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Eure Erfahrungen mit Alg II als Behinderter

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kalle

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5 Jul 2005
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#1
Hallo liebe Mitleidende !
Da ich versuche die Verbände, Politiker und die Öffentlichkeit auf die Probleme Behinderter mit Alg II hinzuweisen und zu sensibilisieren würde ich Eure Mithilfe brauchen. Sicherlich haben wir hier im Bereich Schwerbehinderte schon einiges an Problemen und Fragen die ich auch immer Zusammenfasse und schildere.
Ich möchte hier aber auch gerne eine "Datenbank" schaffen über den Umgang der Argen, Sozis und AfA´s mit Behinderten.
Wie gehen die mit Euch um?
Freundlichkeit.
Sachverstand.
Problemlösungen.
Förderungen oder nur Forderungen?

Das alles wäre für die Arbeit mit den oben genannten Personen sehr hilfreich. Ich würde mich freuen, wenn Ihr hier Eure Erfahrungen und Erlebnisse einstellen würdet. Nicht auf einzelne Probleme wie sonst, sondern Eure allgemeinen Erfahrungen. Ihr würdet mir und Euch damit sehr helfen.
Ich bin gespannt.
Viele Grüße aus Meck-Pomm
Kalle
 

Arania

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#2
Freundlichkeit.
Sachverstand.
Problemlösungen.
Förderungen oder nur Forderungen
Freundlichkeit: Ja
Sachverstand: Nein
Problemlösungen:Nein
Förderungen: Nein
Forderungen: Nein

;)
 

kalle

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#3
Liebste Ariana!
Die Antworten sind schon nicht schlecht. Aber so ein kleiner Roman als Erfahrungsbericht wäre auch nicht verkehrt. Die Punkte waren nur so als Beispiel gemeint. ;)
 

kalle

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#5
Kleiner Roman. :twisted: :mrgreen:
 

Chipsy

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#6
Ich kann als Behinderter auch nicht viel positives von Seiten der Arge berichten.

Ich hatte schon vor dem Bezug von Alg II einen Antrag auf Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach SgB XII gestellt hatte. Diese Massnahme begann 4 Wochen nach Erhalt von Alg II.

Vorteil war, das ich während dieser 4 Wochen nur halbstags beim üblichen "Bewerbungstraining" teilnehmen musste.

Während dieser Zeit wurde ich dann einmal zur Arge gebeten. Als ich dem Fallmanager dann zum 2. Mal erklärte das die Reha bis zu einem Jahr daueren könnte, habe ich seitdem nichts mehr von der Arge gehört.

Zwei Tage vor Beginn der Reha reichte ich den Bewilligungsbescheid des Leistungsträgers bei der Arge ein. Auch als Nachweis für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 des Neunten Buches.

Erster Kommentar "Sie stehen ja nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung" Sehen sie mal, ob sie nicht zB Anspruch auf Krankengeld haben. Ich wieder zurück zum Sozialamt... "Bringen Sie uns einen Ablehnungsbescheid von der Arge" dann reichen wir Widerspruch ein.

Einen ersten Widerspruch wegen nterhaltsvermutung auf den ersten Bescheid ist nach 3 Monaten immer noch nicht entschieden. Nun hat die Arge vor 2 Wochen ohne Bescheid die Zahlung eingestellt. Ich habe angerufen "Arge: Ich habe keine Ahnung, warum noch nichts überwiesen wurde. Wir rufen sie zurück"

Schon frustrierend
 

MissMarple

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#7
ARGE Köln probiert neues Konzept unter dem Unternehmer Roland Berger.
http://hahn.blogkade.de/archives/25...n-Roland-sortier-die-UEberfluessigen-aus.html

interessant besonders dieser Absatz:
Den meisten Kontakt zum Fallmanager erhalten dabei die Erwerbslosen zwischen 25 und 40 Jahren mit abgeschlossener Ausbildung. Hingegen sollen Schwerbehinderte und nicht weiter definierte sonstige Arbeitslose maximal zweimal im Jahr einen Kontakt zum Fallmanager erhalten. Stellungnahmen hierzu wurden sowohl vom Geschäftsführer der Kölner ARGE, Josef Ludwig, als auch von der Unternehmensberatung Roland Berger abgelehnt.
so viel zum Thema Artikel 3 GG:
niemand darf wegen Andersartigkeit oder Behinderung benachteiligt oder schlechter gestellt werden...

nach bekannt werden dieser Meldung haben wohl einige HartzIv Empfänger vor der ARGE in Köln demonstriert, keine AHnung wie es ausgeht, man bekommt solche Meldungen ja immer nur mühsam via Internet, da es sonst eher tot geschwiegen wird im Rundfunk.

MMarple
 

kalle

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#8
Dann guck mal hier im Forum oder auf der Portalseite. Da war das ELO wohl auch mit beteiligt. ;)
 

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Elo-User/in

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#9
Harz 4 und Behinderung ist ein rotes Tuch für mich.Ich wurde schon zu ALG 1
Zeiten beim AA als behinderter mit 50% in der Rehaabteilung geführt.Jetzt bekam ich nach 20 Monaten Hartzbezug einen Termin bei der Arge Düsseldorf und lernte auch so meinen Fallmanager kennen.Ich habe jetzt die Auflage bis Anfang November ihm zu beweisen das ich krank bin ansonsten gibts nen 1 € Job.
Mein Hinweis das es seitens des Arbeitsamtes eine Akte gäbe und auch Gutachten die das Arbeitsamt in Auftrag gegeben hätte intressiert nicht.Er sagt diese Unterlagen gäb es nicht mehr die Rehaabteilung aufgelöst.Er will das ich Atteste bringe damit er sie beurteilen kann.
AmArsch kreist der Hammer von mir bekommt er nichts, dann soll er doch wenn er meint, mich sanktionieren.Denn ich haben andere Probleme ich muss mich noch einer Operation unterziehn und das ist genug Stress für mich.Da brauch nicht so einen Vogel der meint ich wäre nur zu faul.


Soviel mal zu dem Thema und Unterstützung bekomm ich von denen eh nicht.





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Arania

Elo-User/in

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#10
Mein Hinweis das es seitens des Arbeitsamtes eine Akte gäbe und auch Gutachten die das Arbeitsamt in Auftrag gegeben hätte intressiert nicht.Er sagt diese Unterlagen gäb es nicht mehr die Rehaabteilung aufgelöst.Er will das ich Atteste bringe damit er sie beurteilen kann.
Das ist absoluter Blödsinn, keine Behörde löst Akten auf sondern gibt sie weiter wenn sich eine Unterbehörde auflöst, ansonsten muß er sehen wie er sich sich beschafft.
Allerdings kann er von Dir neue Unterlagen über Deinen jetzigen Gesundheitszustand verlangen, muß dann aber die Kosten tragen.

Das heisst er kann Dich zum Amtsarzt schicken um Deine Arbeitsfähigkeit testen zu lassen und dem musst Du auch nachkommen.

Ich hatte vor Jahren auch mal eine SB die meinte sie könnte sich über alles hinwegsetzen, das wurde dann sehr unangenehm für sie
 

sindytomlea

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#12
Hallo,

ich nehm mal die Gliederung so auf wie sie ist:

Wie gehen die mit Euch um?
dies ist die einzigste Stelle im Amt, wo man ein gewisses Maß an Achtung entgegenbringen kann, die sich wegen einer Falschbearbeitung auch mal gegen die Leistungsabteilung gewandt haben.

Freundlichkeit.
Der Mann, der zuständig war bzw. ist selber behindert. Hatte ja auch eine EGV vogelegt bekommen - mit 1 Bewerbung je Monat, mit der Option jederzeit nach Haus fahren zu können - nach kurzer E-Mail info. Also von der Sicht her war er absolut ok.

Sachverstand.
Tja, da nicht viel gelaufen ist - keine Ahnung. Er sagte mir in dem einzig geführten Gespäch, das ich aufgrund meiner Behinderung trotz meiner Bildung definitiv keine Chance habe. Hier in der Stadt geht alles nach dem Schein und als Behinderter ist man da nich so das ideal. Trotz aller Leistungen, die AG in Anspruch nehmen können wird man kaum eine Chance haben. Er habe es oft genug erlebt, das nicht der Sachverstand unbedingt an erster Stelle steht. Fragte noch was ich machen wolle. Ich sagte es ihm. Er sah zwar des Uraltgutachten - was noch vor den 2 schiefgegangenen OP´s am Kreuz war, aber meinte des ist ja in der AKte nur für die Katz und ohne jegliche Bedeutung. Ich sagte auch, das es dazu einen Widerspruch gab.

Problemlösungen.
tja, bis auf den einen Vorfall mit der LEistungsabteilung - der sehr gut damals gelöst wurde, kann ich nix sagen. Wobei ich insgesamt es für mich innerlich sehr gut fand, das vor mit ein - sag es mal salopp - gleichleidender saß. Persönlich fand ich es besser, als eine 25jährige die gesund war. Aber ich denke dies ist nur en Gedanke und wird wohl jeder irgendwo anders sehen.

Förderungen oder nur Forderungen?
Forderung - gut die EGV mit einer BEwerbung je Monat, er erkannte aufgrund meines schlechten Laufbildes auch an, das ich die jeweilige Überischt der Bewerbung ihn alles per Mail via pdf zustellen konnte - also ideal aus meiner Sicht. Gut Förderung gab es denn keine, da ja insgesamt der Hickhack los ging.

Insgesamt muss ich sagen, bin ich ja nun schon Mitte letzen Jahres nicht mehr im Amt gewesen. Es läuft nur noch alles über einen ANwalt + Klage. Und dieser letzter Besuch was so, das ich meinen Sohn mitgenommen habe, damit ich ruhig bleibe. Vor meinem Sohn würde ich niemals die Fassung verlieren. Aber es war auch gut so, den wenn man gesagt bekommt und der arme Sachbearbeiter sich bei einer Mutter beschwert wo alles mehr als knapp ist, ihr wisst es ja selber, weil er für seine sooo schwere und viele Arbeit zu wenig Geld bekommt und man eigentlich sich gar nicht auf dem Amt sehen lassen sollte, darf man schon mal intensiv drübern nachdenken, den Schreibtisch neu zu sortieren. Aber wie gesagt mein Sohn war bei. Naja und wenn man gesagt bekommt, das Aussagen von einem anderen Amt, die man nur weitergibt und ansatzweise versucht zu erklären in so einen dummen Schädel gleich hingestellt wird, das man zu seinen gunsten (wobei er nicht mal begriffen hat, das es für mich als Nachteil zu sehen war bzw. ist) des BGB beugen. Was soll sowas, für mich gehört dieser Mensch überall hin nur nicht da. Und spätestens als er mir sagte, zu meinem Vorteil soll ich im andrem Amt eine Falschaussage mache, damit ich da Geld bekomme -was ja aber für mich weitere NAchteile bringen würde sprich wo ich massiv Ärger bekommen könnte, war für mich der Ofen aus und bin mit einem lauten Türgeknalle gegangen. Allerdings ich dummer Mensch ich hab ich mich nich mal verabschiedet.

sindytomlea
 
E

ExitUser

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#13
Hallo, Kalle!

Da mußt auf eine Antwort noch etwas warten...werd ich in den nächsten Wochen wohl was zu sagen können....

Gruß aus Ludwigsburg
 

powerlot

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#14
Umgang der Behörden mit einer Behinderten

Hallo,

ich bin Lebenspartner und Pfleger einer zu 100 % behinderten querschnittsgelähmten jungen Frau. Was uns widerfahren ist mit Behörden in diesem Bereich ist katatsrophal und skandalös.

Von Förderung keine Spur
Es wurde der klare Versuch unternommen eine Behinderte abzuzocken
Es kann festgestellt werden, daß in unserem Fall klar gelogen wurde
Das krasse Gegenteil von Integration wurde unternommen, ansonsten nur Unverschämtheiten.....

Die Sendung "Mona Lisa" hatte sich für den Fall interessiert. Nach 3 maliger Zusage aber auch wieder Absage war der Fall für das ZDF erledigt.
 

