Eure Erfahrungen mit Alg II als Behinderter

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Rosalia

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Hallo Krawallhexe,

Bitte um neue EGV, da zwanzig Bewerbungen finanziell ja gar nicht möglich. Nehm Begleitung mit.

Geh mit Deiner Hand zum Neurologen. Selbst 100% Schwerbehindert bedeutet nicht erwerbsunfähig und leider muss ich da einem anderen Antworter widersprechen. Wenn man schwerbedhindert ist, bekommt man einen Pap aus dem Integrationsfachdienst, das bedeutet aber nicht, das die einfühlsamer sind. Je nachdem versuchen die erst recht, dir irgendetwas aufzudrücken, was absolut unzumutbar ist. Stelle gerade auch Antrag auf Feststellung des Schwerbehinderten-GdB. In der Brochüre steht drin, das vom Tag des Antrages an, der sogenannte Schwerbehinderten-Schutz gilt, solange bis der Antrag beantwortet ist. Das bedeutet aber nicht, spezielle Rücksichtnahme von ARGE-Mitarbeitern.
 

Perle26

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Nun, auch Schwerbehinderte Menschen können Vollzeit arbeiten.

Nur wird das Jobcenter Dir eine EGV aufgedrückt haben.
Dieses dürfen sie erst nach einem ausführlichen Profiling. In diesem Profiling müssen auch Deine gesundheitlichen Probleme berücksichtigt sein.
Da die/der Pap kein Arzt ist muss er eine Untersuchung durch den Amtsarzt veranlassen. Sollte er dieses nicht tun kannst Du auch, schriftlich bitte, einen Antrag auf Überprüfung der Erwerbsfähigkeit stellen.

Erst mit dem Gutachten ist ein Profiling vollständig. Der Arzt wird in seinem Gutachten in einfachen Worten für PaP mitteilen was Du noch kannst.

Und ich muss Widersprechen, bei unter 3 Stunden muss ein Rentenantrag eingereicht werden. Erst wenn es keine Rente gibt, weil z.B. die Anwartschaften zu gering sind, oder die mtl. Zahlung ist gering, dann gibt es Grundsicherung nach SGBXII.
Nun wir haben auch so unsere Probleme mit dem JC, da die trotz eingereichter Kopie des Schwerbehindertenausweises meines Mannes nach Monaten noch immer nicht gemerkt hatten, dass er schwerbehindert ist und er umsonst zu einem Termin wg. seiner Arbeitssituation oder wie sie das genau nennen, hatte. Er wurde daraufhin wieder nach Hause geschickt mit der Äußerung. Sie erhalten eine erneute Einladung vom richtigen SB. Super... Nun ist er erneut seit 11/2010 durchgängig krank, davor auch schon mehrere Monate, wodurch er den anfangs erfolgten Einladungen nicht nachkommen konnte. Inzwischen hat man es aufgegeben und ihm eine EV zukommen lassen, worin steht, man wolle ihm helfen, schneller gesund zu werden. Aber bis heute wurde nicht festgestellt, inwiefern er noch erwerbsfähig ist. Sollten wir das jetzt einfach mal selber beantragen? Er ist ja weiterhin krank, da nun zwar zur Grunderkrankung etwas weiteres gefunden wurde, aber ob dies ausheilt, ist noch unklar, kann, aber auch nicht. Die Grunderkrankung wird er aber nicht los und wie es mit dieser weiter geht, kann noch keiner sagen.

Was ratet ihr?
 

onkel hotte

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p { margin-bottom: 0.21cm; } Moin, moin,


viele Maßnahmen, aber kein nennenswertes Ergebnis!


Ich habe bis jetzt:


* eine zweitägige Eignungsfeststellung


* eine Umschulung zum Bürokaufmann in einem BFW


(zugegeben nicht mein ausdrücklicher Berufswunsch, mein Vorschlag wurde ja in der Eignungsfeststellung abgelehnt, weil bei der Testreihe durchgefallen)


* eine Vermittlung durch Integrationsfachdienst (ohne zählbare Ergebnisse)


* 1 Jahr ABM


hinter mir und aktuell ein


* REHA-Assessment - Berufswegplanung und Arbeitserprobung


vor mir


Aktuell absolviere ich da gerade ein Praktikum als kostenlose Arbeitskraft im Großhandel!


