EVG und Bewerbungskostenzuschuß

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Rosi Ne

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Hallo ihr Lieben!
Heute wende ich mich mal im Namen meines Freundes an euch. Ich hab zwar viel bei euch gelernt, aber in diesen Fragen bin ich echt überfordert.

Folgende Situation:
Er ist seit etwa 6 Monaten arbeitslos und bezieht ALG1. Er hat sich auch zwischenzeitlich beworben, aber erst diese Woche den ersten Termin bei seiner Sachbearbeiterin. Den Ersten zum Abgeben seiner Unterlagen hatte er bei einer Vertretung. Mehr als diese zwei Termine hatte er bisher nicht.

Den jetzigen Termin hatte er, weil er nach dem Bewerbungskostenzuschuß gefragt hatte. Seine Sachbearbeiterin meinte, er könne seine Bewerbungen nur innerhalb von drei Werktagen geltend machen und gab ihm einen bereits datierten Antrag mit. Seine bisherigen Bewerbungen könne er quasi "in den Wind schreiben". Laut meiner Info sollte man den Antrag auf Bewerbungskosten ja vor dem Versenden der Bewerbungen stellen, dementsprechend sind wohl die Vorherigen wirklich nicht zu erstatten. Stimmt das soweit?

Mir will aber nicht ganz in den Kopf, warum angeblich nur Bewerbungen gezählt werden, die 3 Tage nach Erstellung des Antrags gesendet werden. Meiner Meinung nach ist das Humbug, aber eine Regelung dazu konnte ich leider nicht finden. Könnte mir jemand mit einer Grundlage dazu weiter helfen?

Der zweite Punkt, den ich sehr merkwürdig finde ist die Eingliederungsvereinbarung. Zum Einen ist sie widersprüchlich und voller Fehler. Zum Anderen wurde scheinbar nicht darauf geachtet, dass sie auch unterschrieben wird! Als "Beigabe" zu der Eingliederungsvereinbarung wurden Arbeitgeberadressen ausgehändigt, die mir unsinnig erscheinen. Darunter sind Minijobs und auch welche, die nur Stellen für weniger als einen Tag anbieten. Mir scheint, als wären sie willkürlich aus dem Jobcenter-Angebot ausgedruckt. Alle sind unpassend zur Suche.

Die Eingliederungsvereinbarung verpflichtet nun, sich auch auf diese Jobs zu bewerben. Das ist an sich ja kein Problem, nur vollkommen unpassend und eben auch geldlich kein Klacks, wenn man nicht einmal die Kosten für diese unsinnigen Bewerbungen zurückbekommen sollte. Muss er sich beispielsweise auf ein-Tages-Jobs bewerben?

In der Eingliederungsvereinbarung steht, dass er sich nur auf versicherungspflichtige Stellen bewerben muss und die Kostenübernahme bis Juni nächsten Jahres läuft. Da er die Eingliederungsvereinbarung aber nicht unterschrieben hat, kann er sich ja nicht darauf berufen, oder?

Mich verwirrt das Ganze ziemlich und ich würde euch bitten, mir beim Aufdröseln und richtig-stellen zu helfen.

Liebe Grüße
Rosi Ne
 

gelibeh

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Zum Anderen wurde scheinbar nicht darauf geachtet, dass sie auch unterschrieben wird!
Eine EGV wird erst dann gültig, wenn man sie unterschreibt. Hat man das nicht, muss man sich auch nicht daran halten.
Du schreibst, er bezieht ALG1, schreibst aber auch was vom Jobcenter. Jobcenter gibt es nur bei ALGII.
 

Rosi Ne

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Hallo Gelibeh!
Erst einmal danke für deine Antwort. Du hast recht: "Jobcenter" und ALG1 passt nicht zusammen ;) Das mag daran liegen, dass ich vom ALG1 gar keine Ahnung hab. Ich hatte bisher immer nur mit ALG2 zu tun.

Wie sieht denn die eigentliche Vorgehensweise beim Bewerbungskostenzuschuß aus? Und: ist man auch verpflichtet, solche ein-Tages-Jobs anzunehmen?

Liebe Grüße
Rosi Ne
 
S

silka

Gast
@Rosie Ne

in aller regel werden seit etwa 2011 die ALG- bezieher als leistungsfähig in Sachen bewerbungskosten eingestuft.
Wer also in seiner EGV (meist aus Unwissenheit) nicht explizit stehen hat, wieviel geld es pro bewerbung von der AfA gibt, der kann diese Kosten meistens wirklich in den Wind schreiben. Leider.
Daraus folgt ja, daß man nur e-ail-Bewerbungen macht oder den Kostenaufwand auf eine Mappenbewerbung ziemlich begrenzt.
Daraus folgt, daß man schneller aussortiert wird beim potentiellen AG---und weiter weißt du selbst.
Die Spirale dreht sich.

zu den 3 Tagen:
Da fällt mir nur ein, daß die Stellenangebote von der AfA gemeint sind. Denn man soll sich ja innerhalb von 3 Tagen dort bewerben.

lediglich bei den sog. Eigenbemühungen hat man mehr Zeit, da ist ja meist X Stück pro Monat vereinbart.

