EVG - EVG (VA) - Maßnahmen alles zusammen binnen 11 Tage

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Sharack

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Hallo liebe Community!

Nachdem ich mir jetzt einige Tage sehr viele Beiträge hier im Forum durchgelesen habe, wird mir so langsam bewusst, das ich:

1. einen Fehler gemacht habe
2. mein Jobcenter hinterlistig ist

Ich benötige, wie alle hier im Forum, natürlich eure Hilfe und versuche nachfolgend einmal die Situation zu erklären.

Ich habe am 14.06.2016 ALG 2 per Post/Einschreiben beantragt.

Am 04.07.2016 war ich um 11 Uhr im Jobcenter, um meine aktuelle berufliche Situation zu besprechen.

Im Gespräch erläuterte ich meine damalige Situation, das ich gerade mein Unternehmen verloren habe und Unternehmerinsolvenz beantragen musste. Das mich meine Lebensgefährtin verlassen hat und ich somit auch gleich meine Wohnung verloren habe. Das alles hängte irgendwie mit einander zusammen und war nicht zuletzt meinem Zustand geschuldet. Ich war/bin fertig mit der Welt. Niedergeschlagen, völlig fertig im Burnout und sowas von antriebslos, dass mir dafür einfach die Worte fehlten.

Meine SB meinte dann, ich bräuchte Hilfe und Betreuung und empfahl mir eine "Teilnahme an der individuellen Begleitung mit vorerst 24 Stunden". Dies würde mir helfen ins aktive Leben zurück zu kommen. Ich sagte ihr, dass ich eigentlich keine weiteren Verpflichtungen gebrauchen kann und mein einziges begehren sei wieder Krankenversichert zu sein, damit ich mir endlich Hilfe holen könnte, die ich dringend nötig hatte/habe. Sie meinte, für den Leistungsbezug sei Sie nicht zuständig, würde die Dringlichkeit aber weiterleiten. Diese Betreuung sei das einzige, was Sie derzeit für mich tun könnte.
Also überreichte Sie mir sogleich den Bescheid, genauer den "Bewilligung einer Maßnahme bei einem Träger Ihr Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein 251D134852-3" und eine EVG.

Ob ich die EVG dann überhaupt unterschrieben habe kann ich gar nicht mehr sagen, aber Sie meinte noch zu mir, eine Unterschrift wäre gar nicht so wichtig, ich würde von Ihr Post bekommen, welche nicht sehr freundlich klingt, aber das macht Sie nur, damit ich nicht nochmal ins Jobcenter kommen müsste, sie könnte mir so einen erneuten Weg in Center ersparen. Natürlich wusste ich nicht, dass die SB sogleich einen VA erlässt! Was ich aber auch erst jetzt durch das Forum weiß. Für mich war es nur der erwartete, von der SB angesprochene Brief, über den ich mir keine Sorgen machen soll.

Ablauf war also: 04.07.2016 hatte ich den Termin mit EVG + Vermittlungsgutschein und 10 Tage später erhalten ich den "Ersatz der Eingliederungsvereinbarung per Vewaltungsakt".
Diesem Schreiben habe ich aber bis vor Kurzem aus den genannten Gründen keine weitere Beachtung geschenkt.
Viel mehr habe ich mich mit den Briefen "Aufforderung zur Mitwirkung" beschäftigt! Diese habe ich in Mengen bekommen und die halten mich noch immer auf Trapp. Ich bekomme noch immer keine Miete gezahlt und die zahlen mir nach wie vor den falschen Krankenkassenbeitrag, sodass ich noch immer nicht versichert bin, aber das ist eine andere Geschichte.

Leider ging es mir nach diesem Termin noch schlechte als vorher und ich habe viele Tage/Wochen meine Wohnung kaum bis gar nicht verlassen. Immer in der Hoffnung, ich bekäme bald meinen ersehnten Bescheid, um mir anschließend Hilfe holen zu können (Krankenversicherung). Also habe ich den Träger nicht aufgesucht und den Gutschein nicht eingereicht.
Irgendwann rief mich eine Mitarbeiterin des Amts an und ich erklärte ihr, dass ich den "Gutschein" nicht eingereicht habe und er auch nicht mehr gültig war. Daraufhin bekam ich am 15. September einen neuen mit der Post zugesandt, mit der Aufforderung diesen nun einzureichen, was ich auch tat.

