Euro Krise Gefährliche deutsche Illusionen

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wolliohne

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Hierzulande läuft es trotz Euro-Krise ganz gut? Nicht wirklich. Den Deutschen geht es wirtschaftlich schlechter als sie glauben, warnt ein großes Wirtschaftsinstitut: Das Wachstumspotenzial sei ebenso niedrig wie in Spanien. Die Politik müsse dringend etwas ändern…
“In einer langfristigeren Perspektive hält die These, dass es uns wirtschaftlich so gut geht, der Wirklichkeit nicht stand”, so Fratzscher (Chef des DIW).
Seine Behauptung macht er an Zahlen fest: 70 Prozent der Arbeitnehmer haben heute niedrigere Reallöhne als noch vor zehn Jahren. Auch die Produktivität, die Deutschland gern von anderen Ländern einfordert, habe sich seit 1999 verschlechtert, und die Investitionsquote sei in diesen Jahren von über 20 Prozent auf 17 Prozent gesunken.
In Letzterem sieht Fratzscher das Hauptproblem. Er identifiziert eine Investitionslücke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung oder umgerechnet 80 Milliarden Euro. Dadurch habe Deutschland nur noch ein langfristiges Wachstumspotenzial von einem Prozent. Zum Vergleich: Ein solches Potenzial trauen Ökonomen auch Spanien zu.
Quelle: SZ
 
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Wann begreift der "Deutsche Michl" das endlich? Es ist keine Eurokrise - es ist eine Bankenkrise.
 

Chicco

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Wann begreift der "Deutsche Michl" das endlich? Es ist keine Eurokrise - es ist eine Bankenkrise.

Die Demokratie ruinieren?
Wie Politiker in der Krise wieder den Banken folgen und die Bürger verlieren

Beim Endspiel um den Euro geht es längst nicht mehr nur um eine Währung, sondern um das mögliche Ende unseres europäischen Politikmodells. Als hätte es die Krise von 2008 nie gegeben, machen dieselben Banken, die damals direkt oder indirekt mit Steuergeldern gerettet wurden, wieder satte Gewinne. Und während sich die Politik nicht auf eine durchgreifende Bankenregulierung und eine gemeinsame Finanzpolitik einigen kann, profitieren davon vor allem die Wohlhabenden: Nach einer Studie von EuroStat findet in der Krise eine enorme Geldverteilung von unten nach oben statt. Immer mehr Menschen müssen für die Fehler von wenigen mit ihrem Geld, ihrer Arbeit oder ihrer Existenz geradestehen.
Selbst konservative Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler sehen die bankenfreundliche Politik der Krisenbewältigung als Gefährdung für die Demokratie.
Nur noch Altkanzler Schröder selbst findet AGENDA , Hartz IV noch so richtig gut gelungen, und vielleicht die Altsozialdemokraten Münte, Clements und die neoliberale Agenda 2010-Gang vom Seeheimer Kreis.
 

Neudenkender

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Nach einer Studie von EuroStat findet in der Krise eine enorme Geldverteilung von unten nach oben statt.

EBEN! Deshalb sind das gar keine "Krisen", sondern nur bestimmte Phasen in dem sich zyklenhaften wiederholenden Monopoly-Spiel. Wenn das bloß mal mehr begreifen würden - statt der "Krisen"-Propaganda immer wieder auf den Leim zu gehen. Vor und nach den Krisen wird auch prima Kasse gemacht - aber in den künstlich erzeugten so genannten "Krisen" wird jeweils ganz fett und extra abgeräumt.
 

pinguin

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Den Deutschen geht es wirtschaftlich schlechter als sie glauben, warnt ein großes Wirtschaftsinstitut:
Alles Augenwischerei, um D.-Land bzw. andere EU-Länder von einem relativ stabilen Kurs abzubringen.

1.) Es gibt kein unendliches Wachstum;
2.) einem Volk, dessen absolute Mehrheit stets genug zu essen und zu trinken, kann es gar nicht schlecht gehen;

Die Politik müsse dringend etwas ändern…Z
Die Politik wäre gut beraten, den Stabilitätskurs fortzusetzen und keine staatsgefährdenden Experimente zu wagen. Meiner Aussage steht aber nicht entgegen, daß punktuell Verbesserungen für alle nötig sind.
 
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