Eure Erfahrungen mit Alg II als Behinderter

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Blatthaar

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Bei mir sieht es so aus:

ich:Epilepsie (GdB 80%) Verbot für Führerschein und Fahrrad
Sohn: (GdB 100%) frühkindlicher Hirnschaden
Tochter: ADS
mein Status: alleinerziehend

Ich bekam von dem Arbeitsamt entweder ein paar sogenannte Integrationsmaßnahmen verpaßt, um mich wenigstens für eine gewisse Zeit aus der Statistik zu haben. Oder es kamen Job-Vorschläge, die ich beim besten Willen nicht annehmen konnte. Mein Sohn brauchte eine ständige Pflege, ich mußte immer präsent sein! Dem Arbeitsamt habe ich mehrmals gesagt, daß ich schwerbehindert bin und meiner SB den Ausweis hingelegt, da sie ihn kopieren wollte. Hatte aber erst nach zwei Jahren geklappt, da die SB sich schneller auswechselten, als man kucken konnte. Bei Einsicht in meinem Lebenslauf vor zwei Monaten (SB hatte ihn mir ausgedruckt) stellte ich fest, daß ich die ganzen Jahre als Förderschüler ohne Abschluß geführt wurde.
Es ist inzwischen korrigiert worden.
Ich habe bis jetzt zweimal EU-Rente beantragt, was natürlich abgelehnt wurde. Die damalige SB glaubte es aber nicht, Bescheid war angeblich eine Fälschung :icon_motz: Bis jetzt bekam ich nur Absagen aufgrund des fehlenden Führerscheins+Epilepsie.
 

Shiba

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Ich bin schon ca. 30 Jahre als Schwerbehindert (60%) eingestuft aber jetzt da ich arbeitslos bin hat mir das noch nie irgendwie positiv geholfen.
Obwohl ich sehr anfällig für Infektionen bin weil schlechtes Immunsystem durch Medikamente nimmt niemand Rücksücht auf meine Gesundheit.
Der Amtsarzt hat mir zwar bescheinigt, ich darf nicht mit Chemikalien, Staub od. mit Kindern zusammen kommen aber was ist mit Erwachsenen?
Wenn jemand in meiner Nähe eine Grippe hat werd ich super schnell infiziert und lande dann im Krankenhaus für ca. 3 Wochen mit extrem schlimmen Beschwerden.
Da meine Beschwerden oft in der Nacht od. den frühen Morgenstd. auftreten, muss ich oft Std. warten bis die Med. wirkt damit ich überhaupt was tun kann.
Aber darüber spricht niemand mit mir und als ich der SB was über meine Krankheit erklären wollte, meinte sie , ja ich bin auch krank.
Also was soll man mit unfachmänischen Leuten machen?`Die wollen nicht, alles was meine SB im Kopf hat ist mich ständig in irgendwelche Kurse zu stecken, an denen sehr viele Leute teilnehmen und ich höllische Angst habe irgendjemand dort hat eine Grippe.
Ich wurde noch nie gefragt, ob ich das machen kann wegen meiner Krankheit noch wurde irgend was in Bezug auf die Krankheit besprochen.
Es wird jedesmal wenn ich zum JC muss Belehrungen bezüglich Sanktionen, bzw. neue Kurse od. 1E Jobs besprochen aber absolut nichts anderes.
Eigentlich müsste ich meine Schwerbehinderten % aufstocken lassen, den meine Krankheit ist sehr viel schlimmer geworden aber ich mach es nicht weil es mir 0 weiterhilft in irgend einer Weise.
Das Personal benimmt sich abweisend und will von meiner Krankheit nichts wissen. Ich werde behandelt wie jeder andere.
Einmal habe ich angefangen von meiner Krankheit was zu erzählen, die SB meinte darauf, das würde sie nicht interessieren denn der amtsarzt hat mich dazu gesund erklärt und nach dem würde sie sich richten.
Die Amtsärzte erscheinen mir sehr unfähig und wollen einfach nicht, wie kann ein Amtsarzt sagen man ist gesund wenn ich schon jetzt seit fast alle 4-5 Wochen im Krankenhaus war. Ich glaube Amtsarzt werden nur Leute die in der freien wirtschaft versagen würden.
Amtsärzte haben vermutlich keine gute Ausbildung, sonst könnten sie nicht
so viel Unsinn von sich geben.
Ich kenne Leute die haben MS und müssen sich zur Arbeit schleppen für 1 E.

