Erwerbsminderungsrente abgelehnt, stattdessen Angebot von Leistungen für medizinische Rehabilitation (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

dertutor

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Hallo Leute,

Ich benötige mal euren Rat. Ich (33,m) wurde 2015 an der Wirbelsäule versteift da unter anderem ausgeprägtes Wirbelgleiten grad5 beim L1/S2 bestand.
Weil die Nerven aber schon sehr fortgeschritten beschädigt sind erhalte ich noch immer täglich hochdosiertes Morphin, da die Schmerzen zu heftig und nicht auszuhalten sind.

Aktuell beziehe ich alg2.
Dort wurde ich vor ein paar Monaten aufgefordert - nachdem mich der medizinische Dienst der Agentur für Arbeit als dauerhaft arbeitsunfähig weil unter 3 Std pro Tag begutachtet hatte - einen Antrag auf EMR zu stellen.

Das habe ich auch gemacht und war auch zur Untersuchung. Gestern erhielt ich einen Brief von der Rentenversicherung, dass man mir zwar diverse Dinge attestiert (meine Krankheiten/Einschränkungen), aber all das in der Summe denen nicht ausreiche für die EMR, weil ich angeblich noch 6 Std arbeiten könnte - blödsinn, aktuell jedenfalls.

Heute bekam ich dann noch einen Brief mit einem Angebot von Leistungen für medizinische Rehabilitation, ohne dass hier drin steht worin die Leistung genau bestehen soll.

Aber etwas von stationäre Rehabilitation steht in anderen Neben-Sätzen.
Nun ist es so das ich bereits zwei mehrwöchige Rehaaufenthalte wegen der Rückengeschiche hinter mir habe (2007, 2013) und die alle nie was gebracht haben.
Ich mache täglich Übungen und würde da auch wieder nichts anderes machen.

Darüber hinaus muss ich mich ständig um meine körperlich sehr eingeschränkte, gehbehinderte Mutter kümmern (einkaufen, Wohnung aufräumen allg Haushaltssachen usw), kann und will also nicht mehr weg - wie früher eben von Oldenburg nach Hessen (Bad Wildungen).

Nun zu meinen Fragen:
- lohnt sich ein Widerspruch, denn die kommen ja zu einem nicht nachvollziehbaren Ergebnis, selbst das JC sieht mich ja in keinem Job mehr.
Also wo soll es diesen Job geben wo ich angeblich bis zu 6 Std arbeiten können soll?

- der Widerspruch würde meine Anwältin machen, muss ich das dem Amt mitteilen oder erst wenn das Endergebnis quasi steht?

- kann ich bezüglich der Reha auch fordern diese aus obengenannten Gründen nur in meiner Stadt zu machen ambulant/stationär?

- wenn nicht, wäre das ein Grund den die akzeptieren würden um die Reha nicht zu machen?
Denn ich mache echt seit Jahren mit den täglichen Übungen genau das was ich dort und in der Krankengymnastik gelernt habe, welchen Sinn hat es dann?

Wäre wirklich klasse wenn ihr mir helfen könntet, denn ich soll die Erklärung für die medizinische Rehabilitation binnen einer Woche zurückschicken.
Nur weiß ich ja nicht worin dieses Angebot genau besteht. Dann kann ich doch eigentlich nicht pauschal zustimmen, oder?
Und der Widerspruch würde dann ja auch evtl parallel anstehen.

Vielen Dank im voraus
Mario
 

Dark Vampire

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AW: Emr abgelehnt, Angebot von Leistungen für medizinische Rehabilitation

ich kenne das selber, Bin auch noch vollschichtig "verfügbar" aber JC sieht bei mir auch keine Chance mehr was zu bekommen, habs auch im Rücken , jeden tag Schmerzen seit 20 jahren......

ich selber gehe alle 2 Jahre in Reha, was mir gut tut, wechsel dann aber die Kliniken durch, sehe es auch als meinen Urlaub an da Erholung ein Bestandteil meiner Therapien sind.Mache dort auch meist nur halbe Therapie, heisst nicht soviel wie die anderen, hab mehr Freizeit. Letzte reha hab ich nur 4 Tage was gemacht und hatte 3 tage dann Ruhe..... 5 Wochen lang.

Und ja du kannst auch was ambulantes machen, wenn du was in der Nähe hast , schlägst es denen vor und wartest ab.
 

doppelhexe

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AW: Emr abgelehnt, Angebot von Leistungen für medizinische Rehabilitation

hallo dertutor,

widerspruch über die anwältin ist gut... hab ich auch gemacht und danach klage... alles in allem 4,5 jahre und nun ist die rente durch...

ABER: wenn die rehamaßnahmen auswärts ablehnst, weil du dich hier um deine schwerkranke mutter kümmern musst... dann seh ich schwarz für die rente... dann könntest du das theoretisch auch für kohle, also arbeiten in der pflege/hauswirtschaft?! so würde es jedenfalls die DRV sehen...
 
E

ExitUser

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Reha ablehnen geht nur bei einer vom behandelnden Arzt attestierten Rehaunfähigkeit.

Klar kannst du versuchen in deiner Nähe etwas zu bekommen ein Versuch kostet nix.

