Erwerbsminderungsrente Verlängerung beantragt. DRV schreibt das ich mich mit meinem Hausarzt in Verbindung setzten muss. Was steckt dahinter ?

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Jonny70

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Hallo

Habe vor 2 Wochen die Verlängerung meiner Erwerbsminderungsrente abgegeben.
Heute kam ein Schreiben der DRV:

Sehr geehrter Herr ….

wir haben heute bei Ihrem Hausarzt ..... einen ärztlichen Befundbericht angefordert.
Bitte setzten Sie sich mit ihrem Hausarzt in Verbindung und weisen Sie auf eine bevorzugte Erledigung hin, damit wir schnellstens die erforderlichen medizinischen Informationen erhalten, um ihre Angelegenheit zügig zu bearbeiten.

Vorsorglich möchten wir Sie auf die Folgen fehlender Mitwirkung nach §66 Abs. 1 des Ersten Buches des Sozialgesetzbuches - Allgemeiner Teil - (SGB I) hinweisen.
....

mfg DRV

Da werde ich mal nächste Woche zum Hausarzt gehen. Ist so ein schreiben üblich oder warum muss ich beim Hausarzt dabei sein ?

Vielen Dank & Gruß Jonny
 

Wolllaus

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vielleicht musst du auch noch was unterschreiben, damit der Hausarzt die Befunde weitergeben darf. genau wirst du es wohl erst wissen, wenn du da warst ;)

Die DRV ist eigentlich immer recht fix, zumindest hab ich die Erfahrung gemacht, wenn es ums anfordern von Befunden geht. Allerdings kann es danach länger dauern, weil sie es ja bearbeiten müssen.
 

Wolllaus

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naja was nun genau der Grund ist, wirst du erfahren, wenn du hingehst. Ich musste auch schon was beim Arzt unterschreiben, obwohl ich die Schweigepflichtentbindung beim Antrag unterschrieben hatte. Gibt mittlerweile so viel zum unterschreiben, damit Ärzte was weiterreichen dürfen. Ich hab das erst im Krankenhaus durch. ist ja durch die DSGVO nicht einfacher geworden.
 

Doppeloma

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Hallo Jonny70,

Vorsorglich möchten wir Sie auf die Folgen fehlender Mitwirkung nach §66 Abs. 1 des Ersten Buches des Sozialgesetzbuches - Allgemeiner Teil - (SGB I) hinweisen.

Ganz schön frech deine Bearbeiter, was hast du denn damit zu tun (mitzuwirken) wenn die eine direkte Befund-Anfrage an deinen Hausarzt gerichtet haben ... ???

Dann werden die sich schon selber auch um die zügige Erledigung kümmern müssen, das ist doch nicht deine Aufgabe. :icon_evil:

Zu meinem Hausarzt gehe ich nur wenn ICH das selbst (aus gesundheitlichen Gründen) für erforderlich halte oder dort einen Termin vereinbart habe, warum meint eigentlich inzwischen (fast) JEDER gleich "springen" zu müssen wenn eine Behörde "pfeift" ... :sorry:

Welche Rechtsgrundlagen (außer den angeblichen "Mitwirkungspflichten") werden denn sonst noch für dieses Ansinnen von der DRV genannt, bekommst du Geld für solche "Botendienste" im Auftrag der DRV ...
Ich wüßte nicht, was das mit dem neuen Datenschutz zu tun haben sollte, das ist doch bereits ALLES in den Schweigepflicht-Entbindungen auf dem Antrag erfasst (sonst dürften die deinem Arzt gar keine Anfragen schicken) ... und wie möchte die DRV bitte kontrollieren, ob du dieser angeblichen "Mitwirkungs-Pflicht" auch nachgekommen bist ... :doh:

MfG Doppeloma
 
E

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Gast
Ich glaube, die DRV hat den Mitwirkungsparagraphen fest auf fast allen Briefbögen aufgedruckt. Mir schrieb man ja sogar, dass es zur Mitwikungspflicht zähle, einen Widerspruch zu begründen.
 

saurbier

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Also ich hab meinen neuen Weiterbewilligungsantrag bereits Ende Februar an die DRV geschickt und daraufhin vor zwei Wochen eine Einladung meiner neuen Hausärztin (halt alte Praxis vom Vorgänger übernommen) erhalten. Die wußte gar nichts mit dem Schreiben anzufangen und dann sagte mir ihre Arzthelferin plötzlich Frau Dr. kann den Bericht nicht ausfüllen, dazu müßte sie erst aktuelle Arztbefunde vorliegen haben.