Gruß
 

Sonntagsmaja

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Eigentlich müsste ich meine Schwerbehinderten % aufstocken lassen, den meine Krankheit ist sehr viel schlimmer geworden aber ich mach es nicht weil es mir 0 weiterhilft in irgend einer Weise.
Wieso "eigentlich"? Mach es doch! Das habe ich auch und nun bin ich raus beim Jobcenter und kriege EU-Rente.
Dafür mußte ich zwar noch jede Menge "Zwischenschritte" (jede Woche zum Hausarzt, neue Medi's, neues Gutachten ect.) machen und es war extrem nervig und kräftezehrend aber es hat sich gelohnt. Und nicht zuletzt gab der höhere unbefristete GdB den letzten Anstoss mich in die Rente zu schieben.

Meinst Du die hätten mich etwa anders als Dich behandelt?:icon_eek: Nicht die Spur:icon_dampf:
Die wollten mich genau wie Du in eine (Psycho-)Massnahme stecken, wo dann selbsternannte Psychologie"fachkräfte" darüber befinden was in denn noch feines tun kann.

Aber ich habe gebohrt und gewühlt, Briefe/Anträge/Eingaben geschrieben, mich gewehrt.

Zum Schluß habe ich laut und deutlich meine SB gefragt "Was wollen Sie eigentlich?? Soll ich die Maßnahme machen oder soll ich meine Medikamente weiternehmen und mich um meine Gesundheit kümmern???"
Dazu muß ich sagen daß ich starke Medi's nehme und die Nebenwirkungen teils so heftig sind daß ich selbst zu Fuß nicht mal gefahrlos am Strassenverkehr teilnehmen kann, geschweige denn irgendwas arbeitstechnisch sinnvolles tun.
Ein Anruf der SB beim med. Dienst bestätigte dies.
Da hatte selbst das Jobcenter begriffen daß hier Ende der Fahnenstange ist und daß das Arbeit entgültig für mich durch ist.

DU musst erstmal aktiv werden und aus der Opferrolle raus.
Dann kannst auch Du was bewegen:icon_daumen:
 

willwegvomamt

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Grottenschlecht...

Die Behinderung interessiert keinen.
Die einzige "Gleichberechtigung" die man(n) dort bekommt, ist einzig und allein, dass man(n) genauso wenig Rechte wie die anderen hat!

Vermittlungen gibt es, wenn eine Stadt und/oder Kommune Geld in Projekte schaufeln will, z. B. neues CC...

Daraufhin folgen, unabhängig der Qualifikation, die berühmt berüchtigten "Zwangsvermittlungen"

Tut mir leid, so offen zu sein, doch meine Befürchtung hat sich bisher immer wieder bestätigt:
>Die, die in den anderen Teams als Mitarbeiter unangenehm aufgefallen sind, werden dann zwangsversetzt in die Reha-Team!!!

Ausnahmen mögen die Regel bestätigen.
***Aber in einem Land, wo lieber über Frauenquoten, trotz Kanzlerin und Ministerinnen, ect. debattiert wird, wird dann auch noch lieber über Ausländer- und Migranten-Quoten debattiert, anstatt sich x um die Behinderten zu kümmern, die es schwer genug haben!!!

Zumindest ich bescheinige dem AGG jetzt schon die Gleiche Todesursache, wie dem ADG:
>Tod durch ingorieren und/oder übersehen!!!:icon_neutral:

Auch wenn die EU immer wieder ermahnt.:icon_evil:
 
E

ExitUser

Gast
Bin ja noch nicht in Alg II angekommen und kann bis jetzt nur auf 6 Monate Alg I zurückblicken!

Zu mir: 50 Jahre,

Bandscheiben von oben bis unten im Eimer, Epilepsie, auf dem besten Weg chronischer Schmerzpatient zu werden :icon_neutral:

Laut Amtsarzt voll einsatzfähig mit den bekannten Einschränkungen wie Nachtarbeit, Arbeit in Höhen etc.

War von Anfang an bei der Reha-Abteilung beheimatet und kann mich eigentlich nicht beklagen - Arbeit hatten die allerdings auch keine für mich.

