Etwas sehr hilflos - evtl. GruSi beantragen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

truedevil

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Hallo zusammen

Ich, bzw mein Großvater hat ein mega Problem.

Mein Großvater (75, Rentner) bezieht seit etwa 2000 Rente.
Da er nun schwer Herzkrank ist, liegt er zur Zeit im Krankenhaus im künstl. Koma.


Durch seine jetzige Krankheit erfuhr ich, dass er nicht krankenversichert ist. Und das schon seit eintritt in die rente, da laut KK und Rentenanstalt die Versicherungsjahre nicht ausreichend sind.

Ich bin im moment sehr ratlos,

Ich dachte mir, GruSi beantragen, dann wird er normal auch versichert.
Finanziell bekommt er 856 Euro Rente, muss einen Kredit abbezahlen, hat aber eine kleine LV (Rückkaufwert ca. 2500), muss miete usw bezahlen.


Kann mir da einer helfen?
 

Wutbuerger

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Wo war der Großvater denn vorher versichert ? Da hätte er eigentlich wenigstens eine freiwillige Mitgliedschaft abschließen müßen .Ich weiß nicht wie weit das Pflichtversicherungsgesetz zurück greift , aber ich habe für 4 Jahre rückwirkend zahlen müssen ---machte ca 8000 euro - immernoch billiger als die jetztige Behandlung .Oder glaubst du heute Grusi beantragen , Fall erledigt ?
Gibt es eine Vorsorgevollmacht ? Wenn nicht ist die Frage wer heute überhaupt einen solchen Antrag stellen könnte .
Ich wünsch euch viel Glück .
 

truedevil

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Wo war der Großvater denn vorher versichert ? Da hätte er eigentlich wenigstens eine freiwillige Mitgliedschaft abschließen müßen .Ich weiß nicht wie weit das Pflichtversicherungsgesetz zurück greift , aber ich habe für 4 Jahre rückwirkend zahlen müssen ---machte ca 8000 euro - immernoch billiger als die jetztige Behandlung .Oder glaubst du heute Grusi beantragen , Fall erledigt ?
Gibt es eine Vorsorgevollmacht ? Wenn nicht ist die Frage wer heute überhaupt einen solchen Antrag stellen könnte .
Ich wünsch euch viel Glück .
Da er gearbeitet hat, denke ich mal bei der AOK. Ich hab früher auch mal ne KK von der AOK bei ihm gesehen.
Ich denke mal, das mit der freiwilligen versicherung wusste er nicht - und mir wurde auch jetzt erst bekannt, dass er nicht versichert ist.

Ich dachte mir: GruSi beantragen, er wird versichert. Versicherung fordert die Beiträge bis, ich glaub 2007, zurück. Wir beantragen bei der Versicherung Ratenzahlung. Er zahlt raten.

???

Ja, eine vorsorgevollmacht habe ich.
 

Wutbuerger

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So könnte es gehen Evtl geht ja eine Mitgliedschaft auch unabhängig von der Grusi , wird die Grusi bewilligt übernehmen sie ja auch die Beiträge der KV
Evtl muß er in einer bestimmten Kasse Mitglied sein ? Ich habe was zur Krankenkasse der Rentner gefunden . wobei mir die Gesetzeslage nicht klar ist was da als Pflichtversicherung und was als freiwillig gilt - bleibt in dem Fall nur zu hoffen das die Pflicht zur Krankenersicherung auch für Rentner gilt , geht der Grusi Antrag durch hättest du ja den größten Brocken vom Tisch Bleibt nur zu hoffen das der nicht abgelehnt wird zb wegen Vermögen über 2400 Euro
 

truedevil

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Genau das bezwecke ich ja. dass die grusi die beiträge übernimmt.



um seine finanz. situation zu beschreiben:
einnahmen:
rente 856,96

ausgaben:
tilgung kredit 244,60
beitrag kredit-lebensversicherung (ist anscheinend an den kredit gebunden) 145,19
50 monatlich an beerdigung seines bruders
370 miete u. nebenkosten
wahrscheinlich kommt noch eine haftpflichtvers. hinzu.

rückkaufwert lv 1755,45

könnte da die grusi durchgehen?
 
