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Eure Erfahrungsberichte bezgl. Umzug in andere Stadt?

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SonnenblumeHH

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Ich würde mich sehr freuen, wenn es hier vielleicht Leute gibt, die bereits von einer Stadt ein eine andere gezogen sind, auch unter ALG II, wie das alles abgelaufen ist und wie ihr vorgegangen seid, das würde mich wirklich sehr interessieren.

Es ist so, dass ein grosser Teil meiner Freunde in Hessen wohnen /hingezogen sind.
Ausserdem ist die Aussicht, dass ich, wenn ich wieder einsatzfähig bin, dort etwas in meinem beruflichen Bereich bekomme, grösser als hier in Hamburg, da es dort mehr Firmen gibt, die meine Berufssparte einstellen und brauchen.
Ich möchte gern umziehen, aufgrund von oben genannten Gründen.
Meine Panikattacken und Angststörungen sind auch, seit mein Freundeskreis hier aufgrund von Wegzug von denen, auf fast Zero geschrumpft ist, vermehrt und ich kann mir vorstellen, wenn ich wieder in der Nähe von Menschen bin, die mir Rückhalt geben es mir um Einiges besser geht.
Kann in diesem Fall sogar mein Arzt vielleicht den Umzug befürworten?

Jedenfalls wäre ich dankbar für Eure Infos und Berichte, wenn jemand auch schon den Weg gegangen ist. Fühl mich etwas verloren, wie genau ich vorgehen müsste und welcher Schritt wann zu tun wäre...

Vielen lieben Dank im voraus!
 

Tinka

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Mein Arzt hatte damals einen Umzug von HH aufs Land (S-H) schriftlich befürwortet, die Gründe waren ähnlich wir deine.

Die Arge HH war daraufhin mit dem Umzug einverstanden, kam allerdings nicht für die Umzugskosten auf, da ich in S-H keine neue Arbeitstelle aufweisen konnte.

Unbedingt vor dem Umzug mit der neuen Arge abklären, ob die für deine KDU der neuen Wohnung usw. aufkommen werden.

Ich mußte dazu konkret ein paarmal von der alten zur neuen Arge hin und her, Vorlage des neuen Mietvertrages in Blanko usw., das können sie dir aber normalerweise genau erklären.

Wegen der Entfernung solltest du eventl. erstmal telefonisch mit der Hessen-Arge die Konditionen der KDU & das gesamte Prozedere abklären.

Gleichzeitig kann bestimmt ein schriftliches Attest deines Arztes zur Vorlage bei der HH-Arge zur Erlaubnis des Umzugs nicht schaden...normalerweise sind die eh froh, wenn einer das Bundesland verläßt, Hilfe zu Umzugskosten kannst du ja auch anfragen.

Alles Gute!
 
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Neue Arbeitsstelle heisst, es erfolgt eine Bezuschussung über SGB III.
Ist der Umzug notwendig, ohne dass ein neuer Arbeitzsplatz besetzt wird, kommt eine Kostenübernehme nach SGB II in Betracht.

Such- und Findekosten sowie der Aufwand im neuen Ort vor dem Umzug sind grundsätzlich übernahmefähig.
 

Kikaka

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Unbedingt vor dem Umzug mit der neuen Arge abklären, ob die für deine KDU der neuen Wohnung usw. aufkommen werden.

Ich mußte dazu konkret ein paarmal von der alten zur neuen Arge hin und her, Vorlage des neuen Mietvertrages in Blanko usw., das können sie dir aber normalerweise genau erklären.

Wegen der Entfernung solltest du eventl. erstmal telefonisch mit der Hessen-Arge die Konditionen der KDU & das gesamte Prozedere abklären.
- Allein schon wegen der Entfernung würde ich folgendes raten :

1.) Antrag auf Umzug und Kostenübernahme schriftlich bei alter Arge stellen (... unbedingt Attest vorlegen , sonst geht da eh nichts ) Gleichzeitig bei alter Arge ein Angebot für eine neue Wohnung in Hessen vorlegen ( Mietangebot bestehend aus Kaltmiete, Nebenkosten sowie Heizkosten separat ). dazu muß man erst Mal die KdU- richtlinien für den neuen Wohnort eruieren. Das kann telefonisch gemacht werden. Die alte Arge gibt das Mietangebot an die neue Arge weiter und das Ergebnis wird Dir von alter Arge mitgeteilt.
-
- erst nach diesen Schritten wird ein Kontakt zur neuen Arge notwendig.
 

