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Europawahl (EU) 07.06.2009 Deutschland

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Nicht offen für weitere Antworten.

dr.byrd

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Es muss noch viel schlimmer kommen, bevor es besser wird. - Aber sicher nicht durch Wahlen.
 
E

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Hab Fernseher ausgemacht. Ich kann diese Pfeifen einfach nicht mehr sehen und hören sowieso nicht! So einen Mist den die ständig verzapfen.
 

Fortunatus

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An der Stimmauszählung liegt es nicht, dass die FDP so hoch kommt. Ich war Wahlhelfer. Das Problem sind die Nichtwähler. Letztlich hat sich die Stimmenanzahl im "bürgerlichen Lager" nicht groß verändert, außer dass einige Unionswähler aus Verärgerung die FDP wählen. Es liegt an den SPD-Wählern, die nicht mehr wählen gehen, dadurch ergibt sich diese schwarz-gelbe Mehrheit. Auch war in dem Wahllokal, in dem ich war, fast keiner unter 30 Jahren wählen. Oma und Opa machen ihr Kreuz meist da, wo sie es die letzten 50 Jahre oder so schon gemacht haben. Bei uns waren sogar die Grünen vor der SPD, aber für Bayern typisch natürlich die CSU ganz vorne.
Jedenfalls habe ich inzwischen Angst vor der Bundestagswahl, wo wohl eine Regierung gewählt werden wird, die den Sozialstaat komplett streichen wird, die Studiengebühren ausweiten und für ein brutales soziales Ungleichgewicht sorgen wird. Entweder leben wir in 4 Jahren in einer Diktatur oder es wird Aufstände geben fürchte ich.
 

Arania

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Der Altersdurchschnitt ist überall derselbe, bei uns werden die Leute auch aus den Altersheimen abgeholt- was ich auch gut finde- das ist für die meisten auch etwas was sie als ihre Pflicht betrachten- wählen zu gehen
Die Jüngeren haben da wirklich nicht das Interesse

Bei uns waren auch nur wenige wählen
 

MenschMaier

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WIeso gibt es denn schon Hochrechnungen? Ich dachte Ergebnisse dürften erst nach 22 Uhr bekanntgegeben werden?

Du hast recht das ist merkwürdig.
Bei der letzten Bundestagswahl war das nicht so deutlich übereinstimmend.
Sind ja "nur" Hochrechnungen.
Soviel ich weiss, darf das Gesamtergebnis erst gegen 22:00Uhr veröffentlicht werden.
Trickserei eben, das können die doch :icon_twisted:

Und nach der letzten Hochrechnung gibt es nur zwei "Gewinner" Linke und bbbbrrrrr:icon_neutral: FDP.


Hasta la Victoria siempre
mm
 

DomiOh

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. Entweder leben wir in 4 Jahren in einer Diktatur oder es wird Aufstände geben fürchte ich.
Aufstände? In Deutschland? Dass ich nicht lache...

Hatten sich die Deutschen nicht "vor kurzem" (historisch gesehen vor kurzem) schonmal für eine "Diktatur" entschieden?
 

Gnadenlos

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Das heisst, wir können uns wieder auf Tante Guidos 18%-Geschrei bis September einstellen.
Irgend wie muss er doch seine Pickel los werden,oder :icon_twisted:

Viel Anstrengen beim Geschrei damit er die 18 % Pickel Quote erreicht :icon_party:
 

Arania

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Das Gesamtergebnis wird es erst in ein paar Tagen bis zu zwei Wochen geben
 

Atlantis

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Ja, das liegt aber leider, wie schon oben erwähnt wurde, daran, mit welchen Preferenzen die Leute wählen.

Ich kenne einige Frauen (!) die Westerwelle wählen, weil er ja so süß ist...

Aber wie gesagt, Europawahlen und Bundestageswahlen sind im Moment noch zwei verschiedene Paar Schuhe...
Na Ja meine Frau Schaltet im TV immer gleich um damit Sie nicht das :icon_kotz::icon_kotz:
bekommt.
 
E

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MÜNCHEN 18:09 Uhr
Die CSU hat sich bei der Europawahl vom Tief des vergangenen Jahres erholt und nähert sich wieder der Fünfzig-Prozent-Marke. Laut Hochrechnungen überwinden die Christsozialen ohne Probleme die bundesweite Fünf-Prozent-Hürde und liegen bei 49,5 Prozent. Das sind hohe Verluste im Vergleich zur Europawahl 2004 (57,4 Prozent), aber deutlich mehr als beim Landtagswahlfiasko 2008, bei der die CSU auf gut 43 Prozent abgestürzt war. Die SPD dagegen rutscht laut Prognose in Bayern auf 12,5 Prozent ab, das schlechte Ergebnis seit 1945. Der scheidende SPD-Landesvorsitzende Ludwig Stiegler kommentierte das Ergebnis als „Schlag in die Magengrube“.

Die Freien Wähler mit ihrer Spitzenkandidatin Gabriele Pauli scheiterten bei ihrer ersten Europa-Kandidatur an der bundesweiten Fünf-Prozent-Hürde. Damit wird ein Antreten der Freien Wähler bei der Bundestagswahl im Herbst zunehmend unwahrscheinlich. Der Landesvorsitzende Hubert Aiwanger sagte im Bayerischen Fernsehen, mit bundesweit zwei Prozent sei das „sehr schwierig“.
Die FDP legte deutlich zu und wird laut mit 8,5 Prozent voraussichtlich ihr bestes Ergebnis bei einer Europawahl in Bayern erzielen (2004: 4,2 Prozent). Die Grünen können mit 10,5 Prozent rechnen und verlieren damit leicht im Vergleich zu 2004, als die Partei mit 11,7 Prozent ihr bisheriges Spitzenergebnis in Bayern erreichte.
Bayernweit lag die Wahlbeteiligung mit 40,5 Prozent leicht höher als vor fünf Jahren. Im Jahr 2004 waren im Freistaat lediglich 39,7 Prozent aller Wahlberechtigten zu den Urnen gegangen.


Kompletter Artikel: Abendzeitung - Europawahl: CSU kann wieder zulegen - SPDebakel in Bayern


 

DomiOh

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Na Ja meine Frau Schaltet im TV immer gleich um damit Sie nicht das :icon_kotz::icon_kotz:
bekommt.
Meine auch... Geschmäcker sind halt verschieden. Nur sollte man nicht nach "Geschmack" wählen... zumindest nicht nach dem für bestimmte Personen.

Aber es war bei Schröder doch genauso... Wer bezeichnete ihn doch gleich als "Rampensau" ?
 

Atlantis

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Hallo,
ich bin gerade nach Hause gekommen und schnell gelesen.
Bei Auszählung in dem Wahllokal, wo ich als Wahlhelferin war, war das ganz anders.
SPD, lange, lange nichts mehr und dann in kleinen Abständen: CDU, Grüne, Linke, FDP.
FDP hat, so gesehen, sehr miserabel abgeschnitten.
Die Auszählung Ergebnisse wurden ca 18:30 Uhr an Wahlleitung gegeben.

Wahlbeteiligung schätzungsweise: um die 30%.

Das ist mit Sicherheit in anderen Wahll. anders.

Wäre schön, wenn noch jemand seine Erfahrungen schreibt.

MfG
Isabell

Wahlbetrug ?
Wie konnten Sie so schnell nach der Wahl die Stimmen Auszählen,
im TV zeigen wer wieviel Prozente bekomen hat.:icon_eek:
 

anna85

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Jedenfalls habe ich inzwischen Angst vor der Bundestagswahl, wo wohl eine Regierung gewählt werden wird, die den Sozialstaat komplett streichen wird,
Da kann ich dich beruhigen: der Sozialstaat unterfällt der Ewigkeitsgarantie des Grundgesetzes, kann daher niemals abgeschaft - nur ausgehöhlt - werden.

die Studiengebühren ausweiten
Nicht tragisch.

Der Großteil der Jugend verdummt ohnehin (DSDS, Big Brother, Handyklingeltöne u.v.m.). Die brauchen trotz Abi kein Studium.