Bekam 1 VV als Pförtner in einem Krankenhaus - wurde allerdings nicht genommen, da dort 3-Schicht verlangt wurde :icon_eek:

Sollte mich initiativ bei Ämtern und Behörden als Bürohilfe bewerben (als ob die auf mich warten würden :icon_mued:)

Stehe ab Juli wieder da und werde mich bundesweit bewerben - mal gucken, was bei rumkommt :icon_kinn:
 

Trixi2011

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Also ich habe glatt 70% GdB ohne MZ auf einen Schlag bekommen.
  • Schwerhörigkeit
  • Minderwuchs mit Dysmorphie
  • Kognitive Behinderung
  • Wirbelsäulenverkrümmung inkl. Funktionseinschränkung der Wirbelsäule und Nervenendenreizung
Meinen aktuellen SB konnte ich gestern mal fragen, was den wäre wenn mein Antrag auf "Teilhabe am Arbeitsleben" abgelehnt werden würde. Was dann für mich in der normalen Vermittlung für Chancen bestünden unter diesen Voraussetzungen.

Der junge Mann - nicht älter als 35 - sah mich etwas hilflos und verwirrt an.

"Also naja es dürfte da wohl nur sehr wenige Möglichkeiten geben... Zwar sind die Firmen angehalten eine bestimmte Anzahl von Behinderten zu beschäftigen aber mit gewissen Behinderungen... Sie habe ja auch eine geistige Behinderung, wenn ich das richtig verstehe... Ich kann Ihnen keine große Hoffnung machen und ich würde Ihnen raten im Notfall auch bis vor das SG zu gehen, falls man ihnen die "Teilhabe am Arbeitsleben" verwähren sollte!".
 

ChrisG

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Freundlichkeit: Ja
Sachverstand: Naja
Problemlösungen: 0,nichts
Förderungen oder nur Forderungen: Förderungen kaum, Forderungen viele
Freundlichkeit beherrschen die MAs in der ARGE hier eigentlich alle. Am Rest fehlt es nach meinem Empfinden aber. Sind ja auch kaum bis keine ausgebildeten Leute da, die sich wenigstens etwas mit den Behinderungen auskennen und das Team Reha, wie es das vor 2005 noch gab, existiert so auch nicht mehr wirklich.

Sodann landet man also vor verschiedenen Beratern/Fallmanagern und wird jedes mal erneut über seine Behinderung ausgefragt, obwohl die eigentlich schon ewig in der Akte vermerkt ist. Da muss man sich nicht wundern, wenn da nichts an Vermittlungen zu Stande kommt. Genauso ist es dann auch mit 1-€-Jobs oder einer ABM, wo ich z.B. Kinder mit dem Auto hin- und herfahren sollte. Den Jenigen, der einem fast Blinden ein Auto anvertraut, möchte ich doch erst mal sehen. :biggrin:
 

tottivontottus

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1 September 2010
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Habe heute trotz einem GdB von 100 und Merkzeichen aG, B und H sowie Pflegestufe 2 einen Vermittlungsvorschlag zur Bewerbung in Dortmund erhalten. Mein Wohnsitz ist Passau. Jetzt habe ich den Spieß umgedreht und mich selbstverständlich beworben damit ich keine Sanktion erhalte. Gleichzeitig habe ich beim Jobcenter den Antrag auf Kostenübernahme in Höhe für Behindertenfahrdienst mit 1,85 Euro pro km, zwei Fahrer a' 21 Euro die Stunde, eine Pflegefachkraft a' 43 Euro sowie eine Nachtschwester a' 59 Euro die Stunde beantragt. Das ganze mit Übernachtung in einem barrierefreier Hotel, somit fallen Kosten in Höhe von ca. 6.000,-- Euro für ein Vorstellungsgespräch in Dortmund an. Da mich das Jobcenter ja zur Bewerbung verpflichtet hat kommen die an den Kosten nicht vorbei. Ich denke das war dann der letzte Vermittlungsvorschlag vom Jobcenter. Das ist dann mein Abschiedsgeschenk an die da dem Jobcenter bekannt ist das ich ab dem 01. Mai Leistungen nach dem SGB XII erhalte. Sollten die mir nächste Woche meine mir zustehenden 6.000,-- Euro nicht zählen, reiche ich Klage ein. Ich halte Euch auf dem laufenden.
 
E

ExitUser

Gast
Da ich versuche die Verbände, Politiker und die Öffentlichkeit auf die Probleme Behinderter mit Alg II hinzuweisen
Hallo Kalle
Mich würden ja eher die psychischen Probleme der Politiker interessieren. Wenn man da helfen könnte, würde sich etliches anderes von selbst erledigen.

