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Eure Erfahrungen mit Alg II als Behinderter

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Eppi

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18 Jun 2005
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Hab nämlich neulich bezüglich Persönlichem Budget ein bisschen gestöbert und dort durchaus eine Broschüre in Einfacher Sprache gefunden.

Mario Nette[/quote]


Ja, habe ich neulig beim Wohnungsamt! Haben die noch nie was von gehört
Gruss Eppi
 

gelibeh

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Kurz zu mir
Zu Beginn meiner Arbeitslosigkeit hatte ich einen GDB 50 wegen psychischer Erkrankungen (Sucht, Depris, Ängste). Ärztlicher Dienst des Arbeitsamtes hat eine maximale Arbeitszeit von 20h/Woche festgestellt.

In der Zwischenzeit ist der GDB auf 60 erhöht worden wegen Bluthochdruck und Claudicatio intermittens (Schaufensterkrankheit, schmerzfreie Gehstrecke unter 50m).

Seitdem ich einen Antrag auf EM-Rente gestellt habe, lässt man mich mit Eingliederungsvereinbarungen in Ruhe. Da jetzt Klage gegen DRV läuft, wird man abwarten müssen, wie sich die ARGE weiter verhält. Hab mich erstmal bis Ende des Jahres krankschreiben lassen.

Freundlichkeit: zwar etwas maulfaul, aber ansonsten freundlich
Sachverstand: ist in Ordnung
Problemlösungen: keine, Hab aber auch nichts angesprochen
Förderungen oder nur Forderungen? Das übliche, wie Zuschuss für einen potentiellen AG.
Hier in Hamburg gibt es eine spezielle Arge nur für Schwerbehinderte. Was mir positiv auffällt, ist, dass die Leistungsabteilung sehr schnell mit der Bearbeitung ist.

Wenn ich so lese, was Euch so widerfahren ist, kann ich mich glücklich schätzen mit meinem PaP.
 

Baerli

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Hallo @ all
Bin neu hier und habe mit Begeisterung schon einiges gelesen.
Muss mich erst mal durchlesen.

Habe mal eine Frage.
Ich bin 48 Jahre jung und zu 5ß% Schwerbehindert.
Bin seit dem 06.10.08 in einer Maßnahme/EGV, die geht bis zum 18.12.08
Ist mit einem Praktikum verbunden.

Wir mussten einige Test über uns ergehen lassen, Mathe Deutsch und ein Intelligenztest.

Die Organisation hat sich zusammen getan, aus Arienet, Alster Arbeit und Bergedorfer Impuls.
Die Arbeiten überwiegend mit Geistig behinderten, das sind die meisten in der Gruppe nicht.
Auch sollen wir das Praktikum in Behindertenwerkstätten machen.
Wir fühlen uns total Minderwertig und fehl am platz.

Ständig müssen wir für einen Basar/Weihnachtsmarkt Basteln.
Was auch verkauft werden soll.
Ich habe mich schon des öfteren bei der ARGE beschwert, sowie einige andere.
Nichts ändert sich.

Sie setzen einige total unter druck, wenn sie nicht richtig mitarbeiten, oder das Praktikum in deren Werkstatt nicht machen möchten.
Viele sind schon eingeschüchtert, lassen sich sehr viel gefallen von denen.

bei den anderen wird drauf geachtet was sie Psychisch und Körperlich noch leisten können.
Bei mir nicht, obwohl ich viele Einschränkung habe.
Ich soll in der Küche ein Praktikum machen, oder in einer Bücherei, was ich Körperlich aber nicht schaffe.
Ich weise sie jedes mal auf meine Schwächen hin, es ändert sich nichts.
Bei den anderen haben sie angerufen und nachgefragt ob die Person mit Einschränkung ein Praktikum machen dürfen.
Bei mir nicht, ich muss ständig alles alleine machen, mich vorstellen, nachfragen und mich bemühen.
Laut Gutachten vom Amtsarzt, darf ich nur noch Kontroll arbeiten ausführen.
Aber nein, sie schicken mich in einer Bücherei, was ich Körperlich aber nicht mehr machen kann.
Ich laufe mir die Hacken ab, bin total kaputt und gefrustet.

Oder ich Bewerbe mich wo und kann die Forderung aber nicht erfüllen, das wollen sie nicht.
Sie wollen mich unbedingt in einer Behindertenwerkstatt unterbringen.
Sie sagen, mit meinen Einschränkungen bekomme ich eh nichts auf dem Arbeitsmarkt.

Einige haben Angst und haben deswegen das Praktikum in deren Werkstatt angenommen.
Ich aber nicht, ich darf nun das weiter Basteln was nicht rechtzeitig fertig wurde, oder mich weiter auf die wege machen, um mich für ein Praktikum zu bewerben.

Dürfen die das??????
Muss ich mir das alles gefallen lassen?????

Habe mich schon 2 mal bei der Arge beschwert, bringt aber nichts.

Heute waren wir 4 Teilnehmer, 3 davon sollten am PC arbeiten.
Da wir nur 3 PC haben, wurde ch nach Hause geschickt.

Die Maßnahme geht normal bis 16:30 Uhr, aber wir haben überwiegend schon um 12 Uhr Schluss.

Ich bin Psychisch minder belastbar, bin schon total fertig, was sie mit mir machen.

Könnt Ihr mir einen Rat geben, wie ich mich wehren kann und was ich für Rechte habe?????

Ich hoffe das ich das hier richtig rein gepostet habe?

Danke schon mal für´s zuhören.

Lg
Baerli
 

Arania

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Da wird wohl nur helfen, das Dein Arzt Dich erstmal krank schreibt , warst Du schon mal beim Amtsarzt zur Begutachtung? Sind Deine Einschränkungen bereits von der ARGE anerkannt, wenn ja, warum berücksichtigen sie sie dann nicht?
 

Sonntagsmaja

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@ Arania
Sind Deine Einschränkungen bereits von der ARGE anerkannt, wenn ja, warum berücksichtigen sie sie dann nicht?
Das ist eine wirklich gute Frage. Bei mir war es so, daß meine Einschränkungen sogar durch ein Gutachten belegt und somit mehr als bekannt waren.
Trotzdem sollte ich zu schwerer körperlicher Arbeit in einem 1-Euro-Job verdonnert werden.

Ich wehrte mich (zu recht) massiv, aber mir wurde trotzdem von der ARGE vorgeworfen, ich "hätte es ja wenigstens versuchen können".
Das ich dabei meine Restgesundheit aufs Spiel gesetzt hätte, interessierte nicht.
Übrigens ist vom besagten Maßnahmenträger bekannt, daß dort die 1-Euro-Jobber gerne als "faule Säue" beschimpft werden, egal ob sie körperliche/gesundheitliche Einschränkungen haben und deswegen nicht so fix sind wie Gesunde.

Nochmal im Klartext: Die ARGE hier interessiert sich normalerweise einen Schei**dreck dafür, ob man aus gesundheitlichen Gründen kann oder nicht.
Da muß man als Betroffener schon ganz massiv auftreten und sich u.a. über die Regionaldirektion Gehör verschaffen.

Warum man sich hier so abgrundtief menschenverachtend verhält, kann ich Dir beim besten Willen nicht erklären:icon_kotz:
 

Arania

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Dann sollte man diese ARGE doch mal bekannt machen, und zwar nachhaltig, Beschwerden bei der Kommune, dem Landrat, der Regionaldirektion, dem Arbeitsministerium, den zuständigen Abgeordneten, bei der Zeitung bekannt machen, alles mobil machen was geht
 

Baerli

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Ich hatte ja schon erwähnt, das ich laut Amtsarzt nur noch Kontrollarbeiten machen kann und darf.

Ich bin schon total fertig, durch den ständigen Druck.
Jeden Tag muss ich zum Einzelgespräch und mich für ein Praktikumsplatz vorstellen.
Beide Knie sind kaputt, sowie mein Rücken, ich schlafe vor Erschöpfung zu Hause Mittags schon ein.
Meine Psyche ist im Keller, werde meine Erkältung nicht los.
Mein Körper rächt sich schon.

Ist ja schön und gut, weiter zu gehen und sich beschweren, aber wo.
Adressen wären mal super, bin ja bereit weiter zu gehen, aber wie und wo?????

Vielen Dank für Eure Anteilnahme :icon_daumen:
 
E

ExitUser

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Hallo,
Nach mehrmaligen total entzug aller Leistungen, einschließlich der Karnkenkasse.
Kann nur schlechtes berichten.
Ein immer anhaltender Kampf mit der Arge
 

Die Hartz4

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Hallo Leute,

ich hätte da auch noch was! Ich habe ein guten Freund der auch als Behindert ist. Aber um es aufzuklären er hat nur eine Oberschenkelprotese.
Aber ich habe ihn bei einer Hilfsorganisation kennen gelehrnt. Und das was wir mit zwei gesunden beinen machen macht der aleine mit einem bein.
Er hat eigentlich ein Berufswunsch der im Rettungsdienst liegt und der hat davon auch richtig ahnung. Aber er hat sich damit abgefunden das er im Rettungsdienst nicht reinkommt! Aber er hat sich anders Orientiert. Und sein Berufswunsch ist "Medizienischer Bademeister" aber man will ihm die Umschulung vin dem Jobcenter nicht gewährern. Ob wohl er sich an alle Maßnahmen gehalten hat und jede Schikane mit gemacht hat wil man ihm das nicht Gewähren. Und das was er alles an Maßnahmen und sonstigen sachen aufgebrummt bekommen hat hätte man von dem geld eas die vom Jobcenter rausgeschmissen haben ihm ein Rettungsassistentenausbildung gewähren können!

Warum zum Teufel wird sowas mit leuten gemacht die zwar ein Händicäp haben aber nicht Blöde sind?
Muss er sich sowas gefallen lassen? :icon_evil::icon_evil::icon_evil: :confused:
 

Arania

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Darüber hinaus muss er ein ärztliches Zeugnis über die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs vorlegen. Die Dauer der Ausbildung beträgt zwei Jahre, in denen theoretisches und praktisches Wissen vermittelt wird. Am Ende folgt die Prüfung in Form eines Staatsexamen. Im Anschluss daran muss ein halbjähriges Praktikum in einem anerkannten Praktikumsbetrieb absolviert werden. Nach bestandener Prüfung und nach Ableistung des Praktikums kann auf Antrag bei der zuständigen Behörde das Recht sich Masseur(in) und medizinische(r) Bademeister(in) nennen zu dürfen, verliehen werden.
Masseur und medizinischer Bademeister – Wikipedia

Ja leider sieht es da wohl wirklich schlecht aus, lies mal die Anforderungen durch, ich denke da muss man leider gesundheitlich topfit sein, auch wenn man sich subjektiv so fühlt wird das wohl nicht anerkannt werden
 

Die Hartz4

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Das was du meinst ist eine Eignungstest der auch im Rettungsdienst gemacht wird! Das ist nichts anderes wie eine Untersuchung ob du Gesund bist oder ob du Ansteckende Krankheiten hat wie " HEP. C" Und deswegen bin ich der meinung das es nicht in Ordnung ist.
Es gibt doch im Grundgesetz eine Klausel auf Gleichstellung egal wie und wo! Denn es gibt genug beispiele dafür! Wie z.b. In Amerika gibt es einen Piloten der einen Kampfjet fliegt und der hat zwei Oberschenkelprotesen hat! Und kommt mir nicht mit das ist in den USA und nicht hier und der fliegt doch nur! Der ist noch hörheren Belastungen ausgesetzt!

Also ich meine da noch sehr viel Handlungbedarf bei der Wirtschaft und beim Bund ist! :icon_evil: :icon_evil: :icon_evil:
 

Arania

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Tja, dann hilft nur der Versuch der Klage, aber ich denke da wird nicht die Behinderung als Grund genannt werden warum man die Ausbildung nicht bezahlen möchte
 

Papilobbi

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11 Jun 2009
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Das Thema scheint wohl etwas eingeschlafen zu sein, oder nicht?
Also sag ich mal was dazu:

- Inbetriebnahmeingenieur und Spezialist für Automatisierungstechnik
- Selbständig mit Einmann-GmbH
- Seit November 2008: Probleme mit einer schlecht heilenden Entzündung
- Seit Mitte Dezember 2008: Alle berufliche Aktivitäten eingestellt
- Am 7. Januar 2009: lebensbedrohliche Sepsis
- Vollständige Amputation rechter Fuß im Unterschenkel
- Deformierter und nur noch wenig belastbarer Fuß links
- Somit: Schwere Gehbehinderung zeitlebens
- Fast vier Monate stationär im Krankenhaus und AHB
- Deshalb: Firma zahlungsunfähig, privat erwerbslos, zurzeit mittellos
- Bin zurzeit auf Rollstuhl angewiesen (Prothese funktioniert noch nicht)
- Bereits Mitte März: Antrag auf Grundsicherung (Während der AHB)
- Viele Briefe und Telefonate mit ARGE
- Erfahre nur Gleichgültigkeit, Desinteresse, Arroganz jedoch keine Hilfe
- Ständige Androhung von Leistungskürzung wegen mangelnder Mitwirkung
- Frage mich nur: welche Leistungen?
- Bis heute noch keine Leistungen erhalten
- Auch sonst keine Mittel zur Verfügung
- Lebe von Hilfe und Zuwendungen einiger Freunde und Bekannte
- Obdachlosigkeit droht: muss mein Reihenhäuschen verschleudern
- Krankenversicherungsschutz gefährdet

Soviel zum Thema „Behindert und ALG II“
 

Esox

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29 Mai 2009
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Moin Moin,

in der Regel ist auch der Umgangston auf den Ämtern und Behörden freundlich...( wie man in den Wald schreit....), wobei es auch hier nur ein Hin.-und Her ist.
Bitte prüfern sie ob sie Anspruch auf AlgI haben.....wieder über die Straße...das zuständige Amt ist auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Nein, haben sie nicht...wieder rüber. Oder wer ist nun überhaupt zuständig,...Arge, DR-Nord oder doch die Krankenkasse....man wird wie eine stinkende Fischdose hin und her geschoben, keiner will einen haben. Das mit dem verschweigen des Gdb kenne ich auch, mach ich aber nicht, bin immer ehrlich durchs Leben gegangen.
Am schlimmsten fand ich die LVA, laufend zu med. Begutachtungen, Einladungen zu Gesprächen, Verpflichtungen zur Teilnahme in Berufsförderungswerken, wobei die Krankenakte ja vor lag.
Mir hat der Schwerbehindertenausweis mit einem GdB von 50 objektiv in keiner Weise weitergeholfen, wobei auch?
 