Pflege von Angehörigen war damals bei mir im Antragsverfahren meiner EM-Rente kein Problem, ich hatte meinen Vater gepflegt welches auch im Gutachten vom beauftragten Gutachter der DRV ausführlich erwähnt wurde und welches letztendlich auf die Bewilligung keinen Einfluss hatte.

liesa
 
Zuletzt bearbeitet:

dertutor

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Hallo Leute,

vielen Dank für die zahlreichen Vorschläge.
Ich habe das Dokument nun erstmal an meine Anwältin geschickt und werde sehen was sie bezüglich Widerspruch sagt.

Denn fakt ich ja nunmal, dass mich die Agentur selber als dauerhaft erwerbsgemindert - also für unter 3 Stunden pro Tag - und somit als arbeitsunfähig begutachtet hat.

Laut meiner Sachbearbeiterin im Jobcenter hieß es, dass wenn die EMR abgelehnt werde, ich quasi weiter beim JC bliebe (laut ihrer Einschätzung), aber für einen Beruf eingetragen werde den es faktisch nicht gibt.

Klingt nicht nur komisch, ist auch so.
Ich hatte immer gedacht wenn man nicht mehr arbeitsfähig ist, aber keine EMR oder Rente allgemein bekommt, dann zum Sozialamt müsse.

Vielleicht hat die Sachbearbeiterin das aber auch nur geraten, weiß ich nicht.
Es ist nunmal so, dass die Agentur und damit ja auch das Jobcenter mich auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr sehen.

Wie die RV nun aber trotz all dieser Nachweise und auch Atteste von meinem Neurochirurgen, der ganz klar gesagt hat das für mich eine EMR angeraten wird, weil die Schmerzlage sich wohl nicht mehr verbessert, und auch das Amt mich nicht in Berufen mehr sieht, dann ihre Ablehnung so begründet, ich könnte in "irgendeinen Job" auf dem ersten Arbeitsmarkt noch locker 6 Std. täglich arbeiten, entzieht sich mir total.

Was die Reha anbelangt, versuche ich es erstmal ortsnahe.
Ich weiß das es hier in Oldenburg im Klinikum einen Reha-Bereich gibt und ein paar Kilometer Auswärts in Bad-Zwischenahn.

Wenn ich dort unterkommen könnte, wäre ich auch bereit eine Reha zu machen, aber eben nicht mehr stationär und soweit weg.
Ich pflege meine Mutter nicht, das macht ein Pflegedienst, sondern ich kümmere mich um all die Dinge die dieser Dienst nicht macht.

Sprich Einkaufen, sie zu Ärzten oder Terminen fahren, ihre Wohnung sauber halten usw..
Wenn ich hier wegfalle, gibt es große Probleme denn meine Mutter hat keine geeignete Pflegestufe für einen zusätzlichen Dienst, der diese Arbeiten übernehmen könnte.

Der RV schreibe ich deswegen einen Brief, in denen ich meine Wünsche offenlege und auch, warum ich dies so entscheide.
Mal schauen, was sie dann für ein Angebot letztendlich machen. Komplett ablehnen scheint, wie ihr es ja auch geschrieben hat, nicht wirklich gut zu sein.

@Dark Vampire

Ich war leider zwei Mal in derselben Einrichtung, einmal für sechs Wochen und einmal für drei Wochen und jedes Mal habe ich von morgens bis abends das volle Programm erhalten.

War nervig, weil man nicht einmal zur Ruhe kommen konnte oder so.
Und die Begutachtungen dort waren echt unterirdisch lächerlich. Bisschen hier gucken, bisschen da gucken und bumms, voll arbeitsfähig.

Ich habe Leute mit auf Station gehabt, die konnten sich damals vor Schmerzen nicht mehr rühren, haben Medi-Therapien mit üblen Nebenwirkungen gehabt und wurden ebenfalls komplett und ohne Einschränkungen arbeitsfähig attestiert.

Lächerlich. Schon alleine deswegen will ich da auch nicht mehr hin.
Dazu kommt, dass all diese Dinge nicht das weiter-verschlimmernde Wirbelgleiten aufgehalten haben, sodass ich doch unters Messer musste, da mir der Rollstuhl drohte.

All das was ich - abgesehen von der Dampfdusche - dort als Therapie bekommen habe, mache ich zu Hause auch.

Ich habe ein Tens-Gerät, welches ich regelmäßig nutze, ich gehe einmal die Woche zum Reha-Schwimmen, mache täglich Reha-Übungen (Bodenübungen mit Elementen aus der damaligen Reha und der vielen Krankengymnastik) und darüber hinaus versuche ich mich noch soweit es geht zu bewegen.

Fahrradfahren oder ähnliche Dinge gehen allerdings nicht, das machen die Schmerzen nicht mit.
Aber ansonsten tue ich ja eigentlich alles was geht und was die dort auch machen würden.
So hatte ich es auch während der Medi-Untersuchung und in dem Fragebogen dazu in schriftlicher Form dargelegt.

Mal schauen.

Gruß,
Mario
 
E

ExitUser

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Tja so ist das nun mal, was die AFA (oder deine Ärzte) bezüglich deiner Erwerbsfähigkeit festgestellt haben nimmt die DRV zwar zur Kenntnis allerdings schließt sich selbige selten gleich beim ersten mal diesen Feststellungen an.

Das du auch noch relativ jung bist macht das Erreichen der EM-Rente auch nicht gerade leichter.

