung und der rechtlichen Einschränkungen:

Bürgerversicherung ist möglicherweise verfassungswidrig
Im Streit um eine mögliche Bürgerversicherung formieren sich die Fronten. Rupert Scholz (CDU), früherer Bundesverteidigungsminister und Justizsenator von Berlin, argumentiert nun in einem Gastbeitrag für „Welt Online“, dass die Bürgerversicherung grundgesetzwidrig sei.
 

Kerstin_K

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#14
Zumal der Nutzen für die GKV kaum sichtbar ist, denn mehr Versicherte bedeutet auch wieder mehr Kosten, also ein ziemliche Null-Rechnung.
DAS gALube icj nicht wirklich.Wer sit denn jetzt in der PKV? Doch weniger die Kranken und Behinderten, schliesslich gibt es bei der PKV eine Gesundheitsprüfug, bei der GKV muss jeder aufgenommen werden.
 
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#15
Man kann nicht so einfach einer ganze Branche ihre Geschäftsgrundlage entziehen und man kann nicht einfach die geleisteten Beiträge der Versicherten einfach zur GKV übertragen.
Beim Atomausstieg ging es auch recht flott. Schon vergessen?

Das Gebrabbel von einer "Bürgerversicherung" ist aber nur Wahlk(r)ampf. Mehr nicht. Kann mir jemand eine seriöse Rechnung nennen, welche finanziellen Vorteile die GKV davon hätte? Wo sie doch angeblich sowieso auf einem Berg voll Gold sitzt? Warum pusten die nicht das Geld raus zu den Ärzten?

Ausserdem gehört aus meiner Sicht die Beitargsbemessungsgrenze abgeschafft. Wer mehr verdient, kann auch mehr einzahlen.
Wieso sollte jemand, der geistig gesund ist, sowas mitmachen? Schlechtere Leistungen bei höheren Beiträgen? Nur weil's der Staat verordnet? Da würde ich mich auch wehren. Bis zur letzten Instanz.
 
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swavolt

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#16
Sicher müssen alle gleich behandelt werden, und in die gleiche Versicherung einzahlen.
So wie bei Kranken- auch in der Rentenversicherung usw.

Warum gibt es wohl für die Besserverdienenden andere Versicherungen? Pension? Warum?

Ebenso fielen die massenweisen Vorstands- und Aufsichtsratsschmarotzerposten weg.

Das was lebensnotwendig ist sollte der Staat kontrollieren und nicht Private.
 

Sowhat

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#18
Also kürzlich kam aber wieder in den Medien in der Tagesschau, dass die GKVs minus machen würden und so hohe Kosten hätten, vor allem weil für die H4 Empfänger nur 90€ von den JCentern pro Elo bezahlt würden. Ein wenig würden aber auch die Krankenkassenkosten für die Flüchtlinge zu Buche schlagen. Aber ddie Hauptschuld an den hohen Kosten tragen die SLGII Empfänger.
Wenige Tage vorher war zu hören, dass hohe Überschüsse da wären bei den GKVs. Was soll man noch glauben?

Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass es je eine Bürgerversicherung geben wird. Da würden ja alle Beamten auf die Barrikaden gehen. Und ausserdem sind unsere Politiker ja auch alle Beamte und wer sägt schon an dem Ast auf dem er sitzt?
 

AsbachUralt

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#19
Beim Atomausstieg ging es auch recht flott. Schon vergessen?
Das ist aber ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.

Im übrigen kostet dieser Atomausstieg den Steuerzahler schätzungsweise insgesamt einen hohen 2-Stelligen Milliarden Betrag, bis das letzte Kraftwerk entsorgt sein wird.
 

AsbachUralt

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#20
DAS gALube icj nicht wirklich.Wer sit denn jetzt in der PKV? Doch weniger die Kranken und Behinderten, schliesslich gibt es bei der PKV eine Gesundheitsprüfug, bei der GKV muss jeder aufgenommen werden.
Die meisten Gesundheitsprüfungen für den Eintritt in eine PKV finden aber in der Jugend statt, besonders bei Beamten, da sind die Versicherten auch nicht gesünder oder kränker als bei den GKV.
Und die Privaten haben gerade für Beamte eine sogenannte Öffnungsklausel, damit dieser Personenkreis auch bei Vorerkrankungen versichert werden kann.

Und was würde eigentlich mit der Altersrückstellung der Privaten Versicherer, die 2016 232 Milliarden Euro betragen? Würde man diese Milliarden in die GKV überführen wollen, käme das einer Enteignung gleich.
Und nicht vergessen, Juristen und Politiker die darüber bestimmen, sind doch selbst in der PKV, wie wird da wohl letztendlich entschieden werden?
 
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#21
Hallo,ich darf einmal daraufhin weisen, das hier von den Gruppen
-Kassen
-Ärtze
bewußt viele Nebelkerzen unter das Volk geworfen werden, weil es jeder Gruppe um ihre Pfründe geht.
Denn die Verteilung der Patienten ist schon immer
- 3 Viertel gesetzlich Versichert
- 1 Viertel privat versichert gewesen.
Von daher ist die Forderung der SPD Blödsinn, weil wir eine "Bürgerversicherung" ja schon haben.
Denn in der Privaten sind ja nur die Personen, die über der Jahresarbeitsentgeltgrenze der GKV liegen oder die bei Beamten über ihren Dienstherren ärzliche Leistungen erhalten und nur eine Zusatzversicherung über eine PKV haben.
Worum es hinter den Kulissen geht, hier ein Beispiel:
Fast jede GKV bietet heutztutage einen Online- 24 Stunden "Arzt"-Dienst an.Das ist nichts anderes als ein Callcenter nur mit Ärtzten besetzt.
Das will bezahlt werden:biggrin:
Das dieses den niedergelassenen Ärzten natürlich ein Dorn im Auge ist, dürfte ja wohl klar sein.
Und das ist nicht das einzige, wo GKV als Unternehmer auftreten und nicht als Krankenkasse.
 
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ExitUser

Gast
#22
Das ist aber ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.

Im übrigen kostet dieser Atomausstieg den Steuerzahler schätzungsweise insgesamt einen hohen 2-Stelligen Milliarden Betrag, bis das letzte Kraftwerk entsorgt sein wird.
Die Abfindung von Versicherungen und Versicherten in der PKV dürfte teurer werden.
 

hansklein

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#23
Wegen dem Solidarprinzip sollten Grundsätzlich alle Bürger zumindest einen bestimmten Beitrag in die gesetzlichen Krankenkassen einzahlen. Da käme schon erstmal einiges mehr an Gld rein, wenn alle Beamten auch einzahlen müssten.

Ich geh auch davon aus, das nicht die Privatversicherten die meisten Kosten an medizinischen Geräten sponsern, sondern diese hauptsächlich durch die Beiträge der Gesetzlich Versicherten getragen werden.

Es könnte auch ein System eingeführt werden, das wie oder ähnlich wie das niederländische Funktioniert, könnte ja verbessert werden. Wer besondere Leistungen möchte, kann sich dafür zusätzlich versichern. Es war in den Niederlanden mal ähnlich wie bei uns heute: Krankenversicherung in den Niederlanden – Wikipedia

Das Leistungspaket der basisverzekering ist um einiges geringer, als man es von Deutschland gewöhnt ist. So werden zum Beispiel keinerlei Zahnarztkosten für Erwachsene übernommen. Möchte man einen weitreichenderen Versicherungsschutz gibt es zusätzliche Pakete, sogenannte aanvullende verzekeringen.
Die Quelle, ein Risiko ist nat. das sich Bürger unterversichern, um Beiträge zu sparen.

Hier kann man sehen und durchkalkulieren, was die Niederländer so zahlen, für Ihren Versicherungsschutz je nachdem, was sie wollen.
 

TazD

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#24
Sicher müssen alle gleich behandelt werden, und in die gleiche Versicherung einzahlen.
Nach meinem Kenntnisstand soll sich der Beitrag der Bürgerversicherung rein nach dem Einkommen richten. Ohne Gesundheitsprüfung, ohne Aufschläge, ohne irgendwas anderes.
Jetzt beantworte mir mal bitte eine Frage:
Ich bin 38 Jahre alt, Nichtraucher, treibe Sport, laufe die 10km unter 45min, spiele immer noch aktiv Handball und mein BMI liegt fast im absoluten Normbereich.
Warum sollte ich jetzt den gleichen Beitrag zahlen wie mein gleichaltriger Nachbar, der adipös ist, einen BMI über 35 hat, raucht und dessen Gelenke und inneren Organe mit Sicherheit nicht mehr lange mitmachen und somit immense Kosten auf die Krankenkasse zukommen?
Ist das dein Verständnis von Gleichbehandlung? Rein reduziert auf das monatliche Einkommen?

Es könnte auch ein System eingeführt werden, das wie oder ähnlich wie das niederländische Funktioniert, könnte ja verbessert werden. Wer besondere Leistungen möchte, kann sich dafür zusätzlich versichern.
Und wo liegt dann der Unterschied zu unserem jetzigen System?
Auch jetzt habe ich die Möglichkeit einer Basisversorgung, egal ob GKV oder PKV, und kann je nach finanzieller Leistungsfähigkeit auch weitere Pakete dazubuchen.
 