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12 Jul 2009
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Bei mir wurde ein Lohnkostenzuschuss mit der ARGE und meinem Arbeitgeber wegen meiner Behinderung von 80% vereinbart.
Ich hoffe, ich bekomme keinen Job, der meiner "seelischen Gesundheit" nicht entspricht.
 

Sprachlos

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Meine Erfahrung mit der ARGE ist, dass dort nur SGB II gilt, aber nicht bekannt ist was unter §1 Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeistsuchende steht: (1) Die Leistungen der Grundsicherung sind insbesondere darauf auszurichten, dass 5. : behindertenspezifische Nachteile überwunden werden.

Was habe ich dazugelernt? Es steht einem frei sich umzubringen. Wem es nicht gelingt, dem droht eine Zwangseinweisung.

Wenn man unter 30 % behindert ist wird alles getan, damit es auch wirklich schlimmer wird. SGB 9 ist unbekannt. Vorrang von Prävention zählt nicht.

Ein Antrag auf Gleichstellung mit Schwerbehinderten nützt wohl auch nichts. Gleichstellung soll lediglich im Arbeitsleben eine Wirkung, haben, welche u.u. auch schädlich sein kann.

Von Eingliederungbeihilfen für Arbeitgeber hat man keine Ahnung.
Und bei der Arge ist nicht nur ein Sachbearbeiter der keine Ahnung hat.

Wer aufgrund seiner Behinderung nicht fähig ist bei der Leistungsabteilung einen Folgeantrag zu stellen ist einfach nur eine Person weniger, die Geld will. Zitat: Wir melden uns nicht, wenn sie nicht kommen.

Auch so kann man erfüllen, was in SGB 9 steht:
Die Leistungsträger erbringen die Leistungen im Rahmen der für sie geltenden Rechtsvorschriften nach Lage des Einzelfalls so vollständig, umfassend und in gleicher Qualität, dass Leistungen eines anderen Trägers möglichst nicht erforderlich werden.

Wenn man wegen der Behinderung verstorben in der Wohnung liegt
sind nämlich Leistungen eines anderen Trägers nicht mehr nötig.
 

Jeany

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Hallo!!

Freundlichkeit-JA
Sachverstand-NEIN
Problemlösungen-NEIN
Förderungen-NEIN
Forderungen-VIELE
 
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Also ich wurde bei der Arge als Krüppel tituliert und für so einen wie mich macht man hier nicht im Amt. Gut das solche äußerungen unter Zeugen ausgesprochen wurden.
Allso als Behinderter habe ich weder von der Arge noch vom A-Amt irgendeine Hilfe bekommen. Nur Steine...die können die gut einem in den Weg legen..Die denken sich wohl, wenn jemand nicht mehr Luafen kann, dann ist sein Platz auf dem Boden...
 

Solidar

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Mojn,

Viele "Kunden" sagen allein aus ANGST vor Leistungskürzung,zu allem JA und Amen.

Hartz4 hat es geschafft,und 80% der Kunden eingeschüchtert,so das sie alles tun,was man von ihnen verlangt!

Kein Wunder,das es in diesem Land keinen Aufschrei gibt gegen Amtswillkür.
Ich finde unser Gesellschaftsbild zum kotzen.
 

Antony

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25 Jul 2007
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:icon_daumen:
Mojn,

Viele "Kunden" sagen allein aus ANGST vor Leistungskürzung,zu allem JA und Amen.

Hartz4 hat es geschafft,und 80% der Kunden eingeschüchtert,so das sie alles tun,was man von ihnen verlangt!

Kein Wunder,das es in diesem Land keinen Aufschrei gibt gegen Amtswillkür.
Ich finde unser Gesellschaftsbild zum kotzen.
:icon_daumen:Kann ich nur beipflichen!:icon_klatsch:
 

Paolo_Pinkel

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Mojn,

Viele "Kunden" sagen allein aus ANGST vor Leistungskürzung,zu allem JA und Amen.

Hartz4 hat es geschafft,und 80% der Kunden eingeschüchtert,so das sie alles tun,was man von ihnen verlangt!

Kein Wunder,das es in diesem Land keinen Aufschrei gibt gegen Amtswillkür.
Ich finde unser Gesellschaftsbild zum kotzen.
Das ist der nähere Sinn von Hartz-IV. Menschen physisch und psychisch zu schwächen. Das macht man am besten mit Druck. Hierbei eignet sich der schrittweise Entzug der Existenzgrundlage (Geld) vorzüglich. Das schwächt auch das Widerstandspotential. Wer hier den Teufelskreis mit Courage und autodidaktische Bildung im Bereich des SGB-II nicht durchbricht, wird auf lange Zeit ein williger Sklave der ARGE bleiben. Viel schlimmer ist aber noch, dass diese Menschen bei ihrer Demontage aktiv durch ihre Passivität, Naivität und Devotheit dabei mithelfen. Sich dann aber zuhause angekommen schwarz und gelb ärgern.
 

Eppi

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Ja, da heisst es dann,Rücken gerade Sochen hoch und Ohren anlegen, einen guten Anwalt oder ein gutes Forum (wie dieses hier) und dann kann man die Herrschaften wunderbar vorführen. Neulich vor Gericht habe ich dann ganz keck gesagt " Sie können halt nicht Rechnen, oder aber Sie sind extrem bösartig, und das war dann ganz besonders peinlich und der Richter hat gegrinst.Ich hab mich sooooooo gut gefühlt.
Euch allen einen schönen Tag.
 

Myri

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Freundlichkeit.
Nö, meine SB gab mir nie die Hand (angeblich Allergie, mir kams aber eher so vor als wollte sie sich nicht anstecken) und legte mehrfach zeitgleich mit einer unerwarteten Verabschiedung den Hörer auf.

Sachverstand. Problemlösungen.
Eher nicht, da es aber vorrangig um gesundheitliche Fragen ging wohl auch nicht wirklich zu erwarten.

Förderungen oder nur Forderungen
Weder noch, wenige Vorschläge, die bei Nichtbeachtung aber auch nicht sanktioniert wurden.

5 1/2 Jahre ALG II und jetzt die GruSi, ich sehe da nicht wirklich einen Unterschied.

bye Myri
 

kevin25

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hallo ich bin neu hier und habe folgendes Problem ich bin 25 und bin jetzt seit fast 6 Jahren Rheuma-krank das Jobcenter weis das muss auch alle 9 Monate zum ÄD dort wird immer wieder das selbe festgestellt das ich Vollzeit arbeiten kann aber mit vielen Einschränkungen wie z.b nicht schwer heben nur in temperierten und geschlossenen Gebäuden arbeiten in ständig wechselnden Positionen mal sitzen, stehen, etwas laufen sonst darf ich nichts machen nun hat mir das Jobcenter einen 1€ Job aufgedrückt als Pflegekraft in einem Seniorenheim jetzt folgendes Problem ich war bei der stelle schon zu einem Gespräch gewesen habe meine Krankheit gegenüber dem Chef auch geäussert ihm machte das alles nichts aus auch nicht das ich (Psoriasis) habe bei diesem 1€ Job soll ich die Senioren betreuen pflegen wovon ich mal keine Ahnung habe mal nebenbei und sie sportlich aktiv beschäftigen soll nun das wäre alles kein Problem nur weis ich selbst das ich diese Tätigkeit nicht ausüben kann da mir morgens schon das aufstehen Probleme bereitet durch vom Arzt (Orthopäde) auch festgestellter (Morbus Bechterew) nun konnte ich diesen Job nicht antreten und jetzt will mir das Jobcenter volle 100% die Leistung sperren ist das überhaupt noch rechten ich meine wie bitteschön soll ich das schaffen mich dort um die Leute zu kümmern wenn ich schon alleine mit meinen krankheitlichen Problemen beschäftigt bin und kaum zu recht komme kann mir da jemand einen tipp geben was ich jetzt machen soll schon allein wegen der 100% die man mir jetzt noch geben will ich bin euch für jede Hilfe dankbar.

Mfg Kevin
 

kevin25

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und mal noch nebenbei diese Sachbearbeiterin hat mich jetzt schon das dritte mal ohne jeglichen Grund sanktioniert das erste mal hat sie mich 10% sanktioniert weil ich krank geschrieben war das zweite mal wieder 10% weil ihr danach war das ist kein scherz und jetzt ist es bereits das dritte mal in nur 3 Monaten und wieder für mich eigentlich grundlos.
natürlich bin ich gegen die beiden anderen Sanktionen vorgegangen und habe auch promt mein Geld wieder bekommen und die sperren wurden logischerweise aufgehoben aber passiert mit der guten frau ist trotzdem nichts sie sagte nur das wäre ein Fehler gewesen im System ja klar wer es glaubt.
 

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Hallo Kevin

Der 1 Euro Job den du machen sollst ist sowas von Rechtswidrig da du einen Regulären Arbeitsplatz vernichtest.
Einzig alleine wäre es zusätzlich wenn du den Leuten im Pflegeheim vorlesen würdest.

Alleine aus diesem Grund würe ich diesen nicht antreten

Gegen die Zuweisung sofort widerspruch einlegen
Ebenso gegen die Sanktion.
Ist diese schon gekommen?
Ausserdem musst du vorher eine ANhörung bekommen
Wenn abgelehnt wird Gleich zum SG und Klage erheben

Gruss Uwe
 

kevin25

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hallo uwe eine anhörung habe ich bekommen ausgefüllt und gewartet was nun weiter passiert dann habe ich gestern die post im briefkasten gehabt mit der 100% sanktion vom 01.03.2011 bis 01.06.2011 finde das echt ne sauerei das ist doch nicht mehr schön so mit den leuten umzugehen.
danke für deine antwort hat mir schon mal wietergeholfen :icon_daumen:
werde gleich am Montag früh zum Jobcenter düsen und dort beim Geschäftsführer an der der Tür klopfen mal wieder und es erst einmal so versuchen vielleicht bringt es ja schon was wie die letzten beiden male ansonsten muss ich wohl andere wege gehen.
 
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Hallo Zusammen,
ich jetzt eine Klage ans Sozialgericht eingereicht mit Richtervorlage
gemäß Artikel 100 GG in Anwendung mit Artikel 25 GG.
Ich habe es als Behinderter und pflegender Angehöriger satt, im SGB II
geparkt zu werden und zwischen den anderen SGB´s hin und her
geschoben zu werden. Mir reicht es einfach und daher Klage ich
gleichzeitig auf 50.000,-- Euro Schadensersatz wegen Verletzung
der Agentur für Arbeit als Garantenträger der Bundesrepublik Deutschland. Es wird zwar noch Jahre dauern bis ich beim
Europäischen Menschengerichtshof bin aber egal.
Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
 

kevin25

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hallo Uwe habe eine Anhörung bekommen aber nur eine schriftliche keine persönliche und wie gesagt die 100% sperre ist auch schon im Briefkasten eingeflogen
 

Haschmich

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Hallo erst mal an alle.

Ich habe vielleicht einen Tip, wie man zumindest Mehrbedarf für orthopädische Schuhe bekommen kann.

Googelt einfach mal unter 5 St RR (II) 60/10 In diesem Fall hat ein Richter, wenn auch widerwillig den Mehrbedarf für orthopädische Schuhe und Einlagen anerkannt, und gleich auch mit monatlich 33,00 € zusätzlich zur Regelleistung beziffert.

