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EU-Rente gekürzt und schwanger. Was nun?

Epim

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#1
Hallo,
zu erst hoffe ich das ich hier richtig bin.
Habe folgendes Problem:

Bekomme eigentlich seit 2008 bis 2015 EU-Rente wegen voller Erwerbsminderung. Habe aber gestern ein Schreiben bekommen das es auf Teilminderung gestuft wurde. Woher das plötzlich kommt weiß ich nicht.
Jetzt ist es so das ich schwanger bin und im August in Mutterschutz gehe. Das heißt bewerben brauche ich zum jetztigen Zeitpunkt nicht, da mich eh keiner Einstellen wird. :icon_frown: Das Geld das ich bekomme reicht aber grad für die Miete und die Nebenkosten.

Nun meine Frage. Wie verfahre ich weiter? Was kann ich beantragen und an welches Amt kann ich mich wenden?
Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte den Staat nicht ausnutzen und auf der faulen Haut liegen. Aber ich sehe als Hochschwangere für mich auf dem Arbeitsmarkt im Moment keinen Platz. Nach dem Mutterschutz suche ich mir natürlich was, aber wie kann ich die Zeit überbrücken?

Vielen Dank schon mal
Epim
 

saurbier

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#2
Hallo Epim,

die Frage wer der letzte Leistungsträger vor deiner vollen EMR war, ist dazu zuerst zu beantworten, weil es gäbe unzählige Möglichkeiten.


Gruss saurbier
 

Epim

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#3
Bin Vollzeit arbeiten gegangen, wurde krank und bekam dann nach 6 Wochen Krankengeld von der Krankenkasse. Als das auslief bekam ich die Rente.
Lg
 

gelibeh

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#4
Habe aber gestern ein Schreiben bekommen das es auf Teilminderung gestuft wurde. Woher das plötzlich kommt weiß ich nicht.
Das würde mich auch interessieren. Wie können die so etwas denn ohne Gutachten feststellen?
 

Epim

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#5
Also ich war bei keinem Gutachter oder sonst wem :icon_question:
Vielleicht haben die Arztbriefe angefordert? Aber bei mir hat sich meines Wissens nichts geändert, hätte ich ja auch als erstes gemerkt :icon_hihi:
 

Doppeloma

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#6
Hallo Epim,

Bekomme eigentlich seit 2008 bis 2015 EU-Rente wegen voller Erwerbsminderung. Habe aber gestern ein Schreiben bekommen das es auf Teilminderung gestuft wurde. Woher das plötzlich kommt weiß ich nicht.
Was heißt "ein Schreiben" ... wenn man dir die volle EM-Rente (vor Ablauf der aktuellen Befristung) auf teilweise EM heruntersetzen will, dann ist dafür ein amtlicher Bescheid mit entsprechender (medizinischer) Begründung notwendig.

Darauf kann man Widerspruch einlegen (ist dieser Hinweis enthalten ???) und die maßgeblichen Unterlagen (Akteneinsicht nach § 25 SGB X) anfordern, die zu dieser Entscheidung geführt haben sollen ...

So einfach "aus einer Laune heraus" geht das rechtlich nicht, die müssen dir schon schriftlich begründen, wie sie (ausgerechnet jetzt) darauf kommen, dass du nicht mehr voll EM sein sollst.

Jetzt ist es so das ich schwanger bin und im August in Mutterschutz gehe.
Voll-EM-Rentner haben keinen "Mutterschutz", oder hast du neben der EM-Rente gearbeitet ... ab wann soll denn die Kürzung gelten ???

Das heißt bewerben brauche ich zum jetztigen Zeitpunkt nicht, da mich eh keiner Einstellen wird. :icon_frown: Das Geld das ich bekomme reicht aber grad für die Miete und die Nebenkosten.
Auch bei einer teilweisen EM-Rente brauchst du dich (normalerweise) nicht bewerben, egal ob du schwanger b
ist oder nicht ... für die Vermittlung in einen "leidensgerechten /versicherungspflichtigen" Teilzeitjob (entsprechend deinem Restleistungsvermögen) wäre die AfA zuständig.

