Ex-Chef der Vestischen Arbeit vor Gericht

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wolliohne

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Vest. Prozess gegen den früheren Chef der Vestischen Arbeit: Acht Verhandlungstage sind vorgesehen, 40 Zeugen stehen auf der Liste.

Im Verfahren gegen Ulrich Lammers, dem früheren Chef der „Vestischen Arbeit” im Kreis Recklinghausen, wird es ab Donnerstag (9 Uhr, Saal C240) um die Frage gehen, ob der Spitzenbeamte der Recklinghäuser Stadtverwaltung während seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Vestischen Arbeit seinen Arbeitgeber – die Stadt Recklinghausen – begünstigt und dadurch öffentliche Gelder veruntreut hat.[...]Quelle Der Westen: Ex-Chef der Vestischen Arbeit vor Gericht
 

Jenie

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Ich hoffe mal er bekommt mehr als nur die übliche runde Gassi.
Hat recht lange jetzt gedauert bis es zum Prozess kam. Warte gespannt auf das Urteil :cool:
 

uljanov

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Ich hoffe mal er bekommt mehr als nur die übliche runde Gassi.
Hat recht lange jetzt gedauert bis es zum Prozess kam. Warte gespannt auf das Urteil :cool:

äh, versteh ich jetzt ned :confused:
meinst du vielleicht die üblichen Zwei (auf Bewääährung) und etwas aus der Kaffeekasse?
 

Jenie

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äh, versteh ich jetzt ned :confused:
meinst du vielleicht die üblichen Zwei (auf Bewääährung) und etwas aus der Kaffeekasse?

hehe.. ja sowas in der Art. Meist wird doch nur abgespeist mit Geldbeträgen oder bzw. und Bewährung.
 

Curt The Cat

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Mit Dank an Inuit für die Infos...

Mit einer langatmigen rechtlichen Würdigung des Verteidigers von Ulrich Lammers begann am Donnerstag vor der 12. Großen Strafkammer des Landgerichts Bochum der Prozess gegen früheren Geschäftsführer der Vestischen Arbeit. Anwalt Rüther betonte dabei, dass der 50-jährige Verwaltungsdirektor der Stadt Recklinghausen schuldlos sei. Grund für die Anklage sei ein falsches politisches Konzept.>>

Ulrich Lammers vor Gericht
Vest, 05.02.2009, Heinz-Dieter Schäfer

Staatsanwaltschaft wirft ihm sowie Mitangeklagten Untreue zu Lasten der Staatskasse bzw. Beihilfe vor. Der Schaden soll sich auf 450.000 Euro belaufen. Lammers selbst will nicht aussagen
Weiterlesen:

Ulrich Lammers vor Gericht - Vest - DerWesten

Vest, 05.02.2009, Heinz-Dieter Schäfer
,
Bochum/Recklinghausen. Mit einer Demonstration auf dem Flur des Landgerichts Bochum begann am Donnerstagmorgen der Prozess gegen den früheren Geschäftsführer der Vestischen Arbeit und drei Mitangeklagte.

Das Wahlbündnis Basta rollte im Landgericht ein Transparent aus, um auf die Missstände im Städtischen Altenzentrum Grullbad hinzuweisen, die von 2005 bis 2007 in der Einrichtung geherrscht hatten: Dort kamen unter Mitwirkung von Ulrich Lammers, der zugleich Geschäftsführer der Vestischen Arbeit und des Altenheims war, außergewöhnlich viele Ein-Euro-Jobber zum Einsatz. Lammers muss sich jetzt wegen des Verdachts der Untreue verantworten.

Weiterlesen:

Demo zu Prozessbeginn - Vest - DerWesten


Recklinghausen, 19.04.2007, Von Heinz-Dieter Schäfer h-d.schaefer@waz.de 02361/9370 200

In der Sozialbehörde und im Städtischen Altenheim Grullbad beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft fünf Kisten mit Akten

Recklinghausen. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat am Donnerstagmorgen Büroräume der Vestischen Arbeit durchsucht und dabei umfangreiches Aktenmaterial sichergestellt. Die Aktion steht im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Ulrich Lammers, der als Geschäftsführer der Vestischen Arbeit und bisheriger Geschäftsführer des städtischen Altenheims Grullbad unter dem Verdacht der Untreue steht. Auch im Altenheim stellten die Ermittler kistenweise Unterlagen sicher. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Dr. Christian Kuhnert.

