EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber fordert Klarnamen-Pflicht für Social Media

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Kampfmops

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Nach Artikel 17 (ehemals 13) nun der nächste Plan der CDU/CSU:


Jeder soll sich nur noch mit seinem richtigen Namen anmelden können. Offen bleibt natürlich, ob das nur für die großen Plattformen gilt, oder auch für Foren oder ähnliches.
Welche Nachteile so etwas haben könnte, wird hier aufgedröselt:

 
G

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Gast
Bei strafrechtlich relevanten Äußerungen kann der Uhrheber doch mit der geltenden Rechtslage auch ermittelt werden. Facebook hat eine zeitlang mal bei Verdacht auf Phantasienamen eine Identitätsprüfung vorgenommen.
 

götzb

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Ja und, dann nennt sich jener nicht GrumpyLumpy sondern Martin Müller.
 

Admin2

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Bei strafrechtlich relevanten Äußerungen kann der Uhrheber doch mit der geltenden Rechtslage auch ermittelt werden. Facebook hat eine zeitlang mal bei Verdacht auf Phantasienamen eine Identitätsprüfung vorgenommen.
Genau und daher ist jedes dahingehende Gesetz wie z.B. NetzDG und auch dieser Vorstoß purer Aktionismus und als sinnfreier Populismus zu werten.
 

HelfendeHand

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Wie definiert man Klarnamen? Wie kann man ausschließen, dass die falschen Personen
mit Hetzkommentaren in Verbindung gebracht werden? Wie viele Menschen heißen
mit realem Namen Michael Schmitz oder Martina Müller?! Und wer prüft dann, ob es
wirklich die realen Namen sind, die da angegeben werden?!!

Das ist alles wieder mal viel zu kurz gedacht...aber Hauptsache, man ist im Gespräch.
 

0zymandias

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Die andere Partei stellt gerade fest, wie ansteckend Weberose ist: Schäuble will es total. :wink:

Es wäre doch so toll, wenn man alle Postings einer Person zuordnen könnte, am besten noch mit Anschrift und Kontaktadressen.

Nicht nur für Arbeitgeber, Arbeitskollegen, Verwandte und Passanten, nein, auch für die Wirtschaft wäre das toll.
Endlich erfahren zu können, welche politischen Ansichten mit 13 Lebensjahren vertreten wurden und welcher (ehemals) private
Hautpilz behandelt werden musste.

Wenn dann irgendwann Umstandsmodenwerbung von Qualle, Nackermann und Atto kommt und der Kegelclub fröhlich
gratuliert, "alle Neune geworfen" zu haben, weiß man auch gleich, was für eine Art Gespräch man demnächst mit der Lebensgefährtin
führen darf. :icon_lol:

(Dass das nicht durchsetzbar ist, ist klar. Es zeigt aber recht gut, warum das mit den Bandbreiten hierzulande noch dauern wird.)
 

Stauer

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Hallo,
Manfred Weber, EVP- Spitzenkandidat, der muß ja ganz spitze sein :icon_tonne:. Man müßte dem mal erklären, dass es schon Leute gegeben haben soll, die bereits geltendes Recht auch angewendet haben. Das klingt komisch, ist aber so. ...:icon_kinn: . Ich denke das ist nur heiße Luft. Hat das nicht schon einmal jemand versucht? Und dann war doch die heiße Luft ganz schnell verflogen.
 

Heidschnucke

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Hätte ich kein Problem mit, aber dann möchte ich auch alle Klarnahmen haben die hinter mir her schnüffeln mit Datum und Urzeit und vor allen Grund.
 

Schmerzgrenze

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Jeder soll sich nur noch mit seinem richtigen Namen anmelden können.
Also entweder wurde das eigentliche Ziel eines solchen Vorhabens durch Dummheit der MSM- oder die der Populisten selbst verschleiert.
Denn es ist ein Unterschied, ob User sich mit realer Identität registrieren muß oder nur mit Klarnamen als Username veröffentlichen darf.
Letzteres wäre so, als wenn beispielsweise KfZ-Nummernschilder durch Adreßschilder ersetzt werden sollen.
Dem bereits durch FB versuchten Klarnamenzwang hat das Landgericht Berlin nicht ohne Grund einen Riegel vorgeschoben.
Die Möchtergernepolitiker sollten sich erst einmal mit der gesellschaftlichen Verantwortung der Plattformkonzerne auseinandersetzen.