AsbachUralt

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#25
Wegen dem Solidarprinzip
Das Solidarprinzip ist auf die GKV beschränkt, für die PKV gilt das Äquivalenzprinzip. [/QUOTE]

Ich geh auch davon aus, das nicht die Privatversicherten die meisten Kosten an medizinischen Geräten sponsern, sondern diese hauptsächlich durch die Beiträge der Gesetzlich Versicherten getragen werden.
Auch das ist ein Denkfehler. Medizinische Geräte sind Wirtschaftsgüter, die von freien Unternehmern wie Ärzten und Krankenhäusern angeschafft werden und sich wie jedes andere Wirtschaftsgut amortisieren müssen.
Dabei zahlen die PKV Mitglieder nach dem Kostenerstattungsprinzip sogar höhere Beträge nach der GOÄ. Der große Vorteil der PKV ist, dass alles transparent ist und Patienten genau wissen und kontrollieren, was ihre Ärzte abrechnen. Das gibt es in der GKV nicht.
 

Kerstin_K

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#26
D Der große Vorteil der PKV ist, dass alles transparent ist und Patienten genau wissen und kontrollieren, was ihre Ärzte abrechnen. Das gibt es in der GKV nicht.
Das gibt ess chon. Wird nur wenig genutzt. ADs muss man als GKV-Versicherter extra anfordern.
 

Caramell

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#27
Klar laufen erst mal alle gegen die Bürgerversicherung Sturm.
Die Ärzte weil, sie dann nicht mehr die Privatpatienten außerhalb des Budget behandeln können, die Beamten, weil es mehr kostet.

Und die PKV fürchten um Ihre Existenz.

Ich denke die Bürgerversicherung würde nicht viel bringen, weil eben nur umverteilt wird.

Es mag zwar albern klingen, aber wozu brauchen wir über 100 KK? Wettbewerb besteht jetzt ja nur extra Leistungen und den Zusatzbeiträgen. Sparen könnte man aber eine Menge. Aber gut, es wären auch viele arbeitslos.

Ob Klagen gegen die Abschaffung Erfolg haben werden, weiß ich nicht. Ich denke da zum Beispiel an die Besteuerung der Renten, hat da nicht auch ein Beamter geklagt, weil er Steuern zahlen muss und die normalen Rentner nicht? warum nicht jetzt auch das gleiche Recht bei der Krankenversicherung?
 

bla47

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#28
Wenn es eine Bürgerversicherung sofort für alle gibt, dann:
Wird es weiter 2 Klassen Medizin geben. Bürgerversicherte und Selbstzahler. Österreich ist DAFÜR ein gutes Beispiel.
Freuen sich ältere PKV Versicherte und jubeln. Früher jung und gesund, billig und gut abgesichert. Schnell einen Facharzt Termin. Die Rosinen rausgepickt. AUF DIE SOLIDARGEMEINSCHAFT EINEM GROSSEN HAUFEN GEMACHT. Sich nicht für Arme, Alte, Kranke usw interessiert. Jetzt, selber alt, krank und stark durch hohe PKV Beiträge belastet.....SOLLTE DIE SOLIDARGEMEINSCHAFT EINEN GROSSEN HAUFEN ZURÜCK MACHEN ! Wie man in den Wald rein ruft, so hallt es zurück ! Haben wir uns nicht genug geärgert, das die Deutsche Bank nach der Krise Verluste durch Steuermittel solidarisiert hatte, aber Gewinne vorher nicht ? Wollt ihr ein Deja Vu mit der PKV ?
Den Mist kann man auslaufen lassen ( keine neuen PKV Mitglieder mehr ) und die Altersrückstellungen verbrauchen. Oder sollen sich diese die Konzerne auch noch selber einstecken ?
Es ist auch kein gutes Signal an die Gesellschaft, einen Ego Trip zu fahren und am Ende wird das nie bestraft, z.B. mit knapp 1000 € PKV Beitrag mit 70 Jahren.
Soziales und solidarisches Handeln muss sich weiterhin lohnen, wie heute mit der KVdR.
 
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#29
Hallo,

dazu mal eine Anmerkung:
Ich bin 38 Jahre alt, Nichtraucher, treibe Sport, laufe die 10km unter 45min, spiele immer noch aktiv Handball und mein BMI liegt fast im absoluten Normbereich.
Warum sollte ich jetzt den gleichen Beitrag zahlen wie mein gleichaltriger Nachbar,
Nein, eigentlich müsstes du dann auch einen erhöhten Beitrag zahlen.
Weil Handball gleich nach Fußball zu den Sportarten mit den häufigsten Verletzungen zählt (Statistisch gesehen 1,5 Verletzungen pro Spiel).

Oder was ist mit den Leuten, die Berufsbedingt einen erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt sind ?
Sollen Feuerwehrmänner mehr Beitrag zahlen, weil sie anderen Menschen helfen ?

Nein,Beiträge nur anhand des Einkommens festsetzen und nicht nach irgendwelchen Meinungen.

P.S.
Leute wie Helmut Kohl (87) , Carlos Pedersoli (87)
hätten nach deinem Gusto ja niee so alt werden können :biggrin:
 
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TazD

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#30
Nein, eigentlich müsstes du dann auch einen erhöhten Beitrag zahlen.
Weil Handball gleich nach Fußball zu den Sportarten mit den häufigsten Verletzungen zählt (Statistisch gesehen 1,5 Verletzungen pro Spiel).
Wenn ich ein erhöhtes Risiko mitbringe, dass die Solidargemeinschaft durch meinen Lebensstil für durch mich verursachte Kosten aufkommen muss, dann hätte ich damit auch kein Problem. Denn das ist ja der Grundgedanke hinter einem erhöhten Beitrag.

Oder was ist mit den Leuten, die Berufsbedingt einen erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt sind ?
Ja, siehe oben.
 

Kerstin_K

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#31
Und was ist mit Leuten, die mit einer Behinderung geboren werden?

Und wo faengt ungesunder Lebensstil an?

Ich bin fuer Beitraege nur nach Einkommen.
 
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#32
Grundsätzlich möchte ich mal anmerken, für die bessere ambulante Behandlung als Privatpatient muss man erst mal den besseren Arzt ausfindig machen. Denn ein Arzt wird grundsätzlich in der Behandlung nicht besser, wenn er einen Privatpatienten behandelt, die Rechnungen sind nur besser/höher.
Ich als Privatpatientin kann jedenfalls nicht behaupten, das ich besser behandelt worden bin-nur teurer!
Und die Rechnungen kann ich sicher prüfen, ich habe aber fast kaum welche bekommen, die den Tatsachen entsprachen- Beschiss ist hier an der Tagesordnung- kann man sich gegen wehren, tun die meisten aber nicht!
Nettes Beispiel: mache ich einen Termin per Telefon, steht auf meiner Rechnung 10,56 € für eine Beratung/Telefonisch ebenso wenn ich ein Rezept ausstellen lasse.

Stationär sieht es bei Chefarztbehandlung sicher vorteilhafter aus als in der GKV. GKV-Versicherte können sich aber zusätzlich versichern.
Wobei es auch hier sein kann, das der Chefarzt nur täglich am Krankenbett die Hand schüttelt, die Rechnung aber auf Chefarztbehandlung ausgestellt ist.

Auch ambulant kann der GKV-Versicherte sich zusätzlich versichern. Wird aber meist von den Gesetzlichen Krankenversicherungen boykottiert, weil sie Zwischenabrechnungen machen müssten.

Dann ist es aber auch so, das die wenigsten Menschen, auch wenn Geld vorhanden ist, Zusatzversicherungen im KV-Bereich abschließen wollen!
Ich war lange in dem Business tätig und kenne den Deutschen fast nur mit Vollkasko Auto, Rechtsschutz zum Kloppen, Hausrat an der sie sich im Schadenfall bestenfalls bereichern wollen, Private Haftpflicht für den Brillenschaden von Omma usw.
 

ZynHH

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#34
Nach meinem Kenntnisstand soll sich der Beitrag der Bürgerversicherung rein nach dem Einkommen richten. Ohne Gesundheitsprüfung, ohne Aufschläge, ohne irgendwas anderes.
Jetzt beantworte mir mal bitte eine Frage:
Ich bin 38 Jahre alt, Nichtraucher, treibe Sport, laufe die 10km unter 45min, spiele immer noch aktiv Handball und mein BMI liegt fast im absoluten Normbereich.
Warum sollte ich jetzt den gleichen Beitrag zahlen wie mein gleichaltriger Nachbar, der adipös ist, einen BMI über 35 hat, raucht und dessen Gelenke und inneren Organe mit Sicherheit nicht mehr lange mitmachen und somit immense Kosten auf die Krankenkasse zukommen?
Ist das dein Verständnis von Gleichbehandlung? Rein reduziert auf das monatliche Einkommen?


Und wo liegt dann der Unterschied zu unserem jetzigen System?
Auch jetzt habe ich die Möglichkeit einer Basisversorgung, egal ob GKV oder PKV, und kann je nach finanzieller Leistungsfähigkeit auch weitere Pakete dazubuchen.

Warum sollen Menschen, die jahrzehntelang sich der Solidargemeinschaft absichtlich entzogen haben, im Alter oder bei Armut plötzlich vom Staat oder der Solidargemeinschaft aufgefangen werden?
 

TazD

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#35
Warum sollen Menschen, die jahrzehntelang sich der Solidargemeinschaft absichtlich entzogen haben, im Alter oder bei Armut plötzlich vom Staat oder der Solidargemeinschaft aufgefangen werden?
Wer redet davon? Mein Beitrag bezog sich allein auf die Gegebenheiten bei Einführung einer Bürgerversicherung und nicht darauf, wenn jemand in die GKV zurückwechseln würde.
Keine Ahnung, wo du das herausgelesen haben willst.
 