Wie die WAZ berichtete, wurden im Altenheim bis zu 40 Stellen für Ein-Euro-Jobber eingerichtet. Dadurch sollen nach Meinung von Sozialpolitikern Arbeitplätze weggefallen sein. Lammers, Teamleiterin Rita T. und Pflegedienstleiter Karl-Heinz T. stehen im Verdacht, Hartz IV-Empfänger von August 2005 bis Februar 2007 entgegen den Vorschriften eingesetzt zu haben.
Weiterlesen:

Vestische Arbeit durchsucht Sozialbehörde - Recklinghausen - DerWesten


:icon_wink:

 

vagabund

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Anwalt Rüther betonte dabei, dass der 50-jährige Verwaltungsdirektor der Stadt Recklinghausen schuldlos sei. Grund für die Anklage sei ein falsches politisches Konzept.
Soso, und wer ist für das falsche politische Konzept verantwortlich!?

Verschwendung von Steuergeldern (das ist doch immer das erste Schlagwort, wenn es um Sozialleistungen geht) aufgrund eines falschen politischen Konzeptes. Da beißt sich die Katze mal wieder in den Schwanz. :icon_twisted:
 

Jenie

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Natürlich wusste er was er da tat. Man ich könnte ihm meine Fäuste ins Gesicht trommeln für solch schmiertheater. Es ist den Menschen die für diese Arbeit missbraucht worden zu verdanken das sie den Mut gefunden hatten auszusagen, sonst wäre diese Sache nicht aufgedeckt worden noch jemals zur Anklage gekommen.
Ich wünsche ein hartes Urteil, schon allein für den Mut der Aussager.

Die Vestische Arbeit in Recklinghausen hatte einmal Mitarbeiter die sich getraut haben ihren Mund aufzumachen. Schwups waren sie ausgewechselt und es wurde allles schön verheimlich damit das ja nicht Schule macht :).
 

Woodruff

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Einstellung wegen geringer Schuld möglich
Wende im Lammers-Prozess denkbar

Bochum. Im Untreue-Verfahren gegen den früheren Chef der Vestischen Arbeit und drei ebenfalls angeklagte Mitarbeiter der Stadt Recklinghausen bahnt sich möglicherweise am kommenden Mittwoch eine Wende an.


Denkbar ist nun, dass das Verfahren gegen Geldauflage von 5000 bzw. 2000 Euro wegen möglicherweise nur geringer Schuld eingestellt werden könnte. Die Schuld der Angeklagten könne geringer sein als von der Staatsanwaltschaft angenommen, hieß es: Anstatt des nach Abschluss der Ermittlungen berechneten Schadens von rund 450 000 Euro könne die Schadenssumme bei rund 86 000 Euro liegen.

Die Nachricht von einer möglichen Einstellung des Verfahrens sorgte für Reaktionen: „Ich würde es bedauern, wenn der Frage nach den politisch Verantwortlichen und nach dem Mißbrauch von Ein-Euro-Jobs nicht nachgegangen würde”, sagte Basta-Ratsherr Werner Sarbok. Die Ein-Euro-Jobber hätten Arbeiten geleistet, die über Pflegesätze abgerechnet worden seien. Der Prozess geht am Mittwoch (18.Febr.), 9 Uhr, im Landgericht Bochum weiter (Saal 240). [...]
Quelle: Wende im Lammers-Prozess denkbar - Vest - DerWesten
 

Woodruff

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Untreue-Verfahren eingestellt

Bochum/Vest. Die 12. Große Strafkammer des Landgerichts Bochum hat das Untreue-Verfahren gegen den früheren Geschäftsführer der Vestischen Arbeit wegen geringer Schuld eingestellt. Ulrich Lammers (50) muss ein Monatsgehalt (5000 Euro) bis zm 30. April als Geldauflage an die Staatskasse zahlen.


