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Erwerbsminderungsrente, alleinerziehend ... weiß nicht mehr weiter

gingerale

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#1
Hallo,
weiß nicht ob ich richtig bin hier ansonsten verschiebt mich halt.

Ich weiß nicht mehr weiter!

Kurz:
Bekomme Erwerbsminderungsrente auf Zeit (zum 2en Mal verlängert).
Bin alleinerziehend von einem 7-jähr. Kind.
Bekomme Kindergeld und Kindesunterhalt.
450 € -arbeiten geht leider auch nicht

Aber irgendwie reicht es nicht. Muß für Therapien immer viel fahren, d.h. Auto und Benzin erforderlich.
Wohne noch dazu im absoluten Nirwana, muß für jede Kleinigkeit weg fahren.
Bin nach Trennung vom Ex (Gewalt) schnell hier her gezogen, Eltern sind da.
Wollte nie lange bleiben, nun ist es das 4e Jahr.
Seit Anfang an versuche ich hier weg zu kommen, aber durch meine Einkünfte bekomme ich
Nirgends anders was.
Ich möchte in die Nähe vom nächsten Ballungsgebiet wg. Ärzte, Therapeuten etc. aber dort sind die Mieten so teuer, ich stehe auch auf Listen von Baugenossenschaften aber da wird wohl nichts mehr damit….
Zusätzlich gibt es hier in dem Haus Ärger und Probleme, jeder rät mir so schnell wie möglich hier auszuziehen, weil mich das zusätzlich so fertig macht. Aber ich komme hier nicht weg, höchstens man trägt mich hier noch im Holzkasten raus.
Ich könnte ja ne Wohnung nehmen und vielleicht brauche ich dann kein Auto mehr oder hätte bestimmt viel weniger Benzinkosten. Aber das weiß ich eben im voraus nicht. Und so was ist mir einfach zu vage. Ich habe bisher immer kalkuliert dass meine Rechnung aufgeht und ich keine Schulden machen muß.
Das Jobcenter meinte ich würde vom Landratsamt Grundsicherung bekommen, war mir suspekt, denn eigentlich doch nur wenn die EM-Rent für immer ist. Die Dame hat mir das auch bestätigt. Und für alles andere bin ich knapp über dem Satz!!!
Somit bekommt mein Kind auch kein Bildungspaket.

Ich bin irgendwie am Ende und ich kann nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr.
Und ich will so dringend wie möglich hier ausziehen und komme nicht raus, das ist so zermürbend, erschlagend, so , ich weiß gar kein Wort dafür.
Ich seh einfach keinen Weg mehr.

Weiß jemand einen Rat?

LG gingerale
 

elo237

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#2
wegen den Fahrten, das kann doch bei der Krankenkasse beantragt werden

und wegen umziehen, mal über ne Wohngemeinschaft nachgedacht
wäre ohne die finanziellen Mittel ne Möglichkeit
 

dummwiebrot

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#3
Hallo,
Das Jobcenter meinte ich würde vom Landratsamt Grundsicherung bekommen, war mir suspekt, denn eigentlich doch nur wenn die EM-Rent für immer ist. Die Dame hat mir das auch bestätigt.
Hi,

das mit der Grundsicherung stimmt, aber du kannst bei befristeter EM-Rente Hilfe zum Lebensunterhalt (SGB XII, Kapitel 3) beantragen. Wenn Du dafür zuviel Einkommen hast, dann besteht noch die Möglichkeit Wohngeld zu beantragen.
Antrag stellen kostet nichts und solltest Du auf jeden Fall machen.
Unabhängig davon kannst Du auch selbst grob ausrechnen ob eventuell ein Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt besteht.
Solltest Du Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt haben darf Dein Vermögen (Ersparnisse und Auto) meines Wissens nach 1600,-€ nicht überschreiten und Deine Eltern sind Dir gegenüber gegebenenfalls zum Unterhalt verpflichtet.

Regelsatz für Dich
Regelsatz für Dein Kind
Alleinerziehendenzuschlag
Kosten der Unterkunft

Dagegen rechnest Du
Kindergeld
Unterhalt für Dein Kind
Deine Rente minus Kosten für Hausrat- und Haftpflichtversicherung (sofern vorhanden)
 

Anna B.

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#4
Fahrtkosten zu ambulanten Behandlungen werden von den KK nicht übernommen...

aber..du könntest bei der KK dich zur Zuzahlung befreien lassen...lass dir einen Antrag schicken und fülle alles aus..

bitte jegliche Quittungen aus Apotheken und Zuzahlungen bei Physiohtherapie usw. aufheben und mit zum Antrag nehmen..

hier kannst du dir das mal ausrechnen:

Zuzahlungsrechner | Wann die Zuzahlungsbefreiung greift | aponet.de
 

Anna B.

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#6
ja, ganz sicher...

es handelt sich bei erstattungsfähigen Fahrtkosten um einen verschwindend geringen Anteil...

wenn diese Fahrtkosten bei ihr erstattungsfähig wären, dann hätte sich der Arzt oder auch die KK bereits mit ihr in Verbindung gesetzt...

z,B. sind das Fahrten zur Dialyse oder Strahlentherapie und da ist oft auch ein Taxiunternehmen involviert..weil die dann die gesammelten Krankentransporte durchführen..