Du kannst nur versuchen nicht aufzugeben und ggf. dann im Klageverfahren (sollte deinem Widerspruch nicht abgeholfen werden) am SG dein Glück zu versuchen vielleicht sieht das Gericht nach Hinzuziehung eines erneuten Gutachters die Sache anders und die DRV lenkt ein.


liesa
 

Doppeloma

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AW: Erwerbsminderungsrente abgelehnt, stattdessen Angebot von Leistungen für medizinische Rehabilitation

Hallo dertutor,

so neu wie ich zunächst angenommen hatte bist du ja hier im Forum gar nicht mehr, da hattest du doch eigentlich auch schon die Möglichkeit, so Einiges zu deiner Fragestellung nachzulesen.

Besonders auch hier in diesem Forenbereich und deine Beiträge bitte ich etwas übersichtlicher zu gestalten, es gibt viele User die so "kompakte Blöcke" gar nicht erst lesen möchten.

Nun mal noch einige Anmerkungen zu deinen Beiträgen ...

Aktuell beziehe ich alg2.
Dort wurde ich vor ein paar Monaten aufgefordert - nachdem mich der medizinische Dienst der Agentur für Arbeit als dauerhaft arbeitsunfähig weil unter 3 Std pro Tag begutachtet hatte - einen Antrag auf EMR zu stellen.
Darf man fragen seit wann du schon ALGII beziehst, es wird ja einen Grund gehabt haben, dass du dich 2011 schon hier angemeldet hast ... :icon_kinn:

Das JC möchte immer, dass langfristig AU geschriebene oder sonst gesundheitlich schlecht vermittelbare zum ÄD gehen und dort als "dauerhaft Arbeits-Unfähig" begutachtet werden.

Sonst ist eine Aufforderung EM-Rente zu beantragen gesetzlich nicht zulässig, es ist aber eher die Regel als die Ausnahme, dass die DRV das ganz anders sieht, dazu habe ich meine eigenen Erfahrungen auch gemacht und ich war schon reichlich Ü 50.

Das vielleicht zum "Trost", es war nicht NUR dein Lebensalter, aber sicher auch ein Grund dafür, dass der Antrag abgelehnt wurde.

Der DRV entgeht ja auch nicht unbedingt, dass die JC seit vielen Jahren sehr häufig Anträge auf EM-Rente fordern, auch dann wenn die Betroffenen durchaus noch arbeiten könnten, wenn das JC seine Arbeit richtig machen und der Arbeitsmarkt das hergeben würde.

Das habe ich auch gemacht und war auch zur Untersuchung. Gestern erhielt ich einen Brief von der Rentenversicherung, dass man mir zwar diverse Dinge attestiert (meine Krankheiten/Einschränkungen), aber all das in der Summe denen nicht ausreiche für die EMR, weil ich angeblich noch 6 Std arbeiten könnte - blödsinn, aktuell jedenfalls.
Das magst du für "Blödsinn" halten aber die DRV hat deine Erwerbsfähigkeit eingeschätzt, das ist was anderes als "Arbeits-FÄHIGKEIT" (die kann schon mal ne lange Zeit eingeschränkt sein) und da schließt man sich dem JC-ÄD eben NICHT an.

Wer (mindestens) 6 Stunden arbeiten kann ist VOLL Erwerbsfähig nach dem Rentenrecht, es darf auch gerne etwas mehr sein ...

Du schreibst von einer Begutachtung durch die DRV, dieses Gutachten solltest du anfordern für die Widerspruchsbegründung und die weiteren (medizinischen Unterlagen), die zu dieser Entscheidung geführt haben sollen.

Ist dir bekannt ob deine behandelnden Ärzte angeschrieben wurden, ob der DRV-Gutachter die Kranken-Unterlagen von dir vorliegen hatte ... das kann natülich auch dein Anwalt für dich klären, um dann eine gute Widerspruchs-Begründung (gegen die Ablehnung der EM-Rente) verfassen zu können.

Heute bekam ich dann noch einen Brief mit einem Angebot von Leistungen für medizinische Rehabilitation, ohne dass hier drin steht worin die Leistung genau bestehen soll.
Na-Ja, so schwer ist das ja nicht zu verstehen was med. Reha sein soll und du schreibst ja selbst, dass du med. Rehas wegen deiner orthopädischen Probleme schon mehrfach gemacht hast.

Aber etwas von stationäre Rehabilitation steht in anderen Neben-Sätzen.
Wenn es in deiner Nähe eine geeignete Klinik gibt, wo du eine ambulante Reha machen könntest ist es durchaus legitim der DRV das so vorzuschlagen, du hast ohnehin ein Klink-Wahlrecht (SS 9 SGB IX Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten) und da es um orthopädische Probleme geht, ist wohl eine solche Klinik auch angebracht.

Nun ist es so das ich bereits zwei mehrwöchige Rehaaufenthalte wegen der Rückengeschiche hinter mir habe (2007, 2013) und die alle nie was gebracht haben.
Kommt ja drauf an was du dir davon konkret erwartet hattest. nach deiner letzten Problematik (2015) warst du aber offenbar nicht mehr in einer Reha ...

Ich mache täglich Übungen und würde da auch wieder nichts anderes machen.
Das kann ich schlecht beurteilen, ob das reicht, zumal es auch da des "Guten" zu viel werden kann und profesionelle Physio-Therapien nicht ersetzen kann.

Wenn die DRV das "vorschlägt" sollte man das allerdings ernst nehmen, es kann auch wichtig sein, für die weiteren Entscheidungen zu deiner EM-Rente, denn der Antrag läuft ja (schwebend) weiter, wenn du Widerspruch eingelegt hast.

