EUR/Widerspruch abgelehnt-Klage bei Gericht-Frage dazu? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Ute71

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Ein ganz nettes Hallo.Ich bin neu hier und finde dieses Forum sehr hilfreich und hoffe,dass man mir hier auch etwas helfen kann.
Ich bin 41J.und seit vielen Jahren ( eigentl.seit Kindheit )psychisch krank.
gesicherte Diagnosen:
-Somatissierungsstörung
-Panikstörung und Agoraphobie (F40.01)
-Rezedivierende depressive Störung (F33.0)
-Emotional instabile persönlichkeitsstörung
-Borderline Syndrom
-HWS-Syndrom
-nach mehrfachen Bauchoperationen Verwachsungsbeschwerden
-Reizdamsyndrom
Seit nunmehr über 15 Jahren ist ein arbeiten nicht mehr möglich auf Grund schweren Panikattaken,Unruhezuständen,Depressionen,psychos.körperl.Beschwerden..um nur einige zu nennen.Der Gesundheitszustand verschlechterte sich von Jahr zu Jahr.Nun kamen auch noch frühzeitige (mit 38J.) Wechseljahre dazu,welche ich auch nur schwer ertrage.Therapieen und Medikamente habe ich in unmengen hinter mir...ohne Erfolg.
Am Ende folgte nun noch eine psychologische Reha,welche mich als arbeits/leistungsunfähig entlassen hat.
Dies war vor ca 6 Monaten und seitdem bin ich von meinem Psychiater krank geschrieben.
Nach der Reha habe ich einen Antrag auf Berufs/Erwerbsunfähigkeitsrente gestellt (Stadt Leipzig half mir dabei) und eine Ablehnung bekommen ( Begründung: ich könne noch bis 6 Std.arbeiten) :eek:
Der Widerspruch wurde ebenfalls mit selbiger Begründung abgelehnt.
Nun steht da,dass ich Klage gegen diesen Bescheid beim Sozialgericht erheben kann.
Ich weiss leider nicht,wie man das macht...wie der Werdegang ist und auch habe ich keinerlei finanzielle Mittel für einen Anwalt,falls man sowas braucht.(habe nur Hartz4)
Ich würde mich freuen,wenn man mir sagen kann,was ich nun tun muss und was mich erwartet,wenn ich klage? ( kenne mich mit sowas nicht aus).
Beim Jobcenter wurde 2007 mal ein amtsärztl.Gutachten erstellt,wo es heisst,dass ich bis 6 Std.arbeiten kann mit vielen Einschränkungen.Allerdings ist dies nun schon ein paar Jahre her.Auch bin ich auf dem Arbeitsamt als Schwerbehindert gleichgestellt.Diese Gleichstellung ist von 1998.

Ich bedanke mich schonmal im voraus.l.g.Ute
 

Sinuhe

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Seit nunmehr über 15 Jahren ist ein arbeiten nicht mehr möglich

Wenn Du die letzten 60 Monate keine 36 Pflichtbeiträge aus Versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen hast,kommt eine EM-Rente normalerweise sowieso nicht in Betracht.
Von daher wundert mich der Grund der Ablehnung durch die DRV.
 

Ute71

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Hallo.Beiträge wurden gezahlt.Das sagte mir die Mitarbeiterin der Stadt (Sozialamt),welche den Antrag mit mir machte.Da ich seit Jahren Alg 2 bekomme.
l.g.Ute
 

Doppeloma

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Hallo Ute71,

Nun steht da,dass ich Klage gegen diesen Bescheid beim Sozialgericht erheben kann.
dann gehst du bitte mit diesem Bescheid (möglicht persönlich wenn das zuständige Sozialgericht nicht weit weg ist) dort zur Rechtsantragstelle und läßt dir dort vom Rechtspfleger helfen die Klage einzureichen, damit die Frist (1 Monat) erst mal gewahrt bleibt.