Der Rest hat reiche Eltern und deshalb kommt Geld ins System zurück.

brutales soziales Ungleichgewicht
Das Volk soll bitte Kuchen essen, wenn es kein Brot hat :icon_daumen:
 
E

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Wenn ich durch den Elbtunnel fahre, im Radio wird ein Falschfahrer gemeldet, und ich frage mich "Einer? - Tausende!"...


...sollte ich mich fragen, ob nicht vielleicht ich falsch liege.

Natürlich kann ich auch auf die Politiker, sprich den Gesetzgeber schimpfen. Die STVO haben schließlich neoliberale Parteien fabriziert. Was will man da erwarten? Und warum müssen die Medien immer und immer gleichgeschaltet vom Rechtsfahrgebot sprechen? Links fahren ginge ja auch und ist viel natürlicher. Zumindest im Mittelalter hat es viele Menschen gerettet. Das Herz war besser geschützt.
Außerdem,
die Engländer machen es uns vor!

Erklärungen, warum die große Mehrheit falsch denkt, findet man jedenfalls immer.
 

Archibald

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Wer nicht wählen geht oder eine ungültige Stimme abgibt hat diese Chance vertan!
Das halte ich für so gesehen unrichtig!
Ich war selbstverständlich wählen, habe aber bezüglich der EU-"Wahl" (hier gab es zugleich 3 Wahlen) meinen Wahlzettel ungültig gemacht.

Warum? Weil ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, durch Mitwirkung an einer Wahl des "geringsten" Übels, dieses Europa der gezielten Degradierung seiner Bürger zu Melkkühen finanzieller Interessen, auch noch zu legitimieren.

Ich bin einer der fast 60% in Deutschland die ein Europa dieser Form strikt ablehnen, egal wer von den Deutschen (Parteien) mit "regiert".

LG, Archibald
 

Fortunatus

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Wahlbetrug ?
Wie konnten Sie so schnell nach der Wahl die Stimmen Auszählen,
im TV zeigen wer wieviel Prozente bekomen hat.:icon_eek:
Das Auszählen ist bei so einer geringen Wahlbeteiligung und bei nur einem Stimmzettel keine Kunst, wir waren um 18.20 Uhr fertig und konnten schon das Gesamtergebnis ans Wahlamt geben. Ansonsten wird nach der ersten Sichtung eine Schätzung erstellt und durchgegeben, die sich noch etwas ändern kann.
Jedem der glaubt, dass was bei den Wahlen nicht mit rechten Dingen zugeht, der kann sich ja mal selber als Wahlhelfer melden, dabei erkennt man sehr schnell, dass doch alles passt.
 

DomiOh

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Das halte ich für so gesehen unrichtig!
Ich war selbstverständlich wählen, habe aber bezüglich der EU-"Wahl" (hier gab es zugleich 3 Wahlen) meinen Wahlzettel ungültig gemacht.

Warum? Weil ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, durch Mitwirkung an einer Wahl des "geringsten" Übels, dieses Europa der gezielten Degradierung seiner Bürger zu Melkkühen finanzieller Interessen, auch noch zu legitimieren.

Ich bin einer der fast 60% in Deutschland die ein Europa dieser Form strikt ablehnen, egal wer von den Deutschen (Parteien) mit "regiert".

LG, Archibald
Aber wo liegt da der Sinn? Glaubst du, du könntest durch ungültigmachen Europa noch verhindern? Wenn es da eine Chance gegeben hätte, hätte ich das auch getan.

Auch ich lehne Europa in dieser Form (nämlich als WIRTSCHAFTSunion) ab.
Die Betonung liegt da auf "Wirtschaft"
 

anna85

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Ich war selbstverständlich wählen, habe aber bezüglich der EU-"Wahl" (hier gab es zugleich 3 Wahlen) meinen Wahlzettel ungültig gemacht.
Das ist sehr gemein.

Dann bekommen die Parteien ja weniger Wahlkampfentschädigung.

Wenn das jeder machen würde, dann würde hier bestimmt die Wahlpflicht eingeführt.

Denn jede Stimme für eine Partei ist zugleich bares Geld wert ( jedenfalls bei der BT- Wahl)
 

Jesaja

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Aber was macht ungültiges Wählen denn für einen Unterschied zum Nichtwählengehen ?
 
E

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Ich bin einer der fast 60% in Deutschland die ein Europa dieser Form strikt ablehnen, egal wer von den Deutschen (Parteien) mit "regiert".
Ich nehme auch an, daß die geringe Wahlbeteiligung als Statement gegen Europa zu werten ist. Leider fließt das so nicht ein und die Stimme ist weg.
 

anna85

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Aber was macht ungültiges Wählen denn für einen Unterschied zum Nichtwählengehen ?
Einen gewaltigen.

Das prozentuale Verhältnis wird verändert.

Jeder, der nicht wählen geht, wählt quasi die stärkste Partei (im Verhältnis)
 

Jesaja

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Einen gewaltigen.

Das prozentuale Verhältnis wird verändert.

Jeder, der nicht wählen geht, wählt quasi die stärkste Partei (im Verhältnis)
Das ist falsch. Ungültige Stimmen fließen nicht in die Prozentualberechnung mit ein.
 
E

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Das ist sehr gemein.

Dann bekommen die Parteien ja weniger Wahlkampfentschädigung.

Na und? Dann können die auch weniger Steuergelder für ihre Lügen verschwänden!

Wenn das jeder machen würde, dann würde hier bestimmt die Wahlpflicht eingeführt.

Niemals

Denn jede Stimme für eine Partei ist zugleich bares Geld wert ( jedenfalls bei der BT- Wahl)

jo, klar aber nur für die Vokszerteter
.
 

anna85

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Das ist falsch. Ungültige Stimmen fließen nicht in die Prozentualberechnung mit ein
Das ist ja das, was alle glauben sollen.

Wenn sich 60 % der Wähler enthalten bzw. nicht wählen gehen, dann sind die 40 %, die wählen gehen vereinfacht gesagt 100 %.

Wenn man mal drüber nachdenkt, wird es klar.

Wie kann es sonst sein, dass nur Politik für wenige gemacht wird ?

Eben, weil sich die Mehrheit gar nicht erst beteiligt/ einmischt.



PS: Im Link von Arania wird das blendend erklärt. Besser als ich das könnte
 
E

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Das ist ja das, was alle glauben sollen.

Wenn sich 60 % der Wähler enthalten bzw. nicht wählen gehen, dann sind die 40 %, die wählen gehen vereinfacht gesagt 100 %.

Wenn man mal drüber nachdenkt, wird es klar.

Wie kann es sonst sein, dass nur Politik für wenige gemacht wird ?

Eben, weil sich die Mehrheit gar nicht erst beteiligt/ einmischt.
Eine Stimmenthaltung und die Abgabe einer ungültigen Stimme haben beide den gleichen Einfluss auf das Wahlergebnis – nämlich keinen.

Ungültig wählen/sich der Stimme enthalten
 

Atlantis

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Das halte ich für so gesehen unrichtig!
Ich war selbstverständlich wählen, habe aber bezüglich der EU-"Wahl" (hier gab es zugleich 3 Wahlen) meinen Wahlzettel ungültig gemacht.

Warum? Weil ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, durch Mitwirkung an einer Wahl des "geringsten" Übels, dieses Europa der gezielten Degradierung seiner Bürger zu Melkkühen finanzieller Interessen, auch noch zu legitimieren.

Ich bin einer der fast 60% in Deutschland die ein Europa dieser Form strikt ablehnen, egal wer von den Deutschen (Parteien) mit "regiert".

LG, Archibald



Eine gigantische Scheinveranstaltung die Europa Wahl, die Drahtzieher halten sich im Hintergrund und sind damit kaum identifizierbar - geschweige denn angreifbar.

YouTube - Der Lissabon-Vertrag - Ein undemokratisches Machwerk
 

anna85

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Eine Stimmenthaltung und die Abgabe einer ungültigen Stimme haben beide den gleichen Einfluss auf das Wahlergebnis – nämlich keinen.

Immer richtig lesen, sonst geht manches Detail verloren.

Wer immer glaubt, er wisse schon alles, der irrt.

Aus dem von dir zitierten LInK !! :
Wer nicht wählt, wählt die Großen

Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wähle, wähle extrem – von der Nichtwahl profitieren alle Parteien proportional zu ihrem Stimmenanteil, also vor allem die großen Parteien CDU und SPD.
 