E

ExitUser

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Bei gesetzlicher Rente werden aber doch im Normalfall Krankenkasse und Pflegeversicherung gezahlt.
 

truedevil

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Bei gesetzlicher Rente werden aber doch im Normalfall Krankenkasse und Pflegeversicherung gezahlt.
Er musste damals mit 55 in Frührente. Laut KK und Rententräger wurden irgendwelche Versicherungsjahre nicht erreicht...

Die KK ist noch am prüfen.
 

axellino

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Guten Morgen truedevil,

da dein Grossvater wohl die Voraussetzungen zur Aufnahme in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) nicht erfüllt hat,hätte er sich als freiwilliges Mitglied bei einer Krankenkasse versichern müssen.Wäre er durch den Beitrag in die hilfebedürftigkeit gerutscht,wäre ein Anspruch auf Grundsicherung gegeben.So sieht das ganze jetzt schlecht aus,denn Schulden und Kredittilgungen spielen bei Sozialleistung keine Rolle und werden nicht angerechnet.

856 Rente

dem gegenüber als Bedarf

370 Miete
399 Regelsatz
?? Haftpflichtv.

bei den 50 Euro Beerdigungskosten bin ich mir nicht sicher ob die zum Abzug gebracht werden können.Aber auch mit diesen,läuft der Anspruch auf Grundsicherung gegen Null.Anders sehe es jetzt aus,wenn noch Beitragszahlungen in eine freiwillige Krankenversicherung dazu kommen,die könnten auch noch zum Abzug gebracht werden und somit ein Anspruch auf Grundsicherung gegeben sein.Das Schonvermögen in der Grundsicherung liegt bei über 60 j. bei 2600 Euro.

Ich würde mich jetzt sofort um die Krankenversicherung kümmern.Sollte eine Aufnahme in die Krankenversicherung der Rentner nicht möglich sein,weil die voraussetzungen nicht erfüllt sind,dann ebend freiwillig weiter versichern und somit Grundsicherung beantragen.Das Problem mit den Kredit und die teure Kreditlebensversicherung sollte auch angegangen werden,denn jetzt kommen ja auch noch evtl. Krankenkassenschulden dazu oder sind schon dazu gekommen..Zumindest die teure Kreditversicherung könnte man versuchen zu kündigen oder den Beitrag versuchen zu senken,aber dafür müsste man die Vertragsdetails kennen und das würde dann hier auch alles in den Forumsbereich "Schulden" gehören.




Genau das bezwecke ich ja. dass die grusi die beiträge übernimmt.



um seine finanz. situation zu beschreiben:
einnahmen:
rente 856,96

ausgaben:
tilgung kredit 244,60
beitrag kredit-lebensversicherung (ist anscheinend an den kredit gebunden) 145,19
50 monatlich an beerdigung seines bruders
370 miete u. nebenkosten
wahrscheinlich kommt noch eine haftpflichtvers. hinzu.

rückkaufwert lv 1755,45

könnte da die grusi durchgehen?
 

Wutbuerger

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Sorry aber kann man von 50 Euro monatlich leben ?
Ich denke mal du bist auf dem richtigen Weg , wenn keine besonderen Vermögenswerte da sind würde ich eine Krankenversicherung abschließen , die Grusi beantragen , und dann am besten gleich die Privatinsolvenz dazu .
Ich würde ja auch keine 50 Euro für Beerdigungskosten zahlen wenn man schon vorher deutlich unter dem Existenzminimum ist .
Aber so sind die Leute , Pflicht erfüllen auch wenn man nichts hat und einem schon Garnichts abzunehmen wäre .
 

Ines2003

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Mit den Krankenkassenbeiträgen klappt das mit der Grundsicherung, vorausgesetzt, es liegt eine Vollmacht vor, wenn nicht müsste über das Gericht ein Betreuer bestellt werden, der die Leistungen beantragt.
 

Doppeloma

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Hallo truedevil,

Da er gearbeitet hat, denke ich mal bei der AOK. Ich hab früher auch mal ne KK von der AOK bei ihm gesehen.
Kommst du in seine Wohnung und weißt du wo er solche Unterlagen liegen haben könnte ???
Da kann vieles hilfreich sein, alte Arbeitsverträge / Lohnabrechnungen, früher (und heute noch) gab es solche Meldungen für die Versicherungsbeiträge jährlich, da steht auch immer die Krankenversicherung drauf ... auch auf Bescheinigungen vom Arbeitsamt ... hängt natürlich davon ab, ob er solche Unterlagen überhaupt noch aufgehoben hat ...

