Erzieher-Mangel: Kommunen wollen Hilfskräfte in Kitas einsetzen

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Kaleika

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Kommunen wollen Hilfskräfte in Kitas einsetzen

Eltern haben ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, vielerorts aber fehlen Erzieher. Die Städte und Gemeinden wollen nun ungelernte Hilfskräfte einstellen. Der Kinderschutzbund spricht von einem "katastrophalen Vorschlag".


(...)
Erziehermangel: Kommunen wollen Hilfskräfte in Kitas einsetzen - SPIEGEL ONLINE


KLar, die Politiker wurden völlig damit überfordert, dass nun plötzlich auf das Jahr 2012 das Jahr 2013 folgt.
Wenn dieser Job mal anständig bezahlt würde, dann wäre er auch attraktiver für mehr junge Menschen!


Ich vermute, dass die erzieherische Arbeit, überhaupt soziale Arbeit, weiterhin entwertet werden soll. Durch die Hintertür schleichen sich erst mal für ein Jahr unausgebildete Hilfskräfte ein und dann könnte dies vielleicht die Regel werden?
 

Paolo_Pinkel

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Die Elos werden demnächst als Ausputzer für alles missbraucht.
 
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nur noch eine Frage der Zeit, wann Elos als 1 € Jobber nach Afghanistan geschickt werden zum Minenräumen....
 

Al Bandy

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Nun ,brauchen die nicht eher Dolmetscher und Sprachlehrer in den Kitas,denn die Deutschen sterben ja durch Geburtenrückgang langsam aus.:icon_twisted:

Familiengründer mit 1 Euro Jobs,ja is denn heut schon Weihnachten.:biggrin:
 

DeppvomDienst

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Ich bin (unter anderem) ausgebildeter Erzieher, allerdings ein Mann.
Nach meiner Ausbildung fand ich 3 Jahre lang keine Anstellung trotz hunderter Bewerbungen.
Auch als "Erzieherhelfer" (war die findige Idee des Sachbearbeiters, dass man sich für eine minderqualifizierte Tätigkeit bewirbt) hatte ich keinen Erfolg.

Allerdings werde ich angesichts der Entwicklung defintiv nicht mehr in der Bananenrepublik Deutschland als Erzieher arbeiten, wo jeder Mann als grundsätzlich verdächtig gilt und fast schon präventiv als "Kinderschänder" bezeichnet wird.
Als männlicher Erzieher steht man doch ohnehin unter Generalverdacht.
Ich bin doch nicht bescheuert...

Zumal ich diese Art des Bildungssystems ohnehin bis zu einem gewissen Grade verachte, es ist ausschließlich orientiert auf die Ausbeutung der Kindheit zu wirtschaftlichen Zwecken. Das ist alles reinste Konditionierung von Kindern auf diese "Gesellschaft" - und das ist für mich auch moralisch nicht vertretbar.

Es ist kein Wunder, dass die Geburtenzahlen sinken.
Kinder kann sich hier niemand mehr leisten und wenn, dann werden diese vom System ausgeschlachtet, dazu die ständige Hysterie dieser Kinderschützerfanatikerinnen, egal ob sie Til Schweiger heissen, Veronika Ferres oder Cecilia Malmström und dem ständigen Missbrauch des Missbrauchs zur Durchsetzung von Rechtebeschneidungen aller Bürger inkl. Überwachung.
Ich muss inzwischen ganz ehrlich sagen:
Wenn die Deutschen eines Tages aussterben, wäre das kein großer Verlust für die Menschheit.
 
G

gast_

Gast
Ich bin (unter anderem) ausgebildeter Erzieher, allerdings ein Mann.
Nach meiner Ausbildung fand ich 3 Jahre lang keine Anstellung trotz hunderter Bewerbungen.
Auch als "Erzieherhelfer" (war die findige Idee des Sachbearbeiters, dass man sich für eine minderqualifizierte Tätigkeit bewirbt) hatte ich keinen Erfolg.