DomiOh

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Vorläufige Ergebnisse für die Stadt Essen (423 von 424 Wahlbezirke ausgezählt). Es wird sich also kaum noch was ändern:

CDU 32,5%, SPD 30,0%, Grüne 13,4%, FDP 10,5%, Linke 5,9%, REP 1,5%,
Tierschutzpartei 1,2%, Familie 0,6%.

Der Rest ist nicht erwähnenswert.

Quelle: Internetseite der Stadt Essen
 
E

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Wahlkampfkostenerstattung – kaum Auswirkung durch Nichtwahl

Für jede Stimme erhalten die Parteien Geld. Die Wahlkampfkostenerstattung ist ein Teil der staatlichen Parteienfinanzierung. Für eine Wählerstimme gibt es maximal 0,70 EUR pro Jahr der Legislaturperiode. Allerdings ist der Betrag der staatlichen Parteienfinanzierung auf maximal 133 Mio. EUR pro Jahr begrenzt. Diese Grenze wird regelmäßig deutlich überschritten, weshalb nicht abgegebene oder ungültige Stimmen in der Summe nichts ändern. Sie bewirken nur, dass weniger stark gekürzt werden muss, womit mehr Geld für andere Wahlen und für Zuschüsse zu Mitgliedsbeiträgen und Spenden übrig bleibt.

DITO
 

Archibald

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Aber wo liegt da der Sinn? Glaubst du, du könntest durch ungültigmachen Europa noch verhindern? Wenn es da eine Chance gegeben hätte, hätte ich das auch getan.
Ich will gar nichts verhindern, ich weiss nur zugut, dass ich das nicht kann.
Dennoch will ich aufzeigen, dass ich meine Stimme niemals - egal welcher Partei - gültig abgeben werde, solange dieses Europa nicht absolut eindeutige und unwiderlegbare Grundrechte für die Bürger der EU definiert, ähnlich denen wie sie im Deutschen Grundrecht verankert sind.

Das ungültig machen meiner Stimme alleine bringt sicher zuerst einmal nichts. Allerdings kann ich mit etwas Stolz behaupten dass "unser Kreis" immer mehr - auch Nichtwähler - dazu bringt, ihre Stimme zumindest als Protest gegen diesen mafiösen anmutenden Europaclan, wenigstens ungültig abzugeben.

Im Übrigen machen wir unsere Stimmzettel damit ungültig, dass wir dort vermerken was uns an dieser EU nicht passt. :icon_twisted:

LG, Archibald
 

Jesaja

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Das ist ja das, was alle glauben sollen.

Es ist eine Tatsache, dass ungültige Stimmen nicht ins Wahlergebnis mit einfließen, keine Glaubenssache, auch bei der Europawahl.

Wenn sich 60 % der Wähler enthalten bzw. nicht wählen gehen, dann sind die 40 %, die wählen gehen vereinfacht gesagt 100 %.

Genau, weil nur die abgebenen gültigen Stimmen zählen.

Wenn man mal drüber nachdenkt, wird es klar.

Deshalb macht ungültig Wählen auch keinen Sinn, solange wir zumindest nicht in Spanien leben.

Wie kann es sonst sein, dass nur Politik für wenige gemacht wird ?

Weil Leute gar nicht oder ungültig Wählen gehen.

Eben, weil sich die Mehrheit gar nicht erst beteiligt/ einmischt.

Genau !
Leider ist es in manchen "alternativen" Kreisen immer noch ein weitverbreiteter Irrtum, dass ungültige Stimmen etwas bewirken würden.
 

Jesaja

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Im Übrigen machen wir unsere Stimmzettel damit ungültig, dass wir dort vermerken was uns an dieser EU nicht passt. :icon_twisted:

LG, Archibald
Als Wahlhelfer haben wir uns auch über den einen oder anderen Kommentar auf Wahlzetteln amüsiert, z.B. über den Spruch "Sie können sich ihr Parlament doch selber zusammenwürfeln !!!".
Amüsant auch deswegen, weil diejenigen, die das draufkritzeln, glauben, dass solche Sprüche irgendjemandem imponieren, und dass diese von den Personenkreisen wahrgenommen werden, die es betrifft (Politiker und co.). Tut es natürlich nicht.
 

Atlantis

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Vorläufige Ergebnisse für die Stadt Essen (423 von 424 Wahlbezirke ausgezählt). Es wird sich also kaum noch was ändern:

CDU 32,5%, SPD 30,0%, Grüne 13,4%, FDP 10,5%, Linke 5,9%, REP 1,5%,
Tierschutzpartei 1,2%, Familie 0,6%.

Der Rest ist nicht erwähnenswert.

Quelle: Internetseite der Stadt Essen
die beiden "grossen" volksparteien haben zusammen knapp über 50% der abgegebenen stimmen.
wobei unter 50% aller wähler gewählt haben, dass heisst, 25% der wahlberechtigten wählen noch cdu/spd.

das auf alle wähler die auch wählen könnten hochgerechnet ist das für die parteien eher lächerlich um sich damit selber zu beweihräuchern wie toll sie doch da stehen bei der europawahl.
 

mercator

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Immerhin siecht die SPD weiter vor sich hin. Diese Lügenpartei hat ihr Vertrauen wohl entgültig verspielt. Das "Projekt 18" rückt in greifbare Nähe. :icon_klatsch: In meiner Stadt wurden die SPD Plakate mit Begriffen wie "Unverschämt" oder "Lügner" übersprüht. Sehr schön.
 

Mondkalb

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Hallo,

ist Euch die schwarze Gestalt aufgefallen, die dort war, wo Merkel gewählt hat?
War das der Tod?

MfG
 

Atlantis

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Mit der Wahl für Europaabgeordnete sollen wir unser Sklavensytem das
uns bestimmen will noch selber Wählen.


"Natürlich beeinflussen europäische Entscheidungen nationales Recht, das ist doch der Sinn der europäischen Integration."

Und genau deswegen stellt dieser Vertrag eine Ablösung des Grundgesetzes durch ein anderes Systemkonzept dar, welche nur mit einer VOLKSABSTIMMUNG legetemiert werden kann.
Unser Volksverräter in Berlin wurden nur durch die weigerung des Bundespräsitenten den Vertrag zu Unterzeichnen Gestop,
und dieser hat vom Verfassungsgericht ein Anortung erhalten das er das Gesetz nicht Unterzeichnen soll bis zu Gerichtlichen Klärung
durch das Verfassungsgericht.
 

Drueckebergerin

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Lieber sancho!
Ja, wir freuen uns...........auf schwarz/ gelb nach der BTW und somit auf die Bürgerarbeit.

Dann gibt es endlich Jobs für alle........:icon_party:
 

Woodruff

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Europawahl 2009 : Adieu, Volkspartei SPD! - Politik - STERN.DE

Adieu, Volkspartei SPD!

Ein Kommentar von Hans Peter Schütz

Schlimmer hätte es für die SPD nicht kommen können bei der Europawahl: 21 Prozent, 17 Punkte hinter der Union, eine Volkspartei ist das nicht. [...]

SPD-Chef Franz Müntefering hat sich prognostisch blamiert wie wohl noch nie in seinem Leben. Man möge, bitte schön, hat er vor der Europawahl geraten, die Vasen unterm Fernseher wegstellen, denn die Verlustbalken der Union bei der Präsentation des Ergebnisses würden sie zerschmettern. Was jetzt dort liegt, sind SPD-Scherben.

Noch nie hat die SPD bei einer bundesweiten Wahl so schlecht abgeschnitten. Mal knapp über 20 Prozent. "Adieu, Volkspartei SPD!", kann man da rufen. Eine historische Schlappe. Wer am Wahlabend am Fernseher mitbekommen hat, wie Chefgenosse Müntefering in der SPD-Zentrale dennoch mit Beifall bedacht worden ist, kann sich nur eines fragen: Haben die Genossen denn noch alle?
Genau das habe ich mich vorhin auch gefragt. Wie tief müssen die Genossen in der Wählergunst eigentlich noch fallen, bis sie endlich wach werden?
 