Es handelt sich hier zwar um einen Fall aus dem Strafrecht, aber es ist eine Entscheidung eines Richters und zweier Schöffen in der zweiten Instanz und die Anerkennung dieser Summe durch das OLG München es wollte nur noch den Zeitraum wissen, ab wann dieser Kostenpunkt anzuerkennen ist.

lg

Haschmich
 

kevin25

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hey Uwe war heute beim Jobcenter habe einen Widerspruch gegen die Sanktion bei gehabt wurde zu einem Bereichsleiter geschickt dieser sagte mir das wenn ich den Widerspruch abgebe es so ca.3 Monate dauern kann bis sich etwas tut also habe ich mich hingestellt und dem Bereichsleiter mitgeteilt das er denn jetzt die ehrenvolle Aufgabe bekomme von mir sich umgehend darum zu kümmern er sagte mir zu notierte sich meine Nummer und und sagte das er sich spätestens bis zum Donnerstag den 24.02 bei mir melden würde um mir mitzuteilen ob die Sanktion zurückgenommen wird oder nicht ich sagte gut alles klar verbleiben wir erst einmal so sollte sich jedoch nichts tun und die Sanktion bestehen bleiben werde ich gleich Montag früh beim Sozialgericht vorsprechen und zur Zeitung gehen also muss ich jetzt erst einmal bis Donnerstag warten ob der Bereichsleiter was erreichen kann.
 

kevin25

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Hallo Uwe,
Ich war heute beim Jobcenter , bei dem Bereichsleiter, leider ohne erfolg. Dieser sagte mir das der Träger behauptet ich sei gar nicht angetreten, bzw. nicht dort gewesen. Dies sei auch der Grund wieso die 100%ige Sanktion nicht zurückgenommen werden kann.
Am Montag gab ich dort ja die ganzen unterlagen ab, als ich heute klopfte sagte er, "tut mir leid es ist untergegangen, ich habs noch nicht geschafft"
Daraufhin probierte ich mein Glück bei der Arbeitsvermittlerin, die mich,meine hochschwangere Freundin und meinen Sohn dann auch noch auslachte, weil wir nun am 01.03. 323 Euro weniger haben.Sie ignorierte auch den Hinweis darauf, das ich diese Maßnahme gar nicht hätte bekommen dürfen, durch meine Krankheiten, sie behauptete sogar, ich sei Voll einsatzfähig.
Also ging ich zur Geschäftsführung, der mir leider auch nicht helfen konnte sondern sagte, ich müsse einen Widerspruch einlegen.....den ich ja am Montag schon beim Bereichsleiter abgab,....der aber unbeachtet blieb.
Eben telefonierte ich mit dem Sozialgericht und wurde auf morgen verwiesen, wegen einer Beratung bzw. Antrag auf Einstweilige Anordnung.
Meine frage nun, bekomme ich durch die einstweilige Verfügung Anfang März unter Vorbehalt meinen Regelsatz?
 

keeg

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Hallo,

als ich bei der Arge (jetzt Jobcentre) Kunde war, war es ziemlich problemlos für mich (ich hatte erganzend zu meinem Alg 1 und später Krankengeld nur aufstocken mussen), da ich der ganze Zeit krankgeschrieben war. Meine SB war super - sie hat mich immer geraten Widerspruch und Klage zuerheben (was ich natürlich getan habe und jedesmal Recht bekommen).

Jetzt bin ich leider beim Sozialamt und meine SB ist das absolut Gegenteil von meiner frühere Arge SB. Seit Oktober 2010 redet sie nicht mehr mit mir! Am kommenden Freitag habe ich einen Termin mit ihr (meine Bitte um Beistand steht im richtigem Rubrik) und mir graust es schon jetzt!

Ich habe mehrere Verfahren laufen, manche sind erledigt und die habe ich alle gewonnen.

Gruss
 

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Hallo Leute, ich möchte euch meine Geschichte mitteilen.
Ich litt 20 Jahre lang unter Epilepsie und als Epi konnte ich kaum ein Beruf auslernen, in dem es nicht gefährlich wäre zu arbeiten. Arbeitsamt hat mich dann 1997 nach Bremen zum Berufsbildungswerk geschickt, wo ich Bürokaufmann lernen sollte. Blieb mir nichts anderes übrig. Ich hab mich zwar für die Arbeiten am PC interessiert, aber nicht unbedingt als Bürokaufmann. Alles wäre halb so schlimm, wenn diese REHA-Maßnahme mir helfen würde, Arbeit zu finden, doch bisheute keine Chancen. 1999 wurde ich im Gehirn operiert und damit die Epilepsie besiegt. 60% der Behinderung hat Versorgungsamt mir für unbefristet gegeben. Nun schufftete ich dann nur über die Zeitarbeitsfirmen in Lagern und Produktion, obwohl ich Mediengestalter werden wollte. Letztes Jahr sagt mir dann mein ARGE-Vermittler: "Finde mal eine Firma, die dich in 2 Jahren Umschulung übernehmen würde und bestehe den Psychologischen Test (ob du für den Beruf geeignet bist oder nicht), dann können wir für dich was tun."
Im Hinterkopf dachte er wahrscheinlich: "Der schafft das niemals!" Und ich habe schon innerhalb einer Woche eine Firma gefunden, die mir zusage geschickt hat und den Psychotest habe ich erfolgreich bestanden. Der Mann war schockiert, dann sagt er mir aber: "Ich muss ihnen aber leider mitteilen, dass wir Haushaltssperre haben und können dir keine Umschulung geben. Du kannst aber auf eigene Kosten nach Baden Würtemberg umziehen und dort die Umschulung beantragen."
Ich habe mit der Schule in Stuttgart telefoniert und die sagten mir, dass BAWÜ die Umschulungen noch gibt. So bin ich nach Bietigheim gezogen und als ich hier beim JOBCENTER war, sagt mir der Vermittler, dass sie rein garnichts finanzieren! Und meinte dann: "Du bist ja gesundheitlich noch in der Lage, in deinem alten Beruf zu arbeiten, deswegen können wir für dich nichts tun." Aber dass meine Ausbildung schon fast 10 Jahre her ist und ich darin keine Erfahrungen sammeln durfte, schien ihm egal zu sein. Als ich sagte, dass ich mit den Schultern Probleme habe und so keine Lagerarbeiten mehr tun kann, druckte er mir ganz frech 2 Vermittlungsvorschläge für 2 Zeitarbeitsfirmen für Lagerjobs! Ich dachte ich werde verrückt. Vollverarscht! Oder?
 

krawallhexe

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liebe leute,

ich habe eine frage die mir keiner beantworten kann, noch nicht mal die arge selbst - da ich hier sehr kompetente leute lese, frag ich einfach hier mal nach, wenn es recht ist:

ich habe eine chronische polyarthritis und eine suchterkrankung ( bin aber clean).
Nun ist es so, dass ich neuerdings einschränkungen in der rechten hand habe, was mich sehr - nun ja - "behindert" . ( habe einen kleinen minijob in einem antiquitätenladen und neulich eine terrine aus der gründerzeit, weil die mir einfach aus der hand rutschte - keine kraft mehr da drinne) zerdöbbert, das meine ich damit.
Mein chef ( cooler mensch) hat gemeint, ich solle einen antrag auf feststellung meiner behinderung stellen - beim versorgungsamt. Heute bekam ich den antrag mit der post.
Nun isses so, das meine fallmanagerin ein richtiges ekel ist und die sich in den kopf gesetzt hat, mich vollzeit in eine zeitarbeit unterbringen. Ich muss 20 bewerbungen pro monat bringen ( was blödsinn ist - bin fast 50zig und ich bin bei sämtlichen firmen " registriert) - mir gehen so langsam auch die stellenangebote flöten - ich finde nix mehr.
So, viel blablub - nun zu der frage:
wenn ein antrag auf feststellung des behinderungsgrad besteht ( in bearbeitung), MUSS ich mich dann immer noch auf vollzeit bewerben? Weil - sinn macht das nicht grade.

lieben dank
 

Rounddancer

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Die Bearbeitung des Schwerbehinderten-Antrags dauert typisch ca. sechs Monate.
Der gestellte Antrag nutzt noch nix.

Du kannst aber Deinen pAp oder FM beim Jobcenter darum bitten, er solle Dich dem Amtsarzt vorstellen. Der kann festlegen, ob und wieviel Stunden Du regelmäßig arbeiten kannst, und was.
Wenn das unter drei Stunden ist, kommst Du vom Jobcenter zum Sozialamt, ist es mehr, bleibst Du beim Jobcenter.

Ist Dein Antrag auf Feststellung Deiner Schwerbehinderung bearbeitet, dann steht da, ob und welchen GdB Du kriegst,- und ggf. wie lange.

Steht da 30 oder 40 Prozent, dann bleibste bei Deinem regulären pAp, FM, oder AV,- kannst aber Dich auf Stellen z.B. im Öffentlichen Dienst bewerben,- bei denen Schwerbehinderte bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden müssen,- denn dann kannst Du auf Antrag Dich Schwerbehinderten gleichstellen lassen.

Steht da 50 oder mehr drauf, dann giltst Du als schwerbehindert.
Wenn Du das dann dem Jobcenter meldest, kriegst Du meistens einen anderen pAp, bzw. FM,- und öfter sind die einfühlsamer als die normalen.
Außerdem kann ein Arbeitgeber, dr Dich einstellt, bis zu 75 Prozent Lohnzuschuß für mindestens zwei Jahre bekommen.

Aber wenn Du vollzeittauglich bist, mußte Dich auch auf Vollzeitstellen bewerben, schließlich haben wir unseren Lebensunterhalt ja möglichst ganz selbst zu verdienen.
 

kalle

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Nun, auch Schwerbehinderte Menschen können Vollzeit arbeiten.

Nur wird das Jobcenter Dir eine EGV aufgedrückt haben.
Dieses dürfen sie erst nach einem ausführlichen Profiling. In diesem Profiling müssen auch Deine gesundheitlichen Probleme berücksichtigt sein.
Da die/der Pap kein Arzt ist muss er eine Untersuchung durch den Amtsarzt veranlassen. Sollte er dieses nicht tun kannst Du auch, schriftlich bitte, einen Antrag auf Überprüfung der Erwerbsfähigkeit stellen.

Erst mit dem Gutachten ist ein Profiling vollständig. Der Arzt wird in seinem Gutachten in einfachen Worten für PaP mitteilen was Du noch kannst.

Und ich muss Widersprechen, bei unter 3 Stunden muss ein Rentenantrag eingereicht werden. Erst wenn es keine Rente gibt, weil z.B. die Anwartschaften zu gering sind, oder die mtl. Zahlung ist gering, dann gibt es Grundsicherung nach SGBXII.
 

Solidar

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Mojn,

Wie sieht das bei 100% Schwerbehinderung(Blind,und andere Erkrankungen) aus,wenn noch die Merkzeichen G,B und H mit bei sind?
Laut Ferndiagnose AMTSARZT ,VOLLZEITFÄHIG!
Falls ein Arbeitsplatz gefunden wird,muss die ARGE auch die Begleitperson stellen,wenn man selber völlig allein und isoliert lebt?
 

Rosalia

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Hallo Krawallhexe,

Bitte um neue EGV, da zwanzig Bewerbungen finanziell ja gar nicht möglich. Nehm Begleitung mit.

Geh mit Deiner Hand zum Neurologen. Selbst 100% Schwerbehindert bedeutet nicht erwerbsunfähig und leider muss ich da einem anderen Antworter widersprechen. Wenn man schwerbedhindert ist, bekommt man einen Pap aus dem Integrationsfachdienst, das bedeutet aber nicht, das die einfühlsamer sind. Je nachdem versuchen die erst recht, dir irgendetwas aufzudrücken, was absolut unzumutbar ist. Stelle gerade auch Antrag auf Feststellung des Schwerbehinderten-GdB. In der Brochüre steht drin, das vom Tag des Antrages an, der sogenannte Schwerbehinderten-Schutz gilt, solange bis der Antrag beantwortet ist. Das bedeutet aber nicht, spezielle Rücksichtnahme von ARGE-Mitarbeitern.
 

Perle26

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Nun, auch Schwerbehinderte Menschen können Vollzeit arbeiten.

Nur wird das Jobcenter Dir eine EGV aufgedrückt haben.
Dieses dürfen sie erst nach einem ausführlichen Profiling. In diesem Profiling müssen auch Deine gesundheitlichen Probleme berücksichtigt sein.
Da die/der Pap kein Arzt ist muss er eine Untersuchung durch den Amtsarzt veranlassen. Sollte er dieses nicht tun kannst Du auch, schriftlich bitte, einen Antrag auf Überprüfung der Erwerbsfähigkeit stellen.

Erst mit dem Gutachten ist ein Profiling vollständig. Der Arzt wird in seinem Gutachten in einfachen Worten für PaP mitteilen was Du noch kannst.