Allerdings werde ich angesichts der Entwicklung defintiv nicht mehr in der Bananenrepublik Deutschland als Erzieher arbeiten, wo jeder Mann als grundsätzlich verdächtig gilt und fast schon präventiv als "Kinderschänder" bezeichnet wird.
Als männlicher Erzieher steht man doch ohnehin unter Generalverdacht.
Ja, das ist ein großes Problem...kenne jemanden, der durfte deshalb die Kinder nicht wickeln... präventiv...der hat auch aufgegeben
Und dem würde ich meine Kinder ohne Bedenken anvertrauen... was was heißen will
 
E

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Gast
Da sollen jetzt Leute, die keine pädagogische Ausbildung haben, auf kleine Kinder "losgelassen" werden? Leute, die gar kein Interesse an Kindern und deren Entwicklung haben (wertfrei, nicht jeder hat diesen Draht), die sich nur gezwungenermaßen um den Job beworben haben? Und parallel sind ausgebildete Erzieher arbeitslos...

:icon_evil:
 
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Das ist in Berlin schon seit Jahren üblich, EEJber in Kitas ! :icon_neutral:

Die Eltern wissen das vielleicht gar nicht, wer ihre Kinder betreut !

Erst kürzlich gab es einen Prozess gegen eine Kita im Land Brandenburg.
3 Erzieherinnen und 2 Aushilfkräfte (EEJer) haben erst nach Rückkehr in die Kita gemerkt, dass 2 Kinder fehlten.
Beide waren alleine im Wald und sind enteder in einen Teich abgerutscht oder sind selbst hinuntergelaufen.
Ein Kind (2 Jahre) ist ertrunken und das andere konnte gerettet werden !

Wie können solche Erzieherinnen mit so einer Last leben ??? :icon_neutral:
 
E

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Gast
2008 war ich mit unserem 3.Kind Schwanger in der Zeit hatte ich eine EEJ im Altenheim ...was das an Körperlicher Arbeit bedeutet ist wohl jedem klar.
Ich musste jeden Tag 13km mit dem Rad fahren....am Arbeitsplatz bekam ich Blutungen und bin ins KH...habe dort das Kind verloren....
Ich habe vom KH aus meiner SB mitgeteilt das ich zur Zeit nicht zum EEJ kann....
Der EEJ war eh fast zu Ende....
aber der Hammer war das ich ca. eine Woche später eine Zuweisung für eine Kinderkrippe hatte für Kinder von 6 Wochen bis 3 Jahre: icon_neutral:

Ich habe das zusammen mit meinem Arzt gekippt....man muss sich vorstellen jemand der grade sein Kind verloren hat soll klein Kinder betreuen....
Wie grausam kann man sein?
 
E

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Gast
Es ist manchmal nicht leicht zu verkraften, was man hier so lesen muß. :icon_sad:

Dieses JC/dieser SB hätte mit Protestbriefen überschüttet gehört. :icon_dampf:
 

Stroganoff

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Es gibt einen interessanten Satz von Friedrich List, den dieser übrigens ironisch meinte, der gerade sehr gut in diese Diskussion passt:

"Wer Schweine erzieht ist ein produktives, wer Menschen erzieht ein unproduktives Mitglied der Gesellschaft!"


Das trifft doch genau die Situation der sozialen Berufe in Deutschland, sie werden so schlecht bezahlt, da sie halt nicht produktiv sind.

Es wurde hier im Thread ja schon angesprochen, dass 1-Euro-Jobber in Kitas und Altenheimen eingesetzt werden, was reguläre Arbeitsplätze verdrängt, von diversen Freiwilligendiensten und kostenlosen Praktika im sozialen Bereich mag ich da jetzt gar nicht anfangen zu schreiben.