Warum es ein Problem darstellen soll, daß sich per realer Identität registriert werden soll,
(klappt doch auch beim Onlinebanking bzw. -einkauf) kann ich nicht nachvollziehen,
wenn die Verantwortlichen der Plattform entsprechend sensibel mit den Daten umgehen.
Hier liegt m.M.n. das größere Problem und ich melde mich nicht grundlos weder bei der Jobbörse, noch bei sog. sozialen Medien an,
welche dem eigentlichen Zweck dienen, meine Daten gewinnbringend an Hinz und Kunz zu verscherbeln.

Meine Netzwerke stricke ich mir selbst. Dafür genügen persönliche Begegnungen und zur Kontaktpflege Telefon und E-Mail.
Ausgenommen notwendige Abrechnungsplattformen oder soziale Foren, welche den Namen wirklich verdienen
und mit meinen Daten so umgehen, wie z.B. mein kontoführendes Institut.
 

noillusions

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Warum es ein Problem darstellen soll, daß sich per realer Identität registriert werden soll,
(klappt doch auch beim Onlinebanking bzw. -einkauf) kann ich nicht nachvollziehen,
Das Elo-Forum hat also die Ressourcen die Identität seiner Nutzer zu verifizieren? Oder wird dann eine Gebühr erhoben für das Post-Ident?
Ansonsten natürlich toller Gedanke dass SB's dann nur mal vorbeischauen brauchen um zu wissen ob sich welche ihrer "Schäfchen" hier versuchen zu wappnen.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Das Elo-Forum hat also die Ressourcen die Identität seiner Nutzer zu verifizieren?
Hätte es, wenn denn zur Registrierung beispielsweise verifizierbare Daten abgefordert würden.
Wäre das so ungewöhnlich? Der ISP z.B.hat Deine Realdaten schließlich auch, muß ebenso mit Folgen rechnen, wenn er sie mißbraucht.

Telekommunikationsgesetz (TKG) - § 109a Daten- und Informationssicherheit
Telekommunikationsgesetz (TKG) - § 149 Bußgeldvorschriften

Auch einem Online-Händler gibst Du Deine vollständigen Daten, welche dieser aber nur zur Zweckerfüllung nutzen darf.
Ansonsten natürlich toller Gedanke dass SB's dann nur mal vorbeischauen brauchen
um zu wissen ob sich welche ihrer "Schäfchen" hier versuchen zu wappnen.
Wie "selbstverständlich" würde denn der Betreiber eines Hilfeforums für ELO´s deren Daten an die Behörde weitergeben,
vor deren Ermessensfehler er dieselben schützen will? :icon_neutral:Einfach mal nachdenken ...
Selbst eine Behörde bräuchte einen richterlichen Beschluß, der nur unter bestimmten Voraussetzungen verfügt wird.

Telekommunikationsgesetz (TKG) - § 111 Daten für Auskunftsersuchen der Sicherheitsbehörden

Ein Forenbetreiber weiß, daß er sich mit einer unerlaubten Speicherung oder Weitergabe von Daten strafbar macht.


Nur im Fall einer Gefahrenabwehr oder eines Straftatbestandes könnte er Rechtsmittel wahrnehmen.
Die einzig verfügbaren Daten wären die IP (solange der Täter verbunden ist) und die angegebene Mailadresse.
Vorhandene Daten zuordnen kann der Forenbetreiber nicht. Dafür müssen sich Strafverfolgungs- bzw. Sicherheitsbehörden an den ISP wenden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Identitäten müssten dann aber so gespeichert sein das man übers Internet nicht rankommt.
Ansonsten können wir gleich unsere Daten den Hackern übermitteln.
 

grün_fink

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Selbst wenn ein Forenbetreiber (zurecht) den Notdienst vorbei schickt bei einem user, braucht es dazu keinen Klarnamen.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Ja dann mach das Mal! wenn es Klarnamenpflicht gibt dann steht der immer da,da braucht es erst gar keine Herausgabe.
Du hast diesen Beitrag überhaupt nicht verstanden. Es ist ein Unterschied, ob der Klarname als User gegenüber der Öffentlichkeit
oder Klarname einzig zur Registrierung gegenüber dem Forenbetreber gefordert wird. Letzteres würde seinen Zweck erfüllen.
Ersteres wäre ein Tor zur Lynchjustiz.
Selbst wenn ein Forenbetreiber (zurecht) den Notdienst vorbei schickt bei einem user, braucht es dazu keinen Klarnamen.
Wie soll der Forenbetreiber jemanden vorbeischicken, wenn er die Adresse nicht kennt?
Dazu müßte er sich an den ISP wenden, der die Daten mit Sicherheit nicht herausgeben wird.
Nicht umsonst braucht es dafür einen richterlichen Beschluß.
Hilft die NSA, oder wer ist so versiert?
:doh: Was hat die NSA damit zu tun?
... ich flüchte lieber vor soviel Unwissen und bin hier raus.
 
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