MrsNorris

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Immerhin siecht die SPD weiter vor sich hin. Diese Lügenpartei hat ihr Vertrauen wohl entgültig verspielt. Das "Projekt 18" rückt in greifbare Nähe. :icon_klatsch: In meiner Stadt wurden die SPD Plakate mit Begriffen wie "Unverschämt" oder "Lügner" übersprüht. Sehr schön.
Bei uns standen auf den Plakaten der CDU, SPD und FDP:" Bankenretter, Volksveräter". :icon_klatsch:
 

Archibald

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Es erhöht die Wahlbeteiligung, mehr nicht....:cool:
Irrtum.

Wer nicht wählen geht drückt damit nur Desinteresse aus, wer ungültig wählt zeigt damit dass er/sie sein Interesse und dass er/sie das "Alle Macht geht vom Volke aus" sehr wohl verstanden hat, mit dem sogenannten "Standard" (oder besser überkommenen Alteisen) aber nicht einverstanden ist, weil diese Parteien Selbstbeweihräucherung inkl. derselben, mit allen Folgen, von der Mehrheit der Bürger abgelehnt wird.

Wenn dem eines Tages mehr als 50% der wahlberechtigten folgen, dann haben diese 50+% die absolute Mehrheit und können können die Legitimität der restlichen - und dann auch noch zersplitterten - Minderheit erfolgreich in Frage stellen. Wie das im genauen aussehen wird, das werden die Üblichen hier doch sofort konterkarieren und/oder Madig reden wollen - oder nicht? ;)

LG; Archibald
 

Archibald

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Als Wahlhelfer haben wir uns auch über den einen oder anderen Kommentar auf Wahlzetteln amüsiert, z.B. über den Spruch "Sie können sich ihr Parlament doch selber zusammenwürfeln !!!".
Amüsant auch deswegen, weil diejenigen, die das draufkritzeln, glauben, dass solche Sprüche irgendjemandem imponieren, und dass diese von den Personenkreisen wahrgenommen werden, die es betrifft (Politiker und co.). Tut es natürlich nicht.
Nun, alles eine Frage der Masse der Vorkommnisse. Wenn eines Tages mehr solcher Wahlzettel in den Urnen landet - und darauf steuern wir unaufhaltsam zu, als "gültige" Stimmen, dann wird auch Dir Deine Überheblichkeit zumindest klar werden. :icon_twisted:

Den Massen der Nichtwähler muss ihre immense Macht nur erst einmal klar gemacht werden. Das ist in steter, emsiger Arbeit und der Standardpolitiker ebenso wie deren Politik arbeitet uns emsig entgegen. :icon_lol:

LG; Archibald
 

dr.byrd

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Ja, wo leben wir denn?
Demokratie die (griech.: "Volksherrschaft", deutsch: "moderne Diktatur", auch: Demokrötie), ist der Krieg der Politik gegen das Volk mit anderen Mitteln. Demokratie kann auch beschrieben werden, als Diktatur, die vom ganzen Volk gewählt wird. Also irgendwie von uns, denn wir sind das Volk.
Stupidedia

Oder doch schon:

Die Idiokratie (von lat. idiōta «Laie», «Pfuscher», «Stümper», «unwissender Mensch»; kratía „Macht, Herrschaft, Kraft, Stärke“) ist die Bezeichnung einer modernen Herrschaftsform. Trotz großer Ähnlichkeiten ist die Idiokratie nicht zu verwechseln mit der Demokratie. Die Idiokratie wird in der Wissenschaft auch als die "Herrschaft der Dummen" bezeichnet.
Stupidedia
 

Jesaja

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Nun, alles eine Frage der Masse der Vorkommnisse. Wenn eines Tages mehr solcher Wahlzettel in den Urnen landet - und darauf steuern wir unaufhaltsam zu, als "gültige" Stimmen, dann wird auch Dir Deine Überheblichkeit zumindest klar werden. :icon_twisted:

Den Massen der Nichtwähler muss ihre immense Macht nur erst einmal klar gemacht werden. Das ist in steter, emsiger Arbeit und der Standardpolitiker ebenso wie deren Politik arbeitet uns emsig entgegen. :icon_lol:

LG; Archibald
Seine immense Macht übt man mit ungültigem Wählen wohl am Schlechtesten aus.
Ich finde eher immer die Überheblichkeit selbsternannter Revoluzzer erstaunlich, die glauben mit polemischer Agitation allein, irgendwas reissen zu können.
Das ist nicht nur der Ausdruck von kleinkariertem Schwarz-Weiss-Denken ("ich bin der grosse Durchblicker und jeder, der nicht meine Meinung teilt, ist verblendet"), sondern auch von einer Selbstheroisierung, die mir selbst eher fremd ist.
 

Archibald

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Tja, die Linken haben bisher nur 7,1% bekommen.

Freuet Euch! :icon_party:
Sancho, Du forderst ja geradezu dazu auf Pro Linke zu argumentieren denn::

Es ist ein Erfolg wenn die Linke trotz aller Medienhetze und sonstiger Antilinks Propaganda 7+% gewinnt. Es ist aber geradezu vernichtend blamabel, wenn die "Etablierten" noch größere %-Zahlen verlieren.

BTW. Ich bekomme gerade mit, dass die CDU im "Ländle", der Hochburg dieser Partei, von den Grünen überflügelt wurde. :icon_razz:


LG, Archibald
 

Archibald

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Seine immense Macht übt man mit ungültigem Wählen wohl am Schlechtesten aus.
[Polemik entsorgt]
Dazu sage ich nur: WIR SIND DAS VOLK

Den Rest überlasse ich Deiner Fantasie, auch für Dich wird die Erde eines Tages rund werden oder sein müssen :icon_mrgreen:

LG, Archibald
 

Jesaja

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Dazu sage ich nur: WIR SIND DAS VOLK

Den Rest überlasse ich Deiner Fantasie, auch für Dich wird die Erde eines Tages rund werden oder sein müssen :icon_mrgreen:

LG, Archibald
Ich glaube, die Unterstellung von Fundamentalismus, geht hier an die falsche Adresse.
Denn es sind ja die Fundamentalisten, die nie bemerken wollen, dass ihre Ideologie eben bloß eine Ideologie ist.
 

Archibald

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Ich glaube, die Unterstellung von Fundamentalismus, geht hier an die falsche Adresse.
Denn es sind ja die Fundamentalisten, die nie bemerken wollen, dass ihre Ideologie eben bloß eine Ideologie ist.
Wie wahr, wie Wahr.
Nur ob Du wirklich verstehst, was Du da geschrieben hast, das wage ich zu bezweifeln. :icon_klatsch:

LG, Archibald
 
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Sancho, Du forderst ja geradezu dazu auf Pro Linke zu argumentieren denn::

Es ist ein Erfolg wenn die Linke trotz aller Medienhetze und sonstiger Antilinks Propaganda 7+% gewinnt. Es ist aber geradezu vernichtend blamabel, wenn die "Etablierten" noch größere %-Zahlen verlieren.

BTW. Ich bekomme gerade mit, dass die CDU im "Ländle", der Hochburg dieser Partei, von den Grünen überflügelt wurde. :icon_razz:


LG, Archibald
Auch wenn die Linken 10% bekommen würden, könnten die nichts ändern, auch nicht, wenn sie Juniorpartner in einer Regierung wären.

Die Linken haben die Entwicklung verpennt und ihr "Wahlprogramm" wie die anderen Parteien auch "am Wähler vorbei" gemacht. Zudem setzen sie lieber auf den immer kleiner werdenden Mittelstand, was zwar nicht falsch ist, aber die "Unten" werden nur mit ein paar Sätzen abgespeist und mit (eigentlich) unhaltbaren Versprechungen sollen sie geködert werden.

Wenn sich am Wahlkampf und an dem Wahlprogramm nicht Grundlegend etwas ändert, dann werden die weiter so um die 10% herumdümpeln. Liegt aber eher an der "Führung", denn die machen eigentlich nur SPD-Politik, was eine eigenständige Partei, die sie ja sein wollen, nicht oder nur im begrenzten Maß machen sollte,

P. S.

Diese "Bittsteller-Wahlwerbung" wie bei den letzten LTW sollten die auch mal gründlich überdenken.
 