Helga Ulla

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#15
Umgang der Behörden mit Behinderungen
Freundlichkeit: 2 Sachbearbeiter freundlich, 3 Sachbearbeiter die die Meinung vertraten es gibt nichts mehr wir sind ja nicht das Sozialamt

Sachverstand: der 1.SB bemühte sich und verlegte alle Akten, dann hatte man ca. 1 1/2 Std Zeit bis diese gefunden.

der 2. SB stellte Nachforderungen von vorliegenden Unterlagen

die 3. SB eine rotzfreche Göre, nichts (normal ) mit meinem Fall zu schaffen gab ungefragt aber ihren Kommentar ab

der 4.SB er bearbeitete seiner Meinung nach den Fall gerade einmal, weil ich ja schon da sei, hätte aber hiervon nur unter Kollegen gehört, solle mich aber dringend in 8 Tagen bei Herrn XY vorsprechen

Der 5. SB freundlich, jung und dynamisch
Er bearbeitete zunächst den Fall ganz normal und bemühte sich mir 2 Darlehnsanträge fertig zu machen

Problemlösung

Durch einen der beiden Darlehnanträge wurde der SB gewahr, das sie mir seid Jahren einen Medikamentenzuschuss zahlten und er stellte dies sofort ein.

Nun sind einige Verfahren vorm SG anhängig darunter ein EA.

Dies bei 100% MZ aG, G, RF
Förderungen und Forderungen:

Der Gesetzgeber selbst diskrimeniert ja schon vom Gesetz aus die Behinderten, die in keiner Maßnahme oder Förderung sind, indem er ihnen nicht den Mehrbedarf für Behinderte zahlt, somit sind Behinderte die Allg 2 beziehen unter dem Existensminimum. Denn die Behinderte die in der Grundsicherung sind bekommen diesen Zuschlag und haben mtl 59,00 € mehr. Das ist die Förderung der Behörde, Behinderung gegeneinander auszuspielen.
 

Michael M

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#16
Behinderte in Pinneberg bei der gibt es sowas?

hi ,Pinneberg bei der Arge gibt es für Die keine Behinderten.
Als Behinderter wirst man behandelt als ob man top fit ist.
Behinderrung zählt da nicht
trotz Behinderten Ausweis und Buchstabe (z.B.G)
Gruß Michael:icon_pfeiff:
 

Angeloo

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#17
Hallo!

Ich bin auch seit 2001 Berufsunfähig und seit dieser Zeit ist auch die Reha-Abteilung für mich zuständig. Da war ich allerdings im März 2005 das letzte Mal. Nun habe ich eine Einladung zum 15.2.07 bekommen, allerdings von der ARGE. Das macht mich stuzig. Ich hoffe nur, dass es keine Probleme gibt, denn was in der ARGE so beschäftigt ist, naja. Mit der Reha hatte ich nie Probleme, da ich ja durch das Amtsäztliche Gutachten stark eingeschränkt bin gibt es für mich auch nichts weiter und das weiß auch die Reha und hat auch nie irgendwelchen Druck auf mich ausgeübt. Wenn die mich nun in der ARGE "verheizen" wollen, na dann gute Nacht. Werde auf jeden Fall darauf hinweisen, das für mich die Reha zuständig ist, die gibt es bei uns noch und da hat ja auch Hartz IV nichts an der Zuständigkeit geändert denke ich. Hat jemand änliche Erfahrungen gemacht?

Angeloo
 

andy_k

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#18
erst mal hallo,
bei mir wars nun so dass ich mit 50 % ein Jahr lang in der Rehaabteilung der AA war, dies fällt nun im Jobcenter weg. Es dürfte nur noch einen Unterschied machen wenn man 60 % und ein G hat und deshalb dann keine 3 Stunden am Tag arbeiten könnte. Jedenfalls habe ich es so verstanden beim Ausfüllen des Antrages auf ALG II. Für Freundlich keit der Bearbeiter gibts nur ne 3 und das deshalb weil die Person mir grotten falsche mündliche Angaben gab ohne erstmal im Rechner mein Profil anzuschauen um dann fest zustellen, dass die wohl was versiebt haben. Kompetenz also = setzen 6. Ich frage mich eh schon lange aus welchem Pool die Arge ihre Mitarbeiter rekrutiert. Es gibt sicherlich darunter welche, die ihren Beruf und auch die Sorgen und Fragen ihrer Klienten ernst nehmen, leider gibt es in dem Bereich aber auch einige, die meinen sie seien die Herrscher ueber das Wohl der ALG I / II Bezieher.Was absolut zu verurteilen ist, denn keiner hat sich diese Situation freiwillig ausgesucht. Mir wurde wegen meiner Erkrankung die letzte Anstellung gekündigt ( das ging mit entsprechender Argumentation des Arbeitgebers tatsächlich durch !) Ob nun bei mir gefördert wird , mal sehen was kommt, jedenfalls wird sicherlich gefordert. Und mir bleibt nur das zu tun was ich schon die ganze Zeit tue : Bewerbungen schreiben und hoffen dass mal ein Arbeitgeber drunter ist, dem es auf Qualifikation ankommt und dem dann auch die Antwort auf die Frage nach ener Schwerstbehinderung egal ist.
 

Heiko1961

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#19
Bei uns wurde letztes Jahr extra eine Arge nur für Behinderte aufgemacht.:icon_klarsch: :icon_daumen: Zur Kompetenz kann ich noch nicht viel sagen. Doch Schikane gibt es dort nicht, noch nicht. Man kann ja nie wissen.:icon_question:
 
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#20
hi ,Pinneberg bei der Arge gibt es für Die keine Behinderten.
Als Behinderter wirst man behandelt als ob man top fit ist.
Behinderrung zählt da nicht
trotz Behinderten Ausweis und Buchstabe (z.B.G)
Gruß Michael:icon_pfeiff:

ging mir in München genauso.

Ich glaube allerdings der Sachbearbeiter ist total inkompetent.

Sie wollten mir eine Bewerbungspflicht über 6 Bewerbungen pro Monat mit Eingliederungsvereinbarung aufnötigen. Mit dem Spruch : Sie sind zu jedlichen Bemühungen verpflichtet ihre Arbeitslosigkeit zu beenden. Bla Bla.. Kein Ton von Vorschlägen auf was ich mich bitteschön überhaupt bewerben soll...

Ich hab nur trocken gemeint, wenn die meinen Lebenslauf lesen und fragen was ich seit 1999 gemacht habe dann werde ich wahrheitsgemäss antworten daß ich aufgrund einer psychischen Krankheit arbeitsunfähig war und deshalb auch jetzt noch ziemliche Einschränkungen habe und nicht völlig widerhergestellt bin.

Daraufhin hat er den Passus mit der Bewerbungspflicht weggelassen...

Ich hab es so satt mich ständig rechtfertigen zu müssen zusätzlich zu meinen krankheitsbedingten Problemen...
 

Heiko1961

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#21
Ich hab es so satt mich ständig rechtfertigen zu müssen zusätzlich zu meinen krankheitsbedingten Problemen...
Das Problem daran ist, es wird immer ein Problem bleiben.:icon_neutral:
Denn inkompetent Mitarbeiter wird es weiterhin geben.:confused:
 
E

ExitUser

Gast
#22
Seit kurzem bin ich als Schwerbehinderter nicht mehr der regionalen ARGE hier in Nürnberg zugeteilt (also Nord oder West usw.) sondern der Zentrale bei der Agentur für Arbeit im Zentrum. Als Sachbearbeiterin, bzw. PAP oder so, hat man mir eine Dame zugeteilt, die selbst betroffen ist. Sie ist Rollstuhlfahrerin mit einer (meine Einschätzung) spastischen Komponente. Mittlerweile wurde ich von ihr ein 2. Mal eingeladen, da zur Zeit in meiner Angelegenheit eine Ermittlung der Bezirksregierung läuft und dazu eine Stellungnahme der aktuellen Sachbearbeitung eingefordert wurde. Bei diesem Termin legte ich meine Aufzeichnungen in Kopie vor, die zeigen wie mich die anderen ARGEn schikanierten.

Zu ihr habe ich etwas mehr Vertrauen, da sie selbst betroffen ist und (wenn nicht gespielt) mir tatsächlich helfen möchte, alles wieder ins Lot zu bekommen. Vielleicht auch deshalb, da ich äußerte dass ich immer noch überlege ob ich nicht Strafanzeige stelle gegen die bisherigen Mitarbeiter der ARGEn, da seit dem schweren Umzug hierher den ich selbst durchführen musste, meine Herzerkrankung (Kardiomyopathie) sich erheblich verschlechtert hat. Nachweislich durch die kürzlich durchgeführte kardiologische Untersuchung. Jedenfalls bot sie mir an, doch an sie persönlich nochmal einen Antrag wegen dem speziellen Bett zu senden, den sie dann mit ihrer Chefin zusammen sofort bearbeiten wollen. Denn es müsse eine Lösung gefunden werden.

Nun, mal sehen........?!
 
E

ExitUser

Gast
#23
GdB 30

Grund: Migräne ohne Aura, Soziale Phobie.

Der Bescheid des Versorgungsamtes liegt der ArGe vor.

Bislang wurde meine Behinderung durch jeden Sachbearbeiter/Fallmanager der ArGe weitgehend ignoriert. Beispiel: Bei Stellenangeboten, die ich bis dato durch die ArGe erhalten habe, wurde meine Behinderung nie berücksichtigt. Ich wurde durch keinen Mitarbeiter der ArGe darüber aufgeklärt, daß beim Vorstellungsgespräch ein Behindertenvertreter anwesend sein muß. Zumindest verhält sich dies im Öffentlichen Dienst so.

Wie gehe ich mit meiner Behinderung (GdB 30) in den Bewerbungsunterlagen um? Ich habe in den vergangenen zwei Jahren viele Sachbearbeiter erlebt und jeder vertrat dazu eine andere Meinung. Der eine sagte: Sie müssen den Grad ihrer Behinderung bereits in den Bewerbungsunterlagen angeben, sie dürfen diese Tatsache nicht verschweigen. Ansonsten ist das ein Grund zur fristlosen Kündigung. Ein anderer Sachbearbeiter meinte: Verschweigen Sie den GdB, machen Sie keine Angaben über ihre Behinderung in ihren Bewerbungsunterlagen. Ansonsten werden Sie nie mehr in ihrem Leben einen Arbeitsplatz bekommen.

In 2006 wurde ich dem sog. Integrationsfachdienst der Diakonie und der Caritas zugewiesen. Endlich hatte ein Sachbearbeiter der ArGe erkannt, daß ich als behinderter Mensch beim Integrationsfachdienst besser aufgehoben bin.

Es war aber eine einzige Enttäuschung.

Zunächst war ich doch positiv überrascht, daß ich im Rahmen dieses Projekts zum ersten Mal seit Jahren von einem Arbeitgeber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden bin. Da interessiert sich jemand für meine Person und meine beruflichen Qualifikationen. Endlich habe ich eine Chance. Das Vorstellungsgespräch bei diesem Arbeitgeber (Öffentlicher Dienst) dauerte aber nicht einmal 15 Minuten. Obwohl die Behindertenbeauftragte während des Gesprächs anwesend war, wurde mir im Verlauf des Gesprächs bald bewußt, daß die Anwesenden mich sehr schnell wieder loshaben wollten. Ein Vorstellungsgespräch, das eigentlich gar keines war. Das Ergebnis stand schon vorher fest: Den brauchen wir nicht als Mitarbeiter.

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußte: Ein Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst ist dazu verpflichtet behinderte Menschen zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Aber darübe hatte mich weder die ArGe, noch der Integrationsfachdienst für behinderte Menschen vorab informiert.

Ein paar Tage später sagte der für mich zuständige Mitarbeiter des Integratinsfachdienstes in einem persönliches Gespräch folgendes zu mir: "So haben Sie zumindest wieder einmal ein Vorstellungsgespräch in der Praxis erlebt, obwohl das Endergebnis schon vorher fest stand."

So oder so ähnlich sind meine Erfahrungen als behinderter Mensch mit der ArGe und den Projekten, die ich durch die regelmäßig wiederkehrenden Eingliederungsvereinbarungen erleben darf.

Im Moment stecke ich in einer Maßnahme der Diakonie, dem sog. Menelaos-Kombilohn-Projekt. Ziel dieses Projektes ist es die Vermittlung eines Arbeitsplatzes im Niedriglohnsektor für max. ein Jahr.

Auch den dortigen Mitarbeiter mußte ich von der Notwendigkeit überzeugen, daß der Grad der Behinderung eine wichtige Info für einen möglichen Arbeitgeber darstellt.

Hartz IV - eine unendliche Geschichte...
 