MfG
 

ruhestein

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Beziehe zwar noch kein Alg II, bin aber nahe dran. Derzeit bekomme ich noch EU-Rente (seit 2006), welche sich aber im Widerspruchsverfahren befindet. Bei Ablehnung ist die nächste Station Alg II, da kein Anspruch mehr auf Alg I oder Krankengeld besteht und man mich offenbar für voll erwerbsfähig hält.

50 % GdB ohne MZ haben sich im Laufe der Jahre ergeben.

  • Seelische Erkrankung
  • Wirbelsäulensyndrom, Bandscheibenvorfall
  • Schuppenflechte
  • Allergische Asthma bronchiale
  • Funktionseinschränkung der Beine,
  • degenerative Veränderungen der Hüft- und Kniegelenke,
  • Fußfehlform
  • Hörbehinderung, Ohreigengereäusche
Derzeit fühle ich mich etwas kräftiger und auch meine Psychologin ist der Ansicht, dass Arbeit mir bei meiner Gesundung helfen kann. Ich bin Steuerfachangestellter, allerdings 6 Jahre aus dem Beruf - also 6 Jahre ohne jegliche Wissensaktualisierung - was in diesem Beruf ein "no go" ist.

So schrieb die DRV-Bund auf meinen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben hin:

„Nach unseren Feststellungen ist Ihre Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert, weil Sie in der Lage sind, eine Beschäftigung als Steuerfachangestellter weiterhin auszuüben. Diese Beschäftigung ist für die Beurteilung maßgebend. Die persönlichen Voraussetzungen für eine Bewilligung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben liegen somit nicht vor.

Für die Vermittlung eines geeigneten Arbeitsplatzes ist die Agentur für Arbeit zuständig.“

Meine Erfahrung: Die DRV ist das „Haus das Verrückte macht.(googeln erbeten)
 
R

Rounddancer

Gast
Mein Tipp: Fang einfach, jetzt gleich, damit an, Deinen Wissensrückstand aufzuholen. Aus allgemein zugänglichen Quellen geht da schon viel. Und dann häng Dich an Portale ran, bei denen diese Steuerthemen diskutiert, evtl. gar geschult werden. Stelle Fragen. Erhalte Antworten. Elster, DATEV, die Vorschriften, die Chinesen sagen: "Wer lernen will, findet den Lehrer!"

Dokumentiere Deine Bemühungen.
Denn dann kommt rüber, daß Du weiterbildungswillig bist, das ist schon viel wert.

Das sieht das Amt, das sehen aber auch potentielle Arbeitgeber, bei denen Du Dich natürlich bewirbst. Und dann hast Du bessere Chancen als der, der zu allem geschoben werden muß, denn dann rollst Du ja schon.

GdB 50 bedeutet für Dich (für mich im Übrigen auch) bloß, den Sitzplatz, der "bitte für Schwerbehinderte freihalten" beschildert ist, nutzen zu dürfen, ein paar Euro bei Museums- und Veranstaltungsbesuchen zu sparen. Und, wenn die Wartezeit erfüllt ist, schon mit 63 in Schwerbehinderten-Rente zu dürfen.

Auch mit GdB50 haben wir noch Ansprüche an das Leben und Herausforderungen, die es uns stellt. Vorwärts schauen ist immer möglich. Auch mit Alg II, auch mit den gesundheitlichen Einschränkungen, die sich so angesammelt haben.

Vielleicht sucht ja gerade ein Steuerberater oder ein lokaler Lohnsteuerhilfeverein, vielleicht eine Firma, oder ein Handwerker jemanden, der -und sei es erstmal in Teilzeit, jemanden, der ihm die Steuer, bzw. die Buchhaltung macht,- und schon wärst Du, mit etwas Glück, wieder "drin".

Ich kann nur sagen: Viel Erfolg!


Viel Erfolg!
 

michel73

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die SB meinte darauf, das würde sie nicht interessieren denn der amtsarzt hat mich dazu gesund erklärt und nach dem würde sie sich richten.
Die Amtsärzte erscheinen mir sehr unfähig und wollen einfach nicht, wie kann ein Amtsarzt sagen man ist gesund wenn ich schon jetzt seit fast alle 4-5 Wochen im Krankenhaus war.
Wäre es für dich möglich ein Gegengutachten zu erstellen, denn wenn es dir tatsächlich wesentlich schlechter geht würde ich dieses Gutachten vom Amtsarzt nicht hinnehmen ?
 

saurbier

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Nun ich kann hier eigentlich noch nicht viel schreiben, denn ich bin erst seit Januar 2013 bei der ARGE gemeldet.