Jesaja

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Wie wahr, wie Wahr.
Nur ob Du wirklich verstehst, was Du da geschrieben hast, das wage ich zu bezweifeln. :icon_klatsch:

LG, Archibald
Leider belegst du aber immerzu nur meine Vermutung :

Das ist nicht nur der Ausdruck von kleinkariertem Schwarz-Weiss-Denken ("ich bin der grosse Durchblicker und jeder, der nicht meine Meinung teilt, ist verblendet"), sondern auch von einer Selbstheroisierung, die mir selbst eher fremd ist.
 
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Europawahl 2009: Schwarz-Grün in Hamburg mit deutlichen Verlusten

Nach dem vorläufigen Endergebnis der Europawahl 2009 in Hamburg haben die WählerInnen schwarz-grün eine deutliche Abfuhr erteilt. Lediglich DIE LINKE und die Elbliberalen konnten ihre Ergebnisse von 2004 deutlich übertreffen.
Quelle: Hamburg Links
 

wolliohne

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Anbetracht der niedrigen Wahlbeteiligung von nur 43% hat auch die Demokratie einen erneuten Dämpfer bekommen.

Die Partei der Nichtwähler hat die absolute Mehrheit im 1ten Stimmungstest
2009.
 

isabel

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Anbetracht der niedrigen Wahlbeteiligung von nur 43% hat auch die Demokratie einen erneuten Dämpfer bekommen.

Die Partei der Nichtwähler hat die absolute Mehrheit.
Und: wer vertritt die Nichtwähler bei den Parlamenten?
 

wolliohne

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Europa spielt die nationale Karte

Konservative gewinnen Europawahl Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament haben die Konservativen ihre Führungsrolle als stärkste Kraft ausgebaut. Laut der ARD-Prognose von Infratest dimap am Sonntagabend stellt die Europäische Volkspartei EVP künftig 302 Abgeordnete und damit 14 mehr als bisher. Die in der SPE-Fraktion zusammengeschlossenen sozidalemokratischen Parteien verlieren demnach 43 Mandate und erreichen noch 174. Die Allianz der Liberalen kann nach Verlusten als drittgrößte Fraktion noch mit 89 der insgesamt 736 Sitze im verkleinerten Europaparlament rechnen.

Konservative europaweit wieder stärkste Kraft | tagesschau.de

lesenswerter Kommentar:
Europawahl 2009 - Zartes Schwarz-Gelb - Europawahl 2009 - sueddeutsche.de
 

wolliohne

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Kommunalwahlen 2009

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CDU und SPD verlieren bei Kommunalwahlen

Die Kommunalwahlen in mehreren Bundesländern haben CDU und SPD teils erhebliche Verluste beschert. Nutznießer waren vor allem Grüne und FDP. Einen Überraschungscoup landeten die Linken im Saarland. Rechtsextreme Parteien schnitten vor allem im Osten auf dem Land gut ab.
Quelle: Welt online
 

isabel

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Das Ergebnis ist einfach katastrophal.
In dem Artikel steht irgendwo: die Nichtwähler wollten zeigen, dass sie nicht mit der konservativer Politik einverstanden sind. Das verstehe ich auch.
Nun, was haben wir davon? Was haben die Nichtwähler eigentlich erreicht?
Es ist frustrierend.
Die Konservativen lachen. MwSt rauf RS runter. Die Schere zwischen Arm und Reich noch breiter. Weitere Repressionen.
Die Bessergestellte haben es verstanden: wählen,um ihre Position nicht zu verlieren; die Unterdrückten: verfallen in Apathie.

Ich denke manchmal: ich gebe es auf. Ich bin nicht verpflichtet, ich mache es freiwillig. Jetzt bin ich ganz einfach enttäuscht.

MfG
Isabell
 

wolliohne

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du sagst es!

es ist an der Zeit darüber nachzudenken diesem unserem schönen Land den Rücken zu kehren.
 

Archibald

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Tja, den Nichtwählern scheint die Demokratie scheiß egal zu sein ...
Welche Demokratie!? :icon_eek:

Meinst Du etwa die Zusammenschlüsse der Minderheitenvertreter und Wählerbetrüger und den sich seit Jahrzehnten wiederholenden Wählerbetrug, der deutlich sichtbar immer mehr Menschen dazu bringt, in passivem Widerstand und Resignation zu verharren?

Eine deutliche Mehrheit sagt inzwischen - und das vollkommen zurecht - ihr haltet nicht was ihr uns versprecht und wofür wir euch gewählt haben, ihr missbraucht eure Macht wie ihr lustig seid und redet uns ein "der Wähler" wolle das, was ihr zu eurem Wohl und Machterhalt ausheckt, dann macht das doch bitte gleich ganz ohne uns.

In einer Demokratie zählen Mehrheiten, die einzig wirkliche Mehrheit will aber gerade nicht diese machttrunkenen, rein eigennützigen Zusammenrottungen, die sich noch Parteien nennen dürfen.

Genau betrachtet ist jedes Ergebnis einer Wahl, an der weniger als 50,1% der Wähler überhaupt noch teilnehmen, nicht mehr wirklich demokratisch legitimiert, sondern ein überdeutliches Zeichen dafür, dass diese "Demokratie" nur noch eine Farce darstellt an der überhaupt nur noch Selbstbereicherer und deren "Gläubige" teilnehmen und über kurz oder lang dem Untergang geweiht ist, weil das Ergebnis daraus wiederum immer noch mehr Gegner dieser Pseudodemokraten sind.

Das einzig wirklich Demokratische wäre bei Wahlbeteiligungen unter 50,1% der Wahlberechtigten Neuwahlen in Verbindung mit einem deutlichen Umbesinnen der beteiligten Parteien auf das, was die wirklichen Mehrheiten wollen und brauchen, die damit dann auch wieder an die Urnen strömen würden. Natürlich müsste zugleich auch das Links blinken, dann aber Rechts abbiegen ein Ende haben oder doch zumindest vom Wähler direkt sanktionierbar werden, um diese Farce von Demokratie wieder auf einen wirklich tragfähigen und nachhaltig beständigen Boden zu bekommen. Damit könnte dann auch der lange schon fällige Aufbruch, anstelle des zähen und fortwährenden, aber beständigen Absturzes stattfinden.

LG, Anselm
 

Hotti

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Wer um alles in der Welt wählt in dieser Zeit noch die FDP? :confused:
Ich bin in einen Forum, welches nicht, oder nur wenig von Arbeitslosen besucht wird. Da habe ich mit meiner Meinung einen sehr schweren Stand. Selbst jetzt, wo es immer mehr Erwerbslose gibt, zählt man die meisten Elos zu den Sozialschmarozern. Da kann man sich doch ausrechnen, wo die Stimmen für die FDP her kommen. Fact ist, dass die Nocharbeitenden immer noch auf uns knüppeln. Da ist sogar von Kopfgeld für schwarz arbeitende Hartzis die Rede.:icon_neutral: Deshalb wünsche ich mir fast schon, dass die Krise sich noch weiter ausdehnt. Aber auch in diesen Forum lasse ich nicht locker. Irgendwer kommt mir auch da meist zu Hilfe.
 
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Ich bin in einen Forum, welches nicht, oder nur wenig von Arbeitslosen besucht wird. Da habe ich mit meiner Meinung einen sehr schweren Stand. Selbst jetzt, wo es immer mehr Erwerbslose gibt, zählt man die meisten Elos zu den Sozialschmarozern. Da kann man sich doch ausrechnen, wo die Stimmen für die FDP her kommen. Fact ist, dass die Nocharbeitenden immer noch auf uns knüppeln. Da ist sogar von Kopfgeld für schwarz arbeitende Hartzis die Rede.:icon_neutral: Deshalb wünsche ich mir fast schon, dass die Krise sich noch weiter ausdehnt. Aber auch in diesen Forum lasse ich nicht locker. Irgendwer kommt mir auch da zu Hilfe.
Klar Hotti, genauso ist es. Und woran liegt es? An den Medien oder an den "gemachten" Presseerklärungen, TV-Sendungen, endlosen Mist-Diskussionen im TV und natürlich den geliebten Dokumentationen, Serien. Überall dort wird der ALG-II-Bezieher als Schmarotzer gezeigt und "runtergekanzelt". Endlich ham wir einen der Schuld ist, auf den man (ein-)treten kann, die Aggressionen loswerden kann. Er ist schuld an der ganzen Misere ... die holen sich alles vom Staat. Diese "arbeitsscheuen Nichtstuer und Couchlieger"!

