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Eure Erfahrungen mit Alg II als Behinderter

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Ralf 44

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Meine Erfahrungen als Behinderter & Alg2

Kurze Einleitung: Ich habe meinen Arbeitsplatz durch Krankheit verloren. Bin 2x an der Bandscheibe operiert worden und bin ohne Antrag auf einen GdB von 30 eingestuft worden. Im April 2006 bin auch noch an Krebs erkrankt. Habe jetzt einen GdB von 60.
Ich beziehe seit dem 01.01.2005 Alg 2, zuständig ist die Kommune Kreis Schleswig-Flensburg. Das Fordern der Kommune besteht darin, das meine Kosten der Unterkunft um 55 € abgesenkt wurden, d.h. das von meiner Regelleistung nur 290 € übrig geblieben sind. Nach Abzug der laufenden Kosten bleiben rund 200 € zum "leben".
Das Fördern: Ich habe mehrfach versucht schriftlich und telefonisch einen Termin beim "Fallmanger" zu bekommen, ich wurde nur abgeschmettert. Im September 2005 habe ich dann die Bürgerbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein eingeschaltet, die mir voller stolz schriftlich mitteilte, dass sie meinen Fallmanager telefonisch erreicht hat und ich einen Termin bekommen würde. Im Januar 2006 war es dann soweit, voller Vorfreude ging ich mit meinen Unterlagen (Lebenslauf, Internet Recherchen, Ausarbeitungen was ich noch machen könnte) zum Fallmanager. Das Ergebnis kurz und knapp: Was wollen Sie hier, sie sind über 25 Jahre alt und haben keinen Rechtsanspruch auf Förderung.
Wie schon oben Beschrieben bin ich im April 2006 an Krebs erkrankt. Nachdem ich Ende April aus dem Krankenhaus entlassen wurde, habe ich die Zuzahlungen in Höhe von rund 180 € geleistet. Die Quittungen habe ich bei der Krankenkasse eingereicht. Mir blieben dann für den Monat Mai 2006 erstmal rund 20 € zum "leben". Ich bin dann mit den Kopien der Quittunge zur ARGE Schleswig-Flensburg gegeangen und habe nachgefragt, ob die Möglichkeit bestünde, bis zur Erstattung der Krankenkasse ein "Überbrückungsgeld" zu bekommen, dass ich selbstverständlich nach Rückerstattung sofort zurückzahle. Kurz und knapp die Antwort der ARGE: "Solche Leistungen sind im SGB II nicht vorgesehen".
Mein Antrag vom Mai 2006 auf Mehrbedarf wegen Krebserkrankung wurde nach einer Bearbeitungszeit von über 7 Monaten abgelehnt.
Meine Klagen beim Sozialgericht:
Meine Klage vom September 2005 wegen der Kürzung der Unterkunftskosten wurde Anfang April 2007 entschieden, die ARGE und ich haben uns verglichen, die ARGE muss 25 € bis 31.05 2007 pro Monat nachzahlen und ab 01.06.2007 die tatsächliche Miete übernehmen.
Anhängig ist die Klage wegen Mehrbarf aufgrund von meiner Krebserkrankung, außerdem behalte ich mir vor den Mehrbedarf wegen Krankheit und Behinderung geltend zu machen, dort ist aber noch eine höchst richterliche Entscheidung anhängig.
Ferner habe ich eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Kreis Schleswig-Flensburg eingereicht, ob die etwas bringt ist fraglich (Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus).
Nach der Gerichtsentscheidung wurde die ARGE hyperaktiv, ich muß ab den 14.05.2007 an einem Tiefenprofiling teilnehmen. Ob ich mich darüber freuen soll, weiß ich noch nicht.
Letzte Anmerkung: Meine Klage gegen die Rentenkasse Nord auf Zahlung einer Erwerbsminderungsrente wurde beim Sozialgericht mit der Begründung abgelehnt: "Sie sind arbeitsrechtlich Erwerbsunfähig, aber rentenrechlich nicht Erwerbsgemindert. Sie können noch leichte Tätigkeiten ausüben, wie z.B. Kugelschreiber zusammenbauen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es die Tätigkeit gibt oder ob damit ein Erwerbseinkommen erzielt wird".
Das sind meine Erfahrungen, ich könnte kotzen, wenn ich daran Denke das 22 Jahre Steuern und Sozialabgaben bezahlt habe. Ich frage mich wofür??
 