Ob du dir da mit einer ambulanten Reha (um weiter zusätzlich deine Mutter zu unterstützen) wirklich einen Gefallen tust wage ich zu bezweifeln.

Schon eine ambulante Reha ist (je nach Entfernung zur Klinik) mit einer Vollzeitarbeit zu vergleichen und wenn du dazu auch noch die privaten Probleme weiter "händeln" kannst, rückt die Aussicht auf eine EM-Rente in weite Ferne.

Darüber hinaus muss ich mich ständig um meine körperlich sehr eingeschränkte, gehbehinderte Mutter kümmern (einkaufen, Wohnung aufräumen allg Haushaltssachen usw),
Wenn sie solche Unterstützung braucht und nicht von der Pflegekasse bekommen kann, dann sollte ihre Einstufung mal überprüft werden, auch darauf kann man bei der Pflegekasse einen Antrag stellen.
Ebenso auch auf Unterstützung wenn man selbst mal die Pflege nicht durchführen KANN, weil die eigene Gesundheit vorrangig ist.

Dafür gibt es bereits ab Pflegestufe 1 den sogenannten Entlastungsbetrag, welche Pflegestufe hat denn deine Mutter aktuell ???
Hast du dich mal mit dem Pflegedienst darüber unterhalten, dass es nötig wäre (für dich) eine Reha zu machen und wie man dich dabei unterstützen kann, dass deine Mutter in der Zeit gut versorgt bleibt ???

Dazu hat sich seit Anfang des Jahres einiges geändert, gerade auch was die Betreuung in (zeitlich begrenzter) Abwesenheit der üblichen Pflegeperson betrifft.

- lohnt sich ein Widerspruch, denn die kommen ja zu einem nicht nachvollziehbaren Ergebnis, selbst das JC sieht mich ja in keinem Job mehr.
Also wo soll es diesen Job geben wo ich angeblich bis zu 6 Std arbeiten können soll?
Ein Widerspruch gegen die Ablehnung der EM-Rente lohnt sich IMMER, allerdings sollte der Fokus der Begründung NUR bei deinen konkreten gesundheitlichen Problemen liegen und nicht bei den sogenannten "Gutachten" vom JC ... die schreiben ALLES womit sie dich los werden könnten ... an einen anderen Kostenträger.

Ob dich das JC in Arbeit bringen könnte oder nicht interessiert die DRV dabei nicht sonderlich, die wissen durchaus, dass dich das JC auch bei bester Gesundheit wohl noch NICHT in Arbeit gebracht hätte.

Es ist natürlich deutlich leichter (für das JC und den ÄD) deinen gesundheitlichen Einschränkungen die "Schukd" daran geben zu können, da fällt (wenigstens dir) das Versagen des gesamten Systems der "Arbeitsvermittlung" nicht so direkt auf. :idea:

- der Widerspruch würde meine Anwältin machen, muss ich das dem Amt mitteilen oder erst wenn das Endergebnis quasi steht?
Wenn das JC dich (schriftlich) aufgefordert hatte den Antrag auf EM-Rente zu stellen, dann bist du verpflichtet (Informations- und Mitteilungspflichten) sowohl die aktuelle Ablehnung, als auch den eingelegten Widerspruch dort umgehend mitzuteilen.

Für das JC bedeutet das immerhin, dass sie auch noch auf die weiteren Entscheidungen der DRV warten MÜSSEN, denn die (bei der DRV) finden im Moment noch nicht, dass du Erwerbsgemindert bist, also hat das JC weiter zu zahlen.

- kann ich bezüglich der Reha auch fordern diese aus obengenannten Gründen nur in meiner Stadt zu machen ambulant/stationär?
Wirklich "fordern" kannst du gar nichts, du kannst darum bitten deine Wünsche zu berücksichtigen und wenn die DRV das akzeptiert dann hast du Glück und wenn nicht musst du da auch DURCH ... sonst schadest du dir auch für den EM-Renten-Antrag (fehlende Mitwirkung bei der Klärung deiner Erwerbsfähigkeit).

- wenn nicht, wäre das ein Grund den die akzeptieren würden um die Reha nicht zu machen?
Dazu wurde dir schon geschrieben, es gibt Möglichkeiten deine Mutter anders versorgen zu lassen, wenn du plötzlich (akut) in eine Klinik musst, dann muss das ja auch irgendwie gehen... das wird sogar Müttern von mehreren Kinder so gesagt wenn sie meinen deswegen keine Reha machen zu können.

Denn ich mache echt seit Jahren mit den täglichen Übungen genau das was ich dort und in der Krankengymnastik gelernt habe, welchen Sinn hat es dann?
Es hat den Sinn, dass du unter ständiger Beobachtung der dortigen Ärzte / Therapeuten und des sonstigen Personals stehst, um zu erkennen, ob du vielleicht doch EM sein könntest oder ob das JC (der ÄD) "maßlos" übertrieben hat, das hat mit deinen Übungen zu Hause wenig zu tun.

Ich hatte immer gedacht wenn man nicht mehr arbeitsfähig ist, aber keine EMR oder Rente allgemein bekommt, dann zum Sozialamt müsse.
Da hast du gleich mehrfach "falsch" gedacht, wenn man nicht "Arbeitsfähig" (also AU mit Bescheinigung vom eigenen Arzt) ist wird man behandelt und soll wieder Arbeits-FÄHIG werden, das ist ein Begriff der Krankenkasse.