Bereits bei der Meldung waren alle sehr freundlich zur mir, was wohl daran gelegen haben mag, dass mein Fall äußerst kompliziert ist.

Bei mir hat die Agentur für Arbeit die Leistung eingestellt weil ich seit dem 28.11.2012 volle EMR - Arbeitsmarktrente erhalte.

Der Witz an der Sache ist jedoch, ich habe dem Arbeitsamt einen Teilzeitarbeitsplatz schriftlich nachgewiesen.

Hab mich daraufhin bei der ARGE gemeldet und sagte denen folgendes:
Ich bin BU-Rentner gewesen, der noch 18 Stunden wöchentlich gearbeitet hat. Ab dem 28.11.2012 bin ich nun voll EMR unter anderem wegen Arbeitsmarktrente, dazu noch zu 100% Schwerbehindert seit 2011 dauerhaft AU geschrieben und werde mich demnächst einer erneuten OP unterziehen müssen.

O.K. alles aufgenommen, jetzt am 07.03.2013 kam der Bescheid, wonach ich nur die Kosten für Miete und Heizung zusätzlich neben meiner geringen Rente erhalte.

Weiterhin hat man mir eine Eingliederungsvereinbarung zugeschickt, wonach ich mit um eine schnellstmöglich Genesung bemühen soll, die ist bis zum 31.07.2014 gültig.

Das ich als Schwerbehinderter mit dem Merkzeichen "G" eigentlich einen Mehrbedarf von 17% bekommen müsste, war nicht vermerkt.

Gleichfalls hat man mir als ledigen darauf hingewiesen, das ich nach 6 Monaten eine billigere Wohnung nehmen müsse, denn mir würden nur 50m² Wohnfläche zustehen, womit man nach Ablauf der zeit nur noch Kosten über 458,-€/mtl. berücksichtigen würde.

Da ein Schwerbehinderter mit Merkzeichen "aG" jedoch einen Wohnraumzuschlag von 15m² erhält, wurde natürlich erneut unterschlagen.

Da frag ich mich wozu der Schwerbehindertenausweis, den man dort unbedingt in Kopie haben wollte.

ich kann bisher nur feststellen, dass die Behörden Gesetze gar nicht interessieren, zumindest nicht solange bis man Klagt. Danach sieht es dann ganz anders aus.

In meinem Fall hätte es überhaupt keine Arbeitsmarktrente geben dürfen, denn der Gesetzgeber schreibt diesbezüglich vor, wenn ein Teilzeitarbeitsplatz vorhanden ist, darf die nicht gewährt werden.

Das hab ich auch der Agentur für Arbeit mitgeteilt. Was soll ich sagen, dass interessiert die gar nicht, die haben meinen Widerspruch als unbegründet abgelehnt.

Jetzt werde ich bei der ARGE natürlich auch Widerspruch einlegen, denn nach § 23 SGB II stehen mir 17% Mehrbedarf zu, genauso wie ja 15m² mehr Wohnraum, immerhin humple ich mit der Gehhilfe durch meine Wohnung weil ich nicht richtig laufen (auch wegen Schmerzen) und kippe auch mal um bzw. falle in den Sessel bzw. aufs Bett wenn es einen richtigen Schmerzschlag gibt.

Wie gesagt, bisher sind die Mitarbeiter zwar freundlich, aber nichts desto Trotz wird so einiges an Leistung unterschlagen.

Es bleibt natürlich abzuwarten, was passiert wenn ich wieder bedingt arbeitsfähig bin (3 Std./tägl.), was mir sehr am Herzen liegt (schon wegen der täglichen Kommunikation), aber was wenn mein alter Arbeitsplatz jetzt nach fast 2 1/2 Jahren weg ist, wo wollen die mich noch vermitteln, denn schon die Agentur für Arbeit sah nur noch einen Pförtner Job vor, den es ja gar nicht mehr gibt und das bei einem 55 jährigen.