Das Verfahren gegen den mitangeklagten Heimleiter des Seniorenzentrums Grullbad wurde ebenfalls wegen geringer Schuld (§153a) gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe eines Monatsgehaltes (2000 Euro) eingestellt. Das Verfahen gegen die übrigen beiden Angeklagten wurde wegen geringer Schuld nach § 153 ohne Auflagen eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft begründete die Zustimmung mit der vom Vorsitzenden Richter Wolfgang Mittrup vorgeschlagenen Einstellungen mit "tatsächlichen und rechtlichen Gründen". [...]
Quelle: Untreue-Verfahren eingestellt - Vest - DerWesten


:icon_kotz2:
 

Dora

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Vielen Dank dafür, dass du am Thema "Vestische Arbeit" dran geblieben bist!

Die Einstellung des Verfahrens ist für mich ein Skandal erster Klasse. Das wird deutlich, wenn man auch folgenden Bericht noch einmal liest:

40 Ein-Euro-Stellen binnen zwei Tagen genehmigt

Recklinghausen, 12.02.2009, Heinz Dieter Schäfer

Bochum. Behörden sind nicht immer langsam, manchmal arbeiten sie auch im Turbo-Tempo. Zumindest dann, wenn der Geschäftsführer der Vestischen Arbeit und der Geschäftsführer des Recklinghäuser Altenheims Grullbad ein und dieselbe Person sind.
....
Fünf Monate warten aufs Qualifikations-Konzept

Beantragt hatte der Heimleiter die Ein-Euro-Jobber am 15. Juni, bewilligt wurde die Maßnahme bereits am 17. Juni. Und das, obwohl im Antragsformular Angaben über Einsatzort, Kosten, Eignungsnachweis, Aufgaben, Qualifizierungsnachweis und Arbeitszeiten fehlten und nur allgemeine Ausführungen aus den rechtlichen Bestimmungen enthielt.

500 Euro Zuschuss pro Monat - für das Altenheim

Erst Ende November 2005 hatte der ebenfalls mitangeklagte Leiter des Altenheims dem ebenfalls angeklagten stellvertretenden Bezirksstellenleiter der Vestischen Arbeit ein Qualifizierungskonzept vorgelegt: Learning by doing sowie ein sechsstündiges Bewerbungstraining mit EDV-Kurus sowie ein Erste Hilfe Kursus sollten die monatlich an das Heim ausgezahlten 500 Euro pro Hartz-IV-Empfänger rechtfertigen. Die Ein-Euro-Jobber erhielten pro Stunde 1,10 Euro, bei maximal 30 Wochenstunden also 33 Euro. Sie wurden nach Ansicht der Staatsanwaltschaft als billige Arbeitskräfte eingesetzt.
Lammers und die drei Mitangeklagten, wollten auch heute nichts zur Sache sagen, lediglich Ulrich Lammers distanzierte sich vor der 12. Großen Strafkammer des Landgerichts Bochums von den ursprünglichen Ausführungen seines Verteidigers. Dieser hatte betont, die Vestische Arbeit sei von Anfang an eine für die Aufgaben ungeeignete Behörde gewesen.

.....
Quelle: 40 Ein-Euro-Stellen binnen zwei Tagen genehmigt - Recklinghausen - DerWesten
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Heftigste Bekämpfung der Erwerbsarbeitsuchenden mit rechtswidrigen EinV und ebensolchen rechtswidrigen Sanktionen etc., pure Ausbeutung und Zwangsarbeit für die einen, Einstellung des Verfahrens um Zeugenaussagen aus dem Weg zu gehen für die anderen, die Täter?? Heftig! Echt skandalös!! :icon_dampf:

Begehen Justiz und Staatsanwaltschaft damit nicht ihren eigenen Rufmord?
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uljanov

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ist mir nur so aufgefallen, möchte hier auch nicht rum-klugschei.....

Der Vorsitzende Richter in diesem Prozess, Herr Mittrup, hatte doch auch den Vorsitz beim Zumwinkel-Prozess, oder irre ich mich da?
 

Jenie

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eigentlich war es fast zu erwarten Dennoch

:icon_kotz:....:icon_kotz2::icon_kotz2:
 
E

ExitUser

Gast
Ja, sowas kommt dabei raus, wenn die Politik sich gut mit der Justiz versteht ...
 
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