Das Praktikum soll ja eigentlich zum (Büro)Erfahrungen sammeln sein und evtl. zu einem regulären Job führen.




Nach der Berufsausbildung hab ich nie in dem neu erlernten Beruf gearbeitet und inzwischen sind ja auch schon bald sechs Jahre vergangen.


Ohne Berufserfahrung nimmt einen ja niemand mehr als Facharbeiter wahr.


Zur Bewerbung sagt dir eh jeder was anderes.
Es bleibt aber so, oder so nur eine Standardbewerbung und die vielen bunten Zertifikate sind doch auch nix wert.


Eine EGV bekam ich jedes mal aufgedrückt, das mit dem Profiling lese ich heute zum ersten mal.


Das Gespräch bei der ARGE (Ich möchte mit Ihnen über Ihr "Bewerberangebot" bzw. Ihre berufliche Situation sprechen) lief immer so ab : Guten Tag; Welche Bemühungen haben sie vorzuweisen; das ist aber ein bisschen wenig; im Computer 3 Stellen suchen-bewerben sie sich mal dort; EGV ausdrucken und unterschreiben; Auf Wiedersehen


Zugegeben, ich hab dann auch irgendwann nicht weiter nach-gebohrt, es kam eh immer Ablehnung.
Am Jahresanfang war dann wohl doch mal Geld da – für's REHA-Assessment.


Die Reha Beraterin hat mir das REHA Dings mit dem freundlichen Hinweis angepriesen:
„Wenn sie das jetzt nicht machen können sie irgendwann ganz aus dem REHA-Status herausfallen“.


So hab ich das jedenfalls verstanden.


„god save the hartz IV industry“
 

litteljohn1

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Hi Leute,

hab schon seit Jahren schwerste Arthrose in beiden Knien. Dadurch hab ich 1999 die Arbeit verloren.
Dann der übliche Weg medizinische und berufliche Reha!!
Tja damals dachte ich noch das wird schon.
In der beruflichen Reha hat man mich dann zum Kaufmann für Bürokommunikation gemacht mit Abschluß vor der IHK.
Ha, das hätt ich mir sparen können, scheinbar ist die Ausbildung zum Bürokaufmann besonders günstig, jedenfalls wurden zig Rehas dort reingesteckt, nur es gibt keinen Bedarf auf dem Arbeitsmarkt.
Meine anderen Berufe Koch und FA Elastverabeitung kann ich nicht mehr ausüben weil ich nur in sitzender Tätigkeit arbeiten soll.

Im laufe der Jahre machte ich so meine Erfahrungen mit der ARGE und der Rentenversicherung--die mein Leistungsträger ist.
Kompetenzgerangel vom feinsten und keiner will irgendwas ausgeben um meine CHancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Als meine Arge dann mitteilte das für Rehabilitanten nicht mal mehr die Möglichkeit des 1 € Jobs oder der Bürgerarbeit besteht hab ich gehandelt.
Ich verließ den perspektivlosen Osten und schaute mich im Schwabenland um. Gut, hier fand ich schnell Arbeit, aber nur bei Zeitarbeiterfirmen. Und leider hab ich mir zuviel zugemutet, nur um endlich aus der Abhängigkeit der Arge weg zu kommen.
Mittlerweil sind meine Knie schlimmer denn Je, extra noch ein Meniskus und Bänderriss dazu gekommen und überall nur vermeintlich kluge Ratschläge.
Der diesige Chef-Orthopäde sagt sofort Prothesen oder sitzende Arbeit und schonen.
Ha, die find ich nicht und da sitz ich wieder in Harz IV.
Hab ich schon erwähnt das ich 50 bin? Muß noch 15 Jahre bis zur Rente Arbeiten und ich Will Arbeiten. Hartz IV ist das absolut letzte.

Und was mach ich derweil? Pfeiff mir starke Schmerzmittel ein um meine relativ leichte Arbeit durchzuhalten. Erst eine sitzende Arbeit wird mir weniger Schmerzen bringen.
Und was hat mir das Versorgungsamt voller Gnade gegeben ? 20% Einschränkung.
Lachhaft, die müssten mal mit den Schmerzen und Einschränkungen im Normalen Alltag leben dann wäre pötzlich alles anders.