Tja, ich habe auch schon überlegt Erzieher zu werden, aber wie hier schon jemand geschrieben hat, ist man als Mann halt ein potenzieller Triebtäter, daher habe ich von dieser Idee wieder Abstand genommen.
 

Fairina

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Entschuldigung bitte, aber wie obrigkeitshörig muss man sein mit dem Fahrrad 13 km in einer Schwangerschaft zu einem Sklavenjob zu fahren und dort eine Arbeit zu machen die nicht erlaubt ist in einer Schwangerschaft. Meine Göttin nein, tragt ihr Mitweiber eigentlich eure Köpfe nur für den Friseur?
 

Roter Bock

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Das kann ich auch nicht verstehen - 13 km mit dem Fahrrad im schwangeren Zustand.

Aber davon mal ab - warum soll ich eigentlich die "Brut" anderer Leute hochziehen? Ach so ich vergass, damit die Eltern malochen gehen können für Geländewagen, Flachbildschirm und Urlaub. Und ich, was hätte ich davon. Arbeit von der man nicht leben kann.

Deutschland pflegt soziale Feigenblätter die so klein geworden sind, das sie das wesentliche nicht mehr verdecken.

Soll alles gut aussehen darf aber nix kosten.

Meine Mutter musste nicht arbeiten gehen - mein Vater hat anständig verdient. Urlaube gabs nicht und ein Auto hatte er auch nicht. Als meine Mutter wieder mit 53 arbeiten musste kriegte sie damals sogar noch einen Job bei einen Arzt. Das ist kein Plädoyer für die Herdprämie. Kinder haben hiess Verzicht üben auf dies und jenes - aber keiner will mehr verziichten für einen anderen.


Roter Bock
 

rslg

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Da wo Kitas gebraucht werden, muss qualifiziertes Personal eingestellt werden.

Punktum.

Aber warum brauchen wir so viele Kitas?

Warum darf ich als Mutter kaum noch selbst entscheiden, wann ich mein Kind "abgeben" will, warum werde ich sogar heute noch etwas schräg angesehen, wenn ich sage, dass mein Kind nie in einer Kita war.

Warum darf ich mein Kind nicht selbst erziehen, wenn ich es möchte?

Unserem Kind hat es nicht geschadet (behaupte nicht ich, sondern andere).

Aber wenn Menschen diese Institution in Anspruch nehmen wollen/müssen, dann muss doch zumindest sichergestellt sein, dass die Betreuer auch wissen was sie tun.
Und auch wissen, was in einem Notfall zu tun ist.
 

Fairina

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Provokativ gesagt: wie werden/wurden die Kinder der vdL und Co erzogen und wo kommt die Merkel her. Mehr braucht man nicht zu sagen.

Und wer als EEj in einer Kita oder KiGa arbeitet, dem gehört was über den Schädel gezogen virtuell. Ich habe keinerlei Verständnis dafür das die bisherigen Kinderpflegerinnen ausgemustert werden weil es ihren Beruf nicht mehr gibt auf Anweisung dieser Uckermarkische und ihren Vasallen und auch nicht dafür das diese und andere Kindererzieher/Kindergärtnerinnen auf der Straße stehen damit EEJ da eingesetzt werden.
 
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Gast
Entschuldigung bitte, aber wie obrigkeitshörig muss man sein mit dem Fahrrad 13 km in einer Schwangerschaft zu einem Sklavenjob zu fahren und dort eine Arbeit zu machen die nicht erlaubt ist in einer Schwangerschaft. Meine Göttin nein, tragt ihr Mitweiber eigentlich eure Köpfe nur für den Friseur?