ZynHH

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#36
Wer redet davon? Mein Beitrag bezog sich allein auf die Gegebenheiten bei Einführung einer Bürgerversicherung und nicht darauf, wenn jemand in die GKV zurückwechseln würde.
Keine Ahnung, wo du das herausgelesen haben willst.
Weil du das Solidarprinzip in Frage stellst. Aber wenn du in der PKV bist, tust du das ja eh. :popcorn:
 

AsbachUralt

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#38
Weil du das Solidarprinzip in Frage stellst.
Und was schadet es dem Solidarprinzip, wenn es neben der GKV eine PKV gibt, welcher Schaden entsteht dadurch?
Eine Solidargemeinschft ist so groß wie sie nun mal ist. Wenn mehr Mitglieder dazu kommen, wachsen zwar die Einnahemen, aber gleichzeitig genau so die Ausgaben, also eigentlich eine Null-Rechnung.
Dabei ermöglicht aber eine PKV durch ihre höheren Zahlungen für medizinische Institutionen aber eine Mischkalkulation, die wiederum auch den GKV Versicherten Vorteile bringt, weil Ärzte und Krankenhäuser mehr investieren können.
Für mich ist und bleibt das eine reine Neid Debatte. Dass wer viel Geld hat, sich generell mehr leisten kann als der mit wenig Geld, das ist nun mal eine uralte Tatsache. Um das zu ändern wäre eher eine Weltrevolution nötig, aber nicht das Auflösen der PKV.
Um Missverständnissen vorzubeugen, ich bin in der GKV und kann damit seit vielen Jahrzehnten prima leben, trotz einiger gesundheitlicher Probleme die mich teils schon sehr lange begleiten.
Wer z.B. eine Transplantation benötigt, der wartet in der PKV genauso lange auf ein neues Organ, (wenn alles ohne Betrug abgeht) wie der GKV Versicherte. Nur hat der ein Einzelzimmer und der Professor schüttelt ihm täglich die Hand. Bei der OP hört dann der Unterschied schon wieder auf, denn der Professoren Titel muss nicht auch bedeuten, dass er besser arbeitet als seine anderen Ärzte, manchmal kann es sogar das Gegenteil sein.
Und wer wirklich darauf Wert legt, der kann in jungen Jahren für wenig Geld eben eine Zusatzversicherung abschließen.
 

erwerbsuchend

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#39
Bei der OP hört dann der Unterschied schon wieder auf, denn der Professoren Titel muss nicht auch bedeuten, dass er besser arbeitet als seine anderen Ärzte, manchmal kann es sogar das Gegenteil sein.
Die tägliche Praxis ist der springende Punkt. Ein Professorentitel oder der Posten des Chefarztes bedeutet nicht automatisch auch mehr Praxis.
 
E

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#40
Die tägliche Praxis ist der springende Punkt. Ein Professorentitel oder der Posten des Chefarztes bedeutet nicht automatisch auch mehr Praxis.
Die sieht für PKV-Versicherte schon ein wenig anders aus. Es geht nicht nur um die Qualität der Behandlung, sondern um Vieles mehr. Da werden abends im Krankenhaus leckere Spezialitäten gereicht. Man wählt als PKV-Versicherter unter verschiedenen Fischsorten zum Abendessen. Als GKV-Versicherten gibt's trockenes Brot, Quark und eine Scheibe Salami.
 

AsbachUralt

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#41
Also ich war bei meinen KH-Aufenthalten mit dem Essen, Auswahl unter verschiedenen Speisen, immer sehr zufrieden.
Zudem ist es doch wohl ziemlich Wurscht ob ich unter verschiedenen Fischgerichten wählen kann, wenn ich krank bin, zählen ganz andere Kriterien.
 
E

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#42
Als GKV-Versicherten gibt's trockenes Brot, Quark und eine Scheibe Salami.
Soso...deine Erfahrung?

Also ich war Mitte voriges Jahr mal wieder (bin auch in der GKV!) im Krankenhaus. Wenn ich jeden Tag so eine gute Verpflegung hätte wie da gehabt (Wahlessen zum Mittag, Frage nach Vorlieben beim Abendbrot bzw. Frühstück...) wäre ich froh...

liesa

Die tägliche Praxis ist der springende Punkt. Ein Professorentitel oder der Posten des Chefarztes bedeutet nicht automatisch auch mehr Praxis.
Ohne erworbene langjährige Praxis und dadurch Erfahrung wird man kein Chefarzt oder Habilitiert...

Allerdings stimmt es im gewissem Maß schon das die leitenden Chefärzte (u.U. auch mit Lehrstuhl) schon aus Zeitgründen nicht mehr nun jede OP selber ausführen und sich die interessanten Fälle raussuchen können wo sie operieren und die normalen Ärzte/Oberärzte da das meiste machen in Hinsicht auf die tägliche Praxis...


liesa
 
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swavolt

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#43
Worüber schreibt ihr?
Hier gehts nicht um Neid.
Aber warum sollen Unterschiede bei Soziales(Rente, Versicherungen usw.) gemacht werden?
Alle sollen in dieselbe Sache einzahlen.

Am besten der Staat macht nur noch eine Steuer und bezahlt davon alles.
Die Unteren ca. 40 % zahlen nix. Die Mittleren zahlen gestaffelt von 10 - 30 % und die Obersten ca 5 % zahlen 50 % wobei das oberste % 70 % zahlt.
Alles was unter ca. 70 000 € im Jahr verdient zahlt nix. Das ist immer steuerfrei.

Das muss dann aber auch länderübergreifend geschehen so wie bei unseren Bundesländern. Ansonsten können wir gleich aus jedem einen eigenen Staat machen und den letzten beißen die Hunde und es regiert der Stärkere.
Entweder Gemeinschaft oder?
 

TazD

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#44
Die sieht für PKV-Versicherte schon ein wenig anders aus. Es geht nicht nur um die Qualität der Behandlung, sondern um Vieles mehr. Da werden abends im Krankenhaus leckere Spezialitäten gereicht. Man wählt als PKV-Versicherter unter verschiedenen Fischsorten zum Abendessen. Als GKV-Versicherten gibt's trockenes Brot, Quark und eine Scheibe Salami.
Das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Habe neulich erst eine Freundin im KH besucht, welche PKV versichert ist.
Da lag der gleiche Speiseplan bei ihr, der auch für alle anderen ausgehangen bzw ausgelegt war und da gab es für alle ganz genau drei Auswahlmöglichkeiten: Fleisch bzw Fisch, vegetarisch, Schonkost.
 
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#45
Die sieht für PKV-Versicherte schon ein wenig anders aus. Es geht nicht nur um die Qualität der Behandlung, sondern um Vieles mehr. Da werden abends im Krankenhaus leckere Spezialitäten gereicht. Man wählt als PKV-Versicherter unter verschiedenen Fischsorten zum Abendessen. Als GKV-Versicherten gibt's trockenes Brot, Quark und eine Scheibe Salami.
Du hast noch nicht oft im Krankernhaus gelegen, oder?
Ich schon, und kann es deshalb nicht bestätigen.
 

Die7Zwerge

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#46
Wenn ich immer diese armen Ärzte jammern höre.. Also bitte, selbst der Dorfarzt in Sachsen-Anhalt mit kaum Privatpatienten kann sich den dicken Benz und Häuschen im Vorort leisten.
 

Kerstin_K

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#47
Eine Solidargemeinschft ist so groß wie sie nun mal ist. Wenn mehr Mitglieder dazu kommen, wachsen zwar die Einnahemen, aber gleichzeitig genau so die Ausgaben, also eigentlich eine Null-Rechnung.
Das funktioniert so aber nur, wenn alle den gleichen Beitag zahlen.

Zur Zeit ist es ja so, dass sich insesondere die, die gut verdienen, also hohe Beiträge zahlen könene, aus de GKV verabschieden.

Ich behaupe jetzt einfach auch mal, dass das oft auch die gesünderen sind, denn mit bestimmten gesundheitlichen beeinträchtigungen ist es schonal schwerer, einen hoch bezahlten Job zu bekommen und dann ist da noch die Gesunndheitsprüfung.
 

hansklein

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#48
Zur Zeit ist es ja so, dass sich insesondere die, die gut verdienen, also hohe Beiträge zahlen könene, aus de GKV verabschieden.
Solange sie jung und muter sind. Ich wäre auch früher gerne privat versichert gewesen, in Renten und KK Anliegen, da hätte ich gut Geld sparen können durch niedrige Beiträge. Nur geht das ungerechterweise nicht, sich aus der gesetzlichen rauszutun, wenn man nicht genug verdient. Ist das fair?

Umgekehrt wollen und gehen Selbständige später zurück in die Gesetzliche, wenn Ihnen die Privaten zu teuer werden. Das sollte nach meiner Meinung nicht möglich sein. Wer soviel Geld verdient hat, das er sich da rausgetan hat, hätte auch sparen können, um sich "später" weiter privat versichern zu können. Da wollen einige auf einmal wieder zurück. Ist ebenso nicht fair.

Das Privileg, das System ausnutzen zu dürfen, haben nur sehr gut Verdienende und Reiche.
 

swavolt

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#49
Der Staat zahlt für seine Beamten aus dem Steuersäckel.
Speziell im Beamtenbereich ist die private Krankenversicherung für Pensionäre in den meisten Fällen wesentlich günstiger. Denn der Beihilfeanspruch eines Beamten endet nicht mit Erreichen des Ruhestandes. Pensionäre haben bis an ihr Lebensende einen Beihilfeanspruch gegenüber ihrem ehemaligen Dienstherrn. Die Höhe des Beihilfesatzes beträgt für Pensionäre sowie deren beihilfeberechtigte Ehepartner in der Regel 70%.
Krankenversicherungsbeitrage in der Pension
 
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#50
Es ist doch immer dasselbe. Eine typische Neiddebatte vom TE auf den Weg gebracht mit dem Ziel, Bashing gegen eine bestimmte Gruppe in diesem Fall die Fachärzte und Beamte zu betreiben. Man sieht es an den vielen weiteren Threads vom TE. Aus meiner Sicht ist das einfach nur purer Neid, weil man der Gruppe den Dreck unter den Fingernägeln nicht gönnt.
Jeder hat zumindest erstmal die Möglichkeit ein Medizinstudium aufzunehmen bzw. sich auf eine Beamtenstelle zu bewerben. Das dann natürlich noch eine Bestenauslese stattfindest ist nur logische Konsequenz.
 