Leute das ist ein absoluter Witz, natürlich wie immer auf unsere Kosten.

Wie bitte soll es aktuelle Befunde geben, wenn man vor fast 10 Jahren zur OP im KH war. Das ist schwachsinn, schaut euch doch mal den Vordruck an, den die DRV da an den Arzt verschickt, ich hab mir den von der DRV besorgt:

ärztlicher Befundbericht

Da werden überhaupt keine zwingend neue Befunde gefordert, neben einer kurzen Untersuchung von Blutdruck, Wiegen, Messen, wird da dann gefragt hinsichtlich Befundveränderungen oder ob eine Besserung der Leistungsfähigkeit vorliegt oder nicht. Alles mehr als Lapidar. Wozu bitte geh ich denn jeden Monat zum Arzt und hole mir meine Medikamente.

Mir scheint hier eher die 28,91 € ausschlaggebend zu sein.

In meinem speziellen Fall kann ich es sogar damit begründen, daß ich ein Gerichtsgutachten hab, nachdem ich a) die BU-Rente erhalten und b) in dem ausdrücklich steht, das eine gesundheitliche Besserung ausgeschlossen wird. Was dann dann danach und erst recht zwischen 2010-2012 alles an ortopädischen OP´s dazu kam, ist nur das i-Tipfelchen oben drauf.

In meinem Fall finde ich es dann auch keineswegs witzig, daß sich die Arzthelferin hier plötzlich aufspielt und geschichten erzählt wie - daß hätte der alte Hausarzt gar nicht ausfüllen dürfen -. Leute was erlaubt sich diese Dame hier, was glaubt sie wer sie ist.

Sie will das ganze jetzt einfach liegen lassen und aussitzen, nur da spiele ich nicht mit!


Grüße saurbier
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

so scheint es bei der Dame mitunter rüber zu kommen.

Ich möchte mal sagen, leider noch etwas schlimmer.

Als ich damals als Schmerzpatient erstmals aus der Schmerztherapie zum Hausarzt kam, war die Dame echt so dreist mir meine BTM-Dosis auf den Tag genau auszurechnen - angeblich müsse sie dies so machen weil die KK das fordert -.

Hab das dann beim nächsten Termin mit meinem Schmerztherapeuten besprochen und dem ist fast der Hals geplatzt. Der hat dann im Arztbericht ausdrücklich rein geschrieben das ich nach eigenem Bedarf meine Dosis anpassen darf und plötzlich bekam ich mein BTM vom Hausarzt ohne das die Dame herum gemurt hat.

Jetzt erscheint es mir wohl so zu sein, daß es ihr zuviel Arbeit macht, von den bisherigen Befunden (ist ja der dritte Weiterbewilligungsantrag) die Diagnosen abzuschreiben.

Als ich deswegen jetzt bei meinem Schmerztherapeuten angerufen hab (ist ja ein KH in 100km Entfernung und der Mann ist extrem überlaufen, weshalb wir uns ja darauf geeinigt haben das ich mich nur wieder melde wenn es zu Problemen kommt, weil der Hausarzt ja das Medikament jetzt auch verordnen kann), sagte mir die dortige Arzthelferin die Spinnen. Die brauchen keine neue Diagnose wenn nicht neues vorgefallen ist, da gilt bis auf weiteres die alte Diagnose, aber ich darf gerne im November zum Doktor kommen.

