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EU-Rente aufgrund fehlender Pflichtbeiträge zum 2. Mal abgelehnt

InExtremo

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#1
Sehr geehrte Foren-Mitglieder,

ich hoffe Sie können mir weiterhelfen. Meine Mutti (Jahrgang ´57) hat COPD Grad IV seit 2007.
Damals war Sie in der Selbstständigkeit (seit 2006, vorher ununterbrochen im Einzelhandel voll beschäftigt ) und musste dann diese, aufgrund der Diagnose, aufgeben. Sie hatte keine Beiträge in die Rentenversicherung gezahlt( 2006-2010) aber freiwillige Beiträge AlG 1( 2010 Stand: gesicherte Anspruch AlG 1 für 1,5 Jahre)
Hier einige Daten:
*Krankengeld von Okt. 2010 - April 2012
- Eu Rente Anfang 2012 beantragt, Ablehnung aufgrund fehlender Pflichtbeiträge
*Mai 2012 - Juni 2012 kein Geld (weder KG noch AlG 1 od. 2) aufgrund der Erwerbsminderung
*Schwerbehinderung 80 % seit Mai 2013
*Juli 2013 beim Arbeitsamt arbeitsuchend gemeldet (Amtsärztliche Stellungnahme 3-6 h)
*Juli 2013 - Juni 2014 AlG 1
*Juli 2014 - April 2015 FAW-Ausbildung
*Mai 2015 - jetzt Krankengeld (schwere Wirbelbrüche und Verschlechterung des Allgemeinzustandes)
*Nov 2015 Kur/ Reha über Rententräger
*Jan 2016 Aufforderung Rententräger Beantragung EU-Rente

Durch Krankenhausaufenthalte konnte der Termin bei der Deutschen Rentenkasse erst im März wahrgenommen werden.
Die Beraterin meinte noch, sie müsste nicht mal zum Arzt und errechnete sogar schon die Höhe der EU-Rente. Wie gesagt, Rente im März über diese Beraterin beantragt.
Am Montag dann der Schock:

EU-Rente abgelehnt aufgrund dauerhafter Erwerbsminderung seit Oktober 2010 und damit wären die 36 Monate Pflichtbeiträge innerhalb der letzten 5 Jahre vor Eintritt nicht erfüllt.

Bitte helfen Sie mir, meine Mutti hat das ganze nicht verkraftet und liegt momentan auf ITS.
Was kann man tun, ich bin ratlos!
 

axellino

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#2
Hallo InExtremo :wink:

Auch wenn es Dir jetzt nicht weiterhelfen wird, aber hier sollte man als Laie nicht alleine weitermachen.
Zur Fristwahrung würde ich empfehlen, formlos Widerspruch einlegen und Begründung wird dann nachgereicht.

Deine Mutter sollte versuchen einen Beratunshilfeschein beim Amtsgericht zu bekommen und dann übergebt ihr das ganze an einen Fachanwalt für Sozialrecht, da ist das für alles weitere, besser aufgehoben.
 

geis1919

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#3
Normal müssen von den letzten 5 Beitragsjahren mindestens 36 Monate mit Pflichtbeiträgen wegen einer beitragspflichtigen Beschäftigung belegt sein.

Es gibt da aber eine Ausnahmeregelung:

Wer vor dem 31.12.1983 bereits die Wartezeit von 5 Jahren erfüllt hatte und danach (ab 01.01.1984) lückenlos für jeden Monat Beiträge (auch bei Arbeitslosigkeit, Krankengeld, meines Wissens auch freiwillige Beiträge? usw.) einbezahlt hat, der kann durch monatliche Weiterzahlung auch mit freiwilligen Beiträgen (damit kein Monat Lücke entsteht) diese Voraussetzung (ohne die 36 Monate Plichtbeiträge in den letzten 5 Jahren) zur Erhaltung der Anwartschaft einer Erwerbsminderungsrente aufrecht erhalten. Dabei genügt die Zahlung monatlicher freiwilliger (Mindest-) Beiträge. Wichtig ist eben nur, dass kein einziger Monat Lücke entsteht!

Bei mir traf diese Ausnahmeregelung zu, da ich ab 15.09.1974 lückenlos bis zur Bewilligung der EWM-Rente mit Beiträgen belegen konnte.

Bei mir endete das Arbeitslosengeld I Mitte Oktober 2013 und ich hatte vor dem Ende vom ALGI bei der DRV einen Antrag auf freiwillige Mindest-Beitragszahlung ab November 2013 bis zur Bewilligung meiner vollen Erwerbsminderungsrente (nach positiven Ausgang für mich beim Rentenstreit mit der DRV im September 2014 beim Sozialgericht) weiterbezahlt. Danach habe ich die freiwilligen Beitragszahlungen wieder beendet.

Dies hatte ich auf der Online-Seite der DRV unter freiwillige Beiträge gelesen.

Ob man rückwirkend freiw. Beiträge noch zur Lückenfüllung nachbezahlen kann, das weiß ich nicht, aber fragen kostet ja nichts ... Im Falle einer Mitgliedschaft bei einem Sozialverein würde ich mich dort hinwenden, ansonsten würde ich mich evtl. bei einem Fachanwalt beraten lassen.

Ich hoffe, dass ich weiterhelfen konnte!

LG geis1919
 
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