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Erwerbsminderungs Rente abgelehnt-Obwohl schwer chronisch Krank

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SaschaSBO

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#1
Hallo,

es geht um folgendes:

Habe letztes Jahr einen Antrag wegen Erwerbsminderung gestellt.
Nachdem ich beim Sozialmedizinischen Dienst der Renteversicherung war,
habe ich gestern eine Antwort der Renteversicherung erhalten.

Der Antag wurde nicht entsprochen, weil ich nach deren medizinischer Beurteilung noch mindestens 6 Stunden tgl. unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein kann.
Eine Teilerwerbsminderung ist jedoch, dass ich nicht mehr in der Lage wäre, mindestens 6 Sunden tgl. zu arbeiten.

Vor Antragsstellung war die Belastbarkeit schon auf folgende Einschränkung:
Grunsätzlich sind schwere Arbeiten, Belsatungen durch Hitze, Kälte, Nässe, Zugluft oder Temperaturschwankungen sowie inhalative Belastungen durch Rauch, Staub, Gasse etc oder Allergene zu meiden. So wie Lärm, Stress, Vibrationen, Tätigkeiten mit erhöhter Unfallgefahr, häufig wechselnde Arbeitszeiten.
Dieses wurde von der Reha-Klinik nach dem Aufenthalt schriftlich erklärt( Befundbericht).

So nun zu mir: Ich bin allein erziehender Papa( Kind ist 10 Jahre jung) wir erhalten ALG 2 und bin seit Mitte August Krankgeschrieben.

So. nun wird mich die ARGE ja bald wieder einladen.
So nun meine fragen:
Ich bin also nur noch für mindestens 6 Stunden erwerbsfähig? Nur was bedeutet mindestens? Auch mehr als 6 Stunden?

Außerdem, weiß ich garnicht wie ich es schaffen soll 6 Stunden zu arbeiten. Ich kann ja nicht einmal richtig einkaufen gehen schon leichte Anstrengungen wie Treppensteigen etc. Durch meine schwere chronische Krankheit bin ich erheblich eingeschränkt.
Dazu kommt auch das ich zu einer kleinen Minderheit gehöre bei denen die Medikation nicht richtig anschlägt.

Also , muss ich wohl Widerspruch einleiten. Habe erst einmal ein Kopie des Gutachten bei der Renteversicherung beantragt.

Habt ihr noch ein paar Tips für mich.?

Ich bin ziemlich überfordert mit dieser Situation.

Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe
Gruß
Sascha
 

Kalkulator

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#2
Also , muss ich wohl Widerspruch einleiten. Habe erst einmal ein Kopie des Gutachten bei der Renteversicherung beantragt.
Vielleicht lieber einen Sozialanwalt damit beauftragen? Kostet Dich 10 Euro Beratungshilfe und ne Menge Papierkram und Aufwand, aber entlastet Dich psychisch.

Allein kommst Du gegen die DRV kaum an.
 

SaschaSBO

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#3
@Kalkulator,

Dank für Deine Antwort.
Naja zu den 10 € kommt noch die Bahnfahrt zum zuständigen Amstgericht ca. 10 €.
Und einen Anwalt für Sozailrecht haben wird nicht in unserer Stadt. Also muss ich auch wieder Reisen kosten ca. 10 €.
Macht zusammen 30 Euro. Schwer diese Summe so einzusparen.
Außerdem, weiß ich garnicht wie ich es schaffen soll es ist ziemlich Anstrengend und mit Stess verbunden.

Naja, alles wir gut...
 

Kalkulator

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#4
Deine Bedingungen erschweren das natürlich, ich ging von mir aus, ich lebe in der Großstadt, da ist es sicher einfacher anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Außerdem, weiß ich garnicht wie ich es schaffen soll 6 Stunden zu arbeiten.
Dazu bedarf es doch eines Arbeitgebers, wer soll Dich mit deinen Beschwerden einstellen?

Und wenn die ARGE Massnahmen verhängt und du es nicht schaffst, krankschreiben lassen.
 

Muzel

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#5
Mein Vorschlag wäre zum behandelnden Arzt zu gehen und mit ihm über die Erfolgsaussichten eines Widerspruchs zu reden. Im Ergebnis bis du so wieso auf die Ärzte angewiesen.
 