Man überlege mal, nur weil mein Hausarzt jetzt in Rente gegangen ist (letztes Jahr) und die neue Ärztin meine Krankengeschichte nicht kennt (klar 30 Jahre Behandlung, da kommt vieles zusammen), kann man doch nicht vom Patienten verlangen er soll alle ehemaligen Befunde nochmals durch die Fachärzte aktualisieren lassen. Wie bitte soll das geschehen, soll man dann in die jeweiligen KH´s bis hin zur Uni und selbst viele Fachärzte sind in Rente, das geht doch überhaupt nicht. Warum nimmt sich die Frau Dr. dann nicht die Zeit und studiert meine Akte, vielleicht weil sie die nicht komplett im Computer steht?

Nun ja, nächste Woche schlag ich da auf, meine komplette Krankengeschichte hab ich ja inzwischen chornologisch digitalisiert, mal sehen was mir dann die liebe Frau Dr. so sagen wird.


Grüße saurbier
 

HermineL

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Oh Mann das erinnert mich so an meinen Hausarzt den ich Anfang des Jahres verlassen habe.
Ich habe meinen alten Hausarzt mittels drohender Klage zwingen müssen alle Unterlagen in Kopie rauszugeben weil er sich über 5 Monate geweigert hat mich auch nur in die Patientenakte schauen zu lassen..
Bin froh das ich das gemacht habe weil ich nun selber alle Unterlagen in der Hand habe und der neue HA war super zufrieden mit der lückenlosen Dokumentation meinerseits
mit FA und HA Unterlagen.

Sie will das ganze jetzt einfach liegen lassen und aussitzen, nur da spiele ich nicht mit!
Das hat mein alter HA mit dem Versorgungsamt auch gemacht bis hin zur Bußgeldandrohung. Vor der Verhängung schrieb mich das Amt an und ich bin hin und habe dann nach einem Streit und Klagedrohung (siehe oben) alles besorgt was die brauchten. In Bezug auf den HA war ich das schön blöd weil der hätte das Bußgeld zahlen müssen und hätte es verdient aber damit wäre mir nicht geholfen gewesen.

Als ich damals als Schmerzpatient erstmals aus der Schmerztherapie zum Hausarzt kam, war die Dame echt so dreist mir meine BTM-Dosis auf den Tag genau auszurechnen - angeblich müsse sie dies so machen weil die KK das fordert -.
Das hat bei meinem alten Hausarzt auch immer wieder zu Theater und Diskussionen geführt. Bei meinem neunen bat ich dann um ein neues BTM-Rezept für meine Medis. Auf meinem Plan stand eine 50 Packung und der neue Doc meinte damit wäre ich doch viel zu unflexibel und bräuchte zu schnell ein neues Rezept. Er schrieb eine 100 Packung auf und änderte entsprechend den Medi-Plan.

man doch nicht vom Patienten verlangen er soll alle ehemaligen Befunde nochmals durch die Fachärzte aktualisieren lassen. Wie bitte soll das geschehen, soll man dann in die jeweiligen KH´s bis hin zur Uni und selbst viele Fachärzte sind in Rente, das geht doch überhaupt nicht.
Das Spiel hatte ich etwas anderer Form mit dem Versorgungsamt mit denen ich ja noch im Clinch liege. Die wollten keine Befunde anerkennen die älter als ein halbes Jahr waren. Dies betraf somit einige MRT-Untersuchungen von Erkrankungen die degenerativ sind und wo es kaum eine Wunderheilung gegeben haben kann. Mein Doc sagte dann es könne nicht so ohne weiteres neue MRT-Untersuchungen (6 wären es gewesen) ohne akuten Grund. Da würde die KK nicht mitspielen. Ich bin dann zu KK und die haben sich mit dem Versorgungsamt in Verbind8ung gesetzt und plötzlich war keine Rede mehr von neuen Befunden.

Nun ja, nächste Woche schlag ich da auf, meine komplette Krankengeschichte hab ich ja inzwischen chornologisch digitalisiert, mal sehen was mir dann die liebe Frau Dr. so sagen wird.
Ganz Ehrlich, da würde ich nicht bleiben.
 

saurbier

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Hallo HermineL,

danke für deine Ausführungen.

