Erwerbsminderungsrente abgelehnt

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Taschemia

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Hallo zusammen,

nachdem ich im Juni 2016 in der Rheumaklinik war und mir die Entscheidung nicht leicht gefallen ist habe ich die Erwerbsminderungsrente beantragt. Laut dem Ärtzlichen Bericht aus der Reha kann ich noch mehr als 6 Stunden arbeiten, obwohl ich seit 2014 eine 20 Stunden Woche habe da ich es gesundheitlich nicht mehr schaffe.Nun ja die Rente wurde abgelehnt und habe Widerspruch eingelegt laut dem Ärztlichen Gutachter wäre ich nicht mehr arbeitsfähig aber er meinte das entscheidet er nicht alleine! Letze Woche habe ich Bescheid bekommen das die Rente wieder abgelehnt wurde und nun kommt es zur Klage.Ich bin bei DGB gewesen die habe für mich den Widerspruch damals gemacht aber hatte so das Gefühl das die nicht wirklich viel gemacht haben außer mich einmal angerufen und sonst ging alles nur schriftlich. Ich hatte den Wunsch mich auch persönlich mal vor zustellen aber man wimmelte mich irgendwie ab. Jetzt bin ich zu einem Anwalt gegangen und habe ihm meine Sachlage geschildert er meinte es sei kein Problem er kann meinen Fall übernehmen und hat mir die PKH mit gegeben die ich ausfüllen musste. Er meinte nach meiner Aktenlage was er gelesen hat werde ich die Klage verlieren da alle Ärztlichen Berichte wie Orthopäde,Rheumatologe, Neurologe, Hausarzt, Rehaberichte,Schmerztherapie nicht aussagekräftig genug sind. Da steht wie:" ist in der Bewegung eingeschränkt, kann nicht dies und kann nicht das, hat Depressionen usw.... Der Anwalt meinte er braucht Berichte wo drinne steht Fr..... kann nicht mehr als 3 Stunden arbeiten aus folgenden Gründen......
So drückte er sich aus er braucht Munition damit er gegen die DRV schießen kann, da war ich erstmal baff ich dachte meine behandelten Ärzte werden mir das nie schreiben wie soll ich das schaffen!!! Irgendwie habe ich es doch geschafft das alle Ärtze mir was schreiben ich brauche jetzt ganz ganz viel Glück das es klappt. Ich habe richtige Angstzuständen diese Ungewissheit und warten macht mich irre der Anwalt meinte ich soll mich drauf einstellen das das ganze min. 1 Jahr dauern wird🙄
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder hat die Klage hinter sich und Rente bekommen würde mich über Tips und Erfahrungen freuen.
Liebe Grüße Taschemia
 
S

schnuckelfürz

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Hallo zusammen,

nachdem ich im Juni 2016 in der Rheumaklinik war und mir die Entscheidung nicht leicht gefallen ist habe ich die Erwerbsminderungsrente beantragt. Laut dem Ärtzlichen Bericht aus der Reha kann ich noch mehr als 6 Stunden arbeiten..

Das erste mal hatte ich fast 3 Jahre gekämpft und verloren. Das zweite mal hatte ich fast 4 Jahre gekämpft.

Als ich die Klage im Gericht niederschreiben ließ, hatte man mir gleich gesagt, das ich keine Chance habe. Bei nur körperlichen Gebrechen null Chance.

Man sagte mir, man müsste schon auf allen Vieren kriechen, eine abgehackte Hand oder die beste Chance wäre eine 50 GdB auf Psyche. Traurig, aber wahr. Und leider hatte ich dann auch vor Gericht die Klage verloren.

Das man Schmerzen nicht sehen kann und auch das sehr auf die Psyche schlägt, wurde nicht berücksichtigt.

Mein Glaube an die Gerichtsbarkeit ist so ziemlich dahin. Meine Ärztin hat mir zwar vorgeschlagen, nochmal EM -Rente zu beantragen, aber irgendwie bring ich nicht mehr die Kraft auf. Denn diese ständigen Schreibereien und von Gutachter zu Gutachter rennen, gingen mir ziemlich an die Substanz. Allein das hatte mich psychisch immer mehr runter gezogen. Tut mir leid, das ich dir nichts positives berichten kann.
 