EMR= Erwerbs-Minderungs-Rente bekommt man deswegen noch lange NICHT (wie du ja gerade bemerken musst), das ist ein Rechts-Begriff der Rentenkasse / DRV und "Rente allgemein" dürfte wohl noch lange hin sein bei dir ...

Das Sozial-AMT (SGB XII) ist NUR zuständig (zu machen) wenn du von der DRV die Erwerbsminderung anerkannt bekommst aber keinen (oder einen zu geringen Renten-Anspruch haben würdest), das weiß auch deine SB nur zu genau.

Es ist nunmal so, dass die Agentur und damit ja auch das Jobcenter mich auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr sehen.
Das ist dafür völlig irrelevant, ob die dich noch am Arbeitsmarkt sehen oder nicht ... es können nicht alle Leute als Erwerbsgemindert anerkannt werden bei der DRV, nur weil AfA und JC "sie nicht mehr am Arbeitsmarkt sehen" ...

Es gibt ungefähr 180 000 NEU-Berentungen wegen Erwerbsminderung im Jahr bei der DRV ... und es gibt Millionen in Hartz 4 die schon lange Keiner mehr am Arbeitsmarkt "gesehen hat"...

Die Arbeitsmarktlage an sich interessiert die DRV nur sehr begrenzt bei ihren Entscheidungen ... und dafür braucht man mindestens erst mal die Anerkennung einer teilweisen Erwerbsminderung (Erwerbsfähig 3 bis UNTER 6 Stunden).

MfG Doppeloma
 

saurbier

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Hallo dertutor,

Doppelomas Ausführungen kann ich nur voll zustimmen.

Ein klein wenig noch von mir dazu.

Ich hab die letzten orthopädischen Rehas auch hier vor Ort (4km Entfernung) ambulant durchgeführt, auch weil es meiner Mutter zuletzt schon nicht mehr so gut ging (beginnende Demenz).

Häufig sind in den Rehas auch Psychologen beschäftigt, denen man das eine oder andere so in Gesprächen mitteilt. In deinem Fall solltest du schon darauf achten, nicht allzuviel vom Gesundheitszustand der Mutter preis zu geben und erst recht mal nicht das du diese umfangreich betreust, denn wenn du Pech hast fällt dir das auf die Füsse.

Warum - nun du schreibst hier ja welche starke Schmerzen du im Rücken (L1/S2) hast, da dürfte es wenig glaubhaft für einen SB bei der DRV rüber kommen, daß du für deine Mutter körperliche Dinge verrichtst (einkaufen etc.), falls er sowas in einem Bericht zu lesen bekäme. Wenn überhaupt, dann wäre es besser die Sachlage so darzustellen, daß sie deiner Begleitung bedarf (Arzt/Behörden/etc.).

Im übrigen hat Doppeloma da schon recht, es gibt mittlerer Weile auch seitens der KK und PKV eine Verhinderungspflege für den Fall das Pflegende oder betreuende Angehörige ins KH oder wie hier eine Reha müssen. Dazu solltest du dich mal bei deiner bzw. der KK deiner Mutter informieren. Im Falle meiner Mutter (Pflegestufe I) gab es schon 2010 die Möglichkeit diese für 4 Wochen 1mal im Jahr in einer stationären Pflegeeinrichtung zur Versorgung unter zu bringen.

Das sollte also heute kein Hinderungsgrund für eine eigene Reha sein.

Aber auch eine ambulante Reha vor Ort (gewählter Standort von dir), sollte wie Doppeloma schon ausführte, nicht zu weit weg von zuhause sein. Zwar verfügen die meisten Reha-Häuser ja über einen Fahrdienst, nur darf man dabei nicht die tägliche Gesamtzeit (45min. Anwendung mit bis zu 2Std. anschließender Ruhephase) unterschätzen, da auch ambulant ja über den Tag verteilt bis zu möglichen 8 Std. behandelt werden kann. Käme dann noch eine erhebliche Fahrstrecken hinzu (langes Sitzen mit L1/S2 Problemen?), wäre dies wohl eher negativ, da du dich ja selbst nicht mal 3 Std./tägl. arbeitsfähig einschätzt.

Übrigens, wie du dich selbst Leistungsfähig einschätzt solltest du ganz schnell vergessen, denn das interessiert die DRV am aller wenigsten. Bestenfalls sollte man sich der Beurteilung der Ärzte anschließen. Selbst sollte man eher die körperlichen Einschränkungen hervor heben (kann mich nicht bücken, nicht lange sitzen, schlecht längere Strecken laufen etc. in der Art), als von einer zeitlichen Leistungsfähigkeit zu reden.

Da man dich jetzt für eine nochmalige Reha vorsieht, mag wohl auch mit deiner Wirbelsäulenversteifung in 2015 zusammen hängen. Da dürfte man sich seitens der DRV dann unter anderem durch die ständige Beobachtungsphase in einer Reha seitens der Ärzte und Personal hinsichtlich deinem alltäglichen Auftreten vielleicht etwas versprechen. Das aber sollte dir ja bereits alles zu genüge bekannt sein.


Grüße saurbier
 

Tica

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@dertutor

es ist ja schon alles geschrieben worden. Von mir noch dazu, dass vor der Rente sicher noch die Reha verlangt wird. Vielleicht hilft es (wenn schon nicht körperlich), dass Du AU entlassen wirst und darauf hin in die EMR erst mal hinein kommst.