Nun es ist ja so, daß ich bisher keine probleme mit der Nachfolgerin hatte, im Gegenteil. Das Problem ist halt, das ich als alter Patient mit entsprechender Geschichte jetzt an eine - ich sage mal - unerfahrenen Ärztin in Sache Rentenverfahren geraten bin, wo sich dann die Arzthelferin leidlich wichtiger machen will als sie tatsächlich ist.

Und mal so einfach den Hausarzt wechseln, nun daß ist immer so eine Sache. Auch die müßten sich ja erst einmal wieder einarbeiten und da stellt sich dann nebenbei auch die Frage wie kurz stehen die selbst vor der Rente. Alle Urlaubsvertretungen meines Hausarztes waren ja wahrlich keine junge Ärzten, sie ist es aber und ihre jetzt neu eingestellte Kollegin ist sogar eine ganz frische Ärztin, wie sie mir selbst sagte.

Ich bin ja noch zuversichtlich, daß die liebe Frau Doktor das Begutachtungssystem der DRV als Hausärztin noch verstehen wird, sie kommt ja ursprünglich als Fachärztin für Allgemeinmedizin aus der Ecke der Naturheilkunde - eben wie mein alter Hausarzt, der zuvor mal Zahnarzt war und dann auf Allgemeinmedizin mit Naturheilkunde wechselte. Deshalb werde ich ihr beim nächsten Besuch mal erzählen was ich inzwischen vom Rentenberater (ausnahmsweise mal telefonisch erfragt) diesbezüglich erfahren haben, denn das deckt sich ja mit dem ausdrücklichen Hinweis im Befundbogen, aber auch was mir die Arzthelferin meines Schmerztherapeuten gesagt hatte.

Hier ist wie gesagt mehr die eine der vielen Arzthelferinnen das Problem, die sich halt wichtiger nimmt als sie tatsächlich ist.

HInischtlich dem Versorgungsamt kann ich nur sagen, ich war damals bei meinem neuen Antrag über das Ergebnis mehr als verwundert. Aber ich hab den Antrag auch auf anraten der Reha-Ärztin unmittelbar nach der Reha gestellt, da waren natürlich alle Befunde sehr aktuell (letzte OP war erst 4 Monate her).

Du hast auch vollkommen recht, daß seitens meiner orthopädischen Probleme die ich ja bereits seit den 90er Jahren mit mir rum schleppe, heute kein Orthopäde ohne besonderen medizinischen Anlass nur für eine Anfrage der DRV neue Untersuchungen vornimmt, insbesondere keine C´t oder MRT-Untersuchungen, denn das würde die KK zu recht nicht bezahlen.


Grüße saurbier
 
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saurbier

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Hallo Leute,

gestern war es dann nun soweit, ein Schreiben der DRV flatterte bei mir ein, ich füge es mal an falls es interessierte gibt.

Mir erscheint dabei schon äußerst interessant, daß man da jetzt überhaupt erwähnt das bei meinem Antrag - Nach Aktenlage reichen die vorhandenen medizinischen Unterlagen nichts aus, um die von Ihnen geltend gemachten Ansprüche zu erfüllen - die medizinischen Unterlagen nicht ausreichen.

Ha ha, ist es nicht lustig, ich bekam bis dato die volle EM-Arbeitsmarktrente doch nur, weil der Arbeitsmarkt als verschlossen anzusehen war - und das seit 2012.

Weit wichtiger und damit fast schon witzig ist doch, ich habe bereits seit Ende der 90er eine unbefristete Teil-EMR per Gerichtsbeschluss, was die letzte Reha sogar nochmals bestätigte und dort sogar für den allgemeinen Arbeitsmarkt bestätigt wurde. Was möchte die DRV daran bitte ändern wollen - wohl nichts, oder. Die darauf aufbauende Arbeitsmarktrente gibt es doch nur, wenn der Arbeitsmarkt keine Vermittlung zuläßt und das wäre dann eine Entscheidung der AfA und nicht der DRV.