Loser

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es hat die aber zu interessieren, mach Dir keine Sorgen
gibts dafür auch zufällig nen § ? ;)
Ich mein dass das irgendwo in den SGB's geschrieben steht das die auf Amtsärtzlichenberichte rücksicht nehmen müssen?!
Lese mich zwar gerade selbst (jeden tag ein bißchen) durch den § dschungel aber konnte dahingehend nix finden :(

@Ralf 44: Da kommt mir die galle hoch wenn ich sowas lese.
ist aber typisches verhalten gegenüber Behinderten, entweder garnix machen, abwimmeln ala wir haben nix, zahlen nix etc oder nur sinnloses anbieten.
 

Zwiebel

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Erfahrungen.....darüber kann man endlos schreiben!Mache es aber relativ kurz.

Freundlichkeit:die ist nur vorhanden wenn man zu allem Ja und Amen sagt und vor allem keine Fragen stellt,da man ja eigendlich arbeiten will!

Sachverstand:Das ist aber zuviel verlangt!Kennt sich der FM aber doch nicht mit aus,ist schliesslich kein Mediziner.

Problemlösungen:Klar ganz sinnvolle...Kann ja nicht so schlimm sein wenn man nur ca.20 Minuten stehen kann muss man den Arbeitgeber eben fragen ob er einen Stuhl hat.Alle Arbeiten kann man im sitzen erledigen!Zb.Küchenarbeiten,Ware einordnen oder auszeichnen,eben alle Hilfsarbeiten.

Förderungen:Machen Sie mal nen PC-Kurs in Word und Exel und alle Büroarbeiten sind möglich.Man wird sich vor Angeboten nicht retten können!

Forderungen:Nu suchen Sie mal schön nach Arbeit,wird schon werden.Und wenn Sie schlecht zufuss sind,müssen Sie eben früher losgehen!Und dann alle 4 Wochen Bewerbungen vorlegen,Arbeit gibt es ja genug!!!
 

djb

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meine Erfahrungen!

Hallo alle!
..bin neu 42 Jahre alt und wollte euch mal an meinen Erfahrungen teilhaben lassen!
..also bei mir Grad der Behinderung erst 50%+G mittlerweile nur noch 40%
schwerer Bandscheibenvorfall Bws,Diagnose inkompletter Querschnitt mit wiederkehrender Nervenwurzelreizung,das heißt oft Schmerzen/stark erhöhte Wetterempfindlichkeit/Spastik/Krämpfe,sehr schnell überlastet usw. usw. aber dennoch voll erwerbsfähig 8Stunden und mehr, vollschichtig,der blanke Hohn oder nicht!?
..die erste Sachbearbeiterin hat die rel. aussichtslose Situation gleich erkannt und mich in keinster Weise unter Druck gesetzt,mein zukünftiger Arbeitgeber müsste sich quasi ständig fragen kommter oder kommter nicht!
ist halt einfach so und wer will einen schmerzfreien Mitarbeiter der vor lauter Schmerzmittel nicht klar/schnell im Kopf ist was ja dann auch nicht mehr gegeben wäre,soweit so schlecht!
..nach ca. 6Monaten ohne Probleme bekam ich eine neue Sachbearbeiterin mit völlig bescheuertem doppel Namen zugeteilt und was soll ich sagen meine Menschenkenntnis hat mich nicht im Stich gelassen,EGV sollte unterschrieben werden,1Euro Job sollte ich machen und 4Bewerbungen im Monat,ja welche denn,(bisher kein einziges von der Arge bekommen,weil gibbet nicht) wollte sie von mir,obwohl mehrere noch aktuelle Gutachten vorlagen kam meine neue SB auf die glorreiche Idee mich für Gartenarbeit einzuteilen,ich nat gleich gefragt ob sie denn die GA's nicht gelesen hätte und ich nat. mit Empörung reagiert habe und sie gefragt habe ob sie mich wieder in den Rollstuhl bringen will,worauf sie dann fragte was ich mich denn so aufregen würde und ich dann erwiederte was das denn sollte und meine ehem. SB viel mehr Verständnis für meine Situation gehabt hätte ,da wollte sie aber nix von wissen,woraufhin mir dann noch ein neue Besen kehren gut rausgerutscht ist,soll man ja auch nicht machen aber ging nicht anders,das Ende vom Lied noch ein Gutachten(sicher das 5te!) beim Amtsartzt wurde veranlasst,das sie nun überzeuget hat das ich für körperlich Arbeiten nicht mehr in Frage komme,in 2Wochen schon wieder einen Termin,glaub nicht das ich den wahrnehme,eher krank melden,keine Ahnung wie lange meine Nerven das noch mitmachen!?