Ich habe dann vom Träger einen Brief mit einer super kurzen Frist zum ersten Termin erhalten, welchen ich aber leider verpasste, da ich aufgrund meiner Antriebslosigkeit meinen Briefkasten höchstens 1x die Woche leere, wenn es hochkommt. Ich rief dann den Träger an und bat um einen erneuten Termin, dieser wollte das Prüfen und hat sich dann aber leider nicht mehr gemeldet.
Ich bekam dann vielmehr Post vom Jobcenter:
Am 27.09.2016 einen Brief mit einer "Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion" und
am 28.09.2016 einen "Aufhebungsbescheid" des Vermittlungsgutscheines.

Natürlich hätte ich mich eher mit dem Thema beschäftigen müssen, natürlich hätte ich mich eher an euch wenden müssen, denn jetzt ist das Kind selbstverständlich bereits in den Brunnen gefallen.
Aber glaubt mir, selbst diese Zeilen zu schreiben bedurfte einer Vorbereitung meinerseits von fast 10 Tagen. Ich kann mich einfach nicht motivieren, nicht aufraffen irgendwas zu machen. Um auf Schreiben des Amtes zu reagieren benötige ich fast immer die volle Zeit, weil ich einfach nicht mehr kann.

Ich habe im Übrigen noch immer nur einen vorläufigen Bescheid ohne Mietkostenübernahme und ohne richtige Krankenversicherung, gegen den ich natürlich auch Widerspruch eingelegt habe.
Mein begehren ist noch immer das gleiche! Ich brauche einen Bescheid mit Übernahme der Krankenkassenkosten, damit ich mir endlich Hilfe holen kann. Wie kann ich das dem Jobcenter endlich klar machen?

Aber zunächst zu den ganzen Bescheiden und meiner und eurer Einschätzung:
1. die EVG (VA) ist rechtskräftig, da die Zeit zum Widerspruch natürlich abgelaufen ist.
2. Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion - Hier werde ich Widerspruch einlegen und das ganze morgen persönlich gegen Quittierung abgeben. Begründungen werde ich es mit der Wahrheit, den Depressionen, meiner Hilflosigkeit, das ich einfach nicht in der Lage bin eine Maßnahme anzutreten.
3. Gegen den Aufhebungsbescheid brauch ich nichts zu unternehmen oder?

Tja, das war nur die Seite EVG - EVG (VA) und Maßnahme. Mit der Leistungsabteilung habe ich noch einen ganz anderen Krieg! Aber ich denke das wäre hier an dieser Stelle fehl am Platz. Dazu werde ich einen anderen Thread eröffnen. Nur soviel sei gesagt:

1. Habe einen Widerspruch laufen gegen meinen vorläufigen Bescheid
2. Habe einen Widerspruch laufen gegen eine vorschnelle Versagung von Leistungen zur Sicherheit des Lebensunterhalts. (Angeblich wegen fehlender Mitwirkung, Unterlagen sind aber eingereicht - Rückschein vorhanden)
3. Hätte ich keinen Antrag auf Vorschuss gestellt, wäre ich vermutlich längst verhungert.
4. Mietkosten werden nach wie vor nicht übernommen und ich stehe kurz davor obdachlos zu werden.

Ich bin euch für jeden Tipp und Gedanken dankbar, der vielleicht nicht zu einer Sanktion führt, auch wenn ich dies wohl nicht vermeiden kann. Aber wie wird es wohl weiter gehen?
Das nächste Mal gehe ich natürlich anders vor! Wie hier im Forum sooft beschrieben.

Viele Grüße

Sharack
 

Claus.

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Ich bin euch für jeden Tipp und Gedanken dankbar, der vielleicht nicht zu einer Sanktion führt, auch wenn ich dies wohl nicht vermeiden kann.
Schnapp´ dir mal ein leeres Blatt Papier und schreib drauf:

Abs.
An das JC

Kd-Nr.
Widerspruch gegen den EGV-VA vom 14.09.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhebe ich fristgerecht Widerspruch gegen den EGV-VA.
Die weitergehende Begründung hierzu erfolgt in Bälde.

MfG

Den Widerspruch trägst du am besten heute noch in´s JC - gegen Empfangsbestätigung!

2. Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion - Hier werde ich Widerspruch einlegen und das ganze morgen persönlich gegen Quittierung abgeben. Begründungen werde ich es mit der Wahrheit, den Depressionen, meiner Hilflosigkeit, das ich einfach nicht in der Lage bin eine Maßnahme anzutreten.
Ich hoffe mal daß du den Blödsinn noch nicht geschrieben /gemacht hast.?
 