Damit ist der wichtigste Schritt erst mal erledigt und du hast Zeit für den weiteren Weg nach einem Rechtsanwalt zu schauen.
Den braucht man nicht unbedingt am Sozialgericht aber der Kampf um die EM-Rente ist nicht so einfach gegen die DRV, ich weiß das genau.

Habe gerade im Sommer erst nach fast 3 Jahren Kampf die EM-Rente über ein Gerichtsverfahren erhalten, ich hatte einen Anwalt auf Prozeßkosten-Hilfe, das Verfahren an sich ist (ohne Anwalt) kostenfrei.

Den Antrag und das Verfahren für die PKH kann dir der Rechtspfleger bei der Klage-Aufnahme auch gleich erklären und die Formulare mitgeben.
Das geht auch alles per Post, aber dann bitte per Übergabe-Einschreiben schicken (und NUR Kopien von Unterlagen, keine Originale!!!) und dann erklärt dir natürlich keiner was dazu.

Ich hatte Glück und habe in der Nähe einen Anwalt für Sozialrecht gefunden, der sich auch schon mit EM-Renten-Fällen ausgekannt hat, das kann man nur erfragen, denn Sozialrecht ist ein sehr großes Gebiet.
Der hat sich dann bei mir auch schon um den Antrag auf PKH gekümmert, natürlich braucht ein Anwalt dann auch alle wichtigen Informationen und Unterlagen von dir, sonst kann der auch nichts erreichen.

Bezahlen brauchst du da nichts, wenn er von Beginn an informiert ist, dass du Sozial-Leistungen beziehst, dann wird dir ein guter Anwalt auch ehrlich sagen, ob er deinen Fall trotzdem übernehmen wird...wer zuerst dann Geld haben will ist sicher nicht der Richtige für dich.

Darum ist es ganz gut wenn du zunächst mal einfach die Klage am Gericht einreichst und die Begründung dafür kann dann vom Anwalt nachgeliefert werden, so bleibt dir mehr Luft dir einen zu suchen.
Ansonsten helfen dir auch die Rechtspfleger vom Gericht weiter, wenn du das alleine durchziehen willst.

Man wird dir immer genau mitteilen, was du vorlegen sollst, aber es ist nicht leicht alleine gegen die DRV anzugehen.

Wenn du noch Fragen dazu hast gerne, ich habe das alles durch, war wegen der langen Zeit des Verfahrens auch schon in H4 gelandet, es geht also trotzdem mit Anwalt ...man muss nur wissen wie. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 
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Hallo.Beiträge wurden gezahlt.Das sagte mir die Mitarbeiterin der Stadt (Sozialamt),welche den Antrag mit mir machte.Da ich seit Jahren Alg 2 bekomme.
Bei ALG II-Bezug werden seit Anfang 2011 keine Rentenbeiträge mehr entrichtet. Von daher wundert mich die Aussage der Sozialamtsmitarbeiterin.

Für eine EM-Rente müssen deine Beitragszeiten in der Rentenversicherung in den letzten Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung liegen, dürfen also nicht beliebig lange zurückliegen. Ich habe den Eindruck, daß das der Grund für die Ablehnung war und nicht medizinische Gründe. Das muß natürlich im einzelnen genau geprüft werden. Bei einer unterstellten Erwerbsfähigkeit zwischen 3 und 6 Stunden täglich müßte dir eigentlich eine Teil-EM-Rente zustehen.

Vielleicht forderst du mal einen Auszug aus deinem Versichertenkonto bei der Rentenversicherung an, damit du sehen kannst, wie es tatsächlich mit den Beitragszeiten bei dir steht.

Deine Gleichstellung mit Schwerbehinderten ist für die Rente ohne Bedeutung.
 

