Erwerbsminderungsrente ..... mögliche Fallen umgehen?

Stubenpilot

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Hallo liebe Freunde
Die Problematik meiner Frau ist ja nun hinlänglich bekannt, ich beginne aber ein völlig neues Thema denn die "Art" der Frage ist komplexer:
Meine Frau ist nun noch krankgeschrieben seit dem 3. März bis jetzt zum 1. Juli, dann erfolgt ein erster Termin beim Facharzt für Psychiatrie....der Sie hoffendlich weiter im Krankenstand hält. (30. Juni war/ ist Ende der Kündogungszeit jetzt). Wir setzten sehr darauf das er versteht und bemerkt, dass bei meiner Frau (57.... -41 Arbeitsjahre) "der Ofen aus ist" und der Hass auf sämtliche Menschen unendlich ist.
Im Falle aber dass der Doktor es "nicht-so-sieht" bekommen wir ein heftiges Problem.

Ziel insgesamt sollte eine Erwerbsminderungsrente sein, welche zusammen mit zwei Fachärzte und dem Hausarzt festgestellt werden sollte, (davon gehe ich mal aus), denn so wie die Frau da-sitzt und sich verhält bin ich froh das Sie überhaupt noch etwas essen tut und aus dem Bett kommt. Meint dann der Medezinische Dienst der AOK Krankenkasse das Sie dennoch voll arbeitsfähig ist / sei, dann bleibt nur noch der Weg mit Rechtsanwalt gegen zu kämpfen....aber ich mach mich nicht vorab verrückt. Die Frage ist nur, "was" ist ratsam um den Weg zu bekommen?

Ich kann mir es nicht vorstellen, dass wenn Medizinische Dienst sagt die Frau ist arbeitsfähig und muss zur AfA, dass die Damen der AfA da irgendwelche Rücksicht nehmen werden. Die ganze persönliche Hintergrundgeschichte wird denen nicht interessieren und die werden dann wohl mit gehörig Druck versuchen meine Frau in Arbeit zu bringen. (Gesetzt für die Zumutbarkeit habe ich gut studiert und ist bekannt)...also wenn das nix wird, Sie nicht mal schafft dort auf dem Job zu erscheinen oder andere Gründe hat, das es nix wird....wird das AfA sicher mit "Sanktionen" kommen...und Schritt für Schritt wird selbst das ALG1 sicher immer weiter gekürzt. Wenn Sie aber nicht mehr "kann" können die doch nicht da Monat für Monat kürzen? (oder doch?) Der Gang erneut zum Doktor würde da unerläßlich sein...die ununterbrochende Kette der Krankheit würde aber durch das AfA unterbrochen sein.

Jetzt rätsele ich, und behaupte mal aus blauen Dunst,dass die AfA "von-sich-aus" niemals eine Erwerbsminderungsrente vorschlägt / vorschlagen wird. Die werden sicher knall hart die zustehenden 1,5 Jahre den Druck ausüben und wenn dann immer noch kein Job passend ist...würde der "Kunde" in das ALG2 rutschen. Oder? ALG2 würde Sie aber nicht bekommen weil ich als Mann 2400€ Brutto habe (das sind 1700 € ausgezahlt mit Lohnsteler 3)...also NIX mit ALG2. ich finde das aber soetwas von unpassend, denn ein Mensch der 41 Jahre nie arbeitslos gewesen war...wird dann nach 1,5 Jahren ALG1-versuchen ins "NICHTS" geschickt, wo hingegen andere (???) Personen die hier nicht mal geboren sind, mit Geld fast zugeschüttet werden...(vorsichtig ausgedrückt)

Welcher Weg würde dann der passende Weg sein? Nicht die ununterbrochende Kette der Krankschreibung verlassen und mit Hilfe der Fachärzte "versuchen" solch eine Erwerbsminderungsrente zu erlangen? Oder täusche ich mich in die AfA, das die bemerken dass die Arbeitsplatzsituation hier wo wir wohnen es gar nicht zuläßt eine Frau dann mit 58 irgendwie "Zwangs-zu-vermitteln" und die dann solche Erwerbsminderungsrente vorschlagen? Keine Ahnung. Selbst mit REHA oder Tagesklinink....was würde man erreichen? Sie sperrt sich ja völlig und Arbeit gibtes hier in der Reinigung nicht und es würde auch nicht gut ausgehen für Sie oder den künftigen Arbeitgeber. (ich kenne meine Frau....)

Was müssen wir nun beachten und was dürfen wir nicht falsch machen, damit wir uns nicht selber durch Unwissenheit oder Dummheit oder Gut-Gläubigkeit uns nicht selber den Weg verstellen?
Über einige Hinweise würde ich wirklich dankbar sein.
nette Grüße vom Jörg
 

HermineL

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Zunächst muss ich konstatieren das du sehr wenig Ahnung vom ganzen Procedere rund um das Erlangen einer EMR Rente hast. Insofern ist es gut das du hier Hilfe suchst.

Ziel insgesamt sollte eine Erwerbsminderungsrente sein, welche zusammen mit zwei Fachärzte und dem Hausarzt festgestellt werden sollte, (davon gehe ich mal aus), denn so wie die Frau da-sitzt und sich verhält bin ich froh das Sie überhaupt noch etwas essen tut und aus dem Bett kommt.
Weder der Facharzt noch ein Hausarzt oder irgendein anderer behandelnder Arzt kann eine Erwerbsminderungsrente feststellen. Dies obliegt einzig der DRV oder im Klageverfahren, bei Ablehnung, dem Sozialgericht.