Ich muss dir recht geben Obrigkeitshörig trifft es auf den Punkt....bevor ich in das ALGII System gerutscht bin ,war bei mir was das angeht angeht "heile Welt"
Mann und ich haben gearbeitet,,,in der Zeit als die Kinder klein waren war ich zuhause...alles normal....bis mein Mann Arbeitslos wurde...vom Irrglauben getrieben egal welche Arbeit besser als nix ist er gleich bei einer ZA angefangen ...das war der Anfang vom Ende.
Ich dachte ich muss das machen ...ich bin Schwanger nicht krank...die SB meine es sei mir zuzumuten mit dem Rad....und ich habe nicht hinterfragt .
Mir wäre es nicht in den sinn gekommen aufzumucken ...von Rechten und Pflichten hatte ich nicht den leisesten schimmer...
Bis wir Internet bekamen ...als ich das erstmal hier und auf Tacheles geschaut habe ....dachte ich ich erwache aus dem Koma.....mir war nicht klar wie es um Deutschland ausschaut.....
 

Fairina

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Aber das muss dir doch der gesunde Menschenverstand gesagt haben, das das nicht richtig ist für das Kind. Wofür gibt es außerdem Mutterschutzgesetze? Und haben die in dem Sklaventreiberjob von deiner Schwangerschaft gewußt? Im Prinzip war das - Mist, fällt mir gerade nicht ein - irgendwas mit Schwangerschaftsabbruch. Sowohl die SB wie auch dieser Sklaventreiber sollte sich vor Gericht wieder finden.
 

arbeitslos in holland

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@fairina

das sind die gewollten und eingeplanten folgen von hartz4 :icon_kotz:

leute, die hartz4 verteidigen, akzeptieren solches verhalten und diesen zynismus

was ich mit denen machen würde(den verteidigern der hartz 4 reformen und ihren willfährigen schergen!), darf ich hier leider nicht schreiben :icon_sad:

viel hätte ein richter der klassenjustiz da nicht mehr mit zu bestimmen ! :icon_dampf:
 
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Und wer als Ein-Euro-Job in einer Kita oder KiGa arbeitet, dem gehört was über den Schädel gezogen, virtuell.

:icon_evil:

Wenn die Maßnahme nicht angetreten wird, bekommt man eine Sanktion.
Aus Ängsten davor machen es ja die meisten.

Wer natürlich was über den Schädel bekommen sollte, nicht virtuell, das sind die Verantwortlichen, welche solche Kita-Hilfskräfte als Leistungen zur Eingliederung (Ein-Euro-Job) bewilligen.
Das fängt von den Landratsämtern an, in Berlin der Senat, und geht über die JC bis zur unteren Etage des SB.

Ich frage mich auch, was sind das für Kita-Leiterinnen, die so etwas dulden ??? :icon_kotz:
Systemtreue ohne pädagogische Kenntnisse ???
 

Fairina

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Leute, der EEJ ist das eine, aber der Mutterschutz das andere. Und den sollten alle Frauen in D schon mal gehört haben. Und da ist nix mit Sanktion. Weil eben solche Dinge sogar strafbar wären wenn ich mich nicht irre. Hier haben indirekt eine SB und ein Heim für einen Schwangerschaftsabbruch gesorgt und dafür gehören sie vor den Kadi und eingesperrt.
 
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Leute, der Ein-Euro-Job ist das eine, aber der Mutterschutz das andere. Und den sollten alle Frauen in D schon mal gehört haben. Und da ist nix mit Sanktion. Weil eben solche Dinge sogar strafbar wären wenn ich mich nicht irre. Hier haben indirekt eine SB und ein Heim für einen Schwangerschaftsabbruch gesorgt und dafür gehören sie vor den Kadi und eingesperrt.

Es war ja keine RisikoSchwangerschaft ...und der MS greift ja erst 6 Wochen vor der Entbindung .
Ich war ja "erst" im 5. Monat ich gebe auch keinem die Schuld ...ich habe immer bis kurz vor der Entbindung gearbeitet ....
Ich habe noch den Versprechungen geglaubt das mich der EEJ weiter bringt.
Heute würde ich nicht mal mehr mit einer Nagelbettentzündung in eine Maßnahme gehen..
Mir ging es eher darum das sie mich auf kleine Kinder loslassen wollten mit dem Hintergrund...da sieht man wie weit die denken....wer weiß wie eine Frau reagiert wenn sie so ein Neugeborenes in den Arm bekommt ...Nervenzusammenbruch? Kindesentführung? Suizid?...alles schon da gewesen .
 

