Ex-Arbeitgeber reagiert nicht auf Schreiben der Krankenkasse = ich bekomme kein Krankengeld

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LunaLee37

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Hi ihr Lieben, ich habe folgendes Problem: In meiner letzten Arbeitsstelle wurde ich psychisch krank, der Arzt hat mir jedenfalls Burnout diagnostiziert (ich glaube eher es lag am massiven Mobbing und den üblen Arbeitsbedingungen und weniger an der Arbeit selbst) und bin jetzt schon eine ganze Weile im Krankenstand. Mein Vorgesetzter hat mir natürlich gekündigt und ich bin jetzt seit dem 15.08. arbeitslos, aber nach wie vor krankgeschrieben bis zum 15. September.

Da ich seit 2 Wochen Anrecht auf Krankengeld von der Krankenkasse hätte, hat sich diese laut ihrer Aussage auch schon mit meinem Ex-AG in Verbindung gesetzt, angeblich weil sie Gehaltsabrechnungen benötigen, um mein Krankengeld zu berechnen. Dieser meldet sich aber bei der Krankenkasse nicht zurück und reagiert nicht auf deren Schreiben, weshalb ich natürlich kein Geld bekomme.

Frage wäre, was kann / muss ich hier tun? Muss ich selbst aktiv werden?
 

vidar

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Moin @LunaLee37,

Ich gehe davon aus, dass du jetzt keine ALG-1 Empfängerin (wie Ende 2018) mehr bist.

Zum Thema:

Der Arbeitgeber ist laut § 98 SGB X zur Auskunft verpflichtet. Über die Rechtsgrundlage wird der Arbeitgeber allgemein schon mit dem Anforderungsschreiben von der Krankenkasse informiert. Die Bringschuld obliegt hier also mMn eindeutig bei deinem letzten Arbeitgeber und nicht bei dir. Die Krankenkasse wäre hier jetzt dringend in der Pflicht nachhaken zu müssen. Da du selbst nicht für das Fehlverhalten des AG verantwortlich bist, sehe ich auch keinen Grund dafür, dir die Krankengeldzahlung zu verweigern.

Selbst kannst du ggf. in Aktion treten, in dem du als Kopie die dir vom AG zugesendete/übergebende (Krankenkassen-) Abmeldebestätigung deiner Krankenkasse zur Verfügung stellst. Alternativ könnten hier auch die Kopien deiner letzten Gehaltsabrechnungen als Nachweise gelten.

§ 98 SGB X Auskunftspflicht des Arbeitgebers Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X) Sozialverwaltungsverfahren und
.
 

Kerstin_K

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Da du selbst nicht für das Fehlverhalten des AG verantwortlich bist, sehe ich auch keinen Grund dafür, dir die Krankengeldzahlung zu verweigern.
Das hilft nur nihts, wenn de KK mngels Auskunft des Arbeitgebers das KG nicht berechnen kann.
 

vidar

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Deshalb wies ich ja auch noch auf folgende Alternative hin.
Selbst kannst du ggf. in Aktion treten, in dem du als Kopie die dir vom AG zugesendete/übergebende (Krankenkassen-) Abmeldebestätigung deiner Krankenkasse zur Verfügung stellst. Alternativ könnten hier auch die Kopien deiner letzten Gehaltsabrechnungen als Nachweise gelten.
Wer weiss, ob hier die sozialgesetzlichen Verpflichtungen seitens des AG überhaupt korrekt erbracht/eingehalten worden sind. Bei der Verweigerungshaltung des AG könnte dies vielleicht fraglich sein.
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