Da will man jetzt neue medizinische Befundberichte - um welchen Anspruch zu erfüllen?

Das soll jetzt nicht mehr ausreichend sein. Ja vielleicht doch eine reine Trotzreaktion, wie schon im Widerspruchsbescheid von 2018 seitens der DRV angekündigt, weil ich mich erdreistet habe gegen sie zu klagen weil man von mir im Wege der Bewilligung der Arbeitsmarktrente unter Bezug auf das Urteil des BSG vom 7.9.2010, B 5 KN 4/08 R damit ja mal ganz schnell einige Tausend Euro zurück verlangen wollte. Nun ja, meine jetzige Klage daraufhin hat die DRV ja mit Vergleichsvorschlag zugestimmt und angenommen.

Und wer glaubt den ernsthaft das sich der Arbeitsmarkt für ü60 tatsächlich so verbessert hat, als das man mir jetzt plötzlich eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit seitens der AfA anbieten könnte - meine SchwerB mal unbeachtet gelassen.

Es scheint die DRV nimmt es offenbar doch nochmals genauer mit den Arbeitsmarktrentnern, denn inzwischen gibt es einige Leute auf der Seite von Ihre Vorsorge die darüber berichten/diskutieren. Dreist finde ich dabei die Aussagen mancher Forenteilnehmer, welche die Bezieher einer Arbeitsmarktrente als Privilegierte bezeichen und unverholen den Wegfall dieser Rente fordern, ohne offensichtlich die Ausführungen der BSG-Richter dazu zu kennen. Nutzniesser der Arbeitsmarktrente ist weder die DRV noch die AfA, denn die DRV müßte für eine Teil-EMR eh 50% Rente zahlen und die AfA übers zu berücksichtigende ALG-I aus bisherigem Hinzuverdienst/Arbeitseinkommen meist nicht mehr. Es geht also nur um Arbeitserleichterung, denn für Karteileichen bräuchte man bekanntlich kein Personal beschäftigen, außer in Behörden.

So manches mal kommt man einfach nicht umhin anzunehmen, so manche Behörden dienen nur der Selbstbeschäftigung ihrer Mitarbeiter, wenn wundert es da das sie doch alle überlastet sind.

Damit jetzt alles angeblich schneller läuft soll ich auch noch Druck auf meine Hausärztin ausüben, oder wie.

Man sollte sich auch mal am Rande vor Augen halten, wieviel Arbeitsmarktrenter es überhaupt gibt, denn aus eine Anfrage an den Bundestag konnte ich entnehmen, das es 2015 lediglich 19.900 Personen waren, für die der allgemeine Arbeitsmarkt als verschlossen angesehen wurde. Wohl eher als Penauts zu betrachten in Anbetracht von 2017 über 1,4 Mio. Teil-EMR und insgesammt 20,5 Mio. Rentenbezieher.


Grüße saurbier
 

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saurbier

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Hallo Kerstin_K,

nun da kannst und muß ich dir vollkommen recht geben. Das Hirn schalten die Herrschaften leider recht selten ein, wie sonst soll man ansonsten die vielen Prozeße erklären.

In meinem Fall doch noch besser, denn die Akte dürfte ja bereits sehr dick sein und ein Blick da hinein dürfte wohl jedem einigermaße bewandeten aufzeigen, daß hier lediglich die Frage der aktuellen Arbeitsmarktlage zu klären ist.

Wenn ich es jetzt auf eine volle EMR abgesehen hätte, dann hätte ich wohl ausreichende Unterlagen beigefügt - nicht war.

Klar könnte ich auch den Weg der vollen EMR gehen, ich hab in letzter Zeit eh massive Probleme mit meinen Hüften (bin in letzter Zeit zwei mal ohne erkennbaren Grund gestürzt) und auch mein Blutdruck scheint Probleme zu machen, hat meine Hausärztin bei letzten Termin ja selbst als viel zu Hoch bezeichnet Mich wunderte da bereits das sie überhaupt nicht auf meine Aussage eingegangen ist, daß mir mir im letzten halben Jahr mehrfach vor Computer sitztend urplötzlich das Bild vollkommen verschwimmt - ich kann einfach nichts mehr lesen - alles vollkommen verschwommen -. Aber ich sag mir warum um eine volle EMR wohlmöglich erneut kämpfen, wenns die Arbeitsmarktrente auch tut.