Und ich muss Widersprechen, bei unter 3 Stunden muss ein Rentenantrag eingereicht werden. Erst wenn es keine Rente gibt, weil z.B. die Anwartschaften zu gering sind, oder die mtl. Zahlung ist gering, dann gibt es Grundsicherung nach SGBXII.
Nun wir haben auch so unsere Probleme mit dem JC, da die trotz eingereichter Kopie des Schwerbehindertenausweises meines Mannes nach Monaten noch immer nicht gemerkt hatten, dass er schwerbehindert ist und er umsonst zu einem Termin wg. seiner Arbeitssituation oder wie sie das genau nennen, hatte. Er wurde daraufhin wieder nach Hause geschickt mit der Äußerung. Sie erhalten eine erneute Einladung vom richtigen SB. Super... Nun ist er erneut seit 11/2010 durchgängig krank, davor auch schon mehrere Monate, wodurch er den anfangs erfolgten Einladungen nicht nachkommen konnte. Inzwischen hat man es aufgegeben und ihm eine EV zukommen lassen, worin steht, man wolle ihm helfen, schneller gesund zu werden. Aber bis heute wurde nicht festgestellt, inwiefern er noch erwerbsfähig ist. Sollten wir das jetzt einfach mal selber beantragen? Er ist ja weiterhin krank, da nun zwar zur Grunderkrankung etwas weiteres gefunden wurde, aber ob dies ausheilt, ist noch unklar, kann, aber auch nicht. Die Grunderkrankung wird er aber nicht los und wie es mit dieser weiter geht, kann noch keiner sagen.

Was ratet ihr?
 

onkel hotte

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p { margin-bottom: 0.21cm; } Moin, moin,


viele Maßnahmen, aber kein nennenswertes Ergebnis!


Ich habe bis jetzt:


* eine zweitägige Eignungsfeststellung


* eine Umschulung zum Bürokaufmann in einem BFW


(zugegeben nicht mein ausdrücklicher Berufswunsch, mein Vorschlag wurde ja in der Eignungsfeststellung abgelehnt, weil bei der Testreihe durchgefallen)


* eine Vermittlung durch Integrationsfachdienst (ohne zählbare Ergebnisse)


* 1 Jahr ABM


hinter mir und aktuell ein


* REHA-Assessment - Berufswegplanung und Arbeitserprobung


vor mir


Aktuell absolviere ich da gerade ein Praktikum als kostenlose Arbeitskraft im Großhandel!


Das Praktikum soll ja eigentlich zum (Büro)Erfahrungen sammeln sein und evtl. zu einem regulären Job führen.




Nach der Berufsausbildung hab ich nie in dem neu erlernten Beruf gearbeitet und inzwischen sind ja auch schon bald sechs Jahre vergangen.


Ohne Berufserfahrung nimmt einen ja niemand mehr als Facharbeiter wahr.


Zur Bewerbung sagt dir eh jeder was anderes.
Es bleibt aber so, oder so nur eine Standardbewerbung und die vielen bunten Zertifikate sind doch auch nix wert.


Eine EGV bekam ich jedes mal aufgedrückt, das mit dem Profiling lese ich heute zum ersten mal.


Das Gespräch bei der ARGE (Ich möchte mit Ihnen über Ihr "Bewerberangebot" bzw. Ihre berufliche Situation sprechen) lief immer so ab : Guten Tag; Welche Bemühungen haben sie vorzuweisen; das ist aber ein bisschen wenig; im Computer 3 Stellen suchen-bewerben sie sich mal dort; EGV ausdrucken und unterschreiben; Auf Wiedersehen


Zugegeben, ich hab dann auch irgendwann nicht weiter nach-gebohrt, es kam eh immer Ablehnung.
Am Jahresanfang war dann wohl doch mal Geld da – für's REHA-Assessment.


Die Reha Beraterin hat mir das REHA Dings mit dem freundlichen Hinweis angepriesen:
„Wenn sie das jetzt nicht machen können sie irgendwann ganz aus dem REHA-Status herausfallen“.


So hab ich das jedenfalls verstanden.


„god save the hartz IV industry“
 

litteljohn1

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Hi Leute,

hab schon seit Jahren schwerste Arthrose in beiden Knien. Dadurch hab ich 1999 die Arbeit verloren.
Dann der übliche Weg medizinische und berufliche Reha!!
Tja damals dachte ich noch das wird schon.
In der beruflichen Reha hat man mich dann zum Kaufmann für Bürokommunikation gemacht mit Abschluß vor der IHK.
Ha, das hätt ich mir sparen können, scheinbar ist die Ausbildung zum Bürokaufmann besonders günstig, jedenfalls wurden zig Rehas dort reingesteckt, nur es gibt keinen Bedarf auf dem Arbeitsmarkt.
Meine anderen Berufe Koch und FA Elastverabeitung kann ich nicht mehr ausüben weil ich nur in sitzender Tätigkeit arbeiten soll.

Im laufe der Jahre machte ich so meine Erfahrungen mit der ARGE und der Rentenversicherung--die mein Leistungsträger ist.
Kompetenzgerangel vom feinsten und keiner will irgendwas ausgeben um meine CHancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Als meine Arge dann mitteilte das für Rehabilitanten nicht mal mehr die Möglichkeit des 1 € Jobs oder der Bürgerarbeit besteht hab ich gehandelt.
Ich verließ den perspektivlosen Osten und schaute mich im Schwabenland um. Gut, hier fand ich schnell Arbeit, aber nur bei Zeitarbeiterfirmen. Und leider hab ich mir zuviel zugemutet, nur um endlich aus der Abhängigkeit der Arge weg zu kommen.
Mittlerweil sind meine Knie schlimmer denn Je, extra noch ein Meniskus und Bänderriss dazu gekommen und überall nur vermeintlich kluge Ratschläge.
Der diesige Chef-Orthopäde sagt sofort Prothesen oder sitzende Arbeit und schonen.
Ha, die find ich nicht und da sitz ich wieder in Harz IV.
Hab ich schon erwähnt das ich 50 bin? Muß noch 15 Jahre bis zur Rente Arbeiten und ich Will Arbeiten. Hartz IV ist das absolut letzte.

Und was mach ich derweil? Pfeiff mir starke Schmerzmittel ein um meine relativ leichte Arbeit durchzuhalten. Erst eine sitzende Arbeit wird mir weniger Schmerzen bringen.
Und was hat mir das Versorgungsamt voller Gnade gegeben ? 20% Einschränkung.
Lachhaft, die müssten mal mit den Schmerzen und Einschränkungen im Normalen Alltag leben dann wäre pötzlich alles anders.

Ich will nicht jammern, ich muß mir nur Luft machen. Es ist prickelnt wie sich um Belange der Behinderten ALG II Empfänger gekümmert wird!!!!!!!!!!1
 

läufer

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Hallo Kalle,
nachdem ich heute meinen Prozess absolviert haben werde, Anzeige wg. Bedrohung, sende ich euch Infos, wie's mir (GdB 80, g + B) seit vielen Jahren mit dem JC ergeht.
viele Grüße
läufer
 

Muzel

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Littlejohn, dass kann doch wohl nicht sein. Bei mir hat schon ein kaputtes knie für einen GdB von 30 ausgereicht. Geh doch mal zum VdK und lass dir bei einem Änderungsantrag helfen.
 

Perrybooster

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Bin ja nun noch nicht so lange bei Hartz gelandet, aber wenn ich mir die Beiträge so ansehe und darüber nachdenke, dass ich kürzlich den GdB von 50 bekommen habe, wird mir himmelangst.

Und ziemlich alt bin ich auch noch, aber noch lange nicht alt genug für die Rente.

Prost Mahlzeit.

Lg an Alle

Perrybooster::mad:

Immerhin kann man mit GdB 50 ein paar Jahre früher in Rente gehen, mit einem 400-€-Job kann man die paar Kröten, die man weniger hat einigermaßen ausgleichen und hat seine Ruhe - und nur das zählt.
 

Perrybooster

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Littlejohn, das klingt nicht nur hart, was Du schreibst, das ist hart und ich rate Dir unbedingt, Dich mit dem VdK in Verbindung zu setzen und einen neuen Antrag auf Verschlechterung zu stellen. Wichtig dabei ist eine möglichst komplette Auflistung aller behandelnden Ärzte und Kliniken, da das Versorgungsamt nur die Unterlagen berücksichtigt, die ihm bekannt sind.

Viel Glück dabei!
 

Trixi2011

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Habe heute den Brief bekommen, das mein Antrag auf Fesstellung von Behinderung beim Versorgungsamt eingegangen ist. Laut Internetauskunft ist die durchschnittliche Bearbeitungsdauer 151 Tage :icon_kratz:.

Naja ich brauche ja nicht gleich einen Scherbehindertenausweis bekommen, mir reichen schon 30%, damit kann ich bei der ARGE die Gleichstellung beantragen und das ist das was ich möchte, damit ich mehr Chancen auf eine Arbeit habe.

Traurig, traurig, welche Wege man beschreiten muss, nur um ein Ziel zu erreichen :mad:.
 

50GdB23

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Ich habe einen Schwerbehindertenausweis mit 50% bekommen. Hat allerdings glaub nur 2 Monate gedauert. Mein Psychiater hat sich um alles gekümmert. Eine Freundin Meiner mutter, kleinwüchsig, hat gerade mal 30% !!!!!


Jedenfalls zum Thema:
Meine Reha-Beraterin auf dem Arbeitsamt ist...naja da würde ich wohl gekickt werden. Jedenfalls nicht zumutbar. Selbst meine Sozialbetreuerin sagte, dass sie eine Tonwahl getrofft...keinerlei Respekt, scham, rein gar nichts. ich könne nichts, bin nichts, kann ja nicht mal in der Psychiatrie sein, da ich die nach 1 Tag verlassen habe....

Auf der Jobbörse war man zwar freundlich, aber ob die Auskunft auch der Tatsache/Wahrheit entspricht bleibt bis jetzt noch fraglich. Jedenfalls fehlt es an Respekt.
Ich bewundere die Behinderten Menschen, was sie alles können, auf Ämtern werden sie als Nichts dargestellt.:icon_neutral:
 

Rounddancer

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Bin ja mal gespannt. Bei mir hat die Bearbeitung meines Verschlimmerungsantrages etwas mehr als vier Monate gedauert.
Jetzt, vorgestern, holte ich meinen Ausweis ab. GdB 50.

Mit dem aktuellen Weiterbewilligungsantrag für Alg-II werde ich die Kopie davon ans Jobcenter einschicken.
 

50GdB23

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Bezgl. meines Obigen Beitrages. Ich habe nochmals nachgerechnet, der Antragsmonat war April 2010, im August/September 2010 bekam ich den Ausweis. Habe mich da etwas arg vertan.:icon_evil:
 

Muzel

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Gratuliere Rounddancer zu den 50. Hoffentlich hilft er dir weiter. Das wünsche ich dir von Herzen.
 

Mario Nette

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Woher kommt der Durchschnittswert? Und wofür gilt er - Neuanträge ohne vorherigen Ausweis (z. B. in anderem Bundesland), Verschlimmerungs-, also Änderungsanträge oder "Weiterbewilligungs"anträge?

Mario Nette
 

Laupi

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Ich auch meine Rente eingereicht bin 60% Schwer behindert bekomme Verletztenrente durch einen Arbeitsunfall, die natürlich voll auf Hartz4 angerechnet wird.
Nun meine Frage wie lange dauert es ca bis man bescheit bekommt nach Antrags abgabe?
Dann hatte ich irgend wo gelesen das Schwerbehinderte noch zulage oder sowas ähnliches zu stehn tut, Stimmt das?
 
E

ExitUser

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151 Tage wären ja zu schön gewesen - ich habe nach 17 Monaten einen Bescheid erhalten.
lol, das ging ja noch schnell... den 1.Ablehnungsbescheid hab ich nach 20 Monaten erhalten, daraufhin Klage beim SG eingereicht und da hab ich bis zur Entscheidung gefühlte 100 Gutachter aufsuchen müssen (es waren tatsächlich 15!!!!), und die Entscheidung kam dann nach 4! in Worten VIER Jahren. Und noch nicht mal rückwirkend für die Zeit, nur für die Monate seit dem letzten Gutachten. :icon_motz::icon_motz::icon_motz:
 
E

ExitUser

Gast
Wieder auf das Titelthema zurück:

Mir fällt da der Integrationsfachdienst ein, den ich auf Weisung des JC schon öfter konsultiert habe. Bei einem "Beratungsgespräch" meinte die Mitarbeiterin (obwohl ich sie von meinen Gebrechen in Kenntnis gesetzt habe) ich sollte doch einen Busführerschein machen - Busfahrer werden immer gesucht. Zu meinen Dauergebrechen kam zu der Zeit noch ein Herzinfarkt hinzu, der gerade mal drei Monate her war - Auch das wußte sie.

Kurzum: Es geht hier wieder nur um Statistikverbiegerei. Wenn ein Behinderter an den IFD (IntegrationsFachDienst) weiter "gegeben" wird, so erscheint er für diese Zeit nicht in der Arbeitslosenstatistik. I.d.R. dauert so eine "Intensiv"Betreung ein halbes Jahr. Gemacht wird aber nichts anderes, als was das JC macht bzw. sollte) .Besprechungstermine, Stellenvorschläge usw.
 

Laupi

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Wenn du ein Herzinfarkt hattest Glaube ich nicht das du auch wenn du den Personenschein für (Busfahren) das dich ein Busunternehmer einstellt.
Denn du beförderst dann Menschen, und das Risiko nimmt kein Unternehmen auf sich.
Ich hatte vor ca 3,6 Jahren auch beinahe einen Tödlichen Herzinfarkt , Der wurde mit 3 Stens wider geöffnet.
Ich bin auch mit 40 Tonnen Lastzügen durch die gegend gefahren, bis ich einen schweren Arbeitsunfall hatte.
Von den Doc,s her drufte ich da nicht mehr drauf, wegen Gefährdung im Strassen verkehr.
Mir hat dann das Strassen Verkehrsamt dann nur die klasse 2 wieder erlaubt , wenn ich Gutachten bringe über mein Gesundheits zustand.
Von meiner steifen Hand ,und Diabetis und vom Herz Doc., und von was willste das bezahlen bei Hartz4?
Meiner ansicht nach mache dir keine große hoffnungen.
 