Ich will nicht jammern, ich muß mir nur Luft machen. Es ist prickelnt wie sich um Belange der Behinderten ALG II Empfänger gekümmert wird!!!!!!!!!!1
 
R

Rounddancer

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Auch den Bescheiden des Versorgungsamts kann man fristgemäß widersprechen.
 

läufer

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Hallo Kalle,
nachdem ich heute meinen Prozess absolviert haben werde, Anzeige wg. Bedrohung, sende ich euch Infos, wie's mir (GdB 80, g + B) seit vielen Jahren mit dem JC ergeht.
viele Grüße
läufer
 

Muzel

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Littlejohn, dass kann doch wohl nicht sein. Bei mir hat schon ein kaputtes knie für einen GdB von 30 ausgereicht. Geh doch mal zum VdK und lass dir bei einem Änderungsantrag helfen.
 

Perrybooster

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Bin ja nun noch nicht so lange bei Hartz gelandet, aber wenn ich mir die Beiträge so ansehe und darüber nachdenke, dass ich kürzlich den GdB von 50 bekommen habe, wird mir himmelangst.

Und ziemlich alt bin ich auch noch, aber noch lange nicht alt genug für die Rente.

Prost Mahlzeit.

Lg an Alle

Perrybooster::mad:

Immerhin kann man mit GdB 50 ein paar Jahre früher in Rente gehen, mit einem 400-€-Job kann man die paar Kröten, die man weniger hat einigermaßen ausgleichen und hat seine Ruhe - und nur das zählt.
 

Perrybooster

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Littlejohn, das klingt nicht nur hart, was Du schreibst, das ist hart und ich rate Dir unbedingt, Dich mit dem VdK in Verbindung zu setzen und einen neuen Antrag auf Verschlechterung zu stellen. Wichtig dabei ist eine möglichst komplette Auflistung aller behandelnden Ärzte und Kliniken, da das Versorgungsamt nur die Unterlagen berücksichtigt, die ihm bekannt sind.

Viel Glück dabei!
 

Trixi2011

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Habe heute den Brief bekommen, das mein Antrag auf Fesstellung von Behinderung beim Versorgungsamt eingegangen ist. Laut Internetauskunft ist die durchschnittliche Bearbeitungsdauer 151 Tage :icon_kratz:.

Naja ich brauche ja nicht gleich einen Scherbehindertenausweis bekommen, mir reichen schon 30%, damit kann ich bei der ARGE die Gleichstellung beantragen und das ist das was ich möchte, damit ich mehr Chancen auf eine Arbeit habe.

Traurig, traurig, welche Wege man beschreiten muss, nur um ein Ziel zu erreichen :mad:.
 

50GdB23

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Ich habe einen Schwerbehindertenausweis mit 50% bekommen. Hat allerdings glaub nur 2 Monate gedauert. Mein Psychiater hat sich um alles gekümmert. Eine Freundin Meiner mutter, kleinwüchsig, hat gerade mal 30% !!!!!


Jedenfalls zum Thema:
Meine Reha-Beraterin auf dem Arbeitsamt ist...naja da würde ich wohl gekickt werden. Jedenfalls nicht zumutbar. Selbst meine Sozialbetreuerin sagte, dass sie eine Tonwahl getrofft...keinerlei Respekt, scham, rein gar nichts. ich könne nichts, bin nichts, kann ja nicht mal in der Psychiatrie sein, da ich die nach 1 Tag verlassen habe....

Auf der Jobbörse war man zwar freundlich, aber ob die Auskunft auch der Tatsache/Wahrheit entspricht bleibt bis jetzt noch fraglich. Jedenfalls fehlt es an Respekt.
Ich bewundere die Behinderten Menschen, was sie alles können, auf Ämtern werden sie als Nichts dargestellt.:icon_neutral:
 
R

Rounddancer

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Bin ja mal gespannt. Bei mir hat die Bearbeitung meines Verschlimmerungsantrages etwas mehr als vier Monate gedauert.
Jetzt, vorgestern, holte ich meinen Ausweis ab. GdB 50.