Grüße an alle djb
 

Arania

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Bestehe auf eine amtsärztliche Untersuchung zur Feststellung Deiner Arbeitsfähigkeit
 

djb

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Bestehe auf eine amtsärztliche Untersuchung zur Feststellung Deiner Arbeitsfähigkeit
..Danke für den Tip,das könnte ich machen,obwohl mittlerweile glaube ich die schreiben alle nur voneinander ab und die Gutachten fallen in der Regel im Sinne des Auftragsgebers aus,am schlimmsten war der der für die LVA die Gutachten erstellt!
 

Arania

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kann ich nicht bestätigen , hatte da nie Probleme
 

Zappelelse

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Hallo,

Ich bin zu 40% geh und Stehbehindert.
Sichtbare Körperliche Behinderung

Ich hatte in dem letzten Jahr vor hartz4 3 Sachbearbeiter.

Der erste hat mich völlig ignoriert, nachdem ich ihm gesagt habe ich möchte diesen "Wiedereingliederungskurs für Frauen in Büroberufen" machen. hat er nicht mal gewußt, das ich verheiratet bin und ein Kind habe.

Nachdem ich Ihn nicht davon überzeugen konnte, dass das doch so ist bin ich zum Behindertenbeauftrageten unseres AA gegangen.

Den Kursus hab ich dann doch nicht mehr bekommen können ( war zu spät ) aber ich bekam einen neuen Sachbearbeiter:icon_klarsch:

Der hat dann mal gesehen, dass ich mit dem Auto meines Mannes zum AA fuhr.
Daraufhin hat er mir gesagt ich würde eine Sperre bekommen wenn ich weiter darauf bestünde, das ich auch weiter " Ohne eigenen PKW "arbeitssuchend gemeldet bliebe.

Ich erklärte ihm zwar, dass dies gar nicht mein Auto sei und ich somit auch gar nicht mit diesem zur Arbeit fahren könne. Zudem hätte mein Mann heute Spätschicht und fährt somit erst später zur Arbeit.
Mir stünde also gar kein Auto zur Verfügung.

Ich müsse mich trotzdem bereit erklären einen Job anzunehmen der nur mit einem PKW erreichbar sei, da ich ja heute mit einem PKW gekommen sei.
Ich bin echt bald blöd geworden.
Nochmal, ich kann gar nicht mit diesem Auto zur Arbeit fahren, 1. weil mein Mann das schon benutzt.
2. weil es ein Wagen mit Schaltgetriebe ist und ich nur Kurzstrecken damit fahren kann.
3. weil das Auto ein Saisonkennzeichen hat.

Daraufhin dat der Sachbearbeiter mich zum Gesundheitsamt geschickt, um meine Fahrtüchtigkeit prüfen zu lassen, weil er der Meinung war wenn ich
nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren könne, müsse man mir den Führerschein abgeben.

Die vom Gesundheitsamt, die Psychologin und ich hatten einen sehr amüsanten Nachmittag.

Dann kam Hartz4 und ich bekam einen neuen Sacharbeiter. Mittlerweile war ich getrennt von meinem Mann und lebte mit meiner Tochter alleine.

Als erstes nahm er mich erstmal als Vollzeitsuchende raus, dann hat er einen Buchhaltungskurs ermöglicht, bei der VHS wo man sonst nie hinkommt als Arbeitssuchende.

Der ist Easy, macht mir keine Probleme, vermittelt mich leider auch nicht.
1,-€ Jobs hat er für mich auch nicht, weil er der festen Meinung ist ich dürfe nur im sitzen arbeiten
 

flor

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Antrag auf Mehrbedarf

Hallo !
Bin neu hier in diesem Forum. Bin durch Arbeitlos in Bremen hier hergekommen. Tach erst mal.

