Erwerbsminderungsrente ohne Reha beantragen

willwissen

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Hallo, bin selbst schon seit min. 20 Jahren Depressiv erkrankt,hier und da gab es mal eine kurze Therapie,sowie krankschreibungen von verschiedenen Ärzte. Da jetzt aber den Druck des JC nicht mehr ausghalte ,möchte ich einen Schlussstrich ziehen und die Rente nun beantragen
Habe mir hierfür einen Vers. ältesten gesucht, der aber sagte mir am Telefon das ich wohl erst von der RV in Kur geschickt würde
Ich möchte aber nicht in Reha oder Kur,da auch dies ein Teil meiner Angst ist.

Frage, gibt es hier welche die eine Rente auch ohne Reha/Kur bewilligt bekommen haben ?, wenn ja,wie habt Ihr das geschaft.

Was muss man der RV vorlegen damit sie glaubt das eine Rehe keinen Erfolg bringt.
Was für Unterlagen wollen die haben.

Ich weis das ich selbst nie mehr ins Berufsleben komme,nach sovielen jahren weis man das.
Jedoch wie erklärt man das der RV.
Mir wurde mal (vor ca. 20 jahren) eine Psycho-somatiche Kur bewilligt,die ich aber damals auf grund Finanzieller Lage nicht antreten konnte.

Also nochmal ,wie soll ich ,mein hausarzt oder auch mein bevorstehender neuer therapuet,der RV erklären ,das ich nicht amehr arbeitsfähig bin und das auch eine Reha etc. nicht bringen wird,zudem ich diese nicht durch meine Angst antreten kann.
Lieben Dank
und Gruß
 

ZynHH

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Wieviel Jahre bist du jetzt durchgehend damit in behandlung?
 

Ines2003

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Ich habe 2011 die Rente wegen Psychischer Erkrankung (Soziale Phobie) beantragt, 1, 2 Jahre vorher war ich aufgrund einer Orthopädischen Erkrankung 3 Wochen auf Reha, bei der als Nebendiagnose die Psychische Erkrankung festgehalten wurde.
Die Rente wurde ohne erneute Reha bewilligt.
Ob es damit allerdings etwas zu tun hat, weiß ich nicht.
 

willwissen

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Hallo, also ich hatte hin und wieder seit ca. 20 jahren Probleme der Psyche.
Dann war es der Magen,dann war es das Herz und immer weiter so. Und alles nur von der Psyche.

Ich für mich würde sagen das ich die Krankheit nun ca. 20 Jahre (mal etwas mehr ,mal etwas weniger stark) habe.

Wer und wie ich das nun aber belegen soll/kann ,weis ich nicht. Ich war auf jeden fall immer wieder bei einem Arzt deshalb,und ob die Krankenkasse das alles speichert weis ich auch nicht.

Ob man das nun als Durchgehend bezeichnen kann,kann ich nicht sagen.

natürlich hatte ich zwischdurch noch andere Krankheiten die ja jeder mal hat, und zudem habe ich sei meinem 13 Lebensjahr gelenkreuma.Welches nach einem einjährigen Krankenhausaufenthalt festgestellt wurde.
 

Zwergin

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Dein behandelnder Arzt könnte dir zunächst mal Rehaunfähigkeit bescheinigen, sofern er dich dafür hält.

Ansonsten wäre es sicher sinnvoll, einen Facharzt aufzusuchen. Denke gerade im psychischen Bereich wird bei der DRV Wert auf entsprechende Arztberichte gelegt, gerade wenn die Rentenversicherung sich selbst kein Bild in der Rehamaßnahme machen kann.

Hallo, also ich hatte hin und wieder seit ca. 20 jahren Probleme der Psyche.
Dann war es der Magen,dann war es das Herz und immer weiter so. Und alles nur von der Psyche.

Ich für mich würde sagen das ich die Krankheit nun ca. 20 Jahre (mal etwas mehr ,mal etwas weniger stark) habe.
Wichtig sind hier entsprechende Arztberichte. Wenn du regelmäßig bei deinem Arzt warst, liegen diese ja vor.
 