Klausi111

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Taschemia, nimm´s mir bitte nicht übel, aber das mit der Rente wird schwierig.
Wenn Dein Anwalt schon sagt, Deine Ärzte müssen bezeugen, dass Du nur unter 3 Stunden pro Tag arbeiten kannst, dann ist das so.
Wenn die Ärzte nicht davon überzeugt sind, sondern meinen, dass Du mehr als 6 Stunden pro Tag arbeiten kannst, wird auch das Gericht nicht anders entscheiden können.
Such´ Dir eventuell andere Ärzte, die entscheiden, dass Deine Erwerbsfähigkeit nur noch unter 3 Stunden pro Tag beträgt. Dann kann auch das Gericht den Fall anders beurteilen.
 
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Muzel

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Klausi , wie soll man das praktisch umsetzen? Man kann doch nicht zu einen neuen Arzt ins Sprechzimmer gehen und sagen, dass man EM möchte.
 

Atze Knorke

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Hallo zusammen,

Er meinte nach meiner Aktenlage was er gelesen hat werde ich die Klage verlieren da alle Ärztlichen Berichte wie Orthopäde,Rheumatologe, Neurologe, Hausarzt, Rehaberichte,Schmerztherapie nicht aussagekräftig genug sind. Da steht wie:" ist in der Bewegung eingeschränkt, kann nicht dies und kann nicht das, hat Depressionen usw.... Der Anwalt meinte er braucht Berichte wo drinne steht Fr..... kann nicht mehr als 3 Stunden arbeiten aus folgenden Gründen......

Hallo Taschemia,

:welcome: im Forum, soviel Zeit muss sein!

Das ganz große Kino mit der Erwerbsminderung und jeder Fall liegt halt individuell anders. REHA vor RENTE ist bei dir vollzogen worden, aber der Grund dafür liegt wohl darin, dass du noch 20 Stunden/Woche in Arbeit stehst. Das war das Fit-for-Fun-Programm.

Grundsätzlich lehnt die DRV die EMRenten im Vorfeld ab. Erst im Klageverfahren kann sich das Blatt wenden, aber auch nur, wenn es kompetente Ärzte sind, die nicht nur in den Formulierungen gut geschult sind und wissen, wie die DRV tickt.
Das ganze Geheimniss - rein körperliche Leistungseinschränkungen - also man pfeifft schon auf dem letzten LXCH, interessiert die DRV kaum, aber bei psychischen Einschränkungen kann es dann schon anders aussehen. Beide Komponenten zusammen können den zielgerichteten Ausschlag geben.

Die Arztberichte sind das Zünglein an der Waage und können formulierungstechnisch einem das Leben schwer machen.
Du hast das jetzt geschafft, auch hier sind aufklärende Gespräche mit dem behandelnden Arzt (wenn er auf Augenhöhe setzt) die richtige Wahl. :icon_daumen:

Dein Anwalt hat die erforderliche Aufgabe, dich in deinem Begehren als juristischer Laie mehr als gut zu unterstützen, dafür ist er/sie Anwalt. :biggrin:
 

Taschemia

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Hallöchen,
danke für eure Antworten ich weiß das wird kein Zuckerschlecken werden und dennoch werde ich alle Hebel in Bewegung setzen. Ich habe einen GDB von 50% wegen Morbus Bechterew eine verkrümmte Wirbelsäule die ist durch die Verknöcherung versteift. Kann nicht mehr aufrecht laufen und das wird immer schlimmer😳 hinzu kommen noch starke Depressionen.....
Wie schon mein Anwalt erwähnte soll ich die Ärtze ansprechen und ihnen sagen das ich keine Chance auf Rente habe wenn die nicht wirklich bestätigen das ich nicht mehr als 3 Stunden arbeiten kann.
Mein Rheumatologe meinte er wird es bestätigen und was dazu schreiben sowie meine Neurologin, Psychotherapeutin und Hausärztin. Ich brauche echt viel Glück 🍀
 

Doppeloma

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Hallo Taschemia,

Wie schon mein Anwalt erwähnte soll ich die Ärtze ansprechen und ihnen sagen das ich keine Chance auf Rente habe wenn die nicht wirklich bestätigen das ich nicht mehr als 3 Stunden arbeiten kann.

Was deine Ärzte so meinen wird die DRV nicht wirklich interessieren, das schreibe ich dir aus eigener leidvoller Erfahrung und was dein Anwalt zum zeitlichen Umfang deiner Leistungsfähigkeit anregt, ist schon mal grundfalsch.