Ute71

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Hallo.Ich möchte mich ganz herzlich bedanken für die Hilfe.Ich werde dann kommende Woche gleich zum Gericht gehen und erstmal Klage einreichen.
Einen Anwalt habe ich,der auch Arbeits-Sozialrecht macht.Mir gehts halt darum,dass ich keinen Anwalt bezahlen könnte.Das Geld reicht ja gerade so zum "Leben".:icon_sad:

Wegen den Beiträgen,da habe ich mir mal von der AOK alles senden lassen,was ich ja generell brauchte für den Rentenantrag.Da sind aber keine Lücken.Mir sagte die Sozialamtmitarbeiterin,dass bei Alg2 automatisch eingezahlt wird.Ich selbst kenne mich da nicht aus mit.
Und bei beiden Ablehnungen (Rentenantrag und Widerspruch) steht nichts darüber,dass das der Grund sei,sondern weil ich aus medizinischer Sicht noch bis 6 Std.arbeiten könnte.:icon_kotz:
Obwohl beim Reha-Abschlussbericht eindeutig steht,dass ich als leistungs/arbeitsunfähig entlassen wurde und auf dem Arbeitsmarkt bei meinen schwerwiegenden psychischen Problemen/Krankheiten nicht belastbar bin.
g.l.G.Ute
 
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Wegen den Beiträgen,da habe ich mir mal von der AOK alles senden lassen,was ich ja generell brauchte für den Rentenantrag.Da sind aber keine Lücken.Mir sagte die Sozialamtmitarbeiterin,dass bei Alg2 automatisch eingezahlt wird.Ich selbst kenne mich da nicht aus mit.
Auskünfte über dein Rentenkonto kann dir letztlich nur die Rentenversicherung erteilen. Ich würde an deiner Stelle mal dort einen Kontoauszug anfordern, einfach damit du die Übersicht hast.

Die Auskunft der Sozialsamtsmitarbeiterin ist so, wie du sie geschildert hast, falsch. Früher (bis Ende 2010) wurden zwar bei ALG II-Bezug geringe Rentenbeiträge gezahlt, seit Anfang 2011 werden jedoch keine Rentenbeiträge mehr entrichtet, und ALG II-Bezugszeiten sind in der Rentenversicherung lediglich beitragsfreie Anrechnungszeiten.

Und bei beiden Ablehnungen (Rentenantrag und Widerspruch) steht nichts darüber,dass das der Grund sei,sondern weil ich aus medizinischer Sicht noch bis 6 Std.arbeiten könnte.
Das wundert mich wirklich, denn dann müßte dir - sofern die beitragsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind - eigentlich eine Teil-EM-Rente zuerkannt werden (Erwerbsfähigkeit von drei bis unter sechs Stunden täglich).

Obwohl beim Reha-Abschlussbericht eindeutig steht,dass ich als leistungs/arbeitsunfähig entlassen wurde und auf dem Arbeitsmarkt bei meinen schwerwiegenden psychischen Problemen/Krankheiten nicht belastbar bin.
Die medizinischen Kriterien für die Erwerbsunfähigkeit (Rentenversicherung) sind andere als für die Leistungsfähigkeit bei der Arbeitslosenversicherung oder für die Arbeitsunfähigkeit bei der Krankschreibung. Mal ganz abgesehen davon, daß hier andere Gutachter tätig sind.

Klage kannst du natürlich einreichen, das schadet nichts.
 

Ute71

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ganz lieben Dank!
Das werde ich dann mal machen,mir das anfordern.Was wäre denn,wenn dies wirklich so wäre,dass ich wegen fehlender Pflichtbeiträge keine Rente bekommen kann?Ich meinte,dann hänge ich ja in der Luft.Arbeiten geht nicht mehr (was auch das Jobcenter bestätigt,welche das schon Jahre durchmachen mit mir) und Rente würde ich auch nicht bekommen...Stelle ich dann einen Antrag auf Teilrente?Irgendwo her muss ich doch mein Lebensunterhalt beziehen,denn ich denke,dass das Jobcenter ja nur zahlt,wenn ich vermittelbar bin auf dem Arbeitsmarkt,was aber leider nicht so ist.
l.g.Ute
 
E

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Gast
Ob dir eine vollständige oder teilweise EM-Rente zustehen, wird eigentlich im selben Antragsverfahren geprüft (hängt ja vom zeitlichen Umfang deiner Erwerbsfähigkeit ab). Das hätte keines besonderen Antrages bedurft.