So langsam bin ich das ewige Widerspruch und Klagen mit der DRV auch mal leid, hab ja bereits Ende der 90er Jahre fast fünf Jahre bis zum LSG-Essen (bis Ende 2002) um meine BU-Rente gekämpft, dann 2007 und 2011 darum überhaupt eine Reha zu bekommen und seit 2012 dann wegen der enormen Rückforderung von zig tausend Euro (Widerspruch, Klage, Überprüfungsantrag, Widerspruch, Klage) was ja erst jetzt zu Ende ging. Der ganze Mist füllt inzwischen 3 (drei) dicke Ordner.

Ich mach nächste Woche einen neuen Termin bei der lieben Frau Doktor, geh dann mit dem Schreiben und der Einladung des Schmerztherapeuten mal hin, schaun wir mal was sie dann sagt.

Danke nochmals für deine Anmerkung.


Grüße saurbier
 

Jonny70

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Hallo

Habe 3 mal einen Brief der DRV bekommen das meine Unterlagen eingegangen sind und nun bearbeitet werden.

Heute kam Schreiben Nummer 4 der DRV:

Wegfall der Rente auf Zeit
……...….
Sollten Sie zwischenzeitlich die Weiterzahlung bereits beantragt haben, wird Ihr Antrag unverzüglich bearbeitet.

Was für ein Papierwahnsinn , da weiß einer nicht was der andere macht.

Gruß Jonny
 

Fabiola

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Ganz schön frech deine Bearbeiter, was hast du denn damit zu tun (mitzuwirken) wenn die eine direkte Befund-Anfrage an deinen Hausarzt gerichtet haben ... ???
Dann werden die sich schon selber auch um die zügige Erledigung kümmern müssen, das ist doch nicht deine Aufgabe. :icon_evil:
Habe dazu folgendes auf meinem Rechner abgespeichert:
"Rentenversicherung muss ärztliche Auskünfte selbst einholen
Von einem Versicherten kann die Rentenversicherung nur verlangen, seine behandelnden Ärzte zu benennen und sie von der Schweigepflicht zu entbinden. Einholen muss die Rentenversicherung die ärztlichen Auskünfte selbst. Sie hat auch die Kosten dafür zu tragen. Zudem hat nur der Versicherungsträger die Möglichkeit, die Übersendung der Befundberichte durch den Arzt erforderlichenfalls zu erzwingen."
 
E

ExUser 2606

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Ist gibt ein Urteil vom BSG Berlin, in dem steht, dass es aus Verwaltungsvereinfachungsgründen nicht zu beanstanden sei, wenn die DRV den Antragsteller auffordert, die Befundberichte vom Arzt ausfüllen zu lassen und zrückzuschicken.
 

HermineL

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Ist gibt ein Urteil vom BSG Berlin, in dem steht, dass es aus Verwaltungsvereinfachungsgründen nicht zu beanstanden sei, wenn die DRV den Antragsteller auffordert, die Befundberichte vom Arzt ausfüllen zu lassen und zrückzuschicken.
Ich denke du meinst das LSG Berlin-Brandenburg oder doch das BSG Kassel. Na egal es wäre hilfreich das angesprochene Urteil auch zu verlinken oder zumindest das AZ zu posten.
 

saurbier

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Na ja, ob so oder so, es scheint das die DRV aufgrund des wachsenden Kostendrucks in letzter Zeit wohl doch etwas genauer hinschaut, wenn es um die Weiterbewilligungsanträge geht. Ist doch auch logisch, kann man so insgeheim drauf hoffen das nun auch wieder viele nicht um ihre Rente kämpfen.