Blatthaar

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Bei mir sieht es so aus:

ich:Epilepsie (GdB 80%) Verbot für Führerschein und Fahrrad
Sohn: (GdB 100%) frühkindlicher Hirnschaden
Tochter: ADS
mein Status: alleinerziehend

Ich bekam von dem Arbeitsamt entweder ein paar sogenannte Integrationsmaßnahmen verpaßt, um mich wenigstens für eine gewisse Zeit aus der Statistik zu haben. Oder es kamen Job-Vorschläge, die ich beim besten Willen nicht annehmen konnte. Mein Sohn brauchte eine ständige Pflege, ich mußte immer präsent sein! Dem Arbeitsamt habe ich mehrmals gesagt, daß ich schwerbehindert bin und meiner SB den Ausweis hingelegt, da sie ihn kopieren wollte. Hatte aber erst nach zwei Jahren geklappt, da die SB sich schneller auswechselten, als man kucken konnte. Bei Einsicht in meinem Lebenslauf vor zwei Monaten (SB hatte ihn mir ausgedruckt) stellte ich fest, daß ich die ganzen Jahre als Förderschüler ohne Abschluß geführt wurde.
Es ist inzwischen korrigiert worden.
Ich habe bis jetzt zweimal EU-Rente beantragt, was natürlich abgelehnt wurde. Die damalige SB glaubte es aber nicht, Bescheid war angeblich eine Fälschung :icon_motz: Bis jetzt bekam ich nur Absagen aufgrund des fehlenden Führerscheins+Epilepsie.
 

Shiba

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Ich bin schon ca. 30 Jahre als Schwerbehindert (60%) eingestuft aber jetzt da ich arbeitslos bin hat mir das noch nie irgendwie positiv geholfen.
Obwohl ich sehr anfällig für Infektionen bin weil schlechtes Immunsystem durch Medikamente nimmt niemand Rücksücht auf meine Gesundheit.
Der Amtsarzt hat mir zwar bescheinigt, ich darf nicht mit Chemikalien, Staub od. mit Kindern zusammen kommen aber was ist mit Erwachsenen?
Wenn jemand in meiner Nähe eine Grippe hat werd ich super schnell infiziert und lande dann im Krankenhaus für ca. 3 Wochen mit extrem schlimmen Beschwerden.
Da meine Beschwerden oft in der Nacht od. den frühen Morgenstd. auftreten, muss ich oft Std. warten bis die Med. wirkt damit ich überhaupt was tun kann.
Aber darüber spricht niemand mit mir und als ich der SB was über meine Krankheit erklären wollte, meinte sie , ja ich bin auch krank.
Also was soll man mit unfachmänischen Leuten machen?`Die wollen nicht, alles was meine SB im Kopf hat ist mich ständig in irgendwelche Kurse zu stecken, an denen sehr viele Leute teilnehmen und ich höllische Angst habe irgendjemand dort hat eine Grippe.
Ich wurde noch nie gefragt, ob ich das machen kann wegen meiner Krankheit noch wurde irgend was in Bezug auf die Krankheit besprochen.
Es wird jedesmal wenn ich zum JC muss Belehrungen bezüglich Sanktionen, bzw. neue Kurse od. 1E Jobs besprochen aber absolut nichts anderes.
Eigentlich müsste ich meine Schwerbehinderten % aufstocken lassen, den meine Krankheit ist sehr viel schlimmer geworden aber ich mach es nicht weil es mir 0 weiterhilft in irgend einer Weise.
Das Personal benimmt sich abweisend und will von meiner Krankheit nichts wissen. Ich werde behandelt wie jeder andere.
Einmal habe ich angefangen von meiner Krankheit was zu erzählen, die SB meinte darauf, das würde sie nicht interessieren denn der amtsarzt hat mich dazu gesund erklärt und nach dem würde sie sich richten.
Die Amtsärzte erscheinen mir sehr unfähig und wollen einfach nicht, wie kann ein Amtsarzt sagen man ist gesund wenn ich schon jetzt seit fast alle 4-5 Wochen im Krankenhaus war. Ich glaube Amtsarzt werden nur Leute die in der freien wirtschaft versagen würden.
Amtsärzte haben vermutlich keine gute Ausbildung, sonst könnten sie nicht
so viel Unsinn von sich geben.
Ich kenne Leute die haben MS und müssen sich zur Arbeit schleppen für 1 E.

Gruß
 

Sonntagsmaja

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Eigentlich müsste ich meine Schwerbehinderten % aufstocken lassen, den meine Krankheit ist sehr viel schlimmer geworden aber ich mach es nicht weil es mir 0 weiterhilft in irgend einer Weise.
Wieso "eigentlich"? Mach es doch! Das habe ich auch und nun bin ich raus beim Jobcenter und kriege EU-Rente.
Dafür mußte ich zwar noch jede Menge "Zwischenschritte" (jede Woche zum Hausarzt, neue Medi's, neues Gutachten ect.) machen und es war extrem nervig und kräftezehrend aber es hat sich gelohnt. Und nicht zuletzt gab der höhere unbefristete GdB den letzten Anstoss mich in die Rente zu schieben.

Meinst Du die hätten mich etwa anders als Dich behandelt?:icon_eek: Nicht die Spur:icon_dampf:
Die wollten mich genau wie Du in eine (Psycho-)Massnahme stecken, wo dann selbsternannte Psychologie"fachkräfte" darüber befinden was in denn noch feines tun kann.

Aber ich habe gebohrt und gewühlt, Briefe/Anträge/Eingaben geschrieben, mich gewehrt.

Zum Schluß habe ich laut und deutlich meine SB gefragt "Was wollen Sie eigentlich?? Soll ich die Maßnahme machen oder soll ich meine Medikamente weiternehmen und mich um meine Gesundheit kümmern???"
Dazu muß ich sagen daß ich starke Medi's nehme und die Nebenwirkungen teils so heftig sind daß ich selbst zu Fuß nicht mal gefahrlos am Strassenverkehr teilnehmen kann, geschweige denn irgendwas arbeitstechnisch sinnvolles tun.
Ein Anruf der SB beim med. Dienst bestätigte dies.
Da hatte selbst das Jobcenter begriffen daß hier Ende der Fahnenstange ist und daß das Arbeit entgültig für mich durch ist.

DU musst erstmal aktiv werden und aus der Opferrolle raus.
Dann kannst auch Du was bewegen:icon_daumen:
 
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Grottenschlecht...

Die Behinderung interessiert keinen.
Die einzige "Gleichberechtigung" die man(n) dort bekommt, ist einzig und allein, dass man(n) genauso wenig Rechte wie die anderen hat!

Vermittlungen gibt es, wenn eine Stadt und/oder Kommune Geld in Projekte schaufeln will, z. B. neues CC...

Daraufhin folgen, unabhängig der Qualifikation, die berühmt berüchtigten "Zwangsvermittlungen"

Tut mir leid, so offen zu sein, doch meine Befürchtung hat sich bisher immer wieder bestätigt:
>Die, die in den anderen Teams als Mitarbeiter unangenehm aufgefallen sind, werden dann zwangsversetzt in die Reha-Team!!!

Ausnahmen mögen die Regel bestätigen.
***Aber in einem Land, wo lieber über Frauenquoten, trotz Kanzlerin und Ministerinnen, ect. debattiert wird, wird dann auch noch lieber über Ausländer- und Migranten-Quoten debattiert, anstatt sich x um die Behinderten zu kümmern, die es schwer genug haben!!!

Zumindest ich bescheinige dem AGG jetzt schon die Gleiche Todesursache, wie dem ADG:
>Tod durch ingorieren und/oder übersehen!!!:icon_neutral:

Auch wenn die EU immer wieder ermahnt.:icon_evil:
 
E

ExitUser

Gast
Bin ja noch nicht in Alg II angekommen und kann bis jetzt nur auf 6 Monate Alg I zurückblicken!

Zu mir: 50 Jahre,

Bandscheiben von oben bis unten im Eimer, Epilepsie, auf dem besten Weg chronischer Schmerzpatient zu werden :icon_neutral:

Laut Amtsarzt voll einsatzfähig mit den bekannten Einschränkungen wie Nachtarbeit, Arbeit in Höhen etc.

War von Anfang an bei der Reha-Abteilung beheimatet und kann mich eigentlich nicht beklagen - Arbeit hatten die allerdings auch keine für mich.

Bekam 1 VV als Pförtner in einem Krankenhaus - wurde allerdings nicht genommen, da dort 3-Schicht verlangt wurde :icon_eek:

Sollte mich initiativ bei Ämtern und Behörden als Bürohilfe bewerben (als ob die auf mich warten würden :icon_mued:)

Stehe ab Juli wieder da und werde mich bundesweit bewerben - mal gucken, was bei rumkommt :icon_kinn:
 

Trixi2011

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Also ich habe glatt 70% GdB ohne MZ auf einen Schlag bekommen.
  • Schwerhörigkeit
  • Minderwuchs mit Dysmorphie
  • Kognitive Behinderung
  • Wirbelsäulenverkrümmung inkl. Funktionseinschränkung der Wirbelsäule und Nervenendenreizung
Meinen aktuellen SB konnte ich gestern mal fragen, was den wäre wenn mein Antrag auf "Teilhabe am Arbeitsleben" abgelehnt werden würde. Was dann für mich in der normalen Vermittlung für Chancen bestünden unter diesen Voraussetzungen.

Der junge Mann - nicht älter als 35 - sah mich etwas hilflos und verwirrt an.

"Also naja es dürfte da wohl nur sehr wenige Möglichkeiten geben... Zwar sind die Firmen angehalten eine bestimmte Anzahl von Behinderten zu beschäftigen aber mit gewissen Behinderungen... Sie habe ja auch eine geistige Behinderung, wenn ich das richtig verstehe... Ich kann Ihnen keine große Hoffnung machen und ich würde Ihnen raten im Notfall auch bis vor das SG zu gehen, falls man ihnen die "Teilhabe am Arbeitsleben" verwähren sollte!".
 

ChrisG

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Freundlichkeit: Ja
Sachverstand: Naja
Problemlösungen: 0,nichts
Förderungen oder nur Forderungen: Förderungen kaum, Forderungen viele
Freundlichkeit beherrschen die MAs in der ARGE hier eigentlich alle. Am Rest fehlt es nach meinem Empfinden aber. Sind ja auch kaum bis keine ausgebildeten Leute da, die sich wenigstens etwas mit den Behinderungen auskennen und das Team Reha, wie es das vor 2005 noch gab, existiert so auch nicht mehr wirklich.

Sodann landet man also vor verschiedenen Beratern/Fallmanagern und wird jedes mal erneut über seine Behinderung ausgefragt, obwohl die eigentlich schon ewig in der Akte vermerkt ist. Da muss man sich nicht wundern, wenn da nichts an Vermittlungen zu Stande kommt. Genauso ist es dann auch mit 1-€-Jobs oder einer ABM, wo ich z.B. Kinder mit dem Auto hin- und herfahren sollte. Den Jenigen, der einem fast Blinden ein Auto anvertraut, möchte ich doch erst mal sehen. :biggrin:
 
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Habe heute trotz einem GdB von 100 und Merkzeichen aG, B und H sowie Pflegestufe 2 einen Vermittlungsvorschlag zur Bewerbung in Dortmund erhalten. Mein Wohnsitz ist Passau. Jetzt habe ich den Spieß umgedreht und mich selbstverständlich beworben damit ich keine Sanktion erhalte. Gleichzeitig habe ich beim Jobcenter den Antrag auf Kostenübernahme in Höhe für Behindertenfahrdienst mit 1,85 Euro pro km, zwei Fahrer a' 21 Euro die Stunde, eine Pflegefachkraft a' 43 Euro sowie eine Nachtschwester a' 59 Euro die Stunde beantragt. Das ganze mit Übernachtung in einem barrierefreier Hotel, somit fallen Kosten in Höhe von ca. 6.000,-- Euro für ein Vorstellungsgespräch in Dortmund an. Da mich das Jobcenter ja zur Bewerbung verpflichtet hat kommen die an den Kosten nicht vorbei. Ich denke das war dann der letzte Vermittlungsvorschlag vom Jobcenter. Das ist dann mein Abschiedsgeschenk an die da dem Jobcenter bekannt ist das ich ab dem 01. Mai Leistungen nach dem SGB XII erhalte. Sollten die mir nächste Woche meine mir zustehenden 6.000,-- Euro nicht zählen, reiche ich Klage ein. Ich halte Euch auf dem laufenden.
 
E

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Da ich versuche die Verbände, Politiker und die Öffentlichkeit auf die Probleme Behinderter mit Alg II hinzuweisen
Hallo Kalle
Mich würden ja eher die psychischen Probleme der Politiker interessieren. Wenn man da helfen könnte, würde sich etliches anderes von selbst erledigen.

