Es gibt eine Reihe von Fallkonstellationen, in denen man krank ist, aber keine Krankmeldung bekommt. Was tun?

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franzi

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In folgenden Fällen habe ich bisher keine Krankmeldungen bzw. keine Folge-AUs erhalten, obwohl ich krank war:

Beispiele (diese Liste ist gewiss nicht vollständig):
  • Infekte ohne Fieber (z. B. Harnwegsinfekt, leichte Erkältung)
  • Verletzungen, die von alleine ausheilen müssen (wo der Arzt unterstützend nichts machen kann)
  • Beendigung einer Behandlung bei einem Arzt, weil dieser nicht mehr weiter weiß
  • Beendigung einer Behandlung beim Arzt, nachdem mehrere Therapieansätze nichts gebracht haben
  • Beendigung einer Behandlung beim Arzt, weil die Erkrankung zwar besteht, mit den vorhandenen Diagnosemethoden jedoch nicht eindeutig festgestellt werden kann
  • Vorliegen einer unklaren Diagnose ("Verdacht auf ...")
  • Wechsel- und Überbrückungsphasen von Arzt A zu Arzt B (bei Arzt A ist die Behandlung beendet, bei Arzt B hat man erst in 3 Wochen einen Termin)
- Facharzt will nicht weiter krankschreiben, weil bei ihm die Behandlung (trotz weiter bestehender Erkrankung) beendet ist.
- Hausarzt fühlt sich nicht zuständig, weil er nicht der behandelnde Arzt war

Nun habe ich das konkrete Problem, dass ich 2 Erkrankungen gleichzeitig habe, und mich absolut nicht gut fühle, aber keine Krankmeldung bekomme. Weder vom Facharzt noch vom Hausarzt.

Konkreter Fall:

Seit Ende Mai habe ich eine unklare Knieverletzung. Zunächst war ich bei meinem langjährigen Orthopäden (Arzt A). Der war mit seinem Latein schnell am Ende und empfahl, Unmengen von Schmerzmitteln zu nehmen. Die brachten aber keine Besserung. Dann wechselte ich zu einem anderen Orthopäden (Arzt B), bei dem ich fast 3 Monate krankgeschrieben war. Dieser verschrieb mir Krankengymnastik (die leider keinen Erfolg brachte), später bekam ich eine Spritze (die nur vorübergehend eine leichte Besserung brachte). Nun steht eine Knie-OP im Raum (allerdings immer noch ohne konkrete Diagnose, da diese mittels der bildgebenden Verfahren nicht erstellt werden kann).Die Behandlung ist also erstmal beendet. Um überhaupt operieren zu können, benötigte ich die Meinung eines weiteren Facharztes (Arzt C).
Dieser sagte, er könne das nicht selbst entscheiden, weil es sich um einen komplexen Fall handelt und überwies mich an eine Spezialklinik, wo ich erst in 3 Wochen einen Termin zu einem Erstgespräch habe.

Gleichzeitig habe ich seit Mitte Juni einen Harnwegsinfekt (ohne Fieber), wegen welchem ich beim Hausarzt in Behandlung war. Leider sprachen die Bakterien auf die üblichen Antibiotika nicht an, und auch die Durchspülung mit pflanzlichen Mitteln brachte keinen Erfolg. Der Hausarzt konnte nichts mehr für mich tun und überwies mich zum Urologen. Termin erst in 1,5 Wochen.

Ich brauche jetzt eine AU, aber woher soll ich die bekommen?
 

ZynHH

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benötigte ich die Meinung eines weiteren Facharztes (Arzt C).
Dieser sagte, er könne das nicht selbst entscheiden, weil es sich um einen komplexen Fall handelt und überwies mich an eine Spezialklinik, wo ich erst in 3 Wochen einen Termin zu einem Erstgespräch habe.
Der muss dich doch bis zum Termin krankschreiben.
Nur weil der dich woanders hin überwiesen hat, bleibt er doch dein Behandler, schliesslich bekommt er aufgrund der überweisung auch den konsiliarbericht der spezialklinik
 

ZynHH

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Auch der Hausarzt hätte dich bis zum Termin beim Urologen krank schreiben müssen, auch er hat dich ja überwiesen und bekommt den bericht vom urologen.
 

franzi

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Beim Hausarzt war ich aber wegen dem Harnwegsinfekt vorher nicht krankgeschrieben (weil ich in der Zeit ohnehin wegen dem Knie eine AU hatte, die noch lief).
Ich werde am Montag nochmal zum Hausarzt gehen ...