Werden mir die Kosten für Fahrten zur ambulanten Behandlung erstattet?
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Fahrten, wenn sie im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse aus medizinischer Sicht zwingend notwendig sind. Neben Kosten für Fahrten zur stationären Behandlung können unter bestimmten Voraussetzungen auch Kosten für Fahrten zur ambulanten Behandlung übernommen werden. Das betrifft beispielsweise die Fahrten zur Strahlentherapie, zur Chemotherapie und zur ambulanten Dialysebehandlung. Die Ausnahmefälle hat der G-BA in Richtlinien festgeleg
 
E

ExitUser

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#7
ich hatte damals die KK auch gefragt, wegen der Fahrten zu ambulanten Terminen, wenn man niemanden in der Nähe findet. zum Glück hatte ich aber denn einen Therapeuten in der Nähe gefunden.
Fahrkosten zu ambulanten ärztlichen Terminen wird nur gezahlt, wenn man mindestens PS 3 oder das Merkzeichen aG im SBA hat. laut Auskunft meiner KK.
 

Doppeloma

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#8
Hallo gingerale,

Das Jobcenter meinte ich würde vom Landratsamt Grundsicherung bekommen, war mir suspekt, denn eigentlich doch nur wenn die EM-Rent für immer ist.
Das JobCenter sollte auch wissen, wo die Unterschiede liegen und dass Grundsicherung (SGB XII /Kapitel 4) erst bei einer EM-Rente auf Dauer oder bei Altersrente gezahlt werden kann, aber auch nur wenn "Bedürftigkeit" besteht.

Die Dame hat mir das auch bestätigt. Und für alles andere bin ich knapp über dem Satz!!!
Somit bekommt mein Kind auch kein Bildungspaket.
Wie meinst du das jetzt, "dass du für alles andere knapp über dem Satz bist" ... hast du dich schon wegen Wohngeld erkundigt (da bleibt KI-Geld als Einkommen z.B. unberücksichtigt), das wäre ja vorrangig gegenüber Sozial-HILFE (SGB XII /Kapitel 3) und wenn man da "über dem Satz liegt" mit dem Gesamteinkommen der Kleinfamilie, dann ist auch kein Anspruch auf Sozial-HILFE (da gilt KI-Geld komplett als Einkommen, wie im SGB II) vorhanden.

Andere Möglichkeiten zusätzlich Geld zu bekommen, gibt es dann eigentlich nicht mehr, zunächst ist ja die Rente dein Einkommen und die Gelder für dein Kind kommen dazu, erst wenn das zusammen (ca.) unter dem früheren Hartz 4-Betrag für euch beide liegen würde, gibt es überhaupt "Hoffnungen" auf Zuschüsse aus dem SGB XII.

Im Regelfall soll man ja möglichst aus seinem eigenen Einkommen "überleben" können und wie dir schon geschrieben wurde, käme vor Zahlungen vom Sozial-AMT (Sozial-HILFE) die Prüfungen, ob deine Eltern dir Unterhalt leisten können.

Deine Probleme mit den Kosten eines PKW und der notwendigen Fahrten würden dort auch nicht besonders interessieren, die mögen es gar nicht, wenn man überhaupt noch ein Auto besitzt ... das ist im SGB XII nicht vorgesehen und gilt als "Luxus" ...

Ich kann deine Alltags-Probleme durchaus nachvollziehen, aber das geht anderen mit wenig Geld nicht besser und wie willst du einen Umzug finanzieren, selbst wenn du eine Wohnung finden solltest, die besser für euch wäre ???

Gibt es in dem Ort wo du eventuell hin möchtest so was wie ein "Wohnungsamt", ich weiß jetzt gerade nicht wie das so genannt wird, wo man einen Wohnberechtigungs-Schein (WBS) beantragen kann ...
Wo ich früher gewohnt habe, hieß das so und dort konnte man sich diesen Berechtigungsschein ausstellen lassen, für den Bezug einer "Sozial-Wohnung" ... :icon_kinn:

Mir hat man dann kurze Zeit später sogar eine freie Wohnung zur Besichtigung angeboten für mich und meine Tochter, ich wollte auch schnellstens aus der Ehewohnung raus mit ihr, die Wohnung war sogar in einem Neubau, also wirklich schön (jedenfalls vor gut 15 Jahren) ...

Dafür gibt es allerdings auch Einkommensgrenzen und wie man den Umzug dann bezahlt, interessiert die auch nicht wirklich ...

Wäre schon ganz nett, wenn du mal erklärst welche "anderen" Stellen du da schon kontaktiert hast, irgendwo ist eben Schluss mit solchen Sachen, wir haben auch schon 10 € "zu viel" für Wohngeld mit unseren beiden EM-Renten und die sind wirklich nicht so hoch.

Es ist ohne ungefähre Zahlen (Rente /Unterhalt/Miete komplett) nicht besonders leicht zu erkennen, ob du mit dem Geld (eigentlich) auskommen müsstest, jedenfalls nach Vorgaben der Sozialleister.

Für besondere Extras (auch für einen Umzug auf eigenen Wunsch) ist da nichts vorgesehen, ein Amt würde das auch nur übernehmen, wenn man die aktuelle Miete nicht bezahlen will und dich per Bescheid zum Umzug auffordert.

Persönliche Probleme mit der (angemessenen) Wohnung interessieren die Behörden (SGB II /SGB XII) auch nicht ernsthaft, da ist es sehr schwer bis unmöglich die Zustimmung zum Umzug zu bekommen und auch noch die Übernahme der Kosten zu erreichen ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 
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#9
Hallo,

wenn es nötige Fahrtkosten sind und du entsprechend wenig verdienst, dann würde ich deswegen mal die Krankenkasse anhauen.

Beziehst du HartzIV? Dann dürftest du doch von Zuzahlungen eh befreit sein
 

gingerale

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#10
Danke Euch allen für Antworten!

