Existenzgründung & EuroJob zusammen??

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jiggler

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Hallo zusammen,

bekomme hartz4 und wollte mich jetzt selbständig machen. ich habe auch eine abgeschlossene ausbildung zum IT-Systemkaufmann gemacht.
das habe ich meinen fallmanager mitgeteilt. daraufhin hat er mich in einen ein-euro-job gesteckt und gesagt ich kann meine existenzgründung nebengewerblich starten.

am monatg soll ich die eingliederungsvereinbarung über die dauer des eurojobs unterschreiben. den eurojob musste ich schon letzte woche anfangen.

wie bitte soll ich mir denn eine existenzgründung aufbauen, wenn ich sozusagen hauptberuflich einen eurojob machen muss.
bei dem eurojob musste ich bisher zement mit der hand mischen und steine tragen..... das kann doch nicht sein oder?

was kann ich tun? ist das korrekt?

brauche dringend hilfe! :icon_sad:

danke im voraus!

jiggler
 

Doug

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Du hast jetzt erst deine Ausbildung abgeschlossen?
Es liegt somit keine Berufserfahrung vor...ist zwar nicht nötig, hält dich ja keiner auf.... aber ist es dann sinnvoll sich auf dem Gebiet selbständig zu machen?
Meinst du, du bekommst Kundschaft?
Wie sieht der Markt aus?

Informier dich vorher mal was alles auf dich zukommt!
Versicherungen etc.!

Das mit dem Ein-Euro-Job ist in soweit erlaubt und ok als das du ihn antreten musst wenn du Leistungen haben möchtest und du keine gesundheitlichen (Artest) Probleme hast.

Um dich mit Hilfe der Arge selbständig machen zu können brauchst du einen tragfähigen Businessplan der z.B. von der IHk abgesegnet werden muss.
Erst dann kannst du deine Selbständigkeit (hauptberuflich) aufnehmen.
 

Jesaja

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Wie lange erhälst du denn schon ALG II ?

1-Euro-Jobs müssen nachrangig sein, d.h. dürfen nur an Empfänger vermittelt werden, die schon längere Zeit arbeitslos sind, und auch auf absehbare Zeit in kein Arbeitsverhältnis finden werden.
 

Henrik55

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Um dich mit Hilfe der Arge selbständig machen zu können brauchst du einen tragfähigen Businessplan der z.B. von der IHk abgesegnet werden muss.
Erst dann kannst du deine Selbständigkeit (hauptberuflich) aufnehmen.
Was verstehst Du unter Hilfe?Weiterzahlung von ALG II oder das Einstiegsgeld?
Sehe ich das richtig, dass man sich auch ohne Einwilligung der ARGE selbständig machen kann, und dass man erst die 300 € Krankenkasse und Pflegeversicherung bezahlen muss wenn man soviel Gewinn erzielt, dass man keine Anspruch mehr auf ALG II hat?
 

Rechtsverdreher

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am monatg soll ich die eingliederungsvereinbarung über die dauer des eurojobs unterschreiben. den eurojob musste ich schon letzte woche anfangen.

wie bitte soll ich mir denn eine existenzgründung aufbauen, wenn ich sozusagen hauptberuflich einen eurojob machen muss.
bei dem eurojob musste ich bisher zement mit der hand mischen und steine tragen..... das kann doch nicht sein oder?

was kann ich tun? ist das korrekt?

brauche dringend hilfe! :icon_sad:

danke im voraus!

Was soll denn das für ein Ein-Euro-Job sein?

Erstmal verlangst Du vom Arbeitsamt:

1. Kopien: Profiling & Eingliederungskonzept.

2. Eine exakte Tätigkeitsbeschreibung.
Alle Tätigkeiten die auf diesem Zettel nicht draufstehen provokativ und ohne Begründung verweigern und immer fleißig Grinsen dabei, dann wirst Du ganz schnell sanktionslos freigesetzt. Da fallen dann Sätze wie: "Ah, ne, heute ist mir nicht danach.", "Andermal vielleicht.", "Das lassen wir mal, eventuell morgen.", "Sie sind aber lustig, nein danke.", "Solche Arbeiten sind heute nicht mein Fall, vielleicht fragen sie mich morgen nochmal." etc..