Als "Zuckerl" kommt dann mal z.B. PANORAMA und rückt die Arbeitslosenzahlen gerade. Dies nützt natürlich dann auch nichts.


Ja, ich persönlich gebe zum größten Teil den Pressefritzen, den Redakteuren, den Moderatoren, den Medienanstalten die Schuld an dem was Deutschland geworden ist und wie mit den Menschen umgegangen wird. Wie mit der Moral umgegangen wird, die "großen" Betrüger nicht mehr entlarvt werden, die Geldmauscheleien der Großen verschwiegen werden und absichtlich nicht an die große Glocke gehängt werden und wie Menschenrechte verletzt werden.

Sie recherchieren nicht mehr, sie decken nicht mehr auf. Sie verbeissen sich nicht mehr in ein Thema .... Sie übernehmen einfach was Ihnen von "oben" vorgegeben wird. Hätten wir noch Redakteure, die wirklich recherchieren, die sich in der Materie auskennen, die mit Biss dem Redakteuren-Ethos nachgehen, dann wäre vieles anders. Für mich alles bezahlte Versager! Gekaufte Artikel! Wo bitte sind die Wallraffs, die Redakteure mit Biss. Die suchen, recherchieren und schonungslos aufklären?? Vor Feigheit, ohne Courage, sind sie zum Handlanger geworden! Schämen sollen sie sich!


Die Redakteure "ducken" sich und ziehen den Kopf ein. Sie haben Angst den geliebten Arbeitsplatz oder die Selbständigkeit deswegen zu verlieren. Blöd sind sie sicher nicht. Auch hier spielt die Gier nach Geld und Macht eine Rolle nicht das Ethos!

Money, Money, Money ......

Redakteure bringen nicht einfach "falsch" was rüber oder "verdreht". Nein, die haben gelernt sich äußern zu können, sie haben gelernt Dinge ins rechte Licht zu rücken. Nur anwenden tun sie es nicht (mehr). Sie schreiben für ihre Vorgesetzten! Sie geben nicht mehr die Wahrheit preis, sondern sie äussern sich so, daß es dem Vorgesetzten passt. Und wer die Vorgesetzten sind brauch ich ja wohl nicht schreiben. Hierzu verweise ich auf folgendes Thema: Klick >>>
http://www.elo-forum.org/news-disku...-journalisten-gew%E4hrleistet.html#post383402

Ist ähnlich wie bei den Ärzten. Der Berufsethos ist in vielen "Branchen" tot (gemacht worden).

Als Kämpfer der ALG-II-Bezieher geht man in diesen Zeiten unter, weil ein Einzelner nichts ausrichten kann. Was bitte will ein Einzelner ausrichten gegen (ich sag mal) "Gruppen" die gegen ihn sind? Bisher haben es die ALG-II-Bezieher noch nicht geschafft, sich auch in Gruppen zu wehren!

Da fehlts noch weit. Und dann wählen diese auch noch diese Sesselpfurzer, die Ihnen alles genommen haben oder nehmen werden, boykottieren die Wahlen oder geben ungültige Stimmen ab. ..... Nur viel Zeit bleibt nicht (mehr).

Man ich könnt schon wieder .... muss mich beruhigen.




 

tisinimo

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Ich bin in einen Forum, welches nicht, oder nur wenig von Arbeitslosen besucht wird. Da habe ich mit meiner Meinung einen sehr schweren Stand. Selbst jetzt, wo es immer mehr Erwerbslose gibt, zählt man die meisten Elos zu den Sozialschmarozern. Da kann man sich doch ausrechnen, wo die Stimmen für die FDP her kommen. Fact ist, dass die Nocharbeitenden immer noch auf uns knüppeln. Da ist sogar von Kopfgeld für schwarz arbeitende Hartzis die Rede.:icon_neutral: Deshalb wünsche ich mir fast schon, dass die Krise sich noch weiter ausdehnt. Aber auch in diesen Forum lasse ich nicht locker. Irgendwer kommt mir auch da meist zu Hilfe.
Hallo, denke auch das das SYSTEM erst richtig zusammenbrechen muss...bevor sich was Ändert..knallhart..Ansonsten vergesst alles andere. Egal was gewählt wird es bekommt keiner mehr hin so das alle zufrieden sind..solange die mehrheit nur an sich selber denkt.

gruss
 
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Kommentar zur Europawahl
Ach Europa, tiefer geht´s immer!


Was bleibt sind Zeichen an der Wand. Schmerzhafte und düstere Zeichen - zunächst für die deutsche Sozialdemokratie. Was für ein Schlag ins Kontor! Der SPD kommt jeglicher Zuspruch abhanden - sie kann weder mobilisieren noch durch ihr gegenwärtiges Eintreten als die Arbeitnehmer-Rettungspartei in irgendeiner Art und Weise Wähler überzeugen. Die SPD sitzt im tiefen Keller. Darüber wird intensiv im Willy-Brandt-Haus zu sprechen sein. Eigentlich war die Parole vor der Wahl: Tiefer geht´s nimmer.

Und die andere Volkspartei, die CDU?! Was für ein relativer Schlag ins Kontor für Parteichefin Angela Merkel. Sie steht nach dieser ersten Wahl als Regierungschefin nur darum stabil da, weil sie den bayerischen Selbstdarsteller Horst Seehofer (CSU) an ihrer Seite hat! Nur weil der sich bei seiner ersten Wahl als Partei- und Regierungschef konsolidierte, kommt die Union in Summe mit einem blauen Auge davon.
Die Kleinen werden groß - die FDP kann mehr als bei jeder Wahl zuvor aus dem Lager der bisherigen Nichtwähler mobilisieren. Die Bündnisgrünen bleiben immerhin, wo sie sind. Und bei der Linkspartei haben aufgrund einer moderaten Kampagne in der Partei jetzt wohl die eher moderaten Reformer die Nase vorn und die Radikaleren das Nachsehen.
Kommentar: Ach Europa, tiefer geht´s immer! | tagesschau.de
 
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Und die andere Volkspartei, die CDU?! Was für ein relativer Schlag ins Kontor für Parteichefin Angela Merkel. Sie steht nach dieser ersten Wahl als Regierungschefin nur darum stabil da, weil sie den bayerischen Selbstdarsteller Horst Seehofer (CSU) an ihrer Seite hat! Nur weil der sich bei seiner ersten Wahl als Partei- und Regierungschef konsolidierte, kommt die Union in Summe mit einem blauen Auge davon.
Dazu:

Seehofer, der bayerische Siegfried


Wie ein Bad im Drachenblut: CSU-Chef Horst Seehofer machen die fast 50 Prozent, die seine Partei bei der Europawahl errungen hat, unangreifbar - egal, wie viel Wankelmut er zeigt.

Weiterlesen: Europawahl 2009 - Seehofer, der bayerische Siegfried - Bayern - sueddeutsche.de
 
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Agenda 2010

Jetzt wissen wir wofür die Agenda 2010 der SPD steht. Gestern 20% für die SPD bei der Europawahl und im September 10% für die SPD bei der Bundestagswahl. :icon_party:
 
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SPD hat Gesprächsbedarf mit den Wählern

Ratlosigkeit bei der SPD nach dem Europawahl-Sonntag - was ist schief gelaufen? Nach der desaströsen Niederlage setzen die Berliner Sozialdemokraten nun auf eine hohe Mobilisierung im Bundestagswahlkampf.


Berlin - Die SPD-Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt, die für die Berliner Sozialdemokraten seit 20 Jahren in Straßburg sitzt, ist ratlos. „Ich habe keine Erklärung für dieses Ergebnis. Offenbar gelingt es uns nicht, den Wählern zu vermitteln, dass europäische Politik keine Angelegenheit abgehobener Eliten ist, sondern Innenpolitik, die alle angeht.“ Diese Botschaft unter die Leute zu bringen sei nicht nur Aufgabe der EU-Abgeordneten und der Medien, sondern auch der Regierungen, Behörden und Parlamente in Bund, Ländern und Kommunen.