SaschaSBO

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#7
Hallo,
danke für eure Antworten.

Aber eine frage habe ich noch:

Kann ich ein Beratungshilfeschein beim zuständigen Amtsgericht schriftlich stellen ohne, dass ich persönlich vor Ort bin?
Vordrucke gibt es ja im Netz
Dann könnte ich mir die Fahrtkosten sparen.



 

gelibeh

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#8
Also, dass die erstmal ablehnen ist schon fast normal. War bei mir auch so. Mir hat der VDK geholfen. Mindesten 6 Stunden heisst nämlich auch 8Stunden täglich, also Vollzeit.

Im Widerspruchsverfahren giltst Du für die ARGE als gesund, ich hab mich krankschreibenlassen.
 

Kalkulator

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#9
Anwälte können Beratungshilfe für ihre Mandaten schriftlich beantragen. Ob Du es kannst, weiss ich nicht. Probier es einfach aus, mit schriftlicher Begründung, warum Du nicht persönlich vorbeikommen kannst/willst.
 

mandy2

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#12
hallo erstmal...
also meine Erwerbsminderungsrente wurde auch abgelehnt ich habe Widerspruch eingelegt und natürlich wurde wieder abgelehnt. Nun habe ich Klage beim Sozialgericht eingereicht und hoffe dass alles zügig voran geht. Warte ja schon sehr lange...habe in Kürze einen Termin bei einem Psychiater (vom Gericht angeordnet) naja und dann hoff ich dass das Urteil gut ausfällt.
Wobei ich noch dazusagen muss ich wurde auf mind. 3 Std. Arbeit eingestuft (beim ersten Antrag). Achso und noch was...ich habe keinen Anwalt kein VDK ich mach das alles im Alleingang.
 

SaschaSBO

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#13
Hallo,

so habe mir einen Beratungshilfeschein geholt.( Freunde haben mich zum Gericht gefahren) Von der RV ist das Gutachten auch schon da. So dass ich jetzt mit der Anwätin Widerspruch einreichen kann.
Habe auch gleich Di. einen Termin bei einer Anwältin für Sozialrecht.

Mein aktuelles Leistungsbild ist ziemlich eingeschränkt und zwar:

Kann die letzte ausgeübte Tätigkeit nicht weiter fortgesetzt werden.
Aktuell ist das Leistungsvermögen mit Datum der Antragstellung als dahingehend eingeschränkt zu beschreiben, dass hier nur leichte bis gelegentlich mittelschwere Arbeiten, 6 Stunden und mehr, überwiegend im Sitzen, teilweise im Stehen und Gehen, zumutbar sind ohne Arbeiten in Nacht-und Wechselschicht, unter besonderem Zeitdruck und besonderer nervlicher Belastung, ohne Expostition durch Nässe, Kälze,Starke Temperaturschwankungen, Atemwegsreizstoffe, ohne schwere Hebe-und Trageverrichtungen ohne mechanische Hilfsmittel,ohne Arbeiten in einseitiger körperlicher Haltung, ohne Knien, Hocken, Klettern und Steigen.

Das aufgezeigte Leistungsvermögen ist anzunehmen mit Datum der Antragstelltung.
Eine Besserung des Leistungsvermögens ist nicht zu erwarten. Saisonal muss eher von einer Verschlechterung ausgegangen werden.
Eine Indiaktation zur Durchführung einer stationären Heibehandlungsmaßnahme besteht sicher nict, so war für den Versicherten auch die Heilbehandlungsmaßnahme in der Klinik Norderney nicht erfolgreich.



So, nun habe ich Feitag ein Schreiben von der ARGE erhalten, mit Termin am Mo. Zweck Zitat: Ich möchte mit Ihnen über Ihr Bewerbungsangebot bzw. Ihre berufliche Situation sprechen.

Rentenantrag abgelehnt, Widerspruch und was passiert in dieser Zeit?
Was kann die ARGE verlangen? Können die mich in die Sozialhilfe abschieben etc?