DJL-HH

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Moin willwissen,

auch ich habe Mitte 2011 eine 5-wöchige Reha in einer psychsomatischen/orthopädischen Einrichtung absolviert.
Ich war anschliessend weiterhin vom Psychiater AU geschrieben, bis ich nach 78 Wochen ausgesteuert wurde.

Weder verschiedene Medikamente, noch Verhaltenstherapien haben meinen Zustand so gebessert, dass ich arbeiten konnte, langsam ich sah ein, dass es beruflich keine Perspektiven mehr gab.

Mitte 2012 habe ich erneut eine 6-wöchige Reha in einer psychosomatischen Einrichtung angetreten, aber letztendlich hatte sich auch jetzt nichts wesentlich verändert.

Ich habe draufhin einen EM-Antrag gestellt, der vom ersten Gutachter negativ beurteilt wurde.
Ich habe Widerspruch bei der DRV eingelegt, bekam innerhalb kürzester Zeit einen erneuten Gutachtertermin, und oh Wunder, diese Gutachterin bescheinigte das komplette Gegenteil des ersten Gutachters...

Mir wurde zunächst die EM-Rente rückwirkend befristet bewilligt, und zwar ab Antragsdatum 2. Reheantrag, dieser wurde in einem EM-Antrag umgedeutet/umgewandelt.

Als sich die Befristung dem Ende näherte, stellte ich rechtzeitig einen Verlängerungsantrag; bewilligt wurde mit eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen auf Dauer, längstens bis zum Eintritt der Regelaltersrente.
Da war ich verblüfft, erstaunt, froh und deprimiert zugleich.

Ok, ich muss dazu sagen, dass noch andere Erkrankungen hinzukamen, die mit Sicherheit auch zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

Du schreibst, dass Du nicht Rehafähig bist.
Dies sollte Dein Psychiater, Dein Hausarzt entsprechend bescheinigen und der DRV mitteilen.
Die DRV holt sich alle Befundunterlagen von Deinen behandelnden Ärzten/Therapeuten, die Du bei der DRV angegeben hast.

Gruss an Dich
 
E

ExitUser

Gast
Rente ohne Reha (Prinzip - Reha vor Rente) ist möglich aber schon sehr selten...

Ob eine Reha bei dir Sinn macht entscheidet der Sozialmedizinische Dienst der Rentenversicherung nach Auswertung aller vorliegenden Unterlagen wie Befundbericht vom Facharzt, Gutachten vom Gutachter etc.

Dabei werden verschiedene Aspekte in die Entscheidung einbezogen wie Alter, bestand der Erkrankung seit wann, wie lange ggf. erfolglos in Behandlung, ev. chronifizierter Verlauf und vor allem die Meinung des Gutachters der DRV. Letzterer kann die DRV sich anschließen muss sie aber nicht...

Eventuell vermutet man hier und da spielt auch die zu erwartende Höhe der möglichen Rente eine Rolle...

Ich hab meine Rente auch ohne Reha erhalten, allerdings nach 36 Jahren durchgehender Erkrankung (bin Mitte 50) erstes Attest von 1980, dann ab den 90ern 17 Jahre in fachärztlicher Behandlung.

Sowohl mein FA als auch der Gutachter sahen bzw. sehen keine Möglichkeit einer Besserung durch eine Reha, dieser Einschätzung hat sich dann auch die DRV angeschlossen...


liesa
 

Wolllaus

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Hallo, bin selbst schon seit min. 20 Jahren Depressiv erkrankt,hier und da gab es mal eine kurze Therapie,sowie krankschreibungen von verschiedenen Ärzte. Da jetzt aber den Druck des JC nicht mehr ausghalte ,möchte ich einen Schlussstrich ziehen und die Rente nun beantragen

und Gruß
ganz ehrlich, das mit hier und da mal eine kurze therapie und krankschreibungen von verschiedenen ärzten könnte probleme bereiten. da man ja sagen kann, du hast nicht wirklich versucht eine verbesserung anzustreben, also kann es nicht so schlimm sein. so könnte es zumindest ausgelegt werden.
für rente ohne reha muss man in der regel zu krank für eine sein. deine nicht rehafähigkeit müsste ein arzt bestätigen und gut begründen.

ohne gute, aussagekräftige befunde und berichte ist es sehr schwer. falls du aber trotz nur kurzer therapien hier und da, aussagekräftige befunde hast, wird es sicherlich einfacher.
 