Du kannst jetzt erst einmal zwecks Fristwahrung Klage einreichen, das schadet nichts. Genauere Begründungen kann man später noch nachreichen. Parallel dazu erkundigst du dich bei der Rentenversicherung nach deinen Versicherungszeiten, die tatsächlich auf deinem Konto verzeichnet sind.

Das Problem bei kranken Personen ist leider, daß niemand so recht zuständig sein will, sondern oft versucht wird, diese von einer Stelle (Rentenversicherung, Krankenkasse, Arbeitsagentur/Jobcenter) zur anderen zu schieben.
 

Ute71

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Um nochmal auf die Teilrente zurück zu kommen.Habe gerade nochmal auf meinen Ablehnungsbescheid geschaut und da steht u.a....Teilweise erwerbsgemindert sind Versicherte,die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit ausserstande sind,unter den üblichen Bedingungen des allg.Arbeitsmarktes mind.6 Std.tägl.erwerbstätig zu sein.
Da ich für die Rentenversicherung noch bis 6 Std.arbeiten kann,würde mir nichtmal eine Teilrente zustehen.:eek:
Ich kann das alles nicht glauben.Ich habe damals so viele Therapien ohne Erfolg duch (es ging mir eher schlechter damit).Dann sagte man mir,ich solle es mit einer Reha probieren und wenn diese dann auch keine Besserung bringt,dann wäre wohl die Rente der letzte Weg.
Jetzt habe ich das gemacht mit dem Ergebnis,dass ich nicht arbeitsfähig bin und nun bekomm ich dennoch keine Rente.Wer soll das alles noch verstehen...:confused:
l.g.Ute
 
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Für eine Teil-EM-Rente mußt du zwar mindestens drei (sonst volle EM-Rente), aber unter sechs Stunden täglich erwerbsfähig sein.

Ich weiß jetzt nicht, wie die üblichen Formulierungen im Gutachten sind. Aber wenn du laut Gutachten sechs Stunden täglich erwerbsfähig bist, würde dir in der Tat allein schon aus medizinischen Gründen keine Teil-EM-Rente zustehen (weil nicht "unter" sechs Stunden).

Verstehen kannst du alles am besten unter dem Aspekt, daß einerseits die Kriterien für die Rentenversicherung andere sind als bei der Arbeitsagentur/Jobcenter sowie für die Arbeitsfähigkeit im Sinne einer Krankschreibung. Weiterhin sind EM-Renten heutzutage generell schwierig zu bekommen, da die Rentenversicherung gerne sparen möchte. Du bist da beileibe nicht die einzige.
 

Ute71

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In dem Gutachten von 2005 von der Arge steht drin,dass ich von 3 bis UNTER 6 Std. arbeiten kann.
Laut Rentenversicherung kann ich bis 6 Std.arbeiten.
Da seh ich nun auch nicht durch...:confused:
l.g.Ute
 

Ute71

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Hallo.Ich habe heute mein Anwalt angerufen und dieser sagte mir,dass es auch sein kann,dass ich keinen Beratungsschein bekomme.:confused:
Nun hoffe ich sehr,dass ich den Weg zum Gericht nicht um sonst mache und die mir wirklich den Ber.schein ablehnen.Denn dann muss ich allein klagen und ich habe null Ahnung von dem Ganzen.:icon_sad:
Da gehts einen schon schlecht und dann muss man sowas auch noch durchmachen.Ich kann leider nichts zahlen.Mein Geld reicht gerade so zum exestieren.
l.g.Ute
 