Meint dann der Medezinische Dienst der AOK Krankenkasse das Sie dennoch voll arbeitsfähig ist / sei, dann bleibt nur noch der Weg mit Rechtsanwalt gegen zu kämpfen....aber ich mach mich nicht vorab verrückt.
Der medizinische Dienst der Krankenkasse kann lediglich, wenn überhaupt, eine Arbeitsunfähigkeit bei berechtigten Zweifeln auf Antrag der KK oder des Arbeitgebers aufheben. Mit der Feststellung der Erwerbsfähigkeit, Leistungsfähigkeit oder generellen Arbeitsfähigkeit hat er nicht zu tun.

Jetzt rätsele ich, und behaupte mal aus blauen Dunst,dass die AfA "von-sich-aus" niemals eine Erwerbsminderungsrente vorschlägt / vorschlagen wird.
Da täuschst du dich gewaltig. Wenn die mitbekommen das jemand dauerhaft erkrankt ist kann denen das nicht schnell genug gehen, sparen die dann doch die Leistungen.

ch finde das aber soetwas von unpassend, denn ein Mensch der 41 Jahre nie arbeitslos gewesen war...wird dann nach 1,5 Jahren ALG1-versuchen ins "NICHTS" geschickt,
Hier schießt du zu schnell. Das würde bei jemanden der seinen Job in dem Alter verliert zutreffen wenn er keinen mehr bekommt aber bei jemanden der krank ist sieht der Weg doch ein wenig anders aus. Siehe weiter unten.

wo hingegen andere (???) Personen die hier nicht mal geboren sind, mit Geld fast zugeschüttet werden...(vorsichtig ausgedrückt)
Das hättest du dir in der Tat komplett sparen können. Das ist nicht nur fehl am Platze sondern auch total daneben.


Ich will dir den Weg zur EMR einmal ganz grob skizzieren.
Zunächst sollte ab sofort darauf geachtet werden das eine durchgehende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliegt. Hier sollte man unbedingt einen Arzt haben dem man vertraut denn der muss, genauso wie ihr, der Meinung sein das hier nur eine EMR sinnvoll ist.
Mit Hilfe dieses Doc´s sollte man versuchen die volle Krankengeldzeit von 78 Wochen auszuschöpfen. Hierbei wird sehr wahrscheinlich die Krankenkasse immer mal wieder die AU mittels MDK anzweifeln aber mit langem Atem und einem guten Doc kann man sich dagegen erfolgreich wehren.
Hat man das wirklich geschafft kommt nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld ALG I Nahtlosigkeit. Das ist kein normales ALG I sondern speziell dafür gedacht den Übergang vom Krankenstand in die EMR abzusichern.
Hierzu wird die Bundesagentur den ärztlichen Dienst mit der Feststellung des Leistungsvermögens beauftragen. Kommt der ÄD zu dem Schluss das eine Leistungsfähigkeit von unter 3 Stunden für mind. 6 Monate vorliegt gibt es ALG I Nahtlosigkeit. Außerdem wird die BA dazu auffordern einen Antrag auf Reha oder EMR zu stellen. Dieser Aufforderung muss man innerhalb eines Monats nachkommen. (Wie du siehst sind das dann nicht nur 1,5 Jahre ALG I. Dazu kommen die 78 Wochen Krankengeld)

Nun geht der Ball das erste mal zur DRV. Diese muss nach dem Grundsatz Reha vor Rente verfahren was in den meisten Fällen dazu führt das erst einmal eine Reha genehmigt wird die man auch antreten sollte wenn man die EMR haben will. In der Reha wird die DRV die Erwerbsfähigkeit feststellen. Sollte die Rehaeinrichtung zu dem Schluss kommen das im Bezugsberuf das Leistungsvermögen unter 3 Stunden liegt und genauso auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und die DRV der Einschätzung folgen wäre man am Ziel.

Wie gesagt das ist ganz grob umrissen denn dazwischen liegen jede Menge Fallstricke und man sollte grundsätzlich davon ausgehen das die DRV alles versucht nicht zu leisten was meist beim ersten Antrag zur Ablehnung führt. Aktuell bei mir habe ich gerade erfahren das alleine die Bearbeitungszeit des Antrages bis zu einem Jahr dauert.

Sollte man in Widerspruch gehen und Klage gehen würde ich mich jetzt zu einer groben Schätzung hinreißen lassen die da lautet, da ihr gerade erst damit anfangt, mind. 3-4 Jahre ab jetzt. Alles andere wäre schon fast ein Sechser im Lotto.


Warte mal ab es werden dir noch mehr dazu schreiben. Wenn du Fragen dazu hast dann los.
 