Heiko1961

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#24
Wie gehe ich mit meiner Behinderung (GdB 30) in den Bewerbungsunterlagen um? Ich habe in den vergangenen zwei Jahren viele Sachbearbeiter erlebt und jeder vertrat dazu eine andere Meinung. Der eine sagte: Sie müssen den Grad ihrer Behinderung bereits in den Bewerbungsunterlagen angeben, sie dürfen diese Tatsache nicht verschweigen. Ansonsten ist das ein Grund zur fristlosen Kündigung. Ein anderer Sachbearbeiter meinte: Verschweigen Sie den GdB, machen Sie keine Angaben über ihre Behinderung in ihren Bewerbungsunterlagen. Ansonsten werden Sie nie mehr in ihrem Leben einen Arbeitsplatz bekommen.
Wie schon in anderen Threads geschrieben, ein Rezept gibt es nicht. Ich gebe schon im Bewerbungsschreiben meine Behinderung bekannt, mit den Hinweis auf evtl. Förderungen.
Beim Einstellungsgespräch, wenn es dazu kommt:icon_mrgreen: , sollte man es nicht verschweigen.
 

Angeloo

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#25
Wie schon in anderen Threads geschrieben, ein Rezept gibt es nicht. Ich gebe schon im Bewerbungsschreiben meine Behinderung bekannt, mit den Hinweis auf evtl. Förderungen.
Beim Einstellungsgespräch, wenn es dazu kommt:icon_mrgreen: , sollte man es nicht verschweigen.
Hallo Heiko!

Ich habe aber schon Urteile vom Sozialgericht gelesen, die der ARGE recht gaben, weil sie ALG II- Beziehern die Listung gekürzt haben, weil sie in der Bewerbung auf bestehende Behinderungen hingewiesen haben. die ARGE und das Sozialgericht vertreten die Meinung, dass mit dieser "negativen Aussage" von vornherein eine Anstellung verhindert werden soll.

Wie gesagt das ist die Meinung der ARGE und verschiedener Sozialgerichte, NICHT MEINE!
Denn ich bin selber Berufsunfähig und habe verschiedene Krankheiten. Und für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum ich die Wahrheit nicht sagen soll, dass finde ich eine Sauerei. Aber das eben verschiedene Sozialgerichte dieser Meinung der ARGE recht geben, ist für mich noch unverständlicher. Darum scheue ich auch davor zurück, dass in der Bewerbung zu schreiben ._(

Angeloo
 

Arania

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#26
Gibt es die Urteile irgendwo zum Nachlesen? Würde mich interessieren, da es für mich absurd ist, wenn jemand gewisse Dinge wegen einer Behinderung nicht machen kann, dann muss er auch darauf hinweisen, sonst wäre das ja auch eine Täuschung
 

Angeloo

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#27
Gibt es die Urteile irgendwo zum Nachlesen? Würde mich interessieren, da es für mich absurd ist, wenn jemand gewisse Dinge wegen einer Behinderung nicht machen kann, dann muss er auch darauf hinweisen, sonst wäre das ja auch eine Täuschung
Hallo!

Ich weiß es nicht mehr, wo ich das gelesen habe. auch in irgend einem Forum, wo eben ein Betroffener genau diesen Fall geschildert hattte. Ich hatte da auch bloß verständnislos den Kopf geschüttelt. Das die ARGE einem so kommt, wundert keinen, aber das es Richter gibt, die diesem Schwachsinn auch noch recht geben ist schon grenzwertig. Werde aber mal schauen, vielleicht finde ich den Link wieder irgendwo.

Angeloo
 
E

ExitUser

Gast
#28
In meinen Bewerbungsunterlagen gebe ich nur den GdB bekannt - aber nicht die Art der gesundheitlichen Einschränkung. Im Vorstellungsgespräch bin ich auch nicht dazu verpflichtet die Art der Behinderung darzustellen, falls mich der Gesprächspartner explizit danach fragen sollte.

Meiner Fallmanagerin liegt ein Muster-Lebenslauf vor, in dem ich den Grad der Behinderung benenne. Sie ist damit einverstanden. Ab und zu lasse ich den Hinweis auch weg.

Aber im Endeffekt ist es eh' Jacke wie Hose. Arbeit habe ich trotz oder wegen meiner Behinderung bis heute nicht gefunden.

Nach 6 Jahren Langzeitarbeitslosigkeit habe ich sowieso keine Chance mehr.
 

Arania

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#29
Nun ich denke das muss von Fall zu Fall anders sein, ich muss z.B, explizit meine Einschränkungen nennen, denn aus dem GdB alleine wäre nicht ersichtlich was geht und was nicht
 
E

ExitUser

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#30
Der eine muß seine Behinderung in der Bewerbung benennen, der Andere nur den GdB und der Nächste wiederum wird für die Bennenung der Behinderung oder des GdB durch die ArGe sanktioniert.

Der Wechsel des Fallmanagers oder des Sachbearbeiters wird ja schon zur Gefahr, weil der Nachfolger u. U. wieder eine ganz andere Meinung zu diesem Sachverhalt wie sein Vorgänger hat.

Allein die verschiedenen Auslegungen in diesem Einzelfall machen Hartz IV zu einem Unrecht am Menschen.
 

Heiko1961

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#31
Der eine muß seine Behinderung in der Bewerbung benennen, der Andere nur den GdB und der Nächste wiederum wird für die Bennenung der Behinderung oder des GdB durch die ArGe sanktioniert.

Der Wechsel des Fallmanagers oder des Sachbearbeiters wird ja schon zur Gefahr, weil der Nachfolger u. U. wieder eine ganz andere Meinung zu diesem Sachverhalt wie sein Vorgänger hat.

Allein die verschiedenen Auslegungen in diesem Einzelfall machen Hartz IV zu einem Unrecht am Menschen.
Eben, deshalb habe ich auch freie Hand. Da macht mir keiner irgendwelche Vorschriften. Wie du es auch machst, ist doch eh verkehrt.:icon_mad:
 

kalle

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#32
Darf ich Euch bitten, hier nur Berichte über den Umgang hinein zu stellen. Dieses soll eine Sammlung der Berichte sein. Diskussionen über die einzelnen Berichte würden den Thread unübersichtlich machen.
Für Diskussionen über diese Dinge würde ich den üblichen Weg über einen neuen Thread vorschlagen.
Danke
Kalle:icon_mrgreen:
 
E

ExitUser

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#33
Mehr Erfahrungsberichte gibt es nicht? Schade!

Kalle, was geschieht mit diesen persönlichen Berichten überhaupt?
 

kalle

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#34
Hallo Thomas !
Es passiert mit den Berichten nichts böses.
Mein Problem ist immer, das über "normale" AlgII- Empfänger und die Schikanen oder Probleme eigentlich, wenn auch zu wenig, recht ordentlich berichtet wird.
Ich merke aber in meiner täglichen Überzeugungsarbeit, das über die Probleme Behinderter im ALGII kaum oder gar kein Mensch bescheid weiss. "Gibt es denn Behinderte im ALGII?" So kann ich zum einen Berichte sammeln um weiter zu überzeugen. Denn manchmal kann selbst ich mir so manche Sachen nicht mal im Traum vorstellen.
Und zum anderen kann ich dann die Leute immer mal auf diesen Thread verweisen. So das man nachlesen kann. In konzentrierter Form.
Sicherlich würde es reichen, wenn man auf den Thread Schwerbehinderte verweist. Da gibt es ja auch genug Beispiele. Aber da ist zu viel durcheinander. Logischerweise. Und deshalb habe ich diesen Thread gestartet. Damit Berichte in konzentrierter Form ohne große Diskussionen zu lesen sind.

Ich hoffe, damit ist es gut erklärt. Ansonsten nochmal nachfragen.

Liebe Grüße aus Meck-Pomm
Kalle
 

Loser

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#36
Hallo

Also ich habe als behinderter (kurze vorgeschichte gibts hier http://www.elo-forum.org/unrechtmaessige-egv-hilfe-bitte-t10715.html?p=99282#post99282 erster absatz ;) ) die Erfahrung gemacht, weil man bei mir eben nix sieht ausser ner fetten narbe am kopf wenn ich die haare kurz habe, das sie einem es nicht glauben und einem indirekt unterstellen das man simuliert, faul ist und nur nicht will, hatte ich schon oft - Sowohl beim Arbeitsamt als ich da gemeldet war (ohne bezüge) als auch jetzt mit hartzIV.
Standardspruch ist immer "Ja die Berichte sind ja schon soundso alt" aber es änderst sich nunmal nichts wenn einem im kopf rumgefurwerkt wurde und das wollen die nicht kapieren.

Genausowenig das sie kein stück von ihren "richtlinien" abweichen.
Hatte vor einigen jahren mal ein Jobangebot musste aber erst eine qualifizierung machen. Der Arbeitgeber hat garantiert das wenn die erfolgreich absolviert ist das ich dann eingestellt würde. Also zum Arbeitsamt gerannt mit denen das bequatscht und das was herauskam war "Ja das können wir nicht unterstützen weil das steht nich in unserem leistungskatalog". Also auf gut deutsch, ist uns doch scheißegal das du was gefunden hast und noch ne schulung brauchst, wir sind nicht dran interesiert arbeitlose zu vermitteln, bezahls selber oder bleib weiter arbeitslos.
 

Arania

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#37
Ist denn noch nie eine Begutachtung durch den Amtsarzt erfolgt?
 

Loser

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#38
Ist denn noch nie eine Begutachtung durch den Amtsarzt erfolgt?
Doch, vom arbeitsamt paar mal, jetzt vom Sozialamt usw usw .
Bringt nur nix wenn es die "sachbearbeiter" nicht interesiert was die feststellen
 

Arania

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#39
es hat die aber zu interessieren, mach Dir keine Sorgen , da gewinnst Du jeden Prozess
 

animas

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#40
Harz 4 und Behinderung ist ein rotes Tuch für mich.....
AmArsch kreist der Hammer von mir bekommt er nichts, dann soll er doch wenn er meint, mich sanktionieren.Denn ich haben andere Probleme ich muss mich noch einer Operation unterziehn und das ist genug Stress für mich.Da brauch nicht so einen Vogel der meint ich wäre nur zu faul.
Soviel mal zu dem Thema und Unterstützung bekomm ich von denen eh nicht.
MFG Logo
Die gleicher Erfahrung habe ich auch gemacht. 14 tage vor meiner zweiten Herz-OP wurde mir sämtliche Leistungen gestrichen. Lebe vom Geld der Freunde und anderer Leute. Bin also schon einen Schrit weiter als Hartz IV.
 

Ralf 44

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#41
Meine Erfahrungen als Behinderter & Alg2

