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FA-30 / Projekt, Erfahrungen?

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Nicht offen für weitere Antworten.

Ralf_D.

Elo-User/in

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28 Aug 2006
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#1
Hallo,

kürzlich bekam ich von meiner Fallmanagerin den "Vorschlag" beim wohl neuen Projekt FA 30 (Projekt zur Integration von 30 FacharbeiterInnen aus dem ALG II Bezug in den ersten Arbeitsmarkt) mitzumachen. Sie meinte, dies wäre verpflichtend....

Träger dieses Projektes ist das "Bildungszentrum des Handels" in Bochum und die "Akademie des Handwerks Ruhr".

Heut fand eine Info-Veranstaltung dazu statt. Das Projekt, welches bis zu 9 Monaten dauern kann, fängt mit einer 2-wöchigen Profiling/Eignungsfestellungs-Phase an.
Danach bekommt man wohl eine 3-monatige Praktikumsstelle in einem Betrieb (bei mir Schreinerei) zugewiesen/vorgeschlagen mit dem Ziel einer Festanstellung dort. Falls daraus nichts wird, hat man die Möglichkeit, in einer zweiten Firma nochmal ein Praktikum zu machen (usw.) Bis zu 3 Praktika sind möglich.

Uns wurde dort jedoch gesagt, dass diese Maßnahme NICHT verpflichtend ist, sondern nur ein "Vorschlag", d.h. wir können uns nach der Profiling-Phase selbst entscheiden, ob das was für uns ist....

Hat jemand von Euch schon an diesem Projekt teilgenommen und kann über seine Erfahrungen berichten?
Meine Befürchtung ist, dass die Betriebe die Facharbeiter nur nehmen, weil sie für 3 Monate "billige Arbeitskräfte" haben und dann, nach Beendigung des Praktikums sagen. "Tut uns leid, und tschüss.."

Hat die Arge nicht das Recht, mir die Leistungen zu kürzen, wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, die Maßnahme nicht antreten will?

Bin für Euer Feedback schonmal dankbar!

Gruß
Ralf
 

Borgi

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#2
Das Angebot hört sich doch gut an!
Bei der BZH in Hagen habe ich meinen Meister gemacht. Ordentliches Personal (ausser in Mathe) war zumindest gegeben.

Da bleiben aber ein paar Fragen offen:
• Bist du Schreiner?
• Welche Berufe werden denn vermittelt? Alles verschiedene Bereiche?
• Handelt es sich dabei eher um einen Aufrichungskurs, oder sollen da Hilfskräfte im Niedriglohnsektor herngezüchtet werden?


Eine derartige Maßnahme unter Zwang durchzuführen wäre kontraproduktiv für ALLE Seiten. Solltest Du also Schreiner gelernt haben, dann rate ich dir an dieser Stelle den Vertrag zu unterschreiben. Besser geht es doch nun wirklich nicht.
 

Ralf_D.

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#3
Hallo Borgi!

Ja, ich bin gelernter Schreiner. Die Teilnehmerzahl dieses Projektes beträgt 25 , es sind wohl in erster Linie Facharbeiter, teilweise auch ungelernte. Größtenteils kommen die wohl auch aus dem Handwerksbereich, was ich so gehört habe.

Den Teilnehmern werden ab der Praktikums-Phase 7.95 Euro brutto/Stunde gezahlt. wobei sich die Betriebe, in denen das Praktikum gemacht wird, mit 20% an den Lohnkosten beteiligen. Ich glaube, das ganze nennt man auch "Endgeldvariante", wenn ich mich nicht irre.

Wenn man bedenkt, dass man für die Fahrtkosten zur Praktikumsstätte selbst aufkommen muss, bedeutet das, dass ich dann max. soviel bekomme wie jetzt in Hartz IV.
Wäre auch alles kein Problem für mich, aber ich erwarte von dem Betrieb dann zumindest, dass er auch grundsätzlich jemanden sucht.

Ich bin ein gebranntes Kind, was "Maßnahmen" angeht, und denke halt immer gleich, die Arge will lediglich ein paar Leute aus dem Leistungsbezug raushaben, die Arbeitslosenstatistik soll mal wieder geschönt werden, die Betriebe arbeiten sowieso mit dem Träger zusammen und kriegen von diesem beinahe kostenlos jedes Jahr Fachkräfte zur Verfügung gestellt..... usw, usw.

Ich bin da sehr skeptisch, ob die "ausgewählten" Betriebe wirklich erst mal grundsätzlich auf der Suche nach neuen Leuten sind, oder ob alle nur ein gutes Gechäft machen wollen und der Arbeitslose ist mal wieder der Dumme, der nach der Maßnahme wieder auf der Straße sitzt.

Gruß
Ralf
 
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