EU-Sklavenarbeiter + 'Freiheitskämpfer'

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ExitUser

Gast
Zwei Berichte von heute:
1.
10000 Bulgaren+Rumänen sind als Billiglöhner+Sklavenarbeiter allein in Frankfurt unterwegs. Es passieren Arbeitsunfälle. Hier ein Fall eines Bulgaren, dem bei einem Unfall über einen Infraserv Subunternehmer beim Reinigen von Schornsteinfiltern schwer stürzte. Eine dringende OP (Harnröhrenriß) wird im wegen fehlender Kostenübernahme verweigert....(aus dem aktuellen 'Spiegel')..

2. Die Bundesregierung scheut weder Kosten noch Mühe neben zwei Alibiverletzten (Frau+Kind) syrische Dschihadisten von Al-Chatib nach Deutschland zur Behandlung einzufliegen. Nachfragen weicht das Aussenamt aus.
Rest+Recreation für dschihadistische Mörder auf Staatskosten haben in Deutschland schon Tradition (Behandlung von Mudschaheds aus Afghanistan in den 80gern).

....:icon_kotz2:
 
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Die "Sklaven" sind keine Sklaven. Sie kommen nämlich völlig freiwillig nach Deutschland. Und versauen dann auch noch die Preise für Arbeitsleistungen.

Eine Krankenversicherung sollten sie schon haben, die "Sklaven". Wir sind schließlich in der EU. Und zu verschenken haben die deutschen Krankenhäuser und Ärzte auch nichts.
 
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ExitUser

Gast
Uberhaupt nicht: es macht mich zornig und wütend das diese Leute die sich wegen mieser Arbeitsbedingungen hier verletzen + in den Dreck getreten werden...unde denen nicht geholfen wird...

Und zugleich nur aus politischen Gründen so eine Flugaktion...
Die sich in Syrien bei ihrem mörderischen Handwerk verletzen - warum sollen wir ausgerechnet denen 'helfen' ??
 

Ziviler Ungehorsam

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Die "Sklaven" sind keine Sklaven. Sie kommen nämlich völlig freiwillig nach Deutschland.

Zu allererst den ausländischen Arbeitsmarkt übernehmen, dann wie Nokia in Rumänien die Bevölkerung mit einen Stundenlohn von 1,90 € ausbeuten und sich hinterher über "Armutszuwanderung" beklagen. So ist er, der deutsche Kleinkapitalist.

Und versauen dann auch noch die Preise für Arbeitsleistungen.

NPD-Logik.

Eine Krankenversicherung sollten sie schon haben, die "Sklaven". Wir sind schließlich in der EU.

Nach gesunden Menschenverstand sollte medizinische Versorgung grundsätzlich unentgeltlich sein, immer, für jeden, und überall, dafür bedarf es keinerlei Versicherung.

Und zu verschenken haben die deutschen Krankenhäuser und Ärzte auch nichts.

Stimmt, die lassen sich lieber beschenken.
Herzlichst, ihre Pharma-Industrie.
 

Tinka

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Der reinste Fascho-Blöd-Zeitungs-Stammtisch!

Peinlich für ausgerechnet dieses Forum...



:eek:
 

Nimschö

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Was geht denn hier? Mal wieder "Antifaschistischer Reflexkampf" angesagt?

1. Es ist traurig, dass es so viele Menschen nötig haben ihr Heimatland zu verlassen um in der Fremde kargen Lohn und karges Brot zu finden.
2. Es ist ebenfalls eine Schande, dass die armen Schweine aus 1. "hier in der Fremde" dann mit "Glasperlen" bezahlt werden, also, für Löhne und zu Bedingungen arbeiten "dürfen", bei denen selbst die auch schon leidgewohnten Einheimischen "Nein, Danke" sagen würden( wenn sie es denn sanktionsfrei könnten).
3. Es ist imho geradezu Kriminell den Personen aus 1. nicht nur eine angemessene Bezahlung, sondern auch alle gängigen und hierzulande nahezu selbstverständlichen Sicherungen, wie KV usw. , zu verweigern.