MfG
 

ruhestein

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Beziehe zwar noch kein Alg II, bin aber nahe dran. Derzeit bekomme ich noch EU-Rente (seit 2006), welche sich aber im Widerspruchsverfahren befindet. Bei Ablehnung ist die nächste Station Alg II, da kein Anspruch mehr auf Alg I oder Krankengeld besteht und man mich offenbar für voll erwerbsfähig hält.

50 % GdB ohne MZ haben sich im Laufe der Jahre ergeben.

  • Seelische Erkrankung
  • Wirbelsäulensyndrom, Bandscheibenvorfall
  • Schuppenflechte
  • Allergische Asthma bronchiale
  • Funktionseinschränkung der Beine,
  • degenerative Veränderungen der Hüft- und Kniegelenke,
  • Fußfehlform
  • Hörbehinderung, Ohreigengereäusche
Derzeit fühle ich mich etwas kräftiger und auch meine Psychologin ist der Ansicht, dass Arbeit mir bei meiner Gesundung helfen kann. Ich bin Steuerfachangestellter, allerdings 6 Jahre aus dem Beruf - also 6 Jahre ohne jegliche Wissensaktualisierung - was in diesem Beruf ein "no go" ist.

So schrieb die DRV-Bund auf meinen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben hin:

„Nach unseren Feststellungen ist Ihre Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert, weil Sie in der Lage sind, eine Beschäftigung als Steuerfachangestellter weiterhin auszuüben. Diese Beschäftigung ist für die Beurteilung maßgebend. Die persönlichen Voraussetzungen für eine Bewilligung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben liegen somit nicht vor.

Für die Vermittlung eines geeigneten Arbeitsplatzes ist die Agentur für Arbeit zuständig.“

Meine Erfahrung: Die DRV ist das „Haus das Verrückte macht.(googeln erbeten)
 

Rounddancer

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Mein Tipp: Fang einfach, jetzt gleich, damit an, Deinen Wissensrückstand aufzuholen. Aus allgemein zugänglichen Quellen geht da schon viel. Und dann häng Dich an Portale ran, bei denen diese Steuerthemen diskutiert, evtl. gar geschult werden. Stelle Fragen. Erhalte Antworten. Elster, DATEV, die Vorschriften, die Chinesen sagen: "Wer lernen will, findet den Lehrer!"

Dokumentiere Deine Bemühungen.
Denn dann kommt rüber, daß Du weiterbildungswillig bist, das ist schon viel wert.

Das sieht das Amt, das sehen aber auch potentielle Arbeitgeber, bei denen Du Dich natürlich bewirbst. Und dann hast Du bessere Chancen als der, der zu allem geschoben werden muß, denn dann rollst Du ja schon.

GdB 50 bedeutet für Dich (für mich im Übrigen auch) bloß, den Sitzplatz, der "bitte für Schwerbehinderte freihalten" beschildert ist, nutzen zu dürfen, ein paar Euro bei Museums- und Veranstaltungsbesuchen zu sparen. Und, wenn die Wartezeit erfüllt ist, schon mit 63 in Schwerbehinderten-Rente zu dürfen.

Auch mit GdB50 haben wir noch Ansprüche an das Leben und Herausforderungen, die es uns stellt. Vorwärts schauen ist immer möglich. Auch mit Alg II, auch mit den gesundheitlichen Einschränkungen, die sich so angesammelt haben.

Vielleicht sucht ja gerade ein Steuerberater oder ein lokaler Lohnsteuerhilfeverein, vielleicht eine Firma, oder ein Handwerker jemanden, der -und sei es erstmal in Teilzeit, jemanden, der ihm die Steuer, bzw. die Buchhaltung macht,- und schon wärst Du, mit etwas Glück, wieder "drin".

Ich kann nur sagen: Viel Erfolg!


Viel Erfolg!
 

michel73

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die SB meinte darauf, das würde sie nicht interessieren denn der amtsarzt hat mich dazu gesund erklärt und nach dem würde sie sich richten.
Die Amtsärzte erscheinen mir sehr unfähig und wollen einfach nicht, wie kann ein Amtsarzt sagen man ist gesund wenn ich schon jetzt seit fast alle 4-5 Wochen im Krankenhaus war.
Wäre es für dich möglich ein Gegengutachten zu erstellen, denn wenn es dir tatsächlich wesentlich schlechter geht würde ich dieses Gutachten vom Amtsarzt nicht hinnehmen ?
 

saurbier

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Nun ich kann hier eigentlich noch nicht viel schreiben, denn ich bin erst seit Januar 2013 bei der ARGE gemeldet.

Bereits bei der Meldung waren alle sehr freundlich zur mir, was wohl daran gelegen haben mag, dass mein Fall äußerst kompliziert ist.

Bei mir hat die Agentur für Arbeit die Leistung eingestellt weil ich seit dem 28.11.2012 volle EMR - Arbeitsmarktrente erhalte.

Der Witz an der Sache ist jedoch, ich habe dem Arbeitsamt einen Teilzeitarbeitsplatz schriftlich nachgewiesen.

Hab mich daraufhin bei der ARGE gemeldet und sagte denen folgendes:
Ich bin BU-Rentner gewesen, der noch 18 Stunden wöchentlich gearbeitet hat. Ab dem 28.11.2012 bin ich nun voll EMR unter anderem wegen Arbeitsmarktrente, dazu noch zu 100% Schwerbehindert seit 2011 dauerhaft AU geschrieben und werde mich demnächst einer erneuten OP unterziehen müssen.

O.K. alles aufgenommen, jetzt am 07.03.2013 kam der Bescheid, wonach ich nur die Kosten für Miete und Heizung zusätzlich neben meiner geringen Rente erhalte.

Weiterhin hat man mir eine Eingliederungsvereinbarung zugeschickt, wonach ich mit um eine schnellstmöglich Genesung bemühen soll, die ist bis zum 31.07.2014 gültig.

Das ich als Schwerbehinderter mit dem Merkzeichen "G" eigentlich einen Mehrbedarf von 17% bekommen müsste, war nicht vermerkt.

Gleichfalls hat man mir als ledigen darauf hingewiesen, das ich nach 6 Monaten eine billigere Wohnung nehmen müsse, denn mir würden nur 50m² Wohnfläche zustehen, womit man nach Ablauf der zeit nur noch Kosten über 458,-€/mtl. berücksichtigen würde.

Da ein Schwerbehinderter mit Merkzeichen "aG" jedoch einen Wohnraumzuschlag von 15m² erhält, wurde natürlich erneut unterschlagen.

Da frag ich mich wozu der Schwerbehindertenausweis, den man dort unbedingt in Kopie haben wollte.

ich kann bisher nur feststellen, dass die Behörden Gesetze gar nicht interessieren, zumindest nicht solange bis man Klagt. Danach sieht es dann ganz anders aus.

In meinem Fall hätte es überhaupt keine Arbeitsmarktrente geben dürfen, denn der Gesetzgeber schreibt diesbezüglich vor, wenn ein Teilzeitarbeitsplatz vorhanden ist, darf die nicht gewährt werden.

Das hab ich auch der Agentur für Arbeit mitgeteilt. Was soll ich sagen, dass interessiert die gar nicht, die haben meinen Widerspruch als unbegründet abgelehnt.

Jetzt werde ich bei der ARGE natürlich auch Widerspruch einlegen, denn nach § 23 SGB II stehen mir 17% Mehrbedarf zu, genauso wie ja 15m² mehr Wohnraum, immerhin humple ich mit der Gehhilfe durch meine Wohnung weil ich nicht richtig laufen (auch wegen Schmerzen) und kippe auch mal um bzw. falle in den Sessel bzw. aufs Bett wenn es einen richtigen Schmerzschlag gibt.

Wie gesagt, bisher sind die Mitarbeiter zwar freundlich, aber nichts desto Trotz wird so einiges an Leistung unterschlagen.

Es bleibt natürlich abzuwarten, was passiert wenn ich wieder bedingt arbeitsfähig bin (3 Std./tägl.), was mir sehr am Herzen liegt (schon wegen der täglichen Kommunikation), aber was wenn mein alter Arbeitsplatz jetzt nach fast 2 1/2 Jahren weg ist, wo wollen die mich noch vermitteln, denn schon die Agentur für Arbeit sah nur noch einen Pförtner Job vor, den es ja gar nicht mehr gibt und das bei einem 55 jährigen.


Gruß
 
E

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Gast
Hallo,
also einiges habe ich nun mit gelesen und ich bin betroffen, verwirrt, fühle mich nicht mehr so alleine usw .Schlimm !!
Das meiste kann ich auch nur bestätigen :
Freundlichkeit : Teilweise
Kompetentes Umgehen : null bis hin zur Schikane und denunzieren
Hilfestellungen bzw Hinweise auf Rechte und extra Leistungen : Null ( eher Unterschlagungen, auch)
Amstarzt : auch das übliche bei 50% (unbefristet)
Die "magischen 60% ..wie es ja heißt, die einige Veränderungen ergeben würden , könnte man versuchen zu erklagen, aber daran war mir auch bis jetzt nicht gelegen .
Ich wollte immer Arbeiten und Träume sogar noch von Vollzeit ,nur das heißt ja bei 50% Lebenskraft einen 1 und ein halben Job zu stemmen (erst mal, bis man raus wäre ,wenn man eh schon Teilzeit arbeitet und Aufstocker ist)..sage ich gerne , weil der ganze Kraftaufwand mit diesen Papierkrieg der Arge ( Job Center, ja schon ein "Teilzeit Job "ist !)
Jetzt bin ich seid einigen Monat ganz ohne Arbeit, bin aber in Verhandlungen und war auf Vorstellungsgesprächen, schreibe weiter Job-Bewerbungen, da ich denke es ist immer alle Male besser, als wenn ich womöglich einen 1Euro Job aufgezwungen bekommen.

Nun bekam ich die Tage einen Brief, der sagte das mein Termin bei der Arbeitsvermittlerin abgesagt wäre weil dort eine neue Umstrukturierung statt fand für Schwer behinderte seien nun andere Arbeitsvermittler zuständig, dazu lag dann auch gleich der zweite Brief da neben im Briefkasten von besagter neuen Arbeitsvermittlerin mit Termin eine Std früher und ein Tag später als der ursprüngliche Termin .
Gibt es etwas worauf ich achten sollte ? Etwas neues in dieser so genannten Umstrukturierung ??
Für Hilfereiche Informationen bin ich dankbar .

Ginger 111
 
E

ExitUser

Gast
Ich beziehe jetzt seit fast einbem Jahr ALG I, und habe einen GDB 60.
Wie hat mich die Agentur für Arbeit behandelt?
Überhaupt nicht.

Die wissen, dass die DRV eingeschaltet ist.
Ich habe in den letzten 10 Monaten einen Termin bei der AfA gehabt, bei einem Rehaberater, der aber keine Ahnung hatte.

Ansonsten haben sie mich in Ruhe gelassen.
ALG kommt immer pünktlich, dafür aber kein VV, da ich im Moment als nicht vermittelbar gelte.

Die DRV hat mir mittlerweile Leistungen zur Teilhabe ans Arbeitsleben bewilligt.
Nur in welcher Form und in welchem Umfang, dass weiß ich eben noch nicht.
Ich warte dort noch auf einem Termin bei einem Rehaberater.
Ich hatte zwar schon einen, aber durch meinen Umzug diesen Monat in ein anderes Bundesland muss ich dort nochmal zu einem Rehaberater.

Sollte bis Ende Juli nichts konkretes von der DRV beginnen, dann muss ich ALG II beantragen, da mein ALG I Ende August ausläuft.
Dann bin ich mal gespannt, ob das JC mich auch so in Ruhe lässt, wie die AfA.
 

Katzenfreak

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Da kann ich Licht ins dunkle bringen.
Bin auch ALGII Bezieher und LTA sind bewilligt von der DRV.

Das Jobcenter hat hier Leistungsverbot.Das heisst konkret keine Maßnahmen, kein 1Eurojob, kein Bewerbungstraining und auch KEINE Bewerbungskostenerstattung.
Der Grund ist simpel, da die Leistungen der DRV Vorrang haben.

Das heisst für dich, du hast dahingehen Ruhe vorm JC, ausser bewerben halt.
Ich selber habe keine bestimmte Anzahl bekommen, sie will sehen dass ich ab und an eine schreibe, mehr nicht.Stellen gibt es so gut wie nicht hier das auf mein Gutachten passt, ausserdem ist eine weitere med. Reha geplant, bzw schon beantragt.Danach entscheidet es sich, EM-Rente oder Umschulung etc....

Um zum Thema zurückzukommen, Bin bei der AfA und vom JC stets freundlich und ohne Druck behandelt worden , sei es bei den Vermittlern oder Leistungsabteilung.
 

Katzenfreak

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Ja gibt es, habe ich aber nicht in Anspruch genommen, da wenn überhaupt Bewerbung elektronisch rausgeht.
 