Ich wurde damals auch AU entlassen und bekam daraufhin die volle EMR.

Um die Reha ambulant zu bekommen, könntest Du z.B. anführen, dass Du wegen Deines Rückenleidens in fremden Betten nicht schlafen kannst (vielleicht hast Du eine "spezielle" Matratze oder so).
 

dertutor

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Hallo dertutor,
so neu wie ich zunächst angenommen hatte bist du ja hier im Forum gar nicht mehr, da hattest du doch eigentlich auch schon die Möglichkeit, so Einiges zu deiner Fragestellung nachzulesen.
Hallo, neu bin ich wirklich nicht, aber eben auch nicht viel hier gewesen xD. Das habe ich auch, aber als Neuling in diesem Bereich ist das echt eine Masse an Informationen, mit der ich überfordert war. Muss ich zugeben.

Besonders auch hier in diesem Forenbereich und deine Beiträge bitte ich etwas übersichtlicher zu gestalten, es gibt viele User die so "kompakte Blöcke" gar nicht erst lesen möchten.
Ich versuche meine Texte kompakter zu halten

Jetzt versuche ich mal auf die vielen Dinge einzugehen, die noch geschrieben wurden :biggrin:

Darf man fragen seit wann du schon ALGII beziehs...
Ich bin schon seit 2007 mit immer wiederkehrenden Unterbrechungen - durch Arbeit, Weiterbildung, Praktika oder ähnliches - als ALGII gemeldet. Seit 2013 aber durchgehend, da ich immer mehr Jobs bereits in der Probephase gesundheitlich nicht mehr packte.

Das die DRV mein Alter mit als Grund gesehen hat, davon bin ich ausgegangen.

Und das die JC gerne "abschieben" ist auch klar, die müssen ja jeden alternativen Träger wählen, wenn die mit einer Vermittlung selber nicht mehr klarkommen.

Das magst du für "Blödsinn" halten aber die DRV hat deine Erwerbsfähigkeit eingeschätzt, das ist was anderes als "Arbeits-FÄHIGKEIT" (die kann schon mal ne lange Zeit eingeschränkt sein) und da schließt man sich dem JC-ÄD eben NICHT an.
Okay, dass es hier einen Unterschied gibt, war mir nicht klar. Danke.

Du schreibst von einer Begutachtung durch die DRV, dieses Gutachten solltest du anfordern für die Widerspruchsbegründung und die weiteren (medizinischen Unterlagen), die zu dieser Entscheidung geführt haben sollen.

Ist dir bekannt ob deine behandelnden Ärzte angeschrieben wurden, ob der DRV-Gutachter die Kranken-Unterlagen von dir vorliegen hatte ... das kann natülich auch dein Anwalt für dich klären, um dann eine gute Widerspruchs-Begründung (gegen die Ablehnung der EM-Rente) verfassen zu können.
Ich hatte bei der medizinischen Untersuchung bewusst auch verlangt, dass mir der Bescheid zugeht. Ist aber bisher nicht passiert. Kurios fand ich auch die Zeit, denn ich war dort am 26.09 und die Ärztin meinte es dauere mindestens 4 bis 6 Wochen bis sie ihren Bericht fertig hat und weiterreiche (wegen Urlaub und Co). Und nicht mal drei Wochen später war die komplette Antragsfortführung fertig? Irgendwie wenig glaubhaft, finde ich, oder zumindest nicht sehr gründlich dann.
Die ganzen Atteste (bis auf das jetzt von der DRV) habe ich immer vorliegen und auch stets mitgesendet. Ob aber meine Ärzte separat angefragt wurden weiß ich leider nicht. Den Ratschlag mit der Anforderung des Befundberichts mache ich aber.

Na-Ja, so schwer ist das ja nicht zu verstehen was med. Reha sein soll und du schreibst ja selbst, dass du med. Rehas wegen deiner orthopädischen Probleme schon mehrfach gemacht hast.
Das stimmt, aber laut Recherchen stand bei anderen meist klar drin worum es genau geht. Es gibt ja noch mehr als nur stationäre Reha. Daher meine Verwunderung. Denken konnte ich es mir aber, hatte es ja nur erwähnt.

Wenn es in deiner Nähe eine geeignete Klinik gibt, wo du eine ambulante Reha machen könntest ist es durchaus legitim der DRV das so vorzuschlagen, du hast ohnehin ein Klink-Wahlrecht (SS 9 SGB IX Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten) und da es um orthopädische Probleme geht, ist wohl eine solche Klinik auch angebracht.
Perfekt, danke für den Hinweis!!

Kommt ja drauf an was du dir davon konkret erwartet hattest. nach deiner letzten Problematik (2015) warst du aber offenbar nicht mehr in einer Reha ..
Nein, dass hast du leider falsch verstanden. Die beiden vorherigen Rehas waren dafür gedacht um die Problematik mit dem Rücken zu verbessern. Denn es wurde über die Jahre immer schlechter. Sie haben aber nichts gebracht, sogar überhaupt nichts, wenn ich ehrlich bin. Mir gings am Ende oft sogar noch mieser. Und dann 2015, als immer mehr die Beine ihren Dienst versagten, kam es zur OP. Seitdem auch durchgehend krankgeschrieben.

