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Existenx gegründet, nun Arbeitsvertrag unterschrieben. Will wieder kündigen

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Karl9

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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26 Mai 2007
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#1
Hallo Leute, ich bin ganz neu hier und komme gleich mit einem großen Problem an und zwar folgendes:
Ich bin seit 01.07.2006 Arbeitslos und erhielt ALG 1.
Am 23.03.2007 machte ich mich, mithilfe des Existenzgründerzuschusses selbständig. Das ganze ist auch ganz gut angelaufen, reicht aber noch nicht zum leben aus. Müßte aber in 1/2 Jahr zu schaffen sein.
Am 17.05.2007 habe ich eine neue Anstellung gefunden und den Arbeitsvertrag, mit Festgehalt, unterschrieben.
Seit dem 20.05.2007 arbeite ich jetzt bei der Firma.
Wie sich im Nachhinein herausstellte wird in dieser Firma standardtmäßig über die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeit von 48 Wochenstunden und natürlich ohne die Vergütung von auch nur einer einzigen Überstunde (weder normaler Lohn, noch Überstundenvergütung) hinausgearbeitet.
Originalton des Geschäftsführers: "Wer sich weigert, braucht bei dieser Firma nicht mehr zu arbeiten"
Aus diesem Grund will ich bei der Firma schnellstens kündigen.
Auch geht durch die tägliche Arbeitszeit von bis zu 13 Stunden + 1 Std. Anfahrt + 1 Std. Heimfahrt mein Gewerbe schleifen.
Mein Problem ist nun, daß ich nicht weiß, ob ich wieder in den Genuß des Existenzgründerzuschuß kommen kann, oder ob ich durch die Firma erpressbar geworden bin, da ich bei einer Kündigung direkt in ALG 2 abrutschen würde?
Zu diesem Thema habe ich von der Agentur, von 3 Sachbearbeitern, 3 verschiedene Antworten bekommen.
Antwort 1 war:
Der Existenzgründungszuschuß und der ALG 1 Anspruch muß für die Restlaufzeit wieder berechnet werden und wird dann weiter gewährt!
Antwort 2 war:
Zu diesem Problem kann ich Ihnen keine Auskunft geben!
Antwort 3 war:
Der Anspruch auf Existenzgründungszuschuß ist erloschen und es wird kein ALG 1 mehr gewährt, da aufgrund meiner Eigenkündigung die Sperrzeit den Restanspruch auf ALG 1 aufzehren würde.

Wem soll ich den jetzt glauben?

Im voraus vielen Dank für euere Hilfe
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hallo Leute, ich bin ganz neu hier und komme gleich mit einem großen Problem an und zwar folgendes:
Ich bin seit 01.07.2006 Arbeitslos und erhielt ALG 1.
Am 23.03.2007 machte ich mich, mithilfe des Existenzgründerzuschusses selbständig. Das ganze ist auch ganz gut angelaufen, reicht aber noch nicht zum leben aus. Müßte aber in 1/2 Jahr zu schaffen sein.
Am 17.05.2007 habe ich eine neue Anstellung gefunden und den Arbeitsvertrag, mit Festgehalt, unterschrieben.
Seit dem 20.05.2007 arbeite ich jetzt bei der Firma.
Wie sich im Nachhinein herausstellte wird in dieser Firma standardtmäßig über die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeit von 48 Wochenstunden und natürlich ohne die Vergütung von auch nur einer einzigen Überstunde (weder normaler Lohn, noch Überstundenvergütung) hinausgearbeitet.
Originalton des Geschäftsführers: "Wer sich weigert, braucht bei dieser Firma nicht mehr zu arbeiten"
Aus diesem Grund will ich bei der Firma schnellstens kündigen.
Bist Du blöde!? ;)
Selbst kündigen solltest Du keinesfalls.
Ein Arbeitgeber ist berechtigt in begründeten Ausnahmefällen Überstunden anzuordnen, mehr nicht.

http://bundesrecht.juris.de/arbzg/__3.html
"§ 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer
Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden."


Erfülle Deine Pflicht ("Dienst nach Vorschrift"), und trage schuldlos die Konsequenz, wenn Dein Arbeitg. meint Dich unentgeltlich zu mehr verpflichten zu können und Dir wegen "Nichterfüllung" kündigt.

Bis Du in einer Gewerkschaft? Nein? Nun siehst Du dass und wofür sowas gut ist. :)

Mehr.
http://www.rechtlegal.de/aktuellesnews/urteile/arbeitsrechtsurteile/a009.html

Dich nach (und mit) diesen Hinweisen von einem Anwalt beraten zu lassen ist anzuraten, zudem weiß ich nicht, was Du mit dem Arbeitsvertrag unterschrieben hast, und was davon gültig ist.

Auch geht durch die tägliche Arbeitszeit von bis zu 13 Stunden + 1 Std. Anfahrt + 1 Std. Heimfahrt mein Gewerbe schleifen.
Mein Problem ist nun, daß ich nicht weiß, ob ich wieder in den Genuß des Existenzgründerzuschuß kommen kann, oder ob ich durch die Firma erpressbar geworden bin, da ich bei einer Kündigung direkt in ALG 2 abrutschen würde?
Zu diesem Thema habe ich von der Agentur, von 3 Sachbearbeitern, 3 verschiedene Antworten bekommen.
Antwort 1 war:
Der Existenzgründungszuschuß und der ALG 1 Anspruch muß für die Restlaufzeit wieder berechnet werden und wird dann weiter gewährt!
Antwort 2 war:
Zu diesem Problem kann ich Ihnen keine Auskunft geben!
Antwort 3 war:
Der Anspruch auf Existenzgründungszuschuß ist erloschen und es wird kein ALG 1 mehr gewährt, da aufgrund meiner Eigenkündigung die Sperrzeit den Restanspruch auf ALG 1 aufzehren würde.

Wem soll ich den jetzt glauben?

Im voraus vielen Dank für euere Hilfe
Dem 3., nach deiner Entlassung durch den AG wegen *Aussuchbarer "legaler" Grund* kommt 1. wieder zum Tagen - wenn Dir aus dem *...* kein Eigenverschulden nachweisbar ist. Letzteres wäre der fall wenn Du grundlos gar keine Überstunden machst oder Dir eine sonstige Blöße, wie z.B. Zuspätkommen oder Unflätigkeit gegen den AG, gäbst

Wie gesagt, Anwalt und/oder Gewerkschaft anpeilen.

Gruß, Anselm
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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