Fairina

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Mein Gott Mädel, du hast wirklich keine Ahnung - von nichts.

Das Mutterschutzgesetz regelt alles vom Beginn des Bekanntwerdens der Schwangerschaft bis zum Ende der Mutterschutzfrist. Ich bin absolut entsetzt, das du diese - für Frauen und für Arbeitgeber - grundlegenden Dinge nicht weißt. Die Mutterschutzfrist beginnt 6 Wochen vor der Geburt und endet 8 Wochen nach der Geburt. Für bestimmte Berufe gibt es während der Schwangerschaft Berufsverbote. Dazu zählen (einige seit Neuestem) Arzthelferinnen, Tierarzthelferinnen, Zahnarzthelferinnen und viele andere Berufe/Tätigkeiten in gesundheitlich relevanten Bereichen. So etwas steht selbst in Klatschmedien wie Frau im Bild, Praline oder wie die alle heißen usw. drin.

Arbeitgeber die das MuSchG nicht beachten, haben schwere Strafen zu befürchten.

Das kann doch nicht wahr sein, daß eine Frau im Jahr 2012 nichts darüber weiß.

Und was Risikoschwangerschaft oder nicht angeht, so siehts du doch was passierte. 26 km am Tag mit dem Fahrrad (hin und zurück) neben der schweren Pflege war zuviel für dich und das Kind. Das aber hättest du selbst wissen gekonnt, denn der Abort war ja nicht ohne Warnzeichen gewesen oder? Auch deinen Arzt sollte man mit dem Schädel auf seine Tischplatte hauen wenn er davon wußte und nichts sagte. Oder warst du erst gar nicht beim Arzt? Gerade auch wenn es nicht dein erstes Kind war, wußtest du doch um die Belastung.

Die Frechheit mit dem Job erspar ich mir zu beantworten. Wie mein erster Sohn am Tag vor Heiligabend geboren wurde und starb, wurde ich mit einer jungen Mutter auf ein Zimmer gepackt. War absolut "toll", wenn sie alle 4 Stunden das Kind gebracht bekam. Und anschließend erzählte mir der Sch..pfaffe noch das das die Strafe wäre weil ich a) einen Evangelischen und b) keine kirchliche Hochzeit gemacht hatte und somit in Sünde lebte. das Ganze Mitte der 70iger.
 
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Soweit ich Teelicht verstanden habe, hatte sie damals noch kein Internet. Sprich, sie konnte auch nicht nach ihren Rechten googlen und so erfahren, daß sie als Schwangere in der Altenpflege nicht hätte arbeiten dürfen (wenn das denn so ist).

Klar, man hätte drauf kommen können, aber wissen müssen? Nein. Man kann nicht die Sonderrechte/Ausnahmeregelungen für alle Berufe kennen.

Der SB hätte allerdings sehr wohl wissen müssen, in welche Maßnahmen er eine Schwangere stecken darf. Die Heimleitung hätte sehr wohl wissen müssen, daß sie Teelicht in ihrem Zustand für nicht viel mehr hätte einsetzen dürfen als den Alten vorzulesen.

Und jedem auch nur halbwegs fühlenden und denkenden Menschen hätte klar sein müssen, daß man eine Frau, die gerade ihr Kind verloren hat, nicht zwingt, mit Säuglingen und Kleinkindern zu arbeiten.
 

Fairina

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Malus; dazu braucht es nicht mal Internet. Das MuSchG ist nicht erst seit HartzIV da. Und regelmäßig gibt es in allen möglichen Dummerchenpresseblättern dazu Ratschläge. Und jeder Arbeitgeber weiß es auch.
 
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