EU Rente wird das dritte mal verlängert mit der Empfhehlung für eine Tagesstätte

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Markus Gold

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Hallo,
meine volle EU-Rente soll jetzt zum dritten mal verlängert werden. Davor 1 Jahr, jetzt 2 Jahre und dan nochmal um 1 bis 2 Jahre.
Wurde neulich untersucht. Dauerte eine Viertelstunde. Ich wollte eine dritte Berufliche Reha machen. Er meinte, ich sei noch zu unsicher.
Habe auch schon zwei berufliche Rehas versucht und landete beide male in der Psychiatrie. Meine Hauptdiagnose ist Sucht. Fast 20 Jahre
täglicher Konsum. Bin dank einer Selbsthilfegruppe bzw. mehrerer seit dreienhalb Jahren clean und versuche so langsam auf diesem Planeten
zu landen. Habe auf meinen eigenen gelebt. Über eine zusätzliche neurologische Diagnose streiten sich die Gelehrten. Die letzte war jetzt eine
soziale Phobie. Davor eine manirierte Katatonie. Gutachter empfiehlt der RV eine Tagesstätte/ Behindertenwerkstatt. Hat er mir gesagt. Bescheid steht noch aus.
Kann man mich dazu verpflichten? Habe recherchiert, dass das nicht der Fall ist. Bin 80% schwerbehindert unbefristet. Ich bekomme zur Zeit HLU.
Bin Aufstocker und 45 Jahre alt. Überlege jetzt was ich mache. Alle Optionen sind auf dem Tisch. Ist es ratsam einen Antrag auf medizinische Reha zu stellen?
Stimmt es, dass die EU-Rente bei jeder Weiterbewilligung neu berechnet werden muss? Habe ich recherchiert.
Für mich zählt doch in bezug auf einen 450 € Job das SGB XII oder das Rentenrecht oder beide? Wie gesagt, ich denke über alle Optionen nach, die ich jetzt habe.
Eigentlich habe ich sogar mehr Optionen als wenn ich nicht weiter berentet wäre. Ist vielleicht sogar besser. Wobei ich auch gerne gehört hätte, dass ich kerngesund bin und
wieder ins Arbeitsleben entlassen werden kann. Muss das halt irgendwie verarbeiten ohne Suchtmittel zu konsumieren. Das steht über allem.
Ich gebe zu ich habe gar keine Frage gestellt oder auch mehrere. Das sagte der Arzt auch. Ich bin ambivalent.
Aber vielleicht möchte ja jemand dazu etwas schreiben. Würde mich freuen.

Grüße, Michael
 

kge

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Kann man mich dazu verpflichten?

Nein, es gibt keinen Werkstatt- oder Tagesstättenzwang. Beides soll dir vornehmlich ein Gemeinschaftsgefühl, Freude an Arbeit sowie einen Tagesrhythmus vermitteln. In beiden Fällen würdest du eine Aufwandsentschädigung erhalten, die unterschiedlich hoch ist, dir aber keine Unabhängigkeit vom Staat ermöglicht.

Für mich zählt doch in bezug auf einen 450 € Job das SGB XII oder das Rentenrecht oder beide?

Na ja, es gelten die Anrechnungsregeln für die HLU. Nach meinen Informationen wird dir von deinem Lohn 30% angerechnet. Offensichtlich gelten für Werkstätten andere Anrechnungsregeln, aber da kenne ich mich nicht aus. Außerdem ist in dem Zusammenhang zu beachten, dass die Aufwandsentschädigung in einer Werkstatt niedriger ist als ein normaler Lohn.

Wenn du daran interessiert bist, ins Arbeitsleben wiedereinzusteigen, würde ich einen kleinen Nebenjob empfehlen, sofern du einen findest. Werkstätten und Förderstätten bereiten nicht adäquat auf das Erwerbsleben vor, sondern sollen dich therapieren und belastbar machen. Das kannst du mit einer "normalen" Arbeit + begleitender Therapie aber wahrscheinlich besser.
 

gila

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Mein Töchterlein (auch aus Sucht, Manien und Borderline heraus) bezieht seit einiger Zeit auch eine kleine befristete EM-Rente und stockt diese über die Grundsicherung (HLU) auf. Nebenbei hat sie einsog. "Persönliches Budget" - sprich einen bestimmten Betrag zusätzlich zur Verfügung, mit der sie ihre Sozialarbeiterin finanziert, die sie wöchentlich und bei Bedarf betreut und auch bei Behördensachen hilft, ebenso kann sie Hilfen von Bekannten und Freunden damit zahlen, die Unterstützungen leisten wie bei Einkauf helfen, Ausflüge machen als Begleitung, Hilfe beim Putzen,
Sportverein etc.

Das war nach dem Cleanwerden eine gute Unterstützung - nun ist sie nach Jahren auch soweit, dass sie sich wieder erproben will, erstmal mit einem Minijob - ein wenig Taschengeld kann man ja behalten.
Der Minijob muss dem Rententräger und dem Sozialamt gemeldet werden - aber wenn man das auch
nicht schafft, ist es kein Problem, wieder aufzuhören. Das Budget kann angepasst werden auf den jeweiligen aktuellen Bedarf - allgemein findet nach 1 Jahr, spätestens nach 2 eine"Budgetkonferenz" statt, in der der weitere Hilfeplan erläutert wird.

Erkundige dich auch mal nach Alternativen zu einer Tagesstätte, in der du dich "erproben" kannst.
Verschiedentlich gibt es Berufsförderungswerke, Reha-Einrichtungen etc. - speziell für psych. Erkrankte.

Schau mal ob es in deiner Umgebung sowas gibt:
» Psychisch Erkrankten eine bessere Perspektive für den Neustart ins Arbeitsleben geben

Berufsfindung/Arbeitserprobung für psychisch erkrankte Menschen - Berufsförderungswerk Dresden

https://www.bmas.de/DE/Themen/Teilhabe-Inklusion/Persoenliches-Budget/persoenliches-budget.html
 
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