Ich hab ja inzwischen mit meiner Hausärztin gesprochen und sie sagte mir, das sie der DRV SB am Telefon mitgeteilt hätte das das nicht so schnell gehe, da sie erst aktuelle Befunde brächte und das eben dauern würde. Daraufhin hätte ihr die DRV SB am Telefon mitgeteilt, das sie das nicht verstehen könne, denn ich müßte doch ständig in orthopädischer Behandlung sein. Dann soll sie den Befundbericht vergessen, sie will bei mir jetzt einen Gutachter einschalten.

Man sieht wie wenig sich die angeblichen Experten mit der Materie wohl auseinander setzten wollen, was bei Behörden ja eher typisch scheint, denn keiner will seinen Kopf einschalten, wohl aus Angst vor fehlern die man ihnen dann anlasten könnte. Hallo der Facharzt hat die Anfangsdiagnose gestellt und ans KH überwiesen, die haben behandelt und dann an den Hausarzt zwecks Weiterbehandlung abgegeben. Wozu danach noch den teuren Facharzt weiter aufsuchen, wenn der Hausarzt entsprechend der Diagnose nun die Behandlung weiter fortführt und keinen Grund für eine erneute Vorstellung bei Facharzt sieht. Das Hausarztmodell sieht sowas nun mal nicht vor, da ist nur der Hausarzt der entscheidende Arzt.

Interessant war bei dem Termin der neuen Hausärztin aber schon, als ich ihr das BU-Rentengutachten (Gerichtsgutachter), den letzten Reha-Abschlussbericht (Blatt 1 und 1a), sowie die KH OP-Berichte als auch den Befund des Schmerztherapeuten in Kopie vorlegte, das sie sagte diese Unterlagen hätte sie leider so nicht im Computer - würde sie jetzt gleich mal einscannen. Sie stimmte mir sogar zu als ich ihr sagte, daß mein alter Orthopäde inzwischen selbst in Rente sei und der Nachfolger ohne medizinischen Grund keine Veranlassung sähe teure Untersuchungen nur für einen neuen Befund auf Wunsch der DRV vorzunehmen, ganz abgesehen davon das ein Termin dafür Monate dauern würde. Was mich im nachhinein bei dem Gespräch jedoch ärgerte war ihre Aussage, daß der neue Orthopäde bei Praxisübernahme doch alle alten Unterlagen von mit hätte, ja genau, ebenso wie sie - nur sie wollte ja selbst nicht in die alten Unterlagen schauen - also sollte sie sich wohl mal an die eigene Nase fassen.

Nun dann warte ich jetzt mal ab, was sich die DRV SB so ausdenkt, denn bei mir geht es ja um die Arbeitsmarktrente und nicht um eine befristete volle EMR aus rein gesundheitlichen Gründen.

Ich bin natürlich auch sehr gespannt wie die Herrschaften ein Gerichtsurteil nach 20 Jahren aufheben wollen (unbefristete Teil-EMR) - mit einer Wunderheilung durch einen Gutachter - wohlmöglich nach Aktenlage, oder wie.

Wer von uns mag schon glauben, daß die DRV neue C´t / MRT bezahlen wird um ein Gutachten erstellen zu können, ich nicht.

Alle mir bekannten Fälle wurden bestenfalls vor Ort vom Gutachter untersucht, da wurden nie C´t oder MRT heran gezogen. Nur so kann man jedoch bei Orthopädischen Gesundheitsstörungen keine konkrete Aussage treffen, vor allem wenn es um eine kaputte Hüfte oder gar HWS/LWS mit Verkalkungen geht.

Die DRV hat bei mir (ü60 mit drittem Weiterbewilligungsantrag) jetzt ja noch viel Zeit, nachdem man bereits zwei Monate hat vertreichen lassen bis man mal den Befundbericht vom Hausarzt anforderte, denn die Rente läuft ja erst zum 30.06.2019 aus.

Also abwarten und däumchen drehen.


Grüße saurbier
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Das Problem ist, ich findes es nicht mehr. Aber ich weiss noch, dass es eine Entscheidung aus Berlin war.

It’s just that simple ;-)
 
Status

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