Ewerbsminderung bei mir sinnvoll/möglich?

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toppler

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Hallo,

mit knapp über 30 Jahren bin ich derzeit in einer schier unlösbaren Situation.
Seit ca. 15 Jahren haben sich meine ich körperlichen sowie psychischen Krankheiten stark ausgeprägt, die bis heute nicht behandelt werden konnten und in diesen Fällen auch nicht erfolgversprechend behandelbar sind wie mir viele Fachärzte und Therapeuten immer wieder mitteilten.

Bezüge erhalte ich derzeit nirgends, Krankenversichert bin ich über meine Frau.
Wir sind beide (auch durch meine Krankheit verusacht) verschuldet
und müssen nun getrennt eine Privatinsolvenz beginnen.
Da ich bisher nur kurzzeitig (insgesamt maximal unter einem Jahr) gearbeitet habe, wurde konnte ich somit nichts in die Rentenversicherungskasse einzahlen.

Bei der Schuldnerberatung wurde mir auch geraten eventuell Ewerbsminderungsrente zu beantragen, um überhaupt irgendeine Unterstützung zu haben. Auf ALGII habe ich keinen Anspruch da meine Frau mich mitunterhalten muss, wobei bei ihr schon eine Lohnpfändung vorliegt und nichts übrigbleibt. Die meiste Zeit meines extrem schwierigen Werdegangs bekam ich ALGII, ehem. Sozialhilfe.

Da diese Vorraussetzung der eingezahlten Rentenbeiträge bei mir gänzlich fehlt, ist es dennoch möglich eine Rente oder andere Untersützung in irgendeiner Weise zu beantragen?

Meine Krankheitssituation kann derzeit nicht weiter behandelt werden, in psychologischer sowie Fachärztlicher Behandlung bin ich zwar, jedoch wie ich schon schrieb ohne Aussicht auf eine beruflich stabile Zukunft.
Ich habe viele Versuche unternommen habe, wie eine angefangene Ausbildung, vom Arbeitsamt finanzierte Weiterbildungen etc., und bei jeder neuen Chance erfuhr ich das meine Krankheiten eine überdauernde Beschäftigung nahezu unmöglich machten.
Dieses musste ich mich nach vielen Jahren eingestehen und mich damit abfinden.

Die Krankheiten umfassen schwere Nahrungsmittelunverträglichkeiten gegenüber jeder Nahrung, schwere Depressionen/Ängste, Psychosen und
eine schwere Bänderschwäche mit der ich kaum eine Stunde stehen kann ohne das mir die Gelenke auskugeln und ich für Tage nicht richtig laufen kann.
Auch Orthopäden sehen da keine Möglichkeit etwas zu reparieren, da es jedes Gelenk betrifft und eher genetisch bedingt ist. Neurologisch sieht es ähnlich aus, eine Therapie ist ebensowenig erfolgversprechend.

Alles in Allem hatte ich versucht mir dennoch eine eigene Verdienstmöglichkeit zu schaffen und habe ein Kleingewerbe, womit ich derzeit nur geringe Einnahmen habe. Ob ich dieses weiterhin am Laufen halte, ist eher eine Frage der Beschäftigung als der finanziellen Hilfe, da die Einnahmen unregelmässig und zu gering sind und mir/uns in keinem Maße aus dieser Situation helfen könnten. Ohne die Verschuldungen könnte ich das Gewerbe in eine Vollzeitbeschäftigung ausbauen, aber davon träume ich bloss.

Also, ist es irgendwie möglich eine Rente oder ähnliches zu beantragen?
LG
 

gelibeh

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Du kannst ja beider Rentenversicherung anfragen. Wenn, dann dürfte die Rente so gering sein, dass Du mit Sozialleistungen aufstocken musst. Du hast also nicht mehr Geld als jetzt.
 

toppler

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Du kannst ja beider Rentenversicherung anfragen. Wenn, dann dürfte die Rente so gering sein, dass Du mit Sozialleistungen aufstocken musst. Du hast also nicht mehr Geld als jetzt.
Einfach anfragen?

Auch wenn die Rente gering ist, wär es mehr als garnichts wie derzeit. Bekomme ja auch keine Sozialleistungen (ALGII) oder sonstiges.
 

gelibeh

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Musst mal gucken, ob es bei Dir in der Nähe eine Rentenberatungsstelle gibt. Aber dadurch, dass Du kein ALGII o.Ä. bekommst, dürftest Du auch die Wartezeiten nicht erfüllt haben, aber frag noch mal nach.
 

Doppeloma

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Hallo toppler,

Da diese Voraussetzung der eingezahlten Rentenbeiträge bei mir gänzlich fehlt, ist es dennoch möglich eine Rente oder andere Untersützung in irgendeiner Weise zu beantragen?

hier kann ich mich meiner Vorschreiberin nur voll anschließen, ob du wirklich überhaupt keinerlei (EM-) Renten-Ansprüche erworben hast, kann nur deine zuständige Rentenkasse überprüfen.

Es gibt auch Ausnahmetatbestände, die eine EM-Rente trotzdem möglich machen, bitte lass dir das von den Leuten erklären, die Zugriff auf deine Leistungsdaten haben.

Die Beratung bei den offiziellen Stellen der DRV ist kostenfrei und dort kann man auch direkt den Antrag stellen und weiterleiten lassen.

Manchmal macht "Versuch einfach klug", so einen Antrag kann und darf man jederzeit stellen, die DRV muss das bearbeiten und einen Bescheid erteilen, dann wirst du es genau wissen ob und wieviel du eventuell an EM-Rente zu erwarten hast.

Die Schuldnerberatung meint es gut, kann aber deine persönlichen Ansprüche bei der DRV auch nicht klären, sonstige Möglichkeiten, dass Jemand für deinen Unterhalt aufkommen muss, sehe ich eigentlich nicht.

Den Weg ins SGB II hast du ja schon selber ausgeschlossen, weil das Einkommen deiner Frau offenbar als ausreichend hoch angesehen wird, Schulden werden dabei leider von keiner staatlichen Stelle anerkannt oder berücksichtigt, es ist auch unerheblich aus welchem Grunde die entstanden sind.

Der Weg in die PI ist aber unbedingt vernünftig, wenn es keine anderen Wege mehr gibt, da wieder rauszukommen. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 
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Hallo toppler

Genau, Rentenberater aufsuchen, Kontenklärung, Frage u.a. ob du die Zeiten für eine Erwerbsminderungsrente erfüllt hast, wie diesbzüglich deine Situation aussieht. Solltest du Erwerbsminderungsrente erhalten, dann frag, was dein maximaler Zuverdienst ist. Auch das variert unter Umständen. Auch ist zu bedenken, dass du im Regelalter mit Abzügen rechnen musst. Wenn du alle Fakten zusammen hast, dann kannst du besser entscheiden, ob es Sinn macht oder nicht. Oder ob deine gelegentliche Nebenbeschäftigung gewinnbringender für dich ist.

Ja, viele glauben, man ist als Verheiratete(r) besser dran als AlgII-Empfänger. Stimmt nicht ganz. Abhängig ist man auch und als bei der AfA registrierter Nichtleistungsbeszieher erhält man mehr Pflichten als Förderung. Meine Erfahrung.
 
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