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Erwerbsminderungsrente wurde abgelehnt, wer kann helfen und einen Hinweis geben?

Roadqueen

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Wer kann mir helfen?
Meine Rente wurde abgelehnt bin aber seit 2016 wegen Fibromyalgie "diagnose gesichert" erkrankt. Da ich schon vorher nicht vermittelbar war,bin ich über meinen Mann Rente wegen erblindung Familien versichert.Bekomme auch kein Krankengeld. Wer ist für mich zuständig bis mein Widerspruch bei der Rentenstelle durch ist.Wurde nach der ablehnung durch meine Ärzte seit dem 16.04.2018 ohne unterbrechung bis 21.10.2018 krankgeschrieben. Die nächste Krankmeldung folgt da meine Ärzte mir keine hoffung auf besserung machen können.Laut Gutachten der Schmerzklinik habe ich eine erheblich eingeschänkte Alltagstauglichkeit.Laut Rentenarzt bin ich aber voll arbeitsfähig.
 
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Roadqueen

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AW: EM Rente wurde abgelehnt, wer kann helfen und einen Hinweis geben?

Dankeschön Seepferdchen finde ich sehr lieb von dir.:bigsmile:
 

sonne26

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AW: EM Rente wurde abgelehnt, wer kann helfen und einen Hinweis geben?

Hallo Roadquee,

da ich das auch zur Genüge hinter mir habe, würde ich an deiner Stelle einen Widerspruch schreiben und auch auf das Gutachten der Schmerzklinik hinweisen.

Grüße von der Sonne
 

Muzel

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AW: EM Rente wurde abgelehnt, wer kann helfen und einen Hinweis geben?

Ich verstehe nicht, warum du nicht selbst versichert bist. Ich war als Arbeitsloser ohne Leistungsbezug auch familienversichert. Mit dem EM-Rentenantragstellung wurde ich ohne Leistungen selbst krankenversichert bis ich Rente bekam und musste dann selbst zahlen.
 

Roadqueen

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AW: EM Rente wurde abgelehnt, wer kann helfen und einen Hinweis geben?

Ich verstehe nicht, warum du nicht selbst versichert bist. Ich war als Arbeitsloser ohne Leistungsbezug auch familienversichert. Mit dem EM-Rentenantragstellung wurde ich ohne Leistungen selbst krankenversichert bis ich Rente bekam und musste dann selbst zahlen.
Ich wahr bis 2015 im Arbeitslosengeld2 bezug als diese weggefallen ist weil mein Mann im Jahr 2015 durch die Rentenerhöhung ca.3 euro über der Hartz4 Satz kam mussten wir Sozialhilfe beantragen. Ich selber habe dann vom Jobcenter nichts mehr bekommen und wurde dann bei meinem Mann als Familienmitglied versichert.Das einzige was uns bewillig wurde war heizöl und das auch nicht in kompletter höhe.
 

Doppeloma

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Hallo Roadqueen, :welcome:

Meine Rente wurde abgelehnt bin aber seit 2016 wegen Fibromyalgie "diagnose gesichert" erkrankt.
Diese Diagnose ist teilweise sehr "umstritten" und wird wahrscheinlich bei der DRV nicht ausreichen, um eine EM-Rente durchzusetzen.
Bist du vor der Ablehnung von der DRV Begutachtet worden und wenn ja welche Fachrichtung war der Gutachter ???

Da ich schon vorher nicht vermittelbar war,bin ich über meinen Mann Rente wegen erblindung Familien versichert.Bekomme auch kein Krankengeld.
Was war denn VOR ALGII, Krankengeld kann man ja nur bekommen wenn man in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung krank geworden ist ???
Aus einer Familienversicherung besteht KEIN Anspruch auf Krankengeld, das sichert nur die komplette ärztliche Versorgung ab und daran wird sich wohl auch vorerst nichts ändern.