Denn eine Erwerbsfähigkeit von (nicht mehr als) 3 Stunden bewirkt schon mal keine ( volle) EM-Rente, es kommt hier wirklich auf die konkrete Wortwahl an.
Es muss in den Befunden stehen, dass du WENIGER oder nur noch UNTER 3 Stunden Erwerbstätig sein kannst aus deren Sicht, ansonsten kommt höchstens eine Teilweise EM-Rente in Frage.

Mein Rheumatologe meinte er wird es bestätigen und was dazu schreiben sowie meine Neurologin, Psychotherapeutin und Hausärztin. Ich brauche echt viel Glück 🍀

Das brauchst du ganz sicher, ich weiß schon warum ich mich bisher zurück gehalten habe deine Anfrage zu beantworten, denn darin gibt es noch einige weitere Irrtümer im Bezug darauf, dass nun die DRV doch "merken" müsste, dass du nicht mehr kannst.

Laut dem Ärtzlichen Bericht aus der Reha kann ich noch mehr als 6 Stunden arbeiten, obwohl ich seit 2014 eine 20 Stunden Woche habe da ich es gesundheitlich nicht mehr schaffe.

Das bedeutet du bist Vollzeit Erwerbsfähig aus Sicht der Reha-Klinik, wann war diese Reha ???
Solche Berichte haben eine Langzeitwirkung und werden immer mit einbezogen wenn ein Antrag auf EM-Rente gestellt wird.

Dass du bereits seit längerem Teilzeit arbeitest ist deine "Privat-Angelegenheit", es muss ja Niemand Vollzeit arbeiten, die Prüfung der Erwerbsfähigkeit geht IMMER von Vollzeit - Arbeit aus (6 und mehr Stunden ist lt.Rentenversicherung bereits Vollzeit) und hier sieht man dich noch nicht mal "Teil-Erwerbsgemindert", das wäre ein Bereich von weniger als 6 aber mehr als 3 Stunden.

Zumindest kannst du daraus schon erkennen warum ich das oben so betone, dass es UNTER 3 Stunden sein müssen, wenn deine Ärzte dir wirklich mit ihren Einschätzungen helfen wollen, die Wirkung auf die DRV ist allerdings sehr begrenzt, aktuell für das Gericht könnte es (vielleicht) hilfreich sein.

Die fordern sich aber ärztliche Stellungnahmen in der Regel lieber selber an und stellen dann präzise Fragen dazu, wie deine Ärzte deine Erwerbsfähigkeit sehen, soweit sie das aus ihrer bisherigen Behandlung und den Befunden einschätzen können.

Diesen Ablauf sollte ein Anwalt (für Sozialrecht) eigentlich kennen und auch wissen, dass es eher nicht sinnvoll ist, die Ärzte selbst um entsprechende Atteste/ Berichte zu bitten, das wird sehr gerne als "Gefälligkeit" gewertet, denn die DRV bekommt ja auch ALLES zur Akteneinsicht was dein Anwalt dort von dir einreicht.

Nun ja die Rente wurde abgelehnt und habe Widerspruch eingelegt laut dem Ärztlichen Gutachter wäre ich nicht mehr arbeitsfähig aber er meinte das entscheidet er nicht alleine!

Kennst du denn das komplette Gutachten schon selber ???

Es ist ein Unterschied ob man dich (vorerst) nicht für "Arbeits-FÄHIG" hält oder klar eine Erwerbsminderung begutachtet hat, Arbeits-UNFÄHIG kann man ruhig jahrelang sein, das bedeutet noch nicht, dass man eine EM-Rente bekommen wird. :icon_evil:

Es ist allerdings auch richtig, dass nicht der Gutachter zu entscheiden hat, ob eine EM-Rente bewilligt wird oder nicht, es ist aber auch oft sehr überraschend, wie weit die Aussagen (bei der Begutachtung) und die in den schriftlichen Gutachten oft auseinander liegen.
Darum fordert man diese Gutachten ja auch an im Rahmen der Akteneinsicht, spätestens für die Begründung des Widerpruches.

Letze Woche habe ich Bescheid bekommen das die Rente wieder abgelehnt wurde und nun kommt es zur Klage.Ich bin bei DGB gewesen die habe für mich den Widerspruch damals gemacht aber hatte so das Gefühl das die nicht wirklich viel gemacht haben außer mich einmal angerufen und sonst ging alles nur schriftlich.