Gruß
 

mandy2

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#14
oh ja das kenne ich...hatte kurz danach das gleiche Schreiben. Was kam dann am Ende raus, man wollte trotzdem noch meine Arbeitsfähigkeit überprüfen lassen. Dumm wie ich war stimmte ich dem zu und hatte auch gleich schon meinen Termin zu deren Arzt. Tja und vor aller Aufregung hatte ich doch prompt das WE vor meinem Termin einen heftigen Migräneanfall plus wahnsinnige Rückenschmerznen, ging dann in die Notaufnahme (wegen einer Spritze) tja und dann hab ich doch glatt meinen Termin vergessen. Am nächsten Tag rief ich an und sagte, dass ich krank war, schickte die Bestätigung vom Krankenhaus zu, wurde nicht beachtet und somit wurde ich sanktioniert, obwohl ich den Termin schon lange nachgeholt hatte...Nun geh ich in kürze zur Reha und die Tante von der ARGE nötigt mich weiterhin um mit mir über meine berufliche Situation zu sprechen, als ob ich jetzt nichts besseres zu tun hätte als mit ihr über einen 1 Euro job zu sprechen.
naja wollte nur mal meine Erfahrung diesbezüglich mitteilen...
Ich bin auch im Widerspruch und laut Sozialgericht habe ich durchgekämpft, dass die ARGE weiterhin für mich zuständig ist, bis die Rente durch ist (oder auch nicht).
Verlangen kann die ARGE überhaupt nichts, die müssen warten bis der Bescheid vorliegt (vom Sozialgericht...wegen Rente...)
 

gelibeh

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#15
entenantrag abgelehnt, Widerspruch und was passiert in dieser Zeit?
Was kann die ARGE verlangen? Können die mich in die Sozialhilfe abschieben etc?
Hab das ja schon durch. In der Zeit des Widerspruchs/Klage können die Dich nicht abschieben. Du giltst aber für die als Erwerbsfähig. Ich habe mich krankschreiben lassen, bis meine Rente durch war.
 

gretl007

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#16
Hallo Sascha,
ja so wie Dir geht es vielen...so viele kämpfen verzweifelt um das was ihnen zu steht..
Gutachter welche kaum zu Gunsten des Antragsstellers begutachten..
Teilweise wird der Patient überhaupt nicht richtig angehört--sogar auch Beleidigungen kommen dort rüber..
Es ist nicht zu fassen wie mit den Menschen umgegangen wird..
Dort gibt es mit Sicherheit eine "Quotenreglung"..
Fakt ist doch mal eines, die Daumenschrauben werden immer mehr angezogen..ich möchte nicht wissen was in ca 5 Jahren ist..da ist die EM Rente vielleicht schon abgeschafft..
Da kann man schon Hassattacken bekommen..dafür hat man sich nun sein Leben lang kaputt geschuftet..

Ich hab Dir mal meinen Thread rausgesucht welchen ich hier mal gepostet hab..
Wenn Du Interesse hast, lies ihn mal durch..

http://www.elo-forum.org/schwerbehi...te-taetigkeiten-vollschichtig-einsetzbar.html

Dieser Thread wurde immerhin über 5000 mal gelesen..das zeigt doch eigentlich wie groß das Interesse der Menschen daran ist..und es zeigt auch die große Unsicherheit der Menschen, denn soviele haben dann leider nicht geschrieben..
Wir müssen einfach lernen uns zu wehren..
 
E

ExitUser

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#17
Hallo,
danke für eure Antworten.

Aber eine frage habe ich noch:

Kann ich ein Beratungshilfeschein beim zuständigen Amtsgericht schriftlich stellen ohne, dass ich persönlich vor Ort bin?
Vordrucke gibt es ja im Netz
Dann könnte ich mir die Fahrtkosten sparen.



Diese Anträge können immer schriftlich gestellt werden. Für den Fall des Eingangsnachweises bei einer Behörde, einem Amt, halt per Übergabe-Einschreiben oder Einschreiben-Rückschein senden, wenn man auf Nummer Sicher gehen möchte.
 