Sani73

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solange die Zuständigkeit nicht feststeht bekommt man gar nichts von der BA.
So war es zumindestens bei mir. Erst wird einem alles so toll vorgegaukelt und dann wird einem immer und immer wieder was von der Zuständigkeit erzählt und das man keine Hilfe bekommt solange die nicht fest steht.

Ich habe bisher nur schlechte Erfahrung gemacht. Meine erste SB, obwohl Rehaberaterin, hat meine Behinderung nicht interessiert. War so dumm und habe sogar eine EGV unterschrieben in der Stand das ich mich auf meinen Beruf bewerben soll, obwohl ich ihr da schon sagte das ich das nicht mehr machen kann.
Als mir das nach einigen Wochen so richtig bewusst wurde, hat man mir dann die Schuld gegeben weil ich das ja alles so wollte. Ja Ja

Der 2. SB war aber auch nicht besser. Weil ich den Gesundheitsfragebogen und meine Befunde ihm nicht vorlegen wollte, hat er mich in die Vermittlungsbörse aufgenommen. Dabei wusste er genau das der Psychologische Dienst davon abgeraten hatte.
Hinterher wieder das gleiche. Der SB hätte das mit mir so abgesprochen und ich wollte das ja so.
 

Achim_

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Hallo liebe Mitleidende !
Da ich versuche die Verbände, Politiker und die Öffentlichkeit auf die Probleme Behinderter mit Alg II hinzuweisen und zu sensibilisieren würde ich Eure Mithilfe brauchen. Sicherlich haben wir hier im Bereich Schwerbehinderte schon einiges an Problemen und Fragen die ich auch immer Zusammenfasse und schildere.
Ich möchte hier aber auch gerne eine "Datenbank" schaffen über den Umgang der Argen, Sozis und AfA´s mit Behinderten.
Wie gehen die mit Euch um?
Freundlichkeit.
Sachverstand.
Problemlösungen.
Förderungen oder nur Forderungen?

Das alles wäre für die Arbeit mit den oben genannten Personen sehr hilfreich. Ich würde mich freuen, wenn Ihr hier Eure Erfahrungen und Erlebnisse einstellen würdet. Nicht auf einzelne Probleme wie sonst, sondern Eure allgemeinen Erfahrungen. Ihr würdet mir und Euch damit sehr helfen.
Ich bin gespannt.
Viele Grüße aus Meck-Pomm
Kalle
Hallo Kalle,
um eine Antwort nach Norm von mir zu verlangen, hast du eine falsche Adresse.
Es geht um die Unterstützungsleisungen des Staates. Da ich gegen den Staat wegen einer Nichtdurchführung der Rehabilitierung vom DDR-Unrecht klage, bekomme ich vom Staat auch keine weitere Förderung.
 

Nimschö

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Mache man sich keine Illusionen: Als Schwerbehinderter wird man am JC genauso unempathisch und ineffizient abgefrühstückt wie alle anderen zu Verarschenden auch.

Da bringt einem der grüne Wisch mit den Prozenten garnichts. OK, woanders bringt der einem auch nichts...
 

Kerstin_K

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Das Problem ist doch eigentlich ganz einfach. Dieser Bürokratieriese Arbeitsargentur bzw. Jobcenter kann nur nach Standard arbeiten. Menschen sind aber kein Standard, erst recht nicht mit Behinderung. Also kann das micht funktionieren.
 
E

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Hallo Katzenfreak,
danke für die ausführliche Antwort.
Da brauche ich mir ja für den Ernstfall JC keine große Sorgen machen.

Sorgen macht mir aber die DRV.
Ich hoffe, dass sie mir eine richtige Umschulung genehmigen.

Laut andeutung des ersten Rehaberaters, soll ich wohl ert mal einen Berufsfindungskurs mitmachen.
Wie immer der auch aussieht.
 

Jenie

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Na dann will ich auch mal :)

Also als ich 2006 das erste Mal Rente bekommen sollte, war es absolut chaotisch mit dem JC. Während der Rentenantrag lief, den die Klinik damals stellte, versuchte das JC mich immer wieder dahingehend zu nötigen eine EGV zu unterschreiben.

Dies tat ich nicht und verwies auf die Krankmeldung meines Arztes. In Rente kam ich wegen einer PTBS. Man warf mir vor ich sei Schauspieler und wirke nicht Krank etc. Man versuchte mir mit der damaligen Rehaabteilung des JC ein Blatt unterzuschieben auf dem ich eine konkrete Aussage tätigen sollte mit Unterschrift, wann ich wieder gesund sei. ]

Auch dies bügelte ich immer wieder ab und wies daraufhin das mein Arzt entscheidet wann ich gesund bin und nicht ich hier unter Druck von 5 Personen.

Als die Rente dann durch war, waren sie plötzlich sehr freundlich.

_______________________________________________

Andere Umstände wie immer wieder fehlende Unterhaltszahlungen meines Exmannes führten Zeitweise immer wieder dazu das ich für die Kinder Leistungen beantragen musste.
Hier erlebte und erlebe ich Freundlichkeit. Allerdings erlebe ich auch laufend dass ich immer wieder auf Minus sitzenbleibe. SB länger Krank, Antrag kommt nicht an etc.
Diese Vorfälle erlebe ich oft, da mein Ex mal ein Monat zahlt dann wieder einen nicht, dann zahlt er wieder ein halbes Jahr und dann mal wieder drei Monate nicht oder nur einen Teil etc. Jedes Mal bleibe ich so auf mindestens einen Monat 400 bis 600 Euro fehlenden Unterhaltes sitzen, da SB Krank etc.

Selbst die Beistandschaft beim Jugendamt als sie lief, konnte mir ja auch nur immer das weitergeben was er zahlte. Das JC meinte dann die sollten den fehlenden Unterhalt Pfänden, was das Jugendamt nicht tat. Dann riet man mir die Beistandschaft zu kündigen und zum Anwalt zu gehen. Tat ich auch und legte zum Beweis meiner Bemühungen wie gefordert den Schriftsatz des Anwaltes vor. Dies wurde in der Leistungsbewilligung verlangt mit Androhung auf Leistungskürzung.

Beim Anwalt erlebe ich langes hin und her gepinselt mit dem Ex und die Pfändung muss ich selbst bezahlen bei säumigen Unterhalt. Auch habe ich mich auf anraten des JC am Amtsgericht an die Pfändungsstelle und die Beratung gewendet gehabt und die schoben mein Problem zwischen dem Gericht hier und dem Gericht am Wohnort des Exmannes hin und her. Geholfen hat mir letztlich keiner. Ich sollte mir dann Online einen Pfändungsantrag laden und alles selbst machen. Konnte ich aber nicht alles ausfüllen und somit war ich wieder na? :icon_party:Klaro beim Anwalt...
Auf die Pfändung warten wir nun schon 8 Wochen...

_________________________________________________

Zum Thema Arbeiten, ich suchte Beratung bezüglich Kleingründung oder ähnliches und bekam gesagt: Entweder ganz oder gar nicht. Vollzeit oder nichts. Das kleinste Kind kann ja bald in Kindergarten und dann könne ich ja auch ganzen Tag arbeiten. Die PTBS interessierte die Beraterin nicht. Also hier gab es für mich keine Auskunft mit der ich etwas anfangen hätte können. Freundlich war sie aber dabei immerhin.

Insgesamt habe ich den Eindruck - Freundlich und bestimmt.
Beratung nur zu ihrem eigenen Vorteil, manchmal auf Nachfrage bekommt man dann aber auch mal eine Möglichkeit wie beim Bildungspaket.
Dennoch muss man sich immer in allem selbst schlau machen und sich selbst kümmern und wenn man etwas nicht besser weiß hat man halt Pech gehabt.
Und wenn man JC oder das Jugendamt die Missstände sagt – wie ich gerate durch derart Verfahren immer wieder in Mietschulden dann höre ich: Ja ich weiß das ist alles nicht zufriedenstellend für Sie, aber wir können da nicht mehr tun…

Im endeffect bin ich gezwungen zu arbeiten um nicht irgendwann aus der Wohnung zu fliegen mit den Kindern was ich aber momentan aufgrund der Kleinen kaum kann, mal davon ab das ich eigentlich EU Rente bekomme.
Als ich dies dem Arzt und Rententräger erzählte und um eine Teilrente bat um Arbeiten gehen zu können war die Antwort: Und warum gehen sie nicht schwarz arbeiten?
Im Grunde gut gemeint - aber ich gewinne immer mehr den Eindruck das man regelrecht alleingelassen wird - genötigt wird Dinge zu tun die man gar nicht will etc. Und das alles nur weil wir ein besch. System haben von Niedriglöhnen, über Verwaltung der Leistungsbezieher mit dem Druck möglichs Gelder einzusparen.

Grüße Jenie
 

Anarchie79

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Hallo liebes Eloforum,


ich habe mit Interesse gelesen welche Erfahrungen Behinderte in Deutschland mit den Job Centern gemacht haben und ich finde es eine Schande für Deutschland das so mit Leuten umgegangen wird die Hilfe und Verständnis bräuchten und keine Schikanen vom Job Center!


Nun zu mir, ich lebe leider wegen einer chron. Depression mit Angst und Anpassungsstörung und einigen Traumatas von ALG2, seit März diesen Jahres wurde mir vom Sozialgericht ein GdB von 40 zugesprochen! Im Gutachten steht der schöne Satz, das ich unter Druck suizidgefährdet wäre und seit dem meine SB das Gutachten kennt, bekomme ich keine Einladungen mehr von ihr! Obwohl meine letzte EGV heute ausläuft mal sehen ob ich von ihr noch Post bekommen werde? Die Frage die ich mir stelle ist, was ich mit meiner Krankheit und dem GdB 40 noch machen kann? Meine SB ist da total überfodert mit mir und das einzige was sie mir bis jetzt angeboten hat, war ein Termin beim sozial psychatrischen Dienst und ein 1,50 Job aber da auch nur dort, wo ich eben einigermaßen klar komme! Ich war heute bei meinem Psychater gewesen und der meinte das ich eine Perespektive bräuchte weil ich Zuhause ständig am grübeln über mein Leben bin aber wie gesagt, Das Job Center bietet mir da keine Hilfe oder Unterstützung an weil die nicht wissen wo hin mit mir! Das zweite Problem das ich habe ist, das ich keine Antidepressiva mehr verschrieben bekomme da meine Leberwerte sehr schlecht sind und ohne Tabletten geht es bei mir sehr schlecht mit der Arbeit aber ich kann auch nicht mehr weiter Zuhause rum sitzen und nichts tun und mein Leben zieht an mir vorüber! Ich bin jetzt im Oktober 34 Jahre alt geworden und ich hab drei abgebrochene Ausbildungen ohne Berufsabschluss vorzuweisen dazu kommt dann noch meine Krankheit und der GdB 40! Da stellt mich doch kein Arbeitgeber ein! Ich würde gerne was mit Tieren machen besonders mit Hunden oder Pferden weil mir der Umgang mit Tieren sehr gut tut! Ich hab ja selber einen Hund mir angeschafft weil mir das sehr gut tut und das mein Arzt auch befürwurdet hat!


Ich kann eh nur noch 4-6 Stunden arbeiten gehen wenn überhaupt aber ich will mich noch nicht aufgeben auch wenn das der Staat schon längst getan hat bei mir und die Arbeitgeber auch!


Ich weis nicht, ob es Sinn machen würde über den Rententräger eine schulische Ausbildung mit Praktikum zum Tierheilpraktiker als berufliche Reha anerkannt zu bekommen oder nicht? Was würdet ihr dazu sagen? Ich muß noch dazu sagen, das ich eine Ausbildung als Tierwirt die ich aus gesundheitlichen Gründen nicht zu Ende machen konnte gemacht hatte, wo ich auch Zertifikate habe und die Vorprüfung hatte ich mit einer 3 auch bestanden gehabt! Mich ärgert es, das ich es damals nicht zu Ende machen konnte aber wegen den Depressionen ging es damals nicht mehr bei mir aber der Beruf des Tierheilpraktikers hat zwar Paralleln zum Tierwirt, denoch ist dieser Beruf nicht so arbeitsintensiv und stressig wie der Tierwirt! Ich hab an einer Privatschule nachgefragt, ob ich dort den Tierheilpraktiker machen könnte? Das würde gehen wurde mir gesagt aber eben nur mit Schulgeld und das kann ich mir eben als ALG2 Empfänger nicht leisten! Daraufhin gab mir die Schulleiterin den Tipp, es mal bei der Rentenstelle zu versuchen, ob ich es dort finanziert bekomme! Die Frage ist eben nur, ob das Sinn macht dort mal nachzufragen oder hab ich damit keine Chance? Wer hat damit Erfahrung und kann mir da weiter helfen? Übrigens ist diese Ausbildung nicht zertifiziert und deshalb übernimmt weder die Agentur für Arbeit noch das Job Center die Kosten dafür! Deshalb ist der Rententräger der letzte Strohhalm den ich jetzt noch habe! Ansonsten werde ich bis zu meinem Renteneintrittsalter egal wann das sein wird von ALG2 und Sinnlosmaßnahmen leben müssen! Soviel zum födern und fodern und meinen Erfahrungen mit einer Erkrankung oder Erkrankungen die meine Lebensqualität sehr eingeschränkt haben und die Schikanen und das Desintresse vom Job Center haben mein Krankheitsbild bis her nicht besser gemacht! Ich hoffe sehr das ich diese Chance noch bekommen werde was den Tierheilpraktiker angeht, ansonsten weis ich nicht mehr was ich tun soll! Aber aufgeben ist keine Option für mich, darüber würde sich nur das Job Center freuen und den Gefallen werde ich ihnen nicht tun!