Stubenpilot

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@HermineL vielen Dank für diese ehrlichen Worte und in der Tat hast Du zu recht bemerkt dass ich NULL-Ahnung habe und dringend Hilfe suche nach Hinweisen um nicht in irgendwelchen Fallen zu landen. Deshalb bin ich ja hier und freue mich über Ratschläge und Aufzeigen von Erfahrungen so wie Du es gerade gemacht hast. Man fässt sich ehrlich nur noch am Kopf!
Warum? Wenn man sich so Eure Erfahrungen anschaut...fragt man sich ernsthaft "wozu" diese Krankenkassen da-sind und die AfA da ist...und ich hebe den Verdacht, dass aus der "Aufgabe" wozu die eine Berechtigungsexistens ja haben....dass man "für" den Menschen da ist....dass es nun umgekippt ist und der Arbeitssuchende ist der Feind der AfA und der Kranke ist der Feind der Krankenkassen. Anders (sorry) kann man das Gehabe und Getue ja schon gar nicht mehr deuten.

Stellt Euch mal ein Malermeister vor, der behauptet ER-Sei-für-die-Kunden-da..... und wollen die Kunden eine Leistung, dann beginnt ER die Kunden zu terrorisieren. Der würde nicht lange auf dem Markt sein. Dass man vom Finanzamt nicht erwarten kann dass es mir Geld-hinterher-wirft würde auch keiner behaupten wollen, dessen Aufgabe insgesamt ist ja dem Staat Geld zu verschaffen. Aber AfA und KK spielen hier eine erheblich komische Rolle aus meiner Sicht.

Also zum Tehema zurück...ist es ungemein wichtig in der jetzigen Phase die Krankmeldung "aufrecht-zu-erhalten" und versuchen das glaubhaft mit mehrere Doktoren zu untermaueren und den medezinischen Dienst so die Möglichkeit nehmen dass man arbeitsfähig beurteilt wird. (Scheinbar machen die das sehr gerne)..... Und ich bin erstaunt was Du da schreibst, dass die AfA von-sich-aus bei bemerken dass die Person nicht kann...dann dann solch Vorschlag kommen könnte. Der Zeitrahmen hingegen ist ja sehr sehr abenteuerlich. Um das richtig zu verstehen....sollte man die 78 Wochen ausschöpfen.....aber "dazwischen" kommen so einige Störfeuer. ....das wird ja eine heiße Sache. ich melde mich....danke sagt der Jörg
 

Larsson

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HermineL. hat es ja recht gut beschrieben.
Etwas möchte ich dennoch anmerken.
Deine Frau kann auch ohne AfA oder sonst jemanden einfach EMR beantragen, wenn sie sich für erwerbsgemindert hält. Ich persönlich würde den Antrag sofort stellen, denn mitunter dauert es lange, bis eine Entscheidung von der DRV fällt, und sei es zum Schluss durch das Sozialgericht.
Erst Krankengeld voll ausschöpfen und dann zur AfA und dort ausschöpfen und dann erst die Rente beantragen, das ist Zeitverschwendung. Im Ernstfall kommt man dann noch in ALG II.
Stellt den Antrag lieber gleich, entweder sie geht durch oder wird abgelehnt. Bei einer Ablehnung kann man kämpfen, Krankengeld und ALGI kann dann auch voll ausgeschöpft werden.

Ich z.B. habe EMR beantragt, es kam zur Begutachtung und sie wurde bewilligt. Ich musste auch niemals in eine Reha.
Und ich war auch nie krankgeschrieben (Soll nur als Beispiel dienen, nicht nachmachen), darauf würde ich allerdings an eurer Stelle genau drauf achten, das Lückenlos AU ist.
 

HermineL

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Erst Krankengeld voll ausschöpfen und dann zur AfA und dort ausschöpfen und dann erst die Rente beantragen, das ist Zeitverschwendung.
Also mit Verlaub aber das ist Unsinn. Schon alleine wenn man bedenkt das die Durchschnitts-EMR-Rente bei 750 Euro liegt. Bei den meisten ist das Krankengeld und das ALG I erheblich höher. Nenne mir einen vernünftigen Grund warum man das verschenken sollte ganz davon abgesehen das die Chancen eine EMR direkt durch zu bekommen eher gering sind. Gerade hier wo es, zumindest entnehme ich dem Eingangsbeitrag des TE so, es aktuell "nur" um die Psyche geht.

Stellt den Antrag lieber gleich, entweder sie geht durch oder wird abgelehnt. Bei einer Ablehnung kann man kämpfen, Krankengeld und ALGI kann dann auch voll ausgeschöpft werden
Ich will ja gar nicht behaupten das man den Weg auch so gehen sollte aber wenn man die EMR wider Erwarten direkt durchbekommt hat man zwar Zeit gespart aber auch jede Menge Geld verschenkt.

Und ich bin erstaunt was Du da schreibst, dass die AfA von-sich-aus bei bemerken dass die Person nicht kann...dann dann solch Vorschlag kommen könnte.
Naja das ist doch eigentlich logisch denn die AFA muss ja nicht mehr zahlen wenn die Rentenkasse zahlt.

Der Zeitrahmen hingegen ist ja sehr sehr abenteuerlich. Um das richtig zu verstehen.
Ist nicht abenteuerlich sondern Realität. Manche kämpfen noch viel länger. Ich selber bin seit Ende 2013 mit einer Unterbrechung von 6 Monaten durchgehend AU und habe noch lange keine EMR.

