Ex-Freundin verlangt nach einem Jahr ihre Sachen, welche wegen Schimmel und Diebstahl nicht mehr da sind. Was kann ich jetzt tun?

barney1969

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Ich habe ein ähnliches Problem.
Meine ex-Freundin hat nach dem Verlust ihrer Wohnung bei mir gewohnt.
Als sie im Urlaub war sagte ich ihr sie müsse sich nach dem Urlaub endlich eine Wohnung suchen.
Sie kam nie wieder zurück und hat mich gesperrt bei Whatsapp und am Telefon sowie Facebook. Auch habe ich bis dato keine Adresse gehabt, bzw. bekommen.
Jetzt, nach einem Jahr, will sie ihre Sachen haben, die ich aber größtenteils nicht mehr habe. Lebe in 1 Zimmer Dachgeschoss Wohnung mit feuchtem Keller.
Die Sachen waren im Keller, aber die Klamotten und der Laptop sind schon lange nicht mehr da.
Einmal wegen Diebstahls von den Koffern zum anderen was übrig und total verschimmelt war, landete im Müll.
Was kann ich jetzt tun?
 

Badener

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Hallo,
heißes Thema!
Schriftlich auf "Sachen" hinweisen, Abholtermin angeben, wenn nicht abgeholt wird Aufbewahrungsentgeld (Miete qm) verlangen. Am besten per Einschreiben. Alternativ zum Anwalt gehen (wenn RS Versichert).
 

Ronald BW

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Ich würde gar nichts tun und auch nicht mit Ihr darüber diskutieren
Sie muss beweisen was du Ihr evtl. unterschlagen haben könntest
und da es hier offensichtlich um einen geringen Wert bzw. Müll geht besteht da kein öffentliches Interesse
also falls Sie auf die glorreiche Idee kommen sollte dich anzuzeigen hat Sie eher schlechte Karten
Außerdem müsste sie ja den Wert, selbst dann wenn du wegen Unterschlagung verurteilt würdest zivilrechtlich einklagen
 

Nena

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Zum Streiten müsste sie beweisen, was sie alles bei Dir hatte. Und dass Du Dich bereit erklärt hast, das alles b.a.w. aufzubewahren.
Diebstahl und Schimmel klingt nach Ausflucht! Lass das lieber erst mal weg (auch wenn es stimmt).
Ich würde auch abwarten. Nachdem Du ihr gesagt hast, dass davon nichts mehr da ist.
 

Georg1975

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Gibt es für Privatpersonen eine Pflicht zur Aufbewahrung?
 

Indeclinabilis

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Gibt es für Privatpersonen eine Pflicht zur Aufbewahrung?
Und wenn ja, wie lange?
Ja, so was in der Art gibt es.

Die Pflicht zur Aufbewahrung kann sich aus einem Verwahrungsvertrag (§ 688 BGB) ergeben.

Der Hinterleger ist in einem solchen Vertragsverhältnis berechtigt, die jederzeitige Rückgabe der verwahrten Sache/n zu fordern (§ 695 BGB) .

Was allerdings an diesem Vertragstyp beachtlich ist, ist der Umstand, dass der Verwahrer nur für grobe Fahrlässigkeit in eigenen Angelegenheiten oder Vorsatz haftet, wenn er die Verwahrung kostenlos vorgenommen hat (§§ 690, 277 BGB).

Im Endeffekt kann man daher die Sache auch entspannt angehen, wenn die Verwahrung kostenlos war. Zumal man im Falle eines Streits auch einfach bestreiten kann, die (fehlenden) Gegenstände verwahrt zu haben, die gefordert werden, sodass der Andere erst ein mal den Beweis erbringen müsste, dass man die (fehlenden) Gegenstände wirklich hatte.

m.M

:coffee:
 

gila

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Nun, ich denke mal es gab überhaupt gar keinen Verwahrungs Auftrag oder auch Vertrag.

Die Dame hat sich aus dem Staub gemacht und alle Kontakte abgebrochen.
Ich würde hier überhaupt nicht antworten und abwarten was der nächste Schritt sein soll.

Dann würde ich später sagen ich hätte versucht über WhatsApp E-Mail Facebook und sonstiges Kontakt aufzunehmen und ihr anzuraten ihr Zeug abzuholen bei mir. Sie hat den Kontakt verweigert und mich gesperrt... Botschaften nicht empfangen... Selber schuld. Ende Gelände.
Das hat vor Jahren ein Vormieter von mir mit seinem Schrott in meinem Keller auch versucht und ist kläglich daran gescheitert.
 

Kerstin_K

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Manche Leute haben da komische Vorstellungen. Mein Bruder hat in den Siebzigern als er auszog so einiges hinterlassen, unter anderem wohl einen Loetkolben. 2013, als unsere Mutter starb, forderte er die Herausgabe dieses Teiles.:icon_lol:
 

Ottokar

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Von mir wurden mal von einer von Haß getriebenen "Verwandten" die Bezahlung von vor etwa einem Jahrzehnt geschenkten Kleidungsstücken eingefordert.
 

Annie

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Mein Vormieter stand mal abends bei mir vor der Tür und wollte in die Wohnung um zu schauen ob noch irgendwelche Sachen von ihm da seien. Den Müll hatte aber der Vermieter schon beim Einzug entsorgt und ihn mehrfach aufgefordert das doch abzuholen. Die Entsorgung musste er bezahlen. Das wollte er wohl nicht wahrhaben.
 
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