Jesus Christus hat mal gesagt, die Ersten werden die Letzten sein und die Letzten Erste! Das lässt mich hoffen!


Lg Anarchie79
 

Shiba

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Wäre es für dich möglich ein Gegengutachten zu erstellen, denn wenn es dir tatsächlich wesentlich schlechter geht würde ich dieses Gutachten vom Amtsarzt nicht hinnehmen ?

nach diesem Gutachten, hatte ich eine Höllenzeit mit dem Jobcenter. Ich habe dann den 1 EUR-Job abgelehnt mit Attesten von der Uni Regensburg und meinem Hausarzt.
Trotzdem wurde ich dann 60% Sanktioniert.

Die Sachbearbeiterin hat alles ignoriert und hat sich von den Attesten nicht beeindrucken lassen.

Als ich kurz vor der Obdachlosigkeit war bin ich zu einem Anwalt in Passau gegangen und ohne Ihn wäre ich 100% Obdachlos geworden.

Er war es dann der mir einen neuen Termin bei einer staatlichen
Gutachterin besorgte.
Bei diesem Termin fragte mich die Ärztin warum ich das nicht schon vor 30 Jahren getan habe. Ehrlich gesagt, wusste ich nicht
dass man Rente schon so früh beantragen kann also habe ich es nicht gemacht.

Die Ärztin hat mir dann ein Gutachten ausgestellt das auch zum SG geschickt wurde und darin war unmissverständlich aufgeführt
warum ich zu keiner Zeit arbeitsfähig war.

Mit diesem Gutachten bin ich dann zum Versorgungsamt und habe auch anstandslos 10% mehr und das G für meinen Schwerbehindertenausweis erhalten, nachdem mir der Antrag ein paar Monate zuvor vom Versorgungsamt abgelehnt wurde.
 

Eli42

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Auch ich kann sagen, dass es seit unbefristet 50 % SB und befristeter Berentung beim JC nicht besser geworden ist - im Gegenteil.

Wenn bekannt ist, dass Behinderung vorliegt scheint das beinahe eine Einladung zu sein, dass man immer wieder neue Schwierigkeiten bekommt. Es gibt doch so eine Geschichte von einem Drachen, wo immer wieder neue Köpfe nachwachsen ...Im letzten Jahr alles nur noch mit Widerspruch und Klage. Ich seh da Parallelen. Die Anwaltschaft, die damit beschäftigt war, wurde überhäuft und hat langsam auch die Faxen dick.
Ich werde auch behandelt wie arbeitsfähig. Obwohl ich berentet bin und mein Sohn Schüler, wurde Zahlung erst mal eingestellt. Vorher wurde angekündigt, eine Weiterbewilligung würde nur erfolgen, wenn wir uns existenzsichernden Job suchen.
Jeder Tag ist längst kein Leben mehr, sondern nur noch "Überleben".
 

saldina

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hallo ich wäre bereit daran mit zu machen,selber im moment grosse probleme,gdb 60 mit verschlimmerungsantrag,fallmanagerin kannte nicht mal den ausweis und deren gültigkeit.
will weitere kostenintensive untersuchung anregen
 
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AW: Eure Erfahrungen mit ALG II als Behinderter

Also ich bin körperlich relativ stark eingeschränkt und hab sehr oft starke Schmerzen und leichte Lähmungserscheingen. Ich leide unter einem sehr schweren Bandscheibenvorfall, starker Wirbelsäulenverkrümmung mit Beckenschiefstand. Das ist für die schonmal gar keine Einschränkung zu arbeiten. Sind ja nur Peanuts. Weiterhin leide ich unter einer sehr starken chronischen Depression mit krankhaften Panikattacken, die sich auch stark körperlich auswirken mit Anfällen und Atemnot. Mein Psychologe sagt, das ist leider inzwischen chronisch weil sehr spät entdeckt und nicht heilbar, nur linderbar, dass man halbwegs dami leben kann. Für die von der ARGE beauftragte Amtsärztin auch eigentlich kein Problem. Halbes Jahr Tagesklinik und ich sei geheilt und topfit für den Arbeitsmarkt meint sie. War schonmal in ner Tagesklinik und geheilt war ich da nicht wirklich. Okay man lernt da mit der Erkrankung zu leben aber Wunderheiler praktizieren da auch nicht. Mit anderen Worten. Die versuchen mich nun mit allen Mitteln für den Arbeitsmarkt aufzupuschen und reden jede Krankheit einfach schön.
 
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AW: Eure Erfahrungen mit ALG II als Behinderter

Die versuchen mich nun mit allen Mitteln für den Arbeitsmarkt aufzupuschen und reden jede Krankheit einfach schön.
Und wenn nicht die, dann macht einen die DRV wieder gesund. Mit Garantie.
 
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AW: Eure Erfahrungen mit ALG II als Behinderter

Ja. Da kann das ja auch sein, dass die einen noch zu ner REHA-Kur zwingen wenn die Tagesklinik nichts bringt.
 
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AW: Eure Erfahrungen mit ALG II als Behinderter

ich bin nach einem Schlaganfall mit damals 44 Jahren schwerbehindert 50%, früher war ich mal 70%. Da ich nun ohne Rollator laufen kann, hat man gekürzt.
Ich habe einen unbefristeten Ausweis, weil ich eine Spastik im rechten Arm habe (dauerhaft Ergotherapie seit 7 Jahren, kann rechts nicht mehr schreiben und indem Arm überhaupt feinmtorisch behindert) und auch leichte Gleichgewichtsstörungen beim Laufen habeKann nicht mehr Rad fahren und nicht mehr rennen, dauerhaft Krankengymnastik weil mein Körper immer sehr angespannt ist. Daneben habe ich als Folgeerscheinung meines Hirninfarktes eine eingeschränkte psychische Belastbarkeit, meine Scheidung kurz nach der Krankheit, die mich dann auch in H4 fallen lies und der jahrelange Rosenkrieg, damit mein Ex nichts zahlen musste und der nun 7jährige Kampf mit dem Jobcenter haben mich fast völlig zermürbt.
Aber man wird mich leider weiter quälen mindestens bis ich 63 bin das sind noch fast 10 Jahre. Eine Rente steht mir erst mit fast 69 Jahren zu. EW Rente wurde wiederholt abgelehnt.
Ich habe übrigens mittlere Reife und bin ausgebildete Großhandelskauffrau. Aber ich habe nur Absagen bekommen. Mittlerweile fehlen mir zussätzlich die Kraft und die Nerven für eine Arbeit. Aber TZ-Stellen für Schwerbehinderte in meinem Alter gibts sowieso nicht. Und bei meiner Krankheit verheimliche ich AGn nicht, dass ich schwerbehindert bin. Ich nehme Marcumar und reichlich Blutdruckmittel und ich kann nicht ohne festhalten Treppen steigen, das kann und will ich nicht einfach weglügen. Auch wenn mir auf dem Jobcenter früher mal gesagt wurde, ich solle meinen SW-Ausweis wegwerfen, wäre nicht gut für die Jobsuche.

Das Jobcenter führt mich zwar in ihrer Schwerbehinderten-Leistungsabteilung und der Rehaabteilung der Vermittlung. Aber es interessiert niemanden. Habe durchgekämpft beim ÄD, dass ich nur noch 3-unter
6 Stunden arbeitsfähig bin. Die Arge-Gutachter haben sich weder für mich noch für meine Befunde interessiert, sondern gleich gegen mich entschieden. Wäre vollschichtig und 8 Stunden arbeitsfähig.

Fazit: Beim Jobcenter wird man als Schwerbehinderter wie der letzte Dreck behandelt. Man hat seine Würde und sein Recht auf Existenz abgegeben, wenn man auf dieses Amt mal angewiesen ist und es gibt keinen Weg raus für mich.
Momentan bin ich krank geschrieben, weil ich nicht mehr kann.
 
E

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AW: Eure Erfahrungen mit ALG II als Behinderter

Weil mir ein paar Jahre fehlen, dadurch dass die Kinder nur zwei Jahre auseinander sind im Alter, werden statt 20 Jahre nur 12 Jahre angerechnet und so komme ich auch nicht auf die 35 Jahre und muss die vollen 45 Jahre abwarten. Angeblich sind so die Gesetze und die 14 Jahre die ich gearbeitet habe und Ausbildung gemacht habe und auch das letzte Schuljahr, das ja als Rentenzeit irgendwie zählt nützt nichts. Man hängt sich an den 5 Jahren vor meinem Schlaganfall auf, wo ich ja nur einen 450€ Job hatte, 10 Jahre lang und blöderweise nicht einbezahlt habe. Habe dummerweise meinem damaligen Mann vertraut.
Mir steht also erstmal die nächsten fast 15 Jahre nichts zu. Bis ich 68,5 Jahre alt bin, schwerbehindert zählt gar nichts. Wenn ich Glück habe wird mich aber das JC mit 63 rauswerfen und dann kriege ich Sozialhilfe/Grundsicherung, aber da darf man ja gar nichts mehr haben, kein Schonvermögen bzw. glaube ich 1500€ nichts.
Wenn ich damals gewusst hätte, dass mich diese Krankheit und die Scheidung von einem akademischen Selbständigen derart in den Abgrund reisst, hätte ich besser vorgesorgt. Aber dumm gelaufen.
Aber trotz Prozesskostenhilfe und ganz gutem Anwalt, er musste gar nichts bezahlen und seine Rentenanwartschaften sind auch derart minimal, dass ich keinen Versorgungsausgleich bekomme.

Kann mir jemand sagen was EU-Rente ist? Besteht da ein Unterschied zur EM-Rente?



Bitte kann mir jemand erklären was EU-Rente ist im Gegensatz zu EM-Rente?
 

Wutbuerger

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AW: Eure Erfahrungen mit ALG II als Behinderter

EU Rente und EM Rente sind mE das gleiche .Allerdings gibt es beim Geburtsjahr eine Grenze , ich meine bis Geburtsjahr 1960 und älter gelten andere Regeln
 

AndreasB

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AW: Eure Erfahrungen mit ALG II als Behinderter

Weil mir ein paar Jahre fehlen, dadurch dass die Kinder nur zwei Jahre auseinander sind im Alter, werden statt 20 Jahre nur 12 Jahre angerechnet und so komme ich auch nicht auf die 35 Jahre und muss die vollen 45 Jahre abwarten. Angeblich sind so die Gesetze und die 14 Jahre die ich gearbeitet habe und Ausbildung gemacht habe und auch das letzte Schuljahr, das ja als Rentenzeit irgendwie zählt nützt nichts.
Die 35 bzw. 45 Beitragsjahre sind nur wichtig, wenn man vorzeitig in Rente gehen möchte. Wer mindestens 5 Beitragsjahre hat, kann mit Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen. Für nach 1964 geborene ist die Regelaltersgrenze mit 67 Jahren erreicht, für die Jahrgänge davor ist die Regelaltersgrenze etwas niedriger (Die Erhöhung erfolgte stufenweise ab Jahrgang 1947) .

Die EU-Rente (Erwerbsunfähigkeitsrente) wurde 2001 durch die EM-Rente (Erwerbsminderungsrente) abgelöst. EU-Rente gibt es also nur noch als Bestandsrente für Rentner, die vor 2001 erwerbsunfähig wurden. Zusammen mit der EU-Rente wurde auch die BU-Rente (Berufsunfähigkeitsrente) abgeschafft. Dabei gibt es aber für Menschen, die vor 1961 geboren sind, noch einen Vertrauensschutz. Wer diesen Vertrauensschutz genießt, kann bei Berufsunfähigkeit eine teilweise EM-Rente bekommen.
 
E

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AW: Eure Erfahrungen mit ALG II als Behinderter

Ich bin 1962 geboren und bei mir heisst es, dass meine Regelarbeitszeit mit 68,5 Jahren erreicht ist. Schwerbehindertenausweis zählt nicht. Erst dann kann ich Rente bekommen. So hat es mir meine Sachbearbeiterin beim VdK erklärt.
Die fünf Beitragsjahre :icon_evil:müssen genau vor Eintritt der Krankheit sein, also wäre in Besuch beim Wahrsager vermutlich ratsam gewesen:icon_hihi:
Einbezahlt habe ich 14 Jahre voll und ein Jahr für Halbtagstätigkeit und dann zählen noch die Kindererziehungszeiten für zwei Kinder.
Aber meine EM-Rente wurde bereits dreimal abgelehnt. Einmal vor sieben Jahren plus Widerspruch, der auch abgelehnt wurde und einmal vor einigen Monaten. Und der VdK bei dem ich Mitglied bin meinte, ein Widerspruch wäre zwecklos. Ich überlege beim Vdk wieder auszutreten, weil wirkliche Hilfe habe ich da bisher nicht bekommen. Ich glaube die Beiträge kann ich anderweitig besser gebrauchen.
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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