Kurze Einleitung: Ich habe meinen Arbeitsplatz durch Krankheit verloren. Bin 2x an der Bandscheibe operiert worden und bin ohne Antrag auf einen GdB von 30 eingestuft worden. Im April 2006 bin auch noch an Krebs erkrankt. Habe jetzt einen GdB von 60.
Ich beziehe seit dem 01.01.2005 Alg 2, zuständig ist die Kommune Kreis Schleswig-Flensburg. Das Fordern der Kommune besteht darin, das meine Kosten der Unterkunft um 55 € abgesenkt wurden, d.h. das von meiner Regelleistung nur 290 € übrig geblieben sind. Nach Abzug der laufenden Kosten bleiben rund 200 € zum "leben".
Das Fördern: Ich habe mehrfach versucht schriftlich und telefonisch einen Termin beim "Fallmanger" zu bekommen, ich wurde nur abgeschmettert. Im September 2005 habe ich dann die Bürgerbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein eingeschaltet, die mir voller stolz schriftlich mitteilte, dass sie meinen Fallmanager telefonisch erreicht hat und ich einen Termin bekommen würde. Im Januar 2006 war es dann soweit, voller Vorfreude ging ich mit meinen Unterlagen (Lebenslauf, Internet Recherchen, Ausarbeitungen was ich noch machen könnte) zum Fallmanager. Das Ergebnis kurz und knapp: Was wollen Sie hier, sie sind über 25 Jahre alt und haben keinen Rechtsanspruch auf Förderung.
Wie schon oben Beschrieben bin ich im April 2006 an Krebs erkrankt. Nachdem ich Ende April aus dem Krankenhaus entlassen wurde, habe ich die Zuzahlungen in Höhe von rund 180 € geleistet. Die Quittungen habe ich bei der Krankenkasse eingereicht. Mir blieben dann für den Monat Mai 2006 erstmal rund 20 € zum "leben". Ich bin dann mit den Kopien der Quittunge zur ARGE Schleswig-Flensburg gegeangen und habe nachgefragt, ob die Möglichkeit bestünde, bis zur Erstattung der Krankenkasse ein "Überbrückungsgeld" zu bekommen, dass ich selbstverständlich nach Rückerstattung sofort zurückzahle. Kurz und knapp die Antwort der ARGE: "Solche Leistungen sind im SGB II nicht vorgesehen".
Mein Antrag vom Mai 2006 auf Mehrbedarf wegen Krebserkrankung wurde nach einer Bearbeitungszeit von über 7 Monaten abgelehnt.
Meine Klagen beim Sozialgericht:
Meine Klage vom September 2005 wegen der Kürzung der Unterkunftskosten wurde Anfang April 2007 entschieden, die ARGE und ich haben uns verglichen, die ARGE muss 25 € bis 31.05 2007 pro Monat nachzahlen und ab 01.06.2007 die tatsächliche Miete übernehmen.
Anhängig ist die Klage wegen Mehrbarf aufgrund von meiner Krebserkrankung, außerdem behalte ich mir vor den Mehrbedarf wegen Krankheit und Behinderung geltend zu machen, dort ist aber noch eine höchst richterliche Entscheidung anhängig.
Ferner habe ich eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Kreis Schleswig-Flensburg eingereicht, ob die etwas bringt ist fraglich (Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus).
Nach der Gerichtsentscheidung wurde die ARGE hyperaktiv, ich muß ab den 14.05.2007 an einem Tiefenprofiling teilnehmen. Ob ich mich darüber freuen soll, weiß ich noch nicht.
Letzte Anmerkung: Meine Klage gegen die Rentenkasse Nord auf Zahlung einer Erwerbsminderungsrente wurde beim Sozialgericht mit der Begründung abgelehnt: "Sie sind arbeitsrechtlich Erwerbsunfähig, aber rentenrechlich nicht Erwerbsgemindert. Sie können noch leichte Tätigkeiten ausüben, wie z.B. Kugelschreiber zusammenbauen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es die Tätigkeit gibt oder ob damit ein Erwerbseinkommen erzielt wird".
Das sind meine Erfahrungen, ich könnte kotzen, wenn ich daran Denke das 22 Jahre Steuern und Sozialabgaben bezahlt habe. Ich frage mich wofür??
 

Loser

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#42
es hat die aber zu interessieren, mach Dir keine Sorgen
gibts dafür auch zufällig nen § ? ;)
Ich mein dass das irgendwo in den SGB's geschrieben steht das die auf Amtsärtzlichenberichte rücksicht nehmen müssen?!
Lese mich zwar gerade selbst (jeden tag ein bißchen) durch den § dschungel aber konnte dahingehend nix finden :(

@Ralf 44: Da kommt mir die galle hoch wenn ich sowas lese.
ist aber typisches verhalten gegenüber Behinderten, entweder garnix machen, abwimmeln ala wir haben nix, zahlen nix etc oder nur sinnloses anbieten.
 

Zwiebel

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#43
Erfahrungen.....darüber kann man endlos schreiben!Mache es aber relativ kurz.

Freundlichkeit:die ist nur vorhanden wenn man zu allem Ja und Amen sagt und vor allem keine Fragen stellt,da man ja eigendlich arbeiten will!

Sachverstand:Das ist aber zuviel verlangt!Kennt sich der FM aber doch nicht mit aus,ist schliesslich kein Mediziner.

Problemlösungen:Klar ganz sinnvolle...Kann ja nicht so schlimm sein wenn man nur ca.20 Minuten stehen kann muss man den Arbeitgeber eben fragen ob er einen Stuhl hat.Alle Arbeiten kann man im sitzen erledigen!Zb.Küchenarbeiten,Ware einordnen oder auszeichnen,eben alle Hilfsarbeiten.

Förderungen:Machen Sie mal nen PC-Kurs in Word und Exel und alle Büroarbeiten sind möglich.Man wird sich vor Angeboten nicht retten können!

Forderungen:Nu suchen Sie mal schön nach Arbeit,wird schon werden.Und wenn Sie schlecht zufuss sind,müssen Sie eben früher losgehen!Und dann alle 4 Wochen Bewerbungen vorlegen,Arbeit gibt es ja genug!!!
 

djb

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#44
meine Erfahrungen!

Hallo alle!
..bin neu 42 Jahre alt und wollte euch mal an meinen Erfahrungen teilhaben lassen!
..also bei mir Grad der Behinderung erst 50%+G mittlerweile nur noch 40%
schwerer Bandscheibenvorfall Bws,Diagnose inkompletter Querschnitt mit wiederkehrender Nervenwurzelreizung,das heißt oft Schmerzen/stark erhöhte Wetterempfindlichkeit/Spastik/Krämpfe,sehr schnell überlastet usw. usw. aber dennoch voll erwerbsfähig 8Stunden und mehr, vollschichtig,der blanke Hohn oder nicht!?
..die erste Sachbearbeiterin hat die rel. aussichtslose Situation gleich erkannt und mich in keinster Weise unter Druck gesetzt,mein zukünftiger Arbeitgeber müsste sich quasi ständig fragen kommter oder kommter nicht!
ist halt einfach so und wer will einen schmerzfreien Mitarbeiter der vor lauter Schmerzmittel nicht klar/schnell im Kopf ist was ja dann auch nicht mehr gegeben wäre,soweit so schlecht!
..nach ca. 6Monaten ohne Probleme bekam ich eine neue Sachbearbeiterin mit völlig bescheuertem doppel Namen zugeteilt und was soll ich sagen meine Menschenkenntnis hat mich nicht im Stich gelassen,EGV sollte unterschrieben werden,1Euro Job sollte ich machen und 4Bewerbungen im Monat,ja welche denn,(bisher kein einziges von der Arge bekommen,weil gibbet nicht) wollte sie von mir,obwohl mehrere noch aktuelle Gutachten vorlagen kam meine neue SB auf die glorreiche Idee mich für Gartenarbeit einzuteilen,ich nat gleich gefragt ob sie denn die GA's nicht gelesen hätte und ich nat. mit Empörung reagiert habe und sie gefragt habe ob sie mich wieder in den Rollstuhl bringen will,worauf sie dann fragte was ich mich denn so aufregen würde und ich dann erwiederte was das denn sollte und meine ehem. SB viel mehr Verständnis für meine Situation gehabt hätte ,da wollte sie aber nix von wissen,woraufhin mir dann noch ein neue Besen kehren gut rausgerutscht ist,soll man ja auch nicht machen aber ging nicht anders,das Ende vom Lied noch ein Gutachten(sicher das 5te!) beim Amtsartzt wurde veranlasst,das sie nun überzeuget hat das ich für körperlich Arbeiten nicht mehr in Frage komme,in 2Wochen schon wieder einen Termin,glaub nicht das ich den wahrnehme,eher krank melden,keine Ahnung wie lange meine Nerven das noch mitmachen!?

Grüße an alle djb
 

Arania

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#45
Bestehe auf eine amtsärztliche Untersuchung zur Feststellung Deiner Arbeitsfähigkeit
 

djb

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#46
Bestehe auf eine amtsärztliche Untersuchung zur Feststellung Deiner Arbeitsfähigkeit
..Danke für den Tip,das könnte ich machen,obwohl mittlerweile glaube ich die schreiben alle nur voneinander ab und die Gutachten fallen in der Regel im Sinne des Auftragsgebers aus,am schlimmsten war der der für die LVA die Gutachten erstellt!
 

Zappelelse

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#49
Hallo,

Ich bin zu 40% geh und Stehbehindert.
Sichtbare Körperliche Behinderung

Ich hatte in dem letzten Jahr vor hartz4 3 Sachbearbeiter.

Der erste hat mich völlig ignoriert, nachdem ich ihm gesagt habe ich möchte diesen "Wiedereingliederungskurs für Frauen in Büroberufen" machen. hat er nicht mal gewußt, das ich verheiratet bin und ein Kind habe.

Nachdem ich Ihn nicht davon überzeugen konnte, dass das doch so ist bin ich zum Behindertenbeauftrageten unseres AA gegangen.

Den Kursus hab ich dann doch nicht mehr bekommen können ( war zu spät ) aber ich bekam einen neuen Sachbearbeiter:icon_klarsch:

Der hat dann mal gesehen, dass ich mit dem Auto meines Mannes zum AA fuhr.
Daraufhin hat er mir gesagt ich würde eine Sperre bekommen wenn ich weiter darauf bestünde, das ich auch weiter " Ohne eigenen PKW "arbeitssuchend gemeldet bliebe.

Ich erklärte ihm zwar, dass dies gar nicht mein Auto sei und ich somit auch gar nicht mit diesem zur Arbeit fahren könne. Zudem hätte mein Mann heute Spätschicht und fährt somit erst später zur Arbeit.
Mir stünde also gar kein Auto zur Verfügung.

Ich müsse mich trotzdem bereit erklären einen Job anzunehmen der nur mit einem PKW erreichbar sei, da ich ja heute mit einem PKW gekommen sei.
Ich bin echt bald blöd geworden.
Nochmal, ich kann gar nicht mit diesem Auto zur Arbeit fahren, 1. weil mein Mann das schon benutzt.
2. weil es ein Wagen mit Schaltgetriebe ist und ich nur Kurzstrecken damit fahren kann.
3. weil das Auto ein Saisonkennzeichen hat.

Daraufhin dat der Sachbearbeiter mich zum Gesundheitsamt geschickt, um meine Fahrtüchtigkeit prüfen zu lassen, weil er der Meinung war wenn ich
nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren könne, müsse man mir den Führerschein abgeben.

Die vom Gesundheitsamt, die Psychologin und ich hatten einen sehr amüsanten Nachmittag.

Dann kam Hartz4 und ich bekam einen neuen Sacharbeiter. Mittlerweile war ich getrennt von meinem Mann und lebte mit meiner Tochter alleine.

Als erstes nahm er mich erstmal als Vollzeitsuchende raus, dann hat er einen Buchhaltungskurs ermöglicht, bei der VHS wo man sonst nie hinkommt als Arbeitssuchende.

Der ist Easy, macht mir keine Probleme, vermittelt mich leider auch nicht.
1,-€ Jobs hat er für mich auch nicht, weil er der festen Meinung ist ich dürfe nur im sitzen arbeiten
 

flor

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#50
Antrag auf Mehrbedarf

Hallo !
Bin neu hier in diesem Forum. Bin durch Arbeitlos in Bremen hier hergekommen. Tach erst mal.

Habe auch meine Erfahrungen als Schwerbehinderter 70% GdB. Eine davon mal zum Anfang. Habe einen Antrag auf Mehrbedarf nach §21 SGB II gestellt (Hypertonie) und auch bewilligt bekommen. Eine Rückwirkende zahlung bis zum Zeitpunkt des ALG II Antrags wurde abgelehnt. Obwohl es eine Aufklärungspflicht seitens der BAgIS gibt. Auskunft der AGAB Bremen. Meine Behinderung war da bekannt. Was man nicht weiß, wird einen auch nicht gesagt. Habe durch das Forum Arbeitslos in Bremen aber schon gelernt. Hoffe hier auch Infos zufinden und vieleicht auch meine Erfahrungen mit einzubringen.

Gruß flor
 

Heiko1961

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#51
Hallo !
Bin neu hier in diesem Forum. Bin durch Arbeitlos in Bremen hier hergekommen. Tach erst mal.

Habe auch meine Erfahrungen als Schwerbehinderter 70% GdB. Eine davon mal zum Anfang. Habe einen Antrag auf Mehrbedarf nach §21 SGB II gestellt (Hypertonie) und auch bewilligt bekommen. Eine Rückwirkende zahlung bis zum Zeitpunkt des ALG II Antrags wurde abgelehnt. Obwohl es eine Aufklärungspflicht seitens der BAgIS gibt. Auskunft der AGAB Bremen. Meine Behinderung war da bekannt. Was man nicht weiß, wird einen auch nicht gesagt. Habe durch das Forum Arbeitslos in Bremen aber schon gelernt. Hoffe hier auch Infos zufinden und vieleicht auch meine Erfahrungen mit einzubringen.