Auch eine Anfrage direkt bei der AOK kann sich lohnen und/oder wenn du Hinweise auf eine andere Versicherung finden würdest, dann dort nachfragen ob Versicherungszeiten gespeichert sind (Name und Geburtsdatum genügen dafür meist schon) ... es ist erstaunlich was da manchmal noch auftauchen kann an Versicherungszeiten.

Man muss nicht unbedingt bei der AOK sein, es gibt viele GKV und man kann die auch (mehrfach) wechseln in einem langen Arbeitsleben ...

Fällt mir nur so ein, weil bei meinem Männe damals angeblich auch Versicherungszeiten gefehlt haben sollten und dann tauchten die interessanterweise sogar bei der Versicherung auf wo er noch immer versichert war, wir waren übrigens nie bei der AOK versichert ... :wink:

Wir hatten die zeitlich passenden Meldebescheinigungen vom AG gefunden und konnten damit alles nachweisen ... da wusste man plötzlich auch bei der KK wieder wo er versichert war und dass es gar keine Lücken gab ...
War dein Großvater vielleicht mal verheiratet und (z.B.) mal Familienversichert bei seiner Ehefrau, das kommt auch vor, wenn man länger krank ist und sonst nicht mehr versichert wäre ???

Ich denke mal, das mit der freiwilligen versicherung wusste er nicht - und mir wurde auch jetzt erst bekannt, dass er nicht versichert ist.
Das ist natürlich heftig ...

Ich dachte mir: GruSi beantragen, er wird versichert. Versicherung fordert die Beiträge bis, ich glaub 2007, zurück. Wir beantragen bei der Versicherung Ratenzahlung. Er zahlt raten.
Wenn die 370 Euro seine gesamte Miete sind (inclusive Nebenkosten), dann bekommt er aber keine Grusi aus dem SGB XII, die Rechnung ist doch ganz einfach 399 Euro Regelbedarf + Miete 370 Euro = 769 Euro Mindestbedarf nach SGB XII ...

Er bekommt wie du schreibst 856,96 Euro Rente monatlich ... da hat er fast 100 Euro "Überschuss" im Monat (jedenfalls nach Berechnung des Mindestbedarfes lt. SGB XII), warum sollte er da Grundsicherung bekommen müssen ... und diesem Bereich könnte er auch Wohngeld beantragen und zu einer freiwilligen Krankenversicherung kann er Zuschuss von der Rentenkasse beantragen.

Das hat man ihm sicher auch mal schriftlich mitgeteilt als er den Rentenbescheid bekommen hat, du schreibst von "Frührente" (Rente wegen Erwerbsunfähigkeit /Rente wegen Erwerbsminderung ???), die wird ja nur bis zum Eintritt in die reguläre Altersrente gezahlt und dann muss man die Altersrente (den Übergang) beantragen.

Irgendwie scheint da noch deutlich mehr "im Dunkel zu liegen", denn immer wieder wird man dabei an die Krankenversicherung erinnert ... war er nie beim Arzt, war er nie mal krank, brauchte keine Medikamente seit 2000 das vermag ich mir nicht vorzustellen (als Frührentner wegen Krankheit) ... schon da hätte doch auffallen müssen, dass er gar nicht versichert ist ... :icon_kinn:

Ob er wirklich über die Grusi so einfach in die gesetzliche Pflichtversicherung kommt, das weiß ich nicht als freiwillig Versicherter muss er aber keine Grusi beziehen und wenn er knapp vor der Grusi -Grenze ist kann auch Wohngeld in Frage kommen, das wäre ohnehin vorab zu prüfen.

selbst wenn er davon zukünftig 10 % Beitrag zahlen müsste (den Rest müsste die DRV ca. als Zuschuss übernehmen), dann verbleibt er immer noch am Rande der Grusi mit rund 770 Euro, man wird ihn also höchstens auf Wohngeld verweisen.

ausgaben:
tilgung kredit 244,60
beitrag kredit-lebensversicherung (ist anscheinend an den kredit gebunden) 145,19
das interessiert in der Grusi Niemanden ob er Kreditschulden hat, ist dir bekannt wofür er diese Schulden gemacht hat und wie lange er da noch abzahlen muss ... könnte er das eventuell mit der Auszahlung der Lebensversicherung noch tilgen, ansonsten sollte wirklich an eine PI gedacht werden ... davor muss das Geld aus der Versicherung aber auch noch gut "investiert" werden in Bekleidung z.B oder notwendige Haushaltsgeräte ...