Es ist wirklich so dass man nichts zu den Fahrtkosten bekommt.
Aber es ist schon seltsam.
Wenn ich morgen in die Tagesklinik gehen würde, für die nächste müsste ich insgesamt 120 km am Tag fahren, würde ich Fahrtkostenzuschuss bekommen. Aber für ambulante Therapie die ja nicht jeden Tag statt findet bekomme ich nichts.
Dann muß ich noch ne große Zahnarztrechnung abstottern, Kronen und Brücke und wg. Allergien musste ich Vollkeramik nehmen und die Mehrkosten muß ich jetzt tragen. Ebenso bekam ich letztes Jahr eine Gleitsichtbrille, wg. den Allergien natürlich aus Titan, wieder teuer. Neue Gläser könnte ich mir schon gar nicht mehr leisten und nun ist schon wieder eine alte Krone ausgebrochen. Auto ist kaputt und nicht mehr zu machen. Wenn ich umziehe hätte ich keine Küche, kein Kinderzimmer, aber ich hoffe dass ich da was gebrauchtes über die Caritas bekäme, wir haben auch keine Couch. Habe nur mal 2 so Ikea-Stühle gekauft wo man sich zwar unbequem aber ein bischen reinlümmeln kann.
Habe zwar ein Schlafzimmer, ein gutes, aber wenn ich mir evtl. ne 2-ZimmerWohnung nehme, dann müßte ich das wegtun. Geld bekommt man dafür kaum noch, und es wäre echt schade drum. Momentan schlafen mein kind und ich im Ehebett. Wer das weg müßte ich eine Schlafcouch kaufen, wäre wieder eine Ausgabe.
Ach ich könnte noch soviel aufzählen, aber es geht ja wohl vielen so wie mir. Nur statt dass es mal besser wird, zieht es einen immer tiefer rein.
Die ganzen Problem machen meine Krankheit auch noch schlimmer. Ich weiß nur das ich es irgendwie durchziehen muss hier aus dem Haus und dem Ort/Gegend zu kommen. Aber die Wohnungen sind halt alle so teuer. Dort wo ich hinwollte gibt es kaum Wohnraum, da es eine Uni-Stadt ist. Auf dem Umland gibt es dafür keine Sozialwohnungen. Noch viel weiter wollte ich aber nicht wegziehen, weg. Kind und Umgang mit Vater.
Warum gibt es nicht für kranke, alleinerziehende mit wenig Geld Wohnungen die aber dennoch nicht versifft sind. Denn das was unter einem gewissen Preisspiegel zu haben ist, da winkt dir schon der Schimmel entgegen usw.
Sorry, was ich hier so schreibe, aber ich dreh mich nur noch im Kreis und sehe keinen Ausweg aus dem Schlamassel.
Bin dankbar für jeden Input.
Gute NACHT gingerale
 

gingerale

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#11
an notebook:
Ich verdiene nichts und ich bekomme kein Hartz4 - ich erhalte Erwerbsminderungsrente.
Die Krankenkasse war die erste die ich darum gebeten habe und von denen kam auch ein klares Nein. Das ist so im Bundesgesetz geregelt.
 

Snickers

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#12
Meiner Meinung nach hast Du SGB II zu bekommen weil du mit deiner Tochter in einer BG lebst. Und wie Doppeloma schon schreibt, deine Rente zeitlich begrenzt ist.

Wie sehen denn Eure Einnahmen und Ausgaben aus?
Rufe doch einmal bei der Seelsorge an.....die kennen oft auch gute Anlaufstellen. Du solltest Dir auf jeden Fall Hilfe holen und Menschen mit einbeziehen, die Vorort helfen können.

LG
 

Anna B.

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#13
Hi,

das mit den Fahrtkosten ist ja nun geklärt...gibt es nicht...

die Tagesklinik ist ja auch was anderes: Fahrtkosten zur stat. Behandlung bzw. zu einer Serienbehandlung..diese Fahrtkosten bekommt man erstattet...

hast du bzgl. der Allergien mal einen Allergologen aufgesucht?..hast du dir die Allergien bestätigen lassen?..

eigentlich ist das nicht so häufig bei Zahnersatz.....lass dir diese Allergien noch einmal bestätigen...im übrigen muß ein sogenannter Epicutan-Test durchgeführt werden, der bei Zahnmaterial allerdings 14 Tage dauern muß!!!! üblicherweise sind es ja 3 Tage...!! gougel selber mal nach Allergie und Zahnersatz..da wirst du tausende von Aussagen finden...

warum hat dein ZA keinen Kunststoff verwendet?...es gibt metallfreien Zahnersatz auch in Kunststoffausführung...

bevor ich da nen Haufen Geld für einen Zahnersatz ausgegeben hätte, hätte ich mich noch woanders informiert..

kurze Erzählung von meinem Mann: er geht zu seinem Stamm-Zahnarzt..der erklärt ihm, dass er unten bis auf 3 Zähne, alle ersetzt haben muß...

da zu der Zeit noch unsere Finanzen ungeklärt waren, hat mein Mann gesagt..nur von Zahn 5 links bis auf Zahn 5 rechts...das wird billiger..

der Zahnarzt war einverstanden und plante den Ersatz....Zuzahlung von uns: ca. 3.500 Euro...!!

wir haben uns dann informiert und ein anderes Labor gefunden, welches Zahnersatz günstiger anfertigen kann..

der Stammzahnarzt wollte nicht mit dem Labor zusammenarbeiten..
wir haben uns dann von dem Labor Zahnärzte nennen lassen und siehe da, 17 km weiter sitzt ein guter Zahnarzt..

mein Mann zu ihm, der macht einen Plan...von links 7 bis rechts 7...
also 4 Zähne mehr...

und was müssen wir zuzahlen? ca. 1.800 Euro...

also mehr Zähne, für weniger Geld...

jetzt kam die endgültige Rechnung..sie beträgt sogar nur 1.500 euro..