Gruß flor
Na dann herzlich Willkommen.
Wir freuen uns über jeden Neuzugang. Ich hoffe, dass du dich hier bald zurecht findest.
Bei Probleme. einfach fragen. Es gibt keine dumme Fragen, nur dumme Antworten.:icon_wink:
 

Monchen

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#52
Erfahrungen eben

Hallo,

ich habe zum Glück bisher nur kurze Erfahrungen mit ALG II und Schwerbehinderung gemacht, aber die waren bezeichnend genug...

Als ich an die Dialyse kam, hatte ich einen Job und auch das Glück das mein Arbeitgeber mich behielt. Nur leider ging der insolvent und ich war arbeitslos, fand natürlich nicht schnell genug was neues. Da ich keinen Bock mehr hatte auf Zu-Hause-Rumsitzen, machte ich eine Weiterbildung, die mir meine "Schnarchnase" von Arbeitsvermittler (Reha/Schwerbehinderung-ALG I) von der Arbeitsagentur bewilligte. Da er wie gesagt eine "Schnarchnase" ist, sonst aber ganz nett, hatte er einiges vergessen weiterzuleiten und ich stand plötzlich ohne Geld da. Vorbeugend (kann mir als Dialysepatientin vielleicht ohne Geld leisten-nicht aber ohne Krankenversicherung) ging ich also zum Hartz IV-Amt. Kommentar des dortigen SB: "Bei ihrer Behinderung (GdB 100 und G) könnten Sie sicher EU beantragen und das ist dann vorrangig". Meinen Einwand: "Ich mache gerade eine Vollzeitweiterbildung ohne Fehlzeiten und überhaupt seit einem Jahr war ich nicht krank..." tat er ab mit, "..wenn Sie EU kriegen können, ist das egal, ALG II ist nachrangig, das allerletzte....".
OK alles klärte sich, meine "Schnarchnase" wurde wach und ich konnte die Weiterbildung beenden. Aber irgendwann war die zu Ende und noch kein Job in Sicht, also der Ernstfall trat ein. Wieder derselbe SB wie beim ersten mal, aber ich war gewappnet und hielt ihm gleich ein Schreiben meiner Ärztin unter die Nase, dass ich in meinem Beruf voll erwerbsfähig bin und nur dies und das nicht dürfe (analog den Empfehlungen der Integrationsämter). Ich gab alles problemlos ab u.a. auch den Antrag wegen dem Mehrbedarf bei der Ernährung. Nun begann das Warten auf den Bescheid. Es wurde unterbrochen vom Anruf der "Schnarchnase". Der hatte ja eigentlich nichts mehr mit mir zu tun. deswegen wunderte es ihn, dass er plötzlich das Attest meiner Ärtztin in der Hand hatte. Ich also zur Arbeitsagentur und meine Unterlagen (für das Jobcenter) da eingesammelt und wieder zum SB gebracht. Dem war das sehr peinlich und innerhalb von einer Woche wurde fast alles bearbeitet. Nur leider konnte ich nicht herausfinden, wohin er denn meinen Antrag auf Mehrbedarf verteilt hatte. Auch mein Widerspruch gegen den Bescheid (beinhaltet den Mehrbedarf nunmal nicht) wurde bis heute nicht beantwortet. Da ich zum Glück dann erst mal einen Job fand, habe ich da nicht nachgeharkt. Ein Fehler, aber irgendwann hat man die Nase voll...

Zur Diskussion bezüglich der Angabe der Behinderung in der bewerbung: Es muss niemand tun, das ist wohl richtig. Aber ich habe gelesen, das Behinderte, deren Arbeitgeber nichts von der Behinderung wußten, Schadensersatz leisten mußten, da der AG Ausgleichsabgaben bezahlte, die er in Kenntnis der Behinderung nicht hätte zahlen müssen. Wer hat denn darauf Lust?
Ich habe im Lebenslauf (ganz unten ) immer angegeben: 100% Schwerbehindert, aber in dem Aufgabenbereich voll einastzfähig. Mein Eindruck: nie hat das einer gelesen, bevor ich nicht im Vorstellungsgespräch davon erzählt habe. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen bei seiner Arbeitssuche.

Viele liebe Grüße
Monchen
 
E

ExitUser

Gast
#53
Hallo und guten Morgen !

Erstmal Danke, dass es euch gibt !!!


Na, dann will ich hier auch mal meinen Senf dazugeben:

Zunächst zu meiner Person:
Ich bin männlich, 52 Jahre alt und seit Oktober 2004 SoziHilfe/Hartz IV.
In der Zeit von 1999 bis 2004 habe ich mich in der Selbstständigkeit versucht, was gründlich schiefgegangen ist und in der Insolvenz endete. Obwohl ich über 30 Jahre in die AL - Versicheurng eingezahlt hatte, sagte man mir seinerzeit, dass ich keinen Anspruch auf ALG habe - sondern zum Sozialamt müßte. Tja - und von irgendetwas muß ich ja auch leben. Nach Zusammenlegung von Sozi und ALG II bin ich nun seit dem 01.01.05 Mitglied dieser Cummunity.

Aufgrund von 6 Bandscheiben - OP´s und Hörsturz beidseitig (annähernd taub) bin ich dann mit einem GDB von 80 eingestuft worden.
Daneben hat man mir seinerzeit geraten, einen Rentenantrag zu stellen, mit dem Ergebnis, das ich "voll erwerbsgemindert" bin, jedoch aufgrund der fehlenden Einzahlungen aufgrund der Selbstständigkeit keinen Anspruch auf Rentenzahlungen hätte. Selbstverständlich liegen alle Schreiben der Arge vor. Komischerweise bin ich aber bei der Arge als 3Std. am Tag arbeitsfähig eingestuft und in einer dubiosen Eingliederungs- vereinbarung wurde mir dann auferlegt, mich bei 2-3 Firmen je Monat zu bewerben. Nun - das soll nicht das Problem sein, jedoch ein Unternehmen zu finden, die jemanden einstellen, der nicht kommunizieren kann - (Tel geht nicht) und auch nicht körperlich belastbar ist, und zu guter Letzt
das auch nur für 3 Std. täglich - das wird kompliziert.

Ich hab´dann mit meiner Sachbearbeiterin mal gesprochen, ob die Arge nicht die Kosten für die für die ärztliche Untersuchung zum Erhalt der Führerscheinklasse II (über 50 Jahre alt - da muß man zum Doc)übernehmen könnte, damit die Chancen etwas vergößert werden, wieder zu Arbeit zu kommen. Dies wurde mit dem Verweis auf meine Rückenprobleme zurückgewiesen (schön, wenn Sachbearbeiter einen solch´ medizinischen Sachverstand haben). Zwei Monate später jedoch hat man mir einen Vorstellsvorschlag für einen Pizza-Service in die Hand gegeben, wo ich in einem Fiat Cinquacento (nix gegen das Auto) Auslieferungsfahrten zu machen hätte. Als ich die SB darauf ansprach, wußte sie selbst keine Antwort. Im gleichen Gespräch hab´ich dann nochmals auf den Bescheid von der BFA hingewiesen, mal bitte zu klären, ob ich nun weiterhin 3 Std. /tgl. arbeitsfähig bin oder voll erwerbsgemindert. Beim letzten Gespräch nun sagte die Dame mir, man könne kein ärztliches Gutachten seitens der Arge erstellen, weil ich in den letzten 6 Monaten nicht beim Arzt war und somit ja auch nicht krank bin. Jetzt muß ich - in einer Eingleiderungsvereinbarung festgehalten - wieder zu den einzelnen Fachärzten - da frag´ ich mich einfach, haben denn die Bescheide der BFA keine Relevanz für die ARGE?
Vielleicht kann mir hier ja auch jemand mal einen Hinweis geben, ob es da Möglilchkeiten gibt, nun endlich mal Klarheit indas Thema zu bringen.

In diesem Sinne

liebe Grüße

Brula
 

Arania

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#54
Beim letzten Gespräch nun sagte die Dame mir, man könne kein ärztliches Gutachten seitens der Arge erstellen, weil ich in den letzten 6 Monaten nicht beim Arzt war und somit ja auch nicht krank bin
Woher weiss die Dame das? Und seit wann ist das Vorbedingung für ein Gutachten?:icon_kratz:
 

kalle

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#55
Schriftlich die Überprüfung der Erwerbsfähigkeit beantragen . Bitte auf schriftliche Entscheidung bestehen.

Das ist nicht von der Krankschreibung abhängig. Würde aber helfen, eine Krankschreibung.
 

Clint

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#56
Lieber Kalle,
Frag mich schon seit einiger Zeit "Wo der Haken ist".
Ich bin seit einem halben Jahr als "Krüppel" anerkannt.
Seitdem bin ich nicht mehr beim Drachen, Frau H. in
Wattenscheid, sondern bei einer Hülje C. in Bochum.
Die ist extrem lieb, nett und Ihre Sprache strotzt von Konjunktiven. (Ich könnte sie glatt heiraten aber kein Bier und kein Eisbein... ich weiß nicht). Hülje hat mich irgendwann mal eine EGV unterschreiben lassen. 5 Bewerbungen im Quartal ich hab ihr gesagt Worauf?
Bis jetzt nichts mehr zu dem Thema gehört.
Nun ist sie im Urlaub und der nette Asiate der sie vertritt fand zu mir nichts in meiner Akte.
Na dann warten wir mal wanns sie sich wieder meldet.

Meine Lage ist nämlich echt lustig. Mein Hausarzt meint mein Sauerstoff reicht nur noch in Ruhe. Wenn ich am Waschbecken stehe und eine Ganzkörperwaschung vor nehme muß ich mich danach 10 min hechelnd entspannen. Dann soll mir mal einer nen Job finden wo man mich zur Jagd trägt. HEHE

Gruß

Clint
 
E

ExitUser

Gast
#57
Re Ariana

Hallo Ariana,

das hat die Dame mir so mitgeteilt, diese information hat sie angeblich vm medizinischen Dienst der Arge, also Amtsarzt. :icon_hmm:

lg


Brula
 

flor

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#58
InJob und Schwerbehinderte

Hallo !

Nach langen Versuchen der BAgIS (Bremen) mich in einen InJob zubringen, habe ich mir selber einen gesucht um Ruhe zuhaben. Die Jobs die mir angeboten wurden, wehren in meinen Gesundheitszustand überhaubt nicht machbar. Nun soll ich in dieser Zeit noch 4 Wochen ein Praktikum machen. Es macht sich keiner die Mühe eines der Gutachten zulesen die auch vom Arbeitsamt erstellt wurden.
Warum werden die einen mit InJobs in Ruhe gelassen und Schwerbehinderte will man unbedingt irgendwo reinbringen. Die große Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt. Da war ich und bin auf Grund meiner Behinderung da raus. Nicht freiwillig. Wo sind da die Grenzen? Möchte die Personengruppen nicht unbedingt hier direkt ansprechen! Wo ist da der Sinn und etwas von Gerechtigkeit?

Gruß flor
 

Arania

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#59
Hallo Ariana,

das hat die Dame mir so mitgeteilt, diese information hat sie angeblich vm medizinischen Dienst der Arge, also Amtsarzt. :icon_hmm:

lg


Brula

wie Kalle schreibt: schriftlich beantragen die Erwerbsfähigkeit zu überprüfen
 

Kerstin_K

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#60
Wer behauptet, dass, wenn man 6 Monate nicht beim Arzt war und deshalb nicht krank ist und dann daraus folgert Gutachten ist nicht, der kennt den Unterscheid zwischen Krankheit und Behinderung nicht.
 

Jenie

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#61
Psychische Behinderung wir nicht ernst genommen

Hallo

Da ich gerade den Fall Speyers gelesen habe und was die Bundesregierung und zuständige Arge dazu zu sagen hat, muss ich mich doch glatt fast übergeben ---- bei derart ausreden und darstellungen.