50 monatlich an beerdigung seines bruders
Wer konkret bekommt dieses Geld, wie lange soll /muss er da noch abzahlen, wenn es innerhalb der Familie zu solchen Absprachen kam sollten die Zahlungen sofort eingestellt werden, diesen Betrag berücksichtigt auch kein Amt ... :icon_evil:

Gibt es vertragliche Vereinbarungen dazu oder macht er das "aus Anstand" weil es sein Bruder war ... auch wenn er vermutlich keine Grusi bekommen kann, liegt er trotzdem im gesetzlichen Pfändungsfreibetrag mit seinem Einkommen (aktuell 1045 Euro für eine Einzelperson) es könnte also niemand wirklich was bei ihm einfordern, wenn er diese Zahlungen nicht mehr leistet.

370 miete u. nebenkosten
wahrscheinlich kommt noch eine haftpflichtvers. hinzu.
Genau HIER "hängt der Hammer" sind die Wohn-Nebenkosten in den 370 Euro schon enthalten, dann wird ihm auch wegen einer bestehenden Haftpflichtversicherung keiner die Grusi nach SGB XII bewilligen ... die soll zwar übernommen werden wenn generell schon Anspruch auf Grusi besteht als "sinnvolle" Versicherung, aber nur für diesen Beitrag wird man ihm keine Grusi bewilligen ...:icon_evil:

rückkaufwert lv 1755,45
ist das eine weitere LV oder die oben schon genannte wegen dem Kredit ???

MfG Doppeloma
 

truedevil

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ok... das ist ein bisschen viel gerade.

ich versuche mal, da etwas licht ins dunkel zu bringen.

zuerst mal...

ich komme in seine wohnung. habe auch wenige unterlagen gefunden. er hat anscheinend alles nur höchstens 5 jahre aufbewahrt und dann entsorgt. also nichts über seine arbeitszeiten ö.ä. zu finden. die rentenbescheide auch nur die letzten 3 mit dem aktuellen jetzt.


mir selbst war nicht bekannt, dass er nicht krankenversichert ist.
das kam erst raus, als er vor ca 14 tagen ins kh musste.
da habe ich dann u.a. auch eine offene forderung unseres soz.amtes gefunden, wo er noch eigenanteil für einen transport und kh aufenthalt von 2004 zahlen musste.

rückkaufwert lv 1755,45 ist die o.g. wegen dem kredit

50 monatlich an beerdigung seines bruders: dieses geld bekommt wiederum mein bruder.
mein opa war der einzige angehörige seines bruders und somit verpflichtet, die beerdigung zu zahlen, da er das erbe nicht ausgeschlagen hat. die kosten dafür beantragte er beim soz.amt. da blieben dann noch 330 euro offen, die mein bruder für ihn übernahm und mein opa an meinen bruder zurück zahlen will...


als mein opa seine rente bekam, war ich gerade einmal 17? jahre alt (ich weiß nocht nicht mal, seit wann er eigentlich rente bekommt). davon weiß ich leider nichts.
ein telefonat mit der rentenkasse ergab leider auch nichts genaues. man sagte mir lediglich, er habe irgendwelche beitragsjahre nicht erreicht.
kenne mich da leider auch nicht aus :(

ich hab mit meinen 32 jährchen so einiges hinter mir (pflege meines großonkels(bruder vom opa) über fast 4 jahre, zwischenzeitlich meine mutter mit lungenkrebs und 2 schlaganfällen gepflegt und bis zum schluss begleitet, natürlich beide auf einmal gepflegt... :( ). dadurch einiges an wissen und know how angeeignet...
aber hier stoße ich an grenzen...


ich hab gestern jetzt einfach mal auf verdacht einen antrag auf grusi und einen antrag auf freiwillige versicherung bei der kk fertig gemacht und abgegeben.
falls grusi abgelehnt wird, kann ich widerspruch einlegen und die freiw. beiträge der kk mit rein nehmen... hoffe ich??
 