Ute71

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Hallo,
Ich melde mich heute zurück.Ich bin heute bei VDK Sozialschutz gewesen und dort auch eingetreten als Mitglied.Nun übernehmen sie meine Angelegenheit wegen der Klage gegen den abgelehnten Widerspruch meines Antrages auf Erwerbsunf.-Rente.
Nun habe ich mal eine Frage,was die Mitarbeiterin dort mir auch nicht so genau sagen konnte.(Sie will sich noch erkundigen).Vielleicht kennt sich hier ja jemand aus.
Ich beziehe Hartz4.Ich bin vor ca 6 Monaten aus der psych.Reha als Arbeitsunfähig entlassen.Grund:...Entlassung erfolgte arbeitsunfähig aufgrund der chronisch stark eingeschränkten psychischen Belastbarkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht leistungsfähig.
Seit dem ( seit ca 5-6 Monaten)bin ich nun krankgeschrieben von meinem Psychiater.Die Krankenscheine sende ich regelm.an die Arge.Nun ist es ja so,dass man meinen Rentenantrag und auch den Wiederspruch ablehnte und ich nun Klage.
Da die Klage sehr lange dauern kann,wie man mir heute sagte ( über 1-2 Jahre) , wie ist das denn jetzt nun mit der Arge zwecks Krankenscheine?Muss ich nun wirklich jeden Monat zum Arzt,um mir den KS zu holen und ihn ans Jobcenter senden,bis die Klage durch ist? Oder brauch ich in meinem Fall keine Krankschreibung,da ich ja eh arbeitsunfähig bin und das Verfahren läuft?
Es ist schon für mich belastend,jeden Monat zum Psych.zu fahren und dort meinen KS zu holen und dann alles ans Amt zu senden.Ich weiss auch gar nicht,ob der Arzt das weiter so lange mitmacht und was wäre dann?
Ich kenne mich da gar nicht aus und will nur Fehler vermeiden.
Ich bedanke mich im Vorraus.l.g.Ute
 

Muzel

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Du brauchst durchgehend die Krankenscheine.
 

Hanngen50

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Ich bin vor ca 6 Monaten aus der psych.Reha als Arbeitsunfähig entlassen.Grund:...Entlassung erfolgte arbeitsunfähig aufgrund der chronisch stark eingeschränkten psychischen Belastbarkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht leistungsfähig.

Ich kenne mich da gar nicht aus und will nur Fehler vermeiden.
Ich bedanke mich im voraus.l.g.Ute
Dir sind leider wichtige Fehler unterlaufen. "Dein Ziel ist die Rente, ein Fehler. Sozialmedizinisch erwünscht ist bei der Rentenbegutachtung, nur die Feststellung der Arbeitsfähigkeit". Welche Daten hast du dem Gutachter bei deinem Tagesablauf und bei deinen Hobbys weitergegeben? Wenn du keine Fehler machst, macht der Gutachter dein Gutachten für dich Wasserdicht.
 

Ute71

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hallo,
ich melde mich nach langer zeit zurück,da ich nur mal eine kurze frage habe und ich hoffe,mal kann mir heute viell.noch einen rat geben,da ich ab morgen wiedermal in stationärer psy.bin.
ich bin nun bis heute durchweg weiter krankgeschrieben gewesen.ab morgen bin ich dann in der klinik wieder zur psychotherapie.´die klage läuft ja nun wegen der rente über vdk und ich bekam ein bescheid,wo die ärzte u.a.auch mein psychiater bestätigte,dass ich nicht mehr auf dem arbeitsmarkt belastbar bin.sprich ich kann keine leichten/mittelschw.tätigkeiten bis 3 std.verrichten.dies schrieb auch der arzt der rehabilitation bei entlassung.
nun bekam ich noch einen brief,dass ich nun nochmal zu einem gutachter muss,der meine leistungsfähigkeit nochmal einschätzt.

meine frage nun: wie muss ich mich da verhalten?was darf ich da sagen und was nicht?ich frage,weil ich keine fehler machen will und endlich nach jahrelangem kampf zur ruhe kommen will.ich habe so doll zu kämpfen jeden tag mit meinen panikattaken und meinen schlafstörungen und allgem.unwohlsein,dass ich diesen kampf bald nimmer ertrage.:icon_sad: ... therapien brauchten auch nie besserungen.viell.hat hier jemand einen rat,wie ich dort auftreten soll oder was ich sagen kann und was nicht.ich kenne mich da überhaupt nicht aus.ich bedanke mich im vorraus ganz doll.l.g.ute
 

Ute71

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ganz lieben dank für den link!!! werde mich da belesen!!!

l.g.ute
 

Doppeloma

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Hallo Ute71,

belese dich da aber nimm nicht Alles zu genau, was da so angegeben und vorgeschlagen wird, welche Fachrichtung wird denn der Gutachter sein zu dem du hin sollst ???