Das kann ich schlecht beurteilen, ob das reicht, zumal es auch da des "Guten" zu viel werden kann und profesionelle Physio-Therapien nicht ersetzen kann.
Das kann ich nicht nachvollziehen, denn die Übungen wurden mit einem professionellen Physiotherapeut erarbeitet. Das was ich in Bad Wildungen lernte war mehr "an der Oberfläche gekratzt" - mag aber auch an den vollen Gruppen dort gelegen haben, denn in einer Krankengymnastik ist man ja allein. Und mit "täglich" ist kein Stundenprogramm gemeint, sondern jeden Tag versuche ich 10 bis 15 Minuten verschiedene, welchselnde Übungen zu machen, kein hartes Workout oder sowas. Alles nur zum Erhalt und leichten Aufbau der Muskulatur. So wurde es mir auch angeraten, von mehreren Ärzten

Ob du dir da mit einer ambulanten Reha wirklich einen Gefallen tust wage ich zu bezweifeln. Schon eine ambulante Reha ist mit einer Vollzeitarbeit zu vergleichen und wenn du dazu auch noch die privaten Probleme weiter "händeln" kannst, rückt die Aussicht auf eine EM-Rente in weite Ferne.
Erkläre mir bitte den Unterschied bzw. was nachteilig sein sollte an einer ambulanten Reha? Was ist schlechter daran, Übungen in 10 Km oder in 330 Km zu machen? Klar, hier kommt die Fahrzeit dazu, aber wenn es sich ermöglichen ließe in einer der von mir genannten Kliniken unterzukommen fahre ich jeweils nicht länger als vielleicht 30 Minuten dahin. Zudem kommt, dass ich die Reha in Hessen viel anstrengender fand, weil man morgens um halb sechs aufstand für die ersten Behandlungen und man zum Teil Abends um 21 Uhr auch noch Vorführungen hatte. Das war weit mehr als ein 8 Stunden-Tag. Zwischen einigen Anwendungen hatte ich manchmal nur 10 Minuten Zeit um meine kompletten Klamotten zu wechseln und die Orte zu erreichen. Ich bin wirklich kein Weichei, aber es gab da Momente wo ich dachte "wollen die mich verarschen"? Die Termine waren teils so eng getaktet dass man oft nur noch "rennen" musste um pünktlich hinzukommen. Und wer nicht pünktlich war bekam keine Unterschrift für den Laufzettel. Ohne Unterschrift wurde man dafür dann noch von den Ärzten angemault. Mehrfach erlebt. Behandlung 1 dauert 10 Minuten länger, Behandlung 2 wird dann nicht pünktlich erreicht und schon gabs Ärger - für etwas wo ich nichts für kann. "Aufbauen" sieht für mich anders aus.


Dafür gibt es bereits ab Pflegestufe 1 den sogenannten Entlastungsbetrag, welche Pflegestufe hat denn deine Mutter aktuell ???
Hast du dich mal mit dem Pflegedienst darüber unterhalten, dass es nötig wäre (für dich) eine Reha zu machen und wie man dich dabei unterstützen kann, dass deine Mutter in der Zeit gut versorgt bleibt ???

Dazu hat sich seit Anfang des Jahres einiges geändert, gerade auch was die Betreuung in (zeitlich begrenzter) Abwesenheit der üblichen Pflegeperson betrifft.
Welche Stufe sie genau hat, weiß ich ehrlich gerade garnicht mal. Da hat sich relativ viel geändert die letzten Monaten. Sie hat für die Antragsdinge mit Ämtern, der KK oder der RV einen gerichtlich bestellten Betreuer bekommen, der macht alles rund um die Papiersachen. Und ich weiß, dass es hierbei nie rundlief, weil ständig Unterlagen bei den Ämtern verschwanden und auch der Pflegedienst sein Zutun zum Chaos lieferte. Die Pfleger die dort täglich kommen sind keine Leute zum Reden. Die kommen rein, machen "ihr Ding" und verschwinden wieder. Selbst für ein "Hallo" scheinen sie oft keine Zeit zu haben. Also nein, hier hatte ich noch keinen Ansprechpartner, was das betrifft. Aber vielleicht kann ich ja mal ein bisschen was anstoßen, hatte ja gehört das man auch Alltagsbegleitung für mehrere Stunden in der Woche beantragen könnte. Werde ich dem Typen mal fragen. Danke.

Ein Widerspruch gegen die Ablehnung der EM-Rente lohnt sich IMMER, allerdings sollte der Fokus der Begründung NUR bei deinen konkreten gesundheitlichen Problemen liegen und nicht bei den sogenannten "Gutachten" vom JC ... die schreiben ALLES womit sie dich los werden könnten ... an einen anderen Kostenträger.
Das ist wahr, aber nein, ich bezog mich nicht allein auf das Gutachten des JC, die waren es aber wiederholt mit der "unter 3 Std." Sache, das ist keine Einschätzung meinerseits gewesen. Mein Neurochirurg und auch mein Orthopäde haben ähnliche Gutachten erstellt (allerdings ohne Zeiten), aber mit Hinweis auf ein Anraten einer EMR.

Wenn das JC dich (schriftlich) aufgefordert hatte den Antrag auf EM-Rente zu stellen, dann bist du verpflichtet (Informations- und Mitteilungspflichten) sowohl die aktuelle Ablehnung, als auch den eingelegten Widerspruch dort umgehend mitzuteilen.