Wutbuerger

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Da du ja eine Vollmacht hast , kannst du ja die einzelnen anschreiben wegen der Unterlagen .Bleibt zu hoffen das der Grusi Antrag ohne viel Stress durch geht - hast ja schon genug am Hals .Von mir wollte die RV auch Nachweise von Jobs die 30 Jahre zurück lagen und nur ein oder zwei Monate dauerten , nur um dann meinen Antrag auf EM Rente abzulehnen wegen weniger als drei Jahre beitragspflichtig in den fünf Jahren vor Antragstellung .30 Jahre gearbeitet , 2 Jahre nicht und das bricht mir das Genick.
 

truedevil

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Das Problem an der ganzen sache ist - ich hab keine ahnung, wo er überall in seinem leben gearbeitet hat. ich kenne nicht einen seiner ehemaligen arbeitgebern und unterlagen hat er auch keine mehr darüber.
und die, die es wissen könnten, sind alle schon gestorben.

ich schätze mal, dass das bei meinem opa der gleiche fall ist... er hat wahrscheinlich auch nur ein oder zwei jahre zu wenig gearbeitet :(
 

Doppeloma

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Hallo truedevil,

Das Problem an der ganzen sache ist - ich hab keine ahnung, wo er überall in seinem leben gearbeitet hat. ich kenne nicht einen seiner ehemaligen arbeitgebern und unterlagen hat er auch keine mehr darüber.
und die, die es wissen könnten, sind alle schon gestorben.
Hat er denn nicht mal Unterlagen zu seinen Rentenbescheiden irgendwo, da muss doch zumindest drin stehen wo er mal versichert war ... es ist einfach nicht möglich so lange ohne Krankenversicherung zu sein und keiner will das je bemerkt haben ...

ich schätze mal, dass das bei meinem opa der gleiche fall ist... er hat wahrscheinlich auch nur ein oder zwei jahre zu wenig gearbeitet :(
Genau das glaube ich eben NICHT, denn wenn ihm dafür Jahre gefehlt hätten (für eine Rente wegen Erwerbs-Unfähigkeit, denn eine andere gab es vor 2001 gar nicht bei Krankheit :icon_evil:), dann hätte er diese Rente auch ganz sicher nicht bekommen.

Es geht NUR um die Krankenversicherungszeiten, auch da müssen bestimmte Jahre erfüllt sein, damit man in der gesetzlichen KK sein kann als Rentner, das wird doch aber alles nicht zum 1. Mal überprüft wenn er mit 75 Jahre im Krankenhaus landet ... :icon_neutral:

War er denn vorher niemals krank, brauchte keinen Arzt und keine Medikamente die es nicht ohne Rezept in der Apotheke gibt, kaum möglich wenn er bereits eine Rente bezogen hat die man nur bekommt wenn man wegen Krankheit nicht mehr arbeiten kann.

Irgendwann (der Opa vermutlich mit 65 Jahren) muss man bei der DRV auch eine EU-Rente in die Altersrente "umschreiben" lassen, sonst bekommt man kein Geld mehr überwiesen ... da wird wieder nach der Krankenversicherung gefragt ... da geht es nicht mehr um fehlende Erwerbsjahre, wenn man bereits EU-Rente (jetzt EM-Rente ) bezogen hat vorher ...

Es ist natürlich nicht so ungewöhnlich, dass viele ältere Leute ihre Arbeitsunterlagen einfach irgendwann entsorgen, weil sie annehmen, dass sie das nie wieder benötigen ... aber dann hast du als Enkel auch kaum eine Chance da noch was zu retten, was nicht mehr zu retten ist ... :icon_evil:

Vielleicht solltest du dich mal an den örtlichen Pflegestützpunkt wenden und dich dort beraten lassen, was du noch tun kannst und wie wenigstens noch aktuell für die Aufnahme in eine Krankenversicherung gesorgt werden kann ...

Es ist logisch, dass du das nicht alleine regeln kannst und wen sollst du da noch fragen können, wenn du in seiner Wohnung auch nichts finden kannst zum Thema Krankenversicherung, wo er mal gearbeitet hat ist eigentlich egal ...wichtig wäre was zu finden wo er mal Krankenversichert gewesen ist ...

Dann kann man direkt bei der KK nachfragen ob die noch was haben von ihm ... oder eben "auf Verdacht mal" die großen Versicherungen anschreiben, ob es Unterlagen zu Versicherungszeiten gibt ...