Warum? Wenn man sich so Eure Erfahrungen anschaut...fragt man sich ernsthaft "wozu" diese Krankenkassen da-sind und die AfA da ist...und ich hebe den Verdacht, dass aus der "Aufgabe" wozu die eine Berechtigungsexistenz ja haben....dass man "für" den Menschen da ist....dass es nun umgekippt ist und der Arbeitssuchende ist der Feind der AfA und der Kranke ist der Feind der Krankenkassen.
Der ursprüngliche Gedanke dieser Sozialsysteme war ja die Menschen abzusichern. Dieses Ziel war ja auch jahrelang die Prämisse aber seit den 90Jahren wurde es hier immer mehr neoliberal und alles wurde dem Markt überlassen. Das hatte letztlich zur Folge das in den Sozialsystemen nicht mehr der Gedanke die Leute abzusichern vorherrscht sondern der Betriebswirtschaftliche Gedanke. Dieser wird bis jetzt auch sehr erfolgreich umgesetzt. Wenn man sich nur die Ablehnungsqoute bei EMR-Anträgen von über 40% anschaut kann man erahnen was da eingespart wird.
 

Larsson

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Also mit Verlaub aber das ist Unsinn. Schon alleine wenn man bedenkt das die Durchschnitts-EMR-Rente bei 750 Euro liegt. Bei den meisten ist das Krankengeld und das ALG I erheblich höher. Nenne mir einen vernünftigen Grund warum man das verschenken sollte ganz davon abgesehen das die Chancen eine EMR direkt durch zu bekommen eher gering sind. Gerade hier wo es, zumindest entnehme ich dem Eingangsbeitrag des TE so, es aktuell "nur" um die Psyche geht.
Tja, das ist halt ein Für und Wieder. Nehmen wir an, es wird erst Krankengeld und dann ALG I voll ausgeschöpft und dann erst wird die Rente beantragt. Und dann wird diese abgelehnt und du musst sie einklagen. Das kann dauern, dann musst du aber von ALG II leben, wenn Partner nicht genug verdient. Und das evtl. auch über Jahre. Also mit Verlaub, für mich wäre das der schlechtere Weg.

Und in Anbetracht, dass die Rente selten gleich bewilligt wird, wird hier auch nix verschenkt. Wie gesagt, wahrscheinlicher ist ja wohl, dass er es bis zur Bewilligung der Rente sowieso ausschöpft.

Soll heißen:

Ich stelle den Antrag gleich:
Die Rente wird bewilligt: Geld „verschenkt“
Die Rente wird nicht bewilligt: Doof, aber ich habe ja noch etwas zum Ausschöpfen und lande nicht gleich in ALG II u.U.

Schöpfe ich erst aus und beantrage dann die Rente:
Die Rente geht sofort durch: Toll Glück gehabt
Die Rente wird nicht bewillig, doof, Zeit verschenkt und dann willkommen in ALG II u.U.

Aber das muss nun mal jeder selber wissen.
 

Vetter aus Dingsda

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... Aber AfA und KK spielen hier eine erheblich komische Rolle aus meiner Sicht. ...
Es ist ja das Amt für Arbeit… und nicht das Amt für Arbeits- und Erwerbsunfähige.

Mir wurde der Rentenantrag vor 5 Jahren während meines Aufenthalts in einer Tagesklinik ans Herz gelegt. Ein Psychologe, eine taffe Sozialarbeiterin und das gesamte Pflegeteam nickten mir wohlwollend bei der Unterbreitung des Vorschlags zu und ich kam vorher nicht auf diese Idee.

Ich brauchte ein paar Tage Bedenkzeit. Als ich dann zustimmte, winkte das Pflegeteam mit einem gut vorbereiteten Laufzettel voller Termine bei verschiedenen Fachärzten, dass ich der DRV auch alle anderen „Zipperlein“ ordentlich belegen kann. Eine Rentenälteste, mit der ich ebenfalls gleich einen Termin bekam, füllte in ca. 2 Stunden alles mit mir aus. Als sie auch die Formulare für die Anerkennung einer Behinderung auf den Tisch legte, war ich ihr fast böse. Ich habe es „trotzdem“ beantragt.

Es kam zur Begutachtung bei der DRV und zu einer Anerkennung eines GdB von 30. Die Rentenversicherung willigte zu einer 50%igen Rente ein. Die Sozialarbeiterin war wie „ein Messer“ und riet mir zu Widersprüchen auf allen Ebenen. Ich fragte mich: „Warum?“… das war ja für mich positiv.

Heute weiß ich, dass es nötig war. Von meiner Hände Arbeit könnte ich nicht mehr leben. Die DRV zahlt mir befristete „Arbeitsmarktrente“ und mein GdB ist unbefristet bei 50. Unmittelbar nachdem ich die Widersprüche eingelegt- und mich von meiner 20-jährigen Selbständigkeit verabschiedet habe.

Ich bin psychisch und körperlich krank- jedoch nicht blöd und inzwischen wieder wehrhaft.

Versuche, deine Frau zu bewegen, das über eine Institutsambulanz oder einen Tagesklinischen Aufenthalt anzugehen.

AU durchgehend: Ja. Sie ist ja nicht fähig zu arbeiten. Das sollte sie dann auch belegen können.
 

Larsson

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Mir wurde der Rentenantrag vor 5 Jahren während meines Aufenthalts in einer Tagesklinik ans Herz gelegt. Ein Psychologe, eine taffe Sozialarbeiterin und das gesamte Pflegeteam nickten mir wohlwollend bei der Unterbreitung des Vorschlags zu und ich kam vorher nicht auf diese Idee.
Bei mir lief das ähnlich.
Und ich wusste bis dato garnicht, dass es diese Möglichkeit gibt.