Wer ist für mich zuständig bis mein Widerspruch bei der Rentenstelle durch ist.
Hast du denn schon (nachweislich also per Übergabe-Einschreiben) Widerspruch eingelegt und die Unterlagen (zur Akten-Einsicht) angefordert, die für diese Entscheidung verwendet wurden ?
Bist du mal in einer medizinischen Reha gewesen und wenn ja kennst du den Reha-Bericht ???

Was hast du denn bei der Antragstellung mit eingereicht, dass du nicht "vermittelbar" bist beim JobCenter, das hat für die Rentenkasse keine besondere Bedeutung, es geht NUR darum, ob du aus gesundheitlichen Gründen arbeiten kannst oder nicht.

Wurde nach der ablehnung durch meine Ärzte seit dem 16.04.2018 ohne unterbrechung bis 21.10.2018 krankgeschrieben. Die nächste Krankmeldung folgt da meine Ärzte mir keine hoffung auf besserung machen können
Warum erst nach der Ablehnung der EM-Rente eine Krankschreibung, davor bist du doch auch nicht gesund gewesen (für die DRV schon OHNE AU-Bescheinigung), das sollte doch deinen behandelnden Ärzten auch schon früher klar gewesen sein ...

Wer offiziell "Arbeits-FÄHIG" ist bekommt in der Regel keine EM-Rente und ohne eine Bescheinigung dazu vom Arzt gilt man bei den Behörden überall als gesund.

Laut Gutachten der Schmerzklinik habe ich eine erheblich eingeschänkte Alltagstauglichkeit.Laut Rentenarzt bin ich aber voll arbeitsfähig.
Dass diese Ansichten sehr unterschiedlich sind, ist nicht so besonders neu, hier sind viele User denen die EM-Rente mal abgelehnt wurde, ich gehöre auch dazu.
Es dauerte fast 3 Jahre bis ich dann am Gericht doch die EM-Rente bekommen musste, ich war allerdings durchgehend seit meiner letzten Tätigkeit AU geschrieben (insgesamt fast 4 Jahre lang).

In der Regel werden mehr als 50 % der Anträge auf EM-Rente erst mal abgelehnt und nur wenige Antragsteller legen Widerspruch ein, noch weniger reichen später Klage ein wenn der Widerspruch auch abgelehnt wurde, so spart die DRV eine Menge Renten-Geld.

Dein Widerspruch sollte also noch sehr gut begründet werden, liegt denn der Bericht der Schmerzklinik schon vor bei der DRV, darf ich fragen wie alt du bist ???

Ich wahr bis 2015 im Arbeitslosengeld2 bezug als diese weggefallen ist weil mein Mann im Jahr 2015 durch die Rentenerhöhung ca.3 euro über der Hartz4 Satz kam mussten wir Sozialhilfe beantragen.
Das verstehe ich nicht, wenn du offiziell noch NICHT als EM anerkannt bist hast du in der Sozial-HILFE gar nichts zu suchen, die Sätze sind dort genau die gleichen wie in Hartz 4.

Da hat man dich doch schon gewaltig "über den Tisch" gezogen, vor Allem kannst du durch Sozial-HILFE den Anspruch auf EM-Rente komplett verlieren.
Das zählt nicht zur Aufrechterhaltung dieses Anspruches, Hartz 4 schon ... wer Sozial-HILFE bezieht muss (eigentlich) gesetzlich gesehen bereits als Erwerbsgemindert anerkannt sein ...

Ich selber habe dann vom Jobcenter nichts mehr bekommen und wurde dann bei meinem Mann als Familienmitglied versichert.
Das ist also NICHT korrekt und die DRV sieht das ja bisher auch noch völlig anders und hält dich für Erwerbsfähig, dann gehörst du weiterhin zum JobCenter, auch wenn du nicht vermittelbar bist wegen akuter Krankheit.

Dort brauchst du dann auch dringend die AU-Bescheinigung, es scheint Einiges mehr im "argen" zu liegen, als nur dein Antrag an die DRV ...