RobbiRob

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#51
Es ist doch immer dasselbe. Eine typische Neiddebatte ..
100% Zustimmung.

Leider kommt man hier auch mit Argumenten nicht weiter, deshalb halte ich mich meist zurück bei solchen Diskussionen.

Das Problem der GKV ist nämlich nicht die vermeintlich zusätzlichen Einnahmen oberhalb der BBG oder von den Privatversicherten.

Das Problem der GKV ist doch eher, dass ein Großteil der GKV-Mitglieder gar keinen Beitrag bezahlt, oder so wenig, dass es schon fast lächerlich erscheint.

Solidarprinzip ist ja auch gut, nur müsste meiner Meinung nach ein größerer Teil über Steuern finanziert werden oder aber auch Beiträge für die ganzen Heerscharen von Ehegatten mit Minijobs.

Von der Unterdeckung im Bereich SGB2 oder das Flüchtlingsthema ganz zu schweigen.

Den meisten ist doch gar nicht bewusst, was eine kostenfreie Krankenversicherung überhaupt für ein Privileg ist.

Aber es ist ja einfach dann wieder nach einer Reichensteuer oder ähnliches zu schreien.

Ach so:
Ich bin kein Beamter und ich zahle bewusst seit Jahrzehnten Höchstbeitrag in der GKV.
Manchmal frage ich mich allerdings, ob die Entscheidung richtig war.

Mein Krankengeld ist übrigens auch gedeckelt, wenn man schon nach Beiträgen ohne Begrenzung ruft, sollte man da auch dran denken.
 

Caramell

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#52
RobbiRob, ob es Neid ist, weiß ich nicht. Beurteilen
möchte ich das auch nicht.

Für mich persönlich gilt,, warum sollte ich neidisch sein? Das verbittert nur und das Leben wird dadurch auch nicht besser.

Und klar bekomme ich mal einen Minijob nehme ich den an, den 8 Stunden arbeiten gehen, das kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr.

Das Problem der GKV ist doch eher, dass ein Großteil der GKV-Mitglieder gar keinen Beitrag bezahlt, oder so wenig, dass es schon fast lächerlich erscheint.
Dein Satz mag ja wahr sein, aber es gibt nun mal den Niedriglohnsektor und viele sind eben der Meinung Geiz ist geil, egal ob beim Einkauf oder bei Dienstleistungen.
Woher sollen den die hohen Gehälter der Verkäuferinnen, Bäcker, Frisöse, Reinigungsfrauen und viele andere kommen? Wenig Verdienst, wenig Beitrag. Und noch dazu eine geringe Wertschätzung der Arbeit.

Das Thema Bürgerversicherung hat sich eh erledigt, die wird es nun wohl nicht geben. Dafür gibt es keine Zusatzbeiträge ,mehr und AG und AN zahlen wieder gleiche Beiträge.

Eine Lösung für die Probleme der Budgets der Ärzte ist damit aber noch nicht gefunden.
 
E

ExitUser

Gast
#53
Das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Habe neulich erst eine Freundin im KH besucht, welche PKV versichert ist.
Da lag der gleiche Speiseplan bei ihr, der auch für alle anderen ausgehangen bzw ausgelegt war und da gab es für alle ganz genau drei Auswahlmöglichkeiten: Fleisch bzw Fisch, vegetarisch, Schonkost.
Ich will auf der Sache nicht rumreiten, aber es ist in diesem Krankenhaus, von dem ich Kenntnis habe, genau so.

Schwerkranker Ehemann einer Kollegin (PKV) bekommt Leckereien jeden Tag.

Gute Bekannte (GKV) schickt aus demselben Krankenhaus empört Fotos vom wirklich armseligen Essen.

Wem soll ich glauben?

Zumal mein Vater (GKV) kürzlich im Krankenhaus lag (in einem anderen). Und das Essen war nun wirklich noch nicht mal auf Mensa-Niveau.
 

Indeclinabilis

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#54
[...]

Für mich ist dieser Vorstoß der SPD reinster Populismus, man versucht wieder verlorene Wähler an sich zu ziehen. Dabei muss der SPD auch vollkommen klar sein, auf welch wackligen Beinen das Ganze steht.
Im Grunde in*i*ti*ie*rt die SPD nur eine Neid Debatte.

[...]
Dem kann man eigentlich nur zustimmen. Vor allem, wenn man anknüpft an:

Und den Umstand, dass der Art. 12 GG - der die Berufsfreiheit garantiert und somit die PKV schützt - dem Vorhaben der SPD entgegensteht.

Die Beseitigung eines ganzen Berufszweiges dürfte zudem nicht zu rechtfertigen sein, da der existenzielle Schutz einer (ganzen) Berufsgruppe, zum Wesen des Art. 12 GG gehört und ein Eingriff in den Wesensgehalt eines Grundrechtes, nicht gerechtfertigt werden kann (Art. 19 II GG).

Man sollte - wenn überhaupt - darauf hinweisen, dass das alles irrelevant ist, da dem Vorhaben der SPD das GG entgegensteht.

Wenn man also auf etwas hinweisen will, dann doch bitte darauf, dass die SPD mal wieder ein verfassungswidriges Projekt verfolgt, bzw., keinen Plan von der Verfassung hat. :wink:

Doch das eigentlich perverse ist, sofern die Bürgerversicherung in dem zuvor genannten Umfang kommen sollte, dass sich deren Leistungsangebot dann nach dem "me gusto" einiger Weniger bestimmt. So dass am Ende wohl eine "absolute Zweiklassengesellschaft" hinsichtlich der medizinischen Versorgung entstünde, die aus der Bürgerversicherung - mit ihrem limitierten Leistungskatalog - einerseits und diversen PKV - mit ihrem erweitertem Leistungskatalog - andererseits bestünde.

m.M

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Max555

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#55
Und den Umstand, dass der Art. 12 GG - der die Berufsfreiheit garantiert und somit die PKV schützt - dem Vorhaben der SPD entgegensteht.

Die Beseitigung eines ganzen Berufszweiges dürfte zudem nicht zu rechtfertigen sein, da der existenzielle Schutz einer (ganzen) Berufsgruppe, zum Wesen des Art. 12 GG gehört und ein Eingriff in den Wesensgehalt eines Grundrechtes, nicht gerechtfertigt werden kann (Art. 19 II GG).



Man sollte - wenn überhaupt - darauf hinweisen, dass das alles irrelevant ist, da dem Vorhaben der SPD das GG entgegensteht.
Mal von Sinn- oder Sinnlosigkeit der Bürgerversicherung abgesehen: Ich sehe nicht, wo die Berufsfreiheit durch eine Abschaffung der PKV zugunsten einer Bürgerversicherung eingeschränkt wäre.

Den Ärzte würde doch nicht verboten, weiterhin als Ärzte zu arbeiten.

Kannst Du mir das erläutern?
 

AsbachUralt

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#56
Es geht doch dabei nicht um die Berufsfreiheit der Ärzte. Es geht um den kompletten Berufszweig der privaten Versicherer.

Außerdem sollte man mir einmal erklären, wie denn die Bürgerversicherung funktionieren soll.
Werden dann alle Leistungen der bisherigen GKV zum gleichen Beitrag für alle dann auf die Leistungen der PKV umgestellt? Oder umgekehrt?
Ansonsten würde es ja keinen Sinn machen, wenn man doch durch die Bürgerversicherung eine Gleichbehandlung aller Versicherten fordert.

In der Realität würde es dann aber so sein, dass alle nur die Leistungen der GKV erhalten können, weil das System sonst nicht finanzierbar ist.

Und wer genug Geld hat, zahlt dann zusätzlich seine erhöhten Leistungen aus eigener Tasche direkt an den Arzt, ohne Umweg über die PKV.
Was wäre dann gewonnen?
 

Max555

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#57
Es geht doch dabei nicht um die Berufsfreiheit der Ärzte. Es geht um den kompletten Berufszweig der privaten Versicherer.
Auch dann macht es keinen Sinn. Wenn politisch bestimmt wird, dass es eine Bürgerversicherung gibt (interessant ist dann eher die Frage, was mit den Altersrückstellungen der PKV- Versicherten passiert und wie die PKV- Versicherten und PKV- Versicherer ggf. entschädigt werden), dann wird man eine Prozedere finden müssen, damit umzugehen.
Das einige Versicherungskonzerne ja nach Abwicklung der Versicherungen ziemlich in die Bredouille kommen würden, ist sicher. Aber die Energiewende bspw. hat ja gezeigt, dass das nicht zwingend ein Hinderungsgrund ist.

Außerdem sollte man mir einmal erklären, wie denn die Bürgerversicherung funktionieren soll.
Werden dann alle Leistungen der bisherigen GKV zum gleichen Beitrag für alle dann auf die Leistungen der PKV umgestellt?
Das geht ja schon deshalb nicht, weil es DIE PKV nicht gibt.
Es gibt Verträge mit großem Leistungsumfang und solche mit wenig Leistungsumfang.