Und eine Behandlung über eine Institutsambulanz ist immer empfehlenswert. Leider gibt es dort mitunter lange Wartezeiten. Aber wenn man mal drin ist, hat es eigentlich nur Vorteile. So muss man z.B. keine Anträge auf Therapie stellen, die dann, wenn genehmigt, zeitlich begrenzt ist. Man wird einfach zeitlich unbegrenzt behandelt. Und es geht mit einem Klinikaufenthalt, wenn nötig, viel schneller und unbürokratisch.
 

HermineL

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Tja, das ist halt ein Für und Wieder. Nehmen wir an, es wird erst Krankengeld und dann ALG I voll ausgeschöpft und dann erst wird die Rente beantragt. Und dann wird diese abgelehnt und du musst sie einklagen. Das kann dauern, dann musst du aber von ALG II leben, wenn Partner nicht genug verdient. Und das evtl. auch über Jahre. Also mit Verlaub, für mich wäre das der schlechtere Weg.
Wer hat den behauptet das man den Antrag erst nach ausschöpfen des ALG I stellen soll ?
Außerdem wird die BA dazu auffordern einen Antrag auf Reha oder EMR zu stellen. Dieser Aufforderung muss man innerhalb eines Monats nachkommen.
Man wird gar nicht bis zum ausschöpfen warten können denn schon zu Beginn von ALG I fordert einen die AFA dazu auf. Das ist dann bei den meisten 18 Monate vor dem Auslaufen von ALG I. Bei einem Antrag der glatt läuft sollte das reichen ohne das man etwas verschenkt.
Bei einem Antrag der nicht durchgeht kann sowieso niemand vorhersagen wie lange dies dauern kann. Die Spanne geht da von unter einem Jahr bis hin zu über 5 Jahren. In dem Fall ist man so oder so der Gelackmeierte aber in der Konstellation hat man zumindest noch so viel wie möglich mitgenommen.

Letztlich muss der TE entscheiden welcher Weg ihm lieber ist. Keiner der beiden Wege ist frei von dem Risiko in H4 abzurutschen,
 

Larsson

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Wer hat den behauptet das man den Antrag erst nach ausschöpfen des ALG I stellen soll ?
Also irgendwie verstehst du mich immer falsch. Niemand hat es behauptet. Ich wollte nur anmerken, dass es ich es für sinnvoll halte, den Antrag gleich zu stellen und nicht erst nach der Ausschöpfung von Krankengeld und ALG I. Aus
o.g. Gründen.
Das war deine Antwort darauf.
Also mit Verlaub aber das ist Unsinn. Schon alleine wenn man bedenkt das die Durchschnitts-EMR-Rente bei 750 Euro liegt. Bei den meisten ist das Krankengeld und das ALG I erheblich höher. Nenne mir einen vernünftigen Grund warum man das verschenken sollte ganz davon abgesehen das die Chancen eine EMR direkt durch zu bekommen eher gering sind. Gerade hier wo es, zumindest entnehme ich dem Eingangsbeitrag des TE so, es aktuell "nur" um die Psyche geht.
 

Goldfield

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Ich würde den weg wie von Hermine geschrieben gehen, muss letztendlich aber jeder selbst wissen.

Mein weg damals : 2008 bezog ich Alg II, war Krank geschrieben und meine Fachärtztin "verschrieb" mir eine Reha über die DRV, dort wurde ich AU entlassen, danach schrieb mich die KK an man möchte den Reha Bericht für den MDK, warum versteh ich bis heute nicht wirklich, da ja ALG II bezog und kein Krankengeld, jedenfalls kurz nach der Reha hieß es MDK Gutachten, dort wurde festgestellt das Arbeitsunfähig auf Dauer, darauf einen EM Antrag gestellt, meine damalige Fachärtztin war selbst DRV Gutachterin und bestätigte das EM nötig sei, darauf meldet sich die DRV soll trotz DRV Reha, MDK Gutachten und meiner Fachärtztin zu einem Gutachter, nach 10 Min.war ich draussen und bekam die EM Rente für 2 Jahre wie empfohlen, 1.Verlängerung erneut Gutachter der wunderte sich wieso nicht auf Dauer, war wenn ich mich richtig erinnere knapp 20 Min.drin erneut 2 Jahre 2.Verlängerung erneut Gutachter ebenso auf Dauer empfohlen bekam 3 Jahre, dort war ich sehr lange in der Praxis 3.Verlängerung ohne Gutachter Rente 2 Jahre und die 4.Verlängerung dann unbefristet da 9 Jahre voll ebenfalls ohne Gutachter.


Wie du siehst ist es nicht so einfach eine EM Rente zu erhalten, kommt aber auch etwas auf die DRV Regionalstelle an, die glauben teilweise nicht mal ihren eigenen Reha Kliniken oder eigenen Gutachter, wichtig ist das die ( Fach ) Ärtzte hinter ihr stehen, ab und an hört man mal das eine Rente ohne Reha bewilligt wird, das ist aber sehr selten, man könnte es dann mit einer Rehaunfähigskeitsbescheinung versuchen, aber auch das ist schwer, meine letztes Jahr war hier im Forum so ein Fall wo die DRV sich partout nicht drauf einliess.