Schimpft mich meinetwegen einen Nationalisten, was vom Wortsinn her vielleicht sogar stimmt, aber es muss doch im 21. Jhd. möglich sein in jedem Land einen Lebensstandard zu schaffen, der die dortige Bevölkerung auch dort hält. Mir kann keiner erzählen, dass all die Bulgaren, Rumänen, usw. gern und mit Begeisterung ihre Heimat verlassen um den Hiwi beim Bau irgendeines funkelnden Hochhauses, oder der Produktion von Produkten, die sie sich von ihrem Lohn nie selber werden leisten können zu spielen. Wenn wer in ein anderes Land geht, weil ihm das Land, die Kultur, die Landschaft, oder was auch immer gefällt ist dies eine Sache, aber das Heer an Tagelöhnern, das von Armut gepeitscht quer durch Europa getrieben wird ist nicht nur selber arm dran, sondern seine reine Anwesenheit als Verfügungsmasse an billigsten Arbeitskräften schädigt tatsächlich die Länder, in denen sich dieses Heer gerade befindet. Schädigt die lokalen Lohnstrukturen, die Arbeitslosenstatistik, Arbeitssicherheit, usw. usf. ... Das wollen die Wanderarbeiter selber nicht, aber sie werden( man könnte verschwörungstheoretisch der Theorie folgen "gezielt") dazu gemacht. Und damit kann man sie auch praktischerweise gleich pauschal als "die Bösen Parasiten" darstellen.

Perfide Story, GANZ perfide Story...
 
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Schimpft mich meinetwegen einen Nationalisten, was vom Wortsinn her vielleicht sogar stimmt, aber es muss doch im 21. Jhd. möglich sein in jedem Land einen Lebensstandard zu schaffen, der die dortige Bevölkerung auch dort hält.

Hübsche Idee. Aber leider nunmal Quatsch.

Von einem Lebensstandard wie die meisten Deutschen träumen die Bulgaren und Rumänen noch in 50 Jahren. Die Menschen in diesen Ländern haben "dank" der Kommunistischen Zwangsherrschaft eine gänzlich andere Entwicklung als wir erlebt. Das lässt sich nicht innerhalb weniger Jahre einfach so umkehren.

Es ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: die Arbeitgeber bei uns zahlen niedrige Löhne für Drecksarbeit - die Arbeitnehmer in Osteuropa sind - noch! - froh darum.

Natürlich wird es in einigen Jahren anders aussehen.
 

olivera

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Zitat von Nimschö
Schimpft mich meinetwegen einen Nationalisten, was vom Wortsinn her vielleicht sogar stimmt, aber es muss doch im 21. Jhd. möglich sein in jedem Land einen Lebensstandard zu schaffen, der die dortige Bevölkerung auch dort hält.

Hübsche Idee. Aber leider nunmal Quatsch.

Mit 'Quatsch' kann man jedes Argument abwerten, wenn man inhaltlich nichts entgegenzusetzen hat; meist folgt dann erst der wirkliche 'Quatsch'
...Es ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: die Arbeitgeber bei uns zahlen niedrige Löhne für Drecksarbeit - die Arbeitnehmer in Osteuropa sind - noch! - froh darum.

Natürlich wird es in einigen Jahren anders aussehen.

Jaja, 'Wandel durch Handel' , und das ganze Transformationgesülze...

Will Dir den Optimismus nicht nehmen, nur vorsichtig anfragen, ob es sich dabei nicht um bequemen 'Zweckoptimismus' handelt? Vom wegen status quo, und so... . Betrifft mich selber: Mit jeden Pfund Billig-Hack profitiere ich von der Ausbeutung auf deutschen Schlachthöfen. Bin leider (oder zum eigenen Glück?) nicht die heilige Johanna...

Will mal etwas weiter ausholen: Erinnert sich noch jemand an das 'Projekt der Moderne'? Unter anderem beinhaltete dieses Fortschrittskonzept, das (mit so Sachen wie Atomkraft zum Stillen des Energiehungers der Menschheit, Siegeszug der Schulmedizin zur Ausrottung von Infektionskrankheiten etc) westl. Leitbild der 50er und 60er Jahre war, die globale Beseitigung zumindest materieller Not (nicht unbedingt: Knappheit..) durch Technik, Wissenschaft, Bildung usw. Dahingestellt sei hier, ob es 'dem Kapitalismus' damit wirklich ernst war oder ihm nur als 'Maske' im Systemantagonismus diente: nach Wegfall der 'ideolog. Konkurrenz' (Alternative) regiert jedenfalls die Beliebigkeit der proklamierten Postmoderne in ihrer ach so neuen Unübersichtlichkeit, die ihre Apologeten von jeglicher Handlungsverpflichtung ggü der 'Menschheit' (Humanitas) befreit: Jeder sich selbst der Nächste, nach uns die Sintflut (nix mehr mit altbackenen 'kategorischen Imperativen'). Pax (anglo-)americana. Die EU ist so gesehen ein verzweifelter -oder zweifelhafter- Versuch, innerhalb dieses prinzipiell anarchischen, nurmehr vom Hegemon der letztverbliebenen 'superpower' beeinflussten Systems eine nach innen halbwegs homogene, jedenfalls genügend kohärente regionale Struktur mit kritischer Masse (wirtschaftl. Gewicht) als 'player' zu etablieren: deshalb Binnenmarkt mit Zoll- und Kapitalverkehrsfreiheit und Personenfreizügigkeit nach US-Vorbild. Das sozialstaatliche Erbe (West-)Europas empfand man dabei als eher hinderlich bzw als maximal soweit sinnvoll zu wahren, wie zur inneren Kohärenz des momentan 'noch' oder 'nur' supranationalen Gebildes erforderlich: das bekannte Europa der Eliten, nicht der Massen. Hase und Igel sind unterschiedlich abhängig - und unterschiedlich loyal- im Verhältnis zum 'Raum': Erstere sind mit dem (ihrem) Kapital grenzüberschreitend beweglich (bzw als juristische Personen überall zugleich), letztere (natürliche Personen) bleiben trotz AN-Freizügigkeit an die in idR nationalstaatlich organisierten sozialen Sicherungssysteme ihrer Herkunftsländer gebunden. Wer sich daraus zu befreien sucht, muss ein Wagnis eingehen.