In der Realität würde es dann aber so sein, dass alle nur die Leistungen der GKV erhalten können, weil das System sonst nicht finanzierbar ist.
Das ist richtig.

Und wer genug Geld hat, zahlt dann zusätzlich seine erhöhten Leistungen aus eigener Tasche direkt an den Arzt, ohne Umweg über die PKV.
Was wäre dann gewonnen?
na, zumindest mal würden viele Gut- Verdiener in die PKV kommen, die deutlich mehr Beiträge zahlen als sie Kosten verursachen. Das wäre zumindest ein Vorteil. So könnte man vermutlich in der weiteren Zukunft den Anstieg der GKV- Beiträge bremsen.

Aber die Bürgerversicherung wird sowieso nicht kommen, weil von dem derzeitigen Gesundheitssystem zu viele profitieren.
 
E

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#58
Die PKV stirbt ohnehin, weil nur sehr Wenige über einen längeren Zeitraum von ihr profitieren.

Es wählt niemand die PKV, weil er sich bessere Leistungen erhofft. Besonders in jungen Jahren - wenn die günstigen Tarife locken - ist kaum jemand krank. Da spielt das alles keine Rolle. Es geht lediglich um günstigere Tarife.

Wenn dann die Familiengründung ansteht, ist die PKV meistens die schlechtere Wahl, weil für jedes Familienmitglied ein eigener Vertrag abgeschlossen werden muß.

Die PKV ist langfristig daher nur interessant für Menschen, die über viele Jahre viel Geld verdienen und dabei keine Familie gründen. Mal ehrlich - wer ist das?

Vermutlich sind auch viele PKV-Kunden nicht unglücklich über eine Bürgerversicherung.

Ob sich die Wartezeiten auf eine Facharztbehandlung dadurch für alle verkürzen oder die Beiträge stabil bleiben (wie man hört, sitzt die GKV auf einem Berg von Geld) ist eine andere Frage.
 

Max555

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#60
Die PKV ist langfristig daher nur interessant für Menschen, die über viele Jahre viel Geld verdienen und dabei keine Familie gründen. Mal ehrlich - wer ist das?
Vor allem ist die PKV attraktiv für Beamte (Wobei natürlich auch hier Ausnahmen gibt), die immerhin gut die Hälfte aller PKV- Versicherten ausmachen. Und auch so gibt es natürlich viele Gutverdienende ohne Kinder.
 

Dagegen72

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#62
Tach auch in diesem Thread :welcome: um es kurz zu machen: ich bin auch dafür, dass das schei* Beamtentum mit all seinen Privilegien abgeschafft wird! keine Steuergelder fürs Stiefellecken von Vorgesetzten und keine Nachbeteiligungen für diejenigen, die das nicht tun von Beamten-nicht-tums-wegen! ich denke, wir sind alle vor dem Gesetz gleich??

und selbstvertändlich bin ich dafür, dass auch verbeamtete LehrerInnen streiken dürfen!

ging es ja die Tage drum:
Beamtenstreik: GEW - Die Bildungsgewerkschaft
Dürfen Beamtinnen und Beamte streiken? "Nein", sagen konservative Juristinnen und Juristen in Deutschland. Die GEW macht sich dagegen schon seit den 1970er-Jahren dafür stark, dass das Streikverbot für verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer fällt. Denn es gibt einen Widerspruch zwischen internationalem auch Deutschland bindendem Recht und der tradierten deutschen Rechtsprechung, die es Beamtinnen und Beamten verbietet zu streiken.
Außerdem verdienen Beamtete mehr, dass soll nicht mehr sein. kein zwei-Klassen-System unter angestellten LehrerInnen!
 

Indeclinabilis

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Es geht doch dabei nicht um die Berufsfreiheit der Ärzte. Es geht um den kompletten Berufszweig der privaten Versicherer. [...]
:icon_daumen:

Auch dann macht es keinen Sinn.[...]
Natürlich macht das Sinn - denn Grundrechte sind Abwehrrechte des Bürgers ( der Privaten) gegen den Staat. Und der Art. 12 GG schützt nun mal die berufliche Existenz, sowie den Werk und Werkbereich, mit dem der Lebensunterhalt verdient wird. Mit anderen Worten: Der Schutz der Existenz der PK an sich, gehört zum Kernbereich der Berufsfreiheit (Art. 12 I S. 1 GG).

Eine Rechtfertigung eines Eingriffes in den Kernbereich des Art. 12 S. 1 GG ist zwar denkbar - doch einen solchen Eingriff müsste man mit Gründen rechtfertigen können, die von der Gewichtung her, mindestens gleichen Kalibers sind. Was an sich kaum zu bewerkstelligen sein dürfte, da der Wesensgehalt eines GR unantastbar ist und gerade das Wesen des Art. 12 GG angetastet werden würde, wenn man einen ganzen Berufszweig auflöst, da der Art. 12 GG dessen Existenz an sich schützt (Art. 19 II GG). :wink:

Und der Unterschied zur Energiewende ist, dass die Energiewende nicht den ganzen Berufszweig der Energieversorger auflöst, sondern nur die Ausübung, bzw. deren Produktion, auf "Erneuerbare-Energien" beschränkt - was an sich möglich ist, da die Berufsausübung geregelt werden kann (vgl. Art. 12 I S. 2 GG).

m.M

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AsbachUralt

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#64
Tach auch in diesem Thread :welcome: um es kurz zu machen: ich bin auch dafür, dass das schei* Beamtentum mit all seinen Privilegien abgeschafft wird!
Klar, Polizei Justiz und Zoll werden dann privatisiert.Besonders wenn diese Berufsgruppen dann streiken.
Tolle Aussichten!!

Aber bei allen anderen wie Lehrern, Verwaltungsmitarbeitern etc. sehe ich keine Notwendigkeit für eine Verbeamtung.

Und auf eine Neiddiskussion über Beamte lasse ich mich nicht ein, fast jeder hätte die Möglichkeit gehabt, sich beim Berufsstart als Beamter zu bewerben.
 

Dagegen72

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#65
wieso? werden "nur" angestellte Lehrer auch privatisiert? Aber gut, über das was du mit Zoll und so sagst, werde ich mal noch drüber nachdenken.

Und das Wort Neid zu tabuisieren bzw. Neiddebatte dazu zu sagen, finde ich zum ko* ein Beamter meinte mal zu mir ich sei ja bloß neidisch aufs Beamtentum. Das Gespräch kam drauf. ja, warum sollte man nicht neidisch sein, wenn andere priviligiert sind?? Neidisch sein ist erlaubt!!! Und berechtigt!! Warum nicht?

Das ist doch auch ein Schwachfug dass es eine Untugend sein soll, neidisch zu sein, gehts noch? Ja, die Reichen sollen weiter absahnen können und neidisch soll man auch nicht drauf sein - damit sie das auch noch in Ruhe und ohne schlechtes Gewissen tun können ? ja, was denn nun?

Leute seid neidisch, wenn es euch danach ist. Hört auf euren Bauch und eure Gefühle. nehmt eure Gefühle und Forderungen ernst, dann tun es anderen u.U. auch. Und na ja, versucht es so zu ändern, dass ihr nicht mehr neidisch sein braucht, ich arbeite zumindest dran ..
 

AsbachUralt

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#66
Wer von Sch**** Beamten schreibt muss doch wohl ein Problem haben.

Und klar, Beamte gehören natürlich zu den Reichen. :icon_lol:
 

Dagegen72

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ja, ich habe das Problem, dass Beamte priviligiert sind. War doch schon länger mal in der Diskussion, dass das Beamtentum abgeschafft werden soll?
Beamte werden suspendiert und kassieren Geld weiter. Beamte haben einen besonderen Kündigungsschutz und und und
Berlin: Entlassung wegen Nazi-Tatowierungen rechtens | ZEIT ONLINE
Der rechtsextreme Polizist verrichtet bereits seit zehn Jahren keinen Polizeidienst mehr, hat aber seither seine vollen Beamtenbezüge erhalten. Im Jahr 2007 hatte das Land Berlin Disziplinarklage erhoben und den Mann suspendiert.
Sind ja nur Steuergelder, die eben auch der vier-Schicht-ArbeiterIn einer Zeitarbeitfirma mitträgt ...
 

swavolt

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Die Beamten werden nicht entbeamtet.
Die bleiben weiter angestellt beim Staat.
Nur gehen die auch wie alle anderen in die GKV und bekommen später wie alle Rente und nicht Pension. Der Staat bezahlt doch jetzt schon Milliarden als Zuschuss für die PKV.

Die PKV ist kein Beruf. Branchen sind auch nciht geschützt wie z.B. der Kohlebergbau. Versichern kannste auch wenn alle in der GKV sind.

Die Gewinne der PKV fallen dann weg und die Leistungen werden für alle ausreichend sein. Jegliche Zuzahlungen würden wegfallen.
 

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Natürlich macht das Sinn - denn Grundrechte sind Abwehrrechte des Bürgers ( der Privaten) gegen den Staat. Und der Art. 12 GG schützt nun mal die berufliche Existenz, sowie den Werk und Werkbereich, mit dem der Lebensunterhalt verdient wird. Mit anderen Worten: Der Schutz der Existenz der PK an sich, gehört zum Kernbereich der Berufsfreiheit (Art. 12 I S. 1 GG).
Art 12 GG:
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Ich kann aus keinem dieser Absätze herauslesen, dass die Existenz der PKV durch diesen Paragraphen garantiert wäre.