Mal was anderes, hast du mal über einen Pflegegrad bei deiner Frau nachgedacht? Grade bei der Psyche ist es seitdem es die Reform gibt leichter dran zu kommen, würde dieses aber erst in Angriff nehmen wenn der Termin beim Psychiater war, damit du gesicherte Diagnosen eines Facharzt hast..
 

Stubenpilot

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So....mal kurze Worte zu dem Termin auf Welchen wir 7 Wochen warten mussten, der Hausarzt meine Frau sogar so-lange krank geschrieben hat,dass Sie "ununterbrochen" AU ist und den Termin somit erreicht.....

(zur Erinnerung...der Neurologe und der Hausarzt hatten Depressionen & komplette Erschöpfungszustand festgestellt..... nun "sollte" der Psychatrie-Facharzt "mit-ins-Boot" damit meine Frau wieder "ein Mensch" wird und eventuell irgendwann eine Erwerbsminderungs-Rente erfolgen "könnte"......)

Ich als Ehemann durfte mit Zustimmung meiner Frau "mit-rein" in der ersten Sitzung und ich fasste die gesamte Situation erst mal zusammen, wozu meine Frau kaumin der Lage war.... der "Dachdecker" hörte zu...lange zu und nach etwa 20 Minuten Redezeit von meiner Seite.... fasste er zusammen....erstaunlich treffsicher.....aber nach 20 Minuten kann er sowieso NIX machen... soviel ist ja klar und verständlich..... gut...als er mit seiner Zusammenfassung fertig war, sagte er frei-raus, dass er "kein Krankschreibe-Doktor-sei"..... (was ich mit mit mit keinem Wort vorher erwähnt hatte)..... "er mache Therapie und das könnte dauern und er würde dann sehr sehr unangenehme Frage stellen!" (Ursachen liegen in der Kindheit und da müsse Er beginnen)

Bis da hin noch fast gut...ausser das ich mitbekommen habe, das die "lückenlose" Krankschreibung die seit über 4 Monate besteht.....(auch über die Kündigungsfrist rüber!)....das die nun im Eimer war..... alles umsonst! Dazu aber später.... nun legte der Dachdecker erst mal richtig los:
Er begann mit der wohl Lehrbuchartigen "Schuldzuweisung" der Patientin..."sie sind zu 50% selber Schuld an Ihrer Situation"...... und zu mir als Ehemann sagte er wörtlich: "Wenn ich mit Ihrer Frau fertig bin mit den Sitzungen wird der Effect sein, das Ihre 32 jährige Ehe nicht mehr so funktionieren wird wie bislang üblich!" ---------UPPS!------- Dann griff er wohl wieder in das im Kopf abgespeicherte Lehrbuch und machte Vorschläge. Obwohl ich erzählte das wir wenig Geld verdienen, obwohl ich erzählte dass meine Frau keine Führerschein hat, obwohl ich erzählte das wir zeitlich durch meinen Job derart gebunden sind an die Arbeit das ein "Weggehen am Abend" quasi unmöglich sei, obwohl ich erzählte das wir seit gut 25 Jahren quasi komplett isolitert sind ohne Freunde und Bekannte.... sagte der "Dachdecker dann":

"Der Mensch ist ein Fluchtier, was bedeutet das Forwärtsbewegung immer hilft sich wohler zu fühlen. deshalb sollte Ihre Frau sich Rollerbades (Rollschuhe) kaufen und damit die Stadt erkunden. (Frau wird 58)...oder Sie macht den Führerschein oder Sie arbeitet gemeinnützig in Verein mit"

Also sind wir selber Schuld an der Kündigung, sind wir selber Schuld an unsere Ehe und unsere Situation und Rollschuhe und eine Führerschein den man so salopp mit 2500€ bezahlen kann (ähhh???)..... und dann mit den Menschen die meine Frau "fertig gemacht haben" mit den selben Menschen noch ehrenamtlich dann kostenlos irgendwelche Freizeit begleichen die nicht vorhanden ist? Krass oder? Gut wir haben dann die nächsten Termin abgesagt, meine Frau wird nun zu solchen "Möchte-geren-Doktoren" nicht mehr erscheinen.

Blöde nur, dass nun eine weitere Krankschreibung nicht mehr erfolgen wird.....der Hausarzt wird meiner Frauein Vogel zeigen um erneut 7 Wochen auf ein neuen Termin zu warten wo garantiert das Gleiche bei-raus kommt. Sie (meine Frau) hat nun kapiert das eine Hilfe durch solche "Dachdecker" nur noch mehr Schaden anrichten wird. Deshalb sind wir zur AfA gegangen und haben meine Frau zum 14. Juli "arbeitsfähig" gemeldet (so-lange geht noch die Krankschreibung" ......Sie möchte diesen Irrsin nicht weiter mitmachen und lieber mit Depressionen einen Job machen...als sich noch mehr "fertig machen zu lassen, statt von den Kollegen...nun vom selbst ausgewählten Doktor!"