Muzel

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Du kannst die Rente auch ohne Reha bewilligt bekommen. Jedenfalls hast du die Rente beantragt und da muss der Rentenantrag erst einmal in einen Reha-Antrag um gedeutet werden. Hast du Gutachten schon? Dann weißt du mehr. Aber die DRV entscheidet. Vorher weiß aber nur der Geier oder die Glaskugel mehr. Du musst es einfach abwarten.
 

BettyBlue

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Guten Morgen,

mir wurden nach Erstbeantragung nun weitere drei Jahre Rentenverlängerung bewilligt.
Diese begründet sich vor allem durch meine psychischen Einschränkungen, wobei aber auch vielleicht noch andere ärztliche Befunde eine Rolle spielten.

Urspünglich bekam ich auch von der Krankenkasse die Auflage, eine Reha anzutreten. Die wurde von meiner damaligen behandelnden Ärztin jedoch abgelehnt, da ich alleinerziehend bin und meine Tochter in der Zeit nicht anderweitig hätte unterbringen können (und eine Mitnahme ebenfalls nicht möglich war).

Später bescheinigte mir dann mein jetziger Psychiater ebenfalls Rehaunfähigkeit. Wobei mir jetzt nicht bekannt ist, dass er das irgendwie zusätzlich begründete geschweige denn ärztliche Befunde nötig waren. Auch bin ich (leider) nicht therapiefähig, weshalb ich bis auf eine kurze Verhaltenstherapie keine nennenswerten Therapien durchgeführt habe. Ich werde lediglich mit Medikamenten versorgt.

Es ist also möglich, die Rente auch ohne Reha oder langjährige Psychotherapien bewilligt zu bekommen. Ob das nun die Ausnahme ist, kann ich nicht sagen.

Viele Grüße und alles Gute!
BettyBlue
 

timilu

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Ob Reha oder nicht, wird ja auch bei den Gutachtern abgefragt.
Beide Gutachter haben in ihrem Gutachten geschrieben, das eine Reha bei mir keine Besserung bringt und nicht angezeigt ist.

Ich bekam meine Rente ohne Reha. Lass das mal auf dich zukommen. Wenn keine Besserung erzielt werden kann, dann bezahlt die DRV auch keine Reha.

Ich wünsche dir alles gute für deinen Weg.
 

Wolllaus

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wichtig sind aussagekräftige befunde und glück mit dem gutachter, leider.

ich habe meine renten auch ohne reha bekommen, nach aktenlaage. aber es ging aus den befunden hervor, dass momentan keine verbesserung mit einer reha erzielt werden kann.

also wichtig ist, dass man dem gutachter was vorlegen kann. auch was aktuelleres. sonst sieht es nicht so rosig aus.
 

Heikejessi

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ich hatte drei Rehamaßnahmen innerhalb von vier Jahren, bevor ich die Rente bekommen habe. Gut, die haben wohl gedacht, wer so viel einzahlt, muss es noch ein bisschen länger tun. Soll heißen, ich habe für mein Alter eine sehr hohe Rente. Die wird nicht einfach mal so gezahlt.

Ich glaube, Rente ohne Reha wird sehr sehr schwierig werden.

Eine Reha ist aber nicht sehr schlimm. Ehrlich. Wie gesagt, ich war in drei Rehamaßnahmen. Alle unterschiedlich, aber. wenn man das Beste draus macht, ist es halb so wild.

Warum willst du nicht dorthin fahren?


LG Heike
 
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