E

ExitUser

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#18
hallo erstmal...
also meine Erwerbsminderungsrente wurde auch abgelehnt ich habe Widerspruch eingelegt und natürlich wurde wieder abgelehnt. Nun habe ich Klage beim Sozialgericht eingereicht und hoffe dass alles zügig voran geht. Warte ja schon sehr lange...habe in Kürze einen Termin bei einem Psychiater (vom Gericht angeordnet) naja und dann hoff ich dass das Urteil gut ausfällt.
Wobei ich noch dazusagen muss ich wurde auf mind. 3 Std. Arbeit eingestuft (beim ersten Antrag). Achso und noch was...ich habe keinen Anwalt kein VDK ich mach das alles im Alleingang.
Hallo vielleicht solltest du mal zur vdk gehen das wurde alles ein bissen beschleunigen weil die Rentenkasse dann denkt er ist nicht in der Lage das alleine durchzuziehen wegen seiner Krankheit so wars bei mir und das ging schnell.
 

mandy2

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#19
Hallo vielleicht solltest du mal zur vdk gehen das wurde alles ein bissen beschleunigen weil die Rentenkasse dann denkt er ist nicht in der Lage das alleine durchzuziehen wegen seiner Krankheit so wars bei mir und das ging schnell.
hmm meinst Du? Ich dachte das kann man allein durchboxen...hmm muss ich doch echt jetzt überlegen ob ich nicht doch zum VDK gehe. Helfen die auch wirklich. Ich habe ja schon gelesen, dass die vom VDK voll überfordert wären. Naja muss aber trotzdem am Di meinen Termin einhalten (Gerichtsgutachter). Jetzt bin ich echt ins Grübeln gekommen, ob ich das auch allein so durchboxen kann wie ich es mir eigentlich vorgestellt hatte. :icon_kinn:
 
E

ExitUser

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#20
hmm meinst Du? Ich dachte das kann man allein durchboxen...hmm muss ich doch echt jetzt überlegen ob ich nicht doch zum VDK gehe. Helfen die auch wirklich. Ich habe ja schon gelesen, dass die vom VDK voll überfordert wären. Naja muss aber trotzdem am Di meinen Termin einhalten (Gerichtsgutachter). Jetzt bin ich echt ins Grübeln gekommen, ob ich das auch allein so durchboxen kann wie ich es mir eigentlich vorgestellt hatte. :icon_kinn:
Ich weiß nicht was für Krankheiten du hast wenn du zu Beispiel mit angzustände Psyche oder sobas Leides der ist in der Regel nicht belastbar die fragen sich ja auch da will er Rente bekommen aber macht hier alles einLeine die sind nicht dumm.
PS: Ohne der vdk Hätte ich das nie geschafft die sind gut
 

Muzel

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#21
Man kann grundsätzlich jeden Gutachter wegen Befangenheit ablehnen. Als ich zum Rentengutachter musste, hatte ich auch schwere Bedenken, dass er befangen sein könnte. Ich habe deshalb mit einer Frau vom Petitionsausschuss des Landtages telefoniert und ihr meine Bedenken vorgetragen. Sie hat mir gesagt, dass meine Bedenken unzureichend sind für die Ablehnung.
Also, mit guten Gründen kann man sich sträuben.
 
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#22
Hallo,

es geht um folgendes:

Habe letztes Jahr einen Antrag wegen Erwerbsminderung gestellt.
Nachdem ich beim Sozialmedizinischen Dienst der Renteversicherung war,
habe ich gestern eine Antwort der Renteversicherung erhalten.

Der Antag wurde nicht entsprochen, weil ich nach deren medizinischer Beurteilung noch mindestens 6 Stunden tgl. unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein kann.
Eine Teilerwerbsminderung ist jedoch, dass ich nicht mehr in der Lage wäre, mindestens 6 Sunden tgl. zu arbeiten.

Vor Antragsstellung war die Belastbarkeit schon auf folgende Einschränkung:
Grunsätzlich sind schwere Arbeiten, Belsatungen durch Hitze, Kälte, Nässe, Zugluft oder Temperaturschwankungen sowie inhalative Belastungen durch Rauch, Staub, Gasse etc oder Allergene zu meiden. So wie Lärm, Stress, Vibrationen, Tätigkeiten mit erhöhter Unfallgefahr, häufig wechselnde Arbeitszeiten.
Dieses wurde von der Reha-Klinik nach dem Aufenthalt schriftlich erklärt( Befundbericht).

So nun zu mir: Ich bin allein erziehender Papa( Kind ist 10 Jahre jung) wir erhalten ALG 2 und bin seit Mitte August Krankgeschrieben.

So. nun wird mich die ARGE ja bald wieder einladen.
So nun meine fragen:
Ich bin also nur noch für mindestens 6 Stunden erwerbsfähig? Nur was bedeutet mindestens? Auch mehr als 6 Stunden?