Und da kommt die nächste Geschichte wo ich nicht weiss ob "wir" da einen Fehler machen??????
Ich bin wieder rauf auf unterschiedliche "Such-Seiten" für Stellenangebote im Interent zwecks Reinemacherfrau...... und siehe da 5 Km entfernt gab es ein Job der rechst anständig zu sein scheint. (Details schreibe ich dazu nicht)...wir also hin uns uns direkt vorgestellt. Die Arbeitgeber zeigten sich wirklich erstaunt dass eine Putzfrau "persönlich" vorbei kommt und fragte mehrfach ob "sie denn auch wirklich will" oder nur geschickt wurde....... denn derJob sei vorhanden und meine Frau könnte den bekommen......Als es um das Alter meiner Frau ging und Sie sagte 57 und knapp vor 58....sagte die Chefin:

"Das geht mit der AfA so, dass meine Frau abwarten müsse an die 14 Tage bis sie Arbeitsfähig ist...dann noch paar Tage warten und dann werde Sie zur AfA gehen und dann sagen dass Sie meine Frau einstellt...erst mal 14 Tage Probe und dann Fest. Mit dem Alter gilt ein Arbeitssuchender als "schwer vermittelbar" und Sie die Chefin bekäme dann von der AfA eine Zeit lang finanzielle Unterstützung weil Sie die "ältere" Frau einstellt. " So die Absprache mit der Chefin und so der Plan.

Nun hoffen wir sehr, weil wir nix Schriftlichs haben, dass die Chefin sich daran hält und meine Frau dann einstellt. Fraglich dabei ob das ein "normales Geschäftsgebarden ist und so üblich und gängige Praxis ist...quasi WIN-WIN Situation dreifach: AfA ist die Arbeistsuchende los, meine Frau bekommt ein Job und die Unternehmerin bekommt für eine gewisse Zeit zusätzliches Geld..... Was ist das mit der Probezeit? Was hat das auf sich? bezahlt die AfA die 14 Tage Probezeit / Probearbeit oder ist die AfA mit dem zeitpunkt komplett raus und meine Frau darf erst mal 14 Tage komplett ohne Geld arbeiten?

Fakt ist, dass man wohl kaum ein Dachdecker finden wird, der länger krank schreibt und Fakt ist dass meine Frau sich geistig nicht noch mehr kaputt spielen läßt ...auch nicht von Doktoren. Eventuell bringt ein neues Umfeld, andere Menschen und auchmal weg-sein vom Ehemann auch mal etwas Kraft und Power und andere Gedanken. Abwarten...die "Kette" der Krankschreibungen wird nun unwiederuflich unterbrochen. Schade...aber alles Andere ist ja ein Irrsin! Der Hausarzt merkt das Depressionen übelster Art vorhanden sind...aber dem sind doch die Hände gebunden...er ist "allgemeiner" Doktor und kann bis Dato eine Krankschreibung machen..aber Helfen müsste ein Facharzt...... Die AOK hat sich auch schon beim Hausarzt erkundigt...die wurden alle unruhig.... nun ja.....

Versuchen wir mal den Weg mit der "hoffendlich" neuen Arbeit und das die Chefin Ihr Wort hält.
nette Grüße vom Jörg
 

HermineL

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Fakt ist, dass man wohl kaum ein Dachdecker finden wird, der länger krank schreibt
Fakt ist vor allem das es bei den Ärzten gute und schlechte gibt wie in jedem anderen Beruf auch.
Gerade wenn es um die Psyche geht darf nicht schon beim erst besten aufgeben nur weil man
anderer Meinung ist und die Chemie nicht stimmt.
Das kann durchaus ein langwierige Suche sein aber es gibt eben auch gute Ärzte die auf den
Patienten wirklich eingehen und helfen. Ich habe nach langer Suche glücklicherweise einen
solchen gefunden der mir top hilft. Auch mit der AU ist das kein Problem. Er schreibt mich seit
Anfang 2017 durchgehend AU und seit Mitte 2017 (meine ich in Erinnerung zu haben) immer
direkt für 3 Monate.

Hätte ich auch direkt beim erst besten aufgegeben ginge es mir heute mit Sicherheit schlechter,
 
G

Gelöschtes Mitglied 66500

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Fakt ist, dass man wohl kaum ein Dachdecker finden wird, der länger krank schreibt
Soll es bei der Suche nur um einen Arzt gehen der krank schreibt? Darüber hinaus finde ich es nicht gut das du hier allgemein von "Dachdecker" sprichst! Wenn du so ein auftreten ggü. den Ärzten hast, dann würde mich das nicht wundern das wenig zu erwarten ist.

aber es gibt eben auch gute Ärzte die auf den
Patienten wirklich eingehen und helfen
Das kann ich nur so unterschreiben und bestätigen! Oft ist eben einfach: Wie man in den Wald hinein ruft......
 

Larsson

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Soll es bei der Suche nur um einen Arzt gehen der krank schreibt? Darüber hinaus finde ich es nicht gut das du hier allgemein von "Dachdecker" sprichst! Wenn du so ein auftreten ggü. den Ärzten hast, dann würde mich das nicht wundern das wenig zu erwarten ist.
Das ist auch mein Gefühl. Die Bezeichnung „Dachdecker“ impliziert ja schon, dass man davon nicht viel hält.
Erinnert mich an die Geschichte mit dem Hammer und der Selbstprophezeiung.
 

Stubenpilot

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"Dachdecker" ist eine von mir gewählte lustige Umschreibung für den Beruf des Psychologen und ist nicht böse oder abwertend gemeint. Man kann diesen Pysio/ Psycho/ usw. Begiffe schwer auseiander halten..... und "Dachdecker" umschreibt auf lustiger Art den Teilzwei welcher benannt wurde.