also 2.000 Euro gespart, nur weil wir uns 8 Monate Zeit gelassen haben und noch eine zweite Meinung eingeholt haben...

man soll sich nie von seinen Stamm-Ärzten abhängig machen...irgendwann nehmen sie einen aus, wie eine Weihnachtsgans...
 

artofpiano

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#14
Hast du einen Behindertenausweis? Wenn du einen Behindertenausweis mit dem Merkzeichen aG hast bekommst du die Fahrtkosten von der Krankenkasse erstattet
 

gingerale

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#15
Hallo Anna B.,

der Zahnarzt arbeitet nur mit dem einen Labor zusammen und die hatten nach meinem Allergiepass keine anderen Ersatzmaterialien, in Frage wäre glaube ich noch Gold und Titan oder so gekommen, aber es wäre nichts günstiger gewesen eher noch teurer. Die Allergien beziehen sich auf Metalle die im Zahnersatz vorkommen. Kunststoffkronen halten leider nicht lange. Meine letzten aus Keramik hatte ich jetzt 30 Jahre!
Hatte auch mit der Krankenkasse gesprochen und die meinten die Kosten wären eher human. Der Zahnarzt kennt mich auch, er ist der Nachbar von meinem Cousin und er geht bei ihnen aus und ein und ich treffe ihn dort auch auf Geburtstagen und er weiß um meine Situation mit der Rente, er ist mir da auch schon entgegengekommen. Ich denke nicht dass er mich übers Ohr gehauen hat. Es war halt eine größere schwierige Aktion. Im Moment zahle ich 50 € im Monat ab, evtl. muss ich fragen ob ich weniger zahlen könnte wenn ich ne andere Wohnung bekomme.
Da ist man einmal auf dieser Welt, dann bekommt man ne blöde Krankheit die einem das ganze Leben versaut und weil das noch nicht genug ist bekommt man auch noch Allergien und und und.....schlechtes Karma?!
 

gingerale

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#16
Hallo artofpiano,
nein, ich habe keinen Behindertenausweis!
Aber meinen Therapeutin hat mich neulich schon mal darauf angesprochen, weil sie meinte wenn ich in ein Ballungsgebiet ziehen würde, könnte ich günstiger mit Bahn und Bussen fahren.
Meines Erachtens bekommt man doch aber so eine Vergünstigung nur wenn man so behindert ist dass man sich schlecht fortbewegen kann.
Meine Krankheit sieht man mir nicht an, auf gut deutsch "ich hab´s im Kopf"!
Als ich damals beim Gutachter wg. der Rente war, war ich hinterher ein Häufchen Elend, ich brauchte Wochen bis ich mich davon erholte und hatte ehrlich gesagt Angst den Ausweis zu beantragen weil ich denke man muß wieder zu einem Gutachter und der pflückt einen wieder auseinander...
 

gelibeh

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#17
Meiner Meinung nach hast Du SGB II zu bekommen weil du mit deiner Tochter in einer BG lebst.
Die Tochter ist 7 und somit noch nicht erwerbsfähig. Das Sozialamt ist mit Hilfe zum Lebensunterhalt zuständig.
Ich weiß, dass jemand im ALGII Bezug die Fahrkosten zur Therapie vom Jobcenter bezahlt bekommen hat. http://www.gegen-hartz.de/urteile/hartz-iv-fahrtkosten-fuer-arztbesuch-18997.html Da müsste es doch im SGBXII auch eine Möglichkeit geben. Zumindest bei der Regelsatzhöhe habe ich dieses gefunden.
§ 27a
Notwendiger Lebensunterhalt, Regelbedarfe und Regelsätze


(1) Der für die Gewährleistung des Existenzminimums notwendige Lebensunterhalt umfasst insbesondere Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie ohne die auf Heizung und Erzeugung von Warmwasser entfallenden Anteile, persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens sowie Unterkunft und Heizung. Zu den persönlichen Bedürfnissen des täglichen Lebens gehört in vertretbarem Umfang eine Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft; dies gilt in besonderem Maß für Kinder und Jugendliche. Für Schülerinnen und Schüler umfasst der notwendige Lebensunterhalt auch die erforderlichen Hilfen für den Schulbesuch.
(2) Der gesamte notwendige Lebensunterhalt nach Absatz 1 mit Ausnahme der Bedarfe nach dem Zweiten bis Vierten Abschnitt ergibt den monatlichen Regelbedarf. Dieser ist in Regelbedarfsstufen unterteilt, die bei Kindern und Jugendlichen altersbedingte Unterschiede und bei erwachsenen Personen deren Anzahl im Haushalt sowie die Führung eines Haushalts berücksichtigen.
(3) Zur Deckung der Regelbedarfe, die sich nach den Regelbedarfsstufen der Anlage zu § 28 ergeben, sind monatliche Regelsätze zu gewähren. Der Regelsatz stellt einen monatlichen Pauschalbetrag zur Bestreitung des Regelbedarfs dar, über dessen Verwendung die Leistungsberechtigten eigenverantwortlich entscheiden; dabei haben sie das Eintreten unregelmäßig anfallender Bedarfe zu berücksichtigen.
(4) Im Einzelfall wird der individuelle Bedarf abweichend vom Regelsatz festgelegt, wenn ein Bedarf ganz oder teilweise anderweitig gedeckt ist oder unabweisbar seiner Höhe nach erheblich von einem durchschnittlichen Bedarf abweicht. Besteht die Leistungsberechtigung für weniger als einen Monat, ist der Regelsatz anteilig zu zahlen. Sind Leistungsberechtigte in einer anderen Familie, insbesondere in einer Pflegefamilie, oder bei anderen Personen als bei ihren Eltern oder einem Elternteil untergebracht, so wird in der Regel der individuelle Bedarf abweichend von den Regelsätzen in Höhe der tatsächlichen Kosten der Unterbringung bemessen, sofern die Kosten einen angemessenen Umfang nicht übersteigen.
 