Tinka

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Meine alte Arge in HH wollte sich auf dem Amtsweg um gar nichts kümmern, Mietvertrag usw. im neuen Bundesland interessierte nicht, lediglich die Abwicklung der Mietkaution!, sie gab mir nur nach Vorlage des Attests die schriftl. Zustimmung zum Umzug, schloß meine Akte und schickte diese - nach Vorlage d. schriftl. Einverständnis der neuen Arge zur Übernahme der KDU - die ich mir selbst besorgen mußte - zur neuen Arge.

Die schriftl. Zustimmung zum Umzug mußte ich der neuen Arge vorlegen.

Mir scheint, die SB gehen eher nach Gutdünken vor und Umsicht (+ schriftl. Bestätigungen) bei dem Prozedere ist geboten.
 

Kikaka

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Meine alte Arge in HH wollte sich auf dem Amtsweg um gar nichts kümmern, Mietvertrag usw. im neuen Bundesland interessierte nicht, lediglich die Abwicklung der Mietkaution!, sie gab mir nur nach Vorlage des Attests die schriftl. Zustimmung zum Umzug, schloß meine Akte und schickte diese - nach Vorlage d. schriftl. Einverständnis der neuen Arge zur Übernahme der KDU - die ich mir selbst besorgen mußte - zur neuen Arge.

Die schriftl. Zustimmung zum Umzug mußte ich der neuen Arge vorlegen.

Mir scheint, die SB gehen eher nach Gutdünken vor und Umsicht (+ schriftl. Bestätigungen) bei dem Prozedere ist geboten
SGB 2 - Einzelnorm


(2) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll der erwerbsfähige Hilfebedürftige die Zusicherung des für die Leistungserbringung bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers zu den Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. Der kommunale Träger ist nur zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind; der für den Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger ist zu beteiligen.
- Die alte Arge macht das eigentlich auch aus dem Grunde ganz gerne weil Sie darauf spekulieren darf das die neue Bleibe als nicht angemessen erklärt wird. Dann darf Sie die Umzugsbewilligung verweigern....
- Stattdessen kümmern Sie sich um Kaution, das geht die mal gar nichts an ...
und zu guter Letzt :
Die Arge HH war daraufhin mit dem Umzug einverstanden, kam allerdings nicht für die Umzugskosten auf, da ich in S-H keine neue Arbeitstelle aufweisen konnte.
- Wenn eine Arge eine Arge einen Umzug bewilligt dann hat Sie auch die Kosten des Umzuges zu tragen. Toller Verein Deine alte Arge...
 

Tinka

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1. Schreibt man nach der Rechtschreibungs-Reform (???) die Personalpronomen im Plural jetzt groß? Wenn ja, dann finde ich das sehr irritierend, denn ich fühle mich jedesmal persönlich angesprochen, wenn es z.B. heisst:

Die alte Arge macht das eigentlich auch aus dem Grunde ganz gerne weil Sie darauf spekulieren darf das die neue Bleibe als nicht angemessen erklärt wird. Dann darf Sie die Umzugsbewilligung verweigern....
- Stattdessen kümmern Sie sich um Kaution, das geht die mal gar nichts an ...
Nichts für ungut...ich will hier Niemand belehren. :icon_smile:...sondern wundere mich nur.

2. Ja, meine alte Arge und die 2 anderen Arges, die ich in HH kennenlernen mußte, waren wirklich ganz "tolle Vereine", mit inkompetenten, dummen SB, die sich über die ihnen anvertrauten Menschen lustig machten und in ihrer Ignoranz viel Unheil anrichteten.

Um die SGB2-Einzelnorm hat sich niemand gekümmert, die neue Wohnung in S-H war teurer als die in Hamburg und wurde trotzdem akzeptiert...

Die beiden Argen haben keineswegs miteinander kommuniziert, ich mußte der einen immer erzählen, was die andere sagte und viceversa...dann wurden Schriftstücke auf Papier verlangt für diese Aussagen, die die SB auch ebenso ins hauseigene Intranet hätten stellen können...

Die Verrechnung der Mietkaution schien ein Problem zwischen den Bundesländern zu sein und blieb am Ende in der Luft hängen...

Umzugskosten hätte es nur gegeben, wenn ein neuer Arbeitsplatz am Umzug gehangen hätte. Ohne den "sei es mein Privatvergnügen"....

Na, das hatte ich ja dann auch :icon_party: und bin heute noch froh, der Stadt und den fiesen Tanten entronnen zu sein.

Also, gut aufpassen bei der Umzugsplanung, jeder SB handhabt diesen anscheinend anders!
 

redfly

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Die alte ARGE ist doch froh bald einen Leistungsempfänger weniger zu haben. Sie werden für dich selbstverständlich nur noch das Nötigste tun.
 

SonnenblumeHH

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Vielen lieben Dank, für die Antworten, das gibt mir schon einen guten Einblick! Bin immer sehr froh, hier Menschen zu finden, die ihre Infos gern teilen...
 
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