Ja, danke für die Antworten bislang, wenn es nur so einfach sein würde mal-so-fix dort Termine zu bekommen, aber grundsätzlich geht man dort nicht hin nur um der Krankschreibungs-Willen, sonderen um geholfen zu werden. Sicher gibt es "Solche & Solche" ..... doch im ländlichen Raum da hatman kaum große Auswahl. Also nicht böse wsein wegen dem Begriff.
Jörg
 
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Gast
"Dachdecker" ist eine von mir gewählte lustige Umschreibung für den Beruf des Psychologen und ist nicht böse oder abwertend gemeint.
Wenn ich das so alles lese was du schreibst, dann machst DU und tust DU und redest DU. Vielleicht solltest DU mal deine Frau machen lassen, am Ende geht es ja um sie. Es kommt einfach so rüber das du mit diesem Arzt nicht klar kommst, deine Frau dann nur noch deine Meinung aufgreift. Vielleicht kommt sie ja mit dem Arzt klar, nicht beim ersten Termin, nicht beim zweiten, aber vielleicht nach ein paar Terminen, aber dann besser ohne dich.

Man kann es von ausserhalb nicht beurteilen, aber ich kenne einige Fälle in denen der Mann die Wurzel des Übels war. Vielleicht mal da drüber nachdenken und deine Frau machen lassen. Wie soll sich ein Arzt ein Bild von allem machen wenn du nur am reden bist.
 

Stubenpilot

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Da gebe ich Dir Recht ...zu 100% ohne Wenn & Aber........
Meine Frau ist aber leider nicht in der Lage eine Situation einzuschätzen weil Sie viel zu gutgläubig ist. Und das Ihr Leben lang schon vor unserer Ehe und in den "paar" Berufsversuchen welche Sie ohne mein Zutun gemacht hat, endet es immer in einer fatalen Selbstzerstörung dass Sie rackert wie ein Bekloppte und all die Anderen Mitarbeiter (egal wo) fassen sich an die Birne und denken und sagen sogar: "Wie kann man so dumm sein und zu Allem JA sagen!"....Ja und so passe ich lieber etwas auf, frage "hier" im Forum eventuell zu oft nach...(ist meine einzige Quelle)...Freunde / bekannte haben wir keine....
 

Katzenstube

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Es ist eine irre Suche, Jörg, da gebe ich Dir recht. Bei mir hat diese Suche lange Jahre gedauert. Deshalb ist schade, dass Deine Frau erst jetzt anfängt zu suchen, wo sie quasi schon zusammen gebrochen ist. Je angeschlagener ein Mensch ist, desto schwerer dürfte es sein ihm zu helfen wieder auf die Beine zu bekommen.

Jeder Psychiater ist auch Mensch - manch einer davon wirkt schräg, mag aber bei näherem hinsehen doch ganz fit sein, was man/frau nicht von jetzt auf nachher bemerken kann. Oftmals wird provuziert um die Situation besser zu durchleuchten.

Ich selber wohne im hintersten Land, die Gemeinden haben ein paar hundert Einwohner. Ich habe einen Psycho- und Schmerztherapeuten gefunden mit dem die Chemie passt wie Deckel auf Eimer und der zudem noch in der Fachwelt durch seine Bücher und leitenden Positionen als leitender Psychotherapeut in div. Fachkliniken einen sehr guten Ruf hat. Die Suche kann erfolgreich sein, auch wenn diese wie bei mir lange Zeit dauert.

Ab dem Moment, wo nicht mehr versucht wird Hilfe zu bekommen, da ging es bei mir abwärts. Aufwärts ging es erst wieder als ich ernsthaft auf der Suche nach Hilfe war. Mit Hilfe fängt es langsam an richtig schön zu werden. Und meine EM ist (allerdings nach einseitiger Erblindung, Gesichtsfeldeinschränkungen am anderen Auge und starker Hüftarthrose) jetzt gerade bewilligt worden.

Gruß von Katzenstube

p.a. Freunde und Bekannte sind wichtig, auch wenn es nur ein paar sind. Natürlich fallen auch diese nicht vom Baum und natürlich entwickelt sich auch das erst mit der Zeit. Ist meiner Meinung aber sehr, sehr wichtig für das soziale Gefühl und die Chance sich auszuquatschen. Oft beginnt so was ja am Arbeitsplatz.
 

RobbiRob

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Obwohl ich erzählte ....,,obwohl ich erzählte ........obwohl ich erzählte ....., obwohl ich erzählte das wir
Finde den Fehler.

wörtlich: "Wenn ich mit Ihrer Frau fertig bin mit den Sitzungen wird der Effect sein, das Ihre 32 jährige Ehe nicht mehr so funktionieren wird wie bislang üblich!"
So schlecht scheint der „Dachdecker“ nicht zu sein, denn er hat wohl in kurzer Zeit einiges analysiert.


Ich rate Dir dringend, Deine Frau nur bis zum Wartezimmer zu begleiten.

Sollte in späterem Stadium eine systemische Therapie nötig sein, bist Du wieder dabei.

Diese Aussage („nichts mehr wie vorher“) mag Dich schocken, ist aber treffend ausgedrückt vom Arzt.

Vergess Deine „EMR Planungen“ und konzentriere Dich mit Deiner Frau primär auf die Behandlung.
Alles weitere ergibt sich dann.
 
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