hope40

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#18
Hallo artofpiano,
nein, ich habe keinen Behindertenausweis!
Aber meinen Therapeutin hat mich neulich schon mal darauf angesprochen, weil sie meinte wenn ich in ein Ballungsgebiet ziehen würde, könnte ich günstiger mit Bahn und Bussen fahren.
Meines Erachtens bekommt man doch aber so eine Vergünstigung nur wenn man so behindert ist dass man sich schlecht fortbewegen kann.
Meine Krankheit sieht man mir nicht an, auf gut deutsch "ich hab´s im Kopf"!
Als ich damals beim Gutachter wg. der Rente war, war ich hinterher ein Häufchen Elend, ich brauchte Wochen bis ich mich davon erholte und hatte ehrlich gesagt Angst den Ausweis zu beantragen weil ich denke man muß wieder zu einem Gutachter und der pflückt einen wieder auseinander...

Auch bei psychischen erkrankungen kann eine schwerbehinderung zugesprochen werden.

Allerdings, verguenstigungen, wie, kostenlose fahrten mit oeffendlichen Verkehrsmitteln gibts erst mit einem merkzeichen.

Wobei.."kostenlos"in dem sinne sind die fahrten dann auch nicht, es ist ein prozentualer eigenanteil zu zahlen, den, beim leistungsbezug, der leistungstraeger uebernimmt.

Bei psychischen erkrankungen erfuellt der behindertenausweis eher die funktion eines,nochmals amtlich festgestellten , behinderungsnachweises in hoehe von x%, was ggf.die Grundvoraussetzung fuer leistungen fuer teilhabe am arbeitsleben /gleichstellung ist.

Im zuge der dokumentation einer krankheit und dessen nachweises (auch ueber deren verschlechterung ) gegenueber aemtern, sollte man auf die beantragung eines schwerbehindertenausweises uU nicht verzichten, da dieser wiederum von ner anderen stelle erstellt wird, die uU auch eigene gutachten in auftrag geben...denn, dem kranken selbst wird eher nicht in seiner aussage glauben geschenkt, das er krank ist und auch den behandelnden aerzten haftet der generalverdacht der "parteilichkeit"/"befangenheit"/"gefaelligkeitsbegutachtung "an.

@gelibeh hat meiner ansicht nach recht, es waere zu pruefen, ob eine beantragung von mehrbedarf in frage kaeme ..ich vermute aber, selbst wenn ein mehrbedarfserfordernis im raume stuende, duerfte dies nur auf dem rechtsweg zu erreichen sein, denn die allgemeine praxis besteht erstmal in der ablehnung jeglicher, berechtigter mehrbedarfe.

Sich nach einem anwalt umzusehen, der von der materie ahnung hat, duerfte also nicht schaden..sich ggf von den sozialverbaenden beraten zu lassen, auch nicht, wobei die qualitaet der beratung je nach fachgebiet/oertlichen gegebenheiten doch sehr schwankt, bis hin zur unkenntnis.

Nochwas :

Jede kommunikation zum sachverhalt mit dem amt /den aemtern in schriftlicher form, des nachweises willen, sollte es, in sachen "mehrbedarf (e) zum rechtsstreit kommen und sollten besuche auf dem amt/aemtern notwendig sein/werden, niemals allein zum amt, immer mit BEISTAND , das gilt auch fuer notwendige begutachtungen, auch da steht dir eine begleitperson,"beistand"genannt, zu ! (Bitte im forum die suchfunktion zum stichwort "beistand "nutzen)
 

artofpiano

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#19
Wenn Du einen Behindertenausweis beantragen möchtest ist folgendes zu beachten.
Du holst dir ein Formular bei deiner Krankenkasse vom Versorgungsamt das zuständig ist für die Beurteilung deiner Schwerbehinderung. Mit diesem Formular gehst du zu deinem Hausarzt und lässt diese Bescheinigung ausfüllen und er soll dir alle wichtigen Arztdokumente kopieren. Den Antrag vom Versorgungsamt und die ärztlichen Bescheinigungen sendest du an dein zuständiges Versorgungsamt.
Die leiten deine ärztlichen Unterlagen an einen Gutachter weiter. Dieser Gutachter beurteilt nach Aktenlage (98%). Dieses Gutachten sendet er zurück an das Versorgungsamt und die stellen dir dann einen Ausweis aus oder eben nicht. Je nach dem was in diesem Gutachten vom Arzt bescheinigt wurde.
Lass dir auf jeden Fall das Gutachten zusenden.
Also gar nicht soviel Aufwand, denn zum Hausarzt musst du ja auch ab und an.
 

hope40

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#20
Nicht in jedem falle wird nach aktenlage bei der Beurteilung von schwerbehinderung, nach gutachten der behandelnden aerzte entschieden.

Oft genug (grade bei psychischen einschraenkungen) lassen die "versorgungsaemter"eigene gutachten erstellen.

Das haengt damit zusammen, das bei psychischen stoerungen, anders wie bei koerperlichen leiden,die "fakten"lage nicht immer zweifelsfrei nachweisbar ist (zb.durch bildgebende verfahren )

Die TE koennte, wenn sie medikamente einimmt, ne zuzahlungsbefreiung beantragen (KK)..wenn sie die vorausetzungen erfuellt hat, faellt mir grad ein..das entlastet auch !
 