Außerdem, weiß ich garnicht wie ich es schaffen soll 6 Stunden zu arbeiten. Ich kann ja nicht einmal richtig einkaufen gehen schon leichte Anstrengungen wie Treppensteigen etc. Durch meine schwere chronische Krankheit bin ich erheblich eingeschränkt.
Dazu kommt auch das ich zu einer kleinen Minderheit gehöre bei denen die Medikation nicht richtig anschlägt.

Also , muss ich wohl Widerspruch einleiten. Habe erst einmal ein Kopie des Gutachten bei der Renteversicherung beantragt.

Habt ihr noch ein paar Tips für mich.?

Ich bin ziemlich überfordert mit dieser Situation.

Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe
Gruß
Sascha



In einem Rentenantragsverfahren letztendlich vor dem
Sozialgericht in Hannover
ging es um die Frage,
ob ein Techniker des "Strassenbauamtes" wegen
allein Depressionen arbeitsfähig ist oder nicht.

Der Rententräger hatte ein eigenes mediz. Gutachten
erstellen lassen und den Mann als "voll arbeitsfähig"
eingestuft.

In der Untersuchung lief das wie folgt ab :

Der Arzt fragte den Mann, ob er denn "arbeiten" könne.
Der sagte : Ja !
Daraufhin klappte der "Amtsarzt" die Akte zu und
lehnte jede Rente ab !

In der ersten mündlichen Verhandlung ging es dann um
die Frage,
"wer" darüber entscheidet, ob der Mann "arbeitsfähig"
ist. Der Arzt oder der "Kranke".

Der Richter legte der Beklagten (RentenV) nahe, die
Rentenansprüche anzuerkennen, weil sonst "jetzt"
ein entsprechendes Urteil geben würde.
 

mandy2

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#23
In einem Rentenantragsverfahren letztendlich vor dem
Sozialgericht in Hannover
ging es um die Frage,
ob ein Techniker des "Strassenbauamtes" wegen
allein Depressionen arbeitsfähig ist oder nicht.

Der Rententräger hatte ein eigenes mediz. Gutachten
erstellen lassen und den Mann als "voll arbeitsfähig"
eingestuft.

In der Untersuchung lief das wie folgt ab :

Der Arzt fragte den Mann, ob er denn "arbeiten" könne.
Der sagte : Ja !
Daraufhin klappte der "Amtsarzt" die Akte zu und
lehnte jede Rente ab !

In der ersten mündlichen Verhandlung ging es dann um
die Frage,
"wer" darüber entscheidet, ob der Mann "arbeitsfähig"
ist. Der Arzt oder der "Kranke".

Der Richter legte der Beklagten (RentenV) nahe, die
Rentenansprüche anzuerkennen, weil sonst "jetzt"
ein entsprechendes Urteil geben würde.
jetzt muss ich mal ne dumme Frage stellen...du sagst mündliche Verhandlung. :eek:Wie läuft die eigentlich ab? Wer ist da anwesend? Ja und ohne RA steht man ja dann ganz schön dumm da oder? :eek:Ich wusste jetzt gar nicht dass es da eine mündliche Verhandlung gibt. Muss man da unbedingt erscheinen? Ob ich das allein schaffe dann dort zu erscheinen...phu....:eek::eek:
 

Muzel

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#24
Man braucht keinen RA, wenn man zur mündlichen Verhandlung geht, sollte man aber eine Begleitung mitnehmen.
 

SaschaSBO

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#25
Hallo,

so es wurde Widerspruch eingelegt. ( Anwältin)
Bin zur Zeit bis auf weiteres Krankgeschrieben.( seid August 2009)


Anfang des Jahres habe ich einen Antrag Schwerbehindertenrecht
(Feststellungsverfahren) gestellt.

Heute habe ich eine Antwort erhlaten und die Behinderung von 30 wurde festgestellt.
Maßgebend für die vorstehende Festellung ist die Anlage zu
§ 2 VersorgungsmedizinVerordnung.
Nun habe ich mir mal die Anlage angeschaut und festgestellt das für mich nach meiner Meinung der mittlerer Grad zutrifft. Das wären dann 50-70 Behinderung.
Also muss ich denen ja Widersprechen?
Kennt sich jemand aus mit dieser Materie?