Auch andere Genossen sind irritiert. „Für unser Wählermilieu scheint Europa weit weg zu sein“, sagt Fritz Felgentreu. Der Neuköllner SPD-Kreischef und Bundestagskandidat will gar nicht erst den Eindruck erwecken, als wenn es für dieses Grundproblem der Berliner Sozialdemokraten einfache Lösungen gebe. Das sieht auch Jörg Stroedter so, der in Reinickendorf für die SPD in den Bundestag will. „Unsere Wähler bringen ihre Alltagsprobleme, Arbeitslosigkeit und sozialen Nöte nicht mit dem europäischen Parlament in Verbindung.“ Da helfe auch kein engagierter Wahlkampf. Nur 161 614 Wähler haben sich am Sonntag in Berlin für die SPD entschieden. Bei der Bundestagswahl 2005 waren es 637 674. Fast vier Mal so viel.

....

Dennoch warnt der europapolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Frank Zimmermann, vor der Illusion, dass die Wende zum Besseren automatisch komme. „Bei unseren potenziellen Wählern hat sich in den letzten Jahren ein nachhaltiger Frust entwickelt.“ Solange die SPD als Regierungspartei mit einer „Politik der Ungerechtigkeit“ in Verbindung gebracht werde, seien tief sitzende Enttäuschungen schwer zu beseitigen. Diese Lehre zieht Zimmermann aus der EU-Wahl: „Die SPD muss sich wieder stärker an ihren traditionellen Milieus orientieren.“ Die Wahlstatistik scheint ihm recht zu geben. Besonders die Hartz- IV-Empfänger, Ausländer, deutsche Migranten und Berliner, die in einfachen Wohnlagen leben, haben der SPD am Sonntag die kalte Schulter gezeigt.
SPD hat Gesprächsbedarf mit den Wählern


Das kommt davon, wenn man sich ausschließlich um die "Mittelschicht" bemüht, allerdings ist es jetzt mit einer Politik für eben die "Unterschicht" schon zu spät, weil sie mittlerweile zu unglaubwürdig sind.
 

Woodruff

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SPD will nach Europawahl an politischem Kurs festhalten

Müntefering & Co. sind uneinsichtig wie Jürgen Klinsmann - nur wurde dieser von Hoeneß und Rummenigge beurlaubt bevor er noch mehr Schaden anrichten konnte. Das Ergebnis der SPD bei der Europawahl ist wie eine 0:7-Heimpleite gegen Energie Cottbus oder Arminia Bielefeld nach einer langen Serie von Niederlagen.

Wäre die SPD ein Bundesligaverein, dann hätte die Genossen schon allein wegen Erfolgslosigkeit längst die gesamte Parteispitze nebst Seeheimer Kreis zum Teufel gejagt und diesen ganzen Agenda-Unsinn über Bord geworfen. Stattdessen jubeln die Steinmeier und Münte auch noch zu :icon_eek:

Haben die eigentlich seit Verkündung der Agenda 2010 auch nur eine einzige Wahl gewonnen? Mit Ypsilanti waren sie nah dran, aber das scheiterte ja an Leuten aus den eigenen Reihen...
 

wolliohne

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Noch einmal Claudia-Tacheles

ClaudiaF. Tacheles

Betreff:Europawahl - wiederum Nachtgedanken ...

Text:ich zitiere jetzt mal:

"Lafontaine räumt Mobilisierungsprobleme bei Europawahl ein «Und das trifft uns natürlich besonders»
Berlin (ddp). Der Vorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine, hat «Mobilisierungsprobleme» seiner Partei bei der Europawahl eingeräumt. «Inzwischen muss man feststellen, dass die Wählerinnen und Wähler, die Hartz IV beziehen, die arbeitslos sind oder kleine Renten haben, einfach so enttäuscht sind, dass sie bei Europa schon gar nicht mehr zur Wahl hingehen», sagte Lafontaine am Montag dem Saarländischen Rundfunk und fügte hinzu: «Und das trifft uns natürlich besonders.» Dieses Problem habe aber auch die SPD, die am Sonntag «ein Desaster erlebt» habe.
Die Linke verfehlte bei der Europawahl das selbst gesteckte Ziel von «10 Prozent plus x». Die Partei erzielte 7,5 Prozent, lag damit aber deutlich vor dem Ergebnis von 2004, wo damalige PDS auf 6,1 Prozent kam. ..."

Lafontaine räumt Mobilisierungsprobleme bei Europawahl ein | Nachrichten | 08.06.2009

Er mag zwar objektiv Recht haben, der Oskar, aaaber:

ich empfinde diese Äußerungen schon als leicht despektierlich gegenüber den Menschen, die man als potntielle Wählerklientel ansieht.

Vielleicht lese ich auch nur falsch oder höre einen Unterton heraus, der in der Äußerung so nicht enthalten sein soll, mag durchaus sein.

Ich empfand die Äußerung schon als leicht daneben, weil sich indirekt auch die Feststellung -überspitzt- herauslesen läßt: "Die Betroffenen sind enttäuscht aber eigentlich auch zu blöd zu erkennen, wer ihre Interessen vertreten will"

Wenn Oskar das nicht gemeint haben sollte, dann hätte die Kritik und das Nachdenken über die eigenen Parteibotschaften während des Europawahlkampfes deutlicher und pointierter formuliert werden können.

Bei Nachwahlanalysen, die früher, als ich noch Mitglied der Partei in einem Ost-Landesverband war, angestellt wurden, fiel so etwas weitaus deutlicher und drastischer aus:

Beispiel:

In jenem Landesverband war immer klar, daß die Menschen und potentiellen Wähler/innen genau da abgeholt und angesprochen werden müssen, wo sie persönlich betroffen sind und wo ihnen die Partei einen für sie nachvollziehbaren und immer wieder verständlich erklärten Grund liefert, warum das Kreuzchen bei der Partei so wichtig ist und bei anderen Parteien daneben gehen kann.
D.h.: es ist ganz konkret eine genaue Zielgruppenanalyse zu erstellen und es ist den Wählern zu erklären, warum es wichtig ist, ihr Kreuz da und nicht dort zu setzen, selbst wenn das konkrete Wählerproblem bei der aktuellen Wahl nicht den vorrangigen Stellenwert hat.

Ich befürchte, hier hat die Linkspartei ein klein wenig oberflächlich gehandelt.

1. Ihre zwei ausgewiesenen seit Jahren im EU-Parlament sitzenden und angesehenen Leute wurden "ausgemustert" und durch "newcomer" kommentarlos ersetzt, nicht nur für mich sondern auch für andere war genau dies der Grund, diesesmal nicht die Linke zu wählen.

2. Den alten Spruch "hast du einen Opa, schick ihn nach Europa" haben sie wieder mal 1:1 beherzigt und umgesetzt, vor einigen Jahren war es der Modrow-Hans, diesmal war es halt Lothar Bisky (den ich persönlich übrigens wegen seiner Integrationsfähigkeiten und seiner Menschlichkeit regelrecht verehre aber leider trotzdem deshalb nicht gewählt habe, weil er als Spitzenkandidat auch ohne meine Stimme gewählt werden würde)

3. aus meiner Sicht hat die Partei nicht hinreichend deutlich gemacht bzw. deutlich machen können oder wollen, warum die von der Agenda 2010 getroffenen und gebeutelten Menschen aus strategischen Überlegungen heraus auch für Europa die Linke hätten wählen sollen.
Es hätte klar und deutlich gesagt werden müssen, "natürlich stehen bei der Europawahl weder SGB II noch SGB XII auf dem Prüfstand, aber: in 3 Monaten haben wir die BTW, dafür können wir ein Zeichen setzen" oder: "wir schicken Leute nach Europa, die sich genau darauf konzentrieren, das soziale Europa mitzuverwirklichen" (und da war halt wieder kontraproduktiv, die seit Jahren im EU-Parlament bereits arbeitenden und vernetzten Leute "auszumustern"

Ich denke, wir alle, die wir betroffen sind von SGB II und SGB XII, sollten aus diesen -in meinen Augen vermeidbaren- Problemen schleunigst lernen!

danke für`s Lesen und gemeinsame Nachdenken!
 
