Es wurden zu niedrige Gewerkschaftsbeiträge gezahlt,habe ich die Möglichkeit, nachträglich meine Beiträge anzupassen, wer kann mir einen Hinweis geben?

Spekulatius1985

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Hallo,
ich bezog eine ganze Weile Krankengeld und hatte einen geringen Mitgliedsbeitrag bei der Verdi.
Von Januar bis einschließlich April diesen Jahres stand ich wieder im Arbeitsverhältnis und hätte eigentlich für diese Monate einen höheren (auf meinen Arbeitslohn angepassten) Mitgliedsbeitrag an die Verdi zahlen müssen, was ich allerdings schlicht und ergreifend total übersehen habe, da ich durch meinem neuen (kurzfristigen) Job so eingespannt war.
Nun erhalte ich seit Mai wieder Krankengeld (und der geringe Mitgliedsbeitrag wäre berechtigt, habe seit dem 1.Juni aber Ärger mit meiner Krankenkasse und würde gerne die Rechtsberatung der Verdi in Anspruch nehmen.
Diese habe ich mit meinem Anliegen angemailt und in ihrer Antwortmail steht folgendes:

"Wir benötigen nachfolgend aufgeführte Unterlagen im Original zurück:

- beiliegenden Antrag auf Gewährung von Rechtsschutz (bitte ausfüllen und unterschreiben)

- beiliegende Rechtsschutzerfassungsbögen (bitte ausfüllen und unterschreiben)

- beiliegende Erklärung über die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht (bitte ausfüllen, unterschreiben und alle Kästchen ankreuzen)

- beiliegende Prozessvollmachten (bitte alle nur unterschreiben)

Außerdem:

- Ihre Einkommensnachweise der letzten drei Monate,(Kopien),

- Bescheid vom

- Ihren Widerspruch

Wir bitten um sofortige Rücksendung per Post.

Bis zum Eingang dieser Unterlagen müssen wir Sie darauf hinweisen, dass Sie für die Einhaltung sämtlicher Fristen selbst Sorge tragen müssen. Die Rechtsschutzgenehmigung, inkl. Kostenübernahme kann erst nach Vorliegen der erforderlichen Unterlagen und Auskünfte erteilt werden.


Mit freundlichen Grüßen"




-> Nun hab ich natürlich ein sehr schlechtes Gewissen.
Ich schätze, ich kann nun auf deren Unterstützung nicht mehr hoffen?
Habe ich die Möglichkeit, nachträglich meine Beiträge anzupassen (wären für die Monate, in denen ich gearbeitet hab jeweils so 12 € mehr) oder gilt das alles nicht und mich erwartet ein riesen Ärger?
Die andere Möglichkeit sehe ich gerade darin, von deren Unterstützung abzusehen und gar nichts zu tun - wenn ich erstmal lang genug wieder im KG- oder Arbeitslosengeld1-Bezug bin, sollte mein momentaner Mitgliedsbeitrag ja wieder passen und wenn die nur nach den letzten drei Monaten fragen, fällt es somit ja wahrscheinlich nie jemandem auf.

Ohje, ohje.
Kennt sich hier jemand aus oder war schon mal in einer ähnlichen Situation?

Liebe Grüße!
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Spekulatius1985

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "zu niedrige Gewerkschaftsbeiträge gezahlt"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Caye

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Meine Erfahrung mit Ver.di ist, dass sie da sehr arschig sind und falsch gezahlte Mitgliedsbeiträge (was oft vorkommt, wer denkt schon bei ner popeligen Gehaltserhöhung daran, seinen Beitrag um drei ct anzupassen...) als Grund heranziehen, keine Rechtsberatung zu leisten.

Aber versuchen kann man es natürlich.
Ich würde es kombinieren - den Fehler melden, nachzahlen und mit der Unterstützung ein wenig warten.

Wozu brauchst du denn die Beratung? Das Forum hier ist auch sehr kompetent. ;)
 

Spekulatius1985

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So schnell schon Antworten - oh, ich liebe dieses Forum!
(Wegen der fehlenden/unzureichenden Überschrift, das tut mir leid. Ich gelobe Besserung!)

Den von dir genannten Link hab ich mir durchgelesen, danke, IronFirst.

Dass dieses Forum sehr kompetent ist, habe ich auch schon gemerkt, liebe/r Caye. Darüber bin ich auch wirklich sehr, sehr froh.
Es geht bei mir um die Entscheidung meiner Krankenkasse, mir kein weiteres Krankengeld mehr zu zahlen.
Ich habe erstmal formlos Widerspruch eingereicht, bin mir aber mit der Begründungsformulierung nicht so sicher.
Ich weiß nicht, ob ich durch die Unterstützung des DGB einen Besuch beim MDK vermeiden könnte (der ja sicher nicht so angenehm wird).
Also einen Widerspruch verfasst habe ich jetzt schon selbst (Begründung auch, aber noch nicht abgeschickt).
Ich weiß nur nicht, ob ich mit Hilfe des DGB eventuell bessere Chancen auf Erfolg hab, als wenn ich das in Eigenregie durchführe.