Ohne irgendwelche Nachweise sieht es schlecht aus für den Opa (mal mit dem sozialen Dienst der Klinik gesprochen ???), ich kenne ähnliches von unserer Mutter, die hatte viele Jahre in einem Privat-Haushalt gearbeitet, alles ganz ordentlich gemeldet und ganz offiziell aber als sie das für die Alters-Rente brauchte konnte sie keinen Arbeitsvertrag mehr auffinden und keine Lohnabrechnungen und ihre "Dienstherren" waren auch schon lange verstorben.

So bekam sie für einige Jahre nicht die Rente anerkannt, die ihr eigentlich zugestanden hätte, man ist eben leider immer verpflichtet alles selber nachweisen zu können.

MfG Doppeloma
 

truedevil

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ok. wieder ein haufen zu lesen und zu schreiben. mein armer, zerstreuter kopf :(

in den rentenbescheiden, die ich fand, steht absolut nichts von krankenversicherung. nur der rentenbetrag, den er bezieht.

ich hab mittlerweile eine rentenbezugsbescheinigung angefordert und darin steht...

rentenbeginn am 1.12.99. rente wegen arbeitslosigkeit bzw altersteilzeit.

und schon kommt mir wieder der gedanke... es reicht die versicherungszeit nicht aus?

bei der kk (aok) habe ich prüfen lassen... und nach einem telefonat war ich auch nicht viel weiter - er muss sich freiwillig rückwirkend versichern lassen... wurde mir gesagt :(
antrag auf freiwillige versicherung habe ich dann dort gleich gestellt. ich warte auf antwort.

antwort von der grusi habe ich auch schon - die möchten noch weitere unterlagen... letzte nk-abrechnung usw. bin ich auch dran.

mein opa hat seine sachen immer selbst erledigt. noch nicht mal meine mutter wusste davon, sonst hätte sie zu ihren lebzeiten noch etwas unternommen.
und ich wusste nichts davon... hatte in den letzten fast 4 jahren meinen großonkel zur pflege mit stufe 3 und demenz und gleichzeitig dann ab weihnachten 2012 meine mutter mit lungenkrebs und 2 schlaganfällen.
wenn ich meine opa fragte, wie es ihm geht, kam immer nur mit einem grinsen und abwinken "oh, du weißt doch... die üblichen altererscheinungen"

vielleicht war ich auch einfach nur zu sehr gestresst, um was zu merken ... ich weiß es nicht... :(((


pflegestützpunkt kenne ich nicht. so etwas wie eine sozialstation?
 

Doppeloma

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Hallo truedevil,

wenn ich meine opa fragte, wie es ihm geht, kam immer nur mit einem grinsen und abwinken "oh, du weißt doch... die üblichen altererscheinungen"
das ist doch normal bei uns "Alten", wir wollen Niemandem zur Last fallen und es fällt uns schwer offen um HILFE zu bitten, wenn es doch nicht mehr so geht wie wir es selbst von uns erwarten würden ...

vielleicht war ich auch einfach nur zu sehr gestresst, um was zu merken ... ich weiß es nicht... :(((
Jetzt mach dir da bloß nicht noch selber Vorwürfe, du kannst nicht dafür, auch dein Opa ist volljährig und letztlich für sein Leben selber verantwortlich (zumindest gewesen) ... ich finde das sehr anerkennenswert, dass du dich da so reinkniest und ihm helfen willst ... :dank:

Ich weiß wie beschäftigt und gestresst die jungen Leute (auch meine Kinder) heute leider sind, da ist das nicht mehr selbstverständlich ... sich überhaupt noch intensiver um Eltern oder Großeltern zu kümmern ... :icon_evil:

Nimm dir als Erfahrung für dein eigenes Leben und Handeln mit, dass du unbedingt ALLES (möglichst sicher) aufbewahren solltest was mit deinem Berufsleben und den notwendigen Versicherungen zu tun hat, du siehst ja gerade wie wichtig das noch nach vielen Jahren werden kann.

pflegestützpunkt kenne ich nicht. so etwas wie eine sozialstation?
Pflegestützpunkte wurden auch erst in den letzten Jahren eingerichtet, ich habe nur davon gelesen, dass es die inzwischen überall geben soll und man dort auch als Angehöriger Beratung und Hilfe finden soll ... ob es stimmt wäre auszuprobieren ... :icon_kinn:

Ein bundesweites Verzeichnis aller Pflegestützpunkte - Pflegestuetzpunkt, Senioren, Beratung, Pflegeberatung

MfG Doppeloma
 
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