Eine Rechtfertigung eines Eingriffes in den Kernbereich des Art. 12 S. 1 GG ist zwar denkbar - doch einen solchen Eingriff müsste man mit Gründen rechtfertigen können, die von der Gewichtung her, mindestens gleichen Kalibers sind. Was an sich kaum zu bewerkstelligen sein dürfte, da der Wesensgehalt eines GR unantastbar ist und gerade das Wesen des Art. 12 GG angetastet werden würde, wenn man einen ganzen Berufszweig auflöst, da der Art. 12 GG dessen Existenz an sich schützt (Art. 19 II GG). :wink:
So weit ich weiß, betreffen die Grundrechte nur natürliche Personen. Juristische Personen, wie beispielsweise Versicherungen sind davon nicht betroffen. Durch die Einführung der Bürgerversicherung wäre den Maklern die Tätigkeit ja nicht verboten, es würde nur ein Markt wegfallen (und der auch nicht komplett, da der Umfang der Bürgerversicherung sicher durch Zusatzversicherungen erweitert werden müsste).
Es macht einen Unterschied, ob der Staat sagt, A darf Beruf X nicht ausüben, oder ob der Staat politische Regelungen trifft, die eine Branche stark treffen würden.
Ersteres widerspricht §12 GG, zweiteres nicht.
 

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#70
[...]Ich kann aus keinem dieser Absätze herauslesen, dass die Existenz der PKV durch diesen Paragraphen garantiert wäre.[...]
Dieser Aspekt ergibt sich durch Auslegung des Wortlautes.

[...]So weit ich weiß, betreffen die Grundrechte nur natürliche Personen. Juristische Personen, wie beispielsweise Versicherungen sind davon nicht betroffen. [...]
Nichts für ungut, doch an dieser Stelle merkt man recht eindeutig, dass das Thema Grundrechte und Grundrechtsdogmatik nicht so dein Steckenpferd ist. Auf inländische juristische Personen sind Grundrechte jedenfalls prinzipiell anwendbar:

Art 19 GG

(...)

(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind.

(...)
m.M

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AsbachUralt

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#71
Die Gewinne der PKV fallen dann weg und die Leistungen werden für alle ausreichend sein. Jegliche Zuzahlungen würden wegfallen.
Du glaubst also, dass die Gewinne die die PKV mit 10 % aller Beitragszahler erwirtschaften ausreichen würden, um 90 % der GKV Versicherten die gleichen Leistungen zu ermöglichen?

Und wie sieht es dann mit den Krankenhäusern aus, die müssten umfangreiche Baumaßnahmen einleiten um jedem Patient zukünftig ein Einzelzimmer zu gewährleisten.
Die Chefärzte und Professoren müssten dann 90 % mehr Patienten behandeln.
Und was ist mit den Zahnbehandlungen, die bei der PKV zu 70-100 % übernommen werden, ohne Bonus-Heft?
Alleine diese Kosten für die zusätzlichen 90 % der Versicherten würden den Ruin des Systems bedeuten.

Wie soll diese mathematische Gleichung denn funktionieren?

Und was würde denn mit der Altersrückstellung der PKV in 3-Stelliger Milliardenhöhe geschehen? Würden die dann auch auf die neu Hinzugekommenen Versicherten übertragen? Was würde wohl die Rechtssprechung dazu sagen?

Nein, ich bleibe dabei, diese Diskussion ist eine populistische, ohne wirkliche Möglichkeit zur Umsetzung. Und das wissen auch Schulz & Co. genau. Aber nach dem Motto, "was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern" würde diese Diskussion in der neuen GroKo dann schnell wieder erlöschen.
 
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#72
Nein, ich bleibe dabei, diese Diskussion ist eine populistische, ohne wirkliche Möglichkeit zur Umsetzung. Und das wissen auch Schulz & Co. genau. Aber nach dem Motto, "was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern" würde diese Diskussion in der neuen GroKo dann schnell wieder erlöschen.
Würde ich jetzt nicht so sehen, denn ich bezweifle, daß es wirklich darum geht, an das Geld der PKV-Versicherten zu kommen.

Bitte nicht vergessen: der GKV geht es finanziell ganz wunderbar!

Krankenkassen mit 2,5 Milliarden Euro Uberschuss

Was jedoch nicht angeht, ist die Bevorzugung von PKV-Kunden bei der Terminvergabe. Wochen- oder monatelange Warten auf Facharzttermine - das geht nicht!

Ich denke, das ist ein wesentlicher Punkt. Wenn es zu wenige Fachärzte gibt, dann sollte man fragen: "Wieso?" Und es ändern.
 

AsbachUralt

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#73
Was jedoch nicht angeht, ist die Bevorzugung von PKV-Kunden bei der Terminvergabe. Wochen- oder monatelange Warten auf Facharzttermine - das geht nicht!
Und eine Bürgerversicherung würde an den Wartezeiten etwas ändern?

Wohl kaum, denn das ist dem System geschuldet und nicht den Privatpatienten die bevorzugt werden, wofür ich übrigens auch kein Verständnis habe.

Da müsste man eine andere Lösung finden, vielleicht mehr Fachärzte?
Vielleicht aber auch weniger Arztbesuche, denn darin sind wir Weltmeister?
 
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#74
Da müsste man eine andere Lösung finden, vielleicht mehr Fachärzte?
Vielleicht aber auch weniger Arztbesuche, denn darin sind wir Weltmeister?
Die Bürgerversicherung würde zumindest an der Bevorzugung von Privatpatienten etwas ändern. Was ja auch schon was wäre.

Daß davon niemand schneller gesund wird, ist mir auch klar. Das kann nur der erste Schritt sein. Danach gilt es, den Mangel an Fachärzten zu beseitigen. Niemand geht zu einem Facharzt, wenn er sich nicht krank fühlt. Also benötigen wir mehr Fachärzte.

Wobei ich ohnehin nicht verstehe, warum sich Fachärzte nicht häufiger in medizinischen Zentren zusammenschließen um teure Geräte und auch Verwaltungspersonal gemeinsam zu nutzen. Aber nee - jeder hat seine Praxis irgendwo und wurschtelt vor sich hin. Das kann es eigentlich nicht sein.

Letztlich geht es auch darum, Ärzten zu verdeutlichen, daß sie einen Versorgungsauftrag haben und sich nicht nur Rosinen rauspicken können. Und am Ende müsste dann ein Arzt als Angestellter eher die Regel als die Ausnahme sein.
 

doppelhexe

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#75
... Vielleicht aber auch weniger Arztbesuche, denn darin sind wir Weltmeister?
wenn ärzte mehr zeit hätten, dann gäbe es auch nicht so viele "da ist nichts-diagnosen" nach denen der patient sich weiter krank fühlt und den weg zum nächsten arzt einschlägt...

und wenn die burdgetierung wegfallen würde, dann würde die lädierte schulter 5 moante mit physio wiederhergestellt und gäbe 20 jahre ruhe ... nicht wie jetzt, wo sie sich garnicht mehr beruhigt, weil nur 6 mal physio ...

und wenn man endlich davon wegkähme das es "für alles eine pille gibt- weil billiger" und statt dessen anständig behandelt, dann wäre die menschheit auch gesünder...

aber der deutsche patient ist pöse, er hat spaß dran, den armen ärzten viel unterbezahlte arbeit zu machen.

ich liebe es, wenn das opfer zum täter gemacht wird...
 

noillusions

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#76
Jetzt beantworte mir mal bitte eine Frage:
Ich bin 38 Jahre alt, Nichtraucher, treibe Sport, laufe die 10km unter 45min, spiele immer noch aktiv Handball und mein BMI liegt fast im absoluten Normbereich.
Warum sollte ich jetzt den gleichen Beitrag zahlen wie mein gleichaltriger Nachbar, der adipös ist, einen BMI über 35 hat, raucht und dessen Gelenke und inneren Organe mit Sicherheit nicht mehr lange mitmachen und somit immense Kosten auf die Krankenkasse zukommen?
Ist das dein Verständnis von Gleichbehandlung? Rein reduziert auf das monatliche Einkommen?
Das nennt sich Solidarprinzip und nicht jeder hat das gleiche Glück mit seiner Gesundheit. Auch Sucht (Stichwort: rauchen) ist eine Krankheit. Und wenn der Depressive nicht von der Couch kommt und frustfuttert (Stichwort: adipös) statt Handball zu spielen ist das auch irgendwie krank.
Das zwei-Klassen-System muss WEG! ALLE müssen zwingend den gleichen bestmöglichen Zugang zu Medizin und Gesundheit und Genesung haben, wie Besserverdienende.
Wenn von Zwei-Klassen-System geschrieben wird denken viele (auch) automatisch an bessere medizinische Versorgung. Das stimmt aber nicht immer, manchmal wird auch "übertherapiert" weil das Geld bringt.
Damit schürt diese Terminologie unglücklicherweise auch Widerstand, weil sich PKV-Versicherte im Vorteil wähnen obwohl sie es weniger sind als sie denken, oder sogar im Nachteil wenn sie "übertherapiert" werden.
 

Dagegen72

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#77
@swavolt #67: da ist die Schweiz wohl weiter. Da wurde das Beamtentum mittels Volksabstimmung abgeschafft, bis auf einige Stellen, das waren wohl Gericht, Staatsanwaltschaft und Polizei wenn ich mich richtig an die Radio - Doku erinnere. Die SZ berichtet hier auch darüber:
Interview - Wie die Schweiz den Beamten abschaffte - Wirtschaft - Suddeutsche.de

In Deutschland wurden die Notare aus dem Staatsdienst entlassen. Sie müssen jetzt Freiberufler werden: Notariatsreform in Baden-Wurttemberg: Aus Beamten werden Freiberufler | Baden-Wurttemberg | SWR Aktuell | SWR.de
Ein historischer Schritt: Die Notare in Baden-Württemberg sind aus dem Staatsdienst entlassen worden. Wer weiter als Notar arbeiten will, muss sich selbstständig machen.
was ich gerade am googlen bin: ob Polizisten auch Angestellte sein können oder ob sie immer verbeamtet sind.