Man habe bald keine Lust mehr,dass reicht doch bald mal.
Muss ich der ARGE Mitteilen, dasss ich 30 Behinderung bekommen habe?
Gibt es noch was zu beachten?

Gruß
Sascha

Allen ein schönes WK
 

Silberfunke

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#26
gegen die 30% kannst Du schon Widerspruch einreichen, allerdings mit mehr Aussicht mit einem Anwalt. Ich bekam beim Erstantrag 15%, habe mit Anwalt Widerspruch eingereicht und bekam umgehend 30%
Du mußt das begründen und die Prozente der einzelnen Krankheiten werden nicht so zusammengezählt, das ist eine besondere Rechenform!
Der Arge melde das bitte, die 30% Einschränkungen müssen berücksichtigt werden bei der Vermittlung.
 
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#27
Geh wegen der Rente in Widerspruch. Bei mir haben sie das auch versucht. Nach dem Widerspruch bin ich dann berentet worden mit dieser "mir ist der Arbeitsmarkt aufgrund der Krankheit verschlossen" Klausel.

Ich hab in dem Widerspruch eine Din A 4 Seite praktische Beistpiele aus dem täglichen Leben aufgelistet wo ich normale Tätigkeiten aufgrund meiner Krankheit nur kurz bzw mit Inkaufnahme von genau aufgelisteten Symptomen ausüben kann.
 
E

ExitUser

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#28
Hallo,

so es wurde Widerspruch eingelegt. ( Anwältin)
Bin zur Zeit bis auf weiteres Krankgeschrieben.( seid August 2009)


Anfang des Jahres habe ich einen Antrag Schwerbehindertenrecht
(Feststellungsverfahren) gestellt.

Heute habe ich eine Antwort erhlaten und die Behinderung von 30 wurde festgestellt.
Maßgebend für die vorstehende Festellung ist die Anlage zu
§ 2 VersorgungsmedizinVerordnung.
Nun habe ich mir mal die Anlage angeschaut und festgestellt das für mich nach meiner Meinung der mittlerer Grad zutrifft. Das wären dann 50-70 Behinderung.
Also muss ich denen ja Widersprechen?
Kennt sich jemand aus mit dieser Materie?

Man habe bald keine Lust mehr,dass reicht doch bald mal.
Muss ich der ARGE Mitteilen, dasss ich 30 Behinderung bekommen habe?
Gibt es noch was zu beachten?

Gruß
Sascha

Allen ein schönes WK
Auf jeden Fall Widerspruch machen. Beim ersten Antrag wird meist zu wenig anerkannt, weil auch sehr oft nur nach Aktenlage entschieden wird.
 

dirkB

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#29
Hallo
Ich kann hier nur berichten, dass ohne Widerspruch und Klage kaum etwas zu erreichen ist.
Versorgungsamt, Antrag, 30%, Widerspruch unverändert, Sozialgericht Leipzig, 50% wegen Diabetes, meine lebensbedrohende Herzschwäche wurde nicht berücksichtigt, Klage vor dem LSG, Merkzeichen "G" und 80 % Behinderung.

Diese Aufzählung soll euch allen Betroffenen Mut machen.

"Lustige" Geschichte darin, wie Ämter arbeiten:
Ärztin des Landesversorgungsamtes: "diese Krankheit ist leicht beherrschbar..."
Gutachterin LSG: "50% der Erkrankten versterben innerhalb dreier Jahre..."
Ärztin des Landesversorgungsamtes:" Das Beantragte ist nicht zu gewähren, da die Krankheit nicht mehr von langer Dauer sein wird...:icon_klatsch:"
Klar, Dienstaufsichtsbeschwerde an die Sozialministerin.Das Wort Euthanasie habe ich benutzt.


Egal ob Rente oder Behinderung:
Nicht unterkriegen lassen, keine Angst vor dem Rechtsweg, und sich klar machen:
Du bist nicht der/die Einzige. Es steckt System dahinter.

Renten- und Behindertenankernennung gemäß Kassenlage.
An den Kranken ein Verbrechen, denn

"Die Würde des Menschen ist unantastbar",
aber diese wird mit Füssen getreten.


Viel Mut allen Betroffenen
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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