Eine nicht unterschriebene EGV ist gar nichts.
Überhaupt nichts. Was da dranhängt, ist auch nichts. Höchstens Papier.
 

Rosi Ne

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Hallo ihr Lieben!
Danke für eure Antworten! Da ich leider von einer sehr fiesen Erkältung lahm gelegt bin, kommt meine Antwort erst so spät. Entschuldigt das bitte.

@silka: In der EGV stand, dass jede Bewerbung mit 5€ "honoriert" wird, ohne Obergrenze. Da die EGV aber nicht unterschrieben wurde, ist das wohl hinfällig. Dass die Bewerbungen zu Stellenangeboten innerhalb 3 Tagen abgeschickt werden sollen, steht noch einmal gesondert darin, ist aber eh Standard. Sie sagte aber explizit etwas zum Antrag und dass Bewerbungen nur innerhalb 3 Tagen rund um den Antrag übernommen werden würden. Das macht mich eben stutzig :(



Ist das wirklich eine EGV? Oder hat die SB ihm gleich einen VA verpasst?
@dagobert: Da fragst du was. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, in wie fern sich ein VA von einer "normalen" EGV unterscheidet. Es steht "Eingliederungsvereinbarung" drauf und das Dokument wurde beim Termin ausgehändigt. Die Sachbearbeiterin hat unterschrieben, nur eben mein Freund nicht, obwohl dort ein Unterschriftenfeld abgedruckt ist. Für mich sieht alles nach einer stinknormalen EGV aus.

Wie dem auch sei, ich hab das Gefühl, dass hier einiges schief gelaufen ist und ein weiterer Termin zur persönlichen Klärung der Missverständnisse unumgänglich ist. Da ist so Vieles, was merkwürdig, oder einfach nur "falsch" ist, dass ich den Überblick verloren habe. Da ich selber beim Termin nicht anwesend war, kann ich nur aus den Schilderungen meines Freundes ausgehen.
Er muss wohl selber nochmal hin und genauer nachfragen, zur Not eben auch mit meiner Begleitung.

Danke euch trotzdem für eure Mühe!

Liebe Grüße
Rosi Ne
 

ZynHH

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Es steht "Eingliederungsvereinbarung" drauf und das Dokument wurde beim Termin ausgehändigt. Die Sachbearbeiterin hat unterschrieben, nur eben mein Freund nicht, obwohl dort ein Unterschriftenfeld abgedruckt ist. Für mich sieht alles nach einer stinknormalen EGV aus.

Ist es möglich, das er "sein" Exemplar nicht unterschrieben hat , sondern nur das welches beim SB bleibt?
 

Rosi Ne

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Ist es möglich, das er "sein" Exemplar nicht unterschrieben hat , sondern nur das welches beim SB bleibt?

Das habe ich auch gefragt. Aber nein: er meinte, in dem ganzen Chaos und der Hektik habe er selber vergessen zu unterschreiben und ihr sei es nicht aufgefallen.

Ich finde das kurios, muss ich sagen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
In der EGV stand, dass jede Bewerbung mit 5€ "honoriert" wird, ohne Obergrenze. Da die EGV aber nicht unterschrieben wurde, ist das wohl hinfällig.
Kann er trotzdem beantragen. Er sollte dabei aber möglichst nicht auf die EGV hinweisen (die bemerken sonst womöglich die fehlende Unterschrift), sondern nur allgemein Bewerbungskostenerstattung beantragen.

Dass die Bewerbungen zu Stellenangeboten innerhalb 3 Tagen abgeschickt werden sollen, steht noch einmal gesondert darin, ist aber eh Standard. Sie sagte aber explizit etwas zum Antrag und dass Bewerbungen nur innerhalb 3 Tagen rund um den Antrag übernommen werden würden.
Wahrscheinlich hat sie gemeint, daß nur Bewerbungen übernommen werden, die innerhalb von drei Tagen nach Zugang des VV abgeschickt werden. Alles andere wäre Unsinn (obwohl, ist ja ein JC :biggrin:). Am Besten bei Antragstellung noch mal nachfragen (schriftlich geben lassen).

Die Sachbearbeiterin hat unterschrieben, nur eben mein Freund nicht, obwohl dort ein Unterschriftenfeld abgedruckt ist.
Also wohl doch eine EGV und kein VA. Wenn er das andere Exemplar (beim JC) auch nicht unterschrieben hat, kann ihm eigentlich erstmal nichts passieren.
 

Rosi Ne

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Danke für die Antwort, dagobert!
Ich hab ihm auch geraten, tunlichst nicht auf die fehlende Unterschrift hinzuweisen. Er wird jetzt einfach allgemein einen Bewerbungskostenzuschuß beantragen und warten, was passiert. Die geforderten Bewerbungen sind schon raus, also hat er, selbst wenn sie die Unterschrift nachfordert, nicht gegen die EGV verstoßen.
 
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