3. Drohst damit die Angelegenheit einem Rechtsanwalt zu übergeben, der das Arbeitsamt auf Schadenersatz verklagt für den ohne Rechtsgrund zugewiesenen Ein-Euro-Job (öffentlich rechtlicher Erstattungsanspruch).
 

Doug

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Was verstehst Du unter Hilfe?Weiterzahlung von ALG II oder das Einstiegsgeld?
Natürlich das Einstiegsgeld.
Man bekommt dann ja weiterhin sein ALGII dazu.
Sehe ich das richtig, dass man sich auch ohne Einwilligung der ARGE selbständig machen kann, und dass man erst die 300 € Krankenkasse und Pflegeversicherung bezahlen muss wenn man soviel Gewinn erzielt, dass man keine Anspruch mehr auf ALG II hat?
Wenn du dich auf eigene Faust selbständig machst fällt alles von der Arge weg!
Du bist dann auch nicht mehr (über die Arge) versichert - auch keine Krankenversicherung.
Das musst du dann privat bezahlen.
 

SumpfigesAcapulco

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Wenn du dich auf eigene Faust selbständig machst fällt alles von der Arge weg!
Du bist dann auch nicht mehr (über die Arge) versichert - auch keine Krankenversicherung.
Das musst du dann privat bezahlen.
Das stimmt nicht. Selbständige, welche keine oder zu geringe Einnahmen verzeichnen, haben einen Anspruch auf ALG II. In solch einem Fall ist bzw. bleibt der hilfsbedürftige Unternehmer gesetzlich krankenversichert über die ARGE.

Sollte jiggler morgen ein Gewerbe anmelden, bliebe er krankenversichert, er bekäme weiterhin ALG II und der Einnahmeüberschuss aus der Selbständigkeit würde wie bei einer abhängigen Beschäftigung auf das ALG II angerechnet werden. Erst wenn jiggler hohe Gewinne einfährt, müsste er alles alleine zahlen.

Wenn man jedoch auf das zusätzlich zum ALG II gezahlte Einstiegsgeld schielt, muss man dieses vor der Gewerbeanmeldung beantragen und dabei einen Businessplan vorlegen.

Sehe ich das richtig, dass man sich auch ohne Einwilligung der ARGE selbständig machen kann, und dass man erst die 300 € Krankenkasse und Pflegeversicherung bezahlen muss wenn man soviel Gewinn erzielt, dass man keine Anspruch mehr auf ALG II hat?
Richtig. Die ARGE dürfte zwar nicht gern mit vollendeten Tatsachen konfrontiert werden, aber wenn jemand selbständig werden will, dann darf er das ohne Genehmigung durch den SB.

daraufhin hat er mich in einen ein-euro-job gesteckt und gesagt ich kann meine existenzgründung nebengewerblich starten.
Dann frage deinen Fallmanager, was deine haupterwerbliche Tätigkeit ist. ALG-II und Mehraufwandsentschädigung sind kein Haupterwerb. Man kann doch ohne einen Haupterwerb eine selbständige Tätigkeit nicht als Nebenerwerb anmelden! :confused:
 

Doug

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Das stimmt nicht. Selbständige, welche keine oder zu geringe Einnahmen verzeichnen, haben einen Anspruch auf ALG II. In solch einem Fall ist bzw. bleibt der hilfsbedürftige Unternehmer gesetzlich krankenversichert über die ARGE.