Kerstin_K

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#21
Wenn Du einen Behindertenausweis beantragen möchtest ist folgendes zu beachten.
Du holst dir ein Formular bei deiner Krankenkasse vom Versorgungsamt das zuständig ist für die Beurteilung deiner Schwerbehinderung. Mit diesem Formular gehst du zu deinem Hausarzt und lässt diese Bescheinigung ausfüllen und er soll dir alle wichtigen Arztdokumente kopieren. Den Antrag vom Versorgungsamt und die ärztlichen Bescheinigungen sendest du an dein zuständiges Versorgungsamt.
Die leiten deine ärztlichen Unterlagen an einen Gutachter weiter. Dieser Gutachter beurteilt nach Aktenlage (98%). Dieses Gutachten sendet er zurück an das Versorgungsamt und die stellen dir dann einen Ausweis aus oder eben nicht. Je nach dem was in diesem Gutachten vom Arzt bescheinigt wurde.
Lass dir auf jeden Fall das Gutachten zusenden.
Also gar nicht soviel Aufwand, denn zum Hausarzt musst du ja auch ab und an.
Was soll das denn das für ein Formular von der KK sein? dsie hat mit dem Schwerbehindertenausweis nichts zu tun.

Ichhab das Procedere gerade bei meiem Bruder durch. wir haben es so gemacht: Bei uns kann man den Antrag online stellen. Dabei gibt man auch schon die Beeinträchtigungen an und die Ärzte, bei denen man in Behandlung war (kann man super komfortabel aus einer Datenbank anklicken). Dann bekommt man die Schweigepflichtenentbindungen zugeschickt. wenn man diese Ärzte von der Schweigepflicht entbinden möchte, schickt man die unterschrieben zurück. Ausserdem kann man diesem Brief Arztunterlagen beilegen, die man vorleigen hat, wenn man das möchte.

Der Medizinische Dienst des Versorgungsamtes schreibt dann die von der Schweigepflicht entbundenen Ärze an, wenn die Unterlagen, die beiliegen, noch nicht reichen. Wenn die stellungnahen der angeschriebenen Ärzte auch nicht reichen, muss man zum Gutachter.
 

Doppeloma

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#22
Meiner Meinung nach hast Du SGB II zu bekommen weil du mit deiner Tochter in einer BG lebst. Und wie Doppeloma schon schreibt, deine Rente zeitlich begrenzt ist.
Wurde soweit schon korrigiert, das Kind ist noch zu jung für einen eigenen Anspruch auf ALG II, zudem ist es nun mal so, dass ab einem gewissen Einkommen (aus EM-Rente /KI-Geld und KI-Unterhalt) kein Anspruch mehr auf Soziale Zuschüsse aller Art besteht.

Da ist dann auch unerheblich, ob die EM-Rente befristet oder ohne Befristung bewilligt wurde, es besteht einfach insgesamt keine "Bedürftigkeit" den rechtlichen Maßstäben entsprechend.

Diese Richtlinien sind nun mal so eng gefasst, dass es sehr schwierig wird, wenn man längere Zeit oder gar dauerhaft damit auskommen/leben muss, dass man (eigentlich) auch nicht bedeutend mehr zur Verfügung hat, als ein "Sozial-Hilfe-Empfänger" ... besondere "Extras" an Kosten sind da leider nicht vorgesehen.

Aktuell sehe ich keine "Vorteile" darin, dass die TE einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragt, die Merkzeichen für günstige / kostenfreie Beförderung würde sie vermutlich gar nicht erreichen können und dann bringt ihr der Ausweis als EM-Vollrentner auch keine wirklichen "Erleichterungen" im finanziellen Alltag.


MfG Doppeloma
 

hope40

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#23
Nun ja, gar keine vorteile durch einen behindertenausweis..das kommt auch auf die oertlichen gegebenheiten an..in manchen kommunen hat man durchaus (noch) diverse erleichterungen (zb.bei e schwimmbadbesuch ) , aber, im zuge des "sparens "werden diese , finanziellen erleichterungen immer weniger, man muss schon gut informiert sein, wos noch was zu "holen"gibt.

Ansonsten, ich schrieb es schon, dient ein schwerbehindertenausweis, ohne merkzeichen, eher der dokumentation und des nachweises auf den anspruch der wenigen arbeitspolitischen mittel fuer eingeschränkte/kranke.
 

gingerale

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#24
Danke Euch allen!
Konnte leider nicht eher antworten.

Doppeloma hat es eigentlich auf den Punkt gebracht!

Auf den Schwerbehindertenausweis werde ich erstmal verzichten, der ganze Trubel drumherum und dann würde er mir eh nichts bringen.

Leider hab ich jetzt noch ne andere Baustelle. Habe heute einen Brief bekommen, eine Nachuntersuchung zur Mammographie.
Als ob nicht alles andere schon reicht..............:icon_cry:
 

Hamilkar

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#25
Ansonsten, ich schrieb es schon, dient ein schwerbehindertenausweis, ohne merkzeichen, eher der dokumentation und des nachweises auf den anspruch der wenigen arbeitspolitischen mittel fuer eingeschränkte/kranke.
bzgl. Dokumentation auch gerade bei nicht direkt sichtbaren Krankheiten. mir sagten die aufm Arbeitsstellezentrum "was haben sie denn, sehen doch gesund aus"....Ausweis ist halt amtlich diskusionsfrei. zumindest das funktioniert hier in D. ja noch.

auch sonst bin ich froh, dass Ding damals beantragt zu haben und nach 2,5 Jahren tatsächlich zu erhalten.

so manche "Vorteile" erfährt man erst später, weil nirgends großartig proklamiert. beispw. günstigere Eintrittskarten für Veranstaltungen, gibts idR 30% oder ganz kostenfrei, günstigere Mietgliedschaften in Vereinen, in der Bahn spare ich den Zuschlag für den Bordverkauf, und richtig lohnt es sich bei einem Neuwagenkauf. einige Hersteller gewähren da hohe Rabatte, weit übers Übliche ohne groß zu feilschen, auch ohne Merkzeichen.