Das einzige was uns bewillig wurde war heizöl und das auch nicht in kompletter höhe.
Das kann man schlecht beurteilen, das ist ja auch von der Rente deines Partners mit abhängig welche Ansprüche das Amt übernehmen muss ... dem Sozial-AMT musst du die Ablehnung auch mitteilen und dann könnte man dich direkt zum JC zurück schicken.

Und lass dir dort nicht wieder erzählen, dass die (im SGB II) andere Leistungs-Sätze haben als im SGB XII, das ist Unsinn die wollten dich nur loswerden, weil sie dich AU-krank nicht in Arbeit vermitteln können.

AU bedeutet aber nicht automatisch auch "Erwerbsgemindert" und das wird gerne mal verwechselt zum Vorteil der Ämter und zu deinem Nachteil.

MfG Doppeloma
 

Roadqueen

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Zu meiner Leidensgeschichte . Bin 56 jahre und habe seit 2003 ein Ärztemaraton hinter mir. Habe dauerhaft Schmerzen habe über 10 Jahre Tilidin im gross Packung verschrieben bekommen.Bei jedem Arzt eine andere Diagnose.Schmerztherapie keine besserung. Vor einem Jahr einen Anfall bekommen Verdacht auf Epilepsie. Es kam herraus das es keine ist . Im Krankenhaus Tilidin entzug dafür Antiepiletika und Antidepressiva und Tramadol immernoch dauerschmerzen am ganzen Körper. Wurde dann zu einen Rheumatologen überwiesen.Verdacht auf Fibromyalgie . Dann zu einen Arzt der diese Krankheit kennt dieser bestätigte die Diagnose.Zudem kommt noch dazu das ich seid jahren keine nachtruhe mehr habe 3-4 stunden schlaf ist das höchste.Obwohl ich keinen alkohol zumir nehme meinte eine neurologin bei meinen leberwerten hätte ich wohl ein grosses alkohol problem. was nicht stimmt,aber in allen folgenden gutachten übernommen wurde. habe da am 08.04.18 den Vdk .eingeschaltet.
 

FrauRossi

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Ist deine Erwerbsminderungsrente aus sozialrechtlicher Sicht ( weil du keine 36 Monate in den letzten 5 Jahren sozialversicherungspflichtig beschäftigt wars) oder aus medizinischer Sicht abgelehnt worden
 

Schluri

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Obwohl ich keinen alkohol zumir nehme meinte eine neurologin bei meinen leberwerten hätte ich wohl ein grosses alkohol problem. was nicht stimmt,aber in allen folgenden gutachten übernommen wurde.
Was ist den das für eine Neurologin?
Was hat die studiert, gelernt?

Hat die nicht gelernt, dass man erhöhte Leberwerte von Medikamenten bekommt/bekommen kann, oder es an der Leber selbst liegen kann?

Gegen diese falsche Beurteilung würde ich mich ganz entschieden zur Wehr setzen und mir ganz schnell einen anderen Neurologen suchen, und auf keinen Fall den Bericht von der ersten Neurologin mitnehmen.
 

Muzel

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Wenn die formalen Voraussetzungen für die EM-Antragstellung nicht vorliegen, muss man erst gar nicht zum Rentengutachter. Das hat mir die Servicestelle gesagt.
 

Spiteri

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Als Erstes Widerspruch gegen die Ablehnung des EMR- Antrages einlegen. Danach- das hast Du richtig gemacht- an den VDK übergeben: die begründen nämlich den Widerspruch und fechten das Gutachten an.

Ich hänge ähnlich wie Du in einer dauerschleife, aber ich beziehe ALG2.
Krankgeschrieben seit März 2015 (!), erneuter EMR- Antrag Januar 2017 (hatte das alles schonmal 2011- 2014 durch), Fehlgutachten, VDK. Seitdem höre und lese ich nichts mehr - weder vom VDK noch von der DRV- Bund. Warum? Sozialgericht hier arbeitet gerade die Klagen von 2016 auf.