Habe auch meine Erfahrungen als Schwerbehinderter 70% GdB. Eine davon mal zum Anfang. Habe einen Antrag auf Mehrbedarf nach §21 SGB II gestellt (Hypertonie) und auch bewilligt bekommen. Eine Rückwirkende zahlung bis zum Zeitpunkt des ALG II Antrags wurde abgelehnt. Obwohl es eine Aufklärungspflicht seitens der BAgIS gibt. Auskunft der AGAB Bremen. Meine Behinderung war da bekannt. Was man nicht weiß, wird einen auch nicht gesagt. Habe durch das Forum Arbeitslos in Bremen aber schon gelernt. Hoffe hier auch Infos zufinden und vieleicht auch meine Erfahrungen mit einzubringen.

Gruß flor
 

Heiko1961

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Hallo !
Bin neu hier in diesem Forum. Bin durch Arbeitlos in Bremen hier hergekommen. Tach erst mal.

Habe auch meine Erfahrungen als Schwerbehinderter 70% GdB. Eine davon mal zum Anfang. Habe einen Antrag auf Mehrbedarf nach §21 SGB II gestellt (Hypertonie) und auch bewilligt bekommen. Eine Rückwirkende zahlung bis zum Zeitpunkt des ALG II Antrags wurde abgelehnt. Obwohl es eine Aufklärungspflicht seitens der BAgIS gibt. Auskunft der AGAB Bremen. Meine Behinderung war da bekannt. Was man nicht weiß, wird einen auch nicht gesagt. Habe durch das Forum Arbeitslos in Bremen aber schon gelernt. Hoffe hier auch Infos zufinden und vieleicht auch meine Erfahrungen mit einzubringen.

Gruß flor
Na dann herzlich Willkommen.
Wir freuen uns über jeden Neuzugang. Ich hoffe, dass du dich hier bald zurecht findest.
Bei Probleme. einfach fragen. Es gibt keine dumme Fragen, nur dumme Antworten.:icon_wink:
 

Monchen

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Erfahrungen eben

Hallo,

ich habe zum Glück bisher nur kurze Erfahrungen mit ALG II und Schwerbehinderung gemacht, aber die waren bezeichnend genug...

Als ich an die Dialyse kam, hatte ich einen Job und auch das Glück das mein Arbeitgeber mich behielt. Nur leider ging der insolvent und ich war arbeitslos, fand natürlich nicht schnell genug was neues. Da ich keinen Bock mehr hatte auf Zu-Hause-Rumsitzen, machte ich eine Weiterbildung, die mir meine "Schnarchnase" von Arbeitsvermittler (Reha/Schwerbehinderung-ALG I) von der Arbeitsagentur bewilligte. Da er wie gesagt eine "Schnarchnase" ist, sonst aber ganz nett, hatte er einiges vergessen weiterzuleiten und ich stand plötzlich ohne Geld da. Vorbeugend (kann mir als Dialysepatientin vielleicht ohne Geld leisten-nicht aber ohne Krankenversicherung) ging ich also zum Hartz IV-Amt. Kommentar des dortigen SB: "Bei ihrer Behinderung (GdB 100 und G) könnten Sie sicher EU beantragen und das ist dann vorrangig". Meinen Einwand: "Ich mache gerade eine Vollzeitweiterbildung ohne Fehlzeiten und überhaupt seit einem Jahr war ich nicht krank..." tat er ab mit, "..wenn Sie EU kriegen können, ist das egal, ALG II ist nachrangig, das allerletzte....".
OK alles klärte sich, meine "Schnarchnase" wurde wach und ich konnte die Weiterbildung beenden. Aber irgendwann war die zu Ende und noch kein Job in Sicht, also der Ernstfall trat ein. Wieder derselbe SB wie beim ersten mal, aber ich war gewappnet und hielt ihm gleich ein Schreiben meiner Ärztin unter die Nase, dass ich in meinem Beruf voll erwerbsfähig bin und nur dies und das nicht dürfe (analog den Empfehlungen der Integrationsämter). Ich gab alles problemlos ab u.a. auch den Antrag wegen dem Mehrbedarf bei der Ernährung. Nun begann das Warten auf den Bescheid. Es wurde unterbrochen vom Anruf der "Schnarchnase". Der hatte ja eigentlich nichts mehr mit mir zu tun. deswegen wunderte es ihn, dass er plötzlich das Attest meiner Ärtztin in der Hand hatte. Ich also zur Arbeitsagentur und meine Unterlagen (für das Jobcenter) da eingesammelt und wieder zum SB gebracht. Dem war das sehr peinlich und innerhalb von einer Woche wurde fast alles bearbeitet. Nur leider konnte ich nicht herausfinden, wohin er denn meinen Antrag auf Mehrbedarf verteilt hatte. Auch mein Widerspruch gegen den Bescheid (beinhaltet den Mehrbedarf nunmal nicht) wurde bis heute nicht beantwortet. Da ich zum Glück dann erst mal einen Job fand, habe ich da nicht nachgeharkt. Ein Fehler, aber irgendwann hat man die Nase voll...