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Doppeloma

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#26
Hallo Hamilkar,

bzgl. Dokumentation auch gerade bei nicht direkt sichtbaren Krankheiten. mir sagten die aufm Arbeitsstellezentrum "was haben sie denn, sehen doch gesund aus"....Ausweis ist halt amtlich diskusionsfrei. zumindest das funktioniert hier in D. ja noch.
und wem muss ich da unbedingt "beweisen", dass ich krank (bzw. behindert) bin, auch wenn man mir das nicht ansehen kann ... meine mechanische Herzklappe "sieht" auch Niemand ...

Wenn es notwendig ist, bekommt ein Arzt diese Informationen, aus dem Ausweis/GdB alleine kann (und soll) auch keiner erkennen, welche Einschränkungen es nun besonders für den Arbeitsmarkt gibt ... :icon_evil:

auch sonst bin ich froh, dass Ding damals beantragt zu haben und nach 2,5 Jahren tatsächlich zu erhalten.
Wenn der Ausweis in deinem Falle gewisse Erleichterungen (ich mag es nicht, da von "Vorteilen" zu schreiben) mit sich bringt ist es ja in Ordnung, jedenfalls für dich persönlich und deinen konkreten Fall, das kommt immer auf die Gesamtumstände an.

So hat das bedeutend mehr Sinn wenn man einen Job hat und sich dort eine gewisse Sicherheit damit schaffen lässt, darum (alleine) habe ich den Antrag nach der Herz-OP gestellt und später (mit GdB 40 inzwischen) auch die Gleichstellung beantragt und bekommen.

Bis zum Ausweis bin ich nie gekommen (wurde immer wieder abgelehnt, auch im Widerspruch) und jetzt mit voller EM-Rente sehe ich da auch keinen Grund mehr weiter darum zu kämpfen, Merkzeichen würde ich nicht bekommen, jedenfalls noch nicht.

so manche "Vorteile" erfährt man erst später, weil nirgends großartig proklamiert. beispw. günstigere Eintrittskarten für Veranstaltungen, gibts idR 30% oder ganz kostenfrei,
Liegt sicher alles "im Auge des Betrachters" ... mein Männe hat den Ausweis nun seit mehreren Jahren ... einzige "Vergünstigung" waren bisher 50 Cent weniger Kurtaxe im Urlaubsort ... :icon_party:

Jetzt wohnen wir dort und damit hat sich das wohl hier auch erledigt ... in der örtlichen Schwimmhalle gibt es dafür keinen Nachlass ... an kostenpflichtigen Veranstaltungen (welcher Art auch immer) haben wir beide kein großes Interesse (mehr), mein Männe kann nicht lange sitzen und ich nicht lange stehen ...

günstigere Mietgliedschaften in Vereinen ...
Im Mieterverein (bei uns jedenfalls) nicht ..., an sonstigen Vereinen besteht kein Interesse ... in seinem Sportstudio zahlt er weniger Beitrag, aber weil er Rentner ist ... nicht wegen dem Schwebi-Ausweis ... :icon_kinn:

, in der Bahn spare ich den Zuschlag für den Bordverkauf,
OK, wer gerne und oft mit der Bahn reist ... für den mag das wichtig sein ...

und richtig lohnt es sich bei einem Neuwagenkauf. einige Hersteller gewähren da hohe Rabatte, weit übers Übliche ohne groß zu feilschen, auch ohne Merkzeichen.
Ist ja schön, aber wer kann sich schon einen Neuwagen leisten, wenn er finanziell mal so gerade "über die Runden kommt" ... das was der nach Abzug der Rabatte noch immer kostet, muss ja auch erst mal vorhanden sein ...

... und jeden Tag ein neues Auto ist auch irgendwann "langweilig" ;-))) ... nicht böse sein, aber ich glaube das sind nicht unbedingt die täglichen Existenzsorgen von @gingerale um die es hier gerade geht ...

Wenn unser (inzwischen volljähriges) altes Auto nicht mehr will/darf, dann werden wir vermutlich zukünftig darauf verzichten überhaupt noch ein eigenes Auto zu haben ...

Keine PKW-Benzinkosten/ Unterhaltskosten/Versicherungen/Reparaturen/TÜV mehr ... davon kann man sich dann auch nötigenfalles mal ein Taxi für bestimmte Fahrten leisten ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

saurbier

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#27
Hallo liebe Doppeloma,

du weisst ja schon, wie ich deine Kompetenz zu schätzen weiss, aber hier liegt doch ein winzinger Denkfehler vor:

Wenn es notwendig ist, bekommt ein Arzt diese Informationen, aus dem Ausweis/GdB alleine kann (und soll) auch keiner erkennen, welche Einschränkungen es nun besonders für den Arbeitsmarkt gibt ...
Wer über einen Ausweis mit Merkzeichen verfügt, der zeigt seinem gegenüber schon öffentlich welche erhebliche Beschwerden vorliegen.

Eben mit solchen Merkzeichen, im besonderen ja mit "aG" steht dem Betroffenen der Erlass der Kfz-Steuer zu, bzw. die Vergünstigung öffentlichen Verkehrsmittel (Bus u. Bahn) "fast" frei zu benutzen. Sollte es ihn da auch noch etwas schwerer getroffen haben, dann darf sogar eine Begleitperson frei mitfahren.

Das jemand mit einem Schwerb-Ausweis allerdings erhebliche Rabatte beim Autokauf (Neuwagen) erhält, na das mag ich mal bezweifeln. Zumindest hier bei uns ist mir kein Autohaus bekannt das so verfährt. Dazu hast du natürlich vollkommen recht, wenn du sagst das unsereins wohl das Geld für einen Neuwagen fehlt, weil meistens nach jahrelanger EMR schon am Rande des Existenzminimum gelebt wird.