Fibro ist schwierig weil oft nicht anerkannt als eigenständige rheumatische Erkrankung.
Hast Du einen anerkannten GdB?

LG
spiteri

(P.S. habe schwere RA, mehrere BSV mit neurologischer Symptomatik und bin laut letztem Gutachter der DRV fit wie ein Turnschuh...)
 

Muzel

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Hier gab es eine langjährige Forumsschreiberin Muci, die wegen der Diagnose Fibro in die EM Rente gegangen ist. Ich weiß nur nicht, wie du mit ihr in Kontakt treten könntest.
 

Roadqueen

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Ist deine Erwerbsminderungsrente aus sozialrechtlicher Sicht ( weil du keine 36 Monate in den letzten 5 Jahren sozialversicherungspflichtig beschäftigt wars) oder aus medizinischer Sicht abgelehnt worden
Aus medizinicher Sicht er meint das fibro nicht anerkannt ist.

Was ist den das für eine Neurologin?
(….............)
Habe gegen die Neuro Tante beschwerde bei der Ärztekammer eingereicht.

Wenn die formalen Voraussetzungen für die EM-Antragstellung nicht vorliegen, muss man erst gar nicht zum Rentengutachter. Das hat mir die Servicestelle gesagt.

Laut Gutachten der Scherzklinik.
Habe M79.7 gesichert Fibromyalgie und F45.11 gesichert Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Seit 2003 nehmen die Beschwerden zu.Erheblich eingeschränkte Altagstauglischkeit auf grund von Gelenkschmerzen,mangelnder Kraft ,Fatigue Symptomatik. Patientin ist arbeitsunfähig.

Hier gab es eine langjährige Forumsschreiberin Muci, die wegen der Diagnose Fibro in die EM Rente gegangen ist. Ich weiß nur nicht, wie du mit ihr in Kontakt treten könntest.
Fibro ist keine reumatiche erkrankung sondern eine Nervererkrankung der kleinsten Nerven im ganzen Körper die durch absterben dauerhaft schmerzen senden.
 
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Roadqueen

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Als Erstes Widerspruch gegen die Ablehnung des (.....................)
Gdb nur 20 % wegen Rücken und Hüftprobleme . Fibro wird nicht anerkannt . Weil angeblich Modeausrede für Leute die nicht Arbeiten wollen. Habe aber 15 Jahre als Berufskraftfahrer gearbeitet. Wo ich mir 2001 ganz gemein einen wirbel angebrochen hatte und aus diesem grund nicht mehr berufsmässig arbeiten durfte. Nebenbei noch 4 Kids und Haushalt versorgt. Habe mit 17 meine erste Ausbildung als Tierpfleger abgeschlossen, und bis 2001 gearbeitet.Die Kids haben jetzt alle Arbeit und eigene Wohnung.Und mein Mann hat GdB 100% seit 2008 am grünen Star erblindet.
 
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FrauRossi

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Ich könnte mir vorstellen, das du sozialrechtlich auch keinen Anspruch hast.
Ich würde das an deiner Stelle erstmal überprüfen.
Nachher käpfst du jahrelang um medizinische Anerkennung und dann gelingt es womöglich und dann bekommst du die sozialrechtliche Ablehnung.
Das wäre ärgerlich
 

Muzel

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https://www.rechtsanwalt.com/rechtsnews/grad-der-behinderung-gdb-bei-fibromyalgie/
"Die Fibromyalgie wird in den versorgungsmedizinischen
Grundsätzen im Abschnitt 18 (Haltungs- und Bewegungsorgane, rheumatische
Krankheiten) aufgeführt. "
In dem Beitrag werden verschiedene Urteile aufgeführt, die ganz sicher lesenswert sind.
Jedenfalls kommt der Autor zum Schluss, dass es einen GdB von 50 geben kann.
 