Was hast du denn für Unterlagen selbst dazu vorliegen, du musst doch wissen, was die hingeschickt haben zur DRV und ob Akteneinsicht genommen wurde, was genau in der Widerspruchs-Begründung gestanden hat, das ist ja auch für den Anwalt und das weitere Vorgehen enorm wichtig ???

Mit meinem Anwalt habe ich damals auch nur ein sehr intensives Gespräch geführt aber ich habe immer alle Unterlagen bekommen, die er verfasst hatte, sei es per Post oder auch per Mail und Telefon war ich immer auf dem Laufenden und er war immer ansprechbar wenn ich Fragen hatte.

Jetzt bin ich zu einem Anwalt gegangen und habe ihm meine Sachlage geschildert er meinte es sei kein Problem er kann meinen Fall übernehmen und hat mir die PKH mit gegeben die ich ausfüllen musste.

Wie viel Erfahrung hat der Anwalt was EM-Rentenfälle betrifft, diese Aussage ist ja schon sehr merkwürdig, wenn er schon selber jede Erfolgsaussicht anzweifelt, dann ist es auch unwahrscheinlich, dass du PKH dafür bekommen wirst vom Sozialgericht.

Denn dafür wird vom Gericht auch geprüft, ob wenigstens minimale Chancen bestehen, diesen Prozess noch gewinnen zu können, wie willst du den Anwalt bezahlen (können) wenn die PKH abgelehnt wird ???

Es kan einige Monate dauern bis du dazu Klarheit haben wirst, was will er bis dahin schon für dich tun (können / wollen) ohne zu wissen ob er später auch mal Geld dafür bekommen wird oder hast du schon was unterschrieben ( Mandats-Erteilung / Kosten-Note ?), dass du entstehende Kosten selber trägst bis PKH bewilligt ist oder bei einer Ablehnung ???

Er meinte nach meiner Aktenlage was er gelesen hat werde ich die Klage verlieren da alle Ärztlichen Berichte wie Orthopäde,Rheumatologe, Neurologe, Hausarzt, Rehaberichte,Schmerztherapie nicht aussagekräftig genug sind.

Wie will er das bitte beurteilen können, ist der auch studierter Mediziner auf all den erforderlichen Fachgebieten, zudem sollte ein Anwalt mit Erfahrung in diesem Bereich auch wissen, dass man zunächst mal die Akten-Einsicht bei der DRV vornehmen und abwarten sollte.

Denn die Fehler im bisherigen Verfahren muss man in den Unterlagen der DRV suchen und nicht in deinen Arztberichten, es ist ja gar nicht gesagt, dass die DRV überhaupt alle deine behandelnden Ärzte angeschrieben hat und das wäre schon mal ein ziemlicher Verfahrensfehler oder weißt du selbst genau, dass diese Berichte auch ALLE der DRV vorliegen müssen ???

Es kostet natürlich schon was wenn er jetzt beginnt für dich tätig zu werden, ehe überhaupt klar ist ob die PKH bewilligt wird vom Gericht, das ist ein hohes finanzielles Risiko für dich, ist dir das überhaupt bewußt, hat er dich dazu aufgeklärt, das ist seine Pflicht ?

Da steht wie:" ist in der Bewegung eingeschränkt, kann nicht dies und kann nicht das, hat Depressionen usw.... Der Anwalt meinte er braucht Berichte wo drinne steht Fr..... kann nicht mehr als 3 Stunden arbeiten aus folgenden Gründen......

Die Ärzte schreiben nicht auf Wunsch des Anwaltes, was der meint für sinnvoll zu halten, das mit den 3 Stunden ist schon falsch, wie ich es dir oben beschrieben habe.
Zudem ist die DRV auch nicht ganz "blöde", die wenigstens ambulanten Ärzte wissen so genau was sie da schreiben sollten, um die DRV zu überzeugen, das ist nicht gerade "Alltagsgeschäft" bei denen.

Unsere Ärzte haben sich (aus gutem Grund) immer geweigert extra was zu schreiben, um zu betonen wie wichtig es für uns sei die EM-Rente zu bekommen, das sieht die DRV dann (besonders bei langjährigen Ärzten) als "Gefälligkeit" an, zumal solche "Wünsche" auch oft bezahlt werden müssen ... kein Arzt muss so was kostenlos machen wollen. :icon_evil:

"Wenn die was wollen, dann sollen sie das anfordern" wurde uns immer mitgeteilt und dann muss das wenigstens (von DRV / Gericht) auch bezahlt werden, so wurde es dann auch gemacht.