Gruß
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,
also einiges habe ich nun mit gelesen und ich bin betroffen, verwirrt, fühle mich nicht mehr so alleine usw .Schlimm !!
Das meiste kann ich auch nur bestätigen :
Freundlichkeit : Teilweise
Kompetentes Umgehen : null bis hin zur Schikane und denunzieren
Hilfestellungen bzw Hinweise auf Rechte und extra Leistungen : Null ( eher Unterschlagungen, auch)
Amstarzt : auch das übliche bei 50% (unbefristet)
Die "magischen 60% ..wie es ja heißt, die einige Veränderungen ergeben würden , könnte man versuchen zu erklagen, aber daran war mir auch bis jetzt nicht gelegen .
Ich wollte immer Arbeiten und Träume sogar noch von Vollzeit ,nur das heißt ja bei 50% Lebenskraft einen 1 und ein halben Job zu stemmen (erst mal, bis man raus wäre ,wenn man eh schon Teilzeit arbeitet und Aufstocker ist)..sage ich gerne , weil der ganze Kraftaufwand mit diesen Papierkrieg der Arge ( Job Center, ja schon ein "Teilzeit Job "ist !)
Jetzt bin ich seid einigen Monat ganz ohne Arbeit, bin aber in Verhandlungen und war auf Vorstellungsgesprächen, schreibe weiter Job-Bewerbungen, da ich denke es ist immer alle Male besser, als wenn ich womöglich einen 1Euro Job aufgezwungen bekommen.

Nun bekam ich die Tage einen Brief, der sagte das mein Termin bei der Arbeitsvermittlerin abgesagt wäre weil dort eine neue Umstrukturierung statt fand für Schwer behinderte seien nun andere Arbeitsvermittler zuständig, dazu lag dann auch gleich der zweite Brief da neben im Briefkasten von besagter neuen Arbeitsvermittlerin mit Termin eine Std früher und ein Tag später als der ursprüngliche Termin .
Gibt es etwas worauf ich achten sollte ? Etwas neues in dieser so genannten Umstrukturierung ??
Für Hilfereiche Informationen bin ich dankbar .

Ginger 111
 
E

ExitUser

Gast
Ich beziehe jetzt seit fast einbem Jahr ALG I, und habe einen GDB 60.
Wie hat mich die Agentur für Arbeit behandelt?
Überhaupt nicht.

Die wissen, dass die DRV eingeschaltet ist.
Ich habe in den letzten 10 Monaten einen Termin bei der AfA gehabt, bei einem Rehaberater, der aber keine Ahnung hatte.

Ansonsten haben sie mich in Ruhe gelassen.
ALG kommt immer pünktlich, dafür aber kein VV, da ich im Moment als nicht vermittelbar gelte.

Die DRV hat mir mittlerweile Leistungen zur Teilhabe ans Arbeitsleben bewilligt.
Nur in welcher Form und in welchem Umfang, dass weiß ich eben noch nicht.
Ich warte dort noch auf einem Termin bei einem Rehaberater.
Ich hatte zwar schon einen, aber durch meinen Umzug diesen Monat in ein anderes Bundesland muss ich dort nochmal zu einem Rehaberater.

Sollte bis Ende Juli nichts konkretes von der DRV beginnen, dann muss ich ALG II beantragen, da mein ALG I Ende August ausläuft.
Dann bin ich mal gespannt, ob das JC mich auch so in Ruhe lässt, wie die AfA.
 
K

Katzenfreak

Gast
Da kann ich Licht ins dunkle bringen.
Bin auch ALGII Bezieher und LTA sind bewilligt von der DRV.

Das Jobcenter hat hier Leistungsverbot.Das heisst konkret keine Maßnahmen, kein 1Eurojob, kein Bewerbungstraining und auch KEINE Bewerbungskostenerstattung.
Der Grund ist simpel, da die Leistungen der DRV Vorrang haben.

Das heisst für dich, du hast dahingehen Ruhe vorm JC, ausser bewerben halt.
Ich selber habe keine bestimmte Anzahl bekommen, sie will sehen dass ich ab und an eine schreibe, mehr nicht.Stellen gibt es so gut wie nicht hier das auf mein Gutachten passt, ausserdem ist eine weitere med. Reha geplant, bzw schon beantragt.Danach entscheidet es sich, EM-Rente oder Umschulung etc....

Um zum Thema zurückzukommen, Bin bei der AfA und vom JC stets freundlich und ohne Druck behandelt worden , sei es bei den Vermittlern oder Leistungsabteilung.
 

Kerstin_K

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Gibt es dann Bewerbungskostenerstattung von der DRV?
 
K

Katzenfreak

Gast
Ja gibt es, habe ich aber nicht in Anspruch genommen, da wenn überhaupt Bewerbung elektronisch rausgeht.
 
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