Hinzu kommt, dass der zweite Orthopäde (Arzt B) nicht ehrlich zu mir war. Er hatte mir zugesagt, sich bei einem weiteren Arzt, Phlebologe (Arzt D) für mich zu erkundigen, ob in meinem Fall eine OP möglich ist oder das Risiko einer Blutung zu hoch ist. Zwischenzeitlich war er in Urlaub, und als er zurückkam, sprach ich ihn darauf an und fragte, was nun Arzt D gesagt habe. Da faselte er irgendwas von "kein Risiko" etc. aber das kam alles sehr unglaubwürdig rüber. (Zumal ich Arzt D auch persönlich kenne und bei ihm mal in Behandlung war und ihn als sehr verantwortungsbewussten und vorsichtigen Arzt erlebt habe, der niemals etwas leichtfertig entscheiden würde!)

Daher entschloss ich mich, mich an Arzt C (auch Phlebologe, bei dem ich schon mal in Behandlung war) zu wenden und zu fragen, wie das nun konkret ist. Und der sagte, dass sehr wohl ein Risiko besteht und er das selbst nicht eigenverantwortlich entscheiden kann, sondern dass das in einer Spezialklinik geklärt werden muss.

Aufgrund des zerrütteten Vertrauensverhältnisses mit Arzt B überlege ich, ob ich den überhaupt noch mal aufsuchen werde. Ein Arzt, der nicht aufrichtig ist, zu dem habe ich kein Vertrauen. Hier geht es auch um eine komplexe OP, und da brauche ich jemanden, dem ich zu 100 % vertrauen kann. Ich bin doch kein Versuchskaninchen, an dem man nach Gutdünken herumschneidet.
 
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ZynHH

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Ich lasse mich fast ausschliesslich vom Hausarzt au schreiben, da er immer meine erste Anlaufstation ist.
Klar, mit psyche dann vom psychiater, aber auch da hat die letzten 70 wochen die aub vom hausarzt gereicht.

Zur zeit lasse ich mich von der behandelnden onkologin au schreiben und das wird auch so bleiben, aber mein hausarzt würde jederzeit übernehmen.
 

ZynHH

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Beim Hausarzt war ich aber wegen dem Harnwegsinfekt vorher nicht krankgeschrieben (weil ich in der Zeit ohnehin wegen dem Knie eine AU hatte, die noch lief).
Ich werde am Montag nochmal zum Hausarzt gehen ...

Hinzu kommt, dass der zweite Orthopäde (Arzt B) nicht ehrlich zu mir war. Er hatte mir zugesagt, sich bei einem weiteren Arzt, Phlebologe (Arzt D) für mich zu erkundigen, ob in meinem Fall eine OP möglich ist oder das Risiko einer Blutung zu hoch ist. Zwischenzeitlich war er in Urlaub, und als er zurückkam, sprach ich ihn darauf an und fragte, was nun Arzt D gesagt habe. Da faselte er irgendwas von "kein Risiko" etc. aber das kam alles sehr unglaubwürdig rüber.

Daher entschloss ich mich, mich an Arzt C (auch Phlebologe, bei dem ich schon mal in Behandlung war), zu fragen, wie das nun konkret ist. Und der sagte, dass sehr wohl ein Risiko besteht und er das selbst nicht verantwortlich entscheiden kann, sondern dass das in einer Spezialklinik geklärt werden muss.
Wie gesagt, wenn du von beiden eine Überweisung erhalten hast, können dich auch beide au schreiben, da du ja bei ihnen in behandlung bist ( überweisung) .

Natürlich nicht beide gleichzeitig.
 

franzi

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Das Problem ist auch, dass der Termin in der Klinik erst am 11. Oktober ist. Bin mir nicht sicher, ob mich der Arzt so lange krankschreibt ...
 