Wolllaus

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Also du hast nur Aussichten auf Erfolg, wenn du aussagekräftige Befunde und Berichte von Ärzten hast und dein behandelnder Arzt und der Hausarzt hinter dir stehen. Die werden nach der Prognose gefragt.

Die Ärzte der DRV kennen deine Krankheitsgeschichte nicht, erzählen kann man persönlich viel, wenn der Tag lang ist (ist allgemein gemeint, nicht gegen dich) es zählt für die Ärzte nur deine Krankengeschichte und die sollte dann eben aussagekräftige Arztberichte enthalten.

Und dann ist es eben so, die Krankheit an sich zählt nicht, denn oft gibt es unterschiedliche Verläufe, der eine kann damit noch etwas machen, der andere nicht.

Selbst ich, mit Demenz Diagnose, messbarem Schwindel, einer sehr gefährlichen chronischen Erkrankung bin diesmal nur für relativ kurze Zeit verlängert worden. Es ist schwerer geworden.
Ich muss also zusehen, dass ich zu Ärzten gehe und alles was mich einschränkt, attestieren und bestätigen lasse.

Fibromyalgie ist leider oft noch eine Verlegenheitsdiagnose, wenn die Ärzte nicht weiter wissen. Mich haben sie immer so stark in die Tenderpoints gekniffen, dass es weh tat, aber nicht weil ich Fibro hätte, die hab ich nicht.
man weiß zu wenig darüber, bzw wenige Ärzte erkundigen sich über Neuigkeiten. Fibro hat leider noch viel zu oft einen schlechten Ruf.

Ich würde an deiner Stelle den Widerspruch dann sehr ausführlich gestalten, also alles was du an Arztberichten hast, auch nochmals beifügen, mit deinem Hausarzt sprechen. Wie gesagt, es hängt oft von deren Einschätzung ab. Nicht immer, aber ich weiß von zwei Ärzten, die gutachterlich arbeiten, dass man, wenn der Hausarzt eine gute Prognose gibt, man sich da oft nach richtet, da der Hausarzt den Patienten und dessen Krankheitsverlauf ja in der Regel lange kennt.
Und ich würde auch ein Schreiben anfügen, in dem du deine Beeinträchtigung genau erläuterst. Wie gesagt, man geht nicht nach Krankheiten, sondern nach Einschränkungen.
 

saurbier

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Hallo Wolllaus,

Selbst ich, mit Demenz Diagnose, messbarem Schwindel, einer sehr gefährlichen chronischen Erkrankung bin diesmal nur für relativ kurze Zeit verlängert worden. Es ist schwerer geworden.
Es ist nicht unbedingt schwerer geworden, bei den Weiterbewilligungsanträgen. Es scheint eher so zu sein, das die Herrschaften bei den Rententrägern allzugerne ihre Entscheidungsbefugnis nach der Tageslaune ausüben.

Mit wurde damals mein Reha-Antrag in eine 3 jährige Arbeitsmarktrente geändert ( 1 1/2 Jahre zurück und 1 1/2 Jahre in die Zukunft), bei ersten Weiterbewilligungsantrag bekam ich binnen 1 Wochen 3 Jahre genemigt, bei zweiten Antrag dauerte es dann 2 Wochen und mir wurden nur 2 Jahre bewilligt, womit ich bei dessen auslaufen dann fast 62 Jahre bin und auf dem Arbeitsmarkt noch weniger Chancen hätte.

Das ist nach meiner persönlichen Feststellung alles nur reine Willkür, eher weit weniger handfest begründet, was es ja auch mal geben soll.

Ich hab jetzt z.B. eine Klage gegen die DRV am laufen, um die leidige Rückforderung aus der Rentenumwandlung (BU in volle EMR) aufzuheben und man staune nicht schlecht, für meinen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X haben sich die Damen und Herren bei der DRV ganze 12 Monate Zeit gelassen um den abzulehnen, meinen Widerspruch haben sie binnen 3 Monate abgelehnt und jetzt auf meine eingereichte Klage beim Sozialgericht bitten sie glatt um eine Aussetzung des Verfahrens bis angebliche Entscheidungsgründe des SGB vorliegen (das BSG urteilte dazu am 25.05.2018), ha besagtes verfahren wurde an das LSG mit einem entsprechenden Prüfauftrag zurück verwiesen.