Zumindest das Sozialgericht hat dann ALLE meine Ärzte angeschrieben und (gegen Honorar) eine ärztliche Stellungnahme eingefordert, das war der DRV dann (bei der Akteneinsicht) auch nicht "aussagefähig" genug, darauf hin hat der Richter dann eigene Gutachten "angeordnet".

Das wäre auch der einzig mögliche Weg wie du da noch was erreichen kannst, wenn vom Sozial-Gericht neue Gutachten beauftragt werden, die "aussagefähig" genug sein könnten die DRV zu überzeugen, in meinem Falle war das so und die DRV musste dann ein Angebot zur Berentung vorlegen, denn damit war der Richter dann überzeugt.

Immerhin hat dieses Verfahren auch bis dahin (ab Antragstellung) auch fast 3 Jahre gedauert, mein Anwalt hatte mich aber schon ab Widerspruch begleitet und kannte also das gesamte Verfahren seit Ablehnung des Antrages schon.

So drückte er sich aus er braucht Munition damit er gegen die DRV schießen kann, da war ich erstmal baff ich dachte meine behandelten Ärzte werden mir das nie schreiben wie soll ich das schaffen!!! Irgendwie habe ich es doch geschafft das alle Ärtze mir was schreiben ich brauche jetzt ganz ganz viel Glück das es klappt.

Diese Munition muss er sich aus deiner Renten-Akte beschaffen und sichten was die DRV bisher so getan hat, um deinen Gesundheitszustand korrekt zu beurteilen, wenn er keine Akteneinsicht nimmt bei der DRV wird er mit deinen selbst beschafften Arztberichten auch keinen "Blumentopf" gegen die DRV gewinnen können, der muss den Richter überzeugen dich erneut begutachten zu lassen, die DRV wird ihre Ansicht sonst NICHT ändern.

Was deine Ärzte so meinen hat die DRV bisher doch auch nicht interesisiert, das werden auch neue Formulierungen nicht ändern können. :icon_evil:

Ich habe richtige Angstzuständen diese Ungewissheit und warten macht mich irre der Anwalt meinte ich soll mich drauf einstellen das das ganze min. 1 Jahr dauern wird🙄
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder hat die Klage hinter sich und Rente bekommen würde mich über Tips und Erfahrungen

Da ist er aber sehr optimistisch wenn er nur ca. 1 Jahr einplant, was hat er denn nun bisher konkret schon gemacht außer dich zu beschäftigen, Unterlagen von deinen Ärzten zu besorgen ???

Wurde der PKH-Antrag schon eingereicht bei Gericht, wurde die Klage bereits (fristgemäß) eingereicht, hast du schon ein Aktenzeichen, wann (und womit ohne Akteneinsicht bei der DRV ?) will er die notwendige Klagebegründung fertig machen / einreichen, weißt du was da drin stehen wird ???

Das wäre mal so der Anfang, damit da überhaupt was los gehen kann ... dann wird sich das SG melden und mitteilen wie es weiter geht ... in der Regel mit der SG-Abfrage deiner Ärzte ...

MfG Doppeloma
 

Taschemia

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Hallo Doppeloma,

Erstmal vielen Dank für
deinen ausführlichen und realistischen Beitrag der tatsächlich genau darauf zu trifft, musste gerade erstmal schlucken als ich das gelesen habe und ehrlich gesagt bin ich gerade total überfordert mit der ganzen Sache. Ich wurde soweit aufgeklärt und ja ich bekomme die PKH weil ich sehr wenig KG bekomme. Der Anwalt hat es gleich ausgerechnet ob ich was zahlen muss NEIN.
Ich lass jetzt alles auf mich zukommen und lass den Anwalt machen hatte ein gutes Gefühl bei ihm Gegensatz zu DGB denn die haben mir garnichts gesagt was ich tun soll😡 Da hätte ich die Klage 100% verloren. So zumindest sagte mir der Anwalt wie es aussieht und weiß was zu tun ....

Das schrieb mir die DRV:"
 

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Arztberichte in einem Rentenverfahren können noch so "Aussagekräftig" sein, aber wie Doppeloma schon geschrieben hat werden diese bei der DRV "nur" zur Kenntniss genommen aus den genannten Gründen...