Ich selber habe wie viele die Erfahrung gemacht das man einfach nicht ernst genommen wird und sich noch so sprüche wie -: "" Man kann sich auch viel Einbilden""" anhören darf.
Desweiteren wird man eindeutig für dumm verkauft.
Ich hatte ganz eindeutig meine Entlasspapiere auf denen klar drauf stand ---- 100% Erwerbsminderungsunfähig entlassen abgegeben als ich Hartz beantragte. Deseiteren mit den Attesten und der Mitteilung das Rente beantragt wurde.
Nichts desto trotz wollte man das ich die Eingliederungsvereinbahrung unterzeichne.
Bei meinem Hoffnungsvollen versuch mir Information und Rat dahingegen zu holen wie es nun in zukunft weitergehen könnte mit Rehamassnahmen im Beruflichen Bereich - suchte ich das Gespräch bei der zuständigen Rehaberatungstelle. Ich trug mein Anliegen vor und wurde zu einem zweiten Termin geladen bei dem geschaut werden solle was es eben unter berücksichtigung meiner krankheit für möglichkeiten gäbe.
Der Termin entpuppte sich dahingehend das plötzlich die akte der Arge auf dem Tisch lag und man eine unterschrift von mir wollte mit der Aussage wann ich den wieder Arbeitsfähig sei.
Dem kam ich nicht nach und man schrieb halt momentan nicht dazu fähig rein.
Im weiteren zuge wurden mir keine Beratenden Informationen gegeben die mir weiterhelfen könnten. Also suchte ich einen eigenen weg über den die Arge dann sehr erbost reagierte.
Auch bei diesen Gesprächen in denen ich wieder hilfe suchte -- hörte ich immer die selben sätze --- das geht uns nichts an.... Das ist schon abgeschlossen da steht ihnen nichts mehr zu..... Das ist nicht unser Problem..... usw usw.
Auf Anträge reagierte man sehr langsam..... Papier ist ja geduldig.
Eierte herum und ging nicht auf meine forderungen ein.
Erst als ich knallhart mit einer kompletten anwaltsmaschinerie von drei Anwälten und einem BEkannten sowie der Caritas zwei wochen lang Brief und Mündlichen aufbaudruck mit riesentheater von Paragraphen vorhaltungen -- in der Arge - über den Amtsleiter bis hin zum Datenschutzbeauftraten veranstaltete, gab man nach und fehler zu.
Natürlich hat man mich jetzt nicht verstanden gehabt was ich wollte....
Natürlich wusste auf einmal keiner das ich Erwerbsminderungsunfähig bin und Rente beantragt hatte usw....
ein Blick in meine Akten wird wohl erst mal in einigen wochen den rest ans licht bringen.
Mir zeigt das eindeutig das Argesachbearbeiter überfordert sind - schlecht geschult und schutzbehauptungen aufstellen um ihre vorgehensweisen zu decken und zu rechtfertigen.
all dies ist widerlegbar da ich alles schriftlich auf papier habe und den rest werden die akten zeigen.

Ich persönlich habs am eigenen leib erlebt was da gespielt und getrickst wird. Eine Ohrfeige für die Bürger mitten ins Gesicht!
Es ist unverschämt dreist und mit worten nicht mehr zu beschreiben.
Meine erfahrung hat ergeben --- nichts unterschreiben --- immer zu zweit dahin --- und wenn es was zu klären gibt -- so spart euch das lahme hin und her geschreibe unfähiger anwälte.
Das zieht sich und dauert.............
Besser ist es den Amtsapperat systematisch ausseinander zu schrauben mit stetigen druckaufbau über die stellen innen und aussenherum gleichzeitig.
Je mehr sich daran beteiligen umso besser -- ich habe in zwei wochen nach dem ich die faxen dicke hatte mehr erreicht -- als vorher ein anwalt den ich hatte in 7 Monaten.
Selbstverständlich waren die sauer und wie. macht nichts dürfen sie sein.
Wichtig ist das ich dahin komme was ich möchte und meine Rechte bekomme die mir zustehen.
Den hier wird ganz bewusst so getan als wäre nichts vorhanden -- die Menschen werden bewusst hier für dumm verkauft - nicht oder unzureichent beraten und ansonsten möglichst im Regen stehen gelassen.

Grüßle
Jenie
 

jane doe

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#62
nur ein kleiner hinweis: entweder erwerbsminderung oder erwerbsunfähig
 

Jenie

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#63
Grins hast ja recht ;) aber ich denke im grunde weis man was gemeint ist .... kommt davon wenn man sich damit laufend herumärgert....:icon_laber:
 

evahb

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#64
Re.

GdB 70


Hallo Kalle, bei mir wird von Seiten der Arge Bremen keine Rücksicht genommen,ob mit oder ohne Behinderung.Hatte bereits in der Vergangenheit die Arge gebeten mich in die Rehaabteilung zu nehmen, nichts passiert.Ständig wechselnde Sachbearbeiter im Jobcenter und bei der Bagis.
Allerdings wird im Moment Rücksicht auf die Erziehung meines PK genommen,aber weis man wielange? Vor einem Jahr war es noch sehr schlimm,wurde permanent Druck auf mich ausgeübt, bin dadurch krank geworden, zu der Zeit hast du mir sehr geholfen.


Gruß Evahb
 

kalle

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#65
Ohne den Thread hier weiter zerpflücken zu wollen:
:icon_redface:

Aber kurz zum Thema:
Da DU ja wohl immer noch bei der Arge festhängst: Hast Du schon die Überprüfung der Erwerbsfähigkeit beantragt?
Wenn nicht solltest Du das machen. Wenn ja, die müssen sich an das Ergebnis halten.

LG
Kalle
 

Sally38

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#66
Ich gebe schon im Bewerbungsschreiben meine Behinderung bekannt, mit den Hinweis auf evtl. Förderungen.
Beim Einstellungsgespräch, wenn es dazu kommt:icon_mrgreen: , sollte man es nicht verschweigen.
ich gebe mein reizdarm auch immer in bewerbungsschreiben an,denn die arge hat nichts besseres zu tun,als mich seit meiner unterschrift einer egv mit callcenterangebote zu bombadieren.
nur habe ich tierisch bammel,dass man mich deswegen sanktionieren kann,denn jedem dürfte klar sein,dass kein callcenter mich mit reizdarm einstellen wird,da es doch zu riskant ist,dass ich telefonate einfach abbrechen muss,um das wc aufzusuchen.
meine anderen krankheiten,wie abnutzung der knorpel in beiden knien und mein rückenproblem(woraufhin die amtsärztin mich nur noch für sitzende tätigkeiten für den arbeitsmarkt zugelassen hat),gebe ich nicht in bewerbungsschreiben an.das kann ich immer noch bei vorstellungsgesprächen machen.
naja jetzt muss ich ja bis zum 26.10 meine nachweise über eigenbemühungen nachweisen.
ich gebe dort einfach nur eine liste mit den arbeitgebern,wo ich mich beworben habe ab und dann die absagen,sofern welche vorhanden sind,denn bei emails bekam ich bislang nie was von denen zu hören.
meine bewerbungsschreiben selbst gebe ich nicht mit ab,da in meiner egv steht,das ich die nachweise auch durch bewerbungsschreiben nachweisen KANN.es steht dort nicht ich muss.
bin ja mal gespannt,wie die arge da drauf reagieren wird,denn wenn die in meinen berwerbungsschreiben das mit dem reizdarm lesen würden,wäre glaub ich der ofen für mich aus :icon_kinn:
ansonsten habe ich bislang sehr positive erfahrung mit meinem fallmanger gemacht.naja ich habe bislang ja auch alles gemacht,was er von mir gefordert hat und demnach dürfte es ja auch keine probleme zwischen ihm und mir geben :smile:
 

Arania

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#67
Vielleicht soltest Du für Deine gesundheitlichen Einschränkungen lieber ein ärztliches Attest besorgen, dann wärst Du abgesicherter

Einen Reizdarm hat man ja üblicherweise nicht jeden Tag, falls ja, wie gesagt, da sollte dann wirklich ein Attest hier

Und in das Bewerbungsschreiben sollte das so auch nicht hinein, meine Meinung
 

Sally38

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#68
es gibt ein amtsärztliches gutachten,wo die arge mich hinschickte und es liegt auch der arge vor.im gutachten wurden auch die darmprobleme erwähnt.und leider habe ich fast jeden tag mit dem reizdarm zu kämpfen,bin immer noch in internistische behandlung,nur mehr als das ausprobieren verschiedener medikamente passiert dort nicht mehr,da alle anderen untersuchungen abgeschlossen sind.
und warum sollte ich es nicht im bewerbungsschreiben angeben?ist für mich ist es so angenehmer,als es direkt im gespräch zu erwähnen,weil über darmprobleme spricht man nicht gerne.ich jedenfalls nicht.ist halt einfach zu peinlich.
 

Arania

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#69
Nun, okay, wenn das amtsärztliche Gutachten vorliegt ist das ja dann auch anerkannt und die SB /der Sb dürfte keine Schwierigkeiten machen, aber mal eine ehrliche Frage:

Welche Tätigkeit käme denn für Dich in Betracht, wenn Du täglich damit zu tun hast?
 

Sally38

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#70
naja ich bewerbe mich halt sofern stellenangeote vorhanden,als bürogehilfin.
wenn der arbeitgeber damit einverstanden ist,dass ich bei bedarf das wc aufsuchen kann,dann dürft es kein problem sein.zumal ich auch jederzeit bereit wäre,die verlorene zeit die aufgrund meiner wc-gänge entstehen nachzuarbeiten.
eine andere tätigkeit fällt mir halt sonst nicht ein,da ich ja nur sitzende tätigkeiten machen darf.
 

Arania

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#71
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, so sieht es bei mir auch aus:icon_smile:
 

Nimschö

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#72
naja ich bewerbe mich halt sofern stellenangeote vorhanden,als bürogehilfin.
wenn der arbeitgeber damit einverstanden ist,dass ich bei bedarf das wc aufsuchen kann,dann dürft es kein problem sein.zumal ich auch jederzeit bereit wäre,die verlorene zeit die aufgrund meiner wc-gänge entstehen nachzuarbeiten.
eine andere tätigkeit fällt mir halt sonst nicht ein,da ich ja nur sitzende tätigkeiten machen darf.
Mal ehrlich: Kein Arbeitgeber kann Dir verbieten das WC aufzusuchen... Wenn ads öfter vorkommt, als dem AG das lieb ist, dann erklärt man dem das, zeigt im Zweifelsfall nen Attest über eventuelle körperliche Einschränkungen vor und gut is... Wenn der dann immer noch n Aufstand macht, dann hat man nen A*** als Chef...
Auch wenns schön ist, alles im vorfeld geklärt zu haben, aber ich würd das auf KEINEN Fall im Vorfeld erwähenn, weil viele Chefs dann doch lieber das "Risiko" vermeiden eine Mitarbeiterin "auszuprobieren" bei der es irgendwelche Einschränkungen gibt...
Wenn man einmal den Allerwertesten aufm Bürostuhl hat ist es meist leicht, durch Arbeitsleistung zu beeindrucken und zu zeigen, daß dieses angebliche "Makel" keinen "schlechten" Arbeitnehmer aus einem macht...
 

Sally38

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#73
Auch wenns schön ist, alles im vorfeld geklärt zu haben, aber ich würd das auf KEINEN Fall im Vorfeld erwähenn, weil viele Chefs dann doch lieber das "Risiko" vermeiden eine Mitarbeiterin "auszuprobieren" bei der es irgendwelche Einschränkungen gibt...
nun ja aber bei den callcentern werde ich den reizdarm schon erwähnen.wir wissen alle,was für ein stressiger job das ist und mein darm reagiert auf stress noch schlimmer als so schon.
und wenn ich es nicht dort erwähnen würde,möchte ich mir nicht den peinlichkeitsgrad ausrechnen,dem ich gegenüber den dortigen kollegen ausgeliefert wäre,weil ich dann öfters losflitzen muss.nee das kann ich mir nun wirklich nicht antun.

und das ein chef mir die wc-gänge nicht verbieten kann,ist mir schon klar,nur warum soll ich nicht im vorfeld mit offenen karten spielen?das problem würde der chef spätestens nach der einstellung mitbekommen und dann kann ich auch gefeuert werden,da eh viele ne probezeit haben und sowas sieht in lebensläufen gar nicht gut aus.
 