Letztlich entscheidet der Gutachter, wie der Termin ablaufen wird und dafür gibt keine wirklichen "Richtlinien", meist wird in der Einladung auch noch geschrieben, was du an Unterlagen mit bringen sollst.

Ich war bei 4 verschiedenen Gutachtern und jedes Mal war es ganz anders als vorher, die meisten dieser "Ratschläge" konnte ich gar nicht anwenden /umsetzen ...

Man bleibt am Besten einfach wer man ist, läßt den Gutachter fragen und antwortet möglichst kurz und präzise, ausschweifende Schilderungen aller Leiden mögen die meisten Gutachter gar nicht hören, bei vielen hat man den Eindruck, dass ihr "Urteil" sowieso schon feststeht, wenn man zur Türe reinkommt... das trifft (leider) besonders auf die DRV-Gutachten zu... :icon_neutral:

ich bekam ein bescheid,wo die ärzte u.a.auch mein psychiater bestätigte,dass ich nicht mehr auf dem arbeitsmarkt belastbar bin.sprich ich kann keine leichten/mittelschw.tätigkeiten bis 3 std.verrichten.dies schrieb auch der arzt der rehabilitation bei entlassung.
Ich nehme an du meinst einen Befund, es ist (für die DRV) egal was deine Ärzte oder Kliniken meinen zu deiner Erwerbsfähigkeit, ob du EM-Rente bekommen wirst oder nicht entscheidet NUR die DRV oder das Gericht und dafür wurde dieses Gutachten beauftragt.

Wenn die anderen Befunde ausreichen würden, wäre das ja unnötig noch ein Extra-Gutachten zu machen, auch der Reha-Bericht scheint denen ja nicht zu genügen, sonst hätte man dir längst die "Umdeutung" in eine teilweise EM-Rente "angeboten".

Es ist sehr merkwürdig mit der Wertung dieser Reha-Berichte bei der DRV, wenn es um die EM-Rente geht, sobald da was drinsteht von Einschränkungen soll das erneut ein Gutachter "klären", wenn da drin steht man kann 6 und mehr Stunden arbeiten, dann prüft Keiner nach, ob das auch stimmen kann... :confused:

meine frage nun: wie muss ich mich da verhalten?was darf ich da sagen und was nicht?ich frage,weil ich keine fehler machen will und endlich nach jahrelangem kampf zur ruhe kommen will.
Es kommt immer auch auf die Fachrichtung an, welche "Fehler" man da machen kann, aber bei keinem Gutachter solltest du deinen Wunsch nach RUHE (mit /durch die EM-Rente) besonders betonen, das hören die gar nicht gerne (auch nicht wenn es die Wahrheit ist), ich habe damit leider auch meine Erfahrungen gemacht.

Im Gutachten stand dann später drin "ich würde mir nur wünschen von allen Anforderungen verschont zu bleiben, das sei natürlich nicht zu akzeptieren" :icon_evil: , im Klartext brauche ich also keine EM-Rente, sondern soll gefälligst arbeiten gehen ...

Anderswo heißt es dann "man zeigte ein deutliches Rentenbegehren", weil man die Frage nach einer zeitweisen Berentung ehrlich mit "Ja könnte ich mir vorstellen, dass mir das helfen könnte, wieder zu mir zu finden" ...

Achte besonders auf private Fragen Partnerschaft /Hobbys/Freizeitgestaltung/Urlaubsreisen (wann waren Sie zuletzt im Urlaub ???) wer da noch viele verschiedene Interessen hat, kann nicht so krank sein, dass er die EM-Rente braucht, hier stimme ich den Aussagen in der Gutachter-Info durchaus zu.