Zur Diskussion bezüglich der Angabe der Behinderung in der bewerbung: Es muss niemand tun, das ist wohl richtig. Aber ich habe gelesen, das Behinderte, deren Arbeitgeber nichts von der Behinderung wußten, Schadensersatz leisten mußten, da der AG Ausgleichsabgaben bezahlte, die er in Kenntnis der Behinderung nicht hätte zahlen müssen. Wer hat denn darauf Lust?
Ich habe im Lebenslauf (ganz unten ) immer angegeben: 100% Schwerbehindert, aber in dem Aufgabenbereich voll einastzfähig. Mein Eindruck: nie hat das einer gelesen, bevor ich nicht im Vorstellungsgespräch davon erzählt habe. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen bei seiner Arbeitssuche.

Viele liebe Grüße
Monchen
 
E

ExitUser

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Hallo und guten Morgen !

Erstmal Danke, dass es euch gibt !!!


Na, dann will ich hier auch mal meinen Senf dazugeben:

Zunächst zu meiner Person:
Ich bin männlich, 52 Jahre alt und seit Oktober 2004 SoziHilfe/Hartz IV.
In der Zeit von 1999 bis 2004 habe ich mich in der Selbstständigkeit versucht, was gründlich schiefgegangen ist und in der Insolvenz endete. Obwohl ich über 30 Jahre in die AL - Versicheurng eingezahlt hatte, sagte man mir seinerzeit, dass ich keinen Anspruch auf ALG habe - sondern zum Sozialamt müßte. Tja - und von irgendetwas muß ich ja auch leben. Nach Zusammenlegung von Sozi und ALG II bin ich nun seit dem 01.01.05 Mitglied dieser Cummunity.

Aufgrund von 6 Bandscheiben - OP´s und Hörsturz beidseitig (annähernd taub) bin ich dann mit einem GDB von 80 eingestuft worden.
Daneben hat man mir seinerzeit geraten, einen Rentenantrag zu stellen, mit dem Ergebnis, das ich "voll erwerbsgemindert" bin, jedoch aufgrund der fehlenden Einzahlungen aufgrund der Selbstständigkeit keinen Anspruch auf Rentenzahlungen hätte. Selbstverständlich liegen alle Schreiben der Arge vor. Komischerweise bin ich aber bei der Arge als 3Std. am Tag arbeitsfähig eingestuft und in einer dubiosen Eingliederungs- vereinbarung wurde mir dann auferlegt, mich bei 2-3 Firmen je Monat zu bewerben. Nun - das soll nicht das Problem sein, jedoch ein Unternehmen zu finden, die jemanden einstellen, der nicht kommunizieren kann - (Tel geht nicht) und auch nicht körperlich belastbar ist, und zu guter Letzt
das auch nur für 3 Std. täglich - das wird kompliziert.

Ich hab´dann mit meiner Sachbearbeiterin mal gesprochen, ob die Arge nicht die Kosten für die für die ärztliche Untersuchung zum Erhalt der Führerscheinklasse II (über 50 Jahre alt - da muß man zum Doc)übernehmen könnte, damit die Chancen etwas vergößert werden, wieder zu Arbeit zu kommen. Dies wurde mit dem Verweis auf meine Rückenprobleme zurückgewiesen (schön, wenn Sachbearbeiter einen solch´ medizinischen Sachverstand haben). Zwei Monate später jedoch hat man mir einen Vorstellsvorschlag für einen Pizza-Service in die Hand gegeben, wo ich in einem Fiat Cinquacento (nix gegen das Auto) Auslieferungsfahrten zu machen hätte. Als ich die SB darauf ansprach, wußte sie selbst keine Antwort. Im gleichen Gespräch hab´ich dann nochmals auf den Bescheid von der BFA hingewiesen, mal bitte zu klären, ob ich nun weiterhin 3 Std. /tgl. arbeitsfähig bin oder voll erwerbsgemindert. Beim letzten Gespräch nun sagte die Dame mir, man könne kein ärztliches Gutachten seitens der Arge erstellen, weil ich in den letzten 6 Monaten nicht beim Arzt war und somit ja auch nicht krank bin. Jetzt muß ich - in einer Eingleiderungsvereinbarung festgehalten - wieder zu den einzelnen Fachärzten - da frag´ ich mich einfach, haben denn die Bescheide der BFA keine Relevanz für die ARGE?
Vielleicht kann mir hier ja auch jemand mal einen Hinweis geben, ob es da Möglilchkeiten gibt, nun endlich mal Klarheit indas Thema zu bringen.