Nach einer Verbeamtung entsteht ein besonderes Verhältnis zwischen Dienstherr und Beamtem. Einerseits gibt es eine spezielle Treuebindung, durch die der Beamte zu Neutralität verpflichtet ist und ihm außerdem Streiks untersagt sind. Auf der anderen Seite hat der Dienstherr eine besondere Fürsorgepflicht, die neben der Beihilfe in der privaten Krankenversicherung auch die Zahlung eines Ruhegehalts anstatt einer Rente beinhaltet.

Somit müssen Beamte nicht in die Gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und können auch aufgrund der günstigeren privaten Krankenversicherung mehr netto vom Brutto-Sold behalten.
Verbeamtung — beamte.org
 

TazD

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#79
@swavolt #67: da ist die Schweiz wohl weiter. Da wurde das Beamtentum mittels Volksabstimmung abgeschafft, bis auf einige Stellen, das waren wohl Gericht, Staatsanwaltschaft und Polizei wenn ich mich richtig an die Radio - Doku erinnere. Die SZ berichtet hier auch darüber:
Interview - Wie die Schweiz den Beamten abschaffte - Wirtschaft - Suddeutsche.de
Wer das Interview liest, wird feststellen, dass das ehemalige Beamtentum in der Schweiz gar nicht mit dem deutschen Beamtentum vergleichbar ist und des Weiteren wird der aufmerksame Leser auch feststellen, dass es in der Schweiz kaum positive Auswirkungen gehabt hat.
 

Dagegen72

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#80
ja, kann sein. Um die Diskussion in Deutschland erneut anzustoßen kann es doch reichen.
Die Frage ist nur, was das Beamtenum nutzt? Bspw. sollen Schulen privatisiert werden:ver.di: Und noch eine Schul-GmbH
Der Berliner Senat setzt auf das gescheiterte Finanzierungsmuster Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) und will hunderte Schulen in eine GmbH stecken
Der Berliner Senat verdrängt die bisherigen Erfahrungen mit ÖPP. Nach diesem Modell laufen seit Anfang der 2.000er Jahre zahlreiche Projekte mit Autobahnen, Messehallen, Schwimmbädern und auch Schulen. Üblich sind die Nachforderungen der Investoren: Die anfangs vereinbarte Miete reicht leider nicht, behaupten sie. Bundesrechnungshof und Landesrechnungshöfe haben immer wieder Kritik geübt.
@Asbach Uralt: wenn du was weißt, wäre es vielleicht kein Fehler diese Infos hier einzubringen. :icon_hihi:
Offensichtlich kann jede,r x-Beliebige PolizistIn machen, außer ich versteh das falsch, was ich gerade da lese, das dann aber natürlich gratis, bzw. gegen Aufwandsentschädigung:

Ein freiwilliger Polizeidienst existiert in Deutschland in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Sachsen. Die Einrichtung eines freiwilligen Polizeidienstes obliegt den Ländern. Während der freiwillige Polizeidienst in Baden-Württemberg schon im Mai 1963 eingerichtet wurde, entschloss sich Hessen zur Aufstellung erst im Jahr 2000. In Brandenburg gibt es als Sonderform die sogenannten Sicherheitspartner, die keine besonderen Vollmachten oder Ausbildungen besitzen, und auch für weitere Bereiche wie der Nachbarschaftshilfe eingesetzt werden.[1]
Freiwilliger Polizeidienst – Wikipedia


Angestellte oder Beamte von kommunalen Polizeibehörden, beispielsweise Kommunalpolizei, Stadtpolizei oder Ortspolizei
Polizist – Wikipedia

Abschaffung von Beamtentum heißt doch auch nicht, Abschaffung der staatlichen Unterstellung bestimmter Einrichtungen wie Polizei oder Zoll oder Staatsanwaltschaft. :icon_kinn:

verdi nimmt sich des Themas an:
Die GEW fordert gemeinsam mit dem DGB die vollen Koalitionsrechte – und damit das Streikrecht – auch für Beamtinnen und Beamte. Das ist Teil der gewerkschaftlichen Grundüberzeugungen. Die Gewerkschaften gehen – wie das Völkerrecht und das internationale Arbeitsrecht – davon aus, dass es ein Menschenrecht auf Kollektivverhandlungen zur fairen Aushandlung der Arbeitsbedingungen gibt. Seit vielen Jahren schon wird die Bundesrepublik von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wegen des "Beamtenstreikverbots" gerügt. Auch der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) hat bei seinem jüngsten Kongress 2015 zum wiederholten Mal dessen Abschaffung gefordert.Mehr: Beamtenstreikrecht: Warten auf Karlsruhe: GEW - Die Bildungsgewerkschaft
fett von mir

Das meint Die Linke, voilà voilà:
https://www.linksfraktion.de/parlam...ei-will-einen-solidarischen-foederalismus.pdf
Interessantes PDF, wenn ihr Zeit aufbringen könnt, lest es doch mal:
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ehe ich zum Detail komme, möchte ich etwas
Grundsätzliches sagen. Wir - damit meine ich die Linkspartei - haben mit dem deutschen
Beamtenwesen schon immer ein Problem gehabt. Beamte genießen bestimmte Privilegien. Im
Gegenzug aber müssen sie auf Bürgerrechte verzichten. Sie müssen brav sein. Courage ist verboten.
Die Linkspartei will einen
solidarischen Föderalismus, was im Übrigen dem Grundgesetz und dem Anspruch auf gleiche Lebensverhältnisse entsprechen würde.
und schließlich die coole SZ, ich werde mir mal ein kostenloses Probeabo für diese Zeitung überlegen, falls es das gibt ;)
http://www.sueddeutsche.de/wirtscha...die-gesetzliche-krankenversicherung-1.3621922
Knapp die Hälfte der Privatpatienten sind Staatsbedienstete und deren Familien. Sie profitieren am meisten von der Zweiklassenmedizin. Dieses System muss sich ändern.
Weil es beim Arzt aber um die Gesundheit der Menschen gehen sollte und nicht ums Geld, weil es ganz schön ungerecht klingt, Patienten nach Geldbeutel zu sortieren, setzen sich die SPD, die Grünen und die Linken für eine Abschaffung so einer "Zweiklassenmedizin" ein. Sie fordern eine gesetzliche Versicherung für alle. Jeder zahlt ein, jeder bekommt dieselbe Behandlung, der Konzernchef genauso wie der Hartz-IV-Empfänger. Schon vor den vergangenen Bundestagswahlen diskutierten die Parteien dieses Konzept. Es würde für eine gerechtere Medizin in Deutschland sorgen. Durchsetzen ließ es sich nicht.
Und deshalb, meine Damen und Herren, plädiere ich für die Bürgerversicherung, ich bitte um Ihre Stimme! :peace:

Hat das Beamtentum etwas genutzt bzw. verändert, seit 1979 als Fidel Castro vor der Uno sprach:
https://www.youtube.com/watch?v=hQtgE7h_cNM
Wie sehr konnten die hier angesprochenen Probleme weltweit verändert werden?
 
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Dagegen72

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#81
CDU - Rehberg kritisiert die Rentenpläne von SPD Bundesfinanzminister Scholz https://rp-online.de/politik/deutsc...ren-rentenplaene-von-olaf-scholz_aid-32847447

kritisieren können sie, aber gegen die Bürgerversicherung in die ALLE einzahlen sind sie auch die Geizknochen von der Union (CDSU) meiner Meinung nach.
CDU und die Oppas von der CSU sind dagegen (sie selbst haben ja auch genug, die Nimmersatt meiner Meinung nach) . https://www.csu.de/aktuell/meldungen/dezember-2017/csu-gegen-buergerversicherung/
https://be.invalue.de/d/publikation...gerversicherung-fuer-eigentumsfoerderung.html
 

erwerbsuchend

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#82
kritisieren können sie, aber gegen die Bürgerversicherung in die ALLE einzahlen sind sie auch die Geizknochen von der Union (CDSU) meiner Meinung nach.
Wenn alle in eine Rentenversicherung einzahlen sollen, dann haben aber auch alle einen Anspruch auf eine Leistung aus dieser Versicherung.
 

swavolt

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#84
Die Renten der Beamten werden doch vom Staat aus Staatsmitteln bezahlt.

Der Staat wird dann auch in die Renterversicherung usw. einzahlen.

Ja, die ganz Reichen leben auch viel länger. Warum wohl.

Ich sehe nur Vorteile wenn alle einzahlen. Und nicht wie jetzt die Reichen ihre eigenen Versicherungen haben.
 

noillusions

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#86
Du siehst auch dann noch Vorteile, wenn auch alle Einzahler Leistungen aus dieser Versicherung erhalten?
Welche Logik verfolgt deine Frage? Es ist das Wesen einer Versicherung dass sie von ihren Einnahmen auch Leistungen gewährt. Darüber hinaus kennst du sowohl den Begriff Risikostruktur und den der Progression?
 

erwerbsuchend

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#87
Welche Logik verfolgt deine Frage?
Meiner Meinung nach wird bei sämtlichen Bürgerversicherungen, in die alle einzahlen sollen, der Aspekt vernachlässigt, dass eben auch alle Einzahler Anspruch auf die gleiche Leistung haben. Mir kommt es dabei immer so vor, dass nur für die jetzige Ausgabensituation weitere Einzahler gesucht werden, ohne deren mögliche Ansprüche in der Zukunft zu berücksichtigen.
 

noillusions

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#88
Dann Mal drastisch:
Solche wie Klatten, Mohn, Würth müssten entsprechend ihres Einkommens Beiträge entrichten und wären nicht beispielsweise privat versichert, wo sie vielleicht 700 Euro zahlen, oder sie sind gar nicht versichert (Rente/Alo). Auch könnten "kerngesunde junge Spitzenverdiener" nicht in die PKV z.B. das verbessert die Risikostruktur und die Einnahmebasis.
Das jemand bei Einzahlung in eine Versicherung auch Leistungen in Anspruch nimmt finde ich normal. Das ist auch Sinn und Zweck einer Versicherung.
 