Nimschö

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#74
nun ja aber bei den callcentern werde ich den reizdarm schon erwähnen.wir wissen alle,was für ein stressiger job das ist und mein darm reagiert auf stress noch schlimmer als so schon.
und wenn ich es nicht dort erwähnen würde,möchte ich mir nicht den peinlichkeitsgrad ausrechnen,dem ich gegenüber den dortigen kollegen ausgeliefert wäre,weil ich dann öfters losflitzen muss.nee das kann ich mir nun wirklich nicht antun.
Dann kann man nur sagen: Vergiß CallCenter( würd ich eh keinem empfehlen, der einen seriösen Job sucht, von dem er leben kann... OK, es mag Ausnahmen geben...).

und das ein chef mir die wc-gänge nicht verbieten kann,ist mir schon klar,nur warum soll ich nicht im vorfeld mit offenen karten spielen?das problem würde der chef spätestens nach der einstellung mitbekommen und dann kann ich auch gefeuert werden,da eh viele ne probezeit haben und sowas sieht in lebensläufen gar nicht gut aus.
Du solltest im Vorfeld nicht mit offenen Karten spielen, weil Du Dich aller Wahrscheinlichkeit durch genau diese Karte um die Chance bringst beweisen zu können was Du kannst. Mal ehrlich: gerade im Bürobereich juckt es doch üblicherweise keinen Menschen, wie oft jemand zur Toilette tapert. Hauptsache alles ist erledigt, wenn es fertsch sein muß...
Kann nur sagen: ich würds drauf ankommen lassen und das erstmal verschweigen...
 

Sally38

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#75
Dann kann man nur sagen: Vergiß CallCenter( würd ich eh keinem empfehlen, der einen seriösen Job sucht, von dem er leben kann... OK, es mag Ausnahmen geben...).
tja erzähl das mal der arge,callcenter war nämlich das erste was meinem fallmanager eingefallen ist,nachdem er mein gutachten gelesen hat.
ich persönlich will da auch gar nicht hin,weil ich u.a mit den arbeitzeiten nicht klar komme.
im januar läuft ja meine egv aus und wenn ich dann eine neue machen muss,werde ich callcenter auch rausnehmen lassen.da besorg ich mir halt ein neues attest vom doc und leg ihm das auf dem tisch.weiss dann allerdings nicht,wie ich dann mit nur einer berufsauswahl 8 bewerbungen schaffen soll.
Kann nur sagen: ich würds drauf ankommen lassen und das erstmal verschweigen...
naja wie ich oben schon schrieb,ich möchte mir nicht unbedingt meinen lebenslauf versauen,wenn ich dann ständig rausfliege,denn gerade bei büroarbeiten bekommen die bewerbungen ohne ende und da ist man ruck zuck ausgetauscht.
 

Mario Nette

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#76
Als Sehbehinderter beim Jobcenter

Wer lesen möchte, wie man als sehbehinderter Mensch einen Besuch beim Jobcenter erlebt, der klickt hier (Eintrag vom 18.12.2007, 23:06 ist gemeint). Ich mag das nicht hier reinkopieren, weil womöglich dann an zwei Stellen Diskussion und Erfahrungsaustausch dazu stattfindet - das kann ja kaum einer überblicken :)

Mario Nette
 

Mario Nette

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#78
Ja, ich weiß. Mein Thema wurde versehentlich ganz gelöscht, wurde mir vor einigen Minuten mitgeteilt. Ich habe es eben so gut es ging restauriert, den Beitrag kann man sich jetzt wieder hier ansehen.

Mario Nette
 

hartzhasser

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#79
bei mir ist es im moment folgendermaßen.

letztes Jahr im April hatte ich den letzten termin bei meiner Fallmanagerin, diese ist mittlerweile nicht mehr bei der Arge, habe dann im Juni 07 einen erhöhungsantrag auf meine 40% behinderung gestellt, dieser wurde dann auf 50% erhöht mit folgenden ergebnis.

linkes Auge praktisch blind
sehminderung rechts
persönlichkeitsstörung
rückenleiden (dafür aber keine %)

habe seit dem einen Schwerbehindertenausweis den ich auch der Arge vorgelegt habe zusätzlich des schreibens mit den behinderungsgründen.


seit dem habe ich keine Einladungen mehr seitens der Arge erhalten,



lg hartzhasser
 
E

ExitUser

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#80
behinderung und alg2

zuerst vorweg: mein mann ist schwer mehrfachbehindert. prorigente MS weit vortgeschritten:
d.h. rollstuhl, sehbehinderung, schwere aphasie und athaxie, spasmen, stuhlprobleme, inkontinenz, konzentrationsschwirigkeiten, schmerzen, fatiquesyndrom, hitzeempfindlichkeit, pflegestufeII, bald III.

ich hätte als aufstockerin ca. 70€ bekommen, sozialgericht und anwalt rotieren.

unsere wohnung 2003 behindertengerecht umgebaut wurde als zu groß und zu teuer eingestuft.
arge bezweifelt schwerstbehinderung von ehemann.
ehemann wurde von SB beleidigt, a) was braucht der bissi behinderte das alles? b) die markieren eh alle um pflegegeld zu kassieren.

in wohnung wurde eingestiegen vom mitarbeiter des sozialschnüffeldienstes, zwecks überprüfung der behinderung ( lachhaft)

um uns zu sanktionieren, wegnehmen konnt man uns ja nichts, wurden alle leistungen inc. KV für mich gesperrt, bis zur gerichtlichen klärung. seit april 2007 bezahle ich meine pflichtbeiträge selbst, die 70€ hab ich immer noch nicht.

behinderte in BG= verrecke

mordlustige frettchengrüße:icon_kotz2:
 

Satriale

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#81
Übereifriger SB versucht mit Hinweis auf §§60,69 SGB... die Zahlung des ALGII einzustellen,trotz rechtkräftigen Bew.besch., trotz 6-monatiger AU und weiterhin bestehender chronischen Erkrankung mit intensiver ambulanter Behandlung.GdB für die uninteressant,keine Rücksicht.

menschenverachtend und diskriminierend= ARGE.
 

Tuckman

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#82
Hallo!
Ich bin neu hier, als ich gelesen habe was ihr so alles erlebt habt, habe
ich mich fast überall wieder gefunden. Ich habe eine GdB von 80% bin
stark Sehbehindert ein Auge HBW das andere Auge 30%, 15°
Gesichtsfeld, Tinnitus und wirbelsäulen Problehme bin aber laut aussage
vom Ärztlichen dienst in der Lage 8 Std. zu Arbeiten. Fragt sich nur
welcher Arbeitgeber mich einstellen würde. Das erste was meine SB
zu mir sagte als sie den Brief vom ÄD gelesen hat, ich solle in eine
Maßnahme. Ich glaube die wollte mich nur loswerden.
 

jane doe

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#83
@tuckman, eine maßnahme, die behinderungen beseitigt? wow. will auch haben ...
 

Arania

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#84
es ist sicher nur eine Trainingsmassnahme gemeint, was sonst?
 

Tuckman

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#85
Hi!
Die SB wollte mich nur aus ihrer Datei haben, weil sie nicht mehr wusste was sie mit mir anfangen soll. Auch das es im Amt eine Mitarbeiterin
für Hör u. Sehbehinderte gibt hat sie mir nicht gesagt. Aber ich habe eine gute Anwältin. Wenn die meinen die können mich verarsch..
 

Mario Nette

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#86
Auch das es im Amt eine Mitarbeiterin
für Hör u. Sehbehinderte gibt hat sie mir nicht gesagt.
Also dass die AfA dort jemanden hat, hab ich irgendwann (man muss ja da immer nachfragen) mitgekrieg. Sprichst du von der ARGE / dem Jobcenter? Denn da hatte ich auch mal nach diesbezüglicher "Betreuung" gefragt, wurde aber ganz normal "zugewiesen" Ich nehme an, auch das Jobcenter muss für unsere Probleme jemanden haben?

Die teilen ja auch hin und wieder Dokumente etc. aus. Hat sich schon mal jemand von euch den "Spaß" gemacht und nach barrierefreien Versionen gefragt? Also nicht nur Dokumente mit größerer Schrift, sondern auch in "Einfacher Sprache"? Hab nämlich neulich bezüglich Persönlichem Budget ein bisschen gestöbert und dort durchaus eine Broschüre in Einfacher Sprache gefunden.

Mario Nette
 

Georgia

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#87
Hallo!
Ich bin neu hier, als ich gelesen habe was ihr so alles erlebt habt, habe
ich mich fast überall wieder gefunden. Ich habe eine GdB von 80% bin
stark Sehbehindert ein Auge HBW das andere Auge 30%, 15°
Gesichtsfeld, Tinnitus und wirbelsäulen Problehme bin aber laut aussage
vom Ärztlichen dienst in der Lage 8 Std. zu Arbeiten. Fragt sich nur
welcher Arbeitgeber mich einstellen würde. Das erste was meine SB
zu mir sagte als sie den Brief vom ÄD gelesen hat, ich solle in eine
Maßnahme. Ich glaube die wollte mich nur loswerden.
Scheint Methode zusein.
Ich bin zwar nicht so schlimm krank wie du, jedoch hat mich der ÄD unter ziemlichen Einschränkungen Vollzeit geschrieben. Widerspricht sich alles.
Als Maßnahme soll ich in eine Reha.
Lauter Irrsinn, hauptsache das Lügengerüst fällt nicht zusammen.
 

Tuckman

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#88
Hi
Ich meine in meinem Fall das Jobcenter. Habe letzte Woche in der Arge
mal nachgefragt ob sie einen SB speziell für Schwerbehinderte,
Klare Antwort NEIN, darauf meine Antwort, traurig für einen so Großen
Laden.

 

Arania

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#89
Bei uns gibt es eine spezielle Abteilung für Schwerbehinderte:wink:
 
E

ExitUser

Gast
#90
Hallo, ich habe nur schlechte Erfahrungen mit der ARGE. Als ich aus der Klinik entlassen wurde hatte ich so einen doofen Sachbearbeiter. Ich ging trotz Krankmeldung zum Termin. Er meinte wehe ich läge ihm noch weitere Krankmeldungen vor, dann wird er dafür sorgen dass ich Vollzeit arbeitsfähig bin. Denn er kennt ja den ärztlichen Dienst und weis wie die entscheiden. Er sagte zu mir noch er sei Psychologe und hatte keine Ahnung was meine psychische Krankheit bedeutet. Er ließ noch mehr so Sprüche los. Ich hatte nur noch Angst dahin zu gehen, ich war weiterhin krankgeschrieben, also lies er mich glaube ich ein halbes Jahr in Ruhe. Dann wieder ein Gespräch das dauert 60 Minuten. Diesmal veräppelte ich ihn und er kapierte meine Antworten gar nicht. Und es kamen noch mehr solcher Sprüche. Ich vergess das nie. Ich sagte ihm ich hätte einen GdB von 50% beantragt und dass ich Erwerbsminderungsrente eingereicht habe. Das guckte er mich an und meinte ob er mir sagen soll was da raus kommt. Ich verneinte und er meinte da sind wir uns ja einig. :icon_neutral:Dann kam endlich der ersehnte Bescheid und ich hatte 60% GdB zugestanden bekommen. Dann zog ich in eine andere Wohnun um. Die ARGE sperrte mir xmal das Geld und wollte mir verbieten in eine günstigere Wohung zu ziehen. Die SB knallte mir ein paar Mal die Tür vor der Nase zu. Da war ich dann aber so schlau dass ich jedesmal wenn ich etwas abgeben musste einen Freundin mitnahm. Jedesmal jemand anderen bis die Sachbearbeiterin endlich Angst vor mir hatte und ihre Kollegin vorschickte. :icon_neutral: Als ich endlich meinen Schwerbehindertenausweis hatte kam ich durch den Umzug zu einer anderen ARGE und in die Schwerbehindertenabteilung. Ich hatte einen Termin, ich hatte mir der SB schon telefoniert. Sie klang ganz nett. Mein Pech war als der Termin war habe ich verschlafen und es regnete in Strömen und ich kam mit einer halb nassen Hose an. Ich entschuldigte mich für das zu spät kommen (war immer noch krankgeschrieben) sie raunzte mich an und meinte jetzt war es noch nicht einmal der erste Termin an Morgen und sie kommen zu spät. Ich antwortete ihr, wenn sie meine Tabletten schlucken müsste käme sie auch früh nicht aus dem Bett. Dann sagte sie nix mehr. Dann kam sie auf den Ausweis zu sprechen und meinte doch der Ausweis macht mir auch das Leben nicht leichter. Also ob es ein Verbrechen sei so etwas zu beantragen. Wegen meinem Antrag auf EM-Rente meinte ich solle mir doch das nochmal überlegen. Ich sagte zu ihr ich diskutiere mit ihr darüber nicht. Dann meinte sie nach einer Weile ich sei so abgebrüht. Ich antworte na ja nach 7 Jahren Erfahrungen mit dem AA wird man das nun mal. Dann wollte sie mich in ein Praktikum zwängen. Der ärztliche Dienst erklärte mich für Vollzeit arbeitsfähig. Ich erkundige mich bei zwei Anwälten und es kam dabei heraus solange ich krank geschrieben bin kann ich gar kein Praktikum antreten und wenn ich ein Attest beilege dass ich nur 3 Stunden am Tag arbeiten kann dann muss die ARGE das akzeptieren. :icon_party: Ich machte dies und seit einem halben Jahr lässt mich die ARGE zu frieden. Die EM Rente ist nach fast zwei Jahren Kampf durchgegangen. Also ich möchte euch ermutigen wirklich gegen diese manchmal bescheuerten Arbeitsvermittel euch zu wehren. Denn wehr sich nicht wehrt lebt verkerht! Durch diese Forum hab ich auf viel gelernt im Umgang mit der ARGE! Ich habe immer mitgelesen aber jetzt nach einem halben Jahr kann ich endlich schreiben. Weiter so!
 