Mit dem aktuellen Weiterbewilligungsantrag für Alg-II werde ich die Kopie davon ans Jobcenter einschicken.
 

50GdB23

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Bezgl. meines Obigen Beitrages. Ich habe nochmals nachgerechnet, der Antragsmonat war April 2010, im August/September 2010 bekam ich den Ausweis. Habe mich da etwas arg vertan.:icon_evil:
 

Muzel

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Gratuliere Rounddancer zu den 50. Hoffentlich hilft er dir weiter. Das wünsche ich dir von Herzen.
 

Mario Nette

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Woher kommt der Durchschnittswert? Und wofür gilt er - Neuanträge ohne vorherigen Ausweis (z. B. in anderem Bundesland), Verschlimmerungs-, also Änderungsanträge oder "Weiterbewilligungs"anträge?

Mario Nette
 

Laupi

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Ich auch meine Rente eingereicht bin 60% Schwer behindert bekomme Verletztenrente durch einen Arbeitsunfall, die natürlich voll auf Hartz4 angerechnet wird.
Nun meine Frage wie lange dauert es ca bis man bescheit bekommt nach Antrags abgabe?
Dann hatte ich irgend wo gelesen das Schwerbehinderte noch zulage oder sowas ähnliches zu stehn tut, Stimmt das?
 
E

ExitUser

Gast
151 Tage wären ja zu schön gewesen - ich habe nach 17 Monaten einen Bescheid erhalten.
lol, das ging ja noch schnell... den 1.Ablehnungsbescheid hab ich nach 20 Monaten erhalten, daraufhin Klage beim SG eingereicht und da hab ich bis zur Entscheidung gefühlte 100 Gutachter aufsuchen müssen (es waren tatsächlich 15!!!!), und die Entscheidung kam dann nach 4! in Worten VIER Jahren. Und noch nicht mal rückwirkend für die Zeit, nur für die Monate seit dem letzten Gutachten. :icon_motz::icon_motz::icon_motz:
 
E

ExitUser

Gast
Wieder auf das Titelthema zurück:

Mir fällt da der Integrationsfachdienst ein, den ich auf Weisung des JC schon öfter konsultiert habe. Bei einem "Beratungsgespräch" meinte die Mitarbeiterin (obwohl ich sie von meinen Gebrechen in Kenntnis gesetzt habe) ich sollte doch einen Busführerschein machen - Busfahrer werden immer gesucht. Zu meinen Dauergebrechen kam zu der Zeit noch ein Herzinfarkt hinzu, der gerade mal drei Monate her war - Auch das wußte sie.

Kurzum: Es geht hier wieder nur um Statistikverbiegerei. Wenn ein Behinderter an den IFD (IntegrationsFachDienst) weiter "gegeben" wird, so erscheint er für diese Zeit nicht in der Arbeitslosenstatistik. I.d.R. dauert so eine "Intensiv"Betreung ein halbes Jahr. Gemacht wird aber nichts anderes, als was das JC macht bzw. sollte) .Besprechungstermine, Stellenvorschläge usw.
 

Laupi

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Wenn du ein Herzinfarkt hattest Glaube ich nicht das du auch wenn du den Personenschein für (Busfahren) das dich ein Busunternehmer einstellt.
Denn du beförderst dann Menschen, und das Risiko nimmt kein Unternehmen auf sich.
Ich hatte vor ca 3,6 Jahren auch beinahe einen Tödlichen Herzinfarkt , Der wurde mit 3 Stens wider geöffnet.
Ich bin auch mit 40 Tonnen Lastzügen durch die gegend gefahren, bis ich einen schweren Arbeitsunfall hatte.
Von den Doc,s her drufte ich da nicht mehr drauf, wegen Gefährdung im Strassen verkehr.
Mir hat dann das Strassen Verkehrsamt dann nur die klasse 2 wieder erlaubt , wenn ich Gutachten bringe über mein Gesundheits zustand.
Von meiner steifen Hand ,und Diabetis und vom Herz Doc., und von was willste das bezahlen bei Hartz4?
Meiner ansicht nach mache dir keine große hoffnungen.
 
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