EU-Kommission will europaweit Löhne senken

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wolliohne

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  1. Lohnkürzungen, Entlassungen, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen – die Menschen in Europas Krisenländern trifft die Kürzungspolitik hart. Der Mindestlohn in Griechenland wurde z.B. um 22 %, bei Jugendlichen sogar um 33 % gesenkt. Die Auflagen der Troika haben hier die Arbeitskosten zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer massiv gesenkt (siehe Grafik). Doch auch Beschäftigte anderer Länder sind bedroht: Im Schatten der Krise arbeitet die EU-Kommission an einem Abbau der Arbeitnehmerrechte in ganz Europa. Selbst die in Deutschland und anderen EU-Ländern verfassungsrechtlich garantierte Tarifautonomie nimmt Brüssel ins Visier – also das Recht von Beschäftigten und Gewerkschaften, Löhne und Arbeitsbedingungen frei von staatlichem Einfluss auszuhandeln. Die europäischen Verträge legen zu Recht fest, dass die EU in Fragen des Arbeitsentgelts keine Kompetenz hat. Zu unterschiedlich sind die Arbeitssysteme innerhalb der EU. Dennoch mischt sich die EU-Kommission seit Ausbruch der Krise in der Eurozone immer stärker in die Belange der Tarifpartner ein. Ihr Ziel: Die Löhne sollen in ganz Europa sinken oder langsamer steigen. Je besser die Bedingungen für die Arbeitgeberseite, desto „beschäftigungsfreundlicher“ die Politik, so das Motto. Die wirtschaftspolitische Abteilung der Kommission hat jüngst konkret aufgelistet, was sie für „beschäftigungsfreundlich“ hält: „Reformen“, die den Geltungsbereich von Tarifverträgen reduzieren, die Tarifverhandlungen zunehmend auf die betriebliche Ebene verlagern und die – so wörtlich -„insgesamt zu einer geringeren Verhandlungsmacht der Gewerkschaften führen“. Seit einigen Jahren sorgt die EU-Politik für wachsenden Druck auf Gewerkschaften und Löhne. Mit dem Euro-Plus-Pakt verpflichteten sich die EU-Staaten dazu, die Lohnkosten nur langsam steigen zu lassen. Auch der Grad der Zentralisierung von Lohnverhandlungen soll „überprüft“, also verringert werden. Der Maßstab für die Lohnentwicklung wäre dann nicht mehr die gesamtwirtschaftliche, sondern die betriebliche Produktivität. Flächentarifverträge sollen durch betriebliche Abkommen ersetzt werden. Das Kalkül dahinter: Zusammenhalt und Macht der Beschäftigten schwächen und niedrigere Lohnabschlüsse erzwingen. Mit dem „Mechanismus gegen Makroökonomische Ungleichgewichte“ wurden per Gesetz Obergrenzen für die Lohnstückkosten festgelegt: Steigen die Löhne in einem Land nach Ansicht der EU-Kommission zu schnell und unternimmt die jeweilige Regierung nichts dagegen, drohen hohe Geldstrafen. Diese Politik wird jetzt fortgesetzt: eine „tripartite Lohnbeobachtungsgruppe“ – bestehend aus Arbeitgebern, Kommission und Gewerkschaften – soll nun die Lohnpolitik der EU-MitSgliedsstaaten „koordinieren“. Für die Gewerkschaften aber gilt: Die Tarifautonomie muss verteidigt werden. Wenn die Kommission künftig über Lohnhöhe und Arbeitsbedingungen mitbestimmt, freuen sich allenfalls Aktionäre und Arbeitgeber. Der Großteil der Menschen würde hingegen unter sinkenden Einkommen leiden.
    Quelle: DGB [PDF - 130 KB]
  2. Elend wird verdrängt
    Knapp ein Viertel der EU-Bürger von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. In der Öffentlichkeit nimmt man das kaum zur Kenntnis.
    Quelle: Junge Welt
 