Dagegen72

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#89
@erwerbsuchend: logo das dann alle auch was davon erhalten, das ist auch der Plan :doh: #81 oder übersehe ich da was in meinen Überlegungen?
Und Reiche zahlen in private Krankenversicherungen meistens ein, dieses Geld geht auch der staatl. Sozialversicherung flöten.

@Asbach Uralt: danke! #81

in der Tat! Warum wohl leben Beamte länger :doh: Oder gibt es da auch Mobbing in den Ämtern?

ich glaube, die Sozialversicherung richtet sich nach dem Einkommen. D.h. seit der SPD glaube ich, zahlen wieder der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer einen Teil. Davor war dieses langjährige Prinzip mal kurz ausgesetezt und der ArbeitnehmerIn zahlte alles.
Nun ist es so, dass es für die staatl. Krankenversicherung eine Bemessungsgrenze gibt, was diesen einzuzahlenden Beitrag betrifft. D.h. auch Reiche, wenn sie nicht privat krankenversichert sind, zahlen nur bis zu dieser Bemessungsgrenze und nicht mehr obwohl sie sehr viel mehr verdienen. Das gehörte auch abgeschafft!

ich mein, grundsätzlich kann jede,r in die private Krankenversicherung - dieses Geld fehlt aber der staatlichen Grundversorgung für alle - außerdem müssen diese Personen über ein Bruttogehalt pro Monat von 4.950,00 Euro verfügen.https://www.krankenkassenzentrale.de/wiki/beitragsbemessungsgrenze#

Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße im deutschen Sozialversicherungsrecht. Sie bestimmt, bis zu welchem Betrag das Arbeitsentgelt oder die Rente eines gesetzlich Versicherten für Beiträge der gesetzlichen Sozialversicherung herangezogen wird. Der Teil des Einkommens, der die jeweilige Grenze übersteigt, bleibt für die Beitragsberechnung außer Betracht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Beitragsbemessungsgrenze

@Logik: wenn mehr Menschen einzahlen, ist auch mehr drin - oder?
außerdem ist es elendig, wenn die einen im Mehrbettzimmer schlafen müssen, während andere Einzelzimmer mit Tischdecke auf dem Beistelltisch haben (als Beispiel) oder? Es muss aufhören, dass sich einige Menschen als zweiter Klasse fühlen müssen, oder?
 

swavolt

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#90
Du siehst auch dann noch Vorteile, wenn auch alle Einzahler Leistungen aus dieser Versicherung erhalten?
Ja.
Du vergißt das jetzt schon der Staat keine Einzahlungen macht sondern die Renten der Beamten aus der Steuer bezahlt.
Da muss der Staat natürlich für alle jetzigen Beamten die Rente weiterbezahlen und anteilig für alle zukünftigen. Schließlich hat er nie Geld dafür zurückgelegt.
 

erwerbsuchend

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#91
Du vergißt das jetzt schon der Staat keine Einzahlungen macht sondern die Renten der Beamten aus der Steuer bezahlt.
Die Altersversorgung der Beamten ist unabhängig vom Rentensystem. Die Pensionen der Beamten werden nicht aus der Rentenkasse gezahlt.
 

AsbachUralt

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#92
Ja.
Du vergißt das jetzt schon der Staat keine Einzahlungen macht sondern die Renten der Beamten aus der Steuer bezahlt.
Deshalb sind die Bezüge ja auch bei Beamten unter denen, die in der freien Wirtschaft möglich sind. Eine Umstellung würde auch eine Erhöhung der Bezüge erfordern.
Und eine Umstellung würde sich auch über mindestens 40 Jahre hin ziehen, da man bestehende Beamtenverhältnisse nicht einfach ändern kann. Wer jetzt beamtet ist, muss auch eine Pension bekommen.
Wobei sich sowieso in Zukunft große Belastungen in Bund und Länder ergeben werden, auf Grund zu weniger Pensions-Rückstellungen.
 

noillusions

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#93
Die Altersversorgung der Beamten ist unabhängig vom Rentensystem. Die Pensionen der Beamten werden nicht aus der Rentenkasse gezahlt.
Dieses Geld könnte aber in die Bürger Versicherung gehen. Die Leute werden auch seltener Mal arbeitslos, so kommt auch mehr Geld in die Kasse_bessere Risikostruktur.
 

Sabattical

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#94
Dieses Geld könnte aber in die Bürger Versicherung gehen. Die Leute werden auch seltener Mal arbeitslos, so kommt auch mehr Geld in die Kasse_bessere Risikostruktur.
Schon mal den Titel dieses Threads gelesen?
Dann weißt Du, was Beamte davon halten.
Und warum sie keine Partei wählen, die für eine Bürgerversicherung ist.
 

swavolt

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#95
Und warum brauchen sie eine eigene Rentenversicherung?

Achja, da sind die Politiker ja auch drin.
Die brauchen natürlich was besseres und was mehr kostet.

Genauso wie eine eigene Krankenversicherung.

Mit dem Pöbel in einem Zimmer? Die haben denselben Arzt? Never.

Es muss was für Arme geben aber vorallem natürlich was besseres für die Reichen.

Solidarität gibts nur von Armen, nicht von Reichen. Die waren noch nie solidarisch.
 

erwerbsuchend

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#96
Und warum brauchen sie eine eigene Rentenversicherung?
Dann müsste man aber auch die Frage stellen, ob das Beamtentum in der heutigen Zeit noch zeitgemäß ist. Wenn du dieses abschaffen willst, dann musst du dafür aber auch die entsprechende Zeit einplanen, denn Beamte kannst du nicht so ohne weiteres kündigen. Du könntest höchstens generell für die Zukunft keine Neuverbeamtungen mehr vornehmen und die bisherigen Beamtenverhältnisse auslaufen lassen. Dies würde aber, wie bereits geschrieben, seine Zeit dauern. Man kann da mit ca. 2-3 Generationen rechnen, bis es keine Beamten mehr gibt. Es ist aber ungewiss, ob unsere Nachfahren genauso denken würden, dass man keine Beamten mehr braucht.

Achso, will man die öffentliche Sicherheit wirklich in die Hände von Leuten legen, die keine Loyalitätsverpflichtungen gegenüber dem Staat haben und der Staat als Dienstherr für sie besonders sorgt? Will man also eine private Polizei haben?
 

noillusions

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#97
Achso, will man die öffentliche Sicherheit wirklich in die Hände von Leuten legen, die keine Loyalitätsverpflichtungen gegenüber dem Staat haben und der Staat als Dienstherr für sie besonders sorgt? Will man also eine private Polizei haben?
Dann gibt es eben loyalitätsverpflichtete, bürgerversicherte Angestellte. Wieso wäre die Polizei unter diesen Umständen privat? Eine Behörde mit Angestellten ist doch auch nicht privat.
 

AsbachUralt

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#98
Welches Personal man bei der Polizei oder Justiz bekommt, wenn es nicht beamtet ist, sieht man als abschreckendes Beispiel an den schießwütigen Cops in USA und den gewählten Richtern, die gerne wieder gewählt werden möchten und deshalb ihr Urteile dem Mainstream anpassen.

Dass früher Bahn-und Postmitarbeiter beamtet waren ist zum Glück vorbei. Nur bei Polizei und Justiz gibt es noch Gründe für eine Verbeamtung. Auch im öffentlichen Dienst ist das unnötig.

Übrigens, in Österreich wird die Anzahl der Krankenkassen aktuell von 51 auf 5 reduziert. Das wäre auch bei uns endlich einmal ein guter Anfang, denn über 300 Kassen verschlingen Milliarden an unnötigen Verwaltungskosten.
 

Bananenbieger

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#99
@AsbachUralt



Man kann auch an eine Maximalrente (wie in der Schweiz) nachdenken!
Aber man ist ja Stolz in Deutschland, etwas anderes zu machen (gilt für alle Bereiche (Maut usw.).

Komisch: Beamte und Ärzte (die eigenes Rentensystem haben), entscheiden über "normale" Rentner.
Gibt doch zu denken. :peace:
 
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noillusions

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Welches Personal man bei der Polizei oder Justiz bekommt, wenn es nicht beamtet ist, sieht man als abschreckendes Beispiel an den schießwütigen Cops in USA und den gewählten Richtern, die gerne wieder gewählt werden möchten und deshalb ihr Urteile dem Mainstream anpassen.

Dass früher Bahn-und Postmitarbeiter beamtet waren ist zum Glück vorbei. Nur bei Polizei und Justiz gibt es noch Gründe für eine Verbeamtung. Auch im öffentlichen Dienst ist das unnötig.
Ich habe doch beschrieben dass statt Beamte dies auch loyalitätsverpflichtete, bürgerversicherte Angestellte sein können.

Wenn nicht die Politik, wer soll dann über die Besetzung von Richterpositionen entscheiden? Welche (privaten??) Alternativen sind besser?
 
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