Und ja, dass die Verdi da soo kleinlich ist,...Mist. Das hab ich schon befürchtet.
Wenn ich nun lang genug im KG-Bezug wäre (wenn denn die KK nachträglich zahlen WÜRDE, also momentan ist ja alles eingestellt und ich habe überbrückend ALG beantragt, worüber ich allerdings noch gar keinen Bescheid habe), also drei Monate, dann wäre mit meinem Mitgliedsbeitrag soweit ja alles schick (wobei... ein paar Cent zu wenig wären das evtl dann immer noch, weil mein neu berechnetes KG nach dem letzten kurzen Job nun ca 1 bis 2 € höher ausfällt als das vorige (auf dessen Grundlage mein immer noch gezahlter Mitgliedsbeitrag der Verdi beruht)).
Am liebsten würde ich einfach abwarten.
Andererseits... um eine Mitgliedsbeitragsanpassung komm ich wohl so oder so nicht herum, wenn mein jetztiges Krankengeld auch nicht ganz mit dem vorigen übereinstimmt, richtig?
Und in dem Streit mit meiner Krankenkasse geht es ja unter anderem auch darum, dass ich von Januar bis April arbeitsfähig war, nun aber wieder (unter für die KK nicht ganz glaubwürdigen/nachvollziehbaren Diagnosen) arbeitsunfähig bin.
Würde die Verdi dann also sowieso spitz kriegen, dass da was mit meiner Mitgliedsbeitragshöhe nicht ganz richtig sein kann.

Ziemlich blöd.
Da zahlt man Mitgliedsbeiträge und am Ende hat man nicht mal was davon, weil sie irrtümlicherweise zu gering waren (bzw man eine zwischenzeitliche Anpassung versäumt hat).

Nachträglich Rückstände zu zahlen (macht in der Summe für die betreffenden Monate vielleicht so 45€) und sich entschuldigen hilft da also vermutlich auch nicht, um jetzt rechtliche Unterstützung von denen zu bekommen, nein?

Mist.
Ich mag eigentlich gar nicht mehr bei Verdi anrufen, wenn das so aussichtslos ist.

Liebe Grüße und DANKE!
 

Caye

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Ne Entschuldigung bringt gar nichts, denke ich. :D
Vom jetzigen Beitrag aus gemessen sind das ja vermutlich mehr als drei Monatsbeiträge, vom damals fälligen Beitrag aus gemessen aber nicht.
Ich würde nachfragen, wo man denn die Nachzahlung hinschicken muss und dabei auch gaaaanz unschuldig auf diesen Teil der Satzung verweisen und fragen, welcher Beitrag denn da als Referenz angesetzt wird.

Für die reine Information ist das Forum hier hilfreich, und selbst wenn der DGB Rechtsschutz die Sache übernimmt, wird es sinnvoll sein, wenn du dir hier Tipps holst, denn der Rechtsschutz kann auch nur mit dem arbeiten, was er von dir an Infos bekommt.
Der Rechtsschutz kann das aber alles viel "schöner" schreiben und ich würde mich mit der KK auch viel lieber über den Rechtsschutz streiten als das selbst zu tun.

Versuch es also!

Wenns nicht klappt, hilft das Forum dir, aber besser wär es halt schon über den Rechtsschutz.
 

IronFist

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Und ja, dass die Verdi da soo kleinlich ist,...Mist. Das hab ich schon befürchtet.
Würdest du einen AN der mit seinem AG einen Stundenlohn von 12,50 Euro vereinbart hat auch als kleinlich bezeichnen, wenn er sich im Fall das der AG dann aber nur 12,00 Euro die Stunde zahlt dagegen wehrt, auch als kleinlich bezeichnen?

Ziemlich blöd.
Da zahlt man Mitgliedsbeiträge und am Ende hat man nicht mal was davon, weil sie irrtümlicherweise zu gering waren (bzw man eine zwischenzeitliche Anpassung versäumt hat).
Nee, das ist nicht blöd, das ist das Leben! Es gibt klare Regeln, zu denen der Rechtsschutz gegeben ist und die hast du, weil du zu wenig Beitrag gezahlt hast, nicht eingehalten.

Nachträglich Rückstände zu zahlen (macht in der Summe für die betreffenden Monate vielleicht so 45€) und sich entschuldigen hilft da also vermutlich auch nicht, um jetzt rechtliche Unterstützung von denen zu bekommen, nein?
Ich glaube, die Überschrift zu dem Thread hier ist nach wie vor falsch.

Wäre schon toll wenn du es jetzt irgendwie doch noch hinbekommst, den Beitragsrückstand nicht zu zahlen und dennoch sofort bzw. möglichst bald, den (wieder) Versicherungsschutz zu haben?
 

Caye

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Ärgerlich ist an der Sache, dass Ver.di es eben meiner Erfahrung nach nicht akzeptiert, wenn man die zu wenig gezahlten Beträge nachzahlt.

Ver.di bucht idR ab und fragt - meiner Meinung nach absichtlich - nicht nach, ob das Einkommen sich geändert hat.

Da vergisst man es eben schnell mal, Änderungen anzugeben.

Es ist vollkommen richtig, dass zu wenig gezahlte Beitrag nachgezahlt werden müssen, wenn das auffällt. Aber es fällt halt meistens erst auf, wenn man was von Ver.di will, und dann ist es zu spät, weil Ver.di dann die Leistung verweigert, obwohl man nachzahlt.

Dieses Vorgehen mag zwar rechtlich so okay sein, korrekt finde ich es aber nicht.
 

Kerstin_K

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Wie machen das eigentlich Leute mit schwankendem Einkommen?
 

Caye

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Jeden Monat nen Gehaltsnachweis hinschicken und den Beitrag neu berechnen lassen?
 
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