E

ExitUser

Gast
ist ja klar das die das wollen
nicht nur in deutschland wird die kürzungsaktion gemacht mit hartz4 unterstützt
sondern nun in der ganzen EU
weil grosse firmen in der EU verteilt niederlassungen haben und verdiehnen wollen statt geld auszugeben

war nur eine frage der zeit wann die EU ihr wares gesicht zeigt
 

EyeODragon

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Genau, die bösen Arbeitnehmer sollen kräftigst zurückstecken, während die Gewinne weiter steigen, das grenzt schon an Hochverrat, wenn die EU solch eine Idee präsentiert, das wäre schon abscheulich, wenn das lediglich unsere Volkstreter in Berlin vorschlagen würden.

Vor allem wüsste ich nicht, wie man z.B. in Osteuropa noch weiter zurückstecken sollte, dann hat man ja weniger als nichts. Spanien und die betroffenen Länder mit hoher Arbeitslosigkeit, die sind schon sehr weit unten, da ist nix mit senken...

Solche Vorschläge kommen aber, da die Wirtschaft und Industrie extrem tief in der Politik verwurzelt ist und wird unter Krokodilstränen verkündet, das nur solch eine Lösung helfen kann, während man nach der Rede sich auf die Schenkel klopft und die Champagnerkorken knallen lässt.
 

Roter Bock

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Das zeigt deutlich, das sich jedes Volk auf sich besinnen sollte. Die EU gehört abgeschafft. Sie ist zum verlängerten Arm der Wirtschaft geworden.

Roter Bock
 
E

ExitUser

Gast
Das zeigt deutlich, das sich jedes Volk auf sich besinnen sollte. Die EU gehört abgeschafft. Sie ist zum verlängerten Arm der Wirtschaft geworden.

Roter Bock


das war sie schon von anfang an
und ist es nicht erst geworden
warum wohl wurde EU geschaffen ? garantiert nicht das es den bürgern dann besser gehn wird ^^
 
X

xyz345

Gast
Damit die Angelsachsen und die Sachsen wieder vereint beim Angeln sind.
Damit die Franken und die Franzosen wieder gemeinsam süffeln können.

:icon_mrgreen:
 

hemmi

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Was sich in Deutschland gegen ein paar harmlose Demonstraten sehr leicht durchsetzen ließ, kann in anderen Ländern zu Volksaufständen führen.
Monsieur Hollande macht gerade erste Erfahrungen mit seiner Cola-Steuer, noch harmlos, würde er sich am Mindestlohn vergreifen wären seine Tage wohl gezählt.:biggrin:
 
M

Minimina

Gast
Das die Taten der EU-Schreibtischtäter ungeheuerlich sind ist ja nix neues, aber was mich ärgert ist wenn solche Kritik ohne daß Taten folgen von den Gewerkschaften, wie hier dem DGB moniert werden.

Die Gewerkschaften haben sich in den letzten 20 Jahren nicht grade mit Ruhm bekleckert und sind imho für die Zustände auf dem Arbeitsmarkt mit verantwortlich.

LG MM
 

Erolena

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Wenn die EU etwas negatives für die Arbeitnehmer beschließt, dann steckt ziemlich sicher die deutsche Regierung und die deutsche Wirtschaft dahinter.
 
I

igelchen

Gast
Wenn die EU etwas negatives für die Arbeitnehmer beschließt, dann steckt ziemlich sicher die deutsche Regierung und die deutsche Wirtschaft dahinter.
man muß sich fragen
wer oder was
IST EU
denn eigendlich? ein zusammenschluß demokratischer,europäischer LÄNDER
in richtung frieden und wohlstand wohl nicht.
den BEWEIS
FÜÜÜÜR
soche bestreben sind die EU :) :) :)
immer noch schuldig und werden das wohl bleiben.
DEUTSCHEN regierungen kann man alles zutrauen,muß man sogar.
SIE WÜRDEN DOCH NICHT????
DOCH
SIE
WÜRDEN.
 
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