Bei mir war (so glaube ich) das Gutachten vom Gutachter welcher von der DRV beauftragt wurde der entscheidende Punkt. Selbiger hatte darin sämtliche Befunde, Diagnosen, Erkenntnisse von meinen Ärzten nach äußerst genauer und sorgfältiger Begutachtung in allen Belangen bestätigt und sogar mit seinen selber erstellten medizinischen Diagnosen noch untermauert so das die DRV sich seiner Empfehlung zur Berentung anschloss ohne wenn und aber. Allerdings nach nunmehr 37 Jahren bestehender Erkrankung...(bin nun über Mitte 50)


liesa
 
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cerebellum

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hallo taschemia,

ich habe auch eine rheumatische erkrankung, ähnlich deiner.
bei mir hat es mit der emr gleich geklappt.

was ich dir empfehlen kann, gehe ab jetzt regelmäßig zum schmerztherapeuten.
damals habe ich mehrfach stationär eine multimudale schmerztherapie durchgeführt.
es ging mir sehr schlecht, und es war mit das einizge was mir geholfen hat.

was mir auch sehr gut geholfen hat, war die kmt. die klinik ist auf rücken spezialisiert.
Klinik für Manuelle Therapie in Hamm (Westf.) | Dem Schmerz auf der Spur
die klinik ist einzigartig in deutschland.
die patienten nehmen lange wege in kauf, um dort behandelt zu werden.

meine erfahrung ist, das klinikberichte mehr wert haben als ein arztbrief!
zumal sie auch viel umfangreicher sind.

ich wünsche dir viel erfolg!
cere
 

Doppeloma

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Hallo cerebellum,

im Falle der TE läuft es ja offenbar nicht so "einfach" wie bei dir, sonst müsste sie ja nun nicht Klage einreichen wegen der Renten-Ablehnung.

Die Menschen sind nun mal verschieden und es kommt (leider) auch immer darauf an welche Bearbeiter / Gutachter (bei der DRV) damit zu tun bekommen diese Enscheidungen zu treffen, man erkennt ja gewisse Einschränkungen an aber sieht eben keine Erwerbsminderung die mit der EM-Rente auzugleichen wäre.

In Schmerztherapeutischer Behandlung ist sie ja bereits, wie intensiv und wie lange schon wurde noch nicht geschrieben, auch nichts dazu ob sie überhaupt schon mal in einer speziellen Schmerz-Klinik gewesen ist.

was mir auch sehr gut geholfen hat, war die kmt. die klinik ist auf rücken spezialisiert.
Klinik für Manuelle Therapie in Hamm (Westf.) | Dem Schmerz auf der Spur
die klinik ist einzigartig in deutschland.

So ganz "einzigartig" ist diese Klinik allerdings nicht, Männe war im Land Brandenburg auch (mehrfach) in einer solchen Klinik für manuelle Therapien bei diversen Schmerzproblematiken.

die patienten nehmen lange wege in kauf, um dort behandelt zu werden.

Da stimme ich dir trotzdem zu, auch in dieser Klinik gab (und gibt es wohl immer noch) sehr lange Wartezeiten für die Aufnahme und es waren Patienten aus ganz D dort anzutreffen.

meine erfahrung ist, das klinikberichte mehr wert haben als ein arztbrief!
zumal sie auch viel umfangreicher sind.

Leider trifft das eben auch nicht immer zu, denn es gab bereits im ersten Rentenverfahren 2 solcher Klinikberichte, die sehr deutliche Aussagen dazu machten, dass Männe NICHT mehr Erwerbsfähig ist, trotzdem konnte ein gerichtlicher Gutachter diese Berichte als "irrelevant" beiseite schieben (als reiner Orthopäde) und eine andere Empfehlung an den Richter geben.

Der meinte dann lapidar er vertraue diesem Gutachter seit Jahren und sei ja selber auch kein Arzt, die Klage könne aber nun keinen Erfolg mehr haben.

Nach der (leider notwendigen) Klagerücknahme wurde Männe dann erneut von seiner Schmerztherapeutin dort eingewiesen, trotz Akut-Einweisung musste er (auf "Abruf") fast 6 Wochen warten ehe die Aufnahme erfolgen konnte, eigentlich konnte man ihm dort auch nicht mehr ernsthaft weiter helfen aber er bekam wieder einen sehr deutlichen Klinik-Bericht.