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AW: Noch einmal Claudia-Tacheles

Ich empfand die Äußerung schon als leicht daneben, weil sich indirekt auch die Feststellung -überspitzt- herauslesen läßt: "Die Betroffenen sind enttäuscht aber eigentlich auch zu blöd zu erkennen, wer ihre Interessen vertreten will"
Nein, das lese ich nun überhaupt nicht heraus.

Ich meine herauszulesen, dass die Menschen einfach nur noch entäuscht und frustriert sind. Sie resignieren. Das hat aber mit Blödheit nun überhaupt nichts zu tun.

Dennoch muss sich DIE LINKE. fragen lassen, ob es nicht auch zum Teil an den internen Querelen, die ja auch nach außen getragen werden, gelegen haben mag. Wenn wir, auch ich bin ja ein Linker, nicht nur geschlossen auftreten, sondern auch so handeln, dann wird, davon bin ich überzeugt, auch die Klientel der Linken wieder vermehrt an die Urne gehen.

Es gilt für DIE LINKE. zu erkennen, dass sie ein unglaubliches Potential hat, dieses aber nicht nutzt, weil sie sich mitunter selbst im Weg steht.
 

Shellist

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AW: Noch einmal Claudia-Tacheles

Politik will Bürger zur Wahl zwingen
Vorschlag: Strafe bei Nichtwahl
Besonders viele Wähler waren es ja nicht - das soll sich ändern: Wer künftig nicht wählt, soll Strafe zahlen. So lautet ein SPD-Vorschlag
"Wahlfplicht in Deutschland"
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen forderte, eine Wahlpflicht in Deutschland einzuführen. Er sagte der "Bild": "Wir Politiker müssen im Parlament abstimmen - das kann man auch von den Wählern bei einer Wahl verlangen. Wer nicht zu einer Wahl geht, sollte 50 Euro Strafe zahlen. Demokratie ohne Demokraten funktioniert nicht."

Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz forderte in der Zeitung, über Möglichkeiten nachzudenken, künftig per Internet die Stimme abgeben zu können. Voraussetzung sei eine "sichere Übertragung" dieser Abstimmung.
Tja Herr Wiefelspütz das würde Herrn Schäuble auch so gefallen.
 
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AW: Noch einmal Claudia-Tacheles

Politik will Bürger zur Wahl zwingen
Vorschlag: Strafe bei Nichtwahl
Besonders viele Wähler waren es ja nicht - das soll sich ändern: Wer künftig nicht wählt, soll Strafe zahlen. So lautet ein SPD-Vorschlag
"Wahlfplicht in Deutschland"
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen forderte, eine Wahlpflicht in Deutschland einzuführen. Er sagte der "Bild": "Wir Politiker müssen im Parlament abstimmen - das kann man auch von den Wählern bei einer Wahl verlangen. Wer nicht zu einer Wahl geht, sollte 50 Euro Strafe zahlen. Demokratie ohne Demokraten funktioniert nicht."

Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz forderte in der Zeitung, über Möglichkeiten nachzudenken, künftig per Internet die Stimme abgeben zu können. Voraussetzung sei eine "sichere Übertragung" dieser Abstimmung.
Tja Herr Wiefelspütz das würde Herrn Schäuble auch so gefallen.

Heute mit diesem Beitrag den 1. Lachkrampf bekommen .... :icon_lol:

(mein Zusatz: ... und am besten dann noch die Hand führen lassen müssen wo ein Kreuzchen zu machen ist)

Nach Europawahl: SPD-Politiker fordert Geldstrafe fürs Nichtwählen - Nachrichten Politik - WELT ONLINE
 

wolliohne

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DomiOh

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Strafe für Nichtwähler? Unruhe in der SPD

Die Europawahl hat der SPD gezeigt: Tiefer gehts immer. Nun brodelt es in der Partei und es ist wieder die Zeit der Ratschläge angebrochen. Die SPD-Linke will gleich die gesamte Politik auf den Prüfstand stellen, der Bundestagsabgeordnete Thießen ruft nach einer Wahlpflicht in Deutschland.
Der Nichtwähler müsste bestraft werden, eine Wahlpflicht eingeführt werden. "Wir Politiker müssen im Parlament abstimmen - das kann man auch von den Wählern bei einer Wahl verlangen." Wer nicht zur Wahl gehe, soll Thießen zufolge 50 Euro Strafe zahlen. "Demokratie ohne Demokraten funktioniert nicht", sagte der Abgeordnete.
Der ganze Artikel bei n-tv

Nunja, es ist aber auch nicht sehr demokratisch, die Bürger zum Wählen zu zwingen...
Ich entscheide in einer Demokratie immernoch selbst, ob ich wählen möchte oder nicht...
Zumal auch das nichts bringt, jeder der dann gezwungenermaßen wählt, macht den Wahlzettel halt ungültig und die Sache hat sich.
 

FAR2009

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AW: Noch einmal Claudia-Tacheles

Politik will Bürger zur Wahl zwingen
Vorschlag: Strafe bei Nichtwahl
Besonders viele Wähler waren es ja nicht - das soll sich ändern: Wer künftig nicht wählt, soll Strafe zahlen. So lautet ein SPD-Vorschlag
"Wahlfplicht in Deutschland"
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen forderte, eine Wahlpflicht in Deutschland einzuführen. Er sagte der "Bild": "Wir Politiker müssen im Parlament abstimmen - das kann man auch von den Wählern bei einer Wahl verlangen. Wer nicht zu einer Wahl geht, sollte 50 Euro Strafe zahlen. Demokratie ohne Demokraten funktioniert nicht."

Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz forderte in der Zeitung, über Möglichkeiten nachzudenken, künftig per Internet die Stimme abgeben zu können. Voraussetzung sei eine "sichere Übertragung" dieser Abstimmung.
Tja Herr Wiefelspütz das würde Herrn Schäuble auch so gefallen.
Wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgeht. Wer wählt denn schon eine Partei die Wahlzwang unter Strafe anordnet?
Wo sind wir denn? Schon allein diese Überlegung zeugt doch von deren unglaublicher Ignoranz und Arroganz.
Wieder das typische Geseiere wie nach jeder Wahl, der Schuldige wird gesucht, in diesem Fall die geneigte (nicht-)Wählerschaft. Unglaublich!
Anstatt sich mal die einzig richtige Frage zu stellen: Wollen die Wähler unsere Politik nicht bzw. in diesem Fall, wollen die Wähler so ein Europa nicht?

Und danke Herr Wiefelspütz, so kommt jeder, ganz legal und demokratisch, an sein "Schäuble-Cookie"
 

wolliohne

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Zitat Volker Pispers zum Abschneiden der fdp bei EU Wahl:

Nur wer diesen Beschiss der Krise genau gekannt hat,weiß auch den richtigen Weg da wieder raus zu kommen!
 

Aidane

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AW: Strafe für Nichtwähler? Unruhe in der SPD

Der ganze Artikel bei n-tv
"Wir Politiker müssen im Parlament abstimmen - das kann man auch von den Wählern bei einer Wahl verlangen." Wer nicht zur Wahl gehe, soll Thießen zufolge 50 Euro Strafe zahlen.
Und wieviel müssen die Politiker bezahlen wenn sie nicht zu den Abstimmungen erscheinen.
Wenn es um heikle Sachen geht drücken sich doch eh die meisten vor der Abstimmung.
 

Arania

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AW: Noch einmal Claudia-Tacheles

Wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgeht. Wer wählt denn schon eine Partei die Wahlzwang unter Strafe anordnet?
Wo sind wir denn? Schon allein diese Überlegung zeugt doch von deren unglaublicher Ignoranz und Arroganz.
Wieder das typische Geseiere wie nach jeder Wahl, der Schuldige wird gesucht, in diesem Fall die geneigte (nicht-)Wählerschaft. Unglaublich!
Anstatt sich mal die einzig richtige Frage zu stellen: Wollen die Wähler unsere Politik nicht bzw. in diesem Fall, wollen die Wähler so ein Europa nicht?

Und danke Herr Wiefelspütz, so kommt jeder, ganz legal und demokratisch, an sein "Schäuble-Cookie"

na ja in anderen europäischen Ländern gibt es das längst, ist also nichts unbedingt Neues, bedeutet ja auch nur das gewählt werden muss, nicht wen
 
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