EU Rente,Antrag ALG II auf minderjährige Tochter/Leistungen?

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HappyDiddls

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Hallo,

ich bin neu hier und bräuchte dringend einen Rat bezüglich der Ansprüche die uns zustehen.

Zum Sachverhalt:

Ich bekomme seit einem halben Jahr EU-Rente auf Zeit (bis April 2010) wegen voller Erwerbsminderung. Bis Ende Juni haben ich und meine zwei Kinder ergänzend Sozialhilfe bekommen. Da meine Tochter nun 15 Jahre geworden ist, mußte ich ALG 2 auf ihren Namen beantragen. Die Sozialhilfe ist zum 30.6. weggefallen.
Die Höhe der Sozialhilfe betrug bisher monatlich 271 Euro zzg. monatlichen Nachzahlungen (70 bis 140 Euro) da mein Verdienst aus einem 400 Euro Job sehr schwankend ist.
Unsere Sachbearbeiterin bei der ARGE teilte mir nun telefonisch mit, daß wir nur noch einen Anspruch von insgesamt 175 Euro monatlich hätten, wobei diese von einem Hinzuverdienst von nur 300 Euro ausgegangen ist, das Sozialamt hatte 400 Euro kalkuliert.
Kann es denn sein, daß unser Anspruch so gering ist weil ich in der BG als nicht erwerbsfähige Sozialgeld bekommen soll?

Ich werde aus den ganzen Gesetzestexten nicht richtig schlau, einerseits erliest es sich so, daß das Sozialgeld der Sozialhilfe gleichgestellt ist, aber wie sieht es in meinem Fall z. B. mit dem Mehrbedarf für alleinerziehende aus? Wie hoch wäre mein Regelsatz als nicht erwerbsfähiges Mitglied der Bedarfsgemeinschaft? Fragen über Fragen. Ich war eigentlich davon ausgegangen, daß wir ca. die gleichen Leistungen von der Arge bekommen wie vorher vom Sozialamt.

Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.

Hier noch eine Zusammenfassung unseres monatlichen Einkommens:

EU-Rente wegen voller Erwerbsminderung: 672 Euro
Nebenverdienst sehr schwankend zwischen 150 und 300 Euro
Kindergeld für zwei kinder (15 J. u. 13 J.)
kein Unterhalt oder Unterhaltsvorschuß für die Kinder
Miete kalt: 350 Euro
NK: 120 Euro
Heizung (Nachtspeicher) Gesamtausgabe monatlich für Strom/Heizung/Warmwasser 170 Euro

LG Happy
 

HappyDiddls

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Hallo,

da bin ich schon wieder, habe soeben den Bescheid/Brief der Arge erhalten. Er enthält einen Berechnungsbogen und die Aufforderung Wohngeld zu beantragen innerhalb von 14 Tagen. Ich hatte das alles schon im April für Juli beantragt und dann fällt denen das jetzt ein? Jetzt stehen wir ohne das fehlende Geld da.

Der Berechnungsbogen enthält meiner Ansicht nach einige Fehler.

Dort wird meine Tochter als Antragsteller (ist sie ja auch) mit dem vollen Satz von 100 % (359 euro) aufgeführt. Dazu kommt mein Sohn mit 251 Euro Sozialgeld und ich mit dem vollen Satz von 359 Euro.

Das dürfte der erste Fehler sein, meine Tochter dürfte doch eigentlich nur 80 % ( 287 Euro) bekommen weil sie 15 Jahre ist.

Dadurch daß meine Tochter quasi als Erwachsene aufgeführt ist, wurde nur ein alleinerziehenden MB für ein Kind in Höhe von 12 % ( 43 Euro) berechnet.

Das dürfte doch so auch nicht stimmen, oder hab ich da nen Denkfehler?

Ebenso ist mir aufgefallen, daß meine Sachbearbeiterin wieder völlig zu geringe Heizkosten veranschlagt hat, nämlich nur 38 Euro, die hatte ich mal vor unserem Umzug mit einer Gasheizung. Sie weiß aber genau, daß ich zwischenzeitlich über Nachtspeicher heize und entsprechend mehr Heizkosten anfallen. Ein Kollege meiner Sachbearbeiterin hatte mir bei einem Termin schonmal nach Rücksprache mit den Stadtwerken ausgerechnet, daß uns hier Heizkosten in Höhe von 102 Euro monatlich zustehen.

Zum Schluß sehe ich dann in dem Bescheid, daß ich aus meinem Nebenjob welcher mit 300 Euro berechnet wird keinen Freibetrag mehr habe. Die 300 Euro sind komplett angerechnet. Ende vom Lied, ein Anspruch für uns alle von angeblich nur 172,91 Euro.

Hab ich nun Recht, daß hier einiges falsch ist oder kann das tatsächlich alles so stimmen??

Ach so, zu dem Regelsatz meiner Tochter ist noch zu sagen, daß am Ende der Berechnung bei ihr 72 Euro als sonstiges Einkommen wieder abgezogen werden. Die 72 Euro sind die Differenz zu dem Regelsatz von 80 % der ihr eigentlich zusteht.

Da soll noch ein Mensch durchblicken.


Ich habe nun eben jemandem im Service-Center der Arge erreicht. Die Heizkosten werden nochmal überprüft und auch mein Freibetrag vom Nebenverdienst müssen mit eingerechnet werden. Ob wir dann Anspruch auf ALG 2 haben sollen wir abwarten und Mittwoch nochmal anrufen. Toll.
Auf meine Frage wegen der Behandlung meiner Tochter als Erwachsene sagte man mir, das müsse so sein, da sie ja jetzt Antragsteller ist, da tuts nichts zur Sache ob sie erst 15 ist oder nicht, also wäre das korrekt auch daß dadurch der Mehrbedarf für alleinerziehende für sie wegfällt.

Ich kanns kaum glauben, kann das wirklich korrekt sein? Minderjährig ist doch minderjährig und schulpflichtig kommt ja noch hinzu und trotzdem fällt sie als Kind aus der BG raus!

HILFE!!!!

LG Happy
 

Mario Nette

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Also das ist so verwirrend. Um das zu entwirren, würde ich einen ganz simplen Widerspruch machen: "Hiermit widerspreche ich Ihrem Bescheid vom XX.XX.XXXX. Begründung: Der Bescheid ist nicht nachvollziehbar. Die Berechnungsgrundlagen sind nicht ersichtlich."

Mario Nette
 
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