Ist natürlich auch Unsinn, wir sind krank aber noch nicht TOT, nur wer noch "Zukunftspläne hat" (außer gesund werden), der kann auch arbeiten gehen, muss sich nur "zusammenreißen" (die notwendige Willensanstrengung aufbringen), es ist also besser eher (meist) NICHTS mehr zu tun (tun zu können), als zuviele Aktivitäten aufzuzählen, nur um nicht als FAUL angesehen zu werden...

Sogar meine Internet-Aktivitäten habe ich nur so nebenbei erwähnt, obwohl man ja dafür (zum Glück) nicht mal das Haus verlassen muss (was ja bei Angst- und Panikzuständen "im Leben da draußen" schon sehr vorteilhaft ist), weiß man nie, wie die das dann auslegen könnten, dass man sich sogar noch "für sowas interessiert" ... :icon_kinn:
Ich kann trotzdem nicht mehr unter Zeit- und Leistungsdruck im (Großraum-) Büro am PC arbeiten, jedes Telefon-Klingeln versetzt mich immer noch in Unruhezustände (habe im Call-Center gearbeitet) ...

So sollte man eigentlich bei jeder Frage des Gutachters möglichst erst nachdenken, welche Konsequenzen die Antwort vielleicht haben könnte, auch wenn das sehr schwer fällt in der Situation.

Bei den letzten Gutachten (vom SG angeordnet) habe ich mir alles "aus der Nase ziehen lassen" und wenn ich was nicht beantworten wollte, einfach geschwiegen oder auch "passend" geantwortet, um Problemen aus dem Wege zu gehen, man lernt dazu mit der Zeit.

So zielt die Frage danach, was denn der Partner beruflich macht immer auf die Feststellung ab, ob man vielleicht auch nur zu Hause sein möchte, weil der Partner vielleicht schon Rentner ist...

Als ich geantwortet habe mein Partner wäre Berufstätig, da war das Thema vom Tisch, auch nach dem Einkommen wird gerne gefragt, geht den Gutachter gar nichts an, man schließt daraus gerne auf rein finanzielle Interessen, beim Antragsteller.

Die Frage nach Schulden geht in die gleiche Richtung, natürlich ist sowas belastend, nur der Gutachter zahlt nicht (zukünftig) die Raten und Schulden sind auch kein Kriterium (deswegen) die EM-Rente zu bekommen ...

Manche Fragen erscheinen zunächst ganz harmlos, z.B. wenn es um die Wohnsituation geht, kommen Manche gerne ausführlich auf die vielbefahrerene Hauptstraße und die lärmenden Nachbarn zu sprechen, mit denen man ständig Ärger hat ...
JA, KLAR sowas macht auch krank, aber dafür ist nicht die DRV mit der EM-Rente zuständig, daran was zu ändern...

Das sind nur einige Beispiele von "harmlosen" Fang-Fragen, die ich in meinen eigenen Gutachten erlebt habe, das geht weiter mit Pflege von Angehörigen, Partnerschaftsproblemen, Familiären Problemen überhaupt... je weiter es in das Private geht, umso zurückhaltender sollte man sein, denn das ist für die Notwendigkeit einer EM-Rente (aus Sicht der DRV) eigentlich ALLES bedeutungslos. :icon_evil:

Letztlich gilt das Alles auch für gerichtliche Gutachten, denn die Wertungen für die EM-Rente liegen nun mal im beruflichen Bereich, das sind auch die hauptsächlichen Zielfragen der Gutachter für das Sozialgericht, bei denen hatte ich persönlich aber eher den Eindruck, dass sie objektiv feststellen woll(t)en, was wirklich los ist mit mir.

Nach diesen 2 Gutachten mußte ja die DRV dann einen Vorschlag für die EM-Rente machen.

MfG Doppeloma
 

Muzel

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Ich kann nur Doppelomas Antwort ergänzen. Man sollte nie ad hoc antworten. Wenn man sich nicht sicher ist, was gemeint wurde, sollte man nachfragen. Immer kurze Sätze verwenden.
 
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