Damit wurde dann der 2. Antrag auf EM-Rente gestellt, die früheren Klinik-Berichte haben wir ganz frech erneut mit eingereicht, denn die waren ja noch gar nicht ernsthaft berücksichtigt worden im 1. Verfahren.

So dauerte es insgesamt fast 5 Jahre bis er dann im 2. Anlauf endlich den EM-Rentenbescheid bekommen hat, nun sogar direkt ohne Befristung bis zur Altersrente ... :icon_kinn:
Dabei war man doch knapp ein Jahr zuvor am Gericht noch der Ansicht er könne im gleichen Gesundheits-Zustand noch Vollzeit arbeiten gehen ... :icon_neutral:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo Taschemia,

deinen ausführlichen und realistischen Beitrag der tatsächlich genau darauf zu trifft, musste gerade erstmal schlucken als ich das gelesen habe und ehrlich gesagt bin ich gerade total überfordert mit der ganzen Sache.

Das tut mir leid wenn ich dich damit "verschreckt" haben sollte, aber so ist das nun mal gewesen bei mir, bei meinem Männe war es noch schlimmer ... da dauerte es fast 5 Jahre un 2 Anträge bis er die EM-Rente endlich bewilligt bekam.

Ich wurde soweit aufgeklärt und ja ich bekomme die PKH weil ich sehr wenig KG bekomme. Der Anwalt hat es gleich ausgerechnet ob ich was zahlen muss NEIN.

Das beantwortet leider nicht meine Frage, ob der Antrag schon eingereicht wurde bei Gericht, was er dazu meint ist eigentlich egal, denn das SG wird entscheiden ob du PKH bekommst oder nicht und ob sich für dich mal Kosten ergeben könnten ist aktuell noch gar nicht absehbar.

Die Regelungen für PKH sind letztes Jahr sehr verschärft worden und da kommt es deutlich schneller zu Forderungen selbst dann wenn man die Klage am Ende doch erfolgreich beenden konnte.

MfG Doppeloma
 

Taschemia

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Hallo Doppeloma,

ich war am Mo beim Anwalt und habe den PKH Antrag ausgefüllt und abgegeben also wissen tue ich nur soviel das ich nix zahlen muss so wie er sagte. Nun ja mal abwarten ob es genehmigt wird ansonsten bleibt mir ja nix anderes über, bekomme ja nur paar Euronen.:confused:
 

Taschemia

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Hallöchen Cerebellum,

ich muss sagen das ich seit meinem 16 Lebensjahr an Rhema leide vom Papa leider vererbt. Leider wurde Morbus Bechterew und Psoriasis Athritis erst 2012 diagnostiziert. Im Prinzip hätte man schon viel eher und gezielter was dafür machen können weil mir aber kein Arzt genau sagen konnte was ich genau habe nun ist es zu spät ....Nun ja jetzt bin ich so verkrümmt das ich nicht mehr aufrecht laufen kann und Schmerzen habe ohne Ende seit 10 Jahren....ich war in einigen Rehas Orthopädie sowie Rheumaklinik auch Psychsomathisch jedes Jahr mache ich eine Schmerztherapie in der Rheumatologie im KH! Von Schwimmgymnastik bis hin zur Krankengymnastik jede Woche zu jedem Quartal gehe ich zum Neurologe Rheumatologe Hausärztin und einmal in der Woche zu Psychotherapeutin. Ich spritze mich mit Biologika ein TNF Blocker damit der Verknöcherungsprozess verlangsamt wird und nehme einige Schmerzhämmer wie Tillidin Novalgin Celebrex usw....bin völlig platt und müde kein Elan zu nichts. Ich habe es einfach nur satt die ganzen Ärtze schlauchen mich ich drehe mich nur noch im Kreis und komme nicht vorwärts...meine Psyche ist am NoNo ich fühle mich wie ein Wrack.
 

Taschemia

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Hallöchen,

so habe jetzt von allen behandelnden Ärtze ein Attest das ich aus deren Sicht nicht mehr arbeitsfähig bin! Meint ihr ich habe eine kleine Chance?
 

AsbachUralt

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Tut mir leid, aber jede Antwort wäre Kaffeesatz lesen.
Niemand kann Dir hier eine befriedigende Antwort auf Deine Frage geben.

So schwer es auch fällt, da hilft wirklich nur abwarten was passiert.
 
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