Im Falle des verletzten Bulgaren hat sich ein solches Risiko realisiert - wer soll dafür haften (außer dem, gewisse Freiwilligkeit seiner 'Beschäftigungsaufnahme' vorausgesetzt, 'Hasardeur' selbst?), warum sollte sich die 'fremde' Solidargemeinschaft (Versicherte -> Kostenerstattung an KKH) für ein Nicht-Mitglied zuständig sehen? Wenn das KKH genauso wie im Fall des 'syr. Freiheitskämpfers' (vermutlich die Charité?) seine Rechnung aus politischem goodwill vom Außenminister beglichen bekäme (aus Steuermitteln), käme als nächstes 'der Steuerzahler' und verlangt Ersatz: wahlweise vom Herkunftsland, oder von demjenigen, der von der Risikobereitschaft des Bulgaren profitiert hat: seinem Arbeitgeber (fände ich die richtige Vorgehensweise). Der aber zieht sich entweder auf den unternehmerfreundlichen Schutz des AÜG (SklavereiRichtlinie) zurück, oder wird von den zuständigen Behörden (Zoll) 'geflissentlich' übersehen (-> Korruption; OLAF kann man auch 'knicken'). Natürlich ist das alles politisch nicht anders gewollt, die korrupten Verhältnisse in den armen EU-Ländern korrelieren da mit denen in den reicheren. (Mit Ausnahmen wie etwa Ungarn - schonmal von ungarischen 'Fremdarbeitern' hier gehört? Eben... Es wird aber von der hiesigen Presse nichts versäumt, den ungarischen 'Nationalismus' als undemokratisch bis rassistisch zu brandmarken - könnte es sein, dass der auch etwas damit zu tun hat, sich dem KonzernImperialismus der Alt-EU-Länder, besonders Deutschland, aber auch Österreich, zu widersetzen?)

Deshalb wäre zB ein europäisches (um von einem weltweiten nicht zu reden) BGE (zur Einführung meinetwegen in Höhe dessen, was im 'ärmsten' Land angemessen ist, mit sukzessiver Steigerung) ein Ansatz, dem 'Armutstourismus' in all seinen negativen Begleiterscheinungen vorzubeugen. Ohne Bereitschaft zum Teilen (von Geld, Land, Kultur) auf Seiten aller Beteiligten (ob man es glauben will oder nicht: auch Deutsche erfahren in Europa 'Diskriminierung', zB Rentner, die sich im Ausland niederlassen wollen, aber nicht reich genug sind, um lokalen Potentaten 'Tribut' zu entrichten) wird das allerdings nichts.
 
E

ExitUser

Gast
Erst der Zusammenbruch des Comecon+ der SU und die nachfolgende neoliberale 'Reformpolitik' mit Inflation hat insbesondere Bulgarien ruiniert+ viele Menchen verarmen lasse. Die kollektive Landwirtschaft wurde zerschlagen sowie die z.B im Comecon führende Software Industrie als Zulieferer für die russische Raumfahrt...

Damals exportiere Bulgarien Lebensmittel + (fast)jeder hatte sein Auskommen - die sozialen Probleme waren wesentlich geringer als heute...

(Ich bitte Tinka um Erklärung was mein Beitrag 'faschistisch' macht?? Danke !)
 
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