Für das JC bedeutet das immerhin, dass sie auch noch auf die weiteren Entscheidungen der DRV warten MÜSSEN, denn die (bei der DRV) finden im Moment noch nicht, dass du Erwerbsgemindert bist, also hat das JC weiter zu zahlen.
Ahh okay, dann mache ich das.

Wirklich "fordern" kannst du gar nichts, du kannst darum bitten deine Wünsche zu berücksichtigen und wenn die DRV das akzeptiert dann hast du Glück und wenn nicht musst du da auch DURCH ... sonst schadest du dir auch für den EM-Renten-Antrag (fehlende Mitwirkung bei der Klärung deiner Erwerbsfähigkeit).
okay, aber versuchen kann man es ja dennoch^^

Was hier aber teilweise mitschwingt, ich will eigentlich garkeine EMR haben, sondern hat man mir an diversen Stellen nahegelegt dies zu machen. Ich würde viel lieber irgendwelche Umschulungen oder derartige Angebote haben wollen, um wieder irgendwie in Arbeit zu kommen. Wenn nicht Vollzeit, dann halt stundenweise. Aber überhaupt wieder selber was verdienen. Meine Schwester und ihr Mann sind beide Schwerbehindert und erhalten beide eine EMR und ich sehe ja wie nervig das immer ist. Es geht mir also überhaupt nicht darum diese EMR umbedingt zu bekommen, sondern darum das "richtige" für meine gesundheitliche Situation zutun. Das Amt hat mir aber schon gesagt, dass ich durch die Begutachtung des medizinischen Dienstes eben keine Förderprogramme mehr nutzen kann. Deswegen hatte ich auch der DRV-Ärztin gesagt, dass ich lieber in Richtung Arbeitsförderung für Leute mit Einschränkungen oder derartige Fördermöglichkeiten gehen will, denn "garnicht mehr arbeiten" war nie meine Absicht. Ich möchte das tun, was mir körperlich machbar ist, nicht mehr, nicht weniger, aber offenbar alles mit bürokratischen Monstern verbunden.


In deinem Fall solltest du schon darauf achten, nicht allzuviel vom Gesundheitszustand der Mutter preis zu geben und erst recht mal nicht das du diese umfangreich betreust, denn wenn du Pech hast fällt dir das auf die Füsse.

Warum - nun du schreibst hier ja welche starke Schmerzen du im Rücken (L1/S2) hast, da dürfte es wenig glaubhaft für einen SB bei der DRV rüber kommen, daß du für deine Mutter körperliche Dinge verrichtst (einkaufen etc.), falls er sowas in einem Bericht zu lesen bekäme. Wenn überhaupt, dann wäre es besser die Sachlage so darzustellen, daß sie deiner Begleitung bedarf (Arzt/Behörden/etc.).
Nunja meinen Haushalt muss ich ja auch machen, ebenso einkaufen und Co. Und da hilft ja auch keiner. Es geht also noch "sogut", dass ich dies tun kann. Danke aber für den Tipp. Offenbar gibt es bei der DRV nur Schubladendenken. In welchem Umfang man "hilft" ist denen offenbar egal. Naja, muss ich akzeptieren und werde vorsichtiger sein mit meinen Äußerungen über Dinge die ich noch tue.

mittlerer Weile auch seitens der KK und PKV eine Verhinderungspflege.... Im Falle meiner Mutter (Pflegestufe I) gab es schon 2010 die Möglichkeit diese für 4 Wochen 1mal im Jahr in einer stationären Pflegeeinrichtung zur Versorgung unter zu bringen.
Die Verhinderungspflege kannte ich noch nicht. Muss ich mal gucken. Das mit "Pfegeeinrichtung" geht nicht, denn sie ist psychisch ebenfalls (nachgewiesen) sehr krank und geht noch nicht mal ins KH. Ist aber in ps. Behandlung.

(45min. Anwendung mit bis zu 2Std. anschließender Ruhephase)
Eine Ruhephase gab es in den Rehas nie, wie ich ja oben schrieb.

da du dich ja selbst nicht mal 3 Std./tägl. arbeitsfähig einschätzt.
Nein, ich habe dies nicht selber eingeschätzt, sondern mich nur auf die Begutachtung der Ärzte verlassen. Ich selber würde, wenn man einen geeigneten Beruf finden würde, bestimmt mit einer Einarbeitung wieder mehr als 3 Stunden schaffen - so denke ich - die Ärzte bisher (außer DRV), sahen das anders.

@dertutor
es ist ja schon alles geschrieben worden. Von mir noch dazu, dass vor der Rente sicher noch die Reha verlangt wird. Vielleicht hilft es (wenn schon nicht körperlich), dass Du AU entlassen wirst und darauf hin in die EMR erst mal hinein kommst.
Um die Reha ambulant zu bekommen, könntest Du z.B. anführen, dass Du wegen Deines Rückenleidens in fremden Betten nicht schlafen kannst (vielleicht hast Du eine "spezielle" Matratze oder so).
Wenn es mal eine andere Einrichtung wäre, würde ich das sogar wirklich machen. Aber wenn die wieder mit Bad Wildungen kommen, bin ich da echt raus. Der Laden taugt einfach nicht die Bohne. Danke für den Tipp.

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Danke Euch allen für die Tipps und Hinweise. Und nun entschuldigt, waren doch viele Punkte wo ich zu Stellung nehmen musste. Aber wenn die derartige Aufmachung besser ist zum Lesen, bleibe ich auch dabei.

Gruß,
Mario
 
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