Spiteri

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#91
Hallo an alle, bin neu hier und wollte Euch mal meine Erfahrungen schildern.
Bin seit 2000 anerkannter REHA-Fall beim Arbeitsamt gewesen, habe insgesamt 3 amtsärztliche Gutachten über mich ergehen lassen müssen (2000,2002,2004),die alle positiv waren,dh. Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit wegen Spondylarthrose- nicht bücken, nicht heben, nicht stehen, nicht laufen.Bekam durch die REHA-Abteilung des AA 2002 ne Umschulung, die nicht beendet werden konnte weil 4 (!) Monate vor IHK-Prüfung der Bildungsträger in Insolvenz ging. Danach wieder ALHI und dann kam Hartz. Also zur ARGE. Mein erster SB interessierte sich absolut nicht für die Gutachten des Amtsarztes, die wären eh verschwunden. Sollte mich weiter in der Pflege bewerben (bin exam. Pflegekraft),da gäbe es genug Stellen. Der zweite SB fand durch Zufall den Hinweis in meinem Datensatz,daß ich Reha-Fall bin. Immerhin!! Durfte darauf einen EINEUROJOB im Garten-und Landschaftsbau antreten. Nachdem ich dort nach einigen Wochen nicht mehr krauchen konnte stellte meine neue Hausärztin Rheuma fest sowie ne Borreliose (hatte im galabau nen Zeckenbiss).Ab zum Rheumatologen. Inzwischen wieder ne neue SB,weil Rotationsprinzip. Die ist supernett, kann mit ihr über alles reden. Bekam inzwischen meinen Gdb von 30 unbefristet, der Rententräger bewilligte die berufliche Reha. Seitdem tut sich nichts mehr. Reha läuft nicht weil jeder Vorschlag von der DRV mit "nicht leidensgerecht" abgelehnt wird, ARGE kann mir net helfen...laut EGV soll ich eine Bewerbung pro Monat vorlegen, brauch ich aber nicht. Bekam wieder ne neue SB und die hatte gleich nen neuen EINEUROJOB für mich-Akten schleppen bei der Stadtverwaltung. Alte SB angerufen, die riet mir zum Krankenschein...gesagt getan, nach 3 Wochen Kündigung. Jetzt habe ich die "alte" nette SB wieder,weil ich angeblich zu schwierig bin und meine Rechte kenne...egal, sie freuts und mich auch. Mal sehen wie es weitergeht. Hat für mich mit 41 keinen Sinn ne eingeschränkte Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Oder doch?
Liebe Grüße aus Sachsen!
 

jane doe

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#92
Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit wegen Spondylarthrose- nicht bücken, nicht heben, nicht stehen, nicht laufen. [...] Durfte darauf einen EINEUROJOB im Garten-und Landschaftsbau antreten.
die probleme schriftlich haben und dann einen körperlich anstrengenden eej machen.

sorry, aber mein bedauern hält sich in grenzen. wer so mit seinem körper umgeht hat es nicht anders verdient.
 

kalle

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#93
Meine liebe Jane Doe!
Sicherlich magst Du recht haben, das man bei schriftlichen Erklärungen über den Gesundheitszustand nicht unbedingt solche Arbeiten ausführen sollte.
Aber nicht jeder Mensch ist so Rechtserfahren um sich dagegen zu wehren. Und nicht jeder Mensch ist dem Druck gewachsen, wenn er von der Arge dementsprechend unter Druck gesetzt wird.
Manche Aussagen sind zweischneidige Schwerter.

Man sollte, gerade mit neuen Mitgliedern , ein wenig behutsamer umgehen.
 

jane doe

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#94
@kalle,

behutsam ja, aber ein wenig eigenreflexion kann helfen, ohne gleich gesetzliche grundlagen zu wissen. und das hauptproblem ist doch zu allem ja und amen zu sagen, obwohl man ganz genau weiß das es falsch ist. und hier sollten wir auch ansetzen. richtig ist noch lange nicht, was ein sb sagt oder meint.
 

ethos07

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#95
OT will gar nicht groß stören - aber wenn ich hier als Nichtbehinderte so etwas quer lese : meine Güte, bin ich froh, (bislang) nicht auch noch behindert zu sein... Die ALGII-Probleme einfach so reichen mir ja schon völlig.

Sehr gut finde ich, dass Kalle hier so aktiv sammelt :icon_stern:, was euch an - sorry - Exra-Sch... so alles zustößt. :frown:
 

Arania

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#96
Ethos, alles ist relativ, bin auch schwerbehindert und musste mich gegen einiges zur Wehr setzen, man muss halt immer den Einzelfall sehen :icon_wink:
 

PaWanda

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#97
Hallo Kalle!
Auf Deine Fragen im Eingangsthread hier ein paar Antworten:

Wie gehen die mit Euch um?
Im März 2005 schob mich die BA Rehastelle flugs an die ARGE ab. Ich blieb stets am Ball und drängte regelrecht auf Termine. Man liess sich monatelang Zeit. Die folgenden Gespräche zeigten klar auf, dass in den ARGEN die fachgerechte "Beratung" von Menschen mit Behinderung überhaupt nicht vorgesehen war und ist.

Freundlichkeit
Die anfängliche Freundlichkeit endete mit dem Versuch mir eine EGV ohne Einhaltung der entsprechende Vorgaben zur Erstellung dieser einzuhalten. Auf meinen rechtlich basierenden Wiederstand war man nicht vorbereitet und schlug direkt mit einem Verwaltungsakt zu. Bei der Leistungsabteilung ging es im grossen Ganzen, bis die Beamten der BA ihre negative Haltung an die kommunal geführte Leistungsabteilung nach unten "traten". Ein Beamter erfüllte den Tatbestand eines Strafbarkeitsversuchs mir eine Unteschrift zur EGV direkt im Termin abzuverlangen. Er wurde sogar inhaltlich sowie in seinem Auftreten sehr massiv. An der Empfangstheke musste man des öftern um die Kopie mit Eingangsstempel von Anträgen regelrecht fechten.

Sachverstand
Sieh es mir bitte nach, wenn mir das Lachen im Halse stecken bleibt. Ein Treppenwitz. Der Sachverstand beschränkte sich eindeutig nur auf die Durchsetzung von ominösen internen Durchführungsanweisungen aus der Bundeshauptstadt Berlin. Die Berücksichtigung des SGBIX gibt es im SGBII geführten Behördenland nicht. Sachverstand war zu keinem Zeitpunkt zu erkennen. Nicht einmal ansatzweise. Eine Beamtin konnte bzw. wollte sich nicht einmal mit den einfachsten Paragraphen des SGBII konform erklären und erklärte mir sozusagen den Krieg der Paragraphen. Der andere Beamte liess im Gespräch zwischen den Zeilen deutlich durchblicken, dass eine sachtechnisch korrekt Beratung nicht gewollt sei. Nach dem Motto: "Unterschreibe alles so wie wir es vorab ausdrucken und alles wird gut"

Problemlösungen
Auch hierzu gibt es nichts Positives zu berichten. Im Gegenteil. Das ganze artete in einem Psychokrieg zwischen zwei Beamten der BA und meiner Wenigkeit aus. War die BA schon recht unwillig, so zeigte sich die ARGE um so störrischer. Hierbei türmte die ARGE bewusst einen grossen Haufen an Problemen auf. Lösungen gab es nicht.

Förderungen oder nur Forderungen?
Es gab genau drei Förderungen. Die erste war eine kurze Massnahme im Kaufmännischen. Eine Art Schnupperkurs. So sass ich teils mit Anfängern im PC Kurs. Es brachte mich keinen Schritt weiter. Nur durch Zufall bekam ich diese Massnahme verpasst. Hätte die BA Dame meinen Widerspruch zum Verwaltungskt bezüglich der EGV vorher in die Finger bekommen, wäre dieser Kurs erst gar nicht zum Tragen gekommen. Die zweite Förderung war ein Witz der Woche. Laut der hiesigen Jobbörse sollte ich aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen zum IFD (Integrationsfachdienst für Arbeit) gehen. Dort verlangte man zuerst nur einen Gutschein der ARGE. Den bekam ich. Gute 2000 Euro wert. Zurück beim IFD fiel denen dann ein, dass mir noch ein paar Prozente fehlten, damit der Fachdienst überhaupt einen Handschlag machen würde. Beim erneuten Termin mit dem ARGE Beamten sagte dieser trocken, das hätte er mir auch gleich sagen können. Ausserdem liess er deutlich verlauten, dass man keine Absicht hege irgendwelche weiteren Förderungen zu finanzieren. Die dritte Förderung der ARGE beförderte mich im Wahrsten Sinne des Wortes zum Gesundheitsamt und damit direkt zum Sozialamt. Vom sinnvollen und effizienten Fördern keine Spur. Die Empfehlung der ARGE an den Arzt des Gesundheitsamtes war sehr direkt, denke ich. Was in dem internen Gutachten der BA stand, erfuhr ich erst weitaus später und nur mit Hilfe eines Rechtsanwaltes.

Fazit:
Die ARGE ist dahingehend weder kompetent noch hat sie die Absicht im Bereich "Behinderung" fachgerecht und praxisgerecht ihre Arbeit zu leisten. Sie führt damit die angestrebte Politik der BA fort. Allerdings in weitaus krasserer Form. Das SGBIX ist der BA sowie den ARGEN ein Dorn im Auge. Der Psychokrieg mit der ARGE hinsichtlich der EGV dauerte fast zwei Jahre. Um den Kosten etwaiger Förderungsmassnahmen zu entgehen, erfolgte im Dezember 2008 die vorläufige Abschiebung an das zuständige Sozialamt. Allerdings geht der Tanz noch weiter. Auf "Wunsch" des Sozialamtes wurde ein Rentennantrag gestellt, der mit grosser Wahrscheinlichkeit abgelehnt wird. Das dürfte den Verschiebebahnhof zwischen ARGE-Sozialmt und zurück erneut in Gang setzen.
 
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#98
Arge Dortmund:
Arroganz: 2+
Freundlichkeit: 4
Kompetenz/gewollte: 4/3
Sachverstand: 4-
Problemlösungen: 4-
Förderungen: 4-
Forderungen: 2++
Zuständigkeit: 4 -;)
:icon_klarsch:
 

wuppermaus

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#99
Hallo Kalle,

mein Problem im Telegrammstil:

100% schwerbehindert (G/RF),Rollstuhlfahrer,lt. Amtsarzt erwerbsunfähig,
64 Jahre alt,Ende 2002 die 58er-Regelung unterschrieben.

Seit 26 Jahren ununterbrochen arbeitslos,während der ganzen Zeit kein einziges Stellenangebot,keinen einzigen Tag Umschulung,keine Maßnahme.

Die Arge verweigert mir den Mehrbedarf nach § 28 Abs. 1 Nr. 4 SGB II und
drückt mich damit noch weiter unter das Existenzminimum als es bisher
schon war.

Erwerbsunfähig = nicht brauchbar = kann ruhig verrecken....oder wie
sonst soll ich die Verfahrensweise der ARGE verstehen..? Muss ich das
überhaupt verstehen..?

Grüße von wuppermaus
 

kalle

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Verstehen muss man das nicht.
Solange Du "nur" vom Argearzt erwerbsunfähig geschrieben bist wirst Du den Mehrbedarf auch nicht bekommen.

Den Mehrbedarf und SGBII gibt es nur, wenn Du in einer irgendwie gearteten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme bist.
Und den Mehrbedarf von 17 % bekommst Du nur, wenn Du auf Dauer EU geschrieben bist, also Grusi nach SGB XII bekommst.
 
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