Glaubt nicht alles, was die Herrschaften so von sich geben!

Fibromyalgie ist leider oft noch eine Verlegenheitsdiagnose, wenn die Ärzte nicht weiter wissen.
Nun ja, das glaub ich mal weniger.

Eher dürfte es so sein, daß sich eben nicht viele Ärzte mit diesem Krankheitsbild genauer auskennen, eben weil kompliziert.

Und was Ärzte nun mal nicht kennen, daß erkennen sie selten als fundierte Krankheit an. Genau dies aber spielt dann den Rententrägern voll in die Karten.

Nicht zu vergessen, die Qualität der Rehaärzte läßt zumeist weit zu wünschen übrig, was ich im laufe meiner vielen Rehas lebhaft erleben durfte. In einer Maßnahme was der Stationsarzt noch nicht einmal in der Lage eine Intravenöse Spritze zu setzen, das mußt die Schwester dann übernehmen. Aber Diagnosen sollen sie dann perfekt stellen können, ha das ich nicht lache.

In meiner Akte steht zum Beispiel somatoforme Störungen und das hängt mir immer noch an, gleichwohl ich nachweislich rein orthopädische Probleme habe, daß haben die C´t und MRT Untersuchungen nachgewiesen.

Auch hier wieder, findet ein MdK Gutachter / ärztlicher Dienst der AfA / Reharzt mangels fundierter Fachkenntnis nichts, dann ist es einfach mal auf somatoforme Erkrankungen abzuschieben - dann ist es eben die Einbildung des Patienten.


Grüße saurbier
 

Wolllaus

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doch Fibro ist oft eine Verlegenheitsdiagnose. Ich bin in einem größeren Rheumaforum und da bekommt man einiges mit. Oft wird nach längerer Zeit, vielem Gerenne dann doch was rheumatisches festgestellt.
Ärzte wissen nicht weiter, Fibro, zack. Was glaubst du, wie mir in die Tenderpoints gekniffen wurde, mit Fingernägeln richtig fest rein. Es wurde aber mittlerweile von mehreren Ärzten bestätigt, dass ich keine Fibromyalgie habe, sondern die Schmerzen von meiner Kollagenose kommen.

Es gibt wie bei ME oder auch CFS, wie man es nennen mag, genauso wie bei Fibromyalgie wenige Ärzte die es ernst nehmen und sich fortbilden. Ist traurig, aber ist so.
Oder die Demenz bei mir, das wurde auf eine schwere Depression geschoben, weil man keine Ursache fand. Dabei lag die auf der Hand, ich musste auf eigene Rechnung zu einem Professor, der dann den Grund rausfand. Es ist sehr traurig, wie schnell irgendwas in eine Schublade geschoben wird.

Und deswegen muss man dann eben auf die Symptome gehen. Krankheiten alleine sichern einem keine Rente, denn wie ich schon geschrieben habe, der eine kann mit Krankheit x arbeiten, der andere ist extrem stark eingeschränkt.
Und deshalb immer alles attestieren lassen, zur Not zu vielen Ärzten, bis man aussagekräftige Befunde und Berichte hat, alles andere bringt leider nicht viel.
 

Roadqueen

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Hallo ein grosses Danke für Eure infos. Habe jetzt erfahren das das Wohngeldamt uns weiter unterstützen soll.Bescheid kommt mitte November. Habe aber jetzt eine neue Frage. Muss ich wenn meine Rente durch kommt die Nachzahlung rückwirkend ans Wohngeldamt abtretten? Ach ja neue Krankmeldung bis zum 07.12.2018 liegt auch schon vor.
 
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