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Erwerbstätigkeit Erwerbslosigkeit Grundeinkommen Bürergeld ?

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Familienglück

Elo-User/in

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#1
Erwerbstätigkeit Erwerbslosigkeit Grundeinkommen Bürgergeld

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/31/0,4070,5272127-5,00.html (Zuschauer Video)

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/22/0,4070,5272118-5,00.html (Sendung ca. 1 Std.)

In der Sendung (ca. 1 Stunde) ging es hauptsächlich um das Thema Arbeit.

Ein paar Zahlen

1.) ca. insgesamt 82 Millionen Bürger in Deutschland (mit Kindern und Rentnern)

2.) ca. 44 Millionen Erwerbsfähige (die arbeitsfähig sind, die arbeiten könnten)

3.) ca. 20 Millionen Arbeiter Arbeitnehmer die in richtigen Jobs arbeiten, in die Sozialversicherungskassen einzahlen bzw. Vollzeit-Jobs

4.) ca. eine halbe Million die trotz Arbeit unter dem Hartz-Geld liegen

5.) ca. 20 Millionen mit Hartz und ohne eigenes Einkommen sowie ohne richtigen Job

Es wurde angesprochen, dass es irgendwann so nicht mehr funktionieren kann.

Es werden in nächster Zeit weitere Entlassungen folgen,

also wird die Anzahl (Punkt 3) der 20 Millionen weiterhin schrumpfen. Es wird irgendwann niemand mehr da sein, der diese ganzen Sozial-Leistungen zahlen kann bzw. könnte, der „Sozialstaat“ würde automatisch aufhören zu existieren, da kein Geld mehr in den Kassen wäre?

An einem Arbeiter hängen meist mehrere Personen, einmal die Familie, die arbeitslosen Partner und Kinder, aber er führt ja auch noch mehrere Tausende Euro im Jahr an Steuern in die Kassen ab, so dass bisher fast alle im „Sozialstaat“ abgesichert waren.

Was passiert nun, wenn diese 20 Millionen durch Einsparungen und Entlassungen weiter schrumpfen und immer mehr Menschen auf Hartz angewiesen sein werden?

Es nutzt auch nichts weitere Ungerechtigkeiten aufzubauen oder einiges zu Beschönigen.

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, das kann so nicht weitergehen?

Welche Lösungen gäbe es noch statt einem Grundeinkommen oder Bürgergeld?

Was kann insgesamt geändert werden?

Ich bitte um ernst gemeinte Vorschläge bzw. Alternativen.

Gruß Heike

PS: Allerdings ist Martin auch wieder zu sehen, nach ca. 30 Minuten.
Und noch mal ganz kurz später auf einer großen Tafel im Raum.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hallo Heike,

gut recherchiert, dein Beitrag - danke!

Zu deiner Frage... es gibt mehrere Möglichkeiten und ich zweifele an der Umsetzung bzw. verzweifel beim Grübeln über mögliche Folgen, wenn eben nichts passiert in der Zukunft....

1. Möglichkeit: Bürgergeld - ich bin zwiegespalten, was die finanzielle Umsetzbarkeit angeht...

2. Möglichkeit: Arbeit teilen - also alle (!) specken hinsichtlich ihres Einkommens ab - zugunsten Arbeitsloser - pos. Folge: mehr Freizeit - neg. Folge: für AN mit geringem Gehalt und Kindern reicht ein Halbtagsjob nicht zum Leben und.... die Arbeitgeber werden sich eher dagegen stellen.

In Kombination mit dem Bürgergeld wäre es allerdings eine Möglichkeit - wenn dieses Bürgergeld zwar bedingungslos geleistet würde, aber eben gestaffelt nach Arbeitseinkommen. Wobei eben hier Ältere, Behinderte, Kranke, Rentner und Erziehende gesondert weiterhin aufgefangen werden müssten...

3. Möglichkeit - der Staat reguliert - Strafsteuern für Entlassungen, Auslandsverlagerungen - Unterstützung des Mittelstandes - mehr Kontrollen hinsichtlich Wettbewerb.

Auf alle Fälle müssen EEJ - die eben nicht wirklich zusätzlich sind wegfallen, damit der Arbeitsmarkt nicht noch stärker ausgehöhlt wird...

4. Möglichkeit: man "zwingt" die Unternehmen über den Mindestlohn in die Knie - funktioniert aber nur in Kombination mit Möglichkeit 3...

... ich würde mir wünschen, dass sich hier Menschen äußern, die wirklich umfassend Plan von der Materie haben - vielleicht gibt es tatsächlich ein finanzierbares Konzept das sowohl gerecht ist und unser Überleben sichert, aber auch das sog. "Kapital" nicht übermäßig abschreckt. Ganz sicher wird es keine umfassende Sofortlösung oder eine Superreform geben können, die von hier auf jetzt alle Menschen gleichermaßen zufriedenstellen wird.

Vielleicht haben unsere Kinder etwas davon?
 
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