Sollte jiggler morgen ein Gewerbe anmelden, bliebe er krankenversichert, er bekäme weiterhin ALG II und der Einnahmeüberschuss aus der Selbständigkeit würde wie bei einer abhängigen Beschäftigung auf das ALG II angerechnet werden. Erst wenn jiggler hohe Gewinne einfährt, müsste er alles alleine zahlen.
Mir wurde von der Arge gesagt, dass wenn man sich auf eigene Faust selbständig macht alle Leistungen wegfallen.
Irgendwie hast du aber recht, wenn man sich das ganze einmal überlegt.:icon_daumen:
Jetzt müsste man nur sehen, wo man das auch nachlesen kann.:icon_kinn::redface:

Ist vll. ein anderes Thema aber:
Wie sieht es denn aus, wenn man 6 Monate Einstiegsgeld bekäme, danach aber kein Einstiegsgeld mehr, man aber nich genug verdient um ohne ALGII auszukommen?:confused:
Kann man weiterhin selbständig bleiben, wenn ja wie lange oder darf die Arge gleich sagen entweder Geschäftsaufgabe und ALGII oder weiterhin selbständig und kein ALGII?
 

Koelschejong

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Nachlesen musst Du das nirgends:

Wenn Du nicht genug verdienst, also bedürftig bist, hast Du Anspruch auf ALG II. So einfach ist das, und da steht nirgendwo was davon, welches Einkommen nicht reichen darf.

§ 9 SGB II - Hilfebedürftigkeit
(1) Hilfebedürftig ist, wer seinen Lebensunterhalt, seine Eingliederung in Arbeit und den Lebensunterhalt der mit ihm in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln, vor allem nicht
1. durch Aufnahme einer zumutbaren Arbeit,
2. aus dem zu berücksichtigenden Einkommen oder Vermögen

sichern kann und die erforderliche Hilfe nicht von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen erhält.
 

warpcorebreach

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Ist vll. ein anderes Thema aber:
Wie sieht es denn aus, wenn man 6 Monate Einstiegsgeld bekäme, danach aber kein Einstiegsgeld mehr, man aber nich genug verdient um ohne ALGII auszukommen?:confused:
Kann man weiterhin selbständig bleiben, wenn ja wie lange oder darf die Arge gleich sagen entweder Geschäftsaufgabe und ALGII oder weiterhin selbständig und kein ALGII?
als ich mich selbstständig gemacht habe da hab ich mich auch mal mit einstiegsgeld beschäftigt (es aber gelassen da es mir zu bucklig war)
jedenfalls habe ich es so verstanden das dieses einstiegsgeld nicht berücksichtigt wird. du kriegst genausoviel alg 2 wie ohne einstiegsgeld. demnach ändert sich auch nix am alg 2 wenn einstiegsgeld wegfällt. wenn du damit nicht zurecht kommst hast du pech gehabt. man sollte also die ausgaben so niedrig halten das es auch ohne einstiegsgeld gehen würde.
 

Koelschejong

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als ich mich selbstständig gemacht habe da hab ich mich auch mal mit einstiegsgeld beschäftigt (es aber gelassen da es mir zu bucklig war)
jedenfalls habe ich es so verstanden das dieses einstiegsgeld nicht berücksichtigt wird. du kriegst genausoviel alg 2 wie ohne einstiegsgeld. demnach ändert sich auch nix am alg 2 wenn einstiegsgeld wegfällt. wenn du damit nicht zurecht kommst hast du pech gehabt. man sollte also die ausgaben so niedrig halten das es auch ohne einstiegsgeld gehen würde.
In der Theorie hast Du Recht - nur Einstiegsgeld wird von vielen ARGEn nur gewährt, wenn man eine wunderschöne Gewinnprognose abgeben kann. Dieser prognostizierte Gewinn wird dann aber sofort auf das ALG II angerechnet - dafür gibt es zwar absolut keine Rechtsgrundlage, aber seit wann kümmert ARGE sich um solche Kleinigkeiten.
 
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