G

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Gast
Ich brauche jetzt eine AU, aber woher soll ich die bekommen?
Du hast doch Erwerbsminderungsrente beantragt.
Dein Beitrag hier wundert mich daher schon sehr.

Es ist sehr sinnvoll, diese Minderung der Erwerbsfähigkeit mit einer dauernden AU bis zur Entscheidung über Deinen EMR-Antrag zu untermauern.

Grundsätzlich haben AU und Erwerbsminderung nichts miteinander zu tun.

Wenn man AU ist, ist man nicht zwangsläufig Erwerbsgemindert.

Ist man allerdings voll Erwerbsgemindert, ist man quasi AU.

Ohne einen Arzt, der Dich momentan zumindest AU sieht und hinter Dir steht, ist es schwer eine EMR zu bekommen.
 

franzi

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@RobbiRob Es geht jetzt nicht darum, dass ich einen Arzt brauche, der hinter mir steht, sondern darum, zu klären, wer mich krankschreiben kann. Daher habe ich diesen komplexen Thread eröffnet, weil es bestimmt auch andere Betroffene gibt, die in einer ähnlich schwierigen Lage sind.
Deine Ausführungen waren mir bisher bereits bekannt.

@Ottokar Ich werde am Montag auch einen neuen Termin bei Arzt B vereinbaren. Schließlich war er der letzte, bei dem ich in Behandlung war. Damit er über den aktuellen Stand informiert ist. Vielleicht bekomme ich nochmals eine Spritze. Ansonsten müssen wir warten, was bei dem Termin in der Spezialklinik raus kommt.
 

Mutter Beimer

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Bei meinem Mann ist es auch so, dass er vom Hausarzt durchgehend AU geschrieben wird, und dies nun schon seit fast drei Jahren am Stück. Sein Hausarzt bekommt immer die jeweiligen Berichte der Fachärzte, und ist über die Verlauf seiner Krankheiten bestens informiert.
 

franzi

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Da ich einen neuen Hausarzt habe, bei dem ich erst 3mal kurz war (zwischenzeitlich war er in Urlaub), kann ich ihn noch nicht einschätzen, wie kooperativ er sein wird.
 

grün_fink

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Wenn er nicht von sich aus fragt, fragst du ihn einfach.
Viele Ärzte scheinen nicht auf dem Schirm zu haben, dass Arbeitslose auch AU sein können, und kennen die Regeln wohl nicht ganz.
Ich mit voller EM-Rente werde gelegentlich selbst vom Hausarzt gefragt, wohl der Vollständigkeit halber oder so: "Brauchen Sie...?"
 

Katzenstube

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Ich habe volle EM und wüsste nicht, was ich mit einer AU sollte.... Es gibt bei voller EM keinen Arbeitgeber mehr und die DRV ist so freundlich und zahlt mir meine monatliche Rente. Meine EM ist unbefristet bis zur Altersrente (wenn nicht solche Spielchen kommen von Wunderheilung ect.).

Jedoch bin ich weiterhin bei meinen Behandlern, deren Ergebnisse landen bei meiner Hausärztin, so dass ich diese bei Bedarf anfordern kann.

Gruß von Katzenstube

Nicht immer hat die Cooperation von Ärzten etwas damit zu tun, dass sie loyal sind. Vielmehr haben sie selbige Erfahrungen sammeln müssen wie viele User hier. Dennoch ist wichtig dass sie unsere Aussagen stützten. Für den Rest an Belegen und Therapiebeweisen war ich selber zuständig. Somit konnten meine Ärzte beweisen, dass Medis genommen werden ect. pp. Auch war es nicht von Nachteil langjährige Behandlung nachzuweisen.
 

franzi

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Klar, wenn du einen Nebenjob in abhängiger Beschäftigung ausübst, musst du deinem Chef mitteilen, wenn du krank bist.
Wenn du allerdings einen Nebenjob auf selbstständiger Basis hast, fällt das weg.
 

franzi

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So, habe jetzt doch wieder eine Krankmeldung erhalten (von dem Arzt, der mich zuletzt behandelt hatte). Erstmal für 1 Monat. Grund dafür ist eine neue Diagnose.
 
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