In diesem Sinne

liebe Grüße

Brula
 

Arania

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Beim letzten Gespräch nun sagte die Dame mir, man könne kein ärztliches Gutachten seitens der Arge erstellen, weil ich in den letzten 6 Monaten nicht beim Arzt war und somit ja auch nicht krank bin
Woher weiss die Dame das? Und seit wann ist das Vorbedingung für ein Gutachten?:icon_kratz:
 

kalle

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Schriftlich die Überprüfung der Erwerbsfähigkeit beantragen . Bitte auf schriftliche Entscheidung bestehen.

Das ist nicht von der Krankschreibung abhängig. Würde aber helfen, eine Krankschreibung.
 

Clint

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Lieber Kalle,
Frag mich schon seit einiger Zeit "Wo der Haken ist".
Ich bin seit einem halben Jahr als "Krüppel" anerkannt.
Seitdem bin ich nicht mehr beim Drachen, Frau H. in
Wattenscheid, sondern bei einer Hülje C. in Bochum.
Die ist extrem lieb, nett und Ihre Sprache strotzt von Konjunktiven. (Ich könnte sie glatt heiraten aber kein Bier und kein Eisbein... ich weiß nicht). Hülje hat mich irgendwann mal eine EGV unterschreiben lassen. 5 Bewerbungen im Quartal ich hab ihr gesagt Worauf?
Bis jetzt nichts mehr zu dem Thema gehört.
Nun ist sie im Urlaub und der nette Asiate der sie vertritt fand zu mir nichts in meiner Akte.
Na dann warten wir mal wanns sie sich wieder meldet.

Meine Lage ist nämlich echt lustig. Mein Hausarzt meint mein Sauerstoff reicht nur noch in Ruhe. Wenn ich am Waschbecken stehe und eine Ganzkörperwaschung vor nehme muß ich mich danach 10 min hechelnd entspannen. Dann soll mir mal einer nen Job finden wo man mich zur Jagd trägt. HEHE

Gruß

Clint
 
E

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Re Ariana

Hallo Ariana,

das hat die Dame mir so mitgeteilt, diese information hat sie angeblich vm medizinischen Dienst der Arge, also Amtsarzt. :icon_hmm:

lg


Brula
 

flor

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InJob und Schwerbehinderte

Hallo !

Nach langen Versuchen der BAgIS (Bremen) mich in einen InJob zubringen, habe ich mir selber einen gesucht um Ruhe zuhaben. Die Jobs die mir angeboten wurden, wehren in meinen Gesundheitszustand überhaubt nicht machbar. Nun soll ich in dieser Zeit noch 4 Wochen ein Praktikum machen. Es macht sich keiner die Mühe eines der Gutachten zulesen die auch vom Arbeitsamt erstellt wurden.
Warum werden die einen mit InJobs in Ruhe gelassen und Schwerbehinderte will man unbedingt irgendwo reinbringen. Die große Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt. Da war ich und bin auf Grund meiner Behinderung da raus. Nicht freiwillig. Wo sind da die Grenzen? Möchte die Personengruppen nicht unbedingt hier direkt ansprechen! Wo ist da der Sinn und etwas von Gerechtigkeit?

Gruß flor
 

Arania

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Hallo Ariana,

das hat die Dame mir so mitgeteilt, diese information hat sie angeblich vm medizinischen Dienst der Arge, also Amtsarzt. :icon_hmm:

lg


Brula

wie Kalle schreibt: schriftlich beantragen die Erwerbsfähigkeit zu überprüfen
 

Kerstin_K

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Wer behauptet, dass, wenn man 6 Monate nicht beim Arzt war und deshalb nicht krank ist und dann daraus folgert Gutachten ist nicht, der kennt den Unterscheid zwischen Krankheit und Behinderung nicht.
 
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