Ich hab früher auch mal sehr gut verdient, aber nach meiner Krankheit kam dann der exorbitante Absturz. Zuerst 80% Krankengeld, dann nur noch 60% ALG-I und danach ab in die Sozialhilfe. Nachdem durch Gerichtsbeschluss endlich die BU-Rente kam folgte mehr durch Zufall eine passgenaue sozialversicherungspflichtige Arbeit und es ging wieder etwas nach oben womit die Verluste zum Teil kompenziert werden konnten. 14 Jahre später dann das selbe Spiel von vorne und jetzt mit Mitte 50 kann man nur beten, dass zu der EMR - Arbeitsmarktrente noch ein passgenauer Minijob ein Menschenwürdiges Leben ohne amtliche Bitstellung ermöglicht.

Urlaub oder neues Auto, na das dürfte da wohl Wunschdenken bleiben.

Und da stellen sich die Verbandsvertreter der Unternehmen hin und behaupten sie bräuchten dringend auch die alten Fachkräfte. Na da muss ich aber lachen, denn für mein Berufsbild sind die Stellenanzeigen der ZAF´s voll und in einem jahr auf deren Liste kam gerade mal 1 Anruf, welcher sich nach meiner Äußerung bezüglich BU-Rente sofort erledigt hatte.

Man sieht, auch eine Gleichstellung ist nicht unbedingt von Erfolg gekrönt.

Mal schauen wie jetzt die DRV auf meinen Weiterbewilligungsantrag EMR reagieren wird, denn schon 2012 sagte die SB bei der AfA das für mich nur noch eine Stelle als Pfördner (natürlich die obligatorische Stelle für Teil-EMR, gleichwohl nach endlichen LSG u. BSG-Urteilen nicht mehr zulässig, weil in dem Fall Arbeitsmarktrente) im Umkreis von 15km in frage käme.

Das reale sieht doch mehr so aus wie mir vor einiger Zeit geschehen, wo mein Ex-Arbeitgeber (Insovent, Firma aufgekauft u. arbeit dort jetzt für anderen Konzern) angefragt hat ob ich noch arbeiten könnte, denn er soll dank der Auftragslage jeden einstellen den er bekommen kann. Na klar habe ich gesagt, wie schon zuvor mit der BU halbtags, Lohn etc. auch kein Problem, weil von ihm zugestimmt. O.K. ich melde es weiter war seine Antwort. Ich darfauf, es gibt ja auch noch Geld vom Amt (Gleichstellung) und nicht gerade wenig, womit ich auf lange Zeit (fast bis zur Altersrente) ja so gut wie umsonst arbeiten würde. Herausgekommen, na was soll ich sagen, ist für mich nichts. Durch alte Kollegen habe ich jetzt erfahren das man dort jüngere fachlich unerfahrenere Mitarbeiter eingestellt hat, mit einem Stundenlohn weit abseits meines.

So spielt das Leben.

Aber wie EMR werden ja jetzt etwas besser gestellt, weil man den neuen 2 Eckwertpunkte (2x28...,-€ bei 100%) mehr gewährt. Wir alten haben natürlich nichts davon, wie immer, denn die Bauernfägerei vor der Wahl, darf danach ja nichts kosten.



Gruß saurbier
 

Doppeloma

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#28
Hallo saurbier,

Wer über einen Ausweis mit Merkzeichen verfügt, der zeigt seinem gegenüber schon öffentlich welche erhebliche Beschwerden vorliegen.
wir diskutieren hier aber im Interesse der TE nicht um die Varianten von Merkzeichen auf dem Schwerbehinderten-Ausweis ... die damit verbundenen "Vergünstigungen" sind mir durchaus bekannt ... trotzdem ist diesem Ausweis auch dann keine konkrete Krankengeschichte zu entnehmen (wenn nicht gerade offensichtlich ein Bein fehlt) ... :icon_kinn:

@gingerale sucht in diesem Thema Rat ihre allgemeine finanzielle Situation und die Wohnsituation verbessern/verändern zu können, dabei hilft ihr ein Schwerbehinderten-Ausweis, den sie erst mal beantragen und auch bekommen müsste nicht wirklich weiter und die Merkzeichen "G" oder gar "aG" bekommt man auch nicht so einfach, schon gar nicht bei rein psychischen Problemen (wie sie es oben bereits erwähnt hat).

Eben mit solchen Merkzeichen, im besonderen ja mit "aG" steht dem Betroffenen der Erlass der Kfz-Steuer zu, bzw. die Vergünstigung öffentlichen Verkehrsmittel (Bus u. Bahn) "fast" frei zu benutzen. Sollte es ihn da auch noch etwas schwerer getroffen haben, dann darf sogar eine Begleitperson frei mitfahren.
Alles soweit richtig aber eben "am Thema" vorbei ... das Auto fällt fast auseinander (dürfte sie ohne TÜV gar nicht mehr benutzen), also nützt es ihr nichts vielleicht "in ferner Zukunft" die Kfz-Steuer sparen zu können ... sie möchte wissen was sie mit dem "Ist"-Zustand machen kann, von theoretischen "Luftschlössern" (Schwebi-Ausweis mit den "passenden" Merkzeichen) kann sie sich jetzt nichts kaufen ... ohne Geld auch kein neues Auto mit Rabatt ...

Vielleicht wäre es ganz gut, wenn mal wieder was zum Thema geschrieben wird ... sofern da Jemand noch eine gute Idee hat ... :icon_kratz:

MfG Doppeloma
 
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