Sharack

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Hallo Claus,

nein habe ich noch nicht, da ich auf Antwort hier im Forum gewartet habe und danke dafür!
Aber leider wird das mit dem Widerspruch nicht, denn die EVG-VA ist vom 14.07.2016...

Ich warte jetzt wohl auf den Sanktionsbescheid und lege dann Widerspruch ein oder wie gehe ich jetzt am Besten vor?

Gruß,

Sharack
 
G

Gast1

Gast
Ich hoffe mal daß du den Blödsinn noch nicht geschrieben /gemacht hast.?

Was soll denn Sharack sonst machen? So wie ich Sharack verstehe, hat er oder sie bisher immer noch keinen Krankenversicherungsschutz (aus welchen Gründen auch immer, vielleicht verschuldet durchs Jobcenter?), und deswegen kann er oder sie sich auch nicht krankschreiben lassen.

Ich würde dem Jobcenter zusätzlich in der Antwort auf die Anhörung erklären, dass ich nicht krankenversichert bin und deswegen keine AU-Bescheinigung vorlegen kann, die ja ein so genannter wichtiger Grund für den Nichtantritt der Maßnahme wäre. Und wenn der Grund für die Nichtversicherung das Jobcenter ist, würde ich das auch angeben und entsprechend begründen.
 

Sharack

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Mein Problem mit der Krankenversicherung ist, dass ich privat versichert war und das Jobcenter falsche Beiträge für den falschen Tarif bewilligt hat.
In dem jetzigem Tarif habe ich einen Selbstbehalt von 1.920,00 EUR im Jahr.
Das ist natürlich mit ALG2 nicht machbar... hier läuft aber wie gesagt bereits ein Widerspruch.

Gruß,

Sharack (männlich)
 
G

Gast1

Gast
Sharack, dann würde ich in der Antwort auf die Anhörung auch auf den Widerspruch verweisen, und dass es Dir deswegen nicht möglich ist eine AU-Bescheinigung vorzulegen, aus der hervorgehen würde, dass Du die Maßnahme nicht antreten konntest. Und die Symptome schildern, unter denen Du zur Zeit leidest und zum Zeitpunkt des Maßnahmeantritts gelitten hast, auch wenn so was das Jobcenter nichts angeht, aber Du willst ja eine Sanktion vermeiden.
 

Claus.

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Mein Problem mit der Krankenversicherung ist, dass ich privat versichert war und das Jobcenter falsche Beiträge für den falschen Tarif bewilligt hat.
Genau das hab ich schon befürchtet. Dazu kannst du wohl einen eigenen Thread aufmachen ... der vermutlich umfangreicher werden dürfte. In dem Bereich kenne ich mich nicht aus, aber soweit mir bekannt zahlt das JC generell nur den allerallerallerniedrigsten PKV-Tarif.

Also bist du wohl doch versichert (von der KK-Versicherungspflicht in D mal ganz abgesehen), und hättest doch jederzeit zum Doc gehen können. Eventuell dabei entstehende Schulden werden in unserem Land halt leider etwas regelmäßiger als rein privates Problem angesehen.

Eine Anhörungs-Erklärung in der Form "ich bin derzeit eh auf unabsehbare Zeit krank" dürfte deiner Gesundheit wohl auch nicht arg förderlich sein. Da käme dann evtl. eher sofort jemand auf die Idee, daß dir die für den Bezug von AlgII notwendige Arbeitsfähigkeit generell fehlen könnte ...

Aber leider wird das mit dem Widerspruch nicht, denn die EVG-VA ist vom 14.07.2016...
Ja, und? Du hast hoffentlich den Briefumschlag aufgehoben.? Was steht auf dem Umschlag? Ist der gelb oder weiß?
Nachtrag: warum ist die vom 14.07.? Ich hab da was von 14.09. in Erinnerung!? Wir reden hier rein über den EGV-VA, nicht über die unterschriebene oder nicht unterschriebene EGV davor.

Die Widerspruchsfrist beträgt exakt 1 Monat ab Zustellung des Schreibens. Und die JC-Briefe sind immer wieder ewig unterwegs. Grad wenn die absichtlich oder auch versehentlich über Nürnberg gehen, sind eine Woche gar nichts. Also, an welchem Datum wurde dir der EGV-VA zugestellt?

Mit welchem Datum wurden dir denn überhaupt erstmals Leistungen bewilligt?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo @Sharack, deine Anhänge habe ich entfernt da noch Realname, sowie BG -Nummer und
Strasse/Adresse lesbar war,

Bitte ausreichend anonymisieren und erneut hochladen, wenn du willst!

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 
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