Wenn sich da nichts finden lässt, käme die Bewilligung der vollen EM-Rente als "Arbeitsmarktrente" in Frage, das läuft üblicherweise automatisch ab ... nur wäre aktuell wirklich erst mal zu klären, aus welchen medizinischen Gründen man die Rente überhaupt verändert hat.

Du schreibst, dass du nur Miete und Nebenkosten zahlen kannst aktuell, wovon lebst du denn sonst noch ... mit einer offiziellen teilweisen EM-Rente wäre das JobCenter zuständig dir zusätzlich ALGII /Hartz 4 zu zahlen ... das wäre auch gültig wenn man dir eine "Arbeitsmarktrente" bewilligen würde.

Denn rein theoretisch bist du ja dann mindestens für 3 Stunden täglich als Erwerbsfähig anzusehen ... :icon_daumen:

Nun meine Frage. Wie verfahre ich weiter? Was kann ich beantragen und an welches Amt kann ich mich wenden?
Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte den Staat nicht ausnutzen und auf der faulen Haut liegen.
Geh mit deinem Bescheid von der DRV zum zuständigen JobCenter und beantrage dort Leistungen für dich und dein bald vorhandenes Kind, du hast auch Anspruch auf einen Zuschlag wegen der Schwangerschaft und Unterstützung für die Erstausstattung für das Baby.

Stelle ALLE Anträge unbedingt nur schriftlich und lass dir die Abgabe dort immer bestätigen, zusätzlich solltest du daran denken umgehend das Kindergeld zu beantragen sobald dein Kind auf der Welt ist, das wird allerdings beim JC angerechnet, deine EM-Rente ebenfalls aber du bekommst dann den Fehlbetrag für deinen /euren Lebensunterhalt dazu.

Man wird natürlich auch nach dem Vater des Kindes fragen, der wäre ja zumindest für das Kind aber aktuell auch für dich Unterhaltspflichtig, solltest du mit ihm zusammen leben muss er dort auch alles nachweisen, wie es um seine Einkünfte bestellt ist usw.

Dann seid ihr eine Bedarfsgemeinschaft und es wird erst geprüft, ob er nicht den Unterhalt übernehmen kann ... ehe das Amt was zahlen würde ...

Aber ich sehe als Hochschwangere für mich auf dem Arbeitsmarkt im Moment keinen Platz. Nach dem Mutterschutz suche ich mir natürlich was, aber wie kann ich die Zeit überbrücken?
wie ich es beschrieben habe, ist das JobCenter jetzt für dich zuständig und parallel solltest du die Hintergründe für die Veränderung in deiner EM-Rente klären ... für einen Widerspruch hast du einen vollen Monat Zeit ...

Ob deine Ärzte irgendwie befragt wurden lässt sich ja ganz einfach durch Nachfragen klären und deine geäußerte Bereitschaft nach dem Mutterschutz Arbeit suchen zu wollen, lässt ja auch darauf schließen, dass es dir offenbar gesundheitlich wieder besser geht ...:icon_kinn:

Beim JobCenter kannst du bis zum 3. Geburtstag des Kindes auch "Elternzeit" nehmen, dann lassen die dich mit Forderungen (nach Bewerbungen) zunächst in Ruhe ... in dieser Zeit kann man dir nur wünschen, dass sich was ergibt für dich auf dem Arbeitsmarkt ... denn sonst wird man schnell zum "Dauer-Sozial-Fall" auch wenn man das nicht vor hatte ...

Du solltest also auch unbedingt schnellstens einen KiTa-Platz beantragen in deiner Nähe, es sei denn du hast dann später eine andere sichere Betreuungsmöglichkeit, damit du überhaupt an Berufstätigkeit denken kannst, muss ja zunächst das Kind versorgt sein...

Alles